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Leitkultur…oder west-östlicher Divan?

3.347 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Leitkultur, Kulturchauvinismus, Kulturhegemonie ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Leitkultur…oder west-östlicher Divan?

28.09.2017 um 17:47
Sie sprechen aber gut deutsch,wann gehen sie denn wieder nach Hause?
Das ist die haeufigste Frage die sich mein Kumpel tagtaeglich reinziehen muss.
Er ist Architekt,spricht fliessend deutsch Weil er nunmal Deutscher ist.
Aber er ist Schwarz,wenn er im Osten zu tun hat ist es ganz normal das er in nem Restaurant nicht bedient wird...Bananengrill hat heut schon geschlossen
Wenn er nit seinem Saab unterwegs ist,dann ist das such normal von den Bullen kontrolliert zu werden,neulich in Dessau wo er ein Projekt betreut,viermal in sechs Stunden.
In Goerlitz haben sie die Karre komplett auseinandergenommen,die Wartezeit hat er in der Gesa ueberbrueckt,er konnte sich dann erstmal ne neue Wasserwaage kaufen,die Bullen haben das Teil auf der Suche nach Drogen zerstoert.
Die Forderung nach Integratiion ist pure Heuchelei


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Leitkultur…oder west-östlicher Divan?

28.09.2017 um 18:03
@Realo
Nein,nicht die Judenfreunde,die Juden selbst.
Die waren zu Deutsch das man sie noch als Juden erkennen konnte,sowas muss ja Argwohn ausloesen,waeren sie weiter in stinkenden Kutten rumgelaufen haette keiner was gesagt...das ist die juedische Heimtuecke,erst provozieren sie so das man sie umbringen muss und dann landet man auch noch in Nuernberg auf der Anklagebank...Skandal!!!


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Leitkultur…oder west-östlicher Divan?

28.09.2017 um 21:12
@fumo
 Alle Individuen dieses Volks dürften sich in der Folge von ihrem Verhalten und Wertekonsens kaum bis nicht unterscheiden. (Alle Deutschen trinken Bier, essen Haxe, schauen Fußball
interessantes Beispiel

aber erst aus einem anderen Blickwinkel wird "ein Schuh draus".
unser europäischer Wertekonsens lautet nicht:

 
 Alle Deutschen trinken Bier, essen Haxe, schauen Fußball
unser europäischer WErtekonsens lautet:

alle Bundesbürger haben das Recht, Bier zu trinken (Einschränkung durch Jugendschutz, StVO), Schweinshaxe zu essen und Fußball zu schauen.

unabhängig vom Einverständnis eines Vormundes, unabhängig von der sozialen Stellung und unabhängig vom Geschlecht.

in einigen islamischen Staaten, deren Bürger mit entsprechender anderer Sozialisation nach Europa kommen, ist dies alles andere als selbstverständlich. Fußballspielen kann da zu Gefängnisstrafe führen, der der Genuss von Schweinshaxe und Alkohol würden womöglich als Apostasie gewertet und mit entsprechenden drakonischen Strafen belegt.


ich nehme an, du siehst den Unterschied zw beiden grob angerissenen Wertekonsensen?




@Fedaykin
   Integration ist eine Bringschuld. Damit wäre der Kreis bzgl Unsinn in diesem Thread geschlossen.
selbstverständlich ist Integration zum größten Teil eine Bringschuld.

für manche sogar fast auschließlich eine Bringschuld des aufnehmenden Landes. ;)

wobei ich zu bedenken gebe:
für mich ist es alles andere als hinnehmbar, dass gelingende Integration nahezu ausschließlich vom Verhalten und der Leistung der "Bio" Deutschen abhängen sollte.
ICH kann nicht für einen Inuit die dt Sprache erlernen - muss er / sie selber tun.
er/sie wird sich keine Freunde machen, wenn er/sie darauf besteht, beim Metzger Walfleisch zu bekommen, weil er/sie das so gewohnt ist. Auch mit den Schlittenhunden wirds auf unseren Straßen schwierig. Kann sein, dass er /sie das ein Leben lang so gewohnt war - aber hier in Dt. wird die Inuit-Kultur wohl kaum lebbar sein.

Wenn ich in ein anderes Land gehe, dann warten auf mich keine Sprach - Rechtsberatungs - und Betreuungskurse. da fang ich mal locker bei mir selber an, kauf mir ein Wörterbuch, eine Lern-CD und dann gehts los mit Bitte, Danke, ja, nein, Guten Tag, Auf Wiedersehen, 1,2,3,... in der Sprache der neuen Heimat. die kulturellen Gepflogenheiten und Unterschiede zu meiner Heimat in Deutschland erkenne ich sofort und kann entscheiden, ob ich mich den Gegebenheiten anpasse, oder meine Vorstellungen vom Alltagsleben gegen die Vorstellung einer Mehrheit durchsetze.

wird schwierig wenn ich in China bei meinem Arbeitgeber mit den Lohnforderungen von verd.i ankomme :)
wird schwirig, wenn ich in Tokio ne Dreiraumwohnung für mich allein beanspruchen will und denen was von Mietpreisbremse, Mietspiegel  und sozial verträglichen Mieten erzähle und ihre Integrationsbereitcshaft daran messe, wie teuer sie mir die Wohnung vermieten....

wird auch schwierig wenn ich in Italien zum x. mal in einem Minirock (nicht breiter als ein Gürtel) und mit Spagettitop in ne Kirche latsche.
da wird mir i.d. R schon am Eingang mittels piktogramm vermittelt, welcher Leitkultur ich mich anzupassen habe. Will ich das nicht, wird mir strikt der Zutritt verwehrt.


vielleicht sind es aber auch typisch deutsche Allmachtsfantasien, dass es nahezu ausschließlich an den deutschen Bürgern liegen würde, ob Integration gelingt oder nicht. oder eine Portion Selbsthass. oder beides.

mir persönlich ist das ein kleines Stück zu nah am "Herrenmenschentum" anderen Menschen die Eigenverantwortlichkeit für ihr Leben aus "gutgemeinten" (nicht gleichbedeutetend mit wohlwollenden) Gründen abnehmen zu wollen. (""das schaffst du nur, wenn WIR dir helfen"")

Merkels Allmachtsfantasie zB lautet: "wir schaffen das". wobei weder das WIR, das SCHAFFEN noch das DAS jemals einer demokratischen Meinungsbildung unterworfen wurde.

diese Basta Politik hat der AfD locker 5% beschert.

Deutschland leistet ungeheuer viel, um Menschen den Neustart zu ermöglichen (ich begrüße das aUSDRÜCKLICH und finde es bei unserem Wohlstand angemessen!!!) und sie ein Stück weit zu begleiten (so sie Anspruch auf einen Aufenthaltsstatus haben ). Aber die eigentl. INTEGRATION - die müssen die Menschen selber leisten (zu +/- 80%, um mal ne Hausnummer zu nennen).



um das anders zu sehen, kenne ich einfach zu viele Migranten, die sich gut integriert haben, die überhaupt keine Benachteiligung am Wohnungs - und Arbeitsmarkt erfahren. Die wollten ihre Chance auf ein besseres Leben in Deutschland nutzen und haben ihr Schicksal bei den Hörnern gepackt.

Geht natürlich nur, wenn man bereit ist, Werte wie Fleiß und Pünktlichkeit bei der Arbeit zu zeigen, in den Wohnungen kein nächtliches Halligalli zu veranstalten und die Umgebung nicht mit Drogendealen verschreckt. (plakative Aufzählung)- womit wir wieder bei der Bringschuld wären....


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Leitkultur…oder west-östlicher Divan?

28.09.2017 um 22:16
Zitat von lawinelawine schrieb:vielleicht sind es aber auch typisch deutsche Allmachtsfantasien, dass es nahezu ausschließlich an den deutschen Bürgern liegen würde, ob Integration gelingt oder nicht. oder eine Portion Selbsthass. oder beides.
Nein, das ist lediglich logisches Denken.

Das letzte Wort hat nunmal die Mehrheitsgesellschaft und deshalb ist das auch nicht nur irgendeine Ding der Politik und auch nicht irgendein Ding der "Migranten".

Wenn wir diese Leute nicht als Teil unserer Gesellschaft anerkennen, dann kann man die 40x in einen Deutsch-Kurs schicken, dann können die der besoffenste Lederhosenträger auf dem Oktoberfest sein und dann können die sich auch den ganzen Tag von Haxe und Bratwurst ernähren und nebenbei noch ein Germanistik-Studium machen, die sind nicht integriert.

Man kann das mal an einem (normalerweise) für jeden verständlichen Beispiel deutlich machen: Der Tim hat in der Schule keine Freunde, wir sagen uns also: "Hey, wir integrieren den in Gruppe XY".
Gruppe XY möchte aber nicht soviel mit dem Tim zu tun haben. Jetzt setzen wir den einfach dazu...bringt nichts, die beachten ihn kaum. Also sagen wir ihm, er soll mal dieselbe Musik hören wie die. Nun hört er aaaaalle Alben, die er findet, informiert sich im Netz in Zeitschriften, überall, kann total mitreden und....ne, die Gruppe möchte nichts mit Tim zu tun haben.
Gut, dann ziehen wir ihn jetzt auch noch so an wie Gruppe XY und sagen ihm, er soll doch mal mit Fußball spielen, das ist bei denen total angesagt.
Bringt nichts, Gruppe XY wählt Tim als aller letzten und ihm spielt auch eigentlich niemand den Ball zu. Wir können uns jetzt auf den Kopf stellen und tun und machen, die Gruppe erkennt Tim nicht als Mitglied an, also ist er auch nicht intergriert....fertig.

Mit "Allmachtsfantasien" hat das nicht das Geringste zu tun.

Und hier haben wir schonmal einen Punkt, warum Integration scheitert: Die Gesellschaft sieht sich nämlich und sah sich auch nie in irgendeiner Verantwortung. Die "Migranten" waren dann halt nicht in genug Deutsch-Kursen, haben eine komische Religion und irgendwas mit Merkel, oder so, und sind nicht kompatibel und sollen doch untereinander wohnen, dann können sie sich wenigstens in ihrer Sprache unterhalten und...Moment mal, haben die da etwa gerade ein Ghetto gebildet? blablablabla, dabei liegt es vollständig in den Händen der Mehrheitsgesellschaft, ob sich hier irgendwer integriert oder nicht....die Menschen können das gar nicht allein aus sich selbst heraus.


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28.09.2017 um 22:33
Zitat von lawinelawine schrieb:um das anders zu sehen, kenne ich einfach zu viele Migranten, die sich gut integriert haben, die überhaupt keine Benachteiligung am Wohnungs - und Arbeitsmarkt erfahren.
Kann jeder behaupten. Die Benachteiligungen sind NACHGEWIESEN (siehe die 6 Links von Ende Juni / Anfang Juli im Asylgesetzgebungsthread) in Form einer breit angelegten Studie.

Man kann es auch mit @Fierna so formulieren:
Zitat von FiernaFierna schrieb:Wenn wir diese Leute nicht als Teil unserer Gesellschaft anerkennen, dann kann man die 40x in einen Deutsch-Kurs schicken, dann können die der besoffenste Lederhosenträger auf dem Oktoberfest sein und dann können die sich auch den ganzen Tag von Haxe und Bratwurst ernähren und nebenbei noch ein Germanistik-Studium machen, die sind nicht integriert.



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28.09.2017 um 22:39
@Fierna
dann gehen wir doch mal dein Beispiel durch:


   Fierna
   
Der Tim hat in der Schule keine Freunde, wir sagen uns also: "Hey, wir integrieren den in Gruppe XY".
   bedeutet, du willst von außen Druck auf eine Gruppe machen-- Glückwunsch, du hast den Misserfolg bereits fest gebucht
   +

   
Jetzt setzen wir den einfach dazu
   Glückwunsch, du hast den Misserfolg bereits fest gebucht



   kannst DU Freundschaft, Anerkennung, Liebe, Respekt.... erzwingen?

   ICH nicht .

   wer meint er könne einer Gruppe ungefragt einen Menschen hinsetzen und das  Motto ausgeben: ""hört zu, das ist euer neuer Freund und wenn ihr das anders seht, seid ihr keine netten Menschen"", hat den Misserfolg bereits provoziert.



nach der ersten Ablehnung nachzubessern und über die Schiene Fußball oder Musik (ich nehme an, hier könnten beliebige weitere kulturelle /künstlerische/intellektuelle /sportliche Leistungen neben Werten/IDeen stehen ??) die Freundschaft der Gruppe erringen zu wollen, ja da zeigt sich wieder die Allmachtsfantasie ala: "das schaffen wir schon, dass dich die Gruppe mag. Ansonsten ist die Gruppe doof"


   in der Regel entscheidet Sympathie und nicht Zwang darüber, wen wir zu unseren Freunden zählen.

   Menschen, die unsere Aufmerksamkeit durch ihre (für uns) positive Ausstrahlung auf sich ziehen, weil sie uns ähnlich sind/oder uns perfekt ergänzen, unsere Interessen teilen, weil sie cool /lustig, erfahren, besonders / liebenswert sind , werden wir eher zu unseren Freunden zählen als Menschen, die sich durch eine schrullige Art als Außenseiter präsentieren oder die wir "lieben müssen" weil es eine Autoritätsperson so möchte.

der Aspekt "Autoritätsperson will das so" ist wieder ein Verweis auf Allmachtsfantasien


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28.09.2017 um 22:41
@Warhead

Fehlt in deiner Story nur noch dass dein Kumpel bei der Polizei auf eine Matratze geschnallt wurde und diese sich ploetzlich entzuendet hat. Ich denke das waere ein guter Abschluss fuer warheads Maerchenstunde.


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28.09.2017 um 22:43
lawine schrieb:in der Regel entscheidet Sympathie und nicht Zwang darüber, wen wir zu unseren Freunden zählen.
Dann sind wir wohl "alle" extrem unsympathitisch. :troll:


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28.09.2017 um 22:46
@lawine

Ich habe keine Ahnung, warum du jetzt diesen ganzen Unsinn von irgendwelchen Zwängen dazu erfindest und ob du das Beispiel tatsächlich nicht verstehst.

Ganz simpel:

Wer hat am Ende die Entscheidungsgewalt, ob der Tim dazu gehört, vollkommen egal, was wer macht? Die Gruppe oder der Tim?

Das kann nicht so schwer sein.


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28.09.2017 um 22:53
   Fierna
   
Ganz simpel:

       Wer hat am Ende die Entscheidungsgewalt, ob der Tim dazu gehört
ganz klar: die Gruppe
und schon gar nicht derjenige, der Tim zu der Gruppe setzt und sagt: hier ist er und ab sofort sollt ihr ihn als  euren Freund betrachten


   
@Fierna
   Wer hat am Ende die Entscheidungsgewalt, ob der Tim dazu gehört, vollkommen egal, was wer macht?
   der zweite Satzteil ist falsch, denn es ist NICHT vollkommen egal, was Tim macht.

seine Chancen auf Anerkennung und Sympathie/Freundschaft  innerhalb der Gruppe steigen, je besser er zu der Gruppe passt, sie bereichert. Wenn er als Neudazugekommener der Gruppe die Freundschaft WERT IST, wird die Gruppe die Freundschaft nicht verweigern

   wenn er Aufnahme und Freundschaft in der Gruppe erhalten will , sollte  er der Gruppe irgendwie sympatisch erscheinen.

präsentiert er sich im Fußballverein als Phlegmatiker oder Mimose,  wird er die Achtung der Gruppe nicht bekommen
präsentiert er sich als Spaßbremse, wird er in einem lockeren Haufen wenig bis keine Freunde finden
singt er im Chor andauernd daneben, auch nach längerer Eingewöhnungszeit , dann ist ihm das Missfallen der Gruppe garantiert.


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Leitkultur…oder west-östlicher Divan?

28.09.2017 um 23:00
Zitat von lawinelawine schrieb:präsentiert er sich im Fußballverein als Phlegmatiker oder Mimose,  wird er die Achtung der Gruppe nicht bekommen
präsentiert er sich als Spaßbremse, wird er in einem lockeren Haufen wenig bis keine Freunde finden
singt er im Chor andauernd daneben, auch nach längerer Eingewöhnungszeit , dann ist ihm das issfallen der Gruppe garantiert.
So funzt und fehlt also Integration:

Wer nicht die besten Witze reißt oder beim Fußballspielen 2 linke Beine hat oder von Geburt aus nicht die beste Singstimme in die Wiege gelegt bekam, hat also keine Chance auf Integration.

Wenns nicht so traurig wär, würde ich mich krumm lachen.

Unter Integration hab ich mir eigentlich was anderes vorgestellt und das hier auch zu erläutern versucht.


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Leitkultur…oder west-östlicher Divan?

28.09.2017 um 23:01
Zitat von lawinelawine schrieb:ganz klar: die Gruppe
nicht derjenige, der Tim zu der Gruppe setzt und sagt: hier ist er und ab sofort sollt ihr ihn als  euren Freund betrachten
Ja, vollkommen richtig, die Politik kann machen was sie will und auch der "Ausländer" kann machen was er will, sagt die Gesellschaft nicht "Ja", ist das alles komplett irrelevant.

Und damit hat das wohl auch nichts mit "Allmachtsfantasien" zu tun.
Zitat von lawinelawine schrieb:    wenn er Aufnahme und Freundschaft in der Gruppe erhalten soll, muss er der Gruppe irgendwie sympatisch erscheinen.

präsentiert er sich im Fußballverein als Phlegmatiker oder Mimose,  wird er die Achtung der Gruppe nicht bekommen
präsentiert er sich als Spaßbremse, wird er in einem lockeren Haufen wenig bis keine Freunde finden
singt er im Chor andauernd daneben, auch nach längerer Eingewöhnungszeit , dann ist ihm das issfallen der Gruppe garantiert.
Oder er ist vllt schwarz und das findet die Gruppe blöd...dumm gelaufen dann.


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Leitkultur…oder west-östlicher Divan?

28.09.2017 um 23:24
@Fierna

um es dir - bei deinem Beispiel bleibend -  wissenschaftlicher zu sagen,
siehe Gruppendynamik
Gruppensozialisation

Gruppensozialisation bezeichnet den Prozess der Sozialisation eines neuen Gruppenmitglieds. Diese durchläuft dabei abtrennbare Stadien.


Erkundung

In dieser Phase werden von Seite der Gruppen Menschen gesucht, die entweder von der Gruppe gewünschte Fähigkeiten besitzen, oder aber (ist man eher auf der Suche nach emotionaler Nähe) die entsprechende Passung (im Sinne von z. B. Ähnlichkeit) mitbringen. Andersherum suchen Individuen Gruppen, die ihre Bedürfnisse erfüllen können.

Eintritt & Initiation

Sind die beiderseitigen Kriterien, die Individuum und Gruppe aneinander haben, erfüllt, kommt es zum Eintritt. Dieser Moment, auch Initiation genannt, ist häufig durch eine Form von Ritual gekennzeichnet. Diese häufig als unangenehm empfundenen Rituale dienen in der Theorie dazu, die Festlegung auf die Gruppe zu verstärken. Empirisch scheint es allerdings keine belegbaren Effekte dieser Art zu geben.

Sozialisation

In diesem Stadium wird erlernt, welche Normen innerhalb einer Gruppe gelten, z. B. also, welches Verhalten innerhalb der Gruppe erwünscht ist. Sie sind Ausdruck gemeinsamer Erwartungen der Gruppenmitglieder. Die neuen Mitglieder können sich Wissen und Fertigkeiten aneignen, um ihre Rolle gut zu erfüllen. Allerdings ist dies kein einseitiger Prozess, da auch neue Mitglieder versuchen werden, die Gruppe ihrerseits zu beeinflussen. Wie stark dieser Einfluss sein kann, hängt unter anderem davon ab, welchen Status das Mitglied außerhalb der Gruppe hat und wie sehr die Gruppe an ihren eigenen Normen festhält. Während dieses Zeitraums nimmt die Festlegung zu und schließlich wird das Mitglied nicht mehr als jemand behandelt, der besonderer Aufmerksamkeit bedarf.

Gruppennormen

Innerhalb von Gruppen treten für gewöhnlich gemeinsame Normen auf. Gruppennormen sind Überzeugungssysteme, die festlegen, wie man sich verhalten sollte, dabei aber nicht die Kraft von Gesetzen haben. Gruppennormen sind somit eine Leitlinie für Verhalten und Einstellungen und regulieren folglich auch das Verhalten innerhalb einer Gruppe, sodass es vorhersehbar wird. Hält man sich an die Gruppennormen, wird weiterhin offensichtlich, dass man sich auf die Gruppe festgelegt hat. Diese Normen werden entweder von den Gruppenmitgliedern internalisiert oder aber andere Mitglieder setzen sie mittels normativen oder nicht-normativen Verhaltens durch. Außerdem bilden diese Normen auch eine Möglichkeit, Informationen über die soziale Realität zu sammeln. Verstößt man gegen Gruppennormen, dann ist davon auszugehen, dass man auf negative Reaktionen stößt, man Sanktionen erfährt und unter Umständen aus der Gruppe ausgeschlossen wird. Die Androhung dieser Sanktionen ist eine wirksame Methode, Normen durchzusetzen, da ein Ausschluss eine sehr unangenehme Erfahrung darstellt.

Wikipedia: Gruppendynamik
was hier im thread - und darüber hinaus in Teilen der GEsellschaft - versucht wird ist Integration (Aufnahme in die Gruppe) zu erreichen, ohne die Gruppennormen zu definieren oder es wird gar bestritten, dass eine Gruppe überhaupt Normen jenseits von Gesetzen hätte.


Bassam Tibi und viele andere fordern genau dazu auf:
sich als Gruppe (europäisches Land)  die Werte und Normen der Gruppe (europäische Leitkultur) bewusst zu machen
und er warnt vor Wertebeliebigkeit, denn bei Wertebliebigkeit und Nicht-Erkennbarkeit der Normen und Werte haben es Gruppenneulinge (Migranten) viel schwerer, sich erfolgreich in die Gruppe zu integrieren.






dass sich Normen INNERHALB der Gruppen verändern können,dass auch die Menge der Gruppenmitgleider variabel ist, folgt .


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Realo Diskussionsleiter
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28.09.2017 um 23:26
Zitat von lawinelawine schrieb:Gruppennormen
Und wenn Gruppennormen faschistisch oder rassistisch sind, dann wehe den armen Außenseitern!

Wer dann also nicht faschistisch/rassistisch ist, gilt als nicht integriert.


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28.09.2017 um 23:26
Zitat von fumofumo schrieb:Wenn ich jetzt in die Türkei auswandern würde, dort direkt mit 5 Deutschen Freundschaft schließen könnte und meine alltäglichen Geschäfte mit Deutschen abwickeln könnt, würde ich einen Teufel tun, diese schwere türkische Sprache zu lernen! Es bestünde keine Notwendigkeit, es zu tun, und dadurch würde ich mich abgrenzen! Mehr oder weniger ungewollt!
Eigentlich nicht. Wieso sollte man abgegrenzt sein, wenn man auf die schnelle fünf Freunde gewinnt und sein Lebensalltag bewältigen kann. Wovon abgegrenzt? Nur von der Mehrheitsgesellschaft. Jetzt ist die Frage, wie viele deutsche Freunde er haben sollte, um integriert/oder assimiliert zu sein. Muss er dann auf die Freundschaften zu seinen (ehemaligen) Landsleuten verzichten? Gibt es, um mal an fiernas Einwand anzuknüpfen, fünf deutsche im Umfeld, die so besonders an einer Freundschaft interessiert sind?
Zitat von fumofumo schrieb:Nur in gewissen Bereichen; hierzu gehört beispielsweise die Sprache!
Echt jetzt? Das von jemandem, der sich damit auseinandersetzt? Das wäre doch der Untergang der deutschen Sprache. Sie kann sich doch nicht bis heute durch allerlei Einflüsse entwickelt haben, um sich dann einfach abzuschotten.
Zitat von fumofumo schrieb:Der Anwender @vincent hat mich darauf hingewiesen, dass ich eine sehr eigenwillige Interpretation von "Integration" und "Assimilation" vertrete.
Soll das jetzt echt eine Verweigerung gegenüber dem englischen Begriff "User" sein, den du unglücklich ins Deutsche übersetzt hast? :D
Wovon der Anwender?


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28.09.2017 um 23:37
@lawine

Was genau widerspricht da jetzt dem, was ich gesagt habe? Oder wolltest du nur mal was Wissenschaftliches einstreuen? Sieht ja immer fachmännisch aus, nicht?
Zitat von lawinelawine schrieb:In dieser Phase werden von Seite der Gruppen Menschen gesucht, die entweder von der Gruppe gewünschte Fähigkeiten besitzen,
Zitat von lawinelawine schrieb:Sind die beiderseitigen Kriterien, die Individuum und Gruppe aneinander haben, erfüllt,
Zitat von lawinelawine schrieb:Die neuen Mitglieder können sich Wissen und Fertigkeiten aneignen, um ihre Rolle gut zu erfüllen. Allerdings ist dies kein einseitiger Prozess, da auch neue Mitglieder versuchen werden, die Gruppe ihrerseits zu beeinflussen. Wie stark dieser Einfluss sein kann, hängt unter anderem davon ab, welchen Status das Mitglied außerhalb der Gruppe hat und wie sehr die Gruppe an ihren eigenen Normen festhält.
Zitat von lawinelawine schrieb:Verstößt man gegen Gruppennormen, dann ist davon auszugehen, dass man auf negative Reaktionen stößt, man Sanktionen erfährt und unter Umständen aus der Gruppe ausgeschlossen wird. Die Androhung dieser Sanktionen ist eine wirksame Methode, Normen durchzusetzen, da ein Ausschluss eine sehr unangenehme Erfahrung darstellt.
Eine Gruppennorm für "Deutsch-sein" ist jetzt z.B. die Abstammung. Wie "deutsch" kann ich als "Migrant" oder "Ausländer" also werden?


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Leitkultur…oder west-östlicher Divan?

29.09.2017 um 00:06
Zitat von FiernaFierna schrieb:Was genau widerspricht da jetzt dem, was ich gesagt habe?
du  hast das Beispiel Tim gebracht - du kannst das Beispiel Tim mit den genannten Stadien der Gruppendynamik abgleichen.

Tim ist in die Gruppe integriert, sobald er ALLE Stadien durchlaufen hat.



nun kommt Marc ins Spiel.
Marc wohnt in der gleichen Stadt XY wie die Gruppenmitglieder von Gruppe xy.
Die Gruppe xy möchte, dass Marc in ihre Gruppe kommt,  aber er findet die GRuppe doof.
er findet ihr Essen abartig, ihre Regeln sind ihm fremd, ihre Religion  findet er aberwitzig und ihren Dialekt mag er überhaupt nicht.
viel lieber würde er in eine andere Stadt ( XYZ ) gehen und dort mit Leuten der Gruppe xyz zusammensein, weil  sie  sein Lieblingsessen mögen, weil deren Regeln er kennt und gern befolgt und weil deren Religion auch die seine ist. mit der Sprache hat er bei den Leuten gar keine probleme

Integriert sich Marc in Gruppe xy oder in Gruppe xyz?


Aufgabe für dich:
wie bekommst du Marc dazu, die Gruppe in Stadt XY zu mögen und sich gern in dieser Gruppe aufzuhalten? wie bekommst du MArc dazu, nicht zu seiner Lieblingsgruppe zu wechseln?


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Leitkultur…oder west-östlicher Divan?

29.09.2017 um 00:32
Zitat von lawinelawine schrieb:du  hast das Beispiel Tim gebracht - du kannst das Beispiel Tim mit den genannten Stadien der Gruppendynamik abgleichen.

Tim ist in die Gruppe integriert, sobald er ALLE Stadien durchlaufen hat.
Er kann diese Stadien nicht durchlaufen, wenn die Gruppe das nicht zulässt, das ist alles was ich sage!!!

Du bist aber anscheinend der Meinung, man müsse sich nur "richtig" verhalten und werde quasi determiniert in die Gruppe aufgenommen. Das ist aber nicht so.
Wenn die Gruppe nicht will, will sie nicht.

Ansonsten habe ich keine Ahnung, warum du ständig widersprichst.
Zitat von lawinelawine schrieb:wie bekommst du Marc dazu, die Gruppe in Stadt XY zu mögen und sich gern in dieser Gruppe aufzuhalten? wie bekommst du MArc dazu, nicht zu seiner Lieblingsgruppe zu wechseln?
Ich könnte dir "Wikipedia: Gruppendynamik" verlinken, aber das wäre irgendwie unsinnig, oder?

Es wäre wohl das Sinnvollste, wenn wir ihn aus der Stadt jagen, damit er friedlich mit seinesgleichen leben kann.

Aber Marc ist hier schon der Archetyp, wie man so einen "Migranten" nach ein bißchen Kultur-Bullshit-Bingo definiert, Meise geht zur Meise, Fink zu Fink, der Storch zur Störchin, Feldmaus zu Feldmaus, nur die Deutschen, die sind supi-weltoffen und würde gerne alle Leute in ihre Gruppe aufnehmen.
Leider entspricht es nicht ihrer Gruppennorm, dass diese "Ausländer" nur mit "Ausländern" rumhängen, auch wenn man ihnen immer sagt, dass sie "Ausländer" sind und auch bleiben werden (was wir aber trotzdem toll finden :Y: ), die Staatsbürgerschaft über Abstammung definiert, Statistiken über "Migrationshintergrund" führt, sich immer fragt, warum der schwarze Mensch nur so gut Deutsch sprechen kann und man sogar schon von Leuten gehört hat, die in pathologischem Wahn, bei Straftaten den "Ausländer" in der Ahnentafel suchen....ja, da muss man sich schon wundern, warum so ein Marc nicht morgens aussteht und erstmal die Nationalhymne singt.

Einen tatsächlichen Marc wirst du aber vermutlich zu gar nichts bewegen können, wenn du nicht deinen verhassten Zwang von außen einsetzt.
Ist der bei dem Beispiel nicht mehr so uncool?


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29.09.2017 um 00:35
Ich finde es schwierig, ethnisch Gruppendynamiken auf einzelpersonen herunterzubrechen.


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29.09.2017 um 00:39
@Fierna

ich (Tim) hab jetzt nur noch einen Herzenswunsch:

Mitglied in deinem Freundeskreis zu werden.

das geht doch glatt, oder ?


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