the_unforgiven schrieb:Eine von Antikapitalisten verfolgte zentralisierte Planwirtschaft
Eben genau die ist nicht notwendig für eine kommunistische Demokratie, der Einwand trifft also nicht.
the_unforgiven schrieb:Den „Kapitalismus“ kennzeichnen aus linksextremistischer Sicht nicht nur sozi-ale Missstände, sondern auch gesellschaftspolitische Phänomene wie Faschis-mus, Rechtsextremismus, Rassismus, Repression, Gentrifizierung und Militaris-mus.
Naja, die können viel behaupten, wenn der Tag lang ist. ich seh das eben etwas ganz anders, denn erstens gibt es nicht linksextremistisch, sondern nur radikal, und als radikaler Linker halte ich diese Zusammenballung von Unterstellungen für so weit hergeholt, dass man sie frei erfunden nennen muss. Aber jeder tut halte was für sein Geld.
Zeiten ändern sich, und das, was man aus selbiger Quelle vor 60 Jahren vernahm, hörte sich auch ganz anders an, da galten die Gebiete östlich der Oder noch als fremdbesetzt, zum Beispiel. Die Wirklichkeit holt sie immer wieder ein.
the_unforgiven schrieb:Sie behaup-ten, dass ein „kapitalistischer“ Staat den Faschismus hervorbringe und toleriere.
Na ist ja auch kein Wunder, denn die einzigen bisher faschistischen Staaten Deutsche Reich, Italien, Japan und zeitweise Rumänien, partiell auch Spanien, waren eben kapitalistisch genauso wie die westlichen Demokratien, die damit nichts am Hut hatten. Solche Vergleiche oder gar Gleichsetzungen sind schon ziemlich abartig. Was bei uns der Faschismus, war bei den Sowjets eben der Stalinismus bzw. Bolschwismus, der mit dem Marxismus rein gar nicht zu tun hatte außer den Etikettenschwindel, mit dem man sich kleidete. Erweist aber nur den Tunnelblick des Autors der zitierten Zeilen, wer immer für den Zustand zuständig gewesen sein mochte. Aber die Geschichte geht ja noch weiter, krumme Dinge werden gerade gerückt und Begriffe ebenfalls. Ganz nebenbei ist es eine sehr subjektive Überinterpretation des Grundgesetzes, die ich in den GG-Zeilen da nicht heraushören kann.