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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

1.490 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Wirtschaft, Stadtentwicklung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

18.03.2024 um 08:43
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Ha, ich habe schon einige große Steuerreformen erlebt, die den Bürger entlasten sollten. Am Ende hatte ich jedesmal weniger in der Tasche als vorher.
Und es wurde jedes mal komplizierter.
Die Kosten für Buchführung, Abrechnungen, Abschlüsse, Meldungen usw. sind manchmal gleich hoch wie die Steuerzahlungen selbst.


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18.03.2024 um 13:31
Zitat von AgentbAgentb schrieb:Erneuerbaren Engergien, Solar oder Windkraft
Autoherstellung.. ob E Autos oder der Motor im allgemeinen (10 Jahre Vorsprung verspielt)
Ich fürchte, sollte die CDU wieder in Regierungsverantwortung kommen, wird Deutschland noch sehr viel weiter von allem abgehängt werden, als es jetzt schon der Fall ist. Meine Prognose: Friedrich Merz und seine neoliberalen Gefolgsleute werden Deutschland kaputt sparen und nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich komplett gegen die Wand fahren und damit rechtsextremen Parteien ein großes Geschenk machen.
Zitat von AgentbAgentb schrieb:Steuer senken um die Kaufkraft zu stärken.
Bei Forderungen von Steuersenkungen sollte man immer bedenken, dass wer Steuern senken will ohne neue Schulden aufzunehmen, irgendwo anders immer kürzen muss, bzw. jemand anderes ärmer machen muss. Dreimal darfst Du raten, welche Gruppe von Menschen sich am wenigsten gegen Kürzungen (z.b. Steuererhöhung, Moratorium) wehren können? Mit würden da spontan Bürgergeldempfänger, Rentner und Geringverdiener einfallen.
Zitat von AgentbAgentb schrieb:Mehrwertsteuer
Anfang diesen Jahres und Ende März wird übrigens die Mehrwertsteuer auf Speisen und Gas und Fernwärme wieder auf 19% angehoben. Die Erhöhung wird die Kaufkraft der (einkommensschwachen) Bürger natürlich wieder schwächen. Die Leute können und werden dann weniger konsumieren, denn je mehr die Leute für Gas, Fernwärme und Speisen ausgeben, desto weniger bleibt für den Friseurbesuch und den Lebensmitteleinkauf. Die Nachfrage sinkt und wird Unternehmen Aufträge und Umsätze kosten, was dann wiederum schlecht für die Konjunktur sein wird.
Zitat von AgentbAgentb schrieb:Steuer für unternehmen
Das Wachstumschancengesetz - das Lieblingsgesetz von Christian Lindner - ist so eine Art Steuersenkungen für Unternehmen, dabei haben deutsche Unternehmen eigentlich kein Liquiditätsproblem. Ganz im Gegenteil. Die Firmen sind liquide wie nie zuvor, da sie in den letzten Jahrzehnten zunehmend gespart haben. Ganze 765 Milliarden Euro haben deutsche Unternehmen auf die hohe Kante gelegt.

Beim sogenannten Wachstumschancengesetz kommt, wie das Institut der deutschen Wirtschaft nach ihrer Simulation ausgerechnet hat, übrigens nicht wirklich viel an Wachstum herum.

32 Milliarden Steuersenkungen lösen nur 11 Milliarden an privaten Investitionen aus und bringen nur um die 2 Milliarden erhöhte Wirtschaftsleistung. Das wäre nur ein Plus von 0.05 Prozent. Also nichts.

Ach ja, bevor ich es vergesse.
Finanzminister Christian Lindner und Hubertus Heil haben das "Rentenpaket II' vorgestellt. Die vorgesehene Erhöhung der Beiträge sollen von jetzt 18,6 auf 22,3 Prozent im Jahr 2035 steigen. Das sind dann 4 Prozentpunkte weniger vom Lohn. Die arbeitende Bevölkerung, die unter der Beitragsbemessungsgrenze von 7.300 Euro liegen, werden dadurch natürlich wieder deutlich mehr belastet, was dann zu weniger Konsumausgaben führen wird und somit schlecht für unser Wirtschaftswachstum ist.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

19.03.2024 um 16:54
Unsere Mediengeschulten Politiker werden keine Steuern erhöhen oder neue Schulde machen.

Neue Schulden heißen jetzt "Sondervermögen"
Geld was ausgegeben wird sind "Transferleistungen". Transfer wohin?
Werden Steuern erhöht werden sie getarn als "Senkung der Freibeträge"
Tierwohlabgabe oder sonst ein wohlklingender Name.
Wer kann schon gegen Tierwohl sein?

"Wenn du jemanden nicht überzeugen kannst muß du ihn verwirren."
Am besten geht es mit komplizierten Berechnungen, falschen Bezeichnungen und Ja! @peekaboo
am Ende zahlen immer die Armen und die nächste Generation.
Das war doch nie anders.


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27.03.2024 um 16:11
Beim Solarunternehmen in Freiberg in Sachsen gehen nun die Lichter aus. 400 Mitarbeiter werden auf der Straße stehen.

https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/wirtschaft/id_100372998/meyer-burger-in-freiberg-vor-dem-aus-400-mitarbeitende-gekuendigt.html

Konkurrenz aus China ist zu groß und zu billig.

Aber wieso führen wir keine Zölle für die Dinger ein? Die sind ja dafür da, um die eigene Wirtschaft zu schützen.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

27.03.2024 um 16:47
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Aber wieso führen wir keine Zölle für die Dinger ein? Die sind ja dafür da, um die eigene Wirtschaft zu schützen.
Weil CDU/CSU u. FDP vor einem guten Jahrzent mutwillig die Solarindustrie in Deutschland zerstört haben und die FDP diese Politik in der derzeitigen Regierung fortsetzt.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

27.03.2024 um 16:48
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Konkurrenz aus China ist zu groß und zu billig.
Vor allem ist Chinas Solar-Industrie äußerst effizient und auf den Weltmarkt ausgerichtet.

Dirk Specht hat im seinem Blog die wirtschaftlichen Lage in der sich Deutschland bzw. Europa befindet sehr gut analysiert.
Die ganz große Herausforderung insbesondere der deutschen Industrie heißt China, denn hier wird aus dem ehemals größten Kunden ein in immer mehr Bereichen übermächtiger Wettbewerber.

Eine besonders schwierige Lage, die viel mit Abhängigkeiten zu tun hat: Nachdem der Hauptlieferant des strategischen Energieträgers Erdgas weggefallen ist, wird nun der größte Kunde mit dem attraktivsten Wachstumsmarkt zum Hauptwettbewerber.

Gespart“ wird nämlich in China nicht, sondern investiert. Das macht dort der staatlich kontrollierte Bankensektor, während der Staat selbst sogar große Vermögenswerte aufbaut. Die deutsche Wirtschaftspresse hat den Immobiliensektor in China lange belächelt, aber kaum richtig verstanden. Ob der zu groß war, gar eine Blase, wird die Zeit erweisen.

Je nach Datenlage produziert China alleine so viel, wie die nächsten neun Volkwirtschaften zusammen.

Die diese Entwicklungen ermöglichenden Branchen arbeiten mit großer (eigener!) technologischer Exzellenz, die sowohl die hoch automatisierten Herstellungsprozesse als auch die gelieferten Endprodukte umfasst. Hinzu kommt eine gewiss durch den Staat unterstützte strategische Erschließung kompletter Wertschöpfungsketten. Von Rohstoffen über Zwischenprodukte und hochmoderne Maschinen bis zu den Fabriken, die diese Produkte teilweise wie ein Dosenwerk auswerfen ist alles fest in chinesischer Hand.

Die USA haben das längst erkannt

Es geht um die Wirkung von Handelsbarrieren, die in den USA seit Trump eingesetzt werden und deren Schärfung empfohlen wird. Das macht aber nur Sinn, wenn parallel eigene Industrie aufgebaut wird, denn sonst führt das nur zu Wettbewerbsnachteilen sowie hohen Kosten für die eigene Volkswirtschaft.

Gegen diese Wucht kann kein Land Europas alleine etwas unternehmen, Deutschland aufgrund seiner widersprüchlichen Rolle mit der großen Abhängigkeit zum chinesischen Markt ohnehin nicht. Die viel zu kleinen Einzelprojekte in Europa sind überwiegend aussichtslos. Man versucht mit ein paar Milliarden hier oder da Fabriken zu subventionieren, die zu gnadenlos unterlegenen Konditionen (Größe, Skalierung, teilweise Automatisierung, fehlende Integration in Wertschöpfungsketten) Produkte herstellen sollen, die teilweise nicht mal den allerneusten Stand der Chinesen haben. Nicht wenige dieser Fabriken werden übrigens in einzelnen Bereichen notwendiger Vorprodukte 100% ihrer Zulieferungen aus China beziehen.

Das ist in der Tat konzeptlos. Wir Europäer brauchen zunächst etwas, von dem wir glaubten, es zu beherrschen: Technologischen Vorsprung. Der ist in vielen Bereichen noch vorhanden, aber längst nicht mehr in allen vermuteten und momentan sieht es auch eher so aus, dass wir weiter zurückfallen. Es macht trotzdem keinerlei Sinn, irgendwas in Europa zu subventionieren, was keinen technologischen Vorteil gegenüber Produkten hat, die man letztlich überall produzieren kann. Wir brauchen Technologiesprünge – und das konnten wir mal.

Insofern ist ein gemeinsames Konzept erforderlich, die Ressourcen sind zu bündeln, komplette Wertschöpfungsketten müssen aufgebaut werden. Das ist strukturell in Europa nicht mehr bekannt, das erfordert eine Industriepolitik, die nicht mal auf nationaler Ebene noch existiert, europaweit schon gar nicht. In die wichtigste Ressource, nämlich Bildung, Wissenschaft, Forschung, führendes Ingenieurswesen – vielleicht auch Ökonomie? – ist wieder zu investieren.

Aber selbst daran wird ausgerechnet in Deutschland nun auch noch gespart.
Quelle: https://dirkspecht.de/2024/03/zwei-lesenswerte-analysen-zur-industriepolitik-chinas-mit-fraglicher-interpretation-durch-die-faz/


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27.03.2024 um 21:42
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Aber wieso führen wir keine Zölle für die Dinger ein? Die sind ja dafür da, um die eigene Wirtschaft zu schützen.
Zitat von VisigothVisigoth schrieb:Weil CDU/CSU u. FDP vor einem guten Jahrzent mutwillig die Solarindustrie in Deutschland zerstört haben und die FDP diese Politik in der derzeitigen Regierung fortsetzt.
und weshalb setzen diese Parteien diese Entwicklung fort?
Meine Vermutung wäre, dass der deutschen Wirtschaft "die Hände gebunden" sind, insofern, dass man mit bestimmten Dingen zu abhängig von China ist - könnte das möglich sein?

Wenn das so wäre, könnte man also gar keine Zölle erheben, weil man dann befürchten müsste, dass China mit einer Retorukusche reagiert bzw. dann vielleicht irgendetwas nicht mehr liefert, was hauptsächlich nur dort bezogen werden kann...

@peekaboo
aus deinem Link:
In die wichtigste Ressource, nämlich Bildung, Wissenschaft, Forschung, führendes Ingenieurswesen – vielleicht auch Ökonomie? – ist wieder zu investieren.

Aber selbst daran wird ausgerechnet in Deutschland nun auch noch gespart.
man könnte meinen, irgendwelche Entscheider wollen Deutschland unbedingt zugrunde richten.
Oder muss man etwa annehmen, dass die Politiker keinen Durch- und Weitblick haben, was ihre Entscheidungen bewirken?

Wenn man das alles so sieht und liest, kann man ja nur noch schwarz sehen - wo soll denn das alles hinführen?


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

27.03.2024 um 22:17
Zitat von OptimistOptimist schrieb:In die wichtigste Ressource, nämlich Bildung, Wissenschaft, Forschung, führendes Ingenieurswesen – vielleicht auch Ökonomie? – ist wieder zu investieren.

Aber selbst daran wird ausgerechnet in Deutschland nun auch noch gespart.
man könnte meinen, irgendwelche Entscheider wollen Deutschland unbedingt zugrunde richten.
Oder muss man etwa annehmen, dass die Politiker keinen Durch- und Weitblick haben, was ihre Entscheidungen bewirken?

Wenn man das alles so sieht und liest, kann man ja nur noch schwarz sehen - wo soll denn das alles hinführen?
Keine Sau will mehr ins Handwerk oder Dienstleistungen. Alle wollen nur noch vorm Rechner sitzen oder im Homeoffice "arbeiten". Keine Ahnung, was die da machen. Wahrscheinlich den ganzen Tag Solitaire spielen. Theoretisch müssten wir auf ner halben Stufe hinter Taiwan oder Silicon Valley stehen. Aber nee, es ist ein ganzes Treppenhaus.


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27.03.2024 um 22:26
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wenn das so wäre, könnte man also gar keine Zölle erheben, weil man dann befürchten müsste, dass China mit einer Retorukusche reagiert bzw. dann vielleicht irgendetwas nicht mehr liefert, was hauptsächlich nur dort bezogen werden kann...
Wenn hier eh nichts mehr hergestellt wird, weil alles dicht ist, dann brauch man auch keine Komponenten mehr, die man zur Herstellung braucht.


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27.03.2024 um 22:42
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wenn man das alles so sieht und liest, kann man ja nur noch schwarz sehen
Solltest dich wohl langsam in "Pessimist" umbenennen... aber ist schon schlimm. China hat den "Vorteil" das es eine Einparteien-Regierung hat, d.h. sie können aufgrund Dumpingpreise durch staatl. Subventionen einen Wirtschaftszweig so stark machen das keine kapitalistische Industrie dagegen anstinken kann da niedrige Preise einfach nur geil sind.
Der Westen kann nur Zölle erheben und damit Preise erhöhen, was ungeil ist und in einen Wirtschaftskrieg ausufern kann oder wie führende Firmen es in USA gern machen (z. Bsp. Microsoft/Google oder hier der FC Bayern) die Konkurrenten einfach aufkaufen und absorbieren.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

27.03.2024 um 23:05
Zitat von hiddenhidden schrieb:Der Westen kann nur Zölle erheben und damit Preise erhöhen,
Man könnte ja auch ganz offen ein Einfuhrverbote erheben, oder aber halt durch die Hintertür durch ganz speziell formulierte Gesetze den Import bestimmter Ware extrem erschweren. So wie es etwa die USA bei der chinesischen Solarindustrie machen.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

27.03.2024 um 23:11
Klar kann man und sollte man auch, aber dann schimpfen wieder die Hausbesitzer und trotzdem wird es schwer auf dem Weltmarkt mit den Chinesen zu konkurieren.
Ich denke in der Windbranche oder Wasserstoffbranche könnte D durch bessere Technologie und nähere Absatzmärkte mehr reissen wenn die Bedingungen stimmen.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

28.03.2024 um 05:38
Zitat von hiddenhidden schrieb:Solltest dich wohl langsam in "Pessimist" umbenennen...
Der Club ist im letzten und diesem Jahr sehr groß geworden.
Ich habe in 20 Jahren nie eine so schlechte Stimmung erlebt.
Und das in allen Branchen. Aber nur in Deutschland.

Die Politik baut kontinuierlich die Bürokratie weiter aus (Lieferkettengesetz) und
verbucht einen Rückgang der Produktion als Erfolg für unser Klima.
Die Sachen werden weiter klimaschädlich produziert. Nur nicht mehr hier bei uns.
Also nur eine Verlagerung weg aus unserem Einflußbereich.
Gewerkschaften drücken erfolgreich die Wochenarbeitszeit.
Sozialleistungen ohne Bezug zu erbrachter Arbeit werden überpopotional erhöht.
Realitätsverlust nicht nur bei der Situation in der Ukraine sondern in allen Bereichen.

Und diese folgenlosen Ankündigungen von Scholz. Sorry...

Ich wünsche mir das alle Mitglieder unserer Regierung. Alle! Auch die Oposition mal nur für eine Woche
in einem produzierendem Unternehmen arbeiten müssen.
Mal erleben wie ein Familienvater, der gerade sein Haus gebaut, hat gekündigt wird weil keine Aufträge mehr da sind.
Mal erleben was für eine Aufwand gerade das Lieferkettengesetz und viele andere Gesetze verursachen.
Mal eine Betriebsprüfung erleben. Wenn man als Unternehmer pauschal als krimineller Steuerbetrüger angesehen wird.
Mal auf einer Baustelle ohne Fremdsprachenkenntnis arbeiten. Usw.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

28.03.2024 um 08:52
@Optimist
Zitat von OptimistOptimist schrieb:und weshalb setzen diese Parteien diese Entwicklung fort?
Weil Christian Lindner, Olaf Scholz und Friedrich Merz aus einem offenbar esoterischen Glauben heraus weiter an der Schuldenbremse festhalten wollen (die Schuldenbremse hat eine höhere Weisheit - das ist Esoterik par excellence!), obwohl China und die USA, also die größten Volkswirtschaften, kräftig in ihre Wirtschaft investieren. Das heißt, sie machen Schulden. Wenn Dich das Thema wirklich interessiert, schaue Dir die letzte Sendung von der Anstalt über die Schuldenbremse an. Dort bekommt man einen kleinen Überblick, warum Staatsausgaben (Schulden machen) etwas anderes ist, als wenn die schwäbische Hausfrau einen Kredit (Schulden) aufnimmt, damit sie investieren kann, um sich zum Beispiel ein Haus zu bauen oder ein Auto zu kaufen.

https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-12-maerz-2024-100.html
Die deutsche Wirtschaft steckt in der Krise. Zeit für eine satirische Rezessionsanalyse in der Anstalt. Schuldenbremse oder Investitionen? Letzter Anker oder volle Fahrt voraus?
Zitat von OptimistOptimist schrieb:man könnte meinen, irgendwelche Entscheider wollen Deutschland unbedingt zugrunde richten.
Meine Prognose für die nächste Regierung, in der die CDU wieder mit regieren wird, hatte ich schon mal abgegeben.
Die CDU wird mit ihrer neoliberalen und esoterischen Sparpolitik Deutschland nicht nur wirtschaftlich sondern auch gesellschaftlich gegen die Wand fahren. Diese Austeritätspolitik der CDU wird den ultra rechten Parteien Tür und Tor öffnen. Wohin es führt, wenn ultra rechte Partei wie die AfD in Regierungsverantwortung sind, kann sich jeder ausmalen.

@teleman
Zitat von telemanteleman schrieb:Gewerkschaften drücken erfolgreich die Wochenarbeitszeit.
Was ja gut ist. Denn kürze Arbeitszeiten steigern die Produktivität und sind ein Zeichen für Wohlstand. Nicht umsonst müssen zum Beispiel die Griechen und Mexikaner mehr arbeiten als wir, sind aber deutlich ärmer.
Zitat von telemanteleman schrieb:Sozialleistungen ohne Bezug zu erbrachter Arbeit werden überpopotional erhöht.
Manchmal wünsche ich mir, dass gewisse Menschen, die Hilfeempfänger (Rentner und Bürgergeldempfänger) das bisschen mehr an Geld neiden, mal für ein paar Jahre Sozialleistungen beziehen würden. Ich wünsche mir, dass sie mal eine Vermögensprüfung und -Kürzung miterleben, wenn man als Bezieher von Sozialleistungen (Rente oder Bürgergeld) als krimineller Sozialschmarotzer und -betrüger angesehen wird. Vielleicht fängt ja der ein oder andere dann mal an, sich selbst zu reflektieren.

--->
Zitat von telemanteleman schrieb:Mal eine Betriebsprüfung erleben. Wenn man als Unternehmer pauschal als krimineller Steuerbetrüger angesehen wird.
_________________
Zitat von telemanteleman schrieb:Realitätsverlust nicht nur bei der Situation in der Ukraine sondern in allen Bereichen.
Was meinst Du mit Realitätsverlust bezüglich der Ukraine? Könntest Du hier mal ein bisschen konkreter werden?
Zitat von telemanteleman schrieb:Ich wünsche mir das alle Mitglieder unserer Regierung. Alle! Auch die Oposition mal nur für eine Woche in einem produzierendem Unternehmen arbeiten müssen.
Das ist gar keine so schlechte Idee, jedoch fürchte ich, dass eine Woche nicht ausreichen wird, für das, was Du damit bezwecken möchtest.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

28.03.2024 um 09:01
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Das heißt, sie machen Schulden. Wenn Dich das Thema wirklich interessiert, schaue Dir die letzte Sendung von der Anstalt über die Schuldenbremse an.
Und wer es nicht schauen will/kann, die Kernaussage:

Geld lässt sich einfach herbeizaubern und die Kinder sollen ihre Kindergärten in Form von Staatsschulden gefälligst selber bezahlen.

Im Moment wird doch kaum eine Investition diskutiert, die sich irgendwie finanziell auszahlt. Hinzu ein Vizekanzler der mir zu sehr dem magical thinking verfallen ist.

Alles vorbei am Kernproblem: Wir leisten uns aktuell einen Staat, den wir uns nicht leisten können.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

28.03.2024 um 09:17
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Manchmal wünsche ich mir, dass gewisse Menschen, die Hilfeempfänger (Rentner und Bürgergeldempfänger)
Damit meine ich das Renten nur so ca. 5% gestiegen sind.
Arbeitsunabhängige Zahlungen von Staat +14%
Das sind so grobe Schätzungen da hier bei uns nichts einfach nachzurechnen ist.

Es fehlt beim Bürgergeld effektive Druckmittel und ein Zuverdienst wird nahezu zu 100% sanktioniert.
Ein Mensch der längere Zeit von "Lohnersatzleistungen" leben musste, schafft kaum den Sprung in ein
dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis. Aber nur so entkommt man der Fürsorge.

@peekaboo
Realitätsverlust Ukraine meine ich das wir nicht erkennen wollen das mit dem Überfall auf die Ukraine
nur ein weiteres Land überfallen wurde und es nicht das letzte Land ist.
Wir werden schon seit langem angegriffen. Seit Jahren über Medien und Internet. Kritiker werden hier
ermordet. Und Putin macht sich nicht mal die Mühe es nach einem Unfall aussehen zu lassen.

Drohen wir doch einfach mit Taurus und Truppen. Im Krieg sind "alternative Fakten" ein legitimes Mittel.


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29.03.2024 um 09:53
Zitat von AtroxAtrox schrieb:Alles vorbei am Kernproblem: Wir leisten uns aktuell einen Staat, den wir uns nicht leisten können.
Der Staat sind immer noch wir und gerade den sollten wir uns leisten! Das Problem sind nur die Fremdausgaben der Sozialsysteme und die falschen Steueranreize für Reiche. Hier muss dringend eine Korrektur her.
Zitat von telemanteleman schrieb:Ein Mensch der längere Zeit von "Lohnersatzleistungen" leben musste, schafft kaum den Sprung in ein
dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis.
Wir haben den größten Niedriglohnsektor europaweit und der Abstand zwischen nicht arbeiten und arbeiten ist einfach so gering, dass sich das für niemanden lohnt.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

29.03.2024 um 10:17
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Der Staat sind immer noch wir und gerade den sollten wir uns leisten! Das Problem sind nur die Fremdausgaben der Sozialsysteme und die falschen Steueranreize für Reiche. Hier muss dringend eine Korrektur her.
Die aktuellen Probleme löst man nicht mit mehr Geld. Dementsprechend halte ich noch mehr Steuern für Quatsch. Die Industrie wandert ja jetzt schon ab und verlagert Arbeitsplätze ins Ausland.

Bürokratie-Abbau ist wichtig. Wenn du dir alleine mal die Beschaffungsprozesse im ÖD anschaust…da kostet eine Packung Kugelschreiber schnell de facto einen dreistelligen Betrag.

Landwirte haben so viel mit Bürokratie zu kämpfen…jede Milchkuh ist besser dokumentiert als die Entwicklung eines Kindes in der Kita.

Wir haben Strukturprobleme und müssen Prioritäten justieren.

Und das beste ist: Abbau von Bürokratie gibt es for free, weil es Unmengen einspart.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

29.03.2024 um 11:09
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Wir haben den größten Niedriglohnsektor europaweit und der Abstand zwischen nicht arbeiten und arbeiten ist einfach so gering, dass sich das für niemanden lohnt.
Der Gerechigkeitswahn der letzen Jahre muß mal beendet werden.
Ich erinnere nur mal an den geldwerten Vorteil von einem belegten Brötchen.
Da gibt es tatsächlich Gesetze und Regeln.
Ich denke dass es uns besser geht wenn sich jeder 500,- EUR im Monat ohne Anzüge
und großen bürokratischen Aufwand dazu verdienen darf.
In der Einkommensliga wird das Geld doch sofort wieder in Umlauf gebracht. Auch im Land!
Bei den Beträge macht auch keiner ein Konto in der Schweiz oder Briefkastenfirma in Panama auf.
Selbst wenn es der eine oder andere schafft bei drei Stellen jeweils 500,- EUR dazu zu verdienen...
Ist es nicht das, was wir wollen? Das hier mal das Zupacken zu spürbar mehr Wohlstand führt?


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

29.03.2024 um 13:43
Zitat von AtroxAtrox schrieb:Die aktuellen Probleme löst man nicht mit mehr Geld. Dementsprechend halte ich noch mehr Steuern für Quatsch.
Wenn man Steuern gerechter ansetzt, bleibt viel mehr Geld beim Staat übrig, das wir sogar Steuern dann senken könnten. Die Reichen sind im Kapitalismus eben diejenigen, welche am wenigsten für den Sozialstaat tun. Das Endstadium kannst du Dir in den USA anschauen.
Zitat von AtroxAtrox schrieb:Die Industrie wandert ja jetzt schon ab und verlagert Arbeitsplätze ins Ausland.
Das ist nun mal der Lauf der Globalisierung. Wenn andere Länder die gleichen Produkte günstiger herstellen können, dann wandert die Produktion dorthin. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben.
Zitat von AtroxAtrox schrieb:Bürokratie-Abbau ist wichtig.
Nicht in diesem Land. Deutschland ist ein Land der Digitalisierungsverweigerer! Hier geht gar nichts ohne Papier. Es gibt immer noch Faxgeräte 🤣
Zitat von AtroxAtrox schrieb:jede Milchkuh ist besser dokumentiert als die Entwicklung eines Kindes in der Kita.
Es wäre schön, wenn die Milchkuh mehr Platz als ein Kita-Kind bekommen würde!
Zitat von telemanteleman schrieb:Der Gerechigkeitswahn der letzen Jahre muß mal beendet werden.
Ah, mehr Sklavenarbeit gewünscht? Schon mal in die Verfassung geschaut, was dort eigentlich geschrieben steht?


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