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Antifa

2.194 Beiträge, Schlüsselwörter: Faschismus, Antifaschismus, Antirassismus
pere_ubu
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Antifa

21.05.2014 um 16:59
@Simowitsch
Simowitsch schrieb: Das war die Politik, für die Rot-Grün damals schon stand. Sie forderten von allen, den USA bedingungslos zur Seite zu stehen und wer das nicht tue, sei kein guter Deutscher oder Europäer.
du quaselst dir ein dummfug zusammen.

wer war es denn der sich damals verweigerte sich am irak-krieg zu beteiligen?
wenigstens das sollte man einem schröder doch noch zugute halten können.


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Fidaii
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Antifa

21.05.2014 um 17:00
pere_ubu schrieb:wer war es denn der sich damals verweigerte sich am irak-krieg zu beteiligen?
wenigstens das sollte man einem schröder doch noch zugute halten können.
Stimmt, wenigstens das.
Das war wohl wirklich das einzig Positive an der damaligen Schröder-Regierung.


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Simowitsch
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Antifa

21.05.2014 um 17:08
@pere_ubu

Ja, die Sache mit dem Irakkrieg ist natürlich fraglich. Ich hab mich auch schon gefragt, ob wenn Stoiber die Wahl gewonnen hätte, dort deutsche Soldaten hingeschickt worden wären.
Auf jedenfall ist zunächst mal festzuhalten, dass Schröder ja ziemlich schnell dabei war, deutsche Soldaten nach Afghanistan zu entsenden und wir sehen ja heute das ganze Desaster dort. Dass auch Deutsche an Morden usw. beteiligt gewesen waren.
Beim Irak hat ja Schröder vor der Wahl schon ausgeschlossen, bei einem möglichen Krieg mitzumachen (obwohl der da noch gar nicht sicher war und noch Monate entfernt) während Stoiber so viel ich weiß gesagt hat, man könne da zum gegenwärtigen Zeitpunkt gewiss nichts ausschließen. Das hat ihm dann natürlich die Wahl gekostet.
Ob sich ein Stoiber wirklich an diesem Krieg dann beteiligt hätte, kann man aber bezweifeln, weil der damals ja wie gesagt noch zu verhindern gewesen wäre und ein UN-Mandat es ja so viel ich weiß dafür nie gegeben hat.
Auf jedenfall hatte Schröder gerade hier unverschämtes Glück, dass diese Debatte damals geführt wurde, ansonsten hätte es eine Mehrheit für Stoiber gegeben und Schröder wäre schon nach 4 Jahren verdientermaßen aus dem Kanzleramt entfernt worden.


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Antifa

21.05.2014 um 20:14
kofi schrieb:Also ich frage mich wie die Lage in 10 Jahren aussieht. Ich geh jetzt ehrlich gesagt nicht (wie ihr) davon aus, dass das eine rein deutschhomogene Diskussion ist. Ihr tut so, als gäbe es nur eure Interessen oder die Interessen der Deutschen in den organisierten Antifagruppen. Die einen "urdeutschen" sind Kritiker, die anderen "urdeutschen" sind dafür und beide streiten sich um die Wahrheit.
Ich gehen in Europa generell von Vielvölkerstaaten aus, eine urdeutsche Diskussion ist es gewiss nicht mehr und das ist auch nicht die Basis von dem Streit zwischen Antifaschisten/Antinationalisten und "modernen" Nationalisten. Die AntiFa richtet sich allein gegen die absolut isolationistischen oder imperialistischen Kräfte einiger Faschisten und Nationalisten die tatsächlich noch so absurde Vorstellungen haben vom "reinen Blut" einer Nation. Da es diese Ideologie noch immer gibt, wird es auch noch als Gegenkraft eine AntiFa geben. Die AntiFa richtet sich speziell gegen Parteien wie der NPD die offensichtlich agieren und gegen andere rechtsextreme Gruppen die unterschwellig/getarnt agieren. Bei der AfD ist man durchaus noch dialogbereit, da müssen sich die militanten Kräfte in der AntiFa zügeln und diplomatischer zeigen (jedenfalls wäre es wünschenswert).
kofi schrieb:Auf den Bildern sieht man ja echt nur weisse ur deutsche Gesichter irgendwie. Aber unsere Gesellschaft ist schon sehr viel multikultureller als es die Bilderchen darstellen wollen. Das man irgendwie keine asiatisch, afrikanisch aussehenden Gesichter auf den Bildern sieht, spricht übrigens für sich.
Diese Bilder zeigen ja auch nur die militanten AntiFa, meist jugendliche Gewalttouristen. Die AntiFa und Linke selbst besteht natürlich auch aus Mitgliedern unterschiedlichster Herkunft, bei uns im libertären Zentrum gibt es eine ziemlich bunte Mischung. Jedoch beteiligt sich dieses libertäre Zentrum auch nicht an Gewalt, es ist pazifistisch eingestellt. Die AntiFa besteht aus unterschiedlichsten Strömungen. Außerdem ist es ähnlich wie bei der LGBT-Community, man muss nicht homosexuell sein um die Menschen zu unterstützen die es betrifft. Es wäre sogar wünschenswert wenn deutsche zeigen das auch Menschen aus anderen Teilen der Welt willkommen sind. Ein weiterer Fakt ist der kulturelle Hintergrund eines Menschen mit Migrationshintergrund, es gibt durchaus recht konservative die sich nicht trauen einer AntiFa oder linken Gruppe anzuschließen, sie müssen auch keine "Mitglieder" der AntiFa sein, es ist die AntiFa selbst die eigentlich dafür da ist als deutsche ein Signal zu setzen das man eben doch noch hier leben kann als Ausländer und das es noch Menschen gibt die sich gegen den Rechtsextremismus aussprechen.

Die Bilder zeigen eine sehr einseitige Sicht der Dinge und manche versuchen mit diesen Bildern die AntiFa als ganzes in eine Schublade zu stecken. Natürlich gab und gibt es immer Idioten, doch die Extremisten gibt es bei egal welchem Thema und egal welcher politischen Gemeinschaft. Ich selbst habe keinen Bezug zu den Extremisten, sein diese nun links oder rechts. Ich bin links aber eben auch diplomatisch.
kofi schrieb:Und wenn eine Bevölkerungsgruppe quasi überall vertreten ist, dann sind es unsere türkischstämmigen Mitbürger. Aber zumindest nach Eindruck seh ich auf diesen Antifa Bildern keine türkischstämmigen?
Die Türkei ist selbst ein Land das zwischen linke und rechte gespalten ist, das zeigt sich auch bei den hier lebenden Türken, auf der einen Seite gibt es die Sozialisten, auf der anderen die Nationalisten. Auch hier ist es eben gespalten, jedoch versuchen die Türken sich inzwischen mehr zurück zuhalten, mit anderen Worten sie haben zum einen das Druckthema der Integrationsdebatte am Hals, dann den unlösbaren Konflikt zwischen den Kurden und Türken bei denen zwei Nationalismen kollidieren, dann haben sie auch noch eine Spaltung zwischen religiösen und säkularen Kräften. Es ist also kein Wunder das selten Türken in der AntiFa zu finden sind, denn sie haben so schon zu viel was Aufmerksamkeit schafft. Die meisten Türken wollen eigentlich ein ruhiges Leben führen. Manche die hier in der 3. Generation leben sind entweder sehr gut angepasste Mitbürger oder leben in sozialen Brennpunkten bei denen sie sich nur schwer anpassen wollen oder können. Das ist sehr komplex und vielschichtig.

Wenn du jedoch einen geistigen AntiFa aus der Türkei als Beispiel haben möchtest, kann ich nur sagen ist der Serdar Somuncu mit Sicherheit ein intellektueller AntiFa, nur würde er sich nicht als solcher bezeichnen, er braucht kein solches Label um zu zeigen was er denkt.
kofi schrieb:Ihr vergesst völlig, dass in 10 Jahren oder später der organisierte Antifa Szene evtl. der Nachwuchs ausgehen könnte. Die nächste kommende Generation an "Neuen Deutschen" wird höchstwahrscheinlich kaum was mit der organisierten Antifa zu tun haben (wollen), aber eine große Bevölkerungsschicht stellen. Und vor allem konservativer sein, und Ideen von "kein Staat, keine Nation" ablehnen. Oder die daraus resultierende Schwäche wird ausgenutzt, um den Nationalismus aus der Heimatkultur und seine Interessen durchzusetzen.
Das denke ich nicht, die AntiFa selbst als Idee existiert schon seit der Weimarer Zeit, das einzige was sich ändert ist die Erscheinungsform, die Idee wird es solange geben wie es eben faschistoide Ideologien gibt. Manche sind AntiFa ohne zu wissen das sie es sind, diese Menschen brauchen dieses Label nicht, es wird nur dann benötigt wenn man sich organisiert, im Prinzip ist die AntiFa und Attac nur da um eben z.B. auf politische Unstimmigkeiten aufmerksam zu machen, manchmal mit den richtigen Mitteln, manchmal auch mit den falschen.

Es gab schon immer eine Schwankung zwischen konservativen und progressiven Kräften, tatsächlich sind wir zur Zeit mehr in einer konservativen Phase, nur ist das fast wie eine Sinuskurve in diesem Land. Die AntiFa richtet sich auch nicht gegen konservative, die gab es schon immer und wird es auch immer geben, selbst ein Rockmusikfan der nur Rock aus den 60ern hört ist in gewisser Weise konservativ. Ein Altpunk ist meist auch konservativ. Die AntiFa richtet sich eben nur gegen den Nationalismus und gegen das völkische Denken.
kofi schrieb:Ich weiß nicht, warum der organisierten Antifa die "Salafistenhochburg Bonn" keine Sorgen macht, denn da sitzen genau jene, die Organisationen wie die Antifa zutiefst verachten.
Nur rationale und säkulare Muslime können sich gegen den Islamismus aussprechen, so wie sich auch nur deutsche gegen den deutschen Nationalismus aussprechen können. Das ist es ja eben, es liegt in der Hand der Menschen die unmittelbar davon betroffen sind daran etwas zu ändern. Ich kenne keinen Salafisten und kann mich auch nicht gegen einen aussprechen und mich gegen ihn richten, jedoch kenne ich Nationalisten und weiß warum ich gegen sie bin. Nur ein Muslim kennt sich im Islam aus und nur ein säkularer kann sich stark machen und gegen diesen kämpfen. In Ägypten gab es ja bereits schon länger diesen Konflikt, aber auch in Deutschland gibt es viele Muslime die kritisch gegenüber dem Islamismus und Salafismus sind. Man könnte das Thema sicherlich auch bei der AntiFa aufnehmen, im Prinzip ist es das auch, denn der Faschismus hat viele Erscheinungsformen. Nur kennen sich viele AntiFa nich so gut im Thema Islam aus und es wäre ein komplexes Thema, da müsste man sich einige Zeit mit beschäftigen, sich einlesen und sich mit betroffenen treffen. Ich bin ja auch für eine Organisation von Menschen die sich gegen JEDE Form von Extremismus einsetzt und militante Gruppen ablehnt. Eine Art Reform der AntiFa als "AntiExtrem" eben. Bei der Humanismus und Menschenrechte allgemein das sind was im Kern der Sache liegt, also fern jeder politischen Ideologie.

Also ja, da wäre ich bereit, die AntiEx ist hiermit geboren! :D
Macht jemand mit?
Simowitsch schrieb:Erstens sind die USA bei weitem nicht überall liberal wie z.B. gerade in der Geldpolitik. Die FED wurde bekanntlich schon 1913 gegründet, darauf ist nur mal wieder hinzuweisen. Außerdem sind derart hohe Militärausgaben alles andere als liberal.
Die Fed ist halbstaatlich, sie hat durchaus Merkmale einer privaten Institution, sie ist eine Art Grauzone. Die Militärausgaben sind auch "liberaler" Natur wenn man bedenkt das auch der militärisch-industrielle Komplex ein kapitalträchtiger und sehr eigensinniger Wirtschaftszweig der USA ist. Auch das ist eine Mischung von neoliberaler und neokonservativer Politik, da ist es völlig egal ob Demokraten oder Republikaner regieren, die sind da recht austauschbar und haben nur wenig Einfluss auf diese Mechanismen die ziemliche Selbstläufer sein können.
Simowitsch schrieb:Und zweitens hat auch die USA die sogenannte soziale Komponente, was immer das auch sein soll, sicher nicht ignoriert. Die Behauptung dort gäbe es keinen Sozialstaat ist schlichtweg falsch.
Zwar wird Sozialhilfe dort seit den 90er Jahren nicht mehr lebenslänglich gezahlt, aber Fakt ist, sie wird gezahlt.
Die USA haben ein total destruktives Gesundheitssystem, praktisch keine sozialen Absicherungen im Falle von Arbeitslosigkeit und auch kaum staatliche Einrichtungen die sich um das Allgemeinwohl kümmern für bedürftige. In den USA ist man ziemlich am Arsch in Sachen soziale Sicherheit.
Simowitsch schrieb:In China wurde jetzt auch nicht so viel Kapitalismus zugelassen. Aber wenn du schreibst, alle Systeme basieren auf Akkumulation dann meinst du wohl dass sie auf Leistung basieren. Genauer gesagt darauf, dass man morgens aufsteht.
Nein, Akkumulation ist der Zwang der Wirtschaft zu wachsen und Kapital von unten nach oben zu verteilen, das Prinzip von privaten Produktionsmitteln. Die Arbeit ist in egal welchem System zum Erhalt des Systems essentiell, jedoch durch die Akkumulation erschafft man eine Übersättigung, massiven Leistungsdruck und verliert jede Nachhaltigkeit aus den Augen. China, Indien, die USA und die EU sind da zur Zeit traurige Rekordhalter. Man produziert mehr als konsumiert wird, man produziert massiven Müll der dann nach Afrika exportiert wird und man beutet für diese Produktion massiv Rohstoffe und Menschen aus die zu unwürdigsten Konditionen arbeiten.
Simowitsch schrieb:Ich darf darauf hinweisen, dass unser Europa noch bis 2001 auf einem guten Weg war. Dann kam der 11.September und es wurde eine falsche Solidarität mit den USA bekundet. Schröder wollte im Grunde nichts anderes, als den USA förmlich in den Hintern zu kriechen. Das war die Politik, für die Rot-Grün damals schon stand. Sie forderten von allen, den USA bedingungslos zur Seite zu stehen und wer das nicht tue, sei kein guter Deutscher oder Europäer.
Das hat sich jedoch mit dem Irakkrieg geändert bei dem Schröder sich gegen eine Beteiligung und damit auch gegen die USA ausgesprochen hat, seit dieser Zeit hat er auch mehr Nähe zu Russland entwickelt als zu den USA, mit anderen Worten Schröder hat Abstand zu den USA gewonnen. Deine Aussage mag zwar in gewissen Aspekten korrekt sein, jedoch ist es eben nur eine Halbwahrheit, keiner der vorherigen Kanzler in Deutschland hatte sich getraut den USA "nein" zu sagen, die Merkel ist so weit im Hintern der USA das ein Schröder damals mit Anlauf aus diesem Hintern gesprungen ist. Das einzige was wünschenswert wäre, wäre ein Europa das endlich die Nato auflöst und damit die Spannungen mit Russland beendet.
Simowitsch schrieb:Weitere Fehler wurden 2002 gemacht, als die Wahl Edmund Stoibers zum Kanzler verhindert wurde.
Muhaha ist das dein Ernst? :D
Der Typ war so ein Wirrkopf, so widersprüchlich und so widersinnig wie kein anderer Kandidat vor ihm. Der Mensch war Realsatire in Persona. xD

Youtube: Stoibers Gestammelte Werke
Simowitsch schrieb:Zwar war der Stoiber nie besonders sympathisch, aber im Vergleich mit A. Merkel wäre ein Edmund auf jedenfall eine bessere Variante gewesen.
Ich finde beide mehr als schlecht und beide sind äußerst befangene Menschen die kaum frei sprechen können, beide sind Puppen von Lobbyisten. Die CDU/CSU sind in meinen Augen antiquierte Moppelkotze und sind mir viel zu zentralistisch. Ich finde KEINE der Parteien wählbar, ich bin inzwischen Dezentralist/Anarchist und sehe das Parlament als obsolet an.


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Rho-ny-theta
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Antifa

21.05.2014 um 22:20
@Simowitsch

Du wolltest noch erklären, was ein neoliberaler ordoliberaler Freidenker ist.


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Antifa

22.05.2014 um 14:53
@cRAwler23

Danke für deine Antworten. Sie klingen sinnvoll, bin soweit einverstanden. Vielleicht eine Sache ist anzumerken: ich würde schon sagen es eilt. Die Zeit, die ihr euch nehmen wollt um euch zu informieren usw. habt ihr kaum mehr. Es sollte prinzipiell gelten, ohne Ausnahme keine rechtsextremen Umtriebe mehr in unserer Gesellschaft.

Wenn die organisierte Antifa sich unbedingt die Zeit nehmen muss, dann bitte doch schon innerhalb der nächsten 10 Jahre. Solange kann man Organisationen von Salafisten bis Milli Görus noch aufhalten bzw. von Spitzen oder Führungspositionen oder überhaupt größeren Einfluss fernhalten. Und der Nachwuchs von ihnen ist überschaubar. Aber irgendwann ist die Zahl der Mitglieder zu hoch bzw. die Mehrheitsverhältnisse gekippt und viele von ihnen zu fest verankert überall in der Gesellschaft, besonders in der Politik. Zumindest hab ich das so verstanden, dass Parteien jetzt noch die alle paar Tage stattfinden quasi Erstürmungen durch Neueintritte bewältigen und zurückweisen können. In dem Wissen, nur instrumentalisiert zu werden. Aber irgendwann haste eben Rechtsextreme,woher auch immer, die sich durchgesetzt haben und ihre Interessen vertreten.

Es sollte weder um einen Generalverdacht von Bevölkerungsgruppen noch grundsätzlichen Argwohn gehen. Eigentlich nur rein um den Schutz von Minderheiten in diesem Land und überhaupt das Zusammenleben. Der gewöhnliche Deutsche fängt langsam an zu glauben meine ich es gibt ihn und als Migranten den Türken und der Rest der migrantischen Bevölkerung ist auch nur noch muslimisch. Vielleicht mal an die schwarzafrikanischstämmige Gemeinde denken, wo ich langsam glaube dass die sich wirklich mal Gedanken machen sollten, wie ihre Zukunft eigentlich in diesem Land aussieht. Rassismus schien nachzulassen, aber wird doch dann wieder größer.

Wenn die Antifa den Minderheiten in diesem Land nicht hilft, dann müssen sich die Minderheiten anscheinend eben selbst organisieren. Und dazu zählen nicht nur Schwarze, sondern auch Homosexuelle, in gewisserweise Frauen und Juden.


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Antifa

23.05.2014 um 17:03
kofi schrieb:Danke für deine Antworten. Sie klingen sinnvoll, bin soweit einverstanden. Vielleicht eine Sache ist anzumerken: ich würde schon sagen es eilt. Die Zeit, die ihr euch nehmen wollt um euch zu informieren usw. habt ihr kaum mehr. Es sollte prinzipiell gelten, ohne Ausnahme keine rechtsextremen Umtriebe mehr in unserer Gesellschaft.
Das Problem ist nur wie man diese Zeit verkürzen kann und mit welchen Mitteln? Ich übe mich in Geduld und erkenne auch das Extremisten durchaus auch ihre Sichtweise ändern können, wenn sie merken das ihr Bestreben sinnlos ist. Man muss die Menschen zur Einsicht bewegen, sie nicht zum Feindbild erklären, sei es nun ein Nationalist oder ein Islamist. Ich habe gemerkt das der Mensch am besten in Problemsituationen lernt bei dem ein offensichtlich "gegenteiliger" Mensch Hilfsbereitschaft zeigt. Es sind meist Grenzsituationen in denen diese Empathie und Hilfsbereitschaft ein Umdenken bewirken kann. Ideologien können auch wieder gelöscht werden, man sollte generell die Ideologie und Kultur/Mentalität eines Menschen wie ein Betriebssystem verstehen, manche Programme sind nützlich, andere sind Ballast und es gibt immer auch Gedankenviren oder Firewalls, dann und wann braucht der Mensch eben auch mal eine Defragmentierung im Oberstübchen.

Mit anderen Worten die AntiFa macht aufmerksam, doch das wirkliche Umdenken im Menschen können nur Grenzsituationen erzeugen. Dann wenn die Empathie über die Ideologie siegt.
kofi schrieb:Wenn die organisierte Antifa sich unbedingt die Zeit nehmen muss, dann bitte doch schon innerhalb der nächsten 10 Jahre. Solange kann man Organisationen von Salafisten bis Milli Görus noch aufhalten bzw. von Spitzen oder Führungspositionen oder überhaupt größeren Einfluss fernhalten.
Salafisten sind eine Minderheit unter den Muslimen, egal wo auf der Welt. Außerdem kommt man in hohe Ämter nur mit den nötigen Kompetenzen, Referenzen oder Vitamin B. Ich kann mir nicht vorstellen das da eine Verschwörung im Gange ist, wenn doch, muss man den Muslimen bewusst machen das Salafisten Methoden nutzen die ḥarām sind, denn der Koran gibt den Muslimen vor sich in Bescheidenheit und Zurückhaltung zu üben. Salafisten und reiche Saudis haben das scheinbar nicht verstanden. Jedoch auch hier wäre ein Dialog sinnvoller als eine Zensur oder Ausgrenzung. Denn diese Isolation bekräftigt diese Menschen in ihrem Jihad. Man sieht es ja an Syrien, Afghanistan, dem Irak oder Libyen. In Ägypten hat sich auch eine Art AntiFa gebildet im Kampf gegen den Islamismus. Der Kampf sollte immer von denen ausgehen die es betrifft.
kofi schrieb:Es sollte weder um einen Generalverdacht von Bevölkerungsgruppen noch grundsätzlichen Argwohn gehen. Eigentlich nur rein um den Schutz von Minderheiten in diesem Land und überhaupt das Zusammenleben. Der gewöhnliche Deutsche fängt langsam an zu glauben meine ich es gibt ihn und als Migranten den Türken und der Rest der migrantischen Bevölkerung ist auch nur noch muslimisch. Vielleicht mal an die schwarzafrikanischstämmige Gemeinde denken, wo ich langsam glaube dass die sich wirklich mal Gedanken machen sollten, wie ihre Zukunft eigentlich in diesem Land aussieht. Rassismus schien nachzulassen, aber wird doch dann wieder größer.
Der Islam ist nicht das Problem, so auch nicht Migranten aus islamischen Ländern, das Problem sind Ideologien und Konflikte die man möglicherweise dank seiner Gesinnung zu den Menschen bringt die ihnen eine Heimat versprechen und doch wieder ausgrenzen. Manche kommen gerade frisch aus einem Bürgerkrieg und sehen sich nur nach Ruhe und etwas Geborgenheit. Auch im Bezug auf Afrika ist das eine ähnliche Situation. Jedoch kenne ich Muslime und auch Afrikaner die zu jeder Zeit Bereitschaft für Dialoge zeigen. Das Bild das man im Kopf hat scheint medial deformiert zu sein, man sieht nur den Salafisten und nicht den Muslim. Ich komme mit diesen Menschen klar und sie mit mir. Da wo es Probleme gibt, sind eben meist auch soziale Brennpunkte, diese resultieren jedoch aber aus systemischen Problemen oder durch die Bildung von Ghettos. Da muss man Ursachenforschung für die Probleme betreiben, denn meist sind da auch besonders fromme und intolerante Menschen zu finden die eine Ideologie zum Opfer fallen die sich als Samariter verkauft und um Mitglieder wirbt. Da sind sich Islamisten und Nationalisten aber auch fundamentalistische Christen recht ähnlich.
kofi schrieb:Wenn die Antifa den Minderheiten in diesem Land nicht hilft, dann müssen sich die Minderheiten anscheinend eben selbst organisieren. Und dazu zählen nicht nur Schwarze, sondern auch Homosexuelle, in gewisserweise Frauen und Juden.
Die AntiFa ist keine Hilfsorganisation, sie ist eine Protestorganisation und ihr Anliegen ist das schaffen von Bewusstsein für politische und ideologische Unstimmigkeiten. Natürlich gibt es doch schon Organisationen für die einzelnen Nationen, Kulturen und Religionen der einzelnen Migranten so auch für homosexuelle, z.B. der Zentralrat der Juden und Muslime oder die LGBT-Community. Die AntiFa spricht zwar alle diese Themen an, doch ihr Kerngebiet ist der politische Protest an faschistoiden und nationalistischen Vereinigungen. Man muss sich als Organisation eben auf etwas konzentrieren wo man eben klare Kenntnisse und Kompetenzen hat, es gibt in der Hinsicht eben keinen Allrounder, das wäre auch logistisch kaum möglich ;)


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Antifa

10.09.2014 um 15:34
Die Berliner Antifa hört auf:

http://www.taz.de/Kommentar-Berliner-Antifa/!145697/

@Warhead

Kannst du dazu was berichten?


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senju
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Antifa

10.09.2014 um 15:47
zum einen, eine sehr erfreuliche botschaft.
das negative ist aber, dass diese leute ihre gewaltverherrlichende ideologie nicht ablegen werden und weiter mit roher brutalität, auf andersdenkende losgehen.
jetzt geht man halt in den "untergrund".
vorher hatte der verfassungsschutz ja wenigstens ein auge drauf.


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Antifa

10.09.2014 um 17:06
@senju
Ja genau, gewaltverherrlichende Ideologie. Die armen andersdenkenden Faschos.


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senju
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Antifa

10.09.2014 um 17:08
@paranomal
da für diese subjekte JEDER, der eine andere meinung vertritt, ein fascho ist, hast du durchaus recht :(


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Antifa

10.09.2014 um 17:33
@senju

Is zwar nich wahr, aber naja, was solls ;)


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senju
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Antifa

10.09.2014 um 17:52
@aseria23
ich hoffe du nimmst es mir nicht übel, wenn ich mich bei dieser wertung, auf meine eigenen erfahrungen verlasse. :)


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Antifa

10.09.2014 um 17:57
Man sollte schon die Unterschiede zwischen Wertung und Tatsachenbehauptung kennen. Nebenbei noch die Unterschiede zwischen der eigenen Erfahrung und der begrenzten Ableitung daraus.


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senju
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Antifa

10.09.2014 um 18:14
tja, in fällen wie diesem, geht das aber nicht anders.
da muß man schon in der lage sein, den unterschied zu kennen, was sich diese leute rein theoretisch auf die "fahne" schreiben und wie sie sich in der praxis verhalten.
da wird aus einer wertung, ganz schnell eine tatsache.

da braucht man sich nur zum selbststudium mal eine weile mit indymedia beschäftigen.
dort ist man dann eben auch als zirkusbetreiber oder als gastwirt (welcher sich nicht vehement genug, von was auch immer, distanziert) ganz schnell mal ein "fascho". :(


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Warhead
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Antifa

10.09.2014 um 18:40
@senju
Deine "Erfahrungen"sind mir so ziemlich schnurz,an ihren Taten sollt ihr sie erkennen.Du diffamierst,du betreibst Polemik der flachesten Sorte,Rufmord,Hetze und nur wenig davon kannst du belegen
Seit der Widervereinigung wurden 200 Menschen von Nazis erstochen,erschossen,vor den Zug geschmissen,totgetreten,verbrannt,zu Tode gehetzt,gesteinigt,aus dem Fenster geschmissen und verbrannt.
Seit der Widervereinigung wurden 0 Menschen von Antifaschisten ermordet,was du betreibst ist nicht nur Relativierung und Verharmlosung,sondern Billigung von Straftaten durch Ignoranz und wegschweigen

@-ripper-
Tja,ein Traum rechtslastiger,apolitischer Kleinbürger,ein Deutschland ohne Antifa,ohne eine Antifa die den Lügen und der Hetze entgegentritt die von als Riesenbabys getarnten Nazischweinchen unters Volk gebracht wird

http://www.youtube.com/watch?v=_wNQPELrwKk

Ein Jahr danach sieht es dank emsiger Antifaarbeit so aus

http://www.huffingtonpost.de/2014/08/14/asylheim-hellersdorf-berlin_n_5677281.html


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Warhead
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Antifa

10.09.2014 um 18:44
@senju
Du meinst den Gastwirt der regelmässig die Heimatabende des NPD-Heimatgau...ähh Ortsgruppe bewirtete.Oder meinst du jene Wirtin die ner Kameradschaft Obdach gab und deren Kneipe danach entglast wurde?
Oder meinst du die Nazikneipe zum Henker wo ein Femekommando flugs zum Rollkommando der Antifa umgelogen wurde?


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senju
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Antifa

10.09.2014 um 19:58
@Warhead
das war ein willkürlich gewähltes beispiel aber solche sachen bekommt man dort eben zu lesen.
btw. sehr bezeichnend für dich, dass man deiner meinung nach offenbar keine mitglieder einer zugelassenen partei bewirten darf, ein feiner demokrat bist du.
ist der wirt ein fascho, wenn er solche leute bewirtet? absoluter unsinn

das mit der nazi kneipe, wenns denn eine ist. steht auf einen völlig anderem blatt.

aber allgemein hast dus nicht so damit, beim thema zu bleiben.
weiß nicht, was getötete leute durch "nazis" hier verloren haben bzw. aus welchen kontext du darauf kommst.
da könnt ich auch mit 2500 ermordeten leuten seit der wende, durch migranten anfangen. hat aber absolut nichts mit dem thema zu tun.
oder versuchst du damit linke gewaltakte zu relativieren? :O

einfach nur ein kleiner parolenschreier, wie die üblichen verdächtigen halt.


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Antifa

10.09.2014 um 20:06
senju schrieb:da könnt ich auch mit 2500 ermordeten leuten seit der wende, durch migranten anfangen. hat aber absolut nichts mit dem thema zu tun.
Da will ick aber trotzdem nen link ham, keule ^^


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