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Sklaverei im Islam

417 Beiträge, Schlüsselwörter: Religion, Islam, Sklaverei
Heval
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Sklaverei im Islam

25.05.2010 um 13:15
@ alle

Wir reden hier über den Islam und die Sklaverei und nicht über Saudi-Arabien und Araber usw zu dieser Zeit.

Zu dieser Zeit, haben die ''Araber'' Sklaven besessen, diese Leute glaubten damals an rund 300 Götzen. Die Sklaven wurden wie Dreck behandelt.
Als der Islam dort aber her abgesandt wurde, wurden die Sklaven gleichgestellt durch die einige wenige Muslime zu dieser Zeit.
Die Muslime zu dieser Zeit hatten keine Sklaven mehr. Sie waren wie alle Muslime gleichgestellt.
Die Sklaven haben sich natürlich den Islam angeschlossen, wo sie das gleiche Essen, Kleidung und Rechte bekommen haben.

Guter Beispiel:

Wikipedia: Bilal_al-Habaschi

Bilal al-Habaschi (mit vollständigem Namen Bilal ibn Rabah, ‏بلال بن رباح الحبشي ‎ / Bilāl b. Rabāḥ al-Ḥabašī) war einer der Gefährten (sahaba) des Propheten Muhammad, des Begründers des Islam. Er stammte wahrscheinlich aus Ostafrika und war Sklave Umayya ibn Chalafs. Er gehörte zu den in Mekka geborenen Fremden nicht-arabischer Abstammung (muwallad).

So und wenn jemand sich das bei Wikipedia durchliest stößt er auf das hier:

Er wurde ein enger Vertrauter und Diener des Propheten.

Diener? Sklave! - Nein meine Freunde.

Die Menschen zu dieser Zeit haben Hz.Muhammed (s.a.w) geliebt.
Jeder war bereit freiwillig sein leben für ihn zu lassen. Wenn er etwas gesagt hat, wollte es jeder freiwillig machen. Schließlich war er der Gesandte von Allah.
Und man war dankbar für ihn. Es war eine ehre für jemanden etwas für den Propheten zu machen, dass natürlich nichts heißt das er nichts gemacht hat.
Er hat in Medina mit geholfen die erste Moschee zu bauen etc. und man wollte (die Anhänger des Islams) nicht das er hilft, Sie würden es machen, er bestand aber drauf und half.


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Sklaverei im Islam

25.05.2010 um 13:16
jimmybondy@

Nach klassischer Interpretation sieht der Koran Menschen, welche rechtlich im Besitz eines anderen Menschen sind ("was eure rechte (Hand) besitzt") als normal an, appelliert allerdings zu gutem Umgang mit ihnen (4, 35: Übt Güte gegen eure Eltern, Verwandten, Waisen, Armen, Reisenden, nahen und fernen Nachbarn UND WAS EURE RECHTE (HAND)BESITZT.

Sklaven freizulassen oder freizukaufen galt in der frühislamischen Gesellschaft als gute Tat zw. Sühneleistung.

Meiner Meinung nach verwendet der Koran nicht umsonst nicht einen unscharfen Begriff wie Sklave, Diener, Knecht oder Unfreier, sondern "was eure rechte (Hand) besitzt" oder anders übersetzt "was ihr von Rechts wegen besitzt".

Davon ausgehend kann man jede Form von massivem Machtgefälle unter dieser historisch auf den Sklavenstand bezogenen koranische Formulierung verstehen.

Viele Koranverse haben eine historisch- rechtlich konkrete Bedeutung, welche sich aber alleine durch den Wortlaut weiter interpretieren lässt.

An diese Punkt kommt der Streit zwischen Traditionalisten und Progressivisten ins Rollen ;)


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Sklaverei im Islam

25.05.2010 um 13:21
@DahamImIslam

Der wesentliche Punkt scheint mir ja derhier:


Im Jahre 1963 schaffte Saudi-Arabien als eines der letzten islamischen Länder die Sklaverei offiziell ab. (wiki)

Was nun manche Traditionalisten betrifft welche die Sklaverei im Islam auch heute noch und auch hier auf allmy als was positives darstellen, denen möchte ich mit dem Link widersprochen haben.


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Valentini
ehemaliges Mitglied

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Sklaverei im Islam

25.05.2010 um 13:27
@Heval
(...)Wie aber steht denn der Islam zur Versklavung von Menschen? Hatte der Prophet wirklich die Absicht, die zu seiner Zeit weit verbreitete Praxis der Sklaverei schrittweise auszurotten, oder ging es ihm vielmehr darum, die stoßendsten und entwürdigendsten Formen zu mildern? Chebel hält ausdrücklich fest, dass die koranischen Textstellen, in der von Sklaverei die Rede ist, der Tendenz nach erstaunlich „sklavenfreundlich“ sind. So wird etwa die Freilassung von Sklaven als „gottgefälliges Werk“ ausdrücklich empfohlen, die Versklavung von Muslimen – und im Prinzip auch von Angehörigen der anderen Buchreligionen – hingegen klar untersagt.

Dennoch weist die Haltung des Propheten zum Phänomen der Sklaverei nach Auffassung von Chebel eine beträchtliche Ambivalenz auf. Denn da sind auch Textstellen, welche eindeutig auf eine gottgegebene Hierarchie zwischen „Herr“ und „Knecht“ hinweisen, und die Versklavung von Nichtmuslimen gilt im Rahmen von Kriegen und Razzien ausdrücklich als legitim. Schwer wiegt aber vor allem der Umstand, dass sich die eher „sklavenfreundliche“ Position des Propheten in den darauffolgenden Jahrhunderten nie wirklich durchsetzen konnte. Die Gründe sieht Chebel in erster Linie darin, dass die Befreiung von Sklaven „kein starkes Leitmotiv“ des Korans und auch keine Verpflichtung für die Gläubigen darstellte. Vielmehr blieb es allein der persönlichen Initiative und dem guten Willen eines Sklavenhalters überlassen, ein „gottgefälliges Werk“ zu unternehmen.

Die islamische Rechtsprechung sei bezüglich der Haltung von Sklaven stets „unklar, mehrdeutig und teilweise widersprüchlich“ gewesen, schreibt Chebel, und sie habe in der Praxis „absolutistische Potentaten, reiche Händler und Feudalherren aller Kategorien“ nie davon abgehalten, sich mit so viel Sklaven zu umgeben, wie sie es wünschten. „Auf solche Weise ist die Sklaverei von Dynastie zu Dynastie zu einem muslimischen Faktum geworden“, hält Chebel fest. Zwar hätten die religiösen Autoritäten in der Geschichte des Islam ab und zu gewisse Vorbehalte gegenüber der gängigen Praxis der Sklaverei geäußert, doch seien sie damit auf taube Ohren gestoßen.

Das Fazit ist klar: Die in den Anfängen des Islam durchaus spürbare emanzipatorische Tendenz hat sich in den folgenden Jahrhunderten nie durchsetzen können, sondern einer weitgehenden Akzeptanz der Sklaverei Platz gemacht. Es sei eines der „ernüchterndsten und traurigsten Resultate“ seiner Recherche gewesen, dass selbst herausragende islamische Gelehrte sich dazu hergegeben hätten, die Sklaverei zu kodifizieren. „Das bedeutet, dass die gegenüber diesem Übel nicht neutral war“, schreibt Chebel. „Statt die Wurzeln der Sklaverei anzugehen, nämlich die Gier der Sklavenhändler und die kriminelle Lässigkeit der Eigentümer, hat sie ihnen die juristischen Mittel beschafft, um einen Handel zu praktizieren, der dadurch beinahe gewöhnlich, banal und unverfänglich wurde. “...
http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/geduldet_verdraengt_und_beschoenigt_1.1095056.html


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Sklaverei im Islam

25.05.2010 um 13:30
Glaube der wesentliche Punkt ist dass alles immer aus dem Zusammenhang heraus so prässentiert wird dass es passt. Und damit mein ich nun nicht irgendwelche Basher, sondern einfach alle. Mich inklusive.


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Sklaverei im Islam

25.05.2010 um 13:33
Glaube bzw Religion, ist nun mal etwas persönliches. Das lässt sich nicht diktieren oder verbieten. Ja klar lässt es sich doch. Ist jedoch der Grund für all die Streitigkeiten. Die Leute greifen sich gegenseitig an die geistigen Nüsse.
Dabei sollte nur das menschliche zählen, weil das verbindet uns und schohnt die Nüsse.


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Valentini
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Sklaverei im Islam

25.05.2010 um 13:34
@Glünggi

Wo sollen wir den kontextabhängig anfangen, bei Adam und Eva als Sklaven Gottes?


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Sklaverei im Islam

25.05.2010 um 13:42
Wo wir anfangen sollten ist doch klar. Sind Member gleich welcher Konfession anwesend welche die Sklaverei begrüßen?

Mit Ihnen sollten wir Alle die anderer Meinung sind diskutieren.


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Valentini
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Sklaverei im Islam

25.05.2010 um 13:46
@jimmybondy

Du fragst jetzt also nach einem Outing der Befürworter, die sich dadurch nur sofort dem Ausschluss des Forums sicher sein könnten...Hmm, macht irgendwie nicht wirklich Sinn, oder?


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Sklaverei im Islam

25.05.2010 um 13:55
@Valentini
Ich leg es mir so zurecht dass eine Vater - Kind Beziehung entsteht, statt der Gott - Sklave Beziehung.


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Sklaverei im Islam

25.05.2010 um 13:59
@Valentini

Diese Gefahr sehe ich für die Betreffenden eigentlich nicht, aber ich hatte eh gehofft, das sich kein Befürworter findet. ^^


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Sklaverei im Islam

25.05.2010 um 14:13
@jimmybondy

Was meinst Du wohl wieviele potenzielle Sklavenhalter es gäbe, wäre dies legal.
Man erinnere sich an Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter in deutsche Betrieben und Haushalten zwischen 1939 und 1945. Oder an die Familien, die sich heutzutage und hierzulande "Familienhilfen" aus Osteuropa halten, Au-Pair-Mädchen oder gleich illegale AusländerInnen im Betrieb, im Haushalt oder im Bett beschäftigen.


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Sklaverei im Islam

25.05.2010 um 15:08
@Doors

Ich war die Tage erstaunt im TV zu sehen wie China gute Geschäfte in Afrika macht.

Sie bauen da die modernsten Wasserfilteranlagen und so einiges mehr.

Die Arbeiter welche eingesetzt werden kommen aus China, werden gleich mit impotiert.

Bei diesen Arbeitern handelt es sich jedoch um Gefangene!

In der Repotage ging es darum das junge Afrikaner die gegenwärtige Entwicklungshilfe anprangern und am liebsten gleich ganz abschaffen würden.

Die Sache sei eine Fortführung des Kolonialismus mit anderen Mitteln und es war ein sehr bemerkenswerter Bericht.

Insofern ist mir schon klar das es genug potentielle Sklavenhalter gab und auch gibt.

Dies jedoch auch noch religiös zu legitimieren ist aber doch heutzutage eher selten, oder?

Ach so sicher bin ich mir da nicht, schade das ich User owais nicht mehr fragen kann. ^^


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_Navi
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Sklaverei im Islam

26.05.2010 um 16:06
Schöner Beitrag. Kristallisiert die Unterschiede der Mentalitäten deutlich heraus.


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gentulio
ehemaliges Mitglied

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Sklaverei im Islam

30.04.2019 um 21:23
Dies zur besonderen Rolle von Sklaverei im Form als Konsum.
Sklaven im Islam richteten sich vor allem an den Dienstleistungssektor - Konkubinen und Köche, Träger und Soldaten -, wobei die Sklaverei selbst in erster Linie eine Form des Konsums und nicht ein Produktionsfaktor ist[2] Der aufschlussreichste Beweis dafür ist das Geschlechterverhältnis; unter den schwarzen Sklaven, die im islamischen Reich über die Jahrhunderte gehandelt wurden, gab es etwa zwei Frauen pro Mann.
Als Ursache wird das Verständnis im Koran von Frauen als Ware, i.e. Sexualgüter.
Das islamische Recht basiert in erster Linie auf dem Koran. Aufgrund der Schreibweise gibt es "eine allgemeine Akzeptanz von Frauen und Mädchen als Sexualgüter" und dass Sklavinnen von ihren Herren befreit und geheiratet werden könnten (Sexualethik und Islam... 40). Darüber hinaus wurde diese Interpretation des Korans oft als ein wichtiger Faktor bei der Gestaltung des muslimischen Denkens über Sex und Ehe angesehen.
Wikipedia: History_of_slavery_in_the_Muslim_world

Dass dies in einigen Gesellschaften mit islamischer Mehrheitsbevölkerung bis heute anhält bzw. es eingeführt würde, ist eine Besonderheit (auch heutiger) islamischer Gesellschaften.

Die Behauptung, dass dies alles schon Hunderte Jahre her ist, greift leider nicht. Auf Druck der Kolonialmächte schafften einige islamische Staaten die Sklverei erst Mitte des 20. Jahrhunderts ab.
Sklavenmärkte wie etwa jener in Sansibar, der vor allem die Emirate Arabiens belieferte und erst von den Briten geschlossen wurde, oder solche in Zentralasien hielten sich bis ins späte 19. Jahrhundert. Noch zu Anfang des 20. Jahrhunderts berichteten Orientreisende wie Christiaan Snouck Hurgronje über den Sklavenmarkt in Mekka.[4] Saudi-Arabien schaffte erst 1963 die Sklaverei offiziell ab.[23]
Über die Jahrhunderte waren der Sklavenhandel und die Sklavenarbeit wichtige Wirtschaftsfaktoren in der islamischen Welt. Sie wurde erst durch die kolonialistische Einflussnahme der europäischen Staaten, die sich ab dem frühen 19. Jahrhundert bemerkbar machte, schrittweise in den meisten muslimischen Staaten abgeschafft.[1] Bis heute existieren aber in einzelnen islamischen Ländern sklavereiähnliche Rechtsverhältnisse fort.
Inhaltsverzeichnis
Wikipedia: Sklaverei_im_Islam

Es ist richtig, dass auch in anderen Zivilisationen Sklavenhandel betrieben wurde und in anderen Zivilisationen bis heute sklavenähnliche Verhältnisse anzutreffen sind. Hier geht es aber um Sklaverei im Islam.


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