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Sklaverei im Islam

417 BeitrĂ€ge, SchlĂŒsselwörter: Religion, Islam, Sklaverei

Sklaverei im Islam

08.08.2008 um 03:41
Zitat von informerinformer schrieb:lso ich finde das echt stark das man so einen Weitblick hatte , und das noch zu einer Zeit als jeder einzelne dachte er wĂ€re der klĂŒgste
Sag mal, wovon redest du?
Vor dem Erscheinen des Islam (und auch des Christentums) waren die Menschen viel toleranter ,was andere Religionen bzw. GlaubensĂŒberzeugungen anging


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Sklaverei im Islam

08.08.2008 um 10:27
@Aldebran

Beweise, Faken?


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Sklaverei im Islam

08.08.2008 um 15:09
Ich bin wieder mal erstaunt, was fĂŒr menschensverachtende Stellen der Islam bietet. Mit euren Geschichten, wo die Sklaven als vollwertige Menschen dargestellt werden, könnt ihr nur kleine Kinder ĂŒberzeugen. NatĂŒrlich mag es 10-20 Sklavenhalter gegeben haben, die auch ihre Sklaven gut behandelt haben. Aber ihr glaubt doch selber nicht, dass die ĂŒbrigen tausenden SklavenhĂ€lter immer zimperlich mit ihren Sklaven umgingen. Wie kann man nur so etwas unmenschliches wie das Sklaventum unterstĂŒtzen und es relativieren. An euren BeitrĂ€gen bestĂ€tigt sich nur die Aussage von Karl Marx "Religion ist Opium fĂŒr das Volk" vollkommen! Ihr duldet ein Verbrechen, weil euch das Diesseits völlig egal ist und redet den Opfern ein, dass ihnen in einem nĂ€chsten Leben, was es nicht geben wird, schon was besseres erwarten wird.


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Sklaverei im Islam

08.08.2008 um 15:19
Es könnten jederzeit Kolonialisten den Koran dafĂŒr ausnĂŒtzen, die industrielle Sklaverei in islamischen LĂ€ndern einzufĂŒhren, der Koran legitimiert das ja, da nĂŒtzt es nicht, wenn irgendwelche Gutmenschen sich dagegen wehren. Alles was der Koran schreibt ist nach dem islam. Gesetz richtig.


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Sklaverei im Islam

08.08.2008 um 15:25
Wie kommt es, dass der Islam als eine Religion, die Gott zum Wohl ‎der Menschheit offenbart hat, die Sklaverei billigt?


Diese Frage birgt historische, soziale und psychologische Dimensionen in sich, die wir sorgfĂ€ltig ergrĂŒnden mĂŒssen, wenn wir zu einem zufrieden stellenden Ergebnis gelangen wollen.
ZunĂ€chst einmal ist es nĂŒtzlich, uns in Erinnerung zu rufen, warum man mit einer solchen Abscheu an die Institution der Sklaverei zurĂŒckdenkt. Bilder der brutalen Misshandlung von Sklaven insbesondere im antiken Rom und in Ägypten rufen Trauer und außerordentliche EntrĂŒstung hervor. Aus diesem Grunde ist unsere Vorstellung von Sklaven selbst nach so vielen Jahrhunderten auch heute noch von MĂ€nnern und Frauen geprĂ€gt, die Steine zu den Pyramiden schleppen und beim Bauvorgang wie Mörtel verbraucht bzw. in öffentlichen Arenen zur Belustigung ihrer Besitzer wie kĂ€mpfende wilde Tiere zur Schau gestellt werden. Unser Bild von Sklaven ist das von Menschen, die erniedrigende Joche und Ketten um den Hals tragen.

In jĂŒngerer Zeit waren es die westeuropĂ€ischen Staaten, die Sklaverei in gewaltigem Ausmaß betrieben. Die Barbarei und BestialitĂ€t des Sklavenhandels spottete jeder Beschreibung. Im Wesentlichen wurden Afrikaner gehandelt, die ĂŒber die Meere gebracht, in speziell fĂŒr diesen Zweck entworfene Schiffe verfrachtet und wie Vieh betrachtet und behandelt wurden. Die Sklaven wurden gezwungen, ihre Namen zu Ă€ndern und ihre Religionen und Sprachen aufzugeben. Sie besaßen keine Hoffnung auf Freiheit, mussten hĂ€rteste Arbeiten verrichten oder wurden zu Fortpflanzungszwecken missbraucht - auch hier die Parallele zum Vieh. Geburten zelebrierten sie, als handele es sich um TodesfĂ€lle. Es ist schwer vorstellbar, wie Menschen ihre Mitmenschen in einem solchen Licht sehen, geschweige denn sie auf diese Art und Weise misshandeln konnten. Nichtsdestotrotz entsprechen diese Behauptungen der Wahrheit: Es gibt eine Menge beweiskrĂ€ftiger Dokumente, die zeigen, wie zum Beispiel KapitĂ€ne ihre menschliche Fracht ĂŒber Bord warfen, um dann fĂŒr ihren Verlust Schadensersatz einzuklagen. Sklaven besaßen vor dem Gesetz keinerlei Rechte, nur Pflichten. Ihren Besitzern hingegen stand das uneingeschrĂ€nkte Recht zu, so ĂŒber sie zu verfĂŒgen, wie sie es wĂŒnschten. BrĂŒder und Schwestern, Eltern und Kinder wurden auseinander gerissen, oder ,durften' zusammen bleiben - ganz so wie es dem EigentĂŒmer gerade passte bzw. seinen wirtschaftlichen Interessen entsprach.

Nachdem Jahrhunderte furchtbarer UnterdrĂŒckung die westeuropĂ€ischen Nationen durch die Ausbeutung von BedarfsgĂŒtern wie Zucker, Baumwolle und Kaffee reich gemacht hatten, schafften sie die Sklaverei ab - zunĂ€chst nur den Handel, dann die ganze Institution - und gratulierten sich selbst zu dieser Tat. Ein wichtiger Punkt ist an dieser Stelle anzumerken: Als die EuropĂ€er die Sklaverei abschafften, waren es die Sklavenbesitzer, die entschĂ€digt wurden und nicht die Sklaven. Mit anderen Worten: Die Einstellung gegenĂŒber den Mitmenschen, die deren Misshandlung erst ermöglichte, hatte sich nicht geĂ€ndert. Nach der Abschaffung der Sklaverei dauerte es nicht lange, da wurde Afrika von den EuropĂ€ern direkt kolonisiert. Dies hatte fĂŒr die Afrikaner Folgen, die nicht weniger furchtbar waren als die Sklaverei. Weil sich das Verhalten gegenĂŒber Nicht-EuropĂ€ern bis heute - wenn ĂŒberhaupt - nur geringfĂŒgig verĂ€ndert hat, sind deren soziale und politische Lebensbedingungen die von minderwertigen Menschen; selbst dann, wenn sie als MitbĂŒrger unter EuropĂ€ern und ihren Nachkommen leben. Erst seit wenigen Jahrzehnten stellen die anthropologischen Museen in den großen HauptstĂ€dten der westlichen LĂ€nder die Knochen und ausgestopften Körper von Sklaven nicht lĂ€nger zur öffentlichen Belustigung aus. Ausstellungen dieser Art waren zuvor nicht von ĂŒblen Außenseitern organisiert worden, sondern von der Elite - von Wissenschaftlern, Doktoren, Gelehrten und Vertretern des HumanitĂ€tsgedankens.

Kurz gesagt: Das Herz des Menschen strĂ€ubt sich nicht allein gegen die Institution der Sklaverei, sondern vor allem gegen die Unmenschlichkeit, die diese aufrechterhĂ€lt. Wenn zwar die Institution formal nicht mehr besteht, die Verhaltensweisen aber schon, dann hat die Menschheit - wenn ĂŒberhaupt - nicht viel erreicht. Die Sklaverei wurde von kolonialer Ausbeutung abgelöst, die ihrerseits durch die Ketten unertrĂ€glicher kaum zurĂŒckzahlbarer internationaler Schulden ersetzt wurde: Nur die Sklaverei ist verschwunden, ihre Strukturen der Unmenschlichkeit und Barbarei behaupten weiterhin fest ihren Platz. Bevor wir uns nun der islamischen Perspektive zum Thema Sklaverei zuwenden, wollen wir uns einen Namen in Erinnerung rufen, der selbst unter WesteuropĂ€ern einen guten Ruf genießt: Harun ar-Raschid (FĂŒnfter Kalif, Amtszeit 786-809). Ich möchte daran erinnern, dass dieser Mann, der Macht ĂŒber alle Muslime besaß und von ihnen auch anerkannt wurde, der Sohn eines Sklaven war. Er ist nicht das einzige Beispiel. Sklaven und ihre Kinder genossen innerhalb des islamischen Systems sowohl auf kulturellem als auch auf politischem Gebiet Prestige, AutoritĂ€t, Respekt und (eine Art) Freiheit. Wie war das möglich?

Der Islam reformierte die Institution der Sklaverei und verĂ€nderte die Haltung der Herren gegenĂŒber ihren Sklaven. Der Koran lehrt in vielen Versen, dass alle Menschen von einem einzigen Urahn abstammen und niemand die Überlegenheit fĂŒr seine Rasse, Staatsangehörigkeit oder soziale Schicht beanspruchen darf. Und den Unterweisungen des Propheten entnahmen die Muslime folgende Prinzipien, die fortan sowohl Gesetzen als auch der sozialen Norm als Grundlage dienten:

Wer auch immer seinen Sklaven tötet, soll selbst getötet werden. Wer auch immer seinen Sklaven einsperrt und ihn Hunger leiden lÀsst, soll selbst eingesperrt werden und Hunger leiden. Wer auch immer seinen Sklaven kastriert, soll selbst kastriert werden.[1]

Ihr seid Söhne Adams, und Adam war aus Lehm erschaffen.[2]

Ihr sollt wissen, dass kein Araber ĂŒber einem Nichtaraber steht, und dass kein Nichtaraber ĂŒber einem Araber steht; kein Weißer steht ĂŒber einem Schwarzen, und kein Schwarzer steht ĂŒber einem Weißem. Überlegenheit ergibt sich ganz allein aus Rechtschaffenheit und Gottesfurcht.[3]

Dieser barmherzigen Haltung war es zu verdanken, dass Menschen, die ihr ganzes Leben lang als Sklave gelebt hatten und in den Hadithen als arm und bescheiden beschrieben werden, den Respekt derjenigen genossen, die sich eines gehobenen sozialen Status' erfreuten.[4] Mit den Worten Meister Bilal, dem Abu Bakr die Freiheit schenkte...[5]verlieh Umar seiner WertschÀtzung in diesem Sinne Ausdruck.[6]

Der Islam fordert (anders als andere Kulturen), Sklaven als dem GefĂŒge universeller, menschlicher BrĂŒderschaft zugehörig zu betrachten und sie auch entsprechend zu behandeln. Der Prophet sagte:

Eure Diener und eure Sklaven sind eure BrĂŒder. Wer Sklaven hat, soll ihnen von dem, was sie essen und an Kleidung tragen, abgeben. Er soll sie nicht mit Arbeiten belasten, die ihre FĂ€higkeiten ĂŒbersteigen. Wenn ihr sie aber schon hart arbeiten lasst, empfehle ich euch dringend, ihnen zu helfen.[7]

Niemand von Euch sollte (wenn er jemanden vorstellt) sagen: „Dies ist mein Sklave. oder „Dies ist meine Sklavin.". Er sollte sie ,meine Tochter', ,mein Sohn' oder ,mein Bruder' nennen.[8]

Als Umar und sein Diener von Medina nach Jerusalem reisten, um dort die al-Aqsa Moschee unter ihre Kontrolle zu bringen, wechselten sie sich beim Reiten des Kamels ab. WĂ€hrend seiner Zeit als Staatsoberhaupt forderte Uthman seinen Diener vor den Augen der Öffentlichkeit auf, ihn an den Ohren zu ziehen, da er dies seinerseits auch ihm angetan habe. Abu Dharr, der den ersten Hadith wörtlich nahm, ließ seinen Diener die eine HĂ€lfte seiner Garderobe tragen, wĂ€hrend er selbst die andere HĂ€lfte trug. Anhand dieser Beispiele sollte den kommenden Generationen von Muslimen ein Verhaltensmuster an die Hand gegeben und deutlich aufgezeigt werden, dass auch ein Sklave ein vollwertiger Mensch ist, dessen BedĂŒrfnis nach Respekt, WĂŒrde und Gerechtigkeit sich nicht von dem anderer Menschen unterscheidet.

Diese konstruktive und positive Behandlung hatte notwendigerweise auch Folgen fĂŒr das Verhalten der Sklaven ihren Herren gegenĂŒber. Der Sklave behielt auch als Sklave seinen Status als Mensch, seine moralische WĂŒrde und einen Platz neben den anderen Mitgliedern der Familie seines Herrn. Wenn er (was wir spĂ€ter noch nĂ€her erlĂ€utern werden) seine Freiheit zurĂŒck erhielt, bestand er nicht unbedingt darauf, seinen frĂŒheren Herrn zu verlassen. Das Beispiel Zaid ibn Harith’s machte Schule: Obwohl der Prophet Muhammad, Friede sei mit ihm, Zaid die Freiheit geschenkt hatte und ihm die freie Wahl ließ, zog Zaid es vor, bei ihm zu bleiben. Herren und Sklaven waren durchaus in der Lage, sich gegenseitig als BrĂŒder anzusehen, da ihr Glaube ihnen half zu verstehen, dass die Unterschiede zwischen den Menschen auf Erden nicht mehr als eine vorĂŒbergehende Situation darstellen - eine Situation, die weder HochmĂŒtigkeit seitens der einen noch Verbitterung seitens der anderen rechtfertigte. DarĂŒber hinaus existierten auch strikte Prinzipien, denen Gesetze Geltung verschafften:

Wer seinen Sklaven tötet, der soll selbst getötet werden. Wer seinen Sklaven einsperrt und ihn Hunger leiden lÀsst, soll selbst eingesperrt werden und Hunger leiden.[9]

Solche Sanktionen ließen den Sklavenhalter Behutsamkeit walten. Daneben erfreute sich der Sklave auch des gesetzlich verankerten Rechts, Geld zu verdienen, Eigentum unabhĂ€ngig von seinem Herrn zu besitzen, seine Religion zu behalten und eine Familie sowie ein Familienleben mit den damit verbundenen Rechten und Pflichten zu haben. Die islamischen Gesetze und Normen garantierten jedoch nicht nur den Schutz der Persönlichkeit und ein gewisses Maß an materieller Sicherheit, sondern boten dem Sklaven eine noch viel wertvollere Perspektive - die Hoffnung und die Mittel, die Freiheit zu erlangen.

Die Freiheit des Menschen ist von Gott gegeben, d. h. sie ist der natĂŒrliche angemessene Zustand, der als Norm anzusehen ist. Ein Menschenleben ganz oder teilweise in diesen Zustand zurĂŒckzuversetzen, ist demnach eine sehr große Tugend. Den halben Körper eines Sklaven freizulassen, hieß, die HĂ€lfte des eigenen Körpers vor Vergeltung in der nĂ€chsten Welt zu bewahren. Die Freilassung des ganzen Körpers eines Sklaven wurde als eine Sicherheit fĂŒr den ganzen eigenen Körper betrachtet. Die Befreiung von Sklaven ist einer der GrĂŒnde, die im Islam das FĂŒhren eines Krieges rechtfertigen. Muslime werden durch ihren Glauben dazu ermutigt, Vereinbarungen zu treffen und VertrĂ€ge zu schließen, welche Sklaven in die Lage versetzen, nach Ablauf einer bestimmten Frist oder - so war es normalerweise - beim Tod des Besitzers Geld verdienen zu dĂŒrfen oder die Freiheit zugesprochen zu bekommen. NatĂŒrlich ging man davon aus, dass eine Freilassung ohne alle Auflagen die grĂ¶ĂŸte und wertvollste Anerkennung im Jenseits finden wĂŒrde. Es gab Gelegenheiten, bei denen sich ganze Gruppen von Menschen zusammenschlossen und eine große Anzahl von Sklaven kauften, die sie dann freiließen, um so das Wohlwollen Gottes zu erlangen.

Die Freilassung eines Sklaven war auch eine gesetzlich vorgeschriebene Wiedergutmachung fĂŒr bestimmte SĂŒnden oder die VernachlĂ€ssigung religiöser Pflichten wie zum Beispiel das Brechen eines Eides oder den Abbruch des Fastens: eine gute Gelegenheit, einen Fehler zu korrigieren oder aus der Welt zu schaffen. Der Koran fordert, dass jemand, der versehentlich einen GlĂ€ubigen getötet hat, einen glĂ€ubigen Sklaven freilĂ€sst und der Familie des Getöteten ein SĂŒhnegeld zahlt. (4:92) Der Mord an einem Menschen betrifft sowohl die Gesellschaft als auch die Familie des Opfers. Das SĂŒhnegeld ist eine teilweise Wiedergutmachung, die an die Familie des Opfers gezahlt wird. Die Freilassung eines Sklaven hingegen ist eine Rechnung, die zum Wohle der Gesellschaft beglichen wird - in dem Sinne, dass diese eine freie Person hinzu gewinnt. Einem lebenden Menschen die Freiheit zu schenken wurde so beurteilt, als wĂŒrde man den Toten zurĂŒck ins Leben bringen. Um die Freilassung von Sklaven zu erreichen, wurde sowohl privates als auch öffentliches Vermögen eingesetzt: Die Beispiele des Propheten und Abu Bakr’s sind hinlĂ€nglich bekannt. SpĂ€ter wurden insbesondere unter der Herrschaft von Umar ibn Abdul Aziz, öffentliche ,Zakat'- Fonds fĂŒr diesen Zweck verwendet.

Man mag einwenden: "Zwar hat der Islam im Umgang mit Sklaven Menschlichkeit eingefordert und deren Freilassung mit grĂ¶ĂŸtem Nachdruck angeregt. Und die Geschichte vieler verschiedener Völker der islamischen Welt zeigt uns in der Tat, dass Sklaven - teilweise sogar bevor sie freigelassen wurden - schnell in die Gesellschaft integriert wurden und Positionen bekleideten, die mit enormem Prestige und großer Macht verknĂŒpft waren. Und dennoch, wenn der Islam die Sklaverei als soziales Übel betrachtet, warum verboten dann weder der Koran noch der Prophet sie ohne Umschweife, sondern duldeten sie stillschweigend? Immerhin finden sich doch eine Reihe von sozialen Übeln, die bereits vor dem Islam existierten und die dieser gĂ€nzlich abzuschaffen versuchte: den Genuss von Alkohol etwa, das GlĂŒcksspiel, den Wucher oder auch die Prostitution."

Vor Beginn des ĂŒblen europĂ€ischen Handels mit schwarzen Sklaven war die Sklaverei im Wesentlichen eine Randerscheinung der Kriege zwischen Völkern. Die Besiegten wurden zu Sklaven der Sieger. In der FrĂŒhzeit des Islam gab es kein verlĂ€ssliches System zum Austausch von Kriegsgefangenen. Es blieben also keine anderen Möglichkeiten, als

sie mit dem Schwert zu töten,
sie gefangen zu nehmen und in der Gefangenschaft fĂŒr ihr Wohlergehen zu sorgen,
ihnen zu erlauben, zu ihrem eigenen Volk zurĂŒckzukehren oder
sie als Teil der Kriegsbeute unter den Muslimen zu verteilen.
Die erste Option ist auf Grund ihrer Grausamkeit abzulehnen. Die zweite ist nur fĂŒr eine geringe Anzahl von Kriegsgefangenen und innerhalb eines begrenzten Zeitraums praktikabel, jedoch auch nur dann, wenn es die finanziellen Mittel erlauben. Diese Methode wurde natĂŒrlich praktiziert, wobei die Gefangenen gegen Lösegeld freigelassen wurden. Viele von ihnen waren jedoch so zufrieden mit ihrer Behandlung, dass sie Muslime wurden und die Fronten wechselten. Die dritte Option ist in Kriegszeiten nicht zu vertreten. FĂŒr eine allgemeine Anwendung kam also lediglich die vierte Option in Frage, aus der sich dann die vom Islam eingefĂŒhrten menschlichen Gesetze und Normen entwickelten, was de facto die Rehabilitierung der Kriegsgefangenen zur Folge hatte.

Dem Sklaven eines muslimischen Haushalts bot sich die Gelegenheit, die Wahrheit des Islam aus nĂ€chster NĂ€he kennen zu lernen. Eine entgegenkommende Behandlung und die Menschlichkeit des Islam einerseits, der Zugang zu vielen fĂŒr Muslime geltenden gesetzlich verankerten Rechten andererseits, vor allem aber die Aussicht auf Erhalt der Freiheit gewannen die Herzen der Sklaven. Tausende von rechtschaffenen Menschen ließen die Zahl jener bedeutenden und berĂŒhmten islamischen Persönlichkeiten anwachsen, deren gutes Vorbild spĂ€ter Sunna wurde - eine Norm fĂŒr Muslime, die ihnen nachfolgten. Imame wie zum Beispiel an-Nafi, der Lehrer Imam Maliks, und Tawus ibn Qaisan sind hier nur zwei Beispiele.

In der RealitĂ€t war das Leben als Sklave im Islam meistens nur ein vorĂŒbergehender Zustand. Im Gegensatz zur ĂŒblichen Praxis in der westlichen Zivilisation wurde die Sklaverei in islamischen LĂ€ndern nicht von Generation zu Generation vererbt: in einer sich immer weiter vertiefenden Spirale der Erniedrigung und Hoffnungslosigkeit, die die Hoffnung der Sklaven, ihrem Status bzw. ihrer Lage zu entkommen, zunichte machte. Im Gegenteil, Sklaven wurden in der muslimischen Gesellschaft als im Wesentlichen gleichrangig betrachtet. Ihnen wurde als Geschöpfen des Einen Schöpfers gestattet, sich ihre WĂŒrde zu bewahren, was sie auch taten. DarĂŒber hinaus besaßen sie auch einen permanenten Zugang zur Hauptströmung der islamischen Kultur und Zivilisation. Wie bereits festgestellt wurde, leisteten sie hierzu auch einen enormen Beitrag. In den westlichen Gesellschaften, in denen die Sklaverei weit verbreitet war, insbesondere in Nord- und SĂŒdamerika, leben die Nachfahren der Sklaven bis heute, noch Generationen nach ihrer offiziellen Freilassung, zum grĂ¶ĂŸten Teil in einer Art Subkultur oder Antikultur am Rande der Gesellschaft. Nur selten werden sie von der immer noch dominanten Gesellschaft toleriert, in der Regel hingegen werden sie verachtet.

Aber warum, so werden unsere Kritiker fragen, schenkten die Muslime nicht allen ehemaligen Gefangenen oder Sklaven die Freiheit, wenn sie sich bei ihren Eroberungen doch so sicher fĂŒhlten? Die Antwort stellt wiederum die RealitĂ€t, nicht irgendwelche Theorien in den Vordergrund. Die ehemaligen Gefangenen oder Sklaven besaßen ja weder die persönlichen und psychologischen noch die ökonomischen Mittel, die zum Aufbau einer gesicherten und ehrenhaften unabhĂ€ngigen Existenz erforderlich gewesen wĂ€ren. Wer dies bezweifelt, sollte sich einmal vor Augen fĂŒhren, welche Konsequenzen ihre unverhoffte Freilassung fĂŒr die Sklaven der frĂŒheren europĂ€ischen oder amerikanischen Kolonien hatte. Viele wurden ganz plötzlich in bittere Not gestĂŒrzt und von den einstigen Sklavenhaltern (die ihrerseits fĂŒr ihren Eigentumsverlust entschĂ€digt wurden) obdachlos und mittellos gemacht. Die frĂŒheren Besitzer der Sklaven weigerten sich, weiterhin Verantwortung fĂŒr diese zu ĂŒbernehmen. Es wurde ja bereits erwĂ€hnt, dass die ehemaligen Sklaven in den Gesellschaften, von denen sie so lange per Gesetz ausgeschlossen waren, nicht Fuß fassen, geschweige denn sich einen Namen machen konnten.

Im Gegensatz dazu ermunterte ein guter Muslim, der seinen Sklaven wie einen Bruder aufnahm, diesen dazu, fĂŒr seine Freiheit zu arbeiten. Er beachtete alle seine Rechte, half ihm bei der UnterstĂŒtzung seiner Familie, war ihm schon vor der Freilassung dabei behilflich, einen Platz in der Gesellschaft zu finden, und konnte sich sehr wohl mit einer Institution anfreunden, die ihm die Möglichkeit eröffnete, Gott eine Freude zu bereiten. Das beste Beispiel fĂŒr die Integration von Sklaven in die islamische Gesellschaft ist Zaid Ibn Harith. Er wurde im Haushalt des Propheten persönlich aufgezogen und spĂ€ter freigelassen. Er heiratete eine Frau von hohem Stande und wurde schließlich zum Befehlshaber eines muslimischen Heeres ernannt, in dem ebenfalls viele Menschen von edler Abstammung dienten. Die Liste der Beispiele ließe sich um viele Tausende erweitern, wenn man denn ĂŒber genĂŒgend Platz verfĂŒgen wĂŒrde.

Was die Haltung der Muslime gegenĂŒber der Sklaverei betrifft, so sind zwei Punkte besonders hervorzuheben: einer, der fĂŒr die Muslime selbst und ein zweiter, der fĂŒr die Sklaven und die nicht-muslimischen LĂ€nder von Bedeutung ist. Obwohl die Sklaverei im islamischen fiqh (der islamischen Gesetzeswissenschaft) eine eher nebensĂ€chliche Angelegenheit darstellt, eine Institution, die nach und nach reformiert werden sollte, bis sie im Gleichschritt mit den geistigen, kulturellen und sozialen Fortschritten im Laufe der Zeit ganz verschwindet, konnte man gelegentlich beobachten, dass sich einige Muslime, insbesondere gewisse muslimische Herrscher, auch weiterhin Sklaven hielten. DafĂŒr kann dem Islam jedoch kein Vorwurf gemacht werden, denn diese Praxis entsprang den spirituellen Defiziten von Muslimen, die den Islam in ihrem Leben nicht auf angemessene Art und Weise praktizierten. Der zweite Punkt ist der, dass Gewohnheiten einen Menschen dazu bewegen, eine zweite Persönlichkeit zu entwickeln. Nachdem Lincoln im 19. Jahrhundert die Sklaverei per Gesetz abgeschafft hatte, mussten viele Sklaven zu ihren Besitzern zurĂŒckkehren, weil sie bereits die Initiative und auch ihre FĂ€higkeit verloren hatten, sich frei zu entscheiden. Sie waren gar nicht in der Lage, ein Leben als freier Mensch zu fĂŒhren. Dieser psychologische Sachverhalt begrĂŒndet, warum Kriegsgefangene zunĂ€chst unter den Muslimen verteilt wurden: Nach ihrer Freilassung sollten sie ein wahrhaft islamisches gesellschaftliches Leben als freie Menschen in einer muslimischen Gesellschaft fĂŒhren und ihre vom Gesetz garantierten Rechte auch voll wahrnehmen können. Der Islam strebte danach, das Problem der Sklaverei schrittweise aus der Welt zu schaffen: Zuerst sollte den Sklaven ermöglicht werden, ihr wahres menschliches Bewusstsein und ihre IdentitĂ€t zu erkennen. Dann wurden ihnen islamische, menschliche Werte vermittelt und die Liebe zur Freiheit nahe gebracht. Wenn die Sklaven schließlich freigelassen wurden, stellten sie fest, dass ihnen alle Wege offen standen, um als Bauern, Handwerker, Lehrer, Wissenschaftler, Befehlshaber, Kommandanten oder hohe Beamte zu nĂŒtzlichen Mitgliedern der Gesellschaft zu werden.

Der Islam bemĂŒhte sich darum, die Institution der ,individuellen Sklaverei' zu zerstören, wĂ€hrend er eine Versklavung von Völkern erst gar nicht ins Auge fasste oder betrieb. Als Muslim bete ich deshalb zu Gott, dass die versklavten, kolonisierten und unterdrĂŒckten Völker dieser Erde sich wahrer Freiheit erfreuen mögen.

von. F. GĂŒlen


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Sklaverei im Islam

08.08.2008 um 18:34
"Der Islam bemĂŒhte sich darum, die Institution der ,individuellen Sklaverei' zu zerstören, wĂ€hrend er eine Versklavung von Völkern erst gar nicht ins Auge fasste oder betrieb"

Oder auch nicht

Sklaverei ist nach den normsetzenden Schriften (Koran und Sunna) des Islam nicht verboten. Der Religionsstifter Mohammed war selbst Sklavenhalter (siehe Maria al-Qibtiyya) und versklavte auf seinen KriegszĂŒgen nachweislich hunderte von Menschen, etwa alle Frauen und Kinder der Banu Quraiza.

Wenn man die Institution der Sklaverei zerstoeren will entlaesst man typischerweise seine eigenen Sklaven zuerst


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Sklaverei im Islam

09.08.2008 um 17:05
@freestyler

Der selbe Text steht schon im Eingangs-Beitrag.


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Sklaverei im Islam

09.08.2008 um 17:13
haste wohl ohne zu lesen geschrieben ?


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Sklaverei im Islam

09.08.2008 um 17:17
letta ist gemeint ;)


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Sklaverei im Islam

09.08.2008 um 18:52
@exe

Nein, ich habe schon alles gelesen.

Schöne GrĂŒĂŸe aus Zazaistan


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Sklaverei im Islam

09.08.2008 um 20:11
Zitat von mariachimariachi schrieb am 05.06.2004:Du glaubst doch nicht ernsthaft das sich ein Mensch deinen dummern
Beitrag durchliest. Was gibts es das zu diskutieren.
usw...hmm...du musst ja nicht lesen was drin steht...also motz nicht hier rum...
ic finde nicht das ir lightstorm hier so anmachen mĂŒsst...es ist ja ein klarer thread nur halt etwas ausfĂŒhrlicher...

...ich finde das Sklaverei nichts ist was erlaubt werden sollte oder weiter gefĂŒhrt werden sollte...es ist einfach menschen unwĂŒrdig...und sklaverei gibt es leider gottes ĂŒberall in jeder religion nur das hier der islam aufgefĂŒhrt worden ist...im christentum war sklaverei aucsehr sehr lane zeit gang ung gĂ€be..


in dem sinne kheir inschaallah


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Sklaverei im Islam

09.08.2008 um 23:23
Schöne GrĂŒĂŸe aus Zazaistan


das land, das in traeumen existiert. jo, gruss zurĂŒck ;)


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Sklaverei im Islam

10.08.2008 um 16:28
omg


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Sklaverei im Islam

22.11.2008 um 09:56
Sklaverei im Islam
Eine Dokumentation von ARTE

Teil 1
https://www.youtube.com/watch?v=gEurQ9bVIQE

Teil 2
https://www.youtube.com/watch?v=cILmHxMnB5A

Teil 3
https://www.youtube.com/watch?v=fqkoCD0mRzo

Teil 4
https://www.youtube.com/watch?v=FPe6eDeZxX8

Teil 5
https://www.youtube.com/watch?v=YP4ldg77Fdc

WeiterfĂŒhrende Information gibt es auch von Professor Egon Flaig (UniversitĂ€t Greifswald) mit seinem Essay "Djihad und Dhimmitude - Sklaverei und Menschenrechte".
Hier ein kurzer Ausschnitt aus dem Essay:

Die Menschenrechte sind entstanden im Kampf um die Abschaffung der Sklaverei. Das ist nicht Konsens in der Geschichtswissenschaft. Viele meiner Kollegen leiten die Menschenrechte her aus dem Kampf um BĂŒrgerrechte (H. Bielefeld). Ich halte das fĂŒr nicht zutreffend. Nur in der europĂ€ischen Kultur wurde die Sklaverei abgeschafft. Nur hier gab es einen grundsĂ€tzlichen, radikalen Abolitionismus. Nur hier konnten die Menschenrechte entstehen.

Die fundamentale Voraussetzung der Menschenrechte ist die Gleichheit aller Menschen von Natur. Das war fĂŒr den Großteil der griechischen und römischen Antike selbstverstĂ€ndlich; und auch einige der großen Weltreligionen beruhen darauf. Doch diese fundamentale Voraussetzung – die von Natur gegebene Gleichheit aller Menschen – reicht alleine nicht; denn sie schĂŒtzt nicht vor Sklaverei. Man konnte die Sklaverei begrĂŒnden durch Kriegsrecht oder durch die religiöse Min-derwertigkeit von UnglĂ€ubigen. Erst wenn man dem Menschen Rechte zuspricht, die er als Mensch hat, unverĂ€ußerliche, dann haben wir die TĂŒre aufgetan zu den Menschenrechten.
Die einzige Kultur der Welt, die die Sklaverei radikal und grundsĂ€tzlich abgeschafft hat, ist die westliche – also die europĂ€isch-christliche Kultur.

(Quelle: http://www.pro-patria.net/wordpress/2008/06/11/essay-djihad-und-dhimmitude/)


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Sklaverei im Islam

22.11.2008 um 10:21
Hmm, also soweit mir bekannt ist, gab es zu der Zeit als sich Amerika im BĂŒrgerkrieg befand, zwischen den Nord und SĂŒdstaaten, vor allem noch in den SĂŒdstaaten Sklavenhaltung. Also befreit wurden die Menschen von der Sklaverei so gesehen nicht unbedingt von der westlichen, europĂ€ischen oder christlichen Kultur, wenn ich mal den letzten Satz aufgreife. Auch wurden viele Menschen aus der neuen Welt bei der Missionierungsarbeit versklavt. Man sah sie schon mal gar nicht erst als gleichwertige Mitmenschen an, sondern machte sie sich untertan als der weißen Menschheit dienende Arbeiterschaft.

Das Wort Sklave ist durchweg negativ besetzt, es hat nichts positives in sich, weil es den Menschen in einen Herrenmenschen und einen Untermenschen aufteilt. Das alleine ist schon absolut unmenschlich. Aber wĂŒrde man das Wort Sklave mit Diener ersetzen und wĂŒrden sich alle Menschen als Diener untereinander betrachten und als Diener vor Gott, sich somit alle auf die einander dienende Stufe stellen, sĂ€he das schon wieder ganz anders aus. Aber sobald sich Menschen ĂŒber andere erheben und fĂŒr etwas besseres halten und meinen, es gĂ€be ihnen ihre Abstammung, Herkunft, ihr gesellschaftlicher Stand oder ihre Religion grundsĂ€tzlich das Recht ĂŒber andere zu herrschen, funktioniert das gegenseitige sich einander dienen schon nicht mehr. Da wo der Mensch sich selbst ĂŒber andere erhebt, wird es unmenschlich. Vor Gott sind die Menschen alle gleich !


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Sklaverei im Islam

22.11.2008 um 12:44
FĂ€ngt die Hetze gegen den Islam wieder an ?


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Sklaverei im Islam

22.11.2008 um 14:47
Hallo, lieber Mitdiskutierender Against_NWO,

weiter unterschwellige, ungewusste Islamhetze und oberflÀchliche Islamphobie oder
KalkĂŒl bei ridikĂŒl
anmutenden Texten ?


Da hat der von Dir zitierte Professor ja ein paar riesige Lacheier gelegt:

"Die einzige Kultur der Welt, die die Sklaverei radikal und grundsĂ€tzlich abgeschafft hat, ist die westliche – also die europĂ€isch-christliche Kultur."

Das ist zwar nicht der einzige unverdauliche Klops, den er in seinem Text gebacken hat, aber zu der verklÀrten BeweihrÀucherung einer einzigen Kultur, möchte ich dem 'Professoren' gerne ein paar abflussreinigende Worte ins Gehirn trÀufeln. Du kannst meine Kritik ja weiterreichen:

Sklaverei ist schon uralt. Sklaverei hat es in vielen unterschiedlichen LĂ€ndern gegeben, sie ist kulturĂŒbergreifend auch noch heute vorhanden.

In der Geschichtsschreibung unbestritten ist, dass gerade die "europĂ€isch- amerikanisch -christliche Kultur" die Sklaverei und den Sklavenhandel zu bislang noch nicht dagewesener BlĂŒte getrieben hat. Millionen Menschen wurden in Afrika von christlich-europĂ€isch-amerikanischen SklavenhĂ€ndlern gejagt, auf Schiffen zusammengepfercht und nach Amerika transportiert, wo sie als ArbeitskrĂ€fte fĂŒr die Landwirtschaft missbraucht und gequĂ€lt wurden. Bei einer VolkszĂ€hlung allein im Jahre 1860 wurden in den USA knapp 4 Millionen Sklaven gezĂ€hlt.

GrundsĂ€tzliche Frage ist, wie definiere ich Sklaverei, welcher Definition von 'Sklave' gebe ich die Ehre...Der Herr Professor Egon F. treibt sich etabliert an einer deutschen Hochschule herum...Genau so wenig, wie die liebe Herrschaft einen Professoren berufen wĂŒrden, der das kapitalistisch-ausbeuterische System der Republik anprangert, genau so wenig wĂ€re ihnen jemand genehm, der die aktuellen ökonomischen VerhĂ€ltnisse in unserer "europĂ€isch-christlichen" Kultur als moderne Sklaverei geißelt...

In unserer "europĂ€isch-christlichen Kultur", lieber Against, sind die Arbeitnehmer Sklaven der Geldwirtschaft, Sklaven eines ökonomischen Systems, dass sie zwingt ihre Arbeitskraft unter Wert zu verkaufen, damit sie (die meisten) sich mal gerade hinreichend ernĂ€hren können. Die den ArbeitskrĂ€ften zugebilligte Regenerationszeit dient der Erhaltung und Regeneration der Arbeitskraft. An den erwirtschafteten ReichtĂŒmer haben die Arbeitnehmer keinen Anteil, der gesellschaftliche Reichtum wird ihnen enteignet, er ist konzentriert in wenigen HĂ€nden, global betrachtet in den HĂ€nden von Finanzeliten, von globalen Sklavenhaltern.

Das System der Sklaverei hat sich in unserer "amerikanisch-europĂ€isch-christlichen Unkultur" quasi verselbstĂ€ndigt, es funktioniert von alleine, die Peitsche der ehemaligen Sklaventreiber ist im Gehirn verankert, als Ideologie, als Ängste ......Zwangsarbeit (§31 ,SGB 2) hat im ĂŒbrigen auch schon wieder Einfluss in die deutsche Gesetzgebung gefunden....

Davon abgesehen gibt es auch fĂŒr den europĂ€isch-christlichen Kulturkreis direktere, transparentere Formen der Sklaverei, .... Zwangsprostitution, verschiedentlich 'Sklaverei' in der Landwirtschaft, im Baugewerbe, in Privathaushalten illegal BeschĂ€ftigte, die unter unmenschlichen Bedingungen anschaffen mĂŒssen...


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Sklaverei im Islam

22.11.2008 um 17:17
Hallo werter Koriander,

die Videos sind weder eine Form der Islamphobie (obwohl ich diese zugegebenermaßen zum Teil mein Eigen nennen darf), noch eine Form der Hetze. Der Thread heißt "Sklaverei im Islam" und die Dokumentation von ARTE ist lediglich ein Beitrag zu dem Thema.


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Sklaverei im Islam

22.11.2008 um 17:39
Zitat von against_nwoagainst_nwo schrieb:Die einzige Kultur der Welt, die die Sklaverei radikal und grundsĂ€tzlich abgeschafft hat, ist die westliche – also die europĂ€isch-christliche Kultur.
Äh, die Sklaverei ist auch in vielen anderen LĂ€ndern verboten worden.
NatĂŒrlich gibt es hier und da illegale Sklaverei, aber die gibt es in Europa auch, siehe Zwangsprostituierte aus Osteuropa.


Der Islam entstand in einer Gesellschaft wo Sklaverei noch vorhanden war, es schaffte die Sklaverei nicht direkt ab sondern ermutigt im Koran zum freilassen von Sklaven und vor allem zu einer menschenwĂŒrdigen Behandlung.

Insofern hat der Islam als die erste umfassende Ideologie begonnen im Orient die klassische Sklaverei anzugreifen, was letzendlich auch zu Abschaffung der Sklaverei fĂŒhrte.


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Sklaverei im Islam

22.11.2008 um 17:42
Er hat sie allerdings noch immer nicht verboten, was jederzeit in Ă€rmeren Regionen (und der Islam ist ja schließlich in eher armen Regionen verbreitet momentan, z.B. in Afrika) es möglich macht mit dem islam fĂŒr Sklavenhaltung zu apellieren.


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