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Sklaverei im Islam

417 BeitrĂ€ge, SchlĂŒsselwörter: Religion, Islam, Sklaverei

Sklaverei im Islam

05.06.2004 um 04:09
Es ist etwas lang, aber wer es verstehen will muss es durchlesen.

Wie kommt es, dass der Islam als eine Religion, die Gott zum Wohl ‎der Menschheit offenbart hat, die Sklaverei billigt?

Diese Frage birgt historische, soziale und psychologische Dimensionen in sich, die wir sorgfĂ€ltig ergrĂŒnden mĂŒssen, wenn wir zu einem zufrieden stellenden Ergebnis gelangen wollen.

ZunĂ€chst einmal ist es nĂŒtzlich, uns in Erinnerung zu rufen, warum man mit einer solchen Abscheu an die Institution der Sklaverei zurĂŒckdenkt. Bilder der brutalen Misshandlung von Sklaven insbesondere im antiken Rom und in Ägypten rufen Trauer und außerordentliche EntrĂŒstung hervor. Aus diesem Grunde ist unsere Vorstellung von Sklaven selbst nach so vielen Jahrhunderten auch heute noch von MĂ€nnern und Frauen geprĂ€gt, die Steine zu den Pyramiden schleppen und beim Bauvorgang wie Mörtel verbraucht bzw. in öffentlichen Arenen zur Belustigung ihrer Besitzer wie kĂ€mpfende wilde Tiere zur Schau gestellt werden. Unser Bild von Sklaven ist das von Menschen, die erniedrigende Joche und Ketten um den Hals tragen.

In jĂŒngerer Zeit waren es die westeuropĂ€ischen Staaten, die Sklaverei in gewaltigem Ausmaß betrieben. Die Barbarei und BestialitĂ€t des Sklavenhandels spottete jeder Beschreibung. Im Wesentlichen wurden Afrikaner gehandelt, die ĂŒber die Meere gebracht, in speziell fĂŒr diesen Zweck entworfene Schiffe verfrachtet und wie Vieh betrachtet und behandelt wurden. Die Sklaven wurden gezwungen, ihre Namen zu Ă€ndern und ihre Religionen und Sprachen aufzugeben. Sie besaßen keine Hoffnung auf Freiheit, mussten hĂ€rteste Arbeiten verrichten oder wurden zu Fortpflanzungszwecken missbraucht - auch hier die Parallele zum Vieh. Geburten zelebrierten sie, als handele es sich um TodesfĂ€lle. Es ist schwer vorstellbar, wie Menschen ihre Mitmenschen in einem solchen Licht sehen, geschweige denn sie auf diese Art und Weise misshandeln konnten. Nichtsdestotrotz entsprechen diese Behauptungen der Wahrheit: Es gibt eine Menge beweiskrĂ€ftiger Dokumente, die zeigen, wie zum Beispiel KapitĂ€ne ihre menschliche Fracht ĂŒber Bord warfen, um dann fĂŒr ihren Verlust Schadensersatz einzuklagen. Sklaven besaßen vor dem Gesetz keinerlei Rechte, nur Pflichten. Ihren Besitzern hingegen stand das uneingeschrĂ€nkte Recht zu, so ĂŒber sie zu verfĂŒgen, wie sie es wĂŒnschten. BrĂŒder und Schwestern, Eltern und Kinder wurden auseinander gerissen, oder ‚durften‘ zusammen bleiben - ganz so wie es dem EigentĂŒmer gerade passte bzw. seinen wirtschaftlichen Interessen entsprach.

Nachdem Jahrhunderte furchtbarer UnterdrĂŒckung die westeuropĂ€ischen Nationen durch die Ausbeutung von BedarfsgĂŒtern wie Zucker, Baumwolle und Kaffee reich gemacht hatten, schafften sie die Sklaverei ab - zunĂ€chst nur den Handel, dann die ganze Institution - und gratulierten sich selbst zu dieser Tat. Ein wichtiger Punkt ist an dieser Stelle anzumerken: Als die EuropĂ€er die Sklaverei abschafften, waren es die Sklavenbesitzer, die entschĂ€digt wurden und nicht die Sklaven. Mit anderen Worten: Die Einstellung gegenĂŒber den Mitmenschen, die deren Misshandlung erst ermöglichte, hatte sich nicht geĂ€ndert. Nach der Abschaffung der Sklaverei dauerte es nicht lange, da wurde Afrika von den EuropĂ€ern direkt kolonisiert. Dies hatte fĂŒr die Afrikaner Folgen, die nicht weniger furchtbar waren als die Sklaverei. Weil sich das Verhalten gegenĂŒber Nicht-EuropĂ€ern bis heute - wenn ĂŒberhaupt - nur geringfĂŒgig verĂ€ndert hat, sind deren soziale und politische Lebensbedingungen die von minderwertigen Menschen; selbst dann, wenn sie als MitbĂŒrger unter EuropĂ€ern und ihren Nachkommen leben. Erst seit wenigen Jahrzehnten stellen die anthropologischen Museen in den großen HauptstĂ€dten der westlichen LĂ€nder die Knochen und ausgestopften Körper von Sklaven nicht lĂ€nger zur öffentlichen Belustigung aus. Ausstellungen dieser Art waren zuvor nicht von ĂŒblen Außenseitern organisiert worden, sondern von der Elite - von Wissenschaftlern, Doktoren, Gelehrten und Vertretern des HumanitĂ€tsgedankens.

Kurz gesagt: Das Herz des Menschen strĂ€ubt sich nicht allein gegen die Institution der Sklaverei, sondern vor allem gegen die Unmenschlichkeit, die diese aufrechterhĂ€lt. Wenn zwar die Institution formal nicht mehr besteht, die Verhaltensweisen aber schon, dann hat die Menschheit - wenn ĂŒberhaupt - nicht viel erreicht. Die Sklaverei wurde von kolonialer Ausbeutung abgelöst, die ihrerseits durch die Ketten unertrĂ€glicher kaum zurĂŒckzahlbarer internationaler Schulden ersetzt wurde: Nur die Sklaverei ist verschwunden, ihre Strukturen der Unmenschlichkeit und Barbarei behaupten weiterhin fest ihren Platz. Bevor wir uns nun der islamischen Perspektive zum Thema Sklaverei zuwenden, wollen wir uns einen Namen in Erinnerung rufen, der selbst unter WesteuropĂ€ern einen guten Ruf genießt: Harun ar-Raschid (FĂŒnfter Kalif, Amtszeit 786-809). Ich möchte daran erinnern, dass dieser Mann, der Macht ĂŒber alle Muslime besaß und von ihnen auch anerkannt wurde, der Sohn eines Sklaven war. Er ist nicht das einzige Beispiel. Sklaven und ihre Kinder genossen innerhalb des islamischen Systems sowohl auf kulturellem als auch auf politischem Gebiet Prestige, AutoritĂ€t, Respekt und (eine Art) Freiheit. Wie war das möglich?

Der Islam reformierte die Institution der Sklaverei und verĂ€nderte die Haltung der Herren gegenĂŒber ihren Sklaven. Der Koran lehrt in vielen Versen, dass alle Menschen von einem einzigen Urahn abstammen und niemand die Überlegenheit fĂŒr seine Rasse, Staatsangehörigkeit oder soziale Schicht beanspruchen darf. Und den Unterweisungen des Propheten entnahmen die Muslime folgende Prinzipien, die fortan sowohl Gesetzen als auch der sozialen Norm als Grundlage dienten:

Wer auch immer seinen Sklaven tötet, soll selbst getötet werden. Wer auch immer seinen Sklaven einsperrt und ihn Hunger leiden lÀsst, soll selbst eingesperrt werden und Hunger leiden. Wer auch immer seinen Sklaven kastriert, soll selbst kastriert werden.[1]

Ihr seid Söhne Adams, und Adam war aus Lehm erschaffen.[2]

Ihr sollt wissen, dass kein Araber ĂŒber einem Nichtaraber steht, und dass kein Nichtaraber ĂŒber einem Araber steht; kein Weißer steht ĂŒber einem Schwarzen, und kein Schwarzer steht ĂŒber einem Weißem. Überlegenheit ergibt sich ganz allein aus Rechtschaffenheit und Gottesfurcht.[3]

Dieser barmherzigen Haltung war es zu verdanken, dass Menschen, die ihr ganzes Leben lang als Sklave gelebt hatten und in den Hadithen als arm und bescheiden beschrieben werden, den Respekt derjenigen genossen, die sich eines gehobenen sozialen Status‘ erfreuten.[4] Mit den Worten Meister Bilal, dem Abu Bakr die Freiheit schenkte...[5] verlieh Umar seiner WertschĂ€tzung in diesem Sinne Ausdruck.[6]

Der Islam fordert (anders als andere Kulturen), Sklaven als dem GefĂŒge universeller, menschlicher BrĂŒderschaft zugehörig zu betrachten und sie auch entsprechend zu behandeln. Der Prophet sagte:

Eure Diener und eure Sklaven sind eure BrĂŒder. Wer Sklaven hat, soll ihnen von dem, was sie essen und an Kleidung tragen, abgeben. Er soll sie nicht mit Arbeiten belasten, die ihre FĂ€higkeiten ĂŒbersteigen. Wenn ihr sie aber schon hart arbeiten lasst, empfehle ich euch dringend, ihnen zu helfen.[7]

Niemand von Euch sollte (wenn er jemanden vorstellt) sagen: „Dies ist mein Sklave.“ oder „Dies ist meine Sklavin.“. Er sollte sie ‚meine Tochter‘, ‚mein Sohn‘ oder ‚mein Bruder‘ nennen.[8]

Als Umar und sein Diener von Medina nach Jerusalem reisten, um dort die al-Aqsa Moschee unter ihre Kontrolle zu bringen, wechselten sie sich beim Reiten des Kamels ab. WĂ€hrend seiner Zeit als Staatsoberhaupt forderte Uthman seinen Diener vor den Augen der Öffentlichkeit auf, ihn an den Ohren zu ziehen, da er dies seinerseits auch ihm angetan habe. Abu Dharr, der den ersten Hadith wörtlich nahm, ließ seinen Diener die eine HĂ€lfte seiner Garderobe tragen, wĂ€hrend er selbst die andere HĂ€lfte trug. Anhand dieser Beispiele sollte den kommenden Generationen von Muslimen ein Verhaltensmuster an die Hand gegeben und deutlich aufgezeigt werden, dass auch ein Sklave ein vollwertiger Mensch ist, dessen BedĂŒrfnis nach Respekt, WĂŒrde und Gerechtigkeit sich nicht von dem anderer Menschen unterscheidet.

Diese konstruktive und positive Behandlung hatte notwendigerweise auch Folgen fĂŒr das Verhalten der Sklaven ihren Herren gegenĂŒber. Der Sklave behielt auch als Sklave seinen Status als Mensch, seine moralische WĂŒrde und einen Platz neben den anderen Mitgliedern der Familie seines Herrn. Wenn er (was wir spĂ€ter noch nĂ€her erlĂ€utern werden) seine Freiheit zurĂŒck erhielt, bestand er nicht unbedingt darauf, seinen frĂŒheren Herrn zu verlassen. Das Beispiel Zaid ibn Harith’s machte Schule: Obwohl der Prophet Muhammad, Friede sei mit ihm, Zaid die Freiheit geschenkt hatte und ihm die freie Wahl ließ, zog Zaid es vor, bei ihm zu bleiben. Herren und Sklaven waren durchaus in der Lage, sich gegenseitig als BrĂŒder anzusehen, da ihr Glaube ihnen half zu verstehen, dass die Unterschiede zwischen den Menschen auf Erden nicht mehr als eine vorĂŒbergehende Situation darstellen - eine Situation, die weder HochmĂŒtigkeit seitens der einen noch Verbitterung seitens der anderen rechtfertigte. DarĂŒber hinaus existierten auch strikte Prinzipien, denen Gesetze Geltung verschafften:

Wer seinen Sklaven tötet, der soll selbst getötet werden. Wer seinen Sklaven einsperrt und ihn Hunger leiden lÀsst, soll selbst eingesperrt werden und Hunger leiden.[9]

Solche Sanktionen ließen den Sklavenhalter Behutsamkeit walten. Daneben erfreute sich der Sklave auch des gesetzlich verankerten Rechts, Geld zu verdienen, Eigentum unabhĂ€ngig von seinem Herrn zu besitzen, seine Religion zu behalten und eine Familie sowie ein Familienleben mit den damit verbundenen Rechten und Pflichten zu haben. Die islamischen Gesetze und Normen garantierten jedoch nicht nur den Schutz der Persönlichkeit und ein gewisses Maß an materieller Sicherheit, sondern boten dem Sklaven eine noch viel wertvollere Perspektive - die Hoffnung und die Mittel, die Freiheit zu erlangen.

Die Freiheit des Menschen ist von Gott gegeben, d. h. sie ist der natĂŒrliche angemessene Zustand, der als Norm anzusehen ist. Ein Menschenleben ganz oder teilweise in diesen Zustand zurĂŒckzuversetzen, ist demnach eine sehr große Tugend. Den halben Körper eines Sklaven freizulassen, hieß, die HĂ€lfte des eigenen Körpers vor Vergeltung in der nĂ€chsten Welt zu bewahren. Die Freilassung des ganzen Körpers eines Sklaven wurde als eine Sicherheit fĂŒr den ganzen eigenen Körper betrachtet. Die Befreiung von Sklaven ist einer der GrĂŒnde, die im Islam das FĂŒhren eines Krieges rechtfertigen. Muslime werden durch ihren Glauben dazu ermutigt, Vereinbarungen zu treffen und VertrĂ€ge zu schließen, welche Sklaven in die Lage versetzen, nach Ablauf einer bestimmten Frist oder - so war es normalerweise - beim Tod des Besitzers Geld verdienen zu dĂŒrfen oder die Freiheit zugesprochen zu bekommen. NatĂŒrlich ging man davon aus, dass eine Freilassung ohne alle Auflagen die grĂ¶ĂŸte und wertvollste Anerkennung im Jenseits finden wĂŒrde. Es gab Gelegenheiten, bei denen sich ganze Gruppen von Menschen zusammenschlossen und eine große Anzahl von Sklaven kauften, die sie dann freiließen, um so das Wohlwollen Gottes zu erlangen.

Die Freilassung eines Sklaven war auch eine gesetzlich vorgeschriebene Wiedergutmachung fĂŒr bestimmte SĂŒnden oder die VernachlĂ€ssigung religiöser Pflichten wie zum Beispiel das Brechen eines Eides oder den Abbruch des Fastens: eine gute Gelegenheit, einen Fehler zu korrigieren oder aus der Welt zu schaffen. Der Koran fordert, dass jemand, der versehentlich einen GlĂ€ubigen getötet hat, einen glĂ€ubigen Sklaven freilĂ€sst und der Familie des Getöteten ein SĂŒhnegeld zahlt. (4:92) Der Mord an einem Menschen betrifft sowohl die Gesellschaft als auch die Familie des Opfers. Das SĂŒhnegeld ist eine teilweise Wiedergutmachung, die an die Familie des Opfers gezahlt wird. Die Freilassung eines Sklaven hingegen ist eine Rechnung, die zum Wohle der Gesellschaft beglichen wird - in dem Sinne, dass diese eine freie Person hinzu gewinnt. Einem lebenden Menschen die Freiheit zu schenken wurde so beurteilt, als wĂŒrde man den Toten zurĂŒck ins Leben bringen. Um die Freilassung von Sklaven zu erreichen, wurde sowohl privates als auch öffentliches Vermögen eingesetzt: Die Beispiele des Propheten und Abu Bakr’s sind hinlĂ€nglich bekannt. SpĂ€ter wurden insbesondere unter der Herrschaft von Umar ibn Abdul Aziz, öffentliche ‚Zakat‘- Fonds fĂŒr diesen Zweck verwendet.

Man mag einwenden: "Zwar hat der Islam im Umgang mit Sklaven Menschlichkeit eingefordert und deren Freilassung mit grĂ¶ĂŸtem Nachdruck angeregt. Und die Geschichte vieler verschiedener Völker der islamischen Welt zeigt uns in der Tat, dass Sklaven - teilweise sogar bevor sie freigelassen wurden - schnell in die Gesellschaft integriert wurden und Positionen bekleideten, die mit enormem Prestige und großer Macht verknĂŒpft waren. Und dennoch, wenn der Islam die Sklaverei als soziales Übel betrachtet, warum verboten dann weder der Koran noch der Prophet sie ohne Umschweife, sondern duldeten sie stillschweigend? Immerhin finden sich doch eine Reihe von sozialen Übeln, die bereits vor dem Islam existierten und die dieser gĂ€nzlich abzuschaffen versuchte: den Genuss von Alkohol etwa, das GlĂŒcksspiel, den Wucher oder auch die Prostitution.“

Vor Beginn des ĂŒblen europĂ€ischen Handels mit schwarzen Sklaven war die Sklaverei im Wesentlichen eine Randerscheinung der Kriege zwischen Völkern. Die Besiegten wurden zu Sklaven der Sieger. In der FrĂŒhzeit des Islam gab es kein verlĂ€ssliches System zum Austausch von Kriegsgefangenen. Es blieben also keine anderen Möglichkeiten, als

1. sie mit dem Schwert zu töten,
2. sie gefangen zu nehmen und in der Gefangenschaft fĂŒr ihr Wohlergehen zu sorgen,
3. ihnen zu erlauben, zu ihrem eigenen Volk zurĂŒckzukehren oder
4. sie als Teil der Kriegsbeute unter den Muslimen zu verteilen.

Die erste Option ist auf Grund ihrer Grausamkeit abzulehnen. Die zweite ist nur fĂŒr eine geringe Anzahl von Kriegsgefangenen und innerhalb eines begrenzten Zeitraums praktikabel, jedoch auch nur dann, wenn es die finanziellen Mittel erlauben. Diese Methode wurde natĂŒrlich praktiziert, wobei die Gefangenen gegen Lösegeld freigelassen wurden. Viele von ihnen waren jedoch so zufrieden mit ihrer Behandlung, dass sie Muslime wurden und die Fronten wechselten. Die dritte Option ist in Kriegszeiten nicht zu vertreten. FĂŒr eine allgemeine Anwendung kam also lediglich die vierte Option in Frage, aus der sich dann die vom Islam eingefĂŒhrten menschlichen Gesetze und Normen entwickelten, was de facto die Rehabilitierung der Kriegsgefangenen zur Folge hatte.

Dem Sklaven eines muslimischen Haushalts bot sich die Gelegenheit, die Wahrheit des Islam aus nĂ€chster NĂ€he kennen zu lernen. Eine entgegenkommende Behandlung und die Menschlichkeit des Islam einerseits, der Zugang zu vielen fĂŒr Muslime geltenden gesetzlich verankerten Rechten andererseits, vor allem aber die Aussicht auf Erhalt der Freiheit gewannen die Herzen der Sklaven. Tausende von rechtschaffenen Menschen ließen die Zahl jener bedeutenden und berĂŒhmten islamischen Persönlichkeiten anwachsen, deren gutes Vorbild spĂ€ter Sunna wurde - eine Norm fĂŒr Muslime, die ihnen nachfolgten. Imame wie zum Beispiel an-Nafi, der Lehrer Imam Maliks, und Tawus ibn Qaisan sind hier nur zwei Beispiele.

In der RealitĂ€t war das Leben als Sklave im Islam meistens nur ein vorĂŒbergehender Zustand. Im Gegensatz zur ĂŒblichen Praxis in der westlichen Zivilisation wurde die Sklaverei in islamischen LĂ€ndern nicht von Generation zu Generation vererbt: in einer sich immer weiter vertiefenden Spirale der Erniedrigung und Hoffnungslosigkeit, die die Hoffnung der Sklaven, ihrem Status bzw. ihrer Lage zu entkommen, zunichte machte. Im Gegenteil, Sklaven wurden in der muslimischen Gesellschaft als im Wesentlichen gleichrangig betrachtet. Ihnen wurde als Geschöpfen des Einen Schöpfers gestattet, sich ihre WĂŒrde zu bewahren, was sie auch taten. DarĂŒber hinaus besaßen sie auch einen permanenten Zugang zur Hauptströmung der islamischen Kultur und Zivilisation. Wie bereits festgestellt wurde, leisteten sie hierzu auch einen enormen Beitrag. In den westlichen Gesellschaften, in denen die Sklaverei weit verbreitet war, insbesondere in Nord- und SĂŒdamerika, leben die Nachfahren der Sklaven bis heute, noch Generationen nach ihrer offiziellen Freilassung, zum grĂ¶ĂŸten Teil in einer Art Subkultur oder Antikultur am Rande der Gesellschaft. Nur selten werden sie von der immer noch dominanten Gesellschaft toleriert, in der Regel hingegen werden sie verachtet.

Aber warum, so werden unsere Kritiker fragen, schenkten die Muslime nicht allen ehemaligen Gefangenen oder Sklaven die Freiheit, wenn sie sich bei ihren Eroberungen doch so sicher fĂŒhlten? Die Antwort stellt wiederum die RealitĂ€t, nicht irgendwelche Theorien in den Vordergrund. Die ehemaligen Gefangenen oder Sklaven besaßen ja weder die persönlichen und psychologischen noch die ökonomischen Mittel, die zum Aufbau einer gesicherten und ehrenhaften unabhĂ€ngigen Existenz erforderlich gewesen wĂ€ren. Wer dies bezweifelt, sollte sich einmal vor Augen fĂŒhren, welche Konsequenzen ihre unverhoffte Freilassung fĂŒr die Sklaven der frĂŒheren europĂ€ischen oder amerikanischen Kolonien hatte. Viele wurden ganz plötzlich in bittere Not gestĂŒrzt und von den einstigen Sklavenhaltern (die ihrerseits fĂŒr ihren Eigentumsverlust entschĂ€digt wurden) obdachlos und mittellos gemacht. Die frĂŒheren Besitzer der Sklaven weigerten sich, weiterhin Verantwortung fĂŒr diese zu ĂŒbernehmen. Es wurde ja bereits erwĂ€hnt, dass die ehemaligen Sklaven in den Gesellschaften, von denen sie so lange per Gesetz ausgeschlossen waren, nicht Fuß fassen, geschweige denn sich einen Namen machen konnten.

Im Gegensatz dazu ermunterte ein guter Muslim, der seinen Sklaven wie einen Bruder aufnahm, diesen dazu, fĂŒr seine Freiheit zu arbeiten. Er beachtete alle seine Rechte, half ihm bei der UnterstĂŒtzung seiner Familie, war ihm schon vor der Freilassung dabei behilflich, einen Platz in der Gesellschaft zu finden, und konnte sich sehr wohl mit einer Institution anfreunden, die ihm die Möglichkeit eröffnete, Gott eine Freude zu bereiten. Das beste Beispiel fĂŒr die Integration von Sklaven in die islamische Gesellschaft ist Zaid Ibn Harith. Er wurde im Haushalt des Propheten persönlich aufgezogen und spĂ€ter freigelassen. Er heiratete eine Frau von hohem Stande und wurde schließlich zum Befehlshaber eines muslimischen Heeres ernannt, in dem ebenfalls viele Menschen von edler Abstammung dienten. Die Liste der Beispiele ließe sich um viele Tausende erweitern, wenn man denn ĂŒber genĂŒgend Platz verfĂŒgen wĂŒrde.

Was die Haltung der Muslime gegenĂŒber der Sklaverei betrifft, so sind zwei Punkte besonders hervorzuheben: einer, der fĂŒr die Muslime selbst und ein zweiter, der fĂŒr die Sklaven und die nicht-muslimischen LĂ€nder von Bedeutung ist. Obwohl die Sklaverei im islamischen fiqh (der islamischen Gesetzeswissenschaft) eine eher nebensĂ€chliche Angelegenheit darstellt, eine Institution, die nach und nach reformiert werden sollte, bis sie im Gleichschritt mit den geistigen, kulturellen und sozialen Fortschritten im Laufe der Zeit ganz verschwindet, konnte man gelegentlich beobachten, dass sich einige Muslime, insbesondere gewisse muslimische Herrscher, auch weiterhin Sklaven hielten. DafĂŒr kann dem Islam jedoch kein Vorwurf gemacht werden, denn diese Praxis entsprang den spirituellen Defiziten von Muslimen, die den Islam in ihrem Leben nicht auf angemessene Art und Weise praktizierten. Der zweite Punkt ist der, dass Gewohnheiten einen Menschen dazu bewegen, eine zweite Persönlichkeit zu entwickeln. Nachdem Lincoln im 19. Jahrhundert die Sklaverei per Gesetz abgeschafft hatte, mussten viele Sklaven zu ihren Besitzern zurĂŒckkehren, weil sie bereits die Initiative und auch ihre FĂ€higkeit verloren hatten, sich frei zu entscheiden. Sie waren gar nicht in der Lage, ein Leben als freier Mensch zu fĂŒhren. Dieser psychologische Sachverhalt begrĂŒndet, warum Kriegsgefangene zunĂ€chst unter den Muslimen verteilt wurden: Nach ihrer Freilassung sollten sie ein wahrhaft islamisches gesellschaftliches Leben als freie Menschen in einer muslimischen Gesellschaft fĂŒhren und ihre vom Gesetz garantierten Rechte auch voll wahrnehmen können. Der Islam strebte danach, das Problem der Sklaverei schrittweise aus der Welt zu schaffen: Zuerst sollte den Sklaven ermöglicht werden, ihr wahres menschliches Bewusstsein und ihre IdentitĂ€t zu erkennen. Dann wurden ihnen islamische, menschliche Werte vermittelt und die Liebe zur Freiheit nahe gebracht. Wenn die Sklaven schließlich freigelassen wurden, stellten sie fest, dass ihnen alle Wege offen standen, um als Bauern, Handwerker, Lehrer, Wissenschaftler, Befehlshaber, Kommandanten oder hohe Beamte zu nĂŒtzlichen Mitgliedern der Gesellschaft zu werden.

Der Islam bemĂŒhte sich darum, die Institution der ‚individuellen Sklaverei‘ zu zerstören, wĂ€hrend er eine Versklavung von Völkern erst gar nicht ins Auge fasste oder betrieb. Als Muslim bete ich deshalb zu Gott, dass die versklavten, kolonisierten und unterdrĂŒckten Völker dieser Erde sich wahrer Freiheit erfreuen mögen.


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Jene, die alles im Reich der Materie suchen, haben ihre Intelligenz in die Augen gelegt. Und in den Dingen des Geistes ist das Auge blind. (Said Nursi)

Der Islam ist eine Lehre. Wenn jemand diese Lehre falsch auslegt, dann ist nicht der Islam dafĂŒr verantwortlich.



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Sklaverei im Islam

05.06.2004 um 05:53
Hast du um diese Zeit, an diesem Wochentag, in deinem Alter nix besseres zu tun, als wieder ReligionsbeweihrĂ€ucherung und Propaganda im Sinne des Islam zu betreiben (nein, ich hab nix besseres zu tun, mach gerade ĂŒberfĂ€lliges Daten Save auf Firmen PC und vernichte systematisch Bier dabei, prost).

Ich hab mir den C&P Beitrag nicht angetan, aber ich möchte sagen, daß es wirklich traurig ist, wenn all deine Gedanken nur noch zwanghaft um dieses eine Thema kreisen, dein ganzes Leben nur noch darauf ausgerichtet ist und es dich so gefangen hĂ€lt, daß du nur noch fanatisch missionarisch agieren kannst.

Ich persönlich bedaure das, weil ich glaube, daß du nicht auf den Kopf gefallen bist, aber sich dein Verstand leider immer nur im Kreis dreht, ohne diesen auch nur ein einziges Mal durchbrechen zu können.

Das erinnert mich immer an das berĂŒhmte Höhlengleichnis, aber wer in der Höhle sitzt wird nichts anderes akzeptieren und allen anderslautenden Meinungen genau dassselbe unterstellen; ergo wirst du ebenso argumentieren (weil du ja prinzipiell nicht auf den Kopf gefallen bist ).


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Sklaverei im Islam

05.06.2004 um 08:05
Du glaubst doch nicht ernsthaft das sich ein Mensch deinen dummern
Beitrag durchliest. Was gibts es das zu diskutieren.

Sklaverei ist scheisse und damit hat es sich.


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Sklaverei im Islam

05.06.2004 um 09:47
@killerkatze
nicht böse mit ihm sein er ist verwirrt.......

welcome in dallastown....


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Sklaverei im Islam

05.06.2004 um 13:28
@all

Dies ist ein religions Thread, und mann kann da rein schreiben will! Solange es mit religon oder Politik zu tun hat! Lightstorm schreibt es halt hier rein, weil einige Menschen denken oder behaupten das der Islam brutale sklaverei betrieben hat! Wenn man sich manche themen im Forum durchliest, wird man auf solche aussagen stoßen! Wenn es interessiert soll es lesen, wenn nicht soll er es sein lassen! Und nicht: " hast du nix besseres zun tun"... Da lass ihn doch mein gott, es gibt menschen die beschĂ€ftigen sich ihr lebenland mit solchen dingen! Sind die jetzt deiner meinung nach geistes gestört oder was? Das hast du zwar nicht direkt gesagt, aber mann kann es hinausinterpretieren...

Ich gehe diesen Weg weil ich ihn fĂŒr schöner halte, sage aber nicht dass dieser Weg der schönste und der einzige richtige weg ist...(Said Nursi)

Religion und Wissenschaft sind de facto zwei Seiten einer einzigen Wahrheit. Die Religion fĂŒhrt ‎den Menschen auf den wahren Pfad zur GlĂŒckseligkeit. Die Wissenschaft - wenn sie denn ‎richtig verstanden und angewandt wird - gleicht einer Fackel, die dem Menschen Licht spendet, ‎damit er eben diesem Pfad folgen kann. (F.GĂŒlen)



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Sklaverei im Islam

05.06.2004 um 13:29
das soll heissen,.. man kann da rein schreiben was man will

Ich gehe diesen Weg weil ich ihn fĂŒr schöner halte, sage aber nicht dass dieser Weg der schönste und der einzige richtige weg ist...(Said Nursi)

Religion und Wissenschaft sind de facto zwei Seiten einer einzigen Wahrheit. Die Religion fĂŒhrt ‎den Menschen auf den wahren Pfad zur GlĂŒckseligkeit. Die Wissenschaft - wenn sie denn ‎richtig verstanden und angewandt wird - gleicht einer Fackel, die dem Menschen Licht spendet, ‎damit er eben diesem Pfad folgen kann. (F.GĂŒlen)



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Sklaverei im Islam

05.06.2004 um 13:57
Hallo Leute!
Ich bin ein Mensch und ich habe diesen langen Beitrag gelesen. Und nichts in ihm gefunden, was ich nicht so in unzÀhligen historischen Werken - auch abendlÀndischer Autoren - gelesen habe. Die Sklaverei ist generell abzulehnen.
Punkt. Der Unterschied zwischen Sklaverei in der Geschichte islamischer und europÀischer Kulturen ist signifikant und in diesem Beitrag gut herausgearbeitet.
Auch Punkt. Was mir hier fehlt, ist die ErwĂ€hnung der Tatsache, daß arabische SklavenhĂ€ndler sich auch an der Sklavenjagd fĂŒr den europĂ€ischen Sklavenhandel beteiligten und daran verdienten. Und das EingestĂ€ndnis, daß der Mensch ein Mensch ist und deshalb all die schönen Beispiele leider auch in islamischen LĂ€ndern wohl eher die Ausnahme, als die Regel darstellen.
Es ist aber durchaus sinnvoll sich daran zu erinnern, daß Mameluken und Janitscharen Sklaven und gleichzeitig höchste WĂŒrdentrager sein konnten. Eine Form der Sklaverei, nach der sich europĂ€ische Lohnsklaven die Finger geschleckt haben dĂŒrften. In diesem Sinne ist @Lightstorms Beitrag fĂŒr mich zu verstehen. Missionieren könnte er mich nicht, da steht die Scharia vor und der Alleinanspruch auf Wahrheit, der in dieser Religion festgeschrieben ist. Toleranter gegenĂŒber AndersglĂ€ubigen waren die islamischen Staate frĂŒher allemal. Diese Einstellung Ă€ndert sich leider in den fundamentalistischen Kreisen und Staaten, die von Fundamentalisten gefĂŒhrt werden. Aber das ist ein anderes Thema.


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Sklaverei im Islam

05.06.2004 um 16:19
@Ligtstrom
Sklaverei gab es in fast allen Kulturen im Islam, Christentum, Judentum, bei den Indianern etc.

Wotan mit euch


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yo ehemaliges Mitglied

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Sklaverei im Islam

05.06.2004 um 16:31
@sonny
ich glaub, die ablehnung ist ausdruck der allgemeinen islamverdrossenheit im forum... und der tatsache, dass wir den alten ulti vermissen, der noch offen ĂŒber alles schrieb und nicht nur ĂŒber dinge, die mit dem islam zu tun haben. erweckt halt den eindruck der weltfremden besessenheit...
zudem hat er wenn ich mich nicht irre genau denselben beitrÀg schon in einen der islam-threads hineinkopiert...


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Sklaverei im Islam

06.06.2004 um 02:29
@yo

Ja da magst du vielleicht recht haben, aber sie es mal so...

vielleicht ist das ja ein zeichen an euch alle, ihr wart sozusagen" live "dabei, wie ein Mensch durch den Islam faszinierd wurde oder noch ist. Wenn ein Mensch ĂŒber eine sache faszinierd ist, will er immer darĂŒber sprechen ist doch normal oder?

Ich mein er war ja nicht immer so ,wie er jetzt ist oder? Das sagen zumindestens viele leute, aber ich finde es schön, das er den Islam richtig "studiert" hat. Denn nur wer fleißig ist und geduld hat, erkennt nur den wahren kern!

Er war mal so wie du, wie buddel vielleicht oder was weiss ich wer(aufkeinenfall KorbenDallas)...Und jetzt so,...er kennt beide seiten!

Ich gehe diesen Weg weil ich ihn fĂŒr schöner halte, sage aber nicht dass dieser Weg der schönste und der einzige richtige weg ist...(Said Nursi)

Religion und Wissenschaft sind de facto zwei Seiten einer einzigen Wahrheit. Die Religion fĂŒhrt ‎den Menschen auf den wahren Pfad zur GlĂŒckseligkeit. Die Wissenschaft - wenn sie denn ‎richtig verstanden und angewandt wird - gleicht einer Fackel, die dem Menschen Licht spendet, ‎damit er eben diesem Pfad folgen kann. (F.GĂŒlen)



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Sklaverei im Islam

06.06.2004 um 02:32
ErgÀnzt noch oben....

"das er den Islam richtig "studiert" hat, und noch studiert...das hört sich so an als wĂ€re er perfekt und wĂŒsste 100% genau bescheid...aber kein Mensch ist perfekt!

Ich gehe diesen Weg weil ich ihn fĂŒr schöner halte, sage aber nicht dass dieser Weg der schönste und der einzige richtige weg ist...(Said Nursi)

Religion und Wissenschaft sind de facto zwei Seiten einer einzigen Wahrheit. Die Religion fĂŒhrt ‎den Menschen auf den wahren Pfad zur GlĂŒckseligkeit. Die Wissenschaft - wenn sie denn ‎richtig verstanden und angewandt wird - gleicht einer Fackel, die dem Menschen Licht spendet, ‎damit er eben diesem Pfad folgen kann. (F.GĂŒlen)



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Sklaverei im Islam

06.06.2004 um 03:03
Ok, von mir aus könnt ihr auf "stur" setzen.
Aber wann immer jemand den Islam damit beschuldigt Sklaverei zugelassen zu haben, werde ich ihn immer diesen lang vors Gesicht knallen, und bevor er das nicht durchgelesen hat, werde ich auf ihn betrffent die Sklaverei nicht eingehen.


jafrael@

Das mit dem "stur" setzen galt nicht fĂŒr dich.

>>>Was mir hier fehlt, ist die ErwĂ€hnung der Tatsache, daß arabische SklavenhĂ€ndler sich auch an der Sklavenjagd fĂŒr den europĂ€ischen Sklavenhandel beteiligten und daran verdienten.<<<

- Es wĂ€re fĂŒr mich hilfreich wenn du dazu irgendein link hĂ€ttest.
Und du sagst es waren "Arabische" SklavenhÀndler. Waren dies aber Muslime ?.
Schließlich setzt man Araber heute mit Muslimen gleich. Und in welchen ausmaßen fand das statt ?. Denn es gab im Islamischen Reich immer welche die ĂŒberhaupt keine Muslime waren oder in vielen sachen unislamisch gehandelt haben.

>>>Und das EingestĂ€ndnis, daß der Mensch ein Mensch ist und deshalb all die schönen Beispiele leider auch in islamischen LĂ€ndern wohl eher die Ausnahme, als die Regel darstellen.<<<

- Nun man darf auch nicht erwarten, das jeder zweite Sklave eine angesehen hohe position erreichte. Aber das einige Sklaven hohes ansehen bekammen zeigt das im allgemeinen mit Sklaven gut umgegangen wurde.
Das war der unterschied zwischen dem EuropĂ€ischen Sklaven und den Islamischen. Der Islam erlaubte die Sklaverei nicht um etwa damit gewinn zu machen, nein es ging darum die Sklaven in die Geselschaft zu intergrieren, und dies gelang auch den Muslimen, und ihre arbeit kann man so verstehen das sie damit den preis dafĂŒr zahlten, fĂŒr die intergration in die Geselschaft.

Man muss es mal so sehen, die ganzen gefangenen im Krieg konnte man nicht frei lassen schließlich könnten sie wieder eingreifen.
Man könnte nun GefĂ€ngnise bauen und sie einsperren, das wĂŒrde Geld kosten und zudem wĂ€re es fĂŒr die gefangene einfach nuct negativ. Wenn man sie aber zu Sklaven macht, dann können sie sich positiv entwickeln. Sie lernen und habe neine umgebung, sie leben, im gegensatz im gefĂ€ngnis. Nur aber mĂŒssen sie halt arbeiten ob sie es wollen oder nicht, denn irgendwo muss auch die strafe sein. Daher finde ich dieses System sehr schön, der TĂ€ter wird bestraft und zugleich rehabilitiert und wieder in die Geselschaft intergriert.

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Der Islam ist eine Lehre. Wenn jemand diese Lehre falsch auslegt, dann ist nicht der Islam dafĂŒr verantwortlich.



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Sklaverei im Islam

06.06.2004 um 03:17
Link: www.amnesty-owl.de (extern) (Archiv-Version vom 09.11.2004)

@Lightstorm

Wir auf 'stur' stellen ? Ich glaube du vertauschst da grade was....


Ich habe demletzt ĂŒber arabische SklavenhĂ€ndler eine Doku gesehen....



Aber ich habe auch dies so kurzerhand im Web gefunden (bei weiteren recherechen viel mehr aber keine Zeit jetzt zu recherchieren...sollte aber ausreichen um dir vor Augen zu fĂŒhren das Araber sehr viel mit Sklaven gehandelt haben! Suche doch mal ĂŒber Google wenn es dir als wahren Muslim erlaubt ist irgendwas im Glauben zu hinterfragen) :

>>1899 Franzosen ziehen aus dem SĂŒdsudan ab. Der Gesamtsudan wird offiziell anglo-Ă€gyptisches Kondominium (bis 1955) Sklaverei und Sklavenhandel werden abgeschafft, aber die Araber handeln weiter mit Sklaven auf den MĂ€rkten des Mittleren Ostens. <<


Link:

http://www.amnesty-owl.de/Sudan/chronik.htm (Archiv-Version vom 09.11.2004)


(oben als externer Link nochmals)




Jetzt weis ich das ich nix weis...und du erst recht nicht!

Man benötigt viel Wissen um zu wissen das man nix weis. Bei vielen vermisst man dieses Wissen das sie wissen nichts zu wissen und somit nur denken zu wissen aber nicht wissen das sie das Wissen nicht wissen ........



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Sklaverei im Islam

06.06.2004 um 06:15
moin

cool, wie sich immer alle wiedertreffen.....


hallo zusammen

buddel

kein alkohol ist auch keine lösung
_____________________________
unter vorbehalt neutral



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yo ehemaliges Mitglied

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Sklaverei im Islam

06.06.2004 um 08:27
hallo sonny

"Ja da magst du vielleicht recht haben, aber sie es mal so...

vielleicht ist das ja ein zeichen an euch alle, ihr wart sozusagen" live "dabei, wie ein Mensch durch den Islam faszinierd wurde oder noch ist. Wenn ein Mensch ĂŒber eine sache faszinierd ist, will er immer darĂŒber sprechen ist doch normal oder? "

in grenzen ja, aber er ĂŒbertreibt es. es lĂ€sst ihn unglaubwĂŒrdig scheinen, da ein mensch, der sich nur fĂŒr eine sache zu interessieren scheint, auf die dauer einfĂ€ltig wirkt. frĂŒher schrieb er auch mal was lustiges oder in profanen threads, das machte ihn irgenwie sympathisch. der letzte beitrag dieser art war vor monaten, als ihm sein knie weh tat :-| ich sehe es so, wir haben ulti verloren, die gefahr besteht aber immer bei leuten, die prinzipiell aus einem islamischen umfeld kommen, z. b. aus dem tĂŒrkischen raum - selbst wenn sie hier lange weltlich lebten. ich finde es schade, er wollte physik studieren, wenn ich mich nicht irre. er schien auch das nötige interesse zu haben. wenn es so weiter geht, wird er stattdessen in einer koranschule enden... dabei denke ich, dass diese diskussionen hier schlecht fĂŒr ihn sind, denn wegen der kritik am islam meint er erst recht, sich bedingungslos vor diesen stellen zu mĂŒssen.



"Ich mein er war ja nicht immer so ,wie er jetzt ist oder? Das sagen zumindestens viele leute, aber ich finde es schön, das er den Islam richtig "studiert" hat. Denn nur wer fleißig ist und geduld hat, erkennt nur den wahren kern!"

er hat den islam richtig studiert?! er spricht ja nicht mal arabisch, wenn ich mich nicht irre. dabei wird vielen, die den koran kritisieren und damit recht zu haben drohen, vorgeworfen, sie wĂŒrden nur mit zitaten aus einer ĂŒbersetzung argumentieren, den wahren koran könne man nur im original verstehen. außerdem habe ich den eindruck, dass er in seiner faszination, wie du es nennst, auch ernsthafte und nicht auf die lĂ€cherlichmachung oder beleidigung des islam ausgelegte kritik, beiseite wischt mit ellenlangem, aber inhaltsleerem gewĂ€sch - so nach dem motto, den kritik spĂŒle ich mit worten weg, genau wie es der koran selbst meiner meinung nach tut (ja, ich habe den koran gelesen, wenn auch nur auf english). leider spricht er auch kein english, denn inzwischen ist leider das gros der sekundĂ€rliteratur zum islam nur auf englisch erhĂ€ltlich. z. b. gibt es eine umfangreiche, wissenschaftlich fundierte website zu den widersprĂŒchen und fehlern im koran. ich kenne keine vergleichbare seite auf deutsch oder gar tĂŒrkisch. ich habe weder zeit noch lust, hunderte von seiten zu ĂŒbersetzen. ehrlich gesagt, er sollte lieber zwei stunden weniger pro tag dem islam widmen und stattdessen englisch lernen. wĂŒrde ihm auch sonst nicht schaden, wenn er an seine zukunft denkt.



"Er war mal so wie du, wie buddel vielleicht oder was weiss ich wer(aufkeinenfall KorbenDallas)...Und jetzt so,...er kennt beide seiten!"

ich weiss nicht, wie buddel ist, aber so wie ich war er auch frĂŒher sicherlich nicht :-) er war immer schon extrem und rechthaberisch, war schon bei seinen ellenlangen physikthreads so. da meinte er noch, er mĂŒsse die ganze physik ĂŒber den haufen werfen, egal wie oft die wenigen mit guten physikkenntnissen hier ihm seine denkfehler erklĂ€rt haben...


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Sklaverei im Islam

06.06.2004 um 13:24
Hi, @Lightstorm!
Nein, "links" gibts von mir nicht. (weil ich das "linken" - noch - nicht kann) Aber Buchtipps. (Wenn ich Autor und Titel noch im Hirn habe - was nicht immer der Fall ist).

Aber das weiß ich:

Wenn die Katholische Kirche mir erklĂ€rt, daß alle Sauereien, die in der Vergangenheit von Katholiken begangen wurden, von Menschen begangen sein sollen, die nicht wirklich katholisch waren, dann krieg ich die Krise!
Und nun ersetzte "katholisch" durch "islamisch". NatĂŒrlich waren, oder verstanden sich, die SklavenhĂ€ndler des 17., 18., u. 19. Jahrhunderts als Muslime. Kannst Du jederzeit in jeder historischen Abhandlung nachlesen, die diese Theama aufgreift.
Ich habe in meinem Beitrag Deiner Sciht zugestimmt, was die Unterschiede europÀischen und islamischen Sklavenhaltens angeht
Aber, daß alle Muslime sozusagen aus Menschenliebe gehandelt hĂ€tte, wenn sie Sklaven hielten, das lieber @Lightstorm, glaubst Du doch selber nicht. Nun, ich weiß, es waren eben keine "echten" Muslime. Dann lies bitte wieder ab:
... Aber das weiß ich ...

Und wie weit islamische Politik von den jeweiligen Auslegungen des Koran geprÀgt, oder auch nicht geprÀgt wurde dazu hat der auch islamische Bassam Tibi in seinem Buch "Djihad und Heiliger Krieg" das notwendige gesagt.


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Sklaverei im Islam

06.06.2004 um 14:21
@Lightstorm
Du bist glaubwĂŒrdiger, wenn du deinen eigenen Mist schreibst. Schau dir meine Postings hier im Forum an. Da ist alles mein geistiges Eigentum. Das macht mich symphatisch. Wie auch meine Signatur unten.


Achtung! Dieser BĂŒrger ist aus dem Zoo ausgebrochen.


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Sklaverei im Islam

07.06.2004 um 12:39
Sklaverei im Islam !

WÀhrend seiner ganzen Geschichte und bis heute kennen die Gebiete islamischer Kultur den Sklavenhandel und die Sklaverei, sowohl mit schwarzafrikanischen als auch mit europÀischen Sklaven.
Erst in der jĂŒngsten Zeit (Saudi-Arabien 1972) wurde der Sklaverei offiziell abgeschafft, lebt im verborgenen sogar bis heute in nicht unerheblichem Maße weiter. Der Charakter der Sklaverei war aber ein anderer als etwa in der Antike oder in der neuen Welt.
Es handelte sich im wesenlichen um eine "Luxus"-Sklaverei, bei der entweder Sklavinnen den Harem erweiterten oder Sklaven, meist Eunuchen, als personliche Diener fungierten. Das ist auch der Grund warum z.B. heute nur an wenigen Stellen (meist in einsamen Oasen) eine Nachkommenschaft schwarzer Sklaven existiert. MĂ€nnlichen Sklaven wurde die Fortplanzung meist aufs brutalste verwehrt (Kastration) und Sklavinnen hatten nur Kinder mit ihren mehr oder minder weißen Herren.
Da in der islamischen Kultur fast nur die Abstammung ĂŒber die mĂ€nnliche Linie zĂ€hlt, konnten die Kinder von Sklavinnen höchste Positionen erlangen.
So waren fast alle spĂ€teren Kalifen Söhne von Sklavinnen. Selbst der GrĂŒnder der Dynastie der Saudis, 'Abd ul-'Aziz Ibn Sa'ud, der Vater des heutigen saudischen Königs, wusste deshalb nicht wer die Mutter seiner Mutter war (nĂ€mlich eine unbekannte Sklavin).
Besonders blonde kaukasische Sklavinnen waren sehr geschĂ€tzt und wurden bis zum ersten Weltkrieg gehandelt. So kam es, dass reiche einfussreiche Muslime oft fĂŒnfzig Söhne von vielen Frauen verschiedenster Herkunft hatten. Der so genannte "Laurence von Arabien" berichtet von einem Bad in einem Oasenteich nach einem langen WĂŒstenritt, wo junge eng verwande MĂ€nner aller erdenklichen Hautschattierungen nackt und munter und gleichberechtigt im Wasser planschten. Auch konnten Sklaven im Islam hohe politische und militarische Ämter erlangen, blieben aber persönliches Eigentum ihrer Besitzer. Manchmal gelang es diesen Sklavenkriegern aber die Macht zu erobern, wie den so genannten "Mamluken" von der Mitte des 13. Jahrhunderts bis 1517 in Ägypten.

Saudi-Arabien 1972 !

Noch Fragen ?

Alle Islam/Christen/Juden hatten Sklaven und haben daran verdient !



Niemals aufgeben !


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Sklaverei im Islam

04.08.2008 um 13:07
Wie bitte? Im Islam gibt es auch heute noch Sklaverei, informiert euch ĂŒber Google oder LĂ€nderinformationsseiten etc.
Mauretanien (20% der gesamten Bevölkerung sind sklaven! die meisten von denen sind weiße und Schwarze.Dabei sind SklavenhĂ€ndler dort muslime)
SUDAN!
unmenschliche sex Sklaverei gibt es außerdem in Iran und Saudi Arabien


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Sklaverei im Islam

05.08.2008 um 00:22
Es ist natĂŒrlich richtig, dass es im islamischen Kulturkreis Sklaven und SklavenmĂ€rkte gegeben hat. Der Sklavenhandel lief hauptsĂ€chlich ĂŒber den WĂŒstentransit in die nordafrikanischen StĂ€dte und ĂŒber das rote Meer in den Golf, auch Kaukasier, TurkstĂ€mmige und EuropĂ€er wurden versklavt.

Dies mit dem Islam zu erklĂ€ren, ist Unsinn. Diese Praxis in den muslimischen Reichen knĂŒpfte an gĂ€ngige Muster an - bsp. an das Eunuchentum, das es schon bei den Pharaonen und den Kopten gab.

Die islamischen Forderungen ĂŒber den Umgang mit den Sklaven, die Erleichterungen zur Freilassung bzw. die Möglichkeit, sich eigenes Vermögen anzueignen und sich damit freizukaufen, ja sogar die Möglichkeit, im Sklavenstatus hohes Ansehen zu gewinnen (als Gelehrte, MilitĂ€rsklaven) muss hier nicht noch einmal ausfĂŒhrlich erwĂ€hnt werden

In Europa war es nicht anders, dort hießen sie ab dem SpĂ€tmittelalter nur anders - "Leibeigene"

Als Leibeigener war man nichts anderes als in der Gewalt seines Herrn, und wenn dich dieser samt Familie oder alleine an einen anderen Herrn weitergab, dann handelte es sich um nichts anderes als um Sklavenhandel.
Der Unterschied bestand allerdings darin, dass aus der europÀischen Geschichte kein Fall eines Leibeigenen/Sklaven bekannt ist, der es zu einem hohen Rang und Ansehen gebracht hat -

Und dasss das System der SklavenmÀrkte zeitweise weniger ausgeprÀgt war,

aber dann mit dem Beginn des Kolonialismus in vorher nirgendwo dagewesenem Umfang und nirgendwo dagewesener RĂŒcksichtslosigkeit anschwellte


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Sklaverei im Islam

05.08.2008 um 00:25
Die Abschaffung der Sklaverei in den Kolonien v.a. durch die Briten hatten weniger humanitĂ€re als machtpolitische Motive. Dieses Thema wurde seinerzeit als Symbol der moralischen europĂ€ischen Überlegenheit in die Waagschale geworfen wie es heute bsp. mit der Frauenfrage geschieht.


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