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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

637 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Berlin, Toter, Fahrzeug ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 13:37
Zitat von JedimindtricksJedimindtricks schrieb:Und warum ist die Loveparade nochmal genau aus Berlin verschwunden? Möglicherweise immense Kosten ( und wer sie trägt ) bei der Sicherheit .
Gefahrenlage waren damals butterflys und co
Weil nach den Zeiten die ich thematisiere - die Hochzeit der Loveparade - die Behörden aus Kostengrunden und die zunehmende Kommerzialisierung die Akzeptanz einer politischen Demonstration immer weiter nach unten geschraubt haben. Die Kostendiskussion drehte sich damals um Müllabfuhr usw.
Hier 1997, paid, Teaser sagt alles:

https://www.tagesspiegel.de/berlin/gebuhren-fur-die-love-parade-geraten-in-die-kritik-557863.html
Zitat von JedimindtricksJedimindtricks schrieb:Ok , Fraktion damals war alles besser
In dem von mir zitierten Topic, ich merke du möchtest jedesmal einen anderen aufmachen, definitiv.


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 14:00
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Sagen wir so, es war nicht alles besser, aber eben anders...wie schon erwähnt, man hatte keine Angst auf Weihnachtsmärkte, auf Großveranstaltungen usw. man war gelassener, entspannter, freier im Gefühl.
Ich bin mit unter 25 Jahren selbst absolut nicht in dem Alter das vernünftig beurteilen zu können. Aber der Eindruck den ich von draußen habe, steht z.T. im Widerspruch zu deiner Aussage.
In Industrienationen war früher mit Sicherheit eine ganz andere Lage. Aber ganz ehrlich. Die Kriege waren in der Vergangenheit viel brutaler. Ihr habt doch bestimmt mal von Tunnelratten im Vietnamkrieg und dem Leiden der Bevölkerung zu der Zeit gehört?
Allgemein habe ich oft das Gefühl, dass bei Vergleichen mit der Vergangenheit sehr auf geographisch begrenzte Regionen geguckt wird und das große Ganze auf Seite geschoben wird. Heute Leben wir aber in einer Welt die so stark miteinander vernetzt ist, dass das einfach nicht mehr möglich ist.
Probleme heute werden viel mehr von der Weltgemeinschaft getragen als früher. Und ganz ehrlich. Auch wenn das den Wohlstand in Industrienationen im Vergleich zu Entwicklungsnationen ausbremst, finde ich das sehr sehr gut.
Zitat von zaramandazaramanda schrieb:Die Sanis und auch viele Polizisten haben mitgemacht soweit es die Situation zuließ
Auch hier gilt, dass ich das nie selbst erlebt habe. Aber Teil der globalen Vernetzung ist imo eine viel höhere politische Bedeutung solcher Events. Immerhin ist die Entfernung zu Menschen für die CSDs und Loveparades eine ernsthafte Bedrohung der politischen Macht sind viel geringer. Darum haben diese Menschen natürlich ein viel größeres Interesse daran über soft power dagegen zu wirken

Allgemein bin ich ganz klar der Meinung dass diese Vergleiche mit der Vergangenheit nichts bringen. Die Vergangenheit ist vorbei. Wir werden nie wieder in der Lage sein alle zu dem Zeitpunkt relevanten Informationen zu betrachten. Alles was wir tun können ist aus Fehlern zu lernen und zu versuchen es besser zu machen. Wenn die Menschen meinen, dass eine Analyse der vergangenen Situation hilft, bin ich da gerne dabei, aber an meiner Meinung ändert das trotzdem nichts. Auch weil diese mögliche Analyse auf heutige Umstände angepasst werden muss und damit ein weiteres Fehlerpotenzial entsteht.


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 14:15
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Weil nach den Zeiten die ich thematisiere -
Solltest du halt gleich konkretisieren, von dir kam
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:ich kann mich noch an Loveparades erinnern
Da hat man dann frei Wahl.
Die Kosten wurden vom Berliner Senat übernommen, vielleicht erinnerst du dich daran nichtmehr das auch damals für Sicherheit gesorgt werden musste und nicht nur wie kommt der Müll weg .
worden.Doch nun werden Bedenken laut, ob das Geschäftsgebaren der Veranstalter noch mit dem Versammlungsgesetz vereinbar sind.Umstritten sind vor allem die Startgebühren für die mitfahrenden Lastwagen.Ein Teilnehmer sagte dem Tagesspigel, diese seien unter anderem mit den Kosten für die Müllbeseitigung begründet worden.Doch für den Müll kommt der Steuerzahler auf
🤣
Quelle: dein link


Gibt es noch ein freien kostenlosen Text zu den 300 Straftaten und dem messerattentäter 99 ?
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:dem von mir zitierten Topic, ich merke du möchtest jedesmal einen anderen aufmachen, definitiv.
Ich möchte über die tolle Zeit die du hier beschreibst diskutieren

Die damals war alles freier Zeit hehe


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 15:29
Zitat von JedimindtricksJedimindtricks schrieb:Ich möchte über die tolle Zeit die du hier beschreibst diskutieren
Ich diskutiere das nicht, es ist Fakt das die Sicherheitslage damals um Welten eine andere war für Demonstrationen dieser Größenordnung (CSD) und größer (Loveparade) als heute. Wenn du dafür Belege brauchst bin ich raus und tagge es als Meinung.


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 15:42
Zitat von JedimindtricksJedimindtricks schrieb:Und warum ist die Loveparade nochmal genau aus Berlin verschwunden? Möglicherweise immense Kosten ( und wer sie trägt ) bei der Sicherheit .
Gefahrenlage waren damals butterflys und co
Fördergelder waren wohl eher die Ursache.
Butterflys waren 2006 bereits verboten? Und wirkliche Sicherheitsprobleme oder Anschläge sind mit bis dahin nicht bekannt.
Gab es auf der Loveparade übermäßige Kriminalität? Vielleicht bei Diebstahl, Taschendiebe lieben solche Veranstaltungen.

Sicherheitskonzepte zur damaligen Zeit waren eher auf Panik und Gedränge forciert, wie wichtig richtige Konzepte dazu waren ist dann mit dem Ausgang der letzten LP zu sehen.


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 17:08
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Ja gut ich kann mich nur dunkel an die Zeit erinnern, vermutlich auch geschuldet das ich "erst" 1991 geboren wurde, aber eigentlich traurig das die heutige Generation keine unbeschwerte Heiterkeit mehr erleben wird, denn ich glaube nicht das wir irgendwann wieder auf den Stand der 80/90er Offenheit kommen werden
Das befürchte ich auch.
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Weil nach den Zeiten die ich thematisiere - die Hochzeit der Loveparade - die Behörden aus Kostengrunden und die zunehmende Kommerzialisierung die Akzeptanz einer politischen Demonstration immer weiter nach unten geschraubt haben. Die Kostendiskussion drehte sich damals um Müllabfuhr usw.
Das war auch bei kleineren Veranstaltungen so. Internationale Metalkonzerte wurden in den 80ern und frühen 90ern meist noch selbst von Fans organisiert, die sich zusammentaten. Security und Co war man selbst oder der örtliche Metalclub.
Wiese, Bühne und die Feuerwehr hat abgesichert. Polizei fuhr zweimal vorbei und wär nur gekommen, wenn man sie gerufen hätte
Und auch da waren teils mehrere tausend Leute.
Oder Fastnachtsumzüge, Weihnachtsmärkte etc - nix Poller oder Einlasskontrollen.
Ich hab in den 90er oder 00er Jahren mal ne Doku über Israel im Fernsehen gesehen, die fand ich erschreckend: Poller und Securities am Strand, vor Kneipen, Clubs, im Bus...ich hätte nie gedacht, dass ich sowas hier mal sehen muss.
Der Vergleich hinkt - aber quergestellte LKW vor dem Festeingang ist halt ein quergestellter LKW vor dem Festeingang. Und schön ist das nicht. In Nordfrankreich kamen mir zwei Soldaten (!) mit Knarre aufm Weihnachtsmarkt als Security entgegen. Da fühlt man sich gleich super...
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Ich diskutiere das nicht, es ist Fakt das die Sicherheitslage damals um Welten eine andere war für Demonstrationen dieser Größenordnung (CSD) und größer (Loveparade) als heute
Auf jeden Fall. Kein Vergleich.


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 17:29
Zwei Cousins von Abdul B. waren IS-Kämpfer, seine Tante mit einem bekannten Dschihadisten verheiratet.
Quelle (sichtbarer Teil vor der Paywall):
https://www.zeit.de/gesellschaft/2026-07/tatverdaechtiger-abdul-b-verwandschaft-islamischer-staat-csd-berlin


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 18:01
Zitat von Till147Till147 schrieb:Allgemein bin ich ganz klar der Meinung dass diese Vergleiche mit der Vergangenheit nichts bringen. Die Vergangenheit ist vorbei. Wir werden nie wieder in der Lage sein alle zu dem Zeitpunkt relevanten Informationen zu betrachten.
Exakt! Das Leben ist linear und wir können nur die Zukunft beeinflussen. Genau das fehlt immer bei der Sichtweise in den Rückspiegel! Keine Zuversicht und Ausblick nach vorne. Deutsche Politik ist immer rückwärtsgewandt. Die Ampel hat versucht nach vorne zu schauen.
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:denn ich glaube nicht das wir irgendwann wieder auf den Stand der 80/90er Offenheit kommen werden.
Wie auch. Die Gesellschaft ist viel offener und freier in Europa geworden.
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:der schon lange dein Nachbar mit Migrationshintergrund ist und ein unscheinbares Leben führt.
Das ist entweder Hetze oder einfach nur Angst. Dann haben die Extremisten schon gewonnen.
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:man hatte keine Angst auf Weihnachtsmärkte, auf Großveranstaltungen usw. man war gelassener, entspannter, freier im Gefühl.
Ich habe auch heute keine Angst. Wer sich von so etwas auffressen lässt, der hat schon verloren und zieht andere mit hinunter durch seine falschen Entscheidungen.


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 18:02
@anthe
In der Bild erfährt man ohne paywall mehr dazu.
Es heißt, die Tante sei mit einem hochrangigen Mitglied einer dschihadistischen Gruppe verheiratet.
"Bei den beiden Männern soll es sich um die Söhne der Schwester seines Vaters handeln. Die Tante wiederum sei demnach mit Omar Bakri Fustuq verheiratet. Fustuq, besser bekannt unter dem Namen Omar Bakri Muhammad, gilt als eine der bekanntesten Figuren der internationalen Dschihadismus-Szene."
https://www.bild.de/news/medienbericht-zwei-cousins-des-csd-terroristen-kaempften-fuer-is-6a68bab51ff9bc89d8811ee4


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 18:24
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Die Ampel hat versucht nach vorne zu schauen.
Ohne dich persönlich angreifen zu wollen, aber so wie du das formulierst, klingt das als hätte die Ampel auf sich auffällig gemacht mit ihrem ständigen Blick nach vorne.
Ja es gab einzelne Politiker in der Ampel die damit aufgefallen sind nach vorne zu gucken. Aber dabei direkt von der ganzen Ampel zu sprechen, halte ich jetzt doch für ein wenig übertrieben.

Die Politiker*innen die nach vorne geschaut haben, würde ich ohnehin eher mit Parteien verknüpfen als mit einer Koalition. Regierungsübergreifend.


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 19:32
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:denn ich glaube nicht das wir irgendwann wieder auf den Stand der 80/90er Offenheit kommen werden.
Großveranstaltungen wie z.B. die Loveparade beispielsweise mögen in den Neunzigern vergleichsweise sicher gewirkt haben, in den Siebzigern hingegen gab es ebenfalls vermehrt Terrordrohungen und Terroranschläge.


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 19:37
Zitat von equinoxxequinoxx schrieb:vermehrt Terrordrohungen und Terroranschläge.
Aber normalerweise nicht auf die Allgemeinheit, eher auf Repräsentanten des Staates. Ich hatte in den 80ern zumindest keine Angst vor RAF und Co. Wozu auch? Von mir wollten die nix.
Oktoberfest-Attentat war ne komplett andere Sache und das ist bis heute nicht richtig geklärt.
Aber sonst?
Flugzeugentführungen waren in den 70ern mal in, aber das lag an den laschen Sicherheitsvorkehrungen.
Heute ist unsicherer in Deutschland, find ich. Da hilft auch keine Statistik.


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 20:42
07:00 Uhr – Dienstag, 28. Juli

Abdul Ballout soll im Gefängnis als Vorbeter und Missionar aufgetreten sein
Der mutmaßliche CSD-Attentäter Abdul Ballout soll bereits während seiner Untersuchungshaft versucht haben, Mitgefangene religiös zu beeinflussen. Wie die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf interne Justizunterlagen berichtet, habe der damals 21-Jährige regelmäßig gebetet, andere Inhaftierte zum Gebet aufgefordert und gezielt Kontakt zu Gleichgesinnten gesucht. In einer Gefährdungsbewertung heißt es demnach, Ballout habe versucht, „die Rolle eines Vorbeters und Missionars einzunehmen“.

Die Gefängnisleitung ließ Ballout laut dem Bericht bereits im Dezember von anderen Häftlingen trennen. Ab Januar 2026 sei sein Erscheinungsbild „stark salafistisch geprägt“ gewesen. Die Untersuchungshaft habe „keine erkennbare Abkehr von der extremistischen Haltung bewirkt“. Seit Februar soll Ballout dennoch erneut Kontakt zu Mitgefangenen gehabt haben.

Auch nach seiner Entlassung soll Ballout Verbindung zu früheren Mithäftlingen gehalten und sich als „Mentor beziehungsweise religiöser Führer“ inszeniert haben. Am 19. Juni habe er vor der Jugendstrafanstalt in Berlin mit Insassen telefoniert und mit ihnen gebetet, berichtet die „Bild“. Im Mai war der deutsche 21-Jährige mit libanesischen Wurzeln von einem Jugendschöffengericht am Amtsgericht Tiergarten zu 22 Monaten Jugendstrafe verurteilt – unter anderem wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.
Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a65a9c5e4e0a5362b8fbc34/csd-anschlag-in-berlin-polizei-durchsucht-tiergarten-nach-waffe-und-hinweisen-auf-weitere-taeter-liveticker.html

Das ist schon ganz schön harter Tobak. Die richterliche Entscheidung will mir einfach nicht in den Kopf.

Aus der Quelle auch noch eine weitere mahnende Stimme: Wolfgang Büscher (Sprecher des Kinder- und Jugendhilfswerks Arche).
Büscher sagte, das Problem reiche über jene hinaus, die selbst Gewalttaten begingen: „Und ich kann nur warnen, es sind auch mehr als die Radikalen, die das Ganze auch in die Tat umsetzen. Aber die, die diese Radikalen unterstützen, das sind 80, 90 Prozent aller jungen Männer, die zu uns gekommen sind.“



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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 20:49
Zitat von soomasooma schrieb:Das ist schon ganz schön harter Tobak. Die richterliche Entscheidung will mir einfach nicht in den Kopf.
Ja und was ich mich frage: Warum wird über solche Urteile gar nicht mehr erst berichtet? Oder gab es dazu irgendwas in der Presse?

Im Prinzip müsste man das Informationsfreiheitsgesetz nutzen dazu einmal flächendeckend solche ähnlich gelagerten Urteile abzufragen.

Das ist ja auch irgendwie der Job der Presse. Warum wird da nicht mal energisch nachgefragt?

Wartet man nur auf die fertigen PMs der Gerichte und irgendwelche dpa Meldungen?

Da bleibt dann vmtl das eher Interessante im Verborgenen


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 20:56
Zitat von LanzaLanza schrieb:Da bleibt dann vmtl das eher Interessante im Verborgenen
Mit den Gesetzesänderungen zur Informationsfreiheit wird das nicht besser werden: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/informationsfreiheitsgesetz-novelle-100.html, aber das ist hier wohl OT, wird hier diskutiert: Änderung Informationsfreiheitsgesetz


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 21:27
Zitat von soomasooma schrieb:Das ist schon ganz schön harter Tobak. Die richterliche Entscheidung will mir einfach nicht in den Kopf.
Wenn man den Werdegang des Täters sieht muss man sich fragen, ob 11 Monate Resthaft etwas bewirkt hätten. Was wäre in rund einem Jahr gewesen, wäre dann der Täter plötzlich ungefährlich gewesen?

Wohl kaum. Wahrscheinlich hätte sich etwas ähnliches ereignet, nur ein Jahr später. Hier sieht man in Wirklichkeit das eigentliche Dilemma dieses Falles.

Sicherungsverwahrung wäre hier wahrscheinlich das richtige Mittel gewesen, aber dazu lagen die juristischen Bedingungen nicht vor.

Das Gericht war hier dadurch in einer Zwickmühle, möglicherweise erhoffte es sich durch den Druck der Bewährung noch einen letzten Einfluss auf den Täter zu haben.


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 21:32
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:erhoffte es sich durch den Druck der Bewährung
Druck der Bewährung? Wäre es nicht mehr Druck gewesen seine Deradikalisierungskurse in Haft abzuleisten? Druck, dass auch ein Mücke erst bescheinigen müsste, dass er dann "deradikalisiert" sei, bevor er wieder raus käme?


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 22:00
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Wenn man den Werdegang des Täters sieht muss man sich fragen, ob 11 Monate Resthaft etwas bewirkt hätten. Was wäre in rund einem Jahr gewesen, wäre dann der Täter plötzlich ungefährlich gewesen?

Wohl kaum. Wahrscheinlich hätte sich etwas ähnliches ereignet, nur ein Jahr später. Hier sieht man in Wirklichkeit das eigentliche Dilemma dieses Falles.
Man hätte ihn gar nicht aus dem Libanon zurückholen dürfen und dann hier in Untersuchungshaft stecken


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 22:04
Zitat von LanzaLanza schrieb:Wäre es nicht mehr Druck gewesen seine Deradikalisierungskurse in Haft abzuleisten? Druck, dass auch ein Mücke erst bescheinigen müsste, dass er dann "deradikalisiert" sei, bevor er wieder raus käme?
Nach Ableistung der Haftstrafe ist nach Deutschem Recht eine Haftverlängerung nicht möglich. Das ist eben das Dilemma. Nur Sicherungsverwahrung wäre dann möglch, aber dafür gibt es berechtigterweise sehr hohe Hürden, so dass sie hier nicht in Frage kam.
Zitat von parabolparabol schrieb:Man hätte ihn gar nicht aus dem Libanon zurückholen dürfen und dann hier in Untersuchungshaft stecken
Das wäre wahrscheinlich das Beste gewesen, aber hier gilt wie üblich, nachher ist man klüger als vorher.


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"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin

um 22:06
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Nach Ableistung der Haftstrafe ist nach Deutschem Recht eine Haftverlängerung nicht möglich. Das ist eben das Dilemma.
Sicherungsverwahrung? Solange es Anzeichen nach Mücke gibt, dass sich jemand eben auf kein solches "Programm" einlässt.


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