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Thema Ostdeutschland

Thema Ostdeutschland

02.09.2009 um 09:32
Das, was man in der DDR Industrie nannte, waren planwirtschaftlich geführte Betriebe, die weder ökonomisch noch marktorientiert geführt wurden

Es waren Arbeitsplätze. Nenn mir doch mal die Notwendigkeit, warum man die Betriebe komplett plattmachen musste obwohl etliche für den Export produzierten, es also Abnehmer gab? Warum war es nicht möglich, die Betriebe den neuen Bedürfnissen anzupassen? Warum waren diese Betriebe nicht reformierbar? Warum gibt es komplette Stadtviertel, die aus Industrieruinen bestehen?


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frieder
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02.09.2009 um 09:39
@GilbMLRS


vielleicht liegt es daran das man den finanziellen aufwand derer reformierung der betriebe nicht einschätzen und somit mit auferlegung anderer oder gar keiner wirtschaftlichen reformen besetzen wollte


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02.09.2009 um 09:42
vielleicht liegt es daran das man den finanziellen aufwand derer reformierung der betriebe nicht einschätzen und somit mit auferlegung anderer oder gar keiner wirtschaftlichen reformen besetzen wollte

Vielleicht liegt es auch daran, dass man die Firmen für Spottpreise aufkaufen und meistbietend wieder ausverkaufen konnte um sich so ein zweites Loch in den Auspuff zu verdienen?


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02.09.2009 um 09:43
@GilbMLRS
Fahr mal in den Ruhrpott. Schau dir die Zechen an. Auch die sind nicht mehr wirtschaftlich un dwurden geschlossen. MIt der Industrie im Osten war es das gleiche: Kein Bedarf, zu hohe Investitionen.

Und wie ich schon sagte: Ich sehe auch noch genug ungleiche Verteilung, aber die Stammtischargumentation von der ach so lieblos weggeworfen Industrie des Ostens konnte ich so nicht stehen lassen.


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frieder
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02.09.2009 um 09:46
@ronnymue


ganz deiner meinung

man müßte schon mit dem bedarf des marktes gehen und manche hatten sich ja trotz nicht angepasster marktkriterien heraus kristallisiert


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02.09.2009 um 09:53
@frieder
Was mich im Nachhinein ärgert, ist eben die Schönmalerei der Parteien. Von wegen der Aufschwung wird schnell kommen. Das konnte nicht funktionieren.


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frieder
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02.09.2009 um 09:55
@ronnymue


eben, da man hier zwei unterschiedliche abnahmeprozesse vor sich hatte in der endproduktion , aber was blieb anderes übrig als die betriebe und deren arbeiter der freien marktwirtschaft zu überlassen ?


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02.09.2009 um 09:58
aber die Stammtischargumentation von der ach so lieblos weggeworfen Industrie des Ostens konnte ich so nicht stehen lassen.

Ah, da schimmert ne Killerphrase durch, lassen wir mal das Wort Stammtisch bei Seite und beschäftigen uns damit, was getan wurde, um ein arbeitsplatzmäßiges Ausbluten zu verhindern.

Im Westen existier(t)en gewaltige Industriezweige. Die scheinen auch gebraucht zu werden...die gabs im Osten aber auch...es war praktisch ein Pendant, ich glaub manchmal war sogar die Betriebsausstattung teilweise identisch....nunja auf jeden Fall leuchtet mir nicht ein, warum im einen Teil die Industrien benötigt wurden und im anderen Teil nicht. Ganz im Gegenteil, anstatt die Arbeitsplätze in den östlichen Teilen zu sichern, indem man dafür sorgte, dass die Betriebe da waren wo die Arbeiter waren, holte man die Arbeiter aus weit entfernten Gebieten in den Westen rein, was ja die Abwanderung prima belegt, dass die Stellen vorhanden sind/waren und demzufolge auch die Nachfrage für diese Leute existierte.

Hier in der Ecke kann ich nur von Zeiss und Schott als größere Unternehmen berichten, die die Wende überlebt haben und bei Zeiss wohl nur wegen der Reputation und dem hohen Wert für die Rüstungsindustrie. War ja damals schon strenger bewacht als so manches Gefängnis.

Andernorts allerdings sieht man ganze Viertel als ausgehöhlte Ziegelbauten. Fahr mal nach Zeitz...das is ne einzige ehemalige Fabrikhalle, wahrscheinlich die hässlichste Stadt in Deutschland.

Musst schon nen bisschen konkreter werden, wenn du mir einreden willst, dass es NICHT das Interesse der damaligen Polit- und Wirtschaftselite war, sich an der billigen Beute zu bereichern. Wie war das mit dem See und dem Unternehmen?


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02.09.2009 um 10:03
Letztendlich kann ich auch ne Massenentlassung zur Gewinnmaximierung als Erfordernis des Marktes deklarieren, welche Akzeptanz für solche Sachen existiert, das zeigte ja das Beispiel Nokia...auf einmal war das verwerflich, was 1990 die Regel war. Dass man nämlich x Leute auf die Straße setzt und ein Werk einfach mal zu macht. Da gingen die Leute auf die Straße, das ging durch die Medien....AUF EINMAL (und es war nur ein einziges popliges Werk). Im Falle 1990 aber wird argumentiert, dass es Erfordernisse des Marktes waren, da war das normal. Ja was denn nun? Entweder Werkschließungen aus ökonomischen Gründen sind unmoralisch und gehen durch die Medien oder sie sind erforderlich und gehören dazu, dann aber bitte nicht mal so und mal so.


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frieder
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02.09.2009 um 10:07
@GilbMLRS


ich glaub das ist in erster linie der wegfall der abnehmer die den rasanten absturz der ostdeutschen wirtschaft begründen .
gab zweifellos auch abnehmer im westen , aber die größten, so glaub ich waren im ostblock zu finden .
neue abnehmer mussten gefunden werden, westdeutsche firmen müßten in damaliger zeit unterboten werden mit angebot und nachfrage .
der markt war im westen deutschlands beständig und konnte meiner meinung nach nicht um einen weiteren teil des marktes aus dem osten so mir nix , dir nix, erweitert werden .
wie gesagt , freie marktwirtschaft , ob das nun die beste systemathik der wirtschaft ist , sei dahingestellt .


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datrueffel
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02.09.2009 um 10:12
Schon der Eingangsbeitrag zeigt doch die eigentlichen Probleme auf. So lange es in den Köpfen immer ein Ost- und Westdeutschland gibt wird sich nichts ändern. Mittlerweile sind ca. 20 Jahre vergangen und es wird noch immer von "neuen" und "alten" Bundesländern gesprochen bzw. vom Osten und vom Westen.

Wir sind ein Deutschland...nicht mehr und nicht weniger, aber das scheint sich bei 90% der Bevölkerung noch nicht in den Kopf gesetzt zu haben.

*blubb*


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02.09.2009 um 10:15
Erklärt für mich nicht, warum die Ruinen alle leer sind...für das Betriebskapital wurde kein Pfennig ausgegeben trotzdem wars hinterher woanders und der finanzielle Gegenwert in wessen Taschen?

In meinen Augen ne astreine Plünderung, wenn ihr mich fragt...das ganze Zeug war nicht umsonst Volkseigentum. Die Erlöse hätten eigentlich öffentlichen Zwecken zu Gute kommen müssen.


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frieder
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02.09.2009 um 10:15
naja geographisch gesehen darf man deutschland ja noch aufteilen , ....


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02.09.2009 um 10:21
Wir sind ein Deutschland...nicht mehr und nicht weniger, aber das scheint sich bei 90% der Bevölkerung noch nicht in den Kopf gesetzt zu haben.

Was erwarteste? Solang sich die Einheit in den Lohntüten nich durchsetzt, wird die sich auch in den Köpfen nich durchsetzen...


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Fabiano
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02.09.2009 um 10:25
Naja man spricht ja auch von Norddeutschland oder Süddeutschland... Oder darf man diese Unterscheidung auch nicht mehr machen?


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datrueffel
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02.09.2009 um 10:28
@Fabiano

Bei Nord- und Süddeutschland wird regional unterschieden, aber bei Ost- und Westdeutschland wird in den seltensten Fällen die regionale Trennung gemeint, daher kommt es meistens zur Dopplung mit "neuen" und "alten" Bundesländern.

*blubb*


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rockandroll
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02.09.2009 um 11:00
Und die Saupeisen sind in Bayern immer noch nicht sonderich beliebt


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02.09.2009 um 11:03
Wer redet denn von Bayern? Es geht um Deutschland.


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Fabiano
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02.09.2009 um 11:08
Und wie soll man dann diese Region nennen, wenn man weder Ostdeutschland, noch neue Bundesländer, noch Ex-DDR usw. sagen soll?


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02.09.2009 um 11:17
Am Liebsten wäre uns ja, ihr zählt die Namen der Bundesländer auf :D

Oder lasst euch neue Euphemismen einfallen. Blühende Landschaften oder so :D


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