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Roma oder Zigeuner? Was nützt die politische Korrektheit?

Roma oder Zigeuner? Was nützt die politische Korrektheit?

06.12.2010 um 16:35
@pablo1947

Jo vielleicht gibt es da ja Unterschiede, im Raum Köln ist es kein Ding, etwa gute türkische Freunde zu haben. Ich rede aber auch dort dann nicht von sozialen Brennpunkten, wie es sie ohne Frage gibt.


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Walther
ehemaliges Mitglied

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Roma oder Zigeuner? Was nützt die politische Korrektheit?

06.12.2010 um 16:48
jimmybondy schrieb:Die Nichtverwendung dieses Wortes ist schlicht eine Rücksichtsnahme und kein Missverständnis.
@jimmybondy

Wenn es so wäre...
Die, die auf diejenigen zeigen, die das Wort dennoch benutzen, sind meiner Meinung nach Heuchler, denn sie interessieren sich nicht für die Zigeuner sondern wollen sich moralisch über andere stellen. So und nicht anders ist mein Eindruck.


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Roma oder Zigeuner? Was nützt die politische Korrektheit?

06.12.2010 um 17:06
@Walther

Ein ziemlich pauschalisierender, beleidigender und subjektiver Eindruck wie es scheint.


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Roma oder Zigeuner? Was nützt die politische Korrektheit?

06.12.2010 um 17:35
Meiner Meinung nach ist nicht das Wort, sondern die Intention des Gebrauchs ausschlaggebend.
Ein User, der sich hier im Thread darüber aufklären lässt, wo die Ursprünge des Begriffs liegen, kann es demnach nicht in beleidigender Absicht gebraucht haben.


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Roma oder Zigeuner? Was nützt die politische Korrektheit?

06.12.2010 um 18:12
mein gott, was man hier in deutschland alles sagen darf und nicht, ob des anstands oder der korrektheit wegen, das ist für manche tatsächlich die ideale gelegenheit sich mit unnützen wissen zu profilieren. wenn ich was falsches sage dann entschuldige ich mich, wenn es beleidigend wäre und merke mir die person. es ist schon recht absurd was so abläuft, wenn das so weiter geht braucht der bundesbürger bald einen "umgangston-knigge". meine mutter hat zigeuner gesagt und dieses wort hat sich wegen berührungspunkte, wie notorische bettelei auch bei uns kindern eingebürgert.

und ein was werd ich nie vergessen: ein zigeuner fragte an der haustüre nach geld, weil seine familie angeblich nichts zu essen hätte. wir gaben statt geld die halbe nachmittagstorte mit.

später gingen wir spazieren und sahen hundert meter vom haus weg den zigeuner die halbe torte in seinem mercedes verputzen. es ist deshalb völlig egal wie man jemand nennen soll, wenn der begriff immer und immer wieder in die gleiche abwertende schublade zurückfällt. wenn diese sinti betteln und klauen, werden sie keine besseren menschen nur weil die medien sich neue namen dafür ausdenken


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Roma oder Zigeuner? Was nützt die politische Korrektheit?

06.12.2010 um 18:16
@niurick

>>Meiner Meinung nach ist nicht das Wort, sondern die Intention des Gebrauchs ausschlaggebend<<

Wenn es nur danach ginge, dürfte man ja jedwedes Wort verwenden, das macht man allerdings für gewöhnlich nicht


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Roma oder Zigeuner? Was nützt die politische Korrektheit?

06.12.2010 um 18:24
@seven_of_nine
seven_of_nine schrieb:meine mutter hat zigeuner gesagt und dieses wort hat sich wegen berührungspunkte, wie notorische bettelei auch bei uns kindern eingebürgert.
Dieses Zitat und weitere Sätze im Post von Dir zeigen schön auf, in welcher Weise das Wort Zigeuner gern verwendet wird.
Natürlich die Fakten ignorierend, das Roma und Sinti in der großen Mehrheit Jahrzehnte sesshaft sind, und mitnichten per se Bettler oder Diebe.

Wer es SO meint, kann das Wort natürlich auch gerne SO benutzen. ^^


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Roma oder Zigeuner? Was nützt die politische Korrektheit?

06.12.2010 um 18:27
@jimmybondy

sesshafte zigeuner? das problem sind die nicht sesshaften zigeuner.


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Roma oder Zigeuner? Was nützt die politische Korrektheit?

06.12.2010 um 18:27
Auch nochmal wiki:

Zwar gibt es keine Untersuchungen zum älteren und zum heutigen Stand von „Zigeuner“ in der privaten alltäglichen Kommunikation. Es darf aber davon ausgegangen werden, dass der Begriff mit den ihm anhängenden Konnotationen nach wie vor von Bedeutung ist. Dafür sprechen die Ergebnisse der Meinungsforschung: Ressentiments gegen „Zigeuner“ haben demnach seit Jahrzehnten eine feste Position in der Vorstellungswelt der Mehrheitsbevölkerung. Seit Beginn der Umfragen in den frühen 1960er Jahren sind „Zigeuner“ in der Bundesrepublik mit Abstand die unbeliebteste aller ethnischen Gruppen. 2002 lehnten 58 Prozent der Deutschen nach einer Umfrage von Infratest im Auftrag des American Jewish Committee „Zigeuner“ als Nachbarn ab.[42] So hat der Spruch „Zick, zack, Zigeunerpack“ den Sprachwandel ganz unbeeinträchtigt überdauert. Er gehört bis heute zum festen Repertoire zumindest deutscher Fußballfans.[43] Es ist also davon auszugehen, dass es eine erhebliche Differenz zwischen der öffentlichen und der weniger reflektierten und stärker an tradierten Bildern von „Zigeunern“ orientierten privaten Kommunikation gibt.



Das sieht man auch schön hier, obwohl es ja weniger private Kommunikation ist, die wir hier betreiben.


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Roma oder Zigeuner? Was nützt die politische Korrektheit?

06.12.2010 um 18:29
@seven_of_nine
seven_of_nine schrieb:sesshafte zigeuner? das problem sind die nicht sesshaften zigeuner.
Na was meinst, darf es keine sesshaften Roma geben?

Wiki:

Obwohl die ganz überwiegende Mehrheit der Roma seit vielen Generationen, in Südosteuropa seit Jahrhunderten und in Mitteleuropa spätestens seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts ortsfest lebt, ist das auf sie bezogene Etikett im mehrheitsgesellschaftlichen Verständnis Chiffre für einen als „zigeunerische Lebensform“ verstandenen „Nomadismus“. Die auffällige und abweichende Ausnahmesituation einer Minderheit innerhalb der Roma wird in dieser Vorstellung nicht nur fälschlich auf die Gruppe insgesamt verallgemeinert, sondern ihr zudem als Konstante zugeschrieben, die entweder biologisch oder kulturell festgelegt sei.


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Roma oder Zigeuner? Was nützt die politische Korrektheit?

06.12.2010 um 18:32
@jimmybondy

du verstehst das falsch. wenn es sesshafte zigeuner gibt, sind deren adressen bekannt, nichtsesshafte nutzen ihre mobilität zu klautouren quer durch europa. oder was denkst du warum die franzosen denen ihre wohnmobile weg nehmen?


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Roma oder Zigeuner? Was nützt die politische Korrektheit?

06.12.2010 um 18:36
@seven_of_nine


Das machen die Franzosen, weil sie nicht zu Ihrem Wort stehen, die Plätze nicht zur Verfügung gestellt haben und auch anderweitig übel drauf sind.

Die Elendesviertel aus Holz und Blech die dort geräumt wurden, das waren immerhin Adressen.

Ich denke also, das Du nicht verstehst. Aber damit bist Du ja im Trend. ^^


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Roma oder Zigeuner? Was nützt die politische Korrektheit?

06.12.2010 um 18:47
@jimmybondy

du bist mir ja ein schönredner. wenn wohnmobile beschlagnahmt werden, habe ich gefragt und nicht nach probleme der sesshaftigkeit.


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Roma oder Zigeuner? Was nützt die politische Korrektheit?

06.12.2010 um 18:52
@seven_of_nine

Ich denke nicht das ich die Problematik schönrede.

Die Zigeunerverbände aber fühlen sich durch die Zahlen in ihrem Verdacht bestätigt, dass sie als ethnisch definierte Bevölkerungsgruppe ins Visier der Polizeiaktionen geraten sind. Sie erinnern daran, dass es in Frankreich seit Jahren einen chronischen Mangel an Stellplätzen gibt, obwohl ein Gesetz aus dem Jahr 2000 Kommunen mit mehr als 5000 Einwohnern verpflichtet, Stellplätze für Wohnwagen zur Verfügung zu stellen, an denen es Strom und Wasser gibt. Im Gegenzug müssen die Landfahrer Kommunalsteuern zahlen. Ohnehin gilt für die „gens du voyage“ eine verschärfte Meldepflicht, sie müssen sich alle drei Monate in einem Polizeikommissariat registrieren lassen.

http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E0F96A1B14DE24882AB35D76A6690C39E~ATpl~Ecommon~Scontent.htm...


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Roma oder Zigeuner? Was nützt die politische Korrektheit?

06.12.2010 um 18:55
Man könnte auch sagen, ich mag dieses Wort nicht mehr benutzen weil man dann annehmen könnte, das ich so wie @seven_of_nine denken würde.

^^


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Roma oder Zigeuner? Was nützt die politische Korrektheit?

06.12.2010 um 18:58
Also ich hab Freunde, die sind Roma. Zu denen sag ich immer : ,,Na ihr Zigeuner''. Aber die stören sich ehrlich gesagt nicht dran. Ich hab genauso einen Kumpel aus Nigeria, zu dem ich immer ,,blöder Neger'' sage. Der stört sich da auch nicht dran.

Ich glaube es kommt echt wirklich darauf an, ob man diese Leute kennt. Wenn man einfach Streitigkeiten und etc. vermeiden will, dann sollte man halt darauf achten. Wenn man Freunde hat, dann find ich das ganz ok.

Auf vielen anderen Sprachen sagt man auch Zigeuner, bzw. gebraucht die genaue Übersetzung. Im kurdischen sagt man: ,,qereçî". Das selbe Wort ist ungefähr auch die Bedeutung für: ,,dumm'', ,,dreckig'' oder ,,verschuldet''.

Ich hab aber nie einen Roma dort gesehen, der sich daran gestört hat. Die bennenen sich dort selber so; hab schon erlebt, dass die sich als stolze qerecis zeigen^^


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Roma oder Zigeuner? Was nützt die politische Korrektheit?

06.12.2010 um 18:58
@jimmybondy

und jetzt herr doktor, willst du auch deine meinung sagen, warum die zigeuner einen so schlechten ruf haben? mir kommt es fast so vor, dass du persönlich noch nie kontakt zu zigeunern hattest und nur den wiki-zigeuner kennst. und meine meinung über zigeuner begründet sich auf persönliche erfahrungen, die keine positiven waren.


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Roma oder Zigeuner? Was nützt die politische Korrektheit?

06.12.2010 um 19:02
@seven_of_nine

Doch ich hatte schon Kontakte. Aber anhand derer bewerte ich nicht Millionen Menschen.
Warum sie so einen schlechten Ruf haben ist ähnlich wie die Wurzeln des Antisemitismus.


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Roma oder Zigeuner? Was nützt die politische Korrektheit?

06.12.2010 um 19:06
@jimmybondy

also besser kann es ein mensch dieser zeit auch nicht formulieren, wie du das hier machst. diese art ähnelt dem sprachgebrauch unseres bundespräsidenten. da kann ich dir nur gratulieren. du hast alle voraussetzungen zu einem politiker. :)


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Roma oder Zigeuner? Was nützt die politische Korrektheit?

06.12.2010 um 20:01
Es ist schlicht die Faktenlage...

Wikipedia: Antiziganismus

Antiziganismus ist geprägt von Stereotypen, die „Zigeunern“ negativ bewertete Eigenschaften zuschreiben wie ununterdrückbares „ewiges Wandern“, kriminelle Veranlagung, Unfähigkeit zu vorsorgender Lebensplanung und Wirtschaftsweise, Arbeitsscheu, Unzuverlässigkeit, Feigheit, Hinterhältigkeit, Unsauberkeit, mangelnde Ordnungsliebe, Streitlust, aber auch ambivalent oder positiv bewertete Eigenschaften wie magische und wahrsagerische Fähigkeiten, große Freiheitsliebe, starke erotische Ausstrahlung, besondere rhythmische und musikalische Fähigkeiten sowie manuelles und körperliches Geschick bei kriminellen oder bestimmten handwerklichen und schaustellerischen Tätigkeiten. Antiziganistische Stereotype beinhalten in Hinsicht auf die Körperlichkeit von „Zigeunern“ physiognomische Merkmalszuschreibungen wie schwarzes Haar, schwarz „blitzende“ Augen, dunkle Hautfarbe und unregelmäßige Gesichtszüge.

In „Meyers Konversations-Lexikon“ (Ausgabe 1888) heißt es: „Was den Charakter der Zigeuner anlangt, so sind dieselben leichtsinnig, treulos, furchtsam, der Gewalt gegenüber kriechend, dabei rachsüchtig, im höchsten Grad cynisch und da, wo sie glauben es wagen zu können, anmaßend und unverschämt. Alle sind dem Betteln ergeben, gestohlen wird besonders von Weibern und Kindern“.[1]

In der deutschen rassetheoretischen und „kriminalbiologischen“ Forschung des Nationalsozialismus (Robert Ritter, Eva Justin, Adolf Würth)[2] wurden Auffassungen von der nicht ortsfesten Lebensweise der als „fremdrassig“ bezeichneten „Zigeuner“, ihres Sozial- und Wirtschaftsverhaltens und ihrer körperlichen und geistigen Fähigkeiten anhand erbbiologischer Denkmuster um die Vorstellung erweitert, dass es sich bei Roma und ihren verschiedenen Untergruppen um ein auf einer möglicherweise steinzeitlichen Entwicklungsstufe von Wildbeuterkulturen zurückgebliebene Ethnie bzw. „Mischrasse“ handele. „Zigeuner“ hätten ihre erblich bedingten gesellschaftsschädlichen Anlagen im Lauf der Geschichte durch endogame Fortpflanzung perpetuiert oder durch sexuelle Kontakte zu marginalisierten Angehörigen der Mehrheitsbevölkerung, deren „minderwertigem Abschaum“ u. ä., zusätzlich gefestigt und verstärkt.[3]. Jenische wurden von der NS-Forschung demgegenüber zwar nicht als „Fremdrassige“, aber ebenfalls als erbbiologisch minderwertiger und besonders gefährlicher „Menschenschlag“ betrachtet, der seine niederen Anlagen durch eine ständige Fortpflanzung in asozialen und kriminellen Milieus erworben oder gefestigt und durch Mischung mit „Zigeunern“ (Roma) auch an diese weitergegeben habe.[4]

Fortgeführt wurde diese Betrachtungsweise nach dem Ende des Nationalsozialismus bis hinein in die 1980er/90er Jahre von dem erbbiologisch und erbhygienisch orientierten Arzt und „Zigeunerberater“ deutscher Regierungen, Hermann Arnold. Inzwischen als ein Außenseiter der „Bevölkerungswissenschaft“ führt Volkmar Weiss die antiziganistische Tradition fort, wenn er Sinti und Roma als eine „erbliche Unterschicht“ minderer „Bevölkerungsqualität“ zur Diskussion stellt, die durch eine im Vergleich zur Mehrheitsbevölkerung überdurchschnittliche Kriminalitätsrate bei unterdurchschnittlicher Intelligenz charakterisiert sei und sich zur Begrenzung des damit verbundenen gesellschaftlichen Konfliktpotenzials weniger für strukturell angelegte Förder- und Bildungsprogramme als für erbsanitäre Maßnahmen der Geburtenkontrolle empfehle.[5]


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