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1.073 Beiträge, Schlüsselwörter: Haus, Wohnung, Stadt, Garten, Mieten, Mietpreisbremse

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04.05.2019 um 23:39
@bgeoweh
Jetzt wo ich weiß, was du mit "umlagefähige Obergrenze" meinst, kann ich besser darauf eingehen:
bgeoweh schrieb:Als Mieter kann dir die finanzielle Seite egal sein, als Vermieter bleibst du drauf sitzen, wenn es teurer als die umlagefähige Obergrenze wird. Bauen ist immer mit Verzögerungsrisiken verbunden, schlimmstenfalls findet man eine Weltkriegsbombe oder unbekannte Altlasten, passiert regelmäßig.
Also manche Posten, z.B. Fenstereinbau wird z.T. als Reparatur und zu einem anderen Teil als Modernisierung ausgewiesen.
Für Beides gabs einen Kostenvoranschlag.

Also eine Summe x für Rep. und eine Summe y für Modernisierung.
Wenn durch Unvorhergesehenes die Kosten im Allgemeinen steigen, dann werden diese Mehrkosten ja auch wieder prozentual als Rep. und Modernisierung ausgewiesen - halt dann x und y + ein zusätzlicher Betrag.

Dieser zusätzliche Betrag der auf y (Modernisierung) drauf kommt, kann sich diesen der Vermieter denn nicht über diese 8% teilweise bezahlen lassen (genau wie das mit den regulär geplanten Kosten war, wo dann eben auch die 8% zur Wirkung kommen)?
bgeoweh schrieb:Das klingt erstmal unwirksam. Hast du zufällig den Wortlaut parat?
Damit war ich schon bei einem Anwalt und der sagte, das sei rechtens.
Den Wortlaut gebe ich dir später (aber mal lieber per PN ... man weiß ja nicht, wer hier alles mitliest, bin immer bissel misstrauisch ;) )


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04.05.2019 um 23:44
Optimist schrieb:Dieser zusätzliche Betrag der auf y (Modernisierung) drauf kommt, kann sich diesen der Vermieter denn nicht über diese 8% teilweise bezahlen lassen (genau wie das mit den regulär geplanten Kosten war, wo dann eben auch die 8% zur Wirkung kommen)?
Kann er, für die Modernisierung. Nicht für die Reperaturen, die sind ihm voll anzurechnen. Subventionen sind abzuziehen. Interessant wird es, wenn er Gelder für energetische Sanierung erhalten hat, aber als Reperatur abrechnet. Kappungsgrenzen usw. sind einzuhalten.
Optimist schrieb:Damit war ich schon bei einem Anwalt und der sagte, das sei rechtens.
Mit sowas immer zum Fachanwalt. Es ist definitiv nicht möglich, grundsätzlich auf Mietminderungen zu verzichten, auch nicht gegen Gegenleistung. Es muss auf jeden Fall ein Zeitraum angegeben sein, für den diese Vereinbarung gilt, sowie genau benannt werden, welche Beeinträchtigungen der Verzicht betrifft. Bei Verzögerungen über diesen Zeitraum hinaus kann gemindert werden, genau so, wenn Probleme auftreten, die nicht Gegenstand der Vereinbarung sind (wenn z.B. zufällig die Heizung auch noch kaputtgeht). Falls diese Punkte nicht enthalten sind, ist die ganze Vereinbarung unwirksam.


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04.05.2019 um 23:50
bgeoweh schrieb:Als Mieter kann dir die finanzielle Seite egal sein,
Optimist schrieb:Dieser zusätzliche Betrag der auf y (Modernisierung) drauf kommt, kann sich diesen der Vermieter denn nicht über diese 8% teilweise bezahlen lassen
bgeoweh schrieb:Kann er, für die Modernisierung...
Demnach kann mir als Mieter dann doch nicht egal sein, wenn Mehrkosten entstehen - z.B. für zu zeitiges Aufstellen des Gerüstes (falls dies berechnet wird)

Aber wie gesagt, ich fotografiere mal die Schriebse (mit geschwärzten Namen :) ) - werde ich aber evtl. erst morgen schaffen, dir zu schicken.


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_Alekto_
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04.05.2019 um 23:51
Wo liegt eigentlich euer eigentliches Problem? Sanierte und modernisierte Wohnungen die teurer werden oder generell das Wohnen teurer wird?


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04.05.2019 um 23:52
Optimist schrieb:z.B. für zu zeitiges Aufstellen des Gerüstest (falls dies berechnet wird)
In dem Fall wäre dieser spezifische Kostenpunkt anfechtbar, genau wie wenn ein Sack Zement mit 1000€ berechnet würde. Offensichtlich falsch kalkulierte oder unwirtschaftliche Kosten sind nicht umlagefähig.
Optimist schrieb:Aber wie gesagt, ich fotografiere mal die Schriebse (mit geschwärzten Namen
Es eilt nicht.


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04.05.2019 um 23:53
_Alekto_ schrieb:Wo liegt eigentlich euer eigentliches Problem? Sanierte und modernisierte Wohnungen die teurer werden oder generell das Wohnen teurer wird?
Mir geht es um beides.
Und darüber hinaus auch ums Allgemeine, aber auch um den besonderen Einzelfall.
bgeoweh schrieb:Offensichtlich falsch kalkulierte oder unwirtschaftliche Kosten sind nicht umlagefähig.
gut zu wissen. :)


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04.05.2019 um 23:53
_Alekto_ schrieb:Wo liegt eigentlich euer eigentliches Problem? Sanierte und modernisierte Wohnungen die teurer werden oder generell das Wohnen teurer wird?
Ich habe überhaupt kein Problem, ich versuche den Leuten hier mit Beispielen zu erklären, dass viele von den angeblichen "Spekulationen" und "Luxussanierungen" von der Politik so gewollt und vorgeschrieben sind, dass man es sich zu einfach macht, wenn man immer nur auf die "gierigen Vermieter" schimpft.


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04.05.2019 um 23:55
Optimist schrieb:gut zu wissen.
Im Extremfall heißt das, mit dem Anwalt oder dem Mieterschutzbund drei vergleichbare Angebote einholen gehen und die Kosten für diesen Posten auf einen marktüblichen Wert festlegen lassen. Kostet halt eventuell die Anwaltshonorare.


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_Alekto_
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04.05.2019 um 23:55
@bgeoweh

Dann bist du einer der wenigen Anständigen hier


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04.05.2019 um 23:57
_Alekto_ schrieb:Dann bist du einer der wenigen Anständigen hier
Ich habe im Familienumfeld Menschen aus diversen Gewerken des Bau- und anhängigen Handwerks. Wenn man auch nur am Rande mitkriegt, was da tatsächlich so alles passiert, kommt man um eine differenzierte Sichtweise kaum herum.


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_Alekto_
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05.05.2019 um 00:16
@bgeoweh

Wir, das heißt meine Eltern, hatten auch mal 2 Häuser mit 9 Mietparteien zur Vermietung. Das hat allerdings derart viele Probleme mit den Mietern bereitet, obwohl meine Eltern SEHR sozial sind, dass wire nunmehr die Häuser verkauft haben und darüber sehr froh und glücklich sind. Der Stress, den manche Mieter bereitet haben, ist kaum mit Geld aufzuwerten. Nun ist Ruhe und wir sind alle glücklich darüber


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05.05.2019 um 00:28
_Alekto_ schrieb:Das hat allerdings derart viele Probleme mit den Mietern bereitet,
Bei nur 9 Mietern ist das allerhand (eine hohe Quote). Da hattet ihr ja richtig Pech gehabt.
bgeoweh schrieb:Im Extremfall heißt das, mit dem Anwalt oder dem Mieterschutzbund drei vergleichbare Angebote einholen gehen und die Kosten für diesen Posten auf einen marktüblichen Wert festlegen lassen
danke für den Tipp :)


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_Alekto_
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05.05.2019 um 00:33
@Optimist

Allerdings! Ich habe einen ganzen Ordner mit vollstreckbaren Titel geschenkt bekommen... aber im Prinzip kann ich mir all diese Titel am Ars.,,,,


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05.05.2019 um 08:12
@Optimist
@bgeoweh
@the_unforgiven
Wir können hier noch lange über Fenster, Balkon und Elektrik Preise&Umbauten schreiben, ich versuche es mal anders:

Es gibt eine Menge W an Wohnungen und eine Menge M an Mieter.
München und Umgebung wächst mit 17.000 bis 25.000 Menschen pro Jahr, auch wenn die zu 4 einziehen benötigt man 4000 Wohnungen/Jahr. Die Bevölkerung wünscht keine Hochhäuser und keine weitere Verdichtung, diese sind in der Gemeinde Satzung drin...daher sehe ich in den nächsten Jahren auch durch Neubau keine Möglichkeiten die Nachfrage zu befriedigen. Die Firmen zahlen mittlerweile Zuschläge für das Wohnen um im Nachfragewettbewerb mithalten zu können.
Ich fasse zusammen:
- die Bevölkerung wächst, in erster Linie durch Zuzug
- die Anzahl der Wohnungen hält nicht mit
- man möchte nicht die Höhe bauen
- man möchte nicht enger bauen
- die Gehälter steigen, die Mieten auch
- die Mieter möchten einen anderen Luxus wie früher
- die Behörden sind alle im Wettbewerb, wer kann die Schrauben noch mehr anziehen

Wer ist Schuld: die Vermieter!
Da möchte die verblendete Bevölkerung ansetzen, angestachelt von "Flausen im Kopf" Vereinen und dummen Politiker:
- Mietehöhe begrenzen
- Strafzahlungen aller Art
- Enteignen

Folgende Möglichkeiten kommen anscheinend nicht in Frage:
- Zuzug begrenzen
- idiotische Regeln aufheben
- selber bauen (Stadt)
- Städte/Gemeinden in der Umgebung modernisieren/erschaffen und mit einem funktionierenden ÖPVN attraktiv einbinden (Japan als Vorbild)
- Städte mit sinkenden Bevölkerungszahlen fördern um den Trend zu stoppen


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05.05.2019 um 08:21
bgeoweh schrieb:Geh mal rüber in den Grünenthread und erzähl das @groucho , laut dem ist das nämlich alles Quatsch und das Problem gibt es nicht.
Also entweder ist das polemisch, oder du kannst nicht lesen.....
Falls du nicht nur pöbeln wolltest, kann ich dir deinen Fehler gern erklären.


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05.05.2019 um 08:52
@corky
das finde ich eine sehr gute Zusammenfassung und Analyse:
corky schrieb:- die Anzahl der Wohnungen hält nicht mit
- man möchte nicht die Höhe bauen
- man möchte nicht enger bauen- die Gehälter steigen, die Mieten auch- die Mieter möchten einen anderen Luxus wie früher
- die Behörden sind alle im Wettbewerb, wer kann die Schrauben noch mehr anziehen
corky schrieb:Wer ist Schuld: die Vermieter!
Da möchte die verblendete Bevölkerung ansetzen, angestachelt von "Flausen im Kopf" Vereinen und dummen Politiker:
- Mietehöhe begrenzen
- Strafzahlungen aller Art
- Enteignen
Und hier sehr gute Lösungsvorschläge:
corky schrieb:Folgende Möglichkeiten kommen anscheinend nicht in Frage:- Zuzug begrenzen
- idiotische Regeln aufheben
- selber bauen (Stadt)
- Städte/Gemeinden in der Umgebung modernisieren/erschaffen und mit einem funktionierenden ÖPVN attraktiv einbinden (Japan als Vorbild)
- Städte mit sinkenden Bevölkerungszahlen fördern um den Trend zu stoppen
Das klingt alles sehr plausibel.
Was meinst du, weshalb kommt von den Politikern niemand auf diese Idee?
Und falls doch der eine oder andere darauf kommt (du bist ja z.B. auch darauf gekommen), weshalb findet das kein Gehör, wer sperrt sich also dagegen - und vor allem WESHALB?

Andererseits denke ich dennoch, einige Spekulanten im Wohnungssektor (ob es viele oder wenige sind, kann ich nicht beurteilen) heizen das Ganze sicherlich zusätzlich noch mit an, aber die sind natürlich nicht die Ursache, sondern es geht immer um Angebot und Nachfrage.


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05.05.2019 um 09:00
Optimist schrieb:Andererseits denke ich dennoch, einige Spekulanten im Wohnungssektor (ob es viele oder wenige sind, kann ich nicht beurteilen) heizen das ganze sicherlich zusätzlich noch mit an, aber die sind natürlich nicht die Ursache
Ich denke deren Anzahl hält sich mit der Anzahl der Mietnomaden und renitenten Mieter die Waage, wollen wir Negativbeispiele immer höher gewichten?
Es ist aber modern dass jeder Mieter glaubt an einem Spekulanten als Vermieter geraten zu haben, steht ja auch so in der Zeitung.
Optimist schrieb:Was meinst du, weshalb kommt von den Politikern niemand auf diese Idee?
Das kostet und wieso soll ich als Politiker Minus in meiner Kasse machen und meiner Wiederwahl gefährden wenn ich andere rupfen kann?
Die Bevölkerung macht ja begeistert mit und wenn ich mal zeige wo der Hammer hängt, werde ich ja sicher gewählt.

Fakt ist: die überwiegende Mehrheit der Vermieter sind einfache private Personen, enteignet und gängelt die weiter, so dass keiner mehr baut. Ich sah das voraus und habe 2016-17 aufgehört.


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05.05.2019 um 09:07
Optimist schrieb:Was meinst du, weshalb kommt von den Politikern niemand auf diese Idee?
corky schrieb:Das kostet und wieso soll ich als Politiker Minus in meiner Kasse machen und meiner Wiederwahl gefährden wenn ich andere rupfen kann?
Am Ende wird es noch viel mehr kosten, wenn die sozialen Spannungen wegen der fehlenden Wohnungen und unbegrenzten Zuzug zunehmen sollten...
... und dann wirds auch mit der Wiederwahl schlecht aussehen. Aber wie ich schon öfters feststellte (für mich persönlich), mit der Weitsicht von Politikern hapert es wohl öfter mal.
corky schrieb:Die Bevölkerung macht ja begeistert mit und wenn ich mal zeige wo der Hammer hängt, werde ich ja sicher gewählt.
ich würde solche weitsichtigen wie dich auf alle Fälle wählen :) - ganz egal in welcher Partei, wenn sie recht hätten, hätten sie recht - nur darauf kommt es für mich an.


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05.05.2019 um 09:17
corky schrieb:Ich denke deren Anzahl hält sich mit der Anzahl der Mietnomaden und renitenten Mieter die Waage, wollen wir Negativbeispiele immer höher gewichten?
Es ist aber modern dass jeder Mieter glaubt an einem Spekulanten als Vermieter geraten zu haben, steht ja auch so in der Zeitung.
Und statt der Geschichten aus der Zeitung, sollen wir lieber deine Geschichten glauben?
Warum sollte man dich ernster nehmen, als die Presse?
corky schrieb:Fakt ist: die überwiegende Mehrheit der Vermieter sind einfache private Personen, enteignet und gängelt die weiter, so dass keiner mehr baut.
Das scheint mir ein Strohmann zu sein.
In der phösen Zeitung habe ich im Kontext zu Wuchermieten, nie von privaten Vermietern gelesen, sondern nur von Immobilienfirmen. Von Immobilien als Spekulationsobjekten, nicht vom privaten Vemieter mit seinem Drei-Familien-Haus, in dem er an zwei Parteien vermietet.

Ich denke, es hilft nicht, wenn man in dieser Diskussion die Probleme verzerrt oder verschleiert.

Sag doch ganz ehrlich deine Meinung: Im Kapitalismus ist das eben so, dass der Reiche der Starke ist und ich bin für das Recht des Stärkeren.

Scheiß auf Gentrifizierung und die armen Schweine, die sich kein adäquates Wohnen mehr leisten können, die aufgrund von Gentrifizierung aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen werden.

Kann man doch ehrlich so sagen, da muss man doch nicht so tun, als würde hier auf privaten Vermietern rum gehackt.


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05.05.2019 um 09:39
groucho schrieb:Und statt der Geschichten aus der Zeitung, sollen wir lieber deine Geschichten glauben?
Warum sollte man dich ernster nehmen, als die Presse?
Also Du muss mir gar nichts glauben, was Du denkst ist mir egal.
groucho schrieb:In der phösen Zeitung habe ich im Kontext zu Wuchermieten, nie von privaten Vermietern gelesen, sondern nur von Immobilienfirmen.
Und die Regeln gegen Immofirmen treffen alle Vermieter...oder werden private Vermieter gesetzlich besser behandelt?
groucho schrieb:Scheiß auf Gentrifizierung und die armen Schweine, die sich kein adäquates Wohnen mehr leisten können, die aufgrund von Gentrifizierung aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen werden.
Ja, dann sei doch mal so demokratisch und regele den Zuzug von Leuten...dann können die Leute für die Du Dich einsetzt, aber als arme Schweine bezeichnest, auch dort wohnen bleiben.

Das ist die schnellste Lösung: alle Mietverträge(Miethöhe) und Wohnungszustände werden für 10J eingefroren.
Aber glaube ja gar nicht dass dies keine Konsequenzen hat.


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