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Kopftuch im Islam - Zwang?

2.570 Beiträge, Schlüsselwörter: Religion, Islam

Kopftuch im Islam - Zwang?

18.09.2019 um 03:42
lilit schrieb:Verstehe nicht warum es bei Muslimen nicht genau so normal sein soll wie bei Christen,
siehe:
Kybela schrieb:Warum nicht, machen ja auch Christen
Sollen sie doch. Man kann ja auch so deuten, dass nur Brust und Hals bedeckt sein müssen.
Oder nur den Bereich, den man selber als bedeckungswürdig hält, da sich Schamgrenzen in Europa deutlich geändert haben.


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Kopftuch im Islam - Zwang?

18.09.2019 um 10:05
Kybela schrieb:die nehmen ihren Glauben nicht ernst bzw leben in Sünde.
Glücklicherweise gibt es solche Menschen in allen Religionen - sonst wären sie auch unerträglich.

Die Bedeckung der Haare aus religiösen Gründen finden sich übrigens auch im orthodoxen Juden- wie Christentum. Scheinbar war diese Weltregion vor Jahrtausenden von perversen Haar-Fetischisten bewohnt, denen regelmässig einer abging, wenn sie ein Haar ausserhalb der Suppe fanden. Menschen können schon seltsam sein.


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Kopftuch im Islam - Zwang?

18.09.2019 um 10:18
Doors schrieb:Scheinbar war diese Weltregion vor Jahrtausenden von perversen Haar-Fetischisten bewohnt,
wird generell so gesehen:
Erklärungsmöglichkeit zieht man die sexuelle Selektion heran, da langes glänzendes Haar ein sichtbares Merkmal für ein gesundes Individuum sei.

...
Das Haar gilt als phallisches und sexuelles Symbol, oft auch für den Sexualverkehr
Wikipedia: Langes_Haar


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Kopftuch im Islam - Zwang?

18.09.2019 um 12:12
Kybela schrieb:Das Haar gilt als
@Kybela
Alles Quatsch, Kopftuch oder sonstige Kopfbedekungen sind instrumente der Macht gegenüber der Frauen.


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Kopftuch im Islam - Zwang?

18.09.2019 um 12:17
Threadkiller2 schrieb:Kopftuch oder sonstige Kopfbedekungen sind instrumente der Macht gegenüber der Frauen.
und die männliche Beschneidung ist ein Machtinstrument gegenüber den Männern.
tja, so einfach ist die Welt.


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Kopftuch im Islam - Zwang?

18.09.2019 um 12:20
Threadkiller2 schrieb:Alles Quatsch, Kopftuch oder sonstige Kopfbedekungen sind instrumente der Macht gegenüber der Frauen
Und Frauen, die es aus eigenem Antrieb tragen?
Und sonstige Kopfbedeckungen auch?
Sag mal, hältst du differenziertere Betrachtungen für schmerzhaft, oder warum gehst du ihnen konsequent aus dem Weg?^^


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Kopftuch im Islam - Zwang?

18.09.2019 um 12:26
Duhaa schrieb:Es gibt auch im Islam einen Raum für freie persönliche Entfaltung und Individualität. Es gibt nicht nur schwarz und weiß.
Das möchte ich dir nicht absprechen, das ist mMn. dein gutes Recht. Ich persönlich sehe aber in den Geboten des Islam keine Freiheiten. Der Islam ist in meinen Augen eher eine Religion, die so viele Bereiche des Lebens wie möglich regulieren möchte.
Darunter fällt auch die Verhüllung der Frau mittels Kopftuch oder Burka etc.

Die Gläubigen, die sich zumindest etwas emanzipieren konnten und sich trauen den Islam eigens zu interpretieren, sind meistens die liberaleren Muslime. Aber ich finde es schwierig auf der Grundlage von persönlichen Interpretationen eine Diskussion zu führen und daraus dann Freiheiten abzuleiten, da doch die überwiegende Mehrheit der Muslimas ihr Haupt verhüllen und nicht bereit sind ihre Religion selber zu interpretieren. Vor allem wenn es um die Themen bzgl. Kopftuchverbot, Burkaverbot etc. geht wird es schwierig.

An dieser Stelle finde ich aber folgende Frage noch interessant: Was ist deiner Meinung nach der Unterschied zwischen dir und denen, die nicht bereit sind ihre Religion selber zu interpretieren.
Doors schrieb:Die meisten muslimischen Frauen, die ich kenne, sehen das mit dem Kram auf'm Kopp ziemlich locker. Die meisten tragen kein Kopftuch, die die es tun, tun es beim Besuch der Eltern, beim Reisen in islamisch geprägte Länder, weil es kalt ist oder weil es chic aussieht.
Die Muslimas vom konservativerem Lager wirst du wahrscheinlich nie kennen lernen oder nie näher kennen lernen :-)


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Kopftuch im Islam - Zwang?

18.09.2019 um 18:07
doetz schrieb:Ich persönlich sehe aber in den Geboten des Islam keine Freiheiten. Der Islam ist in meinen Augen eher eine Religion, die so viele Bereiche des Lebens wie möglich regulieren möchte.
Darunter fällt auch die Verhüllung der Frau mittels Kopftuch oder Burka etc.
Ja, der Islam ist eine Religion, die wirklich alle Lebensbereiche mit einbezieht, aber wenn man dem ganzen aus Überzeugung folgt, ist das auch Freiheit, denn man entscheidet sich aus eigenem Antrieb dazu. Freiheit ist letztendlich ein Begriff der individuell definierbar ist.
doetz schrieb:Aber ich finde es schwierig auf der Grundlage von persönlichen Interpretationen eine Diskussion zu führen und daraus dann Freiheiten abzuleiten,
Naja... Fakt ist aber, dass jede Diskussion über den Islam eigene Interpretationen enthält. Jeder Gelehrte, jeder Sheikh, jeder Imam, jeder Koranübersetzer und jeder andere gewöhnliche Muslim interpretiert seinen Glauben und auch den Koran zum Teil auf seine Weise. Es gibt da nicht die eine ultimative Auslegung. Es gibt eine Grundbotschaft die für alle die gleiche ist, das ja, aber es gibt eben auch die mehrdeutige Botschaft.
Die Möglichkeit für verschiedene Interpretationen ist gegeben und somit wird einem gläubigen Muslim auch Freiraum für Individualität und Selbstentfaltung gegeben. Und wie schon oben beschrieben, ist es sowieso schon eine Form der Freiheit, wenn jemand dem ganzen aus Überzeugung folgt.
doetz schrieb:und nicht bereit sind ihre Religion selber zu interpretieren.
Unterschätze bitte die jetzige Generation an Muslimen nicht. Die Zeiten haben sich längst wieder geändert. 🙂
doetz schrieb:Was ist deiner Meinung nach der Unterschied zwischen dir und denen, die nicht bereit sind ihre Religion selber zu interpretieren.
Dass man den Islam nicht eigenständig hinterfragen und auch interpretieren darf, gibt es wirklich nur in extremen Kreisen, meistens im Wahhabismus/Salafismus, wo man generell darauf aus ist Menschen zu unterdrücken, aber diese Extremisten bilden weltweit eben nur eine Minderheit und haben eher sowas wie eine andere Religion für sich gegründet. Der Wahhabismus ist auch mehr eine politische Macht, als eine Religion.

Ansonsten ist das wirklich jedem gestattet den Islam auch eigenständig interpretieren zu dürfen, und es geschieht sowieso automatisch. Im Koran selbst wird ja sogar an einer Stelle darauf eingegangen, dass man dieser Botschaft unterschiedliches entnehmen kann und das dabei diejenigen, die das schlechte für ihre Zwecke heraus interpretieren, auch diejenigen sind, die auf dem falschen Weg sind. Was zählt, ist hauptsächlich eine friedliche Interpretation.

Es können 10 Menschen ein und das selbe Buch lesen, auch dort wird man feststellen, dass alle etwas unterschiedliches aus diesem Buch entnommen haben.

Unterschiede zwischen mir und anderen möchte ich gar nicht unbedingt festlegen.... ich wüsste nicht wozu das dienen sollte.


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18.09.2019 um 18:19
Duhaa schrieb:Die Möglichkeit für verschiedene Interpretationen ist gegeben
wie groß ist der Spielraum? wie sieht es mit dem Alkoholverbot aus? oder Schweinefleisch?

alleine mit dem Argument "historischer Kontext" kannst du alles aushebeln: galt nur als er in x lebte.
oder mit "situationsbedingter Kontext": gilt nur für y, da er nur zu y sprach.
Duhaa schrieb:Unterschätze bitte die jetzige Generation an Muslimen nicht.
also ich glaub dir das schon.
Wenn mir heute jemand sagt, er ist Christ, dann kann das alles mögliche sein. Von Reinkarnation bis zu einem Demiurg.
ich rate, dass diese Entwicklung für Kirchen bzw Rechtsschulen sogar noch "gefährlicher" ist, als eine Säkularisierung. Die Gemeindemitglieder werden nicht ungläubig, sondern gestalten völlig selbstständig etwas und benötigen die Kirchen/Rechtsschulen nicht mehr.


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Kopftuch im Islam - Zwang?

18.09.2019 um 20:31
Kybela schrieb:wie groß ist der Spielraum? wie sieht es mit dem Alkoholverbot aus? oder Schweinefleisch?
Das Alkoholverbot und das Schweinefleischverbot gehören zu den Geboten, die klar und verständlich in sich selbst sind, sowie ein paar weitere Ge- und Verbote bezüglich physischer und psychischer Gesundheit/Reinheit, oder bezüglich Moral, Empathie und Anstand.

Der große Interpretationsspielraum bezieht sich mehr auf alles drum herum oder auch auf eher verborgenes, auch geschichtliches etc.
Ich hoffe man versteht was ich meine. Ich weiß leider nicht, wie ich das besser erklären könnte.
Kybela schrieb:alleine mit dem Argument "historischer Kontext" kannst du alles aushebeln: galt nur als er in x lebte.
oder mit "situationsbedingter Kontext": gilt nur für y, da er nur zu y sprach.
Nein, so einfach ist das nicht immer.
Kybela schrieb:Die Gemeindemitglieder werden nicht ungläubig, sondern gestalten völlig selbstständig etwas und benötigen die Kirchen/Rechtsschulen nicht mehr.
Ich muss dazu sagen, ich bin kein Feind von Rechtsschulen oder sämtlichen Gelehrten, man kann sich da ja auch gut Inspiration holen, oder Antworten auf wichtige Fragen, aber es ist schon ein positiver und wichtiger Wandel, dass eben auch eigenständig nachgedacht wird und nicht mehr nur blind befolgt, wobei es das auch noch gibt, aber nachlässt, meiner Meinung nach.

Mir ist letztendlich egal wer seinen Glauben wie lebt.... Solange das friedlich geschieht.


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Kopftuch im Islam - Zwang?

19.09.2019 um 04:30
Duhaa schrieb:Das Alkoholverbot ... klar und verständlich in sich selbst sind
das sehen nicht alle so:
... das Alkoholverbot von liberalen Kreisen häufig abgelehnt wird. Bemerkenswerterweise wird in den Versen, die häufig als striktes Alkoholverbot interpretiert werden (2:219, 5:90), der Konsum von Wein stets im Zusammenhang mit dem Losspiel (maisir) genannt.

Bobzin hebt deswegen hervor, dass sich diese Verse nicht als strenges Alkoholverbot interpretieren lassen, sondern vielmehr die Begleitumstände gemeint seien.[5]
Demnach ist das übermäßige („Wollt ihr denn nicht aufhören?“, 5:91) Glücksspiel, präziser das Losspiel, begleitet von heidnischen Bräuchen (Opfersteine), angeheizt durch den Konsum von Wein gemeint
Wikipedia: Alkoholverbot_im_Islam

Das soll nur als Beispiel dienen. Was für dich "klar und verständlich in sich selbst" ist, sehen andere anders :)
Duhaa schrieb:auch eigenständig nachgedacht wird
möge Allah dich rechtleiten :)


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Kopftuch im Islam - Zwang?

19.09.2019 um 13:59
@Kybela

Ich weiß, dass es bei dem Alkoholverbot auch ein paar wenige andere mögliche Sichtweisen gibt, aber das ist dann schon ne ziemliche Verdrehungen von Tatsachen, weil die Verse über Alkohol eindeutig in die Richtung zum Verbot gehen. Da gibt es eigentlich recht wenig dran zu rütteln. Auch im historischen Kontext betrachtet, wenn man die Verse in der chronologischen Reihenfolge betrachtet und mit zusätzlichen geschichtlichen Quellen an das Thema heran geht, geht es eindeutig zu einem Verbot hin.

Muss aber jeder selbst wissen.
Letztendlich kann man alles drehen und wenden wie man möchte.
Das muss dann jeder mit sich selbst und seinem Glauben vereinbaren.


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Kopftuch im Islam - Zwang?

19.09.2019 um 19:04
doetz schrieb:Die Muslimas vom konservativerem Lager wirst du wahrscheinlich nie kennen lernen oder nie näher kennen lernen :-)
Zu den von mir betreuten Geflüchteten zählt auch eine von Erdogan vertriebene Familie von Gülenisten. Die sind schon ziemlich heftig religiös und bekopftucht - trotzdem respektieren wir uns schon seit langer Zeit gegenseitig, wobei sie über meinen Unglauben immer wieder erstaunt sind. Es besteht durchaus eine freundschaftliche Beziehung.


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Kopftuch im Islam - Zwang?

gestern um 03:40
An der Goethe Uni in Frankfurt hat eine Podiumsdiskussion um das Kopftuch "nicht funktioniert":

https://www.welt.de/politik/deutschland/article205114664/Frankfurt-Schlaegerei-bei-Uni-Veranstaltung-zum-Kopftuchverbot....

Illustration vor Ort:

Youtube: Goethe-Uni Frankfurt Performance „Und ihr redet über das Kopftuch!“


Die "Logik" ein religiöses Symbol mit Rassismus zu verknüpfen entzieht sich meiner Kenntnis.
Auch schaffe ich es nicht die "linke Kritik" an einer Frauenrechtlerin schlüssig herzuleiten.
Vielleicht kann ja jemand hier darlegen was die Motivation der "Störer" sein könnte, da es ja leider vor Ort nicht zu einer sachlich respektvollen Diskussion gekommen ist.


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gestern um 10:52
MrOchmoneck schrieb:Vielleicht kann ja jemand hier darlegen was die Motivation der "Störer" sein könnte, da es ja leider vor Ort nicht zu einer sachlich respektvollen Diskussion gekommen ist.
Ich vermute die Motivation ist ganz simpel - Die Argumentation einer ehemals betroffenen, die das Kopftuch kritisch sieht, passt einfach nicht ins eigene Weltbild der selbsternannten "Studis gegen rechte Hetze". Das erkennt man schon daran, dass hier völlig unbegründet der Vorwurf Rassismus lauthals geäußert wird. Von Meinungsfreiheit keine Spur, da fliegen dann eher die Fäuste um seiner Meinung Nachdruck zu verleihen.


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gestern um 11:14
@CosmicQueen
Was interessiert uns auch was die Betroffenen denken? Die haben doch eh keine Ahnung. Wichtig ist das wir wissen was sie wollen!


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gestern um 12:04
Mich würde die Meinung von Betroffenen schon interessieren. Schließlich sind es diejenigen, die das Kopftuch tragen (müssen/wollen).


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gestern um 12:14
Ich bin Muslima und trage kein Kopftuch, wer es trotzdem tragen will soll es tun. Muss aber anmerken das Vollverschleierung wie Burka und Niqab für mich extrem befremdlich wirkt. Kann mir auch nicht vorstellen das dies Islamisch sein soll.


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gestern um 12:16
MrOchmoneck schrieb:Vielleicht kann ja jemand hier darlegen was die Motivation der "Störer" sein könnte, da es ja leider vor Ort nicht zu einer sachlich respektvollen Diskussion gekommen ist.
Die Motivation wird sein, sich hinterher selber als großer "Kämpfer gegen rechts" auf die Brust klopfen zu können. Leider wird in dem Eifer, alles nieder zu brüllen, was irgendwie als "Angriff" auf den Islam gewertet werden kann (und sei es nur kritische Worte von Betroffenen), nicht mehr differenziert. Durch die immer weiter fortschreitende Verhärtung der Fronten ist ein sachlicher Dialog kaum mehr möglich.


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gestern um 12:43
Ja, diese "Intellektuelle" die nicht argumentieren können sondern nur brüllen und hauen.
Sehr vorbildlich und der Sache sehr nützlich - ich bin mir sicher dass die gleichen Leuten gegen die Abschiebung von Kriminellen protestieren...und hier versuchen sie eine mundtot zu machen, die vor Fundamentalisten geflohen ist.


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