Zz-Jones schrieb:Wie gesagt, was du da an die Wand malen willst, gehört eher in den Bereich Schwarzmarkt/Schmuggel.
Nein, das hat damit nichts zu tun. Die Produkte werden legal verkauft. Temu ist ein Beispiel dafür, wie China alle Schlupflöcher nützt, um seinen Billigkram zur Massenware werden zu lassen. Aber es ist kein Schmuggel. Trotzdem müssen Temu-Produkte, auch wenn sie zollfrei sind, eigentlich den Standards entsprechen - wie gesagt, eigentlich...
Oder wenn Russland keine Daten mit der EU über die Ausfuhr von Rohstoffen austauscht, die Ukraine aber schon, dann ist das kein Schmuggel, trotzdem kann die EU in dem einen Fall die Ursprünge von Waren nachvollziehen, in dem anderen nicht.
Es geht vielmehr um Produkte, die zwar auf verschiedenem Wege, aber ganz legal in die EU eingeführt werden. Ob diese z.B. die rules of origins richtig angeben.
In den Stichproben fielen 16% aller untersuchten Produkte beim Zoll durch.
Dem Bericht zufolge schritten im vergangenen Jahr die Behörden knapp 400.000 Mal ein und führten Dokumentenkontrollen, physische Kontrollen oder Labortests durch. 36 Prozent der Produkte wurden danach wieder für den EU-Markt freigegeben. Nach weiterer Prüfung wurden 16 Prozent – knapp 65.000 Artikel – endgültig abgelehnt.
Für China wird die Quote höher sein, denn die meisten beanstandeten Produkte sind aus China, und die Zahl nimmt dauernd zu - und nochmals, dies ist nur die Spitze des Eisberges, denn die rules of origin werden gar nicht überprüft.
Die meisten illegalen Produkte, die bei Zollkontrollen in EU-Staaten abgefangen werden, stammen aus China. Das geht aus einem Bericht der Europäischen Kommission hervor. Diese fordert daher eine drastische Verstärkung der Kontrollen.
Die Anzahl der abgelehnten Artikel aus dem Land sei im Jahr 2024 stark gestiegen, im Vergleich zu 2022 um fast 180 Prozent auf 48.139, hieß es. Das Land mit den zweitmeisten Ablehnungen seien die USA (3.247), gefolgt von Großbritannien (2.120). Die Zahl der aus China illegal importierten Produkte übertrifft die anderer Länder also bei Weitem.
Dabei werden nur ganz wenige Artikel überhaupt überprüft. Da spielt es auch keine Rolle mehr, ob welche am Ende nicht ankommen bzw. vernichtet werden müssen:
Die EU-Staaten müssten ihre Kontrollen noch verstärken, stellte der Bericht fest. Nur 0,0082 Prozent aller importierten Produkte seien von Zollbehörden geprüft worden, hieß es – also 82 Artikel pro einer Million, die zum freien Verkehr zugelassen wurden. Außerdem sei die Ablehnungspraxis in den Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich.
Quelle:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/made-in-china-anzahl-der-illegalen-produkte-aus-china-stark-gestiegen-a-b12dde3e-7308-4f08-b705-772ddabeed6dUnd wie man weiter sieht, kommt es sehr auf das Land an, das die Kontrollen durchführt. Ob Länder wie die Türkei, Ungarn oder Bulgarien genauso streng kontrollieren, wie die deutschen Zollbehörden an großen Containerhäfen?