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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

29.164 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Political Correctness, Politische Korrektheit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Realo ehemaliges Mitglied

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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

23.09.2020 um 11:39
Zitat von abberlineabberline schrieb:Wer sind denn "die Rechten"? Wäre mir neu, dass jeder, der das Wort "Migrationshintergrund" in den Mund nimmt, gleich politisch rechts zu verorten ist.
Da hast du mich falsch verstanden. "Mit Migrationshintergrund" ist der neutrale, quasi amtliche Ausdruck, wenn auch automatisch stigmatisierend, "sanft", wie ich schrieb. Die Rechten sagen wie gesagt "Passdeutsche" oder "Papierdeutsche" zu diesen.

Ich möchte jedenfalls, dass der "Migrationshintergrund" verschwindet, damit auch der Biodeutsche verschwinden kann.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

23.09.2020 um 11:53
Zitat von abberlineabberline schrieb:Aber wozu sollte der Migrationshintergrund verschwinden? Wenn es so ist, ist es so. Ich seh da nichts wertendes
so sehe ich das auch.
Migrationshintergrund ist zunächst ein genauso wertfreier Begriff wie Kartoffel. Wenn ein Mensch MHG hat, dann hat er diesen, das ist erst mal nur ein Fakt.

Wie dieses Wort dann angewendet wird, mit welcher Intention, ob es verletzen soll oder einfach nur als Feststellung, das steht dann wieder auf einem anderen Blatt.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

23.09.2020 um 11:57
Zitat von soomasooma schrieb:Oh, ach so? Wie sieht man denn dann aus? Sehen Sorben auch "slavischer" aus?
Kann ich nicht so recht sagen, ich erkenne es aber oft. Augen und Gesicht im gesamten halt.

Ich vermute, dass viele Sorben slavischer aussehen, ja aufgrund der geografischen Herkunft. Kenne aber keine. Hab aber gerade mal gegoogelt und finde, dass dieses Beispiel eines sorbischen Mannes durchaus etwas slavischer aussieht.
https://www.welt.de/geschichte/article158956281/Wie-die-Sorben-ins-Visier-der-Stasi-gerieten.html


Timo-Me-kank
hier ist noch ein Beispeil
https://www.saechsische.de/domowina-kohleausstieg-risiko-fuer-sorben-5165745.html


q0py6s09mpzfjynl386ez0x94sx534vj

Ich hab im Altenehim (wo ich einen Verwandten besucht habe) auch mal mit einem Mann geredet, dessen Mutter aus einem deutsczhen Ostgebiet ganz weit im Osten kam (ist etwas her und er ist auch kurz dnaach gestorben, deshalb kann ich es nicht mehr ganz 100% sagen woher) dass seine Mutter im Kerndeutschland (sie lebte dann in Berlini) sehr oft für eine Asiatin gehalten wurde, Japanerin o.ä. wegen ihres Aussehens. Nach dem Krieg war er noch ein junger Teenager und es sei ein englischer Wissenschaftler gekommen, der ihn gefragt habe, ob er seinen Schädel vermessen dürfe, weil besagter Mann durch seine Mutter halt auch einen gewissen asiatischen Einschlag hatte. Das hat der Mann dann auch erlaubt.


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Realo ehemaliges Mitglied

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23.09.2020 um 11:59
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Migrationshintergrund ist zunächst ein genauso wertfreier Begriff
Nein, der war noch nie wertfrei, sondern zeigt die Problematik auf, die wir Deutschen damit haben, uns vom sanguinischen Prinzip (Blut, Abstammungsprinzip) zum Territortialprinzip zu entwickeln (wer in der BRD lebt, ist Deutscher oder wird es nach ein paar Jahren automatisch). Wir bemühen uns um das territoriale Prinzip, die Jahre, die man warten muss, um eingebürgert zu werden, sind reduziert worden, aber im Kopf denken wir noch sanguinisch.

Daher teilen wir, wahrscheinlich als einzige Nation auf der Erde, unsere Bürger in "Voll-Deutsche" (bzw. Blutdeutsche oder Biodeutsche) ein und in deutsche "mit Migrationshintergruind", d.h. selbst wen n sie schon längst den Pass haben,. sind sie weiterhin "andere Deutsche". Und das ist zutiefst rassistisch. Wozu bitteschön braucht man den Begriff "mit Migrationshintergrund", außer um bei der PKH, wenn es wieder um die Aufteilung der Delikte geht und zwischen Biodeutschen und Migrationshintergrunddeuitschen unterschieden wird, hetzen zu können?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

23.09.2020 um 11:59
Zitat von soomasooma schrieb:Nicht mehr, muss man da konkretisieren. Zuerst stand es ja sachlich für "Schwarzer" (vgl. u.a. franösisch négre). Erst die Geschichte machte es zum "Unwort". Ob das jemals mit der Kartoffel passiert, ist fraglich. Bei dem Begriff "Weißer (alter Mann)" kann ich mir das schon eher vorstellen.
falsch und schon 1000mal dargelegt. Das deutsche Wort für Schwarze ist nämlich Schwarze und nicht "Neger". diese Fremdbezeichnung war nie nicht rassistisch.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

23.09.2020 um 12:04
@Realo
Und was ist am sanguinuschen Prinzip falsch? Ich hab kein Problem damit. Ich halte es sogar für vernünftiger als, das angelsächsische Prinzip.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

23.09.2020 um 12:06
@Tussinelda
Nein, es ist ein Lehnwort.
Wikipedia: Lehnwort


@Texaslighting
Zitat von TexaslightingTexaslighting schrieb:Augen und Gesicht im gesamten halt.
Au weia. Also wenig Haare, Minibart und blaue Augen? :D Krass.


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23.09.2020 um 12:08
@Realo

Erst mal wird man nicht nach ein paar Jahren Deutscher. Das setzt schon einen Antrag und seine Bewilligung voraus. Wäre auch noch schöner wenn man ohne eigene Willenserklärung plötzlich die Staatsbürgerschaft wechseln würde.

Und als einzige Nation ganz sicher nicht. In der Schweiz gilst Du als Zugezogener wenn nicht Deine Urgroßeltern auf dem Lokalfriedhof liegen.

Ich werde in Peru auch immer dem Augenschein nach inkorrekt als Gringi gelten. Warum sollte mich das stören? Das führt zunächst mal nur dazu dass man meine nicht ganz perfekten Sprachkenntnisse antizipiert.

Und nicht nur in der PKS spielt das eine Rolle. Das kann zB auch bei Strafzumessungen in aller Regel günstig Verwendung finden.

Und bei massiven Problemen finde ich die Drage ib die importiert oder hausgemacht sind schon relevant.


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Realo ehemaliges Mitglied

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23.09.2020 um 12:12
Zitat von abberlineabberline schrieb:Und was ist am sanguinuschen Prinzip falsch?
Sein Rassismus. Es wurde im Rassismus-Thread zig Seiten lang über die "Wurzeln" "des Deutschen" debattiert*. Sanguinische ´Definition einer Nation ist also Stammesdenken (alle Nachkommen der "Germanen"). Auf diesem Prinzip konnte man zwischen echten Deutschen (die auf eine lange Stammesgeschichte zurückblicken) und "Nachkommen von Zugewanderten" unterscheiden, die wir heute scheinneutral "Migrationshintergrunddeutsche" nennen. Das ist das typisch deutsche, rassistische Zweiklassenprinzip der Einwohner auf unserem Staatsgebiet.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ich werde in Peru auch immer dem Augenschein nach inkorrekt als Gringi gelten.
Ja natürlich. Du bist eben kein Migrationshintergrundperuaner, sondern Tourist aus Deutschland oder falls du die peruanische Staatsbürgerschaft hast, Peruaner.


*Wurzel heißt z.B. im Französischen racine, hat also den gleichen Wortstamm wie race und racisme. Stammesdenken bzw. Wurzeldenken ist "natürlicher" Rassismus. Rasse = Wurzel


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

23.09.2020 um 12:12
Zitat von RealoRealo schrieb:Wozu bitteschön braucht man den Begriff "mit Migrationshintergrund", außer um bei der PKH, wenn es wieder um die Aufteilung der Delikte geht und zwischen Biodeutschen und Migrationshintergrunddeuitschen unterschieden wird, hetzen zu können?
vielleicht um Ursachen für Straftaten herauszufinden? Wurde gerade gestern erst im Migranten-Gewalt Thread aufgezeigt, dass es bei bestimmten Delikten u.a. auch der sozio-kulturelle Hintergrund einen Einfluss mit hat - bei manchen Ethnien tendenziell besonders.
Solche Feststellungen, wie in dem Thread aufgezeigt, haben nix mit Hetze zu tun.


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23.09.2020 um 12:13
@Realo
Auch wenn es da seitenweise diskutiert wurde, halte ich es weder für rassistisch, noch für unvernünftig.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

23.09.2020 um 12:13
Zitat von RealoRealo schrieb:Ich möchte jedenfalls
Was du möchtest tut hier nichts zur Sache. Dieses Wort wird selbst von Experten angewandt. An diesem Wort ist nichts schlecht oder verwerflich.
Zitat von RealoRealo schrieb:als einzige Nation auf der Erde
Falsch. Andere Nationen besitzen noch einen viel größeren Nationalstolz bezogen auf den Hintergrund ihrer Wurzeln und Herkunft. Die Türken z.B. Südliche Länder sind da viel extremer als wir hier in Mitteleuropa. Darum kann ich dieses Zeugs von Leuten wie dir nicht mehr hören weil es einfach nicht stimmt fix nochmal!
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:falsch und schon 1000mal dargelegt. Das deutsche Wort für Schwarze ist nämlich Schwarze und nicht "Neger".
Falsch, egal wie oft du es noch wiederholst, es ist nun mal nicht so wie du es gerne hättest:
Neger (über französisch nègre und spanisch negro, „Schwarzer“, von lateinisch niger „schwarz“) ist ein im 17. Jahrhundert in die deutsche Sprache eingeführter Begriff, der auf eine dunkle Hautfarbe der Bezeichneten hinweist.
Quelle: Wikipedia: Neger


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

23.09.2020 um 12:16
Zitat von RealoRealo schrieb:Wozu bitteschön braucht man den Begriff "mit Migrationshintergrund"
weil damit teilweise besondere "Umstände" mit einher gehen. So als Beispiel, es gibt doch immer mal Studien über die Bildungsumstände von Schülern mit Migrationshintergrund, wo dann teilweise gesagt wird, die haben es schwerer, weil die Eltern ggf nicht korrekt Deutsch können und dem Kind dann nicht richtig beim Lernen und Hausaufgaben helfen können, weshalb das Kind dann ggf schlechteren Bildungserfolg hat o.ä. um nur ein Beispiel zu nennen.
Zitat von RealoRealo schrieb:wir Deutschen
Das ist nicht nur hier so. Ich las gestern was über Argentinien und Uruguay und da wird auch aufgelistet, welche Abstammung die Leute haben. Irgendwas von xx Prozent sind italienischer Abstammung, soundso viele haben Native Abstammung. USA genauso. Hispanics, Blacks, Whites, oder noch spezifischer Irish, Italians, Indian-Americans, Natives.
Der Mensch ordnet die Welt halt gerne. Das ist an und für sich erstmal kein Problem.

Ich denke beim Begriff "Afrikaner" übrigens immer an eine schwarze Person, obwohl es ja auch weiße Deutsch-Afrikaner in Namibia oder Buren in Südafrika gibt. Trotzdem sehe ich die nicht als Afrikaner, weil es für mich halt Europäer sind von der Abstammung her.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

23.09.2020 um 12:20
@Realo
Ich bin da ganz sicher kein Tourist aber die Menschen haben ja in Peru wie in Deutschland Augen im Kopf.

Während niemand so dumm wäre das den Peruanern vorzuwerfen zerfleischen sich Deutsche gerne selbst damit. Das ist das einzig exklusiv Deutsche daran.

Na ja Deine Sprachdeutung in der Du schon Wurzeln problematisierst ist nicht so ganz wissenschaftlich.
Dann kann man british racing green ja auch gleich verdächtigen.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

23.09.2020 um 12:21
Zitat von TexaslightingTexaslighting schrieb:Der Mensch ordnet die Welt halt gerne. Das ist an und für sich erstmal kein Problem.
Mit dem Anspruch, dass es für dieses Denken in der Realität irgendeine Entsprechung gibt, wird es umgehend zum Problem. Das unreflektierte Denken in Identitäten ist eines der grundlegendsten Probleme der westlichen Welt. Wie Max und Teddy in den 30er schon festgestet haben, ist dies der Punkt an dem Aufklärung in Mythologie umschlägt.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

23.09.2020 um 12:24
Zitat von RealoRealo schrieb:Das ist das typisch deutsche, rassistische Zweiklassenprinzip der Einwohner auf unserem Staatsgebiet.
Nein, es ist nicht rassistisch. Dann wären alle Rassisten nur weil sie stolz auf ihre Wurzeln und ihrer Abstammung sind. Lass das doch bitte endlich!


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

23.09.2020 um 12:24
Zitat von NightSpiderNightSpider schrieb:Falsch, egal wie oft du es noch wiederholst, es ist nun mal nicht so wie du es gerne hättest:
Du musst den Artikel einfach nur mal weiter lesen
Bereits mit der Verwendung im Portugiesischen und Spanischen im 16. Jahrhundert wurde die Bezeichnung „negro“ mit dem Wort Sklave konnotiert und im Weiteren mit anatomisch-ästhetischen (hässlich), sozialen (wild, ohne Kultur), sexuellen (abnorm) und psychologischen (kindlich) Vorstellungen verknüpft.[13] Die Übernahme des Begriffs in das Französische als „nègre“ im 16. Jahrhundert beinhaltete die Nebenbedeutungen und stand damit im Gegensatz zu dem direkt aus dem Lateinischen abgeleiteten noir für schwarz.[7] Mit gleicher Gewichtung wurde das Wort als „Neger“ im 17. Jahrhundert in die deutsche Sprache übertragen, die Konnotation war von vornherein und dauerhaft inbegriffen,[14]
Wikipedia: Neger


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23.09.2020 um 12:25
@paranomal
Identitäten sind aber wichtig für eine Gemeinschaft. Was nicht heisst, dass man sich über andere stellt oder unkritisch sich selbst feiert.


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Realo ehemaliges Mitglied

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23.09.2020 um 12:27
Zitat von NightSpiderNightSpider schrieb:Andere Nationen besitzen noch einen viel größeren Nationalstolz bezogen auf den Hintergrund ihrer Wurzeln und Herkunft.
Ja, dann sind wieder di so viel gescholtenen islamischen Nationen diesbezüglich der Vorreiter, besonders Türken pflegen das Sanguinitätsprinzip. Ich dachte, wir wollten uns an Nationen orientieren, die die Aufklärung schon seit Jahrhunderten erfahren und sich danach orientiert haben.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

23.09.2020 um 12:27
Zitat von FiernaFierna schrieb:Du musst den Artikel einfach nur mal weiter lesen
Da steht ja genau das drinnen.
Auch in Wiki, ich zitiere einen weiteren Satz:
„Neger“ hatte regional noch im späten 20. Jahrhundert die Bedeutung „Schwarze“
Quelle: Wikipedia: Neger

Heißt: Neger wurde und wird auch heute noch im deutschen Sprachgebrauch für Schwarze verwendet. Was passt daran bitte nicht?


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