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Neues Zentralbankmodell

Aineas
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Neues Zentralbankmodell

30.07.2009 um 00:44
Ich weiß nicht mehr genau, wann ich diesen Einfall hatte, allerdings möchte ich euch eine Idee präsentieren, die uns eventuell wesentlich entscheidender helfen könnte, als sämtliche anderen Maßnahmen in der Finanzpolitik, die auf eine Stabilisierung des Haushalts abzielen.

Nehmen wir an, die EZB würde künftig nur noch nach einem Prinzip Geld schöpfen:

Jedes Jahr würde man 1% der sich im Umlauf befindlichen Geldmenge neudrucken und an die Regierung liefern - eine Schenkung praktisch.

Es ergibt sich also eine Rechnung von: 1x1.01^x

Nach 25 Jahren wäre bei kontinuierlichem Betreiben dieser Maßnahme eine Geldentwertung von 22.03% erfolgt, wodurch ein Punkt erreicht wäre (man kann diesen gern noch ein wenig weiter hinauszögern), an dem man einen Schnitt ziehen könnte.
Man reformiert die Währung bei einem Wechselkurs von 1:0.7797 Altgeld zu Neugeld

Dadurch bringt man den Geldwert wieder auf den Kurs zu Beginn der Maßnahme, worauf mit der Zeit die Preise für Güter und Dienstleistungen im Land wieder sinken.
Und von da an wiederholt sich der Zyklus.

Stellt sich die Frage: Ist das sinnvoll?
Zwar würde die Bundesregierung auf diesem Wege langfristig ihre Schulden begleichen und die zusätzlichen Einnahmen im Übrigen gut in Forschung, Bildung oder das Sozialsystem investieren können, allerdings bleiben Probleme nicht ausgeschlossen, weswegen eventuelle Schwierigkeiten hier diskutiert werden sollen.

Der Diskurs sei eröffnet.


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Neues Zentralbankmodell

30.07.2009 um 00:49
klingt für mich ein wenig nach dem prinzip des freigeldes oder lieg ich da komplett falsch?


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Neues Zentralbankmodell

30.07.2009 um 00:58
@Aineas
Danke, daß du diesen Thread eröffnet hast-neue Modelle müssen her-zwingend!
(muß allerdings erst nachdenken-ich bleib dabei)


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Neues Zentralbankmodell

30.07.2009 um 01:02
also das system könnte funktionieren genauso wie das wörgeler freigeld oder andere systeme funktionieren könnten, der punkt ist das die zentralbanken meiner meinung nach garkein interesse daran haben das die bestehenden schulden beglichen werden,schließlich bedeuten schulden, zinsen für die schulden was eine ständige abhängikeit vom geldgeber garantiert.


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Fabiano
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Neues Zentralbankmodell

30.07.2009 um 01:11
Es wird immer mehr Geld gedruckt als nötig, aber das wird natürlich nicht verschenkt, sondern verliehen. Wenn mehr Geld im Umlauf ist, als nötig erfolgt immer auch eine Geldentwertung, ob man diese nun offiziell durch einen Wechselkurs einführt oder ob man es Inflation nennt, bleibt sich an sich gleich. Nur, dass das neue Wechselgeld dann natürlich wieder den reellen Wert hat, den es haben soll.

Durch ständige Währungsreformen alle 20 oder 25 Jahre können natürlich Schulden langfristig schneller abgebaut werden. Nur, es werden ja auch ständig wieder neue Schulden gemacht... Da würde sich wahrscheinlich nicht viel ändern.

Aber mir gefallen diese künstlichen Spielregeln und manchmal, wenn sie richtig gut sind funktionieren sie auch. Der Euro ist im Grunde auch so ein neues Spielgeld, auch das Konstrukt EU ist so ein Kunstgebilde. Manchmal funktioniert es sogar besser als das, was aus historisch gewachsenen Strukturen entstanden ist.

Monopoly funktioniert ja schließlich auch und ist ein sehr beliebtes Spiel...Vielleicht kommt ja noch etwas wirklich mal grandioses heraus aus unseren grauen Zellen, wer weiß :D


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Aineas
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Neues Zentralbankmodell

30.07.2009 um 01:15
@ne0

Naja also die Mär von den versklavenden weltregierenden Zentralbanken können wir getrost zu den hohlen Verschwörungstheorien legen, die bereits sehr plausibel widerlegt wurden. Die Zentralbank hat nämlich nichts von den Zinsen, die sie für das von ihr verliehene Geld bei dessen Tilgung zusätzlich zurückerhält, denn sie werden vernichtet bzw. aus dem Verkehr gezogen und fließen nicht wie manche vielleicht glauben mögen in die Taschen der Mitglieder der obersten Gremien der Zentralbank.

Wer von Staatsschulden profitiert sind Privatbanken, die an den Staat Kredite vergeben, bzw. Staatsanleihen gekauft haben. Allerdings sind die auch nicht gerade darauf erpicht, wenn ihr Schuldner pleite geht und sie gar nichts zurückerhalten.


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Neues Zentralbankmodell

30.07.2009 um 01:22
"die bereits sehr plausibel widerlegt wurden. Die Zentralbank hat nämlich nichts von den Zinsen, die sie für das von ihr verliehene Geld bei dessen Tilgung zusätzlich zurückerhält, denn sie werden vernichtet bzw. aus dem Verkehr gezogen"

lol?also dafür haette ich dann doch jetzt gerne mal irgendne quelle damit ich mich davon selbst überzeugen kann, das was du da sagst ergibt für mich nicht viel sinn^^


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Neues Zentralbankmodell

30.07.2009 um 01:27
@Aineas
bin auch gespannt!


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Aineas
Diskussionsleiter
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Neues Zentralbankmodell

30.07.2009 um 01:32
@ne0

Ließ es in Wikipedia unter Geldschöpfung nach - ansonsten erkläre ich dirs nochmal:

Die Zentralbanken schöpfen Geld, um den Finanzmarkt aktiv zu halten - sprich: Wenn eine Bank mal knapp bei Kasse ist, nimmt sie einen Kredit bei der Zentralbank auf. Dabei verpflichtet sie sich den Kredit X € zusammen mit sogenannten Leitzinsen Y € zurückzuzahlen ... so wie wenn eine Privatbank dir einen Privatkredit gewährt. Wenn die Bank nun gegenüber der Zentralbank ihre Verpflichtung erfüllt, dann zahlt sie für die geliehenen X € X+Y€ zurück. X € wurde bereits ex nihilo - aus dem nichts - geschöpft und verursachte eine Inflation, weil er über die anfordernde Bank der im Umlauf befindlichen Geldmenge hinzugefügt wurde. In der Konsequenz muss das geschöpfte Geld zur Vermeidung einer permanenten Inflation ad nihilo zurückgeführt werden ... und das geht nur, indem die Zentralbank das zurückerhaltene Geld X + Y € vernichtet.


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Neues Zentralbankmodell

30.07.2009 um 01:38
öh,nee,das seh ich nicht so und so versteh ich den wiki artikel auch nciht und ich möchte dazu anmerken das wiki auch nciht unbedingt die beste quelle ist...aber nun gut,wenn du das so siehst dann ist das halt so^^...allmy...ohne worte


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Neues Zentralbankmodell

30.07.2009 um 01:38
@Aineas
Wie bezahlt die Zentralbank ihre Arbeitnehmer?


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Neues Zentralbankmodell

30.07.2009 um 01:47
@Aineas
Es gibt einen Unterschied zwischen Zentralbankengeld und Geschäftsbankengeld.
Genauso gibt es einen Unterschied zwischen "echtem Sichtguthaben" und Giralgeld/Buchgeld...


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Neues Zentralbankmodell

30.07.2009 um 01:50
@Aineas
Und die Anleihenwirtschaft, die Staatsanleihen ausgibt verschärfen diese "virtuelle" nicht existente Pseudospielgeldwirtschaft im internationalen Bereich noch mehr... schon mal was von John Perkins gehört?


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Neues Zentralbankmodell

30.07.2009 um 02:27
Ich mein irgendwie muss doch Geld erwirtschaftet werden? Das Drucken kostet ja auch etwas und der ganze Apparat muss ja auch finanziert werden.. wird die Finanzierung der Zentralbanken nur durch die Seigniorage geregelt? Dachte dieses Geld gehört dem Staat?


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Neues Zentralbankmodell

30.07.2009 um 03:09
@Glünggi
Glünggi schrieb:Seigniorage
diesen Begriff hab ich schon lang nicht mehr gehört... Kompliment! :-)
Nein-die Geldschöpfung der Zentralbank erfolgt über den Anleihenmarkt-Dollaranleihen sind mit dem Devisenmarkt der größte Markt der Welt...
ungefähr so:
Die Zentralbanken legen die Zinsen fest. Dann begeben sie Anleihen die sozusagen virtuelles Geld darstellen - sie "bedrucken" also ein Stück Papier.Geld das nie existiert hat. Diese Anleihen können über die Börse gekauft werden und bringen dem Anleger Zinsen. "spülen echtes Geld in die Zentralbankkasse"...ein Wandel von Phantasiegeld in Sichtgeld...
Länder wie z.B. Jamaika mit seiner blühenden Natur brauchen Dollars. (weil man ihnen erzählt, daß sie mit Pampelmusen ihre Wirtschaft nicht zum wachsen bringen) Die leihen sie sich aus, müßen aber natürlich viel höhere Zinsen bezahlen(weil sie weniger EXport/Bonität haben)-verschulden sich also so hoch, daß sie
1.aufgrund der hohen Zinsen und
2.aufgrund eines damit verbundenen Wirtschaftsabkommens
Ihren Markt soweit öffnen, daß sich aufgrund des Dollars, der wegen seines hohen Geldmengenwachstums M3 (welches leider nicht mehr veröffentlicht wird-warum eigentlich würd mich mal interressieren) ständig an Wert verliert.-Jamaika somit niemals seinen Gläubiger los wird.
Um wenigstens die Zinsen bezahlen zu können, muß der Jamaikaner natürlich Steuern bezahlen...Damit ihre hauseigenen Wirtschaftsförderer genau das tun was die USA von ihnen erwarten-ihre Bevölkerung immer mehr auszubeuten-bis ihnen ihre blühende Vegetation den Hungertod beschert...
Dies ist auch auf unserem Kontinent im "Übergang" zum dunklen Mittelalter in Europa passiert-"vor" dem Dombau und Kathedralenbauzeitalter waren die Ausbeutungsmechanismen unbekannt! Den Menschen ging es gut!
Die Geldschöpfung aus Zins und Verschuldung ermöglichte erst die Entwicklung monströser Bauten!


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30.07.2009 um 03:18
@Glünggi
exponentiell bedeutet:
Ich biete dir nen Job an.
Was möchtest du lieber:
1000€ die Woche oder:
1cent pro Tag, dafür aber exponentiell steigend im Folgetag also immer das Doppelte...
(kennst aber sicher schon-scheinst ja helle zu sein...)


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Neues Zentralbankmodell

30.07.2009 um 03:35
@AUMNGH44
AUMNGH44 schrieb:scheinst ja helle zu sein...
Das täuscht :)
über den Begriff bin ich auch blos gestolpert, weil ich gegoogelt habe.
"Amerikanische Zentralbank Gewinn"
Lustigerweise nichts gefunden, dafür berichte über Gewinne der Europäischen Zentralbank oder der Russischen... aber nix über die Gewinne der FED.
Ich bin mit der Materie nicht sonderlich vertraut. Hab mich blos gefragt mit was denn die Zentralbank Geld ewirtschaftet, wenn sie nicht aktiv am Kapitalmarkt beteiligt sind und zurückgezahlte Kredite und Zinsen vernichtet werden.
Dank Dir für die Info^s ;)


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Neues Zentralbankmodell

30.07.2009 um 03:54
@Glünggi
Na ja mein Post is wohl auch nich ganz korrekt-soll nur nen Abriß darstellen-Das ganze funktioniert im zusammenspiel mit der Regierung und den Unternehmen...
Glünggi schrieb:zurückgezahlte Kredite und Zinsen vernichtet werden
Wenn dies ausgeglichen wäre, würde das komplette System zusammenbrechen-es funktioniert "nur dann" wenn es immer mehr Schuldner gibt-und die gehen der Weltwirtschaft langsam aus... Es ist ein "endliches" System-Wie beim Öl ist der Peak Point überschritten. Deshalb bleibt dir immer weniger Überschuß in deiner privaten Buchhaltung, weil keine Kasse mehr tragend ist. Kürzungen in Leistung oder Erhöhung von Beiträgen ist unausweichlich und ebenso exponentiell, wie das Geldmengenwachstum. Die Schere zum realen Wachstum "muß" definitiv immer mehr auseinanderklaffen und wird sich weiter beschleunigen-deshalb muß etwas unternommen werden-aber ich geb zu, daß auch ich versuche immer tiefer in die Materie einzusteigen und noch lange nicht alles begreife-und im ein oder anderen Punkt evtl auch falsch liege...


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Neues Zentralbankmodell

30.07.2009 um 04:22
@Glünggi
evtl ist es auch interessant, daß Obama von den großen Investmentbanken (die zur Zeit aufgrund eines engeren Marktes) gestärkt aus der Krise hervorgehen seinen Wahlkampf bezahlt bekommen hat (mit den Eliteuniversitäten) nun seine Fühler nach Europa ausstreckt
Und in gewisser Weise versucht wird das E
U-Parlament zu untergraben...
Bush hat das über seine Ölfirmen gemacht (gehört halt nicht hierher)
Die Chinesen machen sich über expansive Geldpolitik der FED Sorgen(verständlicherweise)
und ich mach mir Sorgen, ob das zu meinem Wohl geschehen soll, oder um mich auszusaugen, wie Dracula bei Vollmond? Denn ich geb dir recht-Wer bezahlt das wohl alles?
(All die Zinsen und den Aufwand-von Zinseszins und exponentieller Entwicklung ganz zu schweigen-EZB is zwar zickig-schlägt aber sicher in die selbe Bresche)
Der offensichtliche Versuch des US Systems-das EU-Sytem zu überrennen-stellt in meinen Augen eine "neue Qualität" der Missachtung von Unabhängigkeit zum US System dar.
Ein Helikopter-Ben macht nichts anderes als die Welt auszusaugen...gilt aber wie Grünspan (der inzwischen nachträglich sich selbst kritisiert) als Koriphäe auf seinem Gebiet...
Bei uns in EU halte ich es für bemerkenswert, daß sich die Finanzminister schon auf die Schulter klopfen würden, wenn sie nicht "mehr" Schulden machen als vorher (sind sie weit entfernt davon) ganz zu schweigen von Schuldenabbau-die große Frage- "BEI !WEM! VERSCHULDEN SIE SICH?" Meinungen sind gefragt...?


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Neues Zentralbankmodell

30.07.2009 um 12:11
Geld spielt doch eine untergeordnete Rolle.
* Phantasieprodukte * werden über Analysen zukunftsorientiert so dargestellt -
dass diese genehmigt werden.
Bringt die Zukunft dann andere Ergebnisse - kräht doch eh kein Hahn danach ....

Die Frage - wer leiht wem Geld - ist eine gute Frage ^^
Werden diese Summen nicht nur * virtuell * gezahlt ?!
Ist Papier nicht wie eh und je bekanntlich sehr geduldig ???

Devise: * Nichts ist so - wie es zusein scheint * !!!

Delon.


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Neues Zentralbankmodell

30.07.2009 um 17:42
@Glünggi

Die Angestellten einer Zentralbank werden in der Regel als Beamte verstanden und beziehen daher ihr Gehalt und ihre Pension aus den Mitteln des Fiskus.

@AUMNGH44

Ja richtig: Das Zentralbankgeld ist meines Erachtens nach das sich in der Hand der Zentralbank befindliche Geld, also die Mindestreserve. Wird Geld geliehen, kommt es allerdings zur Geldschöpfung, woraus eine Inflation resultiert, deren Höhe sich aus der Relation zur bestehenden Geldmenge ergibt. Wird das Geld zurückgezahlt, resultiert daraus eine Deflation.

Jetzt aber nochmal an alle: Inhalt dieser Diskussion ist es nicht, irgendwelche Verschwörungstheorien über das jetzige System aufzustellen, alá wo fließt das ominöse Geld hin.
Ich setze voraus, dass jeder Diskussionteilnehmer weiß, wie das jetzige System funktioniert. Wer es nicht versteht, der möge sich an wikipedia oder die Website der EZB wenden, dort ist es gut erklärt, wer es nicht verstehen will, der möge die Verschwörungstheorie-Rubrik dieses Forums benutzen, um über etwas Greifbares im Glauben zu phantasieren, dass es sich dabei um etwas Abstraktes handle.

Auf dem Grundwissen aufbauend stelle ich hier die Frage:

Wie kann die Inflation vermieden werden, die momentan aus dem Umstand resultiert, dass eine umfangreiche Geldschöpfung nicht durch eine entsprechende Geldvernichtung ausgeglichen wird?


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