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Polizeigewalt

921 Beiträge, Schlüsselwörter: Polizeigewalt

Polizeigewalt

24.06.2020 um 21:43
Zitat von frivol
frivol
schrieb am 21.06.2020:
Aber für die Polizisten wäre ein Taser eine super nicht-tödliche Distanzwaffe gewesen. Hat die Polizei aber bei uns glaube ich noch nicht.
Nein, nach dem deutschen Waffenrecht bringt der Taser Null. Er fällt leider nur in die Klasse der "weniger tödlichen" Waffen und ist deshalb als Einsatzmittel nur unter Umständen angemessen, die der Polizeibeamte nicht sicherstellen kann, damit juristisch ein absolutes No-Go. Leider ist man auf den Trichter noch nicht (abschließend) gekommen und muss erst noch in Modellversuchen ein paar Leben ruinieren, bis man es einsieht, aber so wird es irgendwann enden.



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25.06.2020 um 08:18
Gesetze (Waffenrecht) sowie ggf. die "Dosierung" kann man ändern.

Ich sage ja nicht, der Einsatz davon wäre ohne Bedenken oder Risiken. Mttnichten, je nach Konstellation und Person. Aber letztendlich kann ein Gesetz oder genauer, eine gesetzliche Schranke kein Totschlagargument sein, wenn eine politische Mehrheit sich finden lassen sollte, weil man Gesetze nun mal ändern kann.

Der Rest wäre Gegenstand des entsprechenden Gesetzgebungsverfahrens und möglicher Klagen gegen so eine Änderung / Einführung.

Meine eigene Meinung ist "durchmischt". Ich sehe Risiken wie Vorteile. Situativ.



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26.06.2020 um 05:54
Zitat von Marianne48
Marianne48
schrieb:
Da gebe ich Dir recht, und zwar dahingehend, dass Du Dich mal eingehender in dieses Wiki einlesen solltest. Alleine schon, was im Art. 20 des Grundgesetzes geschrieben steht widerspricht doch dem, was Du uns hier als "das Gewaltmonopol des Staates" aufzuschwatzen versuchst.
Ist das so? Ich denke die grobe Umschreibung passt ganz gut, wenn du es anders siehst kannst das ja gerne erläutern.
Zitat von Ford
Ford
schrieb:
Es ist lächerlich zu sagen, Deutschland hätte ein Problem mit Polizeigewalt.
Welche Begründung hast du dafür? Nur den Vergleich mit anderen Staaten? Ab wann würde das für dich ein Problem werden?



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27.06.2020 um 01:12
Zitat von McMurdo
McMurdo
schrieb:
Welche Begründung hast du dafür? Nur den Vergleich mit anderen Staaten? Ab wann würde das für dich ein Problem werden?
Ein Problem ist es, wenn die Polizei grundsätzlich so auftritt. So ist es hier aber nicht.



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27.06.2020 um 04:59
Zitat von Ford
Ford
schrieb:
Ein Problem ist es, wenn die Polizei grundsätzlich so auftritt. So ist es hier aber nicht.
es ist erst ein Problem, wenn es ein grundsätzliches Problem ist? Dann ist es wohl nie ein Problem, wie praktisch.



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27.06.2020 um 07:56
Zitat von Ford
Ford
schrieb:
Ein Problem ist es, wenn die Polizei grundsätzlich so auftritt. So ist es hier aber nicht.
Diese Argumentation werde ich auch nie verstehen. Als ob es kein Problem ist das kath. Priester Kinder mißbrauchen nur weil das ja nicht grundsätzlich der Fall ist.



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27.06.2020 um 14:30
Zitat von Tussinelda
Tussinelda
schrieb:
es ist erst ein Problem, wenn es ein grundsätzliches Problem ist?
Da kann doch die Merkel-Regierung dagegen angehen, wenns ein Problem gibt, z.B. beim racial profiling. Tut sie aber nicht.
Das racial profiling ist übrigens seit der Flüchtlingskrise deutlich angestiegen.



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02.07.2020 um 23:05
@Tussinelda
@McMurdo
Och Leute, schaut euch doch den Gesprächsverlauf an... Es ging im Gesprächsverlauf darum, dass man so tut, als wäre die Polizeigewalt in Deutschland vergleichbar mit härteren Fällen in Deutschland. In den USA startet eine Debatte und man springt auf den Zug auf und brüllt "ja in Deutschland ist das auch so" und tut damit so, als gäbe es das Problem exakt in dem Ausmaß wie in den USA.

Deutschland hat solche Probleme nicht. Ja, es kommt auch mal vor, dass ein Polizist zu hart anpackt, aber im normalen Alltag bei einer üblichen Festnahme muss man in Deutschland nicht damit rechnen, dass man mit gezogener Waffe zu Boden gerissen wird und sich erstmal fünf Beamte auf einen setzen, obwohl man kooperieren möchte. Oder sie einen völlig grundlos vermöbeln.

Daher bleibe ich bei meiner Aussage: Es gibt keine Polizeigewalt in Deutschland in dieser Art und Weise.
Zitat von parabol
parabol
schrieb am 27.06.2020:
Da kann doch die Merkel-Regierung dagegen angehen, wenns ein Problem gibt, z.B. beim racial profiling. Tut sie aber nicht.
Das racial profiling ist übrigens seit der Flüchtlingskrise deutlich angestiegen.
Bedenkst du auch, aus welchem Grund das geschieht? Man schaut immer nach den Eigenschaften, die bei Straftaten häufig auftreten. Wenn das die Hautfarbe oder Herkunft ist, dann ist das halt so. Was ist das Problem an dieser Methode?
Da würde ich nicht schauen, weshalb die Polizei "racial profiling" betreibt, sondern warum Menschen mit diesen Eigenschaften so auffällig sind.

'Rassismus' zu schreien ist aber halt einfacher...



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02.07.2020 um 23:25
Zitat von Ford
Ford
schrieb:
Was ist das Problem an dieser Methode?
Stell dir vor du würdest aus Sachsen kommen, mit einem dementsprechend auffälligen Dialekt sprechen und deshalb kategorisch zum potentiellen rechtsextremen erklärt. Wäre das cool?



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02.07.2020 um 23:29
Zitat von paranomal
paranomal
schrieb:
Stell dir vor du würdest aus Sachsen kommen, mit einem dementsprechend auffälligen Dialekt sprechen und deshalb kategorisch zum potentiellen rechtsextremen erklärt. Wäre das cool?
Was anderes außer Vergleiche mit Rechtsextremen fällt euch auch nie ein, oder?

Aber um mal bei deinem "Beispiel" zu bleiben: wenn dadurch mehr Sicherheit auf den Straßen herrscht, fände ich es vollkommen legitim.



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02.07.2020 um 23:31
@Ford
Danke, guter Beitrag!



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02.07.2020 um 23:38
Zitat von paranomal
paranomal
schrieb:
Stell dir vor du würdest aus Sachsen kommen, mit einem dementsprechend auffälligen Dialekt sprechen und deshalb kategorisch zum potentiellen rechtsextremen erklärt. Wäre das cool?
Fänd ich kacke, aber wütend wäre ich natürlich auf meine Leute aus Sachsen, weil sie so ne Scheiße abziehen. Wenn Leute aus Sachsen häufig rechtsextrem sein sollten, dann ist es doch verständlich, dass man bei dem Dialekt auch solche Gedanken hat.

Es liegt in der menschlichen Natur, Zusammenhänge zu begreifen. Eine gute Gesellschaft macht jedoch aus, dass sie erkennt, dass nicht jeder dem Vorurteil entsprechen muss. Man stellt also den Anfangsverdacht und prüft, ob er zutrifft.

Bei jemandem aus Sachsen merkt man das dann schon, wenn man mit ihm über Politik redet.



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03.07.2020 um 07:46
Zitat von Ford
Ford
schrieb:
Och Leute, schaut euch doch den Gesprächsverlauf an... Es ging im Gesprächsverlauf darum, dass man so tut, als wäre die Polizeigewalt in Deutschland vergleichbar mit härteren Fällen in Deutschland. In den USA startet eine Debatte und man springt auf den Zug auf und brüllt "ja in Deutschland ist das auch so" und tut damit so, als gäbe es das Problem exakt in dem Ausmaß wie in den USA.
nein, das macht keiner, nur leugnest Du, dass es überhaupt ein Problem gibt.
Zitat von Ford
Ford
schrieb:
Deutschland hat solche Probleme nicht. Ja, es kommt auch mal vor, dass ein Polizist zu hart anpackt, aber im normalen Alltag bei einer üblichen Festnahme muss man in Deutschland nicht damit rechnen, dass man mit gezogener Waffe zu Boden gerissen wird und sich erstmal fünf Beamte auf einen setzen, obwohl man kooperieren möchte. Oder sie einen völlig grundlos vermöbeln.

Daher bleibe ich bei meiner Aussage: Es gibt keine Polizeigewalt in Deutschland in dieser Art und Weise.
es gibt Polizeigewalt in Deutschland, DAS war die Aussage und dabei bleibe ich. Du relativierst mit Deinem "kommt mal vor, dass ein Polizist hart zupackt".
Zitat von Ford
Ford
schrieb:
Bedenkst du auch, aus welchem Grund das geschieht? Man schaut immer nach den Eigenschaften, die bei Straftaten häufig auftreten. Wenn das die Hautfarbe oder Herkunft ist, dann ist das halt so. Was ist das Problem an dieser Methode?
Da würde ich nicht schauen, weshalb die Polizei "racial profiling" betreibt, sondern warum Menschen mit diesen Eigenschaften so auffällig sind.

'Rassismus' zu schreien ist aber halt einfacher...
ganz sicher nicht wegen ihrem Aussehen......und racial profiling ist rassistisch, bleibt rassistisch. Und Rassismus hat bei der Polizei nix zu suchen.



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03.07.2020 um 08:39
Zitat von Ford
Ford
schrieb:
Eine gute Gesellschaft macht jedoch aus, dass sie erkennt, dass nicht jeder dem Vorurteil entsprechen muss.
leben wir denn in so einer guten Gesellschaft, wo tatsächlich jeder erkennt, das nicht jeder dem Vorurteil entsprechen muß? Oder leben wir in einer, wo das auf die meisten zu trifft, oder was viel schlimmer wäre, wo dies nur auf die wenigsten zutrifft?
Zitat von Ford
Ford
schrieb:
Bei jemandem aus Sachsen merkt man das dann schon, wenn man mit ihm über Politik redet.
Merkt das eigentlich jeder und ist es möglich, das ein Sachse sich verstellt, wenn man mit ihm über Politik redet?



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03.07.2020 um 22:54
Zitat von Ford
Ford
schrieb:
Och Leute, schaut euch doch den Gesprächsverlauf an... Es ging im Gesprächsverlauf darum, dass man so tut, als wäre die Polizeigewalt in Deutschland vergleichbar mit härteren Fällen in Deutschland. In den USA startet eine Debatte und man springt auf den Zug auf und brüllt "ja in Deutschland ist das auch so" und tut damit so, als gäbe es das Problem exakt in dem Ausmaß wie in den USA.
Welches Ausmaß muss Gewalt denn erreichen damit es ein Problem wird? Und im übrigen glaub ich nicht das hier irgendwer behauptet wir hätten exakt die gleichen Verhältnisse wie z.B. in den USA.



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04.07.2020 um 19:14
Zitat von Ford
Ford
schrieb:
Fänd ich kacke, aber wütend wäre ich natürlich auf meine Leute aus Sachsen, weil sie so ne Scheiße abziehen. Wenn Leute aus Sachsen häufig rechtsextrem sein sollten, dann ist es doch verständlich, dass man bei dem Dialekt auch solche Gedanken hat.
Wie hoch ist denn der Anteil in Sachsen an rechtsextremen Personen? Muss ja ziemlich hoch sein, wenn man bei dem Dialekt an Rechtsextreme denkt?



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05.07.2020 um 02:24
Zitat von Gerdschröder
Gerdschröder
schrieb:
bei dem Dialekt an Rechtsextreme denkt
Na das wird ja immer besser hier : jetzt wird schon behauptet das ein Dialekt etwas über die politische Gesinnung aussagt.
(das ist allgemein gemeint und nicht speziell auf einen User bezogen)



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05.07.2020 um 08:03
Zitat von Cherokeerose
Cherokeerose
schrieb:
Na das wird ja immer besser hier : jetzt wird schon behauptet das ein Dialekt etwas über die politische Gesinnung aussagt.
Nein, das war lediglich ein fiktives Beispiel um den Unsinn von Profiling anhand weniger oberflächlicher Merkmale zu verdeutlichen.



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08.07.2020 um 23:46
Zitat von Tussinelda
Tussinelda
schrieb am 03.07.2020:
es gibt Polizeigewalt in Deutschland, DAS war die Aussage und dabei bleibe ich. Du relativierst mit Deinem "kommt mal vor, dass ein Polizist hart zupackt".
Tja, und ich behaupte, dass es keine Polizeigewalt in Deutschland gibt und dabei bleibe ich. Dann denkst du halt dein Ding und ich meins.
Zitat von Tussinelda
Tussinelda
schrieb am 03.07.2020:
ganz sicher nicht wegen ihrem Aussehen......und racial profiling ist rassistisch, bleibt rassistisch. Und Rassismus hat bei der Polizei nix zu suchen.
Tut doch nicht immer so, als würde die Polizei bei Fahndungen böse Hintergedanken haben und bewusst rassistisch denken. Wenns Erfolge gibt, wenn man nach Hautfarbe, Aussehen und Herkunft schaut, dann ist das doch eine gute Sache. Was willst du denn sonst alternativ machen? Die Polizei würde solche Methoden doch nicht anwenden, wenn sie nicht zum Erfolg führen würden.

Die machen das nicht aus Fremdenfeindlichkeit oder weil sie rassistisch sind. Das passt dir bloß ins Weltbild, mehr nicht.
Zitat von Gerdschröder
Gerdschröder
schrieb am 04.07.2020:
Wie hoch ist denn der Anteil in Sachsen an rechtsextremen Personen? Muss ja ziemlich hoch sein, wenn man bei dem Dialekt an Rechtsextreme denkt?
Hab nicht dran gedacht. Das war ein Gedankenspiel eines anderen Users, worauf ich geantwortet habe.



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08.07.2020 um 23:55
"Polizeigewalt" ist relativ, hängt vom Auge des Betrachters ab. Ich sehe Polizeigewalt erst mal runtergebrochen als Gewalt, die durch die Polizei angewandt wird. Die kommt vor. Vielleicht täglich.

Ich würde dann in legitime und illegitime / rechtswidrige Polizeigewalt unterteilen - selbst wenn "der Volksmund" bei Polizeigewalt in der Regel von rechtswidrigen Amtshandlungen spricht. Für manche vielleicht Korinthenkackerei, aber wenn ich von einem "Gewaltmonopol" spreche muss ich auch anerkennen, dass die Polizei (physische) Gewalt anwenden darf, soll, muss.

Ansonsten sehe ich das differenziert. Ich werde mich weder mit der einen extremen Seite, noch der anderen extremen Seite gemein machen und es polar sehen. Ich sehe weder einen Anlass, in der Polizei als Ganzes einen Buhmann zu sehen (fast in ACAB-Manier), noch sehe ich einen Sinn darin, alles unter den Teppich kehren zu wollen wenn es ganz klare Indikatoren für falsches Verhalten gab, das auch situativ nicht mehr zu rechtfertigen ist wo man in einer Lage handelt.

Ich denke, so lebt es sich im Schnitt entspannter als krampfhaft das eine oder andere zu sehen bzw. auszublenden.

Ansonsten ist das ein zweischneidiges Schwert, je nach "Hotspot" eben nach gewissen Gruppen oder Personenkreisen Ausschau zu halten und da eher polizeiliche Maßnahmen anzusetzen. Die Alternative wäre diese zu ignorieren oder auch alle Rentner, die je nach Deliktfeld usw. gar keine klassischen TVs sind, zu kontrollieren. Irgendwie auch kein Abbild praxisnaher Polizeiarbeit. Zweischneidiges Schwert halt.

Ich kann es in Teilen nachvollziehen. Kommt halt drauf an. Wenn ich nach einer rumänischen Verbrecherbande Ausschau halte bzw. diese im Bereich sehr aktiv ist, richte ich meinen Fokus danach - und muss nicht zwanghaft, um keinen auf den Schlipps zu treten, alte Personen die nicht ins Bild passen oder sonstige "Minderheiten" kontrollieren die nicht der erwartbaren Tätergruppe entsprechen. Zielgerichtetes Wirken anhand gewisser Wahrscheinlichkeiten bleibt halt ein zweischneidiges Schwert, racial profiling hin oder her. Ich würde eher situativ von ethnical profiling sprechen. Klingt feingliedriger.

Aber ich denke grundsätzlich hast du halt eine höhere Wahrscheinlichkeit sowohl das Zielklientel mit diesem Vorgehen zu erwischen, als eben auch Unbeteiligte zu erwischen. Perfekt ist nichts. Hat alles Vor- und Nachteile, je nach Betrachtungswinkel.



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