Panaetius schrieb:Ansonsten aber irrelevant bzw. stärkt die Eigenständigkeit der Bundesstaaten und führt zu spannenden Wahlkämpfen in den swing states.
Mittlerweile ist die Anzahl an Swing States größer geworden. Neben den 3 Staaten im Rust Belt (Michigan, Wisconsin, Pennsylvania) und Ohio kommen noch North Carolina, Georgia, Arizona und Nevada.
Damit wird es aber auch wieder interessanter im Wahlkampf, weil sich jetzt ein größerer Pfad zum Erreichen der 270 Wahlmänner ergibt. Bei Biden war das ja 2020 der Fall gewesen.
Die letzten Senatswahlen in Georgia und Arizona lassen einen größeren Swing in Richtung Demokraten vermuten.
FrankM schrieb:Was ist daran demokratisch, wenn in einigen Bundesstaaten ein Wahlmann fast 4 mal mehr Wähler vertritt als in anderen Staaten (und seine Stimme genauso viel zählt wie die der anderen)
Es gibt in der Tat kritische Stimmen dazu, aber eben auch diejenigen, welche sagen, das damit die Teilhabe auch der weniger stark besiedelten Gebiete sichergestellt werden kann.
Das gleiche haben wir übrigens auch in Deutschland.
Fall 1 - Bundesrat: Im gesamten Osten leben nur noch so viele Menschen wie in Bayern oder NRW. Trotzdem haben diese beiden Länder jeweils nur 6 Stimmen. Der Osten hat durch die Länder 23 Stimmen (ohne Berlin, also die SBZ dann 19 Stimmen). Bei den zustimmungspflichtigen Gesetzen ist der Osten mit seinen wenigen Einwohnern also stark bevorteilt.
Fall 2 - Sachsen: Hier haben die Städte Leipzig, Chemnitz und Dresden zu wenige Sitze im Landtag, die ihnen eigentlich zustehen würden. Man hat Leipzig jetzt einen Wahlkreis mehr gegeben, aber das Ungleichgewicht ist weiter vorhanden. Eine Union und AfD im Landtag hat natürlich kein Interesse daran, das zu ändern, weil sie "Ihre" Stimmen beschneiden würden.
Bone02943 schrieb:Trump! Der stand doch sogar als ex Präsident und Präsidentschaftskandidat noch bei Mecces im Laden. :D
Du hast
@SomertonMan falsch verstanden oder wolltest nur einen schlechten Witz machen. Es ging darum, das die Story vom Tellerwäscher zum Millionär in der Politik in Amerika dieser Tage nicht mehr möglich ist. Jemand der als einfacher Arbeiter unterwegs ist, der kommt nicht mehr in die Nähe von politischen Ämtern.
Aktuell muss man das teilweise revidieren, weil bei den Demokraten jetzt Leute mit Grass Root-Bewegungen auf das Ticket für den Senat gekommen sind. Gerade in Michigan ist ein muslimischer Arzt (geboren in den USA) der Front Runner, welcher die Kandidatin der Eliten ausgestochen hat. Warum? Weil er auch kritisch gegenüber der Politik von Israel sich geäussert hat. Nicht gegen Juden, sondern gegen den Faschisten Netanyahu und sein Krieg in Nahost.