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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.384 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Political Correctness, Politische Korrektheit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

07.04.2021 um 09:55
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Es ist kein Synonym und auch keine Ergänzung, sondern sozusagen ein Unterbegriff ("unter-Kategorie") von "Anstand", "Moral" usw.
Das es nicht so ist, hat @behind_eyes nicht geschrieben. Sie schrieb: "Aus ihrer Sicht"!
Für mich ist es aber eine Ergänzung, ein Synonym und ich hatte dazu auch schon etwas geschrieben:
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Es ist völlig Bockwurst (egal, gleich, einerlei, schnuppe etc.) wie du gutes Benehmen nennst.
Synonyme für Anstand · Benehmen · Benimm · Chic · Etikette · feine Sitte · gut erzogen · (eine) gute Erziehung genossen haben · (eine) gute Kinderstube (genossen haben) · gute Umgangsformen · gutes Benehmen · gutes Betragen · Höflichkeit · Manieren · Schliff · Stil · Umgangsform · Umgangsformen · (sich) zu benehmen wissen · Galanterie (geh.)



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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

07.04.2021 um 09:59
https://www.washingtontimes.com/news/2021/mar/9/cancel-speedy-gonzales-not-so-fast-latinos-say/

Und schon wieder meint die Cancel Culture über etwas bestimmen zu müssen...

Aber die "Betroffenen" lassen sich das nicht gefallen xD


Glaub das trifft es ganz gut
https://9gag.com/gag/aO3YPKM


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

07.04.2021 um 11:27
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:es reicht vollkommen, das, was gesagt wurde, zu hören. Man sollte eben genau NICHT interpretieren müssen. Und damit man nicht interpretieren muss, hat der Sender sich entsprechend auszudrücken. Ganz simples Prinzip.
*seufz*. Liebe Tussinelda, ich weiß, wir hatten unsere Schwierigkeiten. Aber das was ich jetzt sage, meine ich wirklich nicht böse - so simpel ist das Prinzip nicht.
Kommunikation ist eine sehr komplizierte und vielschichtige Angelegenheit; nicht umsonst ist diese Buchreihe so umfangreich. Nicht umsonst, gibt es das 4-Ebenen-Modell, nicht umsonst Kurse, Beratungsstellen, Seminare, wo man Menschen mühseelig Kommunikation beibringt - dazu gehört einerseits das klare Ausdrücken, wie du richtig sagst, aber zum verstehen, muss ALLES interpretiert werden. Wer nur hört, ohne zu interpretieren, ist ein Komapatient, verstehst du?

Wenn ich nur sage: "Guten Morgen Tussinelda" interpretiert dein Hirn daraus: "Jemand wünscht mir einen guten Morgen".

Es geht nicht darum, dass irgendwem hier unterschwellig irgendwelche Schwächen oder Fehler unterstellen will, das wollte ich schon gestern nicht, als ich vom Bedürfnis des Menschen sprach, Anerkennung und soziales Miteinander dadurch für sich zu erreichen, indem er sich entsprechend sozial verhält. Das sind einfach Mechanismen, die ablaufen, die jeden von uns so betreffen.

Das Kommunikation nicht so "simpel" ist, das kann doch jeder, der in einer Beziehung schon mal Streit hatte, verstehen - man selbst spricht von Äpfeln, und was auf der anderen Seite ankommt ist Birnenkompott.

Ich kann ja auch verstehen, dass du und auch Groucho euch in diesem Thread immer eher ein Stück zu viel als zu wenig verteidigt, da ihr hier ja die relativen Hauptfiguren der einen Seite seid. Und manchmal grässelig auf euchein gehack wird.
Ich würde mich trotzdem freuen, wenn du/ihr demnächst einfach mal evaluiert, ob das was ich sage tatsächlich falsch ist, oder ihr im Verteidigungsreflex (und nach unseren bisherigen Probleme im Umgang miteinander) etwas über das Ziel hinaus schießt.
Denn Kommunikation ist nicht simpel, das soziale Korrektiv und das daraus erwachsende Gefühl des Wunsches nach Zugehörigkeit ist Gruppendruck.

Ihr müsst nicht dagegen opponieren, weil es gar nicht darauf abzielt, euch zu kritisieren, sondern PC eine aus meiner Sicht reale, wissenschaftliche Basis durch Kommunikationswissenschaft und Anthropologie zu attestieren. Ihr argumentiert gegen eure eigene Position.

Niemand behauptet, man wäre PC durch Gruppendruck, so habt ihr das wohl aber verstanden, fühlt euch dadurch angegriffen. Meine Aussage, die völlig richtig ist, war, dass der Mensch sich und sein Verhalten an die sozialen Systeme seinee Wahl/seiner Umgebung anpasst, um im Zweifel eben nicht außerhalb des sozialen Systems zu landen.

So wie man in Saudi Arabien als Frau nun mal bestenfalls nicht in Tanga und Spitzen-BH die Straßen entlang flaniert, obgleich man das vielleicht in Apfelstedt-Thüringen mit seinen FKK Kumpels immer tat.

Genauso wie du, Groucho, selbst gesagt, dich nicht in die Diskussion über das N-Wort unter Schwarzen einmischen willst, auch das tust du, und sei es noch zu unterschwellig, weil du dieser Gruppe nicht zu nah treten willst. Das du ihr nicht zu nah treten willst ist oberflächlich das, was hier im Thread schon "Anstand" genannt wurde, tiefgründig ist es der menschliche Wunsch nach sozialen Miteinander.

Das schmälert den Standpunkt von PC nicht, sondern stärkt ihn.
Das ihr aber dagegen ohne Not derart opponiert, spricht halt dafür, dass Kommunikation eben nicht so simpel ist, denn offenkundig hat unsere Kommunikation hier versagt.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

07.04.2021 um 11:34
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Denn Kommunikation ist nicht simpel, das soziale Korrektiv und das daraus erwachsende Gefühl des Wunsches nach Zugehörigkeit ist Gruppendruck
Ist NICHT Gruppendruck, soll es heißen.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

07.04.2021 um 11:57
@EinElch
Vielen Dank für Deine interessanten Erläuterungen zur Kommunikation an Tussinelda Ich finde das Thema sehr spannend. In einem Seminar zum Thema Mediation habe ich vor einer Ewigkeit mal den Satz "Kommunikation ist das, was ankommt" mitgenommen, der mich seitdem begleitet und mir schon oft geholfen hat.

Angeregt durch Deinen Beitrag würde ich mich da nun aber gerne mal wieder etwas einlesen und möchte Dich deshalb fragen, ob Du vielleicht etwas Kürzeres als das 4-bändige Mammut-Werk von von Thun empfehlen kannst?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

07.04.2021 um 12:21
@Tussinelda

Ich empfinde den Begriff "Afro" als Selbstausgrenzung. Weil er suggeriert, dass diese Menschen eigentlich Afrikaner sind, nach Afrika gehören, usw.

Wenn diese Menschen so bezeichnet werden wollen, na gut. Ich finde es unglücklich und lasse das Wort daher lieber weg. Ich hoffe, dass das nicht schlimm ist!?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

07.04.2021 um 13:04
Der zitierte Beitrag von Groucho wurde gelöscht. Begründung: Antwort auf gelöschten Beitrag
Etwas brachial... :) Ein Wort/eine Bezeichnung weniger macht noch keinen Sommer. Das Bewusstsein würde sich sicher andere Möglichkeiten suchen, die ua entweder triggern wollen oder beschränken. Das hört sich so an, als müssten nur genügend Worte weggelöscht werden, um endlich ein faires Miteinander zu erreichen. Die wahre Unvereinbarkeit hier im Thread ist wohl darin begründet, welcher Kurs zur Freiheit zu nehmen ist. Über die Einfachkeit der Verbesserung lässt sich immer noch am Besten streiten. Inspiriert, bringe ich mal "Frustrationstoleranz" ins Spiel.
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Wer nur hört, ohne zu interpretieren, ist ein Komapatient, verstehst du?
Ich hätte ja auch genug andere Textstellen zitieren können. Das Lesen hat Freude bereitet, nur mal so als Feedback. Ich finde, die Diskussion braucht dich dringend.

Da immer der Userbezug angemahnt wird. Konsequent wäre es, auch bei Lisa Eckart... in Zukunft darauf zu verzichten. Letztlich ist es nichts anderes, eher noch problematischer, da sie nicht mal eine Gelegenheit hat, sich zu äußern. Themen rein gegenständlich zu diskutieren dürfte aber gerade für Cancel Culture nicht einfach sein, ist sie doch auf Personalisierung nahezu angewiesen.


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