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Nachweis der Wahlmündigkeit zur Erlangung des Wahlrechts. Wie?

168 Beiträge, Schlüsselwörter: Wahlrecht, Wahlmündigkeit

Nachweis der Wahlmündigkeit zur Erlangung des Wahlrechts. Wie?

28.08.2017 um 15:13
@TunFaire
Dann sollten wir das Problem aber direkt an den Wurzeln anpacken.
Wer seine Nachrichten über Facebook bezieht, darf per se nicht wählen. Und man muss Zwei Abbonements über politisch verschieden positionierte Tageszeitungen nachweisen können.


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Nachweis der Wahlmündigkeit zur Erlangung des Wahlrechts. Wie?

28.08.2017 um 15:19
@Zotteltier
Mist. 0 von 3
Damit werde ich wohl meinen Wahlschein zurückgeben müssen.

Nö, ich finde unsere heutige Regelung OK.
Alles ab 18. Man kann sich streiten ob 16 oder 17 oder 18.
Und man kann nur in bestimmten engen Grenzen sein Wahlrecht verlieren.

Passt gut für eine Demokratie.
Wie ich mal vorher schrob, darf man aber die Probleme die heute auftreten deswegen nicht ignorieren.
Politik(er)Verdrossenheit ist ein Thema. Politik interessiert nur noch am Rande. Das Vertrauen in die Politik ist gesunken.
Da sind die Hebel. Ich sehe primär die Politik(er) in der Verantwortung hier dagegen zu steuern.

Edit: Korrektur, ich habe 1 von 3 - da darf ich wohl nur an jeder dritten Wahl teilnehmen


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Nachweis der Wahlmündigkeit zur Erlangung des Wahlrechts. Wie?

28.08.2017 um 20:30
Die einzig Mündigen sind eh die Nichtwähler, denn was qualifiziert einen Menschen eigentlich zum Bundestagsabgeordneten? Hab da noch nie eine Stellenbeschreibung oder dergleichen gelesen und dann einen passenden Kandidaten dazu. Imbesten Fall wählt man einen Menschen den man nicht kennt in ein Amt das man nicht kennt. Das ist sehr vernünftig :-)
In einem Flugzeug käme vermutlich auch niemand auf so eine verrückte Idee den Sitz des Piloten per Wahl zu besetzen.:-)


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Nachweis der Wahlmündigkeit zur Erlangung des Wahlrechts. Wie?

28.08.2017 um 20:49
Kc schrieb:Wenn die Briten ganz bewusst und qualifiziert für den EU-Austritt gestimmt hätten, würde mich das nicht im Mindesten stören. Deren Entscheidung.
Aber dieser Fall lag oftmals eben NICHT vor. So ist der Brexit ein Beweis für dramatische Folgen unqualifizierter Wähler.
Die Jungwähler haben sich für die Wahl nicht registrieren lassen, während die anderen sich das Empire zurückgewünscht haben, das denen versprochen wurde. Ganz abgesehen davon, das dieser Entscheid nicht nur für GB eine wirtschaftliche Abflachung verspricht, sondern auch für uns in ganz besonderer Weise.

Es wurde auch in England unter Tony Blair (Labour) sehr viel falsch gemacht, was Cameron auf diese kurze Zeit nicht wieder gutmachen konnte. Das sollte man nicht ausblenden.

Dennoch gibt es hierzu einen Extra Thread.


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Nachweis der Wahlmündigkeit zur Erlangung des Wahlrechts. Wie?

28.08.2017 um 20:51
McMurdo schrieb:Die einzig Mündigen sind eh die Nichtwähler
Jo, die sind so mündig, dass sie munter die Populisten mit ihrer Nichtwählerei unterstützen. Ich kenne das eher unter "lachend in die Kreissäge laufen".


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Nachweis der Wahlmündigkeit zur Erlangung des Wahlrechts. Wie?

28.08.2017 um 21:03
Atrox schrieb:Jo, die sind so mündig, dass sie munter die Populisten mit ihrer Nichtwählerei unterstützen. Ich kenne das eher unter "lachend in die Kreissäge laufen".
Wenn ein Wähler das Wahlverhalten zeigt, das seinem eigenen Willen entspricht, halte ich das jedenfalls für mündiger, als wenn er einfach so deinem Willen folgen würde. :)


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28.08.2017 um 21:31
@paranomal
@Warhead

Warum Grenzdebilen das Wahlrecht vorenthalten? Wäre es nicht sinnvoller, dass diese sich erst gar nicht fortpflanzen? Wie wäre es mit einem Nachweis der "Reproduktionsmündigkeit"? Würde sich der Schwachsinn nicht fortpflanzen, wäre diese Diskussion erst gar nicht notwendig.


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28.08.2017 um 21:40
@Tripane

Meinem Willen sollen nur die folgen, die ich überzeugen kann. Nicht die, die ich als mündig erachte.

Dass man durch das Nichtwählen denen hilft, die man eigentlich nicht haben will, ist halt so. Dann darf man sich eben nicht beschweren.


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28.08.2017 um 22:52
Atrox schrieb:Jo, die sind so mündig, dass sie munter die Populisten mit ihrer Nichtwählerei unterstützen.
Wo hast du denn den Mumpitz gehört? Menschen die Populisten wählen unterstützen Populisten.


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Nachweis der Wahlmündigkeit zur Erlangung des Wahlrechts. Wie?

28.08.2017 um 23:05
Atrox schrieb:Dass man durch das Nichtwählen denen hilft, die man eigentlich nicht haben will, ist halt so. Dann darf man sich eben nicht beschweren.
Dreimal "nein" :D .
Erstens stimmt es nicht. Zweitens: Wenn es stimmen würde, sollte es sich irgendwo statistisch ausgleichen, und drittens darf man sich als Nichtwähler genauso beschweren wie als Wähler.


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28.08.2017 um 23:47
Tripane schrieb:darf man sich als Nichtwähler genauso beschweren wie als Wähler.
aber nicht über die Partei die man nicht nicht wählen wollte. :troll:

Nichtwähler wissen oft nicht, und so geht es mir auch, wen sie wählen sollten, denn es gibt war viele Parteien die antreten, aber nur 2 davon haben wirklich eine Chance den Kanzler zu stellen. Je mehr kleine Parteien dazu kommen, umso einfacher wird es für die CDU. Die torkelt auch noch mit den Grünen in die Regierung, wenn es sein müsste.


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Nachweis der Wahlmündigkeit zur Erlangung des Wahlrechts. Wie?

29.08.2017 um 00:24
@pajerro

Also ich bin der Meinung, dass ich mich schon morgen über Partei X beschweren darf, auch wenn ich sie heute erst gewählt habe. :D
Es dauert ja auch nicht länger, bis Politiker ihre ersten Wahlversprechen brechen. :D

Klar, wenn ich gewisse politische Vorstellungen habe, denen ich per Wahl näherkommen könnte, und dann trotzdem nicht hingehe weil ich den Arsch nicht hochkriege, dann ist das doof.

Sowas gibt es sicher auch, aber man darf es doch nicht grundsätzlich unterstellen. So mancher Nichtwähler ist sich vermutlich genauso bewußt, was er tut, wie jene, die wählen gehen.


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29.08.2017 um 01:04
Tripane schrieb:So mancher Nichtwähler ist sich vermutlich genauso bewußt, was er tut, wie jene, die wählen gehen.
Richtig. Vermutlich sogar bewusster als die meisten Wähler.

Vielleicht sollte man Wahlen durch Lotterien ersetzen in denen die dann ehemals Wahlberechtigten dann in den Bundestag, die Landtage und die ganzen kommunalen Parlamente und Räte gezogen werden. Dadurch hätte man im statistischen Mittel ein gutes Abbild der Bevölkerung und jeder muss damit rechnen mal dran zu kommen. Dadurch könnte das Interesse auch steigen.

Oder, mein Favorit, man schafft tatsächlich den Beruf “Politiker“ mit Studium und allem drum und dran in den jeweiligen Schwerpunkten. Dann sind da wenigstens gut ausgebildete Leute am Werk.


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29.08.2017 um 06:57
@McMurdo
@Tripane

Ich erkläre dir den Mumpitz gerne an einem Beispiel.

100 Menschen gehen wählen, darunter 20 Wähler der populistischen Partei XYZ.

XYZ hält einen Anteil von 20 %, der Rest 80 %.

80 von 100 Menschen gehen wählen, darunter 20 Wähler der populistischen Partei XYZ.

XYZ hält einen Anteil von 25 %, der Rest 75 %.

Schlussfolgerung: Nichtwähler unterstützen Populisten.

Es gleicht sich auch nicht zwangsläufig statistisch aus. So schaffen es gerade die Parteien an den Äußeren Ecken häufig einen größeren Anteil ihrer Klientel an die Urnen zu bewegen als die Volksparteien.
McMurdo schrieb:Oder, mein Favorit, man schafft tatsächlich den Beruf “Politiker“ mit Studium und allem drum und dran in den jeweiligen Schwerpunkten.
Und den Studiengang nennen wir dann Politikwissenschaften?


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Nachweis der Wahlmündigkeit zur Erlangung des Wahlrechts. Wie?

29.08.2017 um 09:34
Wie wäre es dann, wenn die Nichtwähler im Bundestag vertreten werden. ZB 30% der Wahlberechtigten gehen nicht wählen.
Dann werden 30% von 620 Sitzen zunächst leerbleiben.

Hier können sich dann Bürger bewerben, diese Sitze für einen Tag zu besetzen, aus den Bewerbern wird dann per Los entschieden.


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29.08.2017 um 09:44
sacredheart schrieb:Hier können sich dann Bürger bewerben, diese Sitze für einen Tag zu besetzen, aus den Bewerbern wird dann per Los entschieden.
Dann hast du 30 % im Bundestag sitzen, die praktisch nicht legitimiert sind. Trifft auch nicht den Kern des Nichtwählens. Die Aussage des Nichtwählens ist ja nicht "Uns ist egal, wer für uns spricht", sondern "wir finden das System doof". Also zumindest bei den bewussten Nichtwählern. Es wird sicherlich auch einen Teil geben, der sonntags einfach nicht pünktlich aus dem Bett kommt.


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Nachweis der Wahlmündigkeit zur Erlangung des Wahlrechts. Wie?

29.08.2017 um 10:08
Atrox schrieb:Schlussfolgerung: Nichtwähler unterstützen Populisten.
Puh, das funktioniert so auch nur in deinem sehr unwahrscheinlichen Modell wo kein Nichtwähler aus der Populistenecke kommt.

Ansonsten gilt: am meisten profitieren die grössten Parteien von Nichtwählern.


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29.08.2017 um 10:17
@Purusha

Die Welt hat schon 2016 über mein "sehr unwahrscheinliches Modell" geschrieben:

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article152474875/Wie-wir-Nichtwaehler-zurueckgewinnen-koennen.html

Wie man es dreht, wählt man nicht, gewinnen die anderen, egal wo man sich selbst politisch einordnet. Wenn ich mich politisch mittig sehe, aber nicht wählen gehe, unterstütze ich die Außen. Stehe ich außen und wähle nicht, unterstütze ich die Mitte und die andere Außenseite. Selbst Protestwählen macht da mehr Sinn als Nichtwählen.

Meine Aussage, die ich nun auf populistische Parteien bezog, schließt halt mit ein, dass man eigentlich keine starke populistische Partei haben will. Was nun populistisch ist und was nicht, darüber könnte man sich nun weiterstreiten. Ich habe aber schon bewusst keine Parteiennamen in meinem Beispiel genannt. Auch, wenn ich die Wähler der Parteien, die ich als populistisch ansehe, als fehlgeleitet erachte, würde ich nicht so weit gehen und ihnen die Wahlmündigkeit absprechen.


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Nachweis der Wahlmündigkeit zur Erlangung des Wahlrechts. Wie?

29.08.2017 um 10:49
Der Anteil Nichtwähler ist ein Klasse Indikator wie Politik im Land bei der Bevölkerung wahrgenommen wird.
Ein gewisser Anteil wird immer 'Nichtwähler' sein. Warum auch immer. Ist auch nicht tragisch.
Die Veränderung, steigender oder sinkender Anteil Nichtwähler zeigt die sich ändernde Beziehung der Wähler zur Politik und/oder den Politikern.
Ist dass was politisch passiert glaubwürdig, verständlich rübergebracht? Sehe ich Veränderungen? Vertraue ich der Politik, den Politikern? Glaubt man, dass man mit seiner Stimme etwas bewegen kann?
etc. pp.

Politik ist etwas das für viele Menschen alle 1-2 Jahre mal passiert. Der Wahlzettel für die nächste Wahl. Ansonsten ist Politik unsichtbar, wird nicht wahrgenommen. Und wenn man was hört, sind es tendenziell eher auf negativ getrimmte Schlagzeilen. Siehe Flüchtlingskriese.
Kurz vor der Wahl ändert sich das. Die Regierung sagt wie toll die letzte LegiPeriode war, die Opposition zeigt auf wie sch... es doch lief.
Wer soll da den Laden noch ernst nehmen.

Um die Nichtwähler wieder zu Wählern zu machen, zu Wählern die nachdenken bevor sie ein Kreuz auf dem Zettel machen, muss sich die Politik anpassen.
Ehrliche Kommunikation, z.B. zu den eigenen Leistungen und den Leistungen der anderen Parteien. Überhaupt einmal Kommunikation über das was gemacht wurde und das was nicht gemacht werden konnte.
Und zwar in einer Sprache die verständlich für die Menschen ist.

Kommunalpolitik in meiner Gegend, tja, ich kenne noch die Wahlversprechen von der letzte Wahl.
1-2 Dinge erfährst du über den Lokalteil der Zeitung. Ansonsten musst du wühlen wie ein Erdmännchen um Fakten zu erhalten. Politik die Proaktiv sagt was sie am laufen hat? Fehlanzeige.


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29.08.2017 um 11:05
Atrox schrieb:Wie man es dreht, wählt man nicht, gewinnen die anderen, egal wo man sich selbst politisch einordnet. Wenn ich mich politisch mittig sehe, aber nicht wählen gehe, unterstütze ich die Außen. Stehe ich außen und wähle nicht, unterstütze ich die Mitte und die andere Außenseite. Selbst Protestwählen macht da mehr Sinn als Nichtwählen.

Meine Aussage, die ich nun auf populistische Parteien bezog, schließt halt mit ein, dass man eigentlich keine starke populistische Partei haben will. Was nun populistisch ist und was nicht, darüber könnte man sich nun weiterstreiten. Ich habe aber schon bewusst keine Parteiennamen in meinem Beispiel genannt. Auch, wenn ich die Wähler der Parteien, die ich als populistisch ansehe, als fehlgeleitet erachte, würde ich nicht so weit gehen und ihnen die Wahlmündigkeit absprechen.
Wenn du es so umschreibst, stimme ich dir grundsätzlich zu. Ausserdem bin ich der Meinung, dass der Nichtwähler das Wahlergebnis zu akzeptieren hat. Und Demokratie misst sich nicht am Intellekt, sondern es zählt nun mal jede Stimme, auch die der "Dummen". Das haben die andern Wähler auch zu akzeptieren.

Ich als Schweizer hab da aber natürlich eh einen eigenen Ansatz. Nicht mit weniger Demokratie bringt man die Unzufriedenheit weg, sondern mit mehr. Bei uns ist die Zufriedenheit mit dem politischen System prozentual höher als die jeweilige Wahlbeteiligung der meisten Abstimmungen/Wahlen. Gerade bei Sachabstimmungen halten sich z.B. viele zurück, wenn sie nicht sicher sind, ob ja oder nein besser ist. Ich z.B. stimme bei Bildungs- oder Schulthemen praktisch nie ab, da ich selbst kinderlos bin. Sollen die entscheiden, die's was angeht.

Allerdings hat das Abstimmen bei uns ja schon sehr lange Tradition und man bekommt die politische Mitverantwortung schon in der Schule richtig "eingeimpft". Ich bezweifle, dass man unser System nun einfach in einem andern Land so mir nichts dir nichts über Nacht einführen könnte. Sozusagen von 0 auf 100. Geht nicht, da die richtigen Voraussetzungen fehlen.


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