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Räumung des Hambacher Forstes

1.369 Beiträge, Schlüsselwörter: RWE, Braunkohle, Hambacher Forst, Tagebau, Hambi

Räumung des Hambacher Forstes

09.10.2018 um 13:29
bgeoweh schrieb:Wenn man vom CO2-Ausstoß spricht, meint man normalerweise den Netto-Ausstoß, d.h. das was über die Absorptionsmöglichkeit der Wälder hinausgeht. Und der soll auf Null, wie ich sagte.
Eben, und warum soll das nicht gehen? Die Technik, um Wohlstand ohne CO2-Emissionen zu sichern ist vorhanden, was fehlt, ist der politische Wille, schreibt der Deutschlandfunk. Letzteres könnte sich in naher Zukunft noch ändern, auch Leute wie Trump haben ein politisches Ablaufdatum.

https://www.deutschlandfunk.de/klimawandel-was-fehlt-ist-der-politische-wille.720.de.html?dram:article_id=430018
bgeoweh schrieb:Mit dem kleinen Schönheitsfehler, dass man diese Buche vor 90 Jahren hätte pflanzen müssen.
Stimmt, deshalb ist es besonders klimaschädlich Wälder zu roden, um Braunkohle abzubauen.


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Räumung des Hambacher Forstes

09.10.2018 um 13:32
Deutschland wird seine Klimaziele meilenweit verfehlen. Das geht aus einer Berechnung für das Wirtschaftsministerium hervor. Es sei denn, die Regierung riskiert den wirtschaftlichen Wohlstand des Landes.

Acht Seiten lang ist das Papier, das Experten des Bundeswirtschaftsministeriums als Argumentationshilfe für die Sondierungsgespräche geschrieben haben. Kern der Aussage: Deutschland verfehlt seine Klimaziele meilenweit. Und unter ökonomischen Gesichtspunkten ist es unmöglich, die Versprechen umzusetzen, die die schwarz-rote Bundesregierung bis 2030 gegeben hat. Es sei denn, man riskiert notfalls auch Deutschlands wirtschaftlichen Wohlstand.

Für die verbleibenden 13 Jahre bis 2030 habe sich Deutschland das Ziel gesteckt, die Emissionen noch einmal um 27 Prozentpunkte zu senken. „Um dieses Ziel zu erreichen, müsste die Reduktionsleistung pro Jahr fast doppelt so groß ausfallen wie in den zurückliegenden 26 Jahren.“ Es handele sich um ein „extrem ambitioniertes – genauer – nicht realisierbares Ziel“.

Es bestehe die Gefahr der Abwanderung wichtiger Industrien in Länder, in denen es weniger Umweltschutzauflagen gebe. Eine deutlich stärkere Reduktion „bis 2020 wäre nur möglich bei teilweiser De-Industrialisierung in Deutschland.“

„Die Klimaziele der großen Koalition sind unrealistisch.“ Die CDU müsse das einsehen. Die Grünen wiederum müssten erkennen, dass nationale Alleingänge dem Klima nicht helfen würden, dafür aber den Wohlstand gefährden.

Nach jüngsten Prognosen verfehlt die Bundesrepublik ihre Klimaziele für das Jahr 2020 um fünf bis sechs Prozentpunkte. Und es gibt kaum eine realistische Chance, daran etwas zu ändern. Ein schneller Ausstieg aus der Kohleverstromung, wie von den Grünen gefordert, hätte soziale Probleme zur Folge: Zunächst müsse erst mal eine wirtschaftliche Perspektive für betroffene Tagebau-Regionen entwickelt werden.

Noch drastischer formuliert es der Industrieverband BDI: Die Regierung habe zwar das Ziel formuliert, die nationalen Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 zu senken. „Das nationale 95-Prozent-Ziel muss aufgegeben werden, wenn keine Umsetzung vergleichbarer Ambitionen auf globaler Ebene erreichbar ist“, so ein BDI-Papier. Die Finanzierung der Investitionen müsste auf die politische Tagesordnung. Allein für das 80-Prozent-Ziel seien Mehrinvestitionen von mindestens 1,5 Billionen Euro notwendig.
https://www.welt.de/wirtschaft/article170409201/Klimaziele-setzen-Deutschlands-Wohlstand-aufs-Spiel.html

@cathari

Es fehlt nicht nur am politischen Willen, denn es müssen noch andere Punkte bedacht werden und die Klimaziele Deutschlands sind nunmal einfach nicht realistisch ereichbar.


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09.10.2018 um 13:32
bgeoweh schrieb:Wenn man vom CO2-Ausstoß spricht, meint man normalerweise den Netto-Ausstoß, d.h. das was über die Absorptionsmöglichkeit der Wälder hinausgeht. Und der soll auf Null, wie ich sagte.
Geht alles z.B. Algen-Farmen, Algen erzeugen pro Hektar sehr viel Biomasse, benötigen aber nicht zwingend Süßwasser, Algenfarmen funktionieren auch mit Salzwasser. Sie können sowohl zur Ernährung verwendet als auch zu Treibstoff verarbeitet werden, sind geeignet für Karge- oder Wüstengebiete etc.

Wikipedia: Algenkraftstoff

Daraus zitiert
"Der Flächenbedarf für das vollständige Abfangen des CO2 aus den Abgasen eines Kohlekraftwerks ist sehr hoch. Bei einem Kohlekraftwerk mit 1100 MW Leistung und jährlich 5,4 Mio. t CO2-Ausstoß wären nach Schätzungen zwischen 21.500 und 64.500 ha (215 bis 645 km2) mit Mikroalgenreaktoren zu bestücken. Bei Kosten von 100.000 bis 150.000 €/ha wären Gesamtinvestitionen im Milliardenbereich notwendig.[5] Eine zu Ende 2008 von RWE Power in Betrieb genommene Pilotanlage hat eine Größe von 600 m2, was im Idealfall 1/300.000 der notwendigen Fläche entspräche."

Also ca. 10 Mrd. € für ein Kohlekraftwerk und benötigen <1% der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland, bei 50t Ertrag pro Hektar und 64500 sind das etwa 3,2 Millionen t Biomasse. Bei unseren 46 GW durch Kohle wären das 460 Mrd. € <20% der landwirtschaflichen Nutzfläche und ca. 150 Millionen t Biomasse. Ist jetzt nicht zwingend sinnvoll in Deutschland aber ein Beispiel wie man hohe Mengen an CO2 wieder in Biomasse umwandeln kann.

Noch ein wenig Werbung
http://www.rwe.de/web/cms/mediablob/de/334518/data/334512/1/magazin/2009/ausgabe-3/umweltschutz/so-schuetzt-rwe-die-umwe...


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09.10.2018 um 13:35
taren schrieb:Ist jetzt nicht zwingend sinnvoll in Deutschland aber
taren schrieb:Geht alles
Jaja "geht alles" wie man sieht, nur in deiner Fantasie. Wir hier aber leben in der deutschen Realität.


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09.10.2018 um 13:48
Bone02943 schrieb:Jaja "geht alles" wie man sieht, nur in deiner Fantasie. Wir hier aber leben in der deutschen Realität.
Was willst du hören, das man mit MiMiMi und ****schaukeln nicht weiter kommt, ja wahrscheinlich, allerdings die Frage ist ob wir uns bis 2050 mit dieser Haltung nicht eh in die Bedeutungslosigkeit wegrationalisiert haben. Dann sinken unsere CO2 Emissionen auch ^^


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09.10.2018 um 14:12
Fedaykin schrieb: oldzambo schrieb:
Die Technologie ist recht einfach, das ist richtig, wer aber den Zugang zu den Ausgangsmaterialien verliert, hat verloren. Derzeit könnte z.B. eine wirtschaftliche Fertigung in Europa fast nicht mehr aufgebaut werden, weil die Zulieferkette in EU nicht mehr vorhanden ist...

Ach sagtes da nicht einer Solarzellen hätten keine komplizierte Rohstoffbasis? Ja was denn nun? Denn diese Rohstoff sichern würde wohl wieder unerwünschtes Politisches Handeln nach sich ziehen.
Der Unterschied zwischen einer Rohstoffknappheit weil irgendwelche Erze oder Mineralien weltweit nicht mehr verfügbar sind und einer schlechten Verfügbarkeit von Ausgangsprodukten aufgrund einer nicht vorhandenen Zulieferkette ist für dich aber schon verständlich? Nur weil der lokale Baumarkt keine 1/4-Zoll-Schrauben im Angebot hat, bedeutet das nicht, dass 1/4-Zoll-Schrauben weltweit demnächst aus Rohstoffmangel zur Neige gehen :-)


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09.10.2018 um 14:20
Hallo @alle !

Wenn ich mich mal in einem Punkt dazwischen funken darf. Wälder als CO2 Speicher sind doch nur Augenwischerei. Bäume wachsen und sterben ab, man tut aber so als wenn die Biomasse entgültig aus der Welt wäre. Das Ganze ist für jeden eigendlich erkennbar ein Null Summen Spiel. Das man Wälder zu "Speichern" erklärt hat, ist ein fauler politischer Kompromiss.

Gruß, Gildonus


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09.10.2018 um 14:23
Fedaykin schrieb: McMurdo schrieb:
Jop, das Leben ist halt kein Wunschkonzert.

Stimmt, weswegen man ja den VErhinderern als erstes den Strom abstellen sollte.
Ich hab 100% Ökostrom und Biogas, da kann mir der RWE und die anderen Schlawiner nix anhaben ;-) Denen ihre Luftverpestung finanziere ich nicht mit! Übrigens geh ich auch in Urlaub (natürlich in völliger Selbstkasteiung, weil ohne Flugzeug) und nage nicht am Hungertuch...


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09.10.2018 um 14:29
Bone02943 schrieb:Und auch das man ohne eine vernünftige Wirtschaft keine Klimaziele bezahlen kann ist ja auch egal. Soll Deutschland doch seine großen Wirtschaftsstandorte stilllegen, wenn der Strom dann nicht mehr reicht.
Es gab schon sehr viele Heulbojen, die uns den großen Blackout prognostiziert haben, wenn wir weiter die Erneuerbaren Energien ausbauen... Heulen, Jammern und eine ordentliche Portion s'hilft-ja-eh-nix, das hat unsere Wirtschaft schon immer groß gemacht. Wenn ich dran denke, welch blühende Industrie wir heute haben könnten, wenn nicht irgendwelche bekifften Öko-Spinner eine Rauchgasentschwefelung gefordert hätten, und das nur wegen dem bissle saurem Regen damals...


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09.10.2018 um 14:59
cathari schrieb:Eben, und warum soll das nicht gehen? Die Technik, um Wohlstand ohne CO2-Emissionen zu sichern ist vorhanden, was fehlt, ist der politische Wille, schreibt der Deutschlandfunk. Letzteres könnte sich in naher Zukunft noch ändern, auch Leute wie Trump haben ein politisches Ablaufdatum.
Die TEchnik um CO2 Emissionen komplett zu vermeiden ist Vorhanden? Auf dem Papier die Reale Umsetztung gestlatet sich schwieriger, zumal noch nicht mal alle ihr Peak CO2 erreicht haben.
oldzambo schrieb:Der Unterschied zwischen einer Rohstoffknappheit weil irgendwelche Erze oder Mineralien weltweit nicht mehr verfügbar sind und einer schlechten Verfügbarkeit von Ausgangsprodukten aufgrund einer nicht vorhandenen Zulieferkette ist für dich aber schon verständlich? Nur weil der lokale Baumarkt keine 1/4-Zoll-Schrauben im Angebot hat, bedeutet das nicht, dass 1/4-Zoll-Schrauben weltweit demnächst aus Rohstoffmangel zur Neige gehen :-)
Ja, ist es, allerdings folgt daraus eben kein Monopol, weil nix eine Produktion verhindern kann.

Also kann China gar kein Politisch, strategisches Monopol auf die Solartechnik errichten, wenn man das nicht zulassen wollte.
oldzambo schrieb:Ich hab 100% Ökostrom und Biogas, da kann mir der RWE und die anderen Schlawiner nix anhaben ;-) Denen ihre Luftverpestung finanziere ich nicht mit! Übrigens geh ich auch in Urlaub (natürlich in völliger Selbstkasteiung, weil ohne Flugzeug) und nage nicht am Hungertuch...
Schön, dann darfst du sogar reinen Herzens nach lust und laune schimpfen.

Aber nicht das du nur einen Ökostromtarif hast...


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09.10.2018 um 15:25
bgeoweh schrieb:Dem Millionär fällt es selbstverständlich leichter, 1000€ zu sparen als dem Hartz-Bezieher.
Natürlich, die die können sollen ja auch mehr leisten.
bgeoweh schrieb:Außerdem dauert es gerne mal einen gewissen Zeitraum, bis politische Maßnahmen durchschlagen, daher wird man den vollen Effekt von Trumps Entscheidungen 2017 noch nicht gesehen haben.
Wie in dem Bericht auch zu lesen war ist Klimapolitik dort in erster Linie Ländersache, von daher bleibt das abzuwarten.

Zudem hat die von Trump geführte Zentralregierung in Washington energie- und klimapolitisch wenig Einfluss auf die einzelnen Bundesstaaten. Regional wurde der Ausbau von Wind- und Solarkraft unabhängig von Washington weiter gefördert und ausgebaut.
https://www.welt.de/wirtschaft/article174814149/CO2-Werte-Ausgerechnet-Trumps-Amerika-hat-die-weltweit-beste-Klimabilanz...


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09.10.2018 um 16:11
Fedaykin schrieb:Schön, dann darfst du sogar reinen Herzens nach lust und laune schimpfen.

Aber nicht das du nur einen Ökostromtarif hast...
Nein, und um ganz sicher zu gehen, habe ich mir sogar einen Filter für den Atomstrom ins Haus legen lassen: http://www.nucleostop.de/Technik/technik.html


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09.10.2018 um 16:12
@Bone02943
Bone02943 schrieb:
nocheinPoet schrieb:Ihr seid keine bürgernahe Bewegung sondern Entscheidungsträger die von der Braunkohle profitieren.
Als im Stadion dafür geworben wurde kamen keine Pfiffe sondern nur Applaus. Nahezu die ganze Region steht dahinter und hier wird man keine Mehrheiten finden, die einen vorschnellen Kohleausstieg wollen.
Ja und die Südstaaten wollten damals in der USA auch nicht, dass die Sklaverei abgeschafft wird, was sollte das uns sagen und zeigen?

Mal was dazu:
In den Südstaaten, wo die Sklaverei mit der expandierenden Wirtschaft unauflösbar verbunden war, wuchs die Zahl der Sklaven bis 1865 auf mehr als vier Millionen an.
Quelle: Wikipedia: Sklaverei in den Vereinigten Staaten - Übersicht

Bedeutet, der Mensch ist sich immer selber am Nächten, hier ist es auch so, die eigene Wirtschaft vor Ort ist allen wichtiger, als das Klima global. Das bemerkt man auch nicht gleich und sofort.

Ist aber egal, das Wohl vieler ist wichtiger als das Wohl weniger.


Bone02943 schrieb:Alles bedarf eben seine Zeit. Denn das Klima muss man auch für die Menschen retten und nicht gegen sie. Außer wir verabreden uns mit mindestens 5 Milliarden anderen zum kollektiven Selbstmord. Das würde der Natur vielleicht wirklich noch helfen.
Du verstehst es wie viele gar nicht. Das Klima ist nicht wie ein Wasserhahn, an dem man immer mal etwas auf und zu drehen kann. Das ist ein sehr fragiles System und so ein System kann kippen. Wenn es kippt, dann können alle Menschen es nicht mehr aufhalten, auch wenn die dann aufmal wirklich alle es wollen und alles für geben.

Wir werden kaum die 1,5 Grad schaffen, auch die 2,0 Grad sind kaum noch möglich und das würde schon ganz viel Elend für viele 100 Millionen Menschen bedeuten, global eben. Aber wenn wir die 2,5 Grad auch nicht schaffen, was schon Milliarden Menschen treffen würde, dann kann das Klima richtig kippen, so heftig, dass die Erde für uns Menschen nicht mehr bewohnbar ist. Kein Scherz, die Temperaturen könnten immer weiter ansteigen, gibt Kettenreaktionen, Methan wird immer mehr frei, und bei 50 - 60 Grad im Schnitt ist dann mehr als Ende im Gelände.

Man stelle sich eine schwere Eisenstange vor, die steht aufrecht, wiegt eine Tonne. So vier Meter lang. Wenn die so steht, kann man die gut ausbalancieren, wenn die etwas zur Seite aus dem Lot kommt, schaft man es auch noch. Aber je weiter die sich neigt, umso mehr Kraft ist nötig, und ab einen Punkt geht es nicht, mehr, da fällt die dann unweigerlich einfach um. Das Klima ist so ein System, wir können die Stange bei 2,5 Grad eventuell noch halten, aber wenn es mehr wird, dann fällt die sehr wahrscheinlich um.

Das ist eben das, was viele gar nicht raffen, die glauben, das hat Zeit, können wir auch verschieben, was sind da schon 30 Jahre.

Tatsache ist, wir haben keine Zeit, keine. Die Stange kippt schon, wir brauche jede Kraft die vor dem Umfallen zu bewahren, da wird jeder zum Stützen gebraucht.


Bone02943 schrieb:Ach als ob die paar tausend Arbeitslosen so jemanden jucken würden. Wer davon nicht betroffen ist der scheißt auf die Mitarbeiter, ist ja nicht seine Branche. Und auch was die Regionen betrifft, egal, so jemand wohnt wohl nicht in der Nähe der Reviere.
Klingt hart, ist aber so, ja drauf geschissen. Wenn es ums Weltklima geht, um das Leben von vielen 100 Millionen oder Milliarden oder eben aller Menschen, dann muss man eben ein paar tausend Arbeitslose in Kauf nehmen.

Wenn sonst die Menschen global in 100 oder 200 Jahren kollektiv verrecken, wird wohl keiner sagen, ja ist nun so, schon wo für uns echt Scheiße, aber hey, denkt doch mal an die damals, da beim Braunkohle-Tagebau in Deutschland, immerhin wurden da nicht ein paar tausend Arbeitslos. Hurra ...

Und ernsthaft, es ist nicht so, als sei Deutschland arm, als würden wir und die nicht leisten können, als könnten wir da nicht was anderes finden. Gut, da wird kaum wer in die Pflege wechseln wollen, auch wenn da viele Stellen frei sind, aber auch Lehrer werden gesucht. Und wenn man auf Umweltschutz setzt und alternative Energien, dann gibt es da auch neue Stellen die besetzt werden müssen.

Auch weiß man das schon viele Jahrzehnte, ich habe vor über 30 Jahren als junger Mensch die Studie Global 2000 gelesen. Kann man sicher hier für lau auch in Deutsch als PDF laden: http://www.geraldbarney.com/G2000Page.html

Und kennst Du die? Hast Du die gelesen, Dich mal informiert?


Bone02943 schrieb:Ich bin realistisch genug um zu erkennen, dass die Klimaziele nicht mehr erreicht werden können. Deshalb sollte man aufhören mit dieser völlig planlosen Energiewende und sich schon mal viel mehr auf die zu erwartenden Probleme einstellen. Und da sind unnötig mehr Arbeitslose einfach nicht förderlich dafür.
Ja es könnte planvoller sein, da es ja wie eben gezeigt auch so lange schon bekannt ist. Aber das ändert nichts, man kann nicht alles für wenige opfern. Im Jahr 2200 sind wir alle Asche, recht sicher, aber die Menschen dann, die werden unsere Schuld tragen. Die werden ganz sicher kein Verständnis haben, dass wir die Welt in den Abgrund gerissen haben, damit es ein paar Arbeitslose weniger gibt.


Bone02943 schrieb:Es fehlt nicht nur am politischen Willen, denn es müssen noch andere Punkte bedacht werden und die Klimaziele Deutschlands sind nun mal einfach nicht realistisch erreichbar.
Wie gesagt und aufgezeigt, ist egal, es muss alles möglich getan werden, raus aus der Kohle, am Besten gestern.


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09.10.2018 um 16:14
oldzambo schrieb:Räumung des Hambacher Forstes
heute um 16:11
Fedaykin schrieb:
Schön, dann darfst du sogar reinen Herzens nach lust und laune schimpfen.

Aber nicht das du nur einen Ökostromtarif hast...
Nein, und um ganz sicher zu gehen, habe ich mir sogar einen Filter für den Atomstrom ins Haus legen lassen: http://www.nucleostop.de/Technik/technik.html
Mist hätte mir einfallen sollen damit die Leute abzuziehen.


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09.10.2018 um 17:05
Hallo @oldzambo , hallo @Fedaykin , hallo @alle !

Ich bin geplättet, was man den Atomkraftgegnern alles verkaufen kann.
Atomstromfilter gab es früher nur im "Scherzboltladen".
Ich glaube bald gibt es ein Mittel gegen "Atompilzbefall", naturlich ökologisch abbaubar, für das Gemüse aus dem Garten.

Gruß, Gildonus


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09.10.2018 um 19:43
Fedaykin schrieb:und vor allem ein rückgang an Flugreisen etc.
Das Fliegen müsste teurer werden.


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09.10.2018 um 20:11
nocheinPoet schrieb:Ist aber egal, das Wohl vieler ist wichtiger als das Wohl weniger.
Du vergisst dabei:
nocheinPoet schrieb:der Mensch ist sich immer selber am Nächten
Also ist es mit der Energiewende so nicht planbar, außer man beschließt eine Ökodiktatur, in der sich keine Bürgerinitiativen mehr gegen den Ausbau der EE wehren können(klagen). Denn mit dieser Verzögerung durch all die Klagen, kannst du dir jegliche Klimaziele in die Haare schmieren.
nocheinPoet schrieb:Wenn es kippt, dann können alle Menschen es nicht mehr aufhalten, auch wenn die dann aufmal wirklich alle es wollen und alles für geben.
nocheinPoet schrieb:Wir werden kaum die 1,5 Grad schaffen, auch die 2,0 Grad sind kaum noch möglich und das würde schon ganz viel Elend für viele 100 Millionen Menschen bedeuten, global eben.
Es kippt doch schon denn wir werden nichtmal die 1,5° schaffen. Das ist nahezu ein Fakt, dass dieses Ziel bis 2050 unerreichbar und damit nicht mehr realistisch ist. Denn alle Modelle die gezeichnet werden sind völlig unrealistisch zu erreichen. Den CO² Ausstoß auf Null zu fahren wird nicht gelingen und selbst Deutschland kann seine Klimaziele, realistisch betrachtet, nicht mehr erreichen.
Dem sollte man sich da mal klar werden. Es ist nicht Fünf vor Zwölf auch nicht schon Zwölf sondern Fünf nach Zwölf.
nocheinPoet schrieb: Aber wenn wir die 2,5 Grad auch nicht schaffen, was schon Milliarden Menschen treffen würde, dann kann das Klima richtig kippen, so heftig, dass die Erde für uns Menschen nicht mehr bewohnbar ist. Kein Scherz, die Temperaturen könnten immer weiter ansteigen, gibt Kettenreaktionen, Methan wird immer mehr frei, und bei 50 - 60 Grad im Schnitt ist dann mehr als Ende im Gelände.
Das wird dann wohl so kommen. Und nun? Deutschland kann da nichts dagegen unternehmen. Klar bis dahin kann man unsummen investieren in Projekte die realistisch betrachtet nichts bringen, im gegenzug tausende Arbeitslos machen und seine Wirtschaft so weit schwächen das man eh nichts mehr investieren kann. Es wird aber nichts bringen. Außer die Klimamodelle sind nicht richtig und die Warnungen alle samt völlig überzogen. Aber sind sie das? Denn wenn sie es nicht sind, dann haben wir den Point of no Return schon überschritten.
nocheinPoet schrieb:Tatsache ist, wir haben keine Zeit, keine. Die Stange kippt schon, wir brauche jede Kraft die vor dem Umfallen zu bewahren, da wird jeder zum Stützen gebraucht.
In anderen Ländern lacht man sich gerade schlapp und baut und plant munter weiter Kohlekraftwerke. ;)
nocheinPoet schrieb:Ja es könnte planvoller sein, da es ja wie eben gezeigt auch so lange schon bekannt ist. Aber das ändert nichts, man kann nicht alles für wenige opfern. Im Jahr 2200 sind wir alle Asche, recht sicher, aber die Menschen dann, die werden unsere Schuld tragen. Die werden ganz sicher kein Verständnis haben, dass wir die Welt in den Abgrund gerissen haben, damit es ein paar Arbeitslose weniger gibt.
Das waren nicht wir, jenachdem finde ich bin ich noch zu jung dafür. Das haben schon mindestens zwei Generationen vor uns versaut. Schon allein weil wir die gesteckten Ziele nicht mehr erreichen können.
nocheinPoet schrieb:Wie gesagt und aufgezeigt, ist egal, es muss alles möglich getan werden, raus aus der Kohle, am Besten gestern.
Hast du dir das mal genauer angesehen? Es geht doch gar nicht nur um die Kohle. Es geht um alles mögliche und selbst in der Landwirtschaft müsste man sofort anfangen zu handeln. Im Verkehr und einfach überall. Es ist nicht mehr umsetzbar.


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09.10.2018 um 20:12
frauzimt schrieb:Das Fliegen müsste teurer werden.
Immer mehr Menschen verdienen immer mehr Geld. Schau mal was da noch alles kommt wenn Chinas Wohlstand weiter wächst oder nach Indien, Teile von Afrika...


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09.10.2018 um 20:38
frauzimt schrieb:Das Fliegen müsste teurer werden.
Das wird als Lösung nicht reichen, das Fliegen muss verboten werden. Vielleicht, aber nur vielleicht, mit Ausnahmegenehmigungen für medizinische Notfälle und dergleichen. Die Bahn muss dann halt reichen. Dank Digitalisierung muss ja wirklich niemand mehr physisch für eine Meeting quer durch Europa jetten, und Welttournees von krassen Bands gibt's dann entweder per Schiff wie im 19. Jahrhundert oder eben gar nicht mehr, braucht ja niemand zum Leben. Aber bezeichnend, dass es auf "die paar Arbeitslosen" nicht ankommen soll, aber die Annehmlichkeiten, die man eventuell selbst mal nützen möchte, zumindest theoretisch verfügbar bleiben sollen.


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09.10.2018 um 20:59
nocheinPoet schrieb:Du verstehst es wie viele gar nicht. Das Klima ist nicht wie ein Wasserhahn, an dem man immer mal etwas auf und zu drehen kann. Das ist ein sehr fragiles System und so ein System kann kippen. Wenn es kippt, dann können alle Menschen es nicht mehr aufhalten, auch wenn die dann aufmal wirklich alle es wollen und alles für geben.
So fragil ist das garnicht. Es gibt einige Orte auf der Welt die zeigen, wie schnell sich alles erholt, wenn der Mensch die Finger davon lässt. Vor kurzem gab es eine interessante Fotoserie aus Tschernobyl.

Der Hambi würde sich auch erholen, wenn die Deppen nicht schon wieder Baumhäuser errichten würden.


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