Groucho schrieb:Dass Millionäre bestimmen, wo es lang geht, ist das Gegenteil von Demokratie.
Die USA sind eine Oligarchie, keine Demokratie.
Da wäre ich aus deutscher Sicht mal ein bisschen vorsichtig.
Man kann die Präsidentenwahl sehen wie man will, aber für das tägliche Leben haben die Wahlen in den Bunsesstaaten und in den Kommunen viel größere Bedeutung.
Während wir hier alle 4 Jahre mal beim Kanzler ein Kreuz setzen und alle 5 Jahre im jeweiligen Bundesland, wählen die US-Amerikaner gerne 1-2 mal im Jahr und vor allem bei den Kommunalwahlen - wir reden hier von Richtern, Sheriffs, Staatsanwälten, Bürgermeistern usw stehen gerne auch mal 30 verschiedene Menüpunkte auf dem Wahlzettel, angefangen von Gesetzen, lokalen Steuern über Verwendung von Geldern (Spielplatz oder Kreuzung modernisieren, sowas in der Art)
Der Alltag ist wesentlich basisdemokratischer als bei uns, wenn man sich nur mit der Präsidentenwahl auseinandersetzen will, kann man das gerne machen, aber dann mal ein bisschen vorsichtig mit den Aussagen.
Groucho schrieb:Und wenn du ein System demokratisch findest, wo der Verlierer, der drei Millionen Stimmen weniger als seine Gegenkandidatin hatte, als Gewinner gekürt und Präsident wird...tja, dann ist das so.
Das kann Dir in jedem Land mit anglikanischem Wahlrecht passieren, denn die alle haben das Winner-Takes-it-all, auch England/UK. Auch dort gibt es nicht das Verhältniswahlrecht sondern jeder Wahlbezirk komplett für den Gewinner des Wahlbezirkes gezählt.
Aber die Engländer sind wohl auch keine Demokraten, scheiss Magna Charta.
Verstehe mich nicht falsch, ich bin absolut gegen Maga, gegen Trump und das widerwärtige Gesocks, aber das allgemeine USA-Bashing und alle Amis sind doof geht mir fast genauso auf den Sack.