Optimist schrieb am 05.06.2025:und was ist mit manch anderen EU-Ländern, die sich auch nicht immer schön brav an EU-Recht halten?
Ist also nur D der "Musterschüler" und somit der "Dumme", der dadurch Nachteile hat?
Ich weiß schon, wenn andere "ins Wasser springen", muss man es nicht auch tun.
Dennoch finde ich diese Seite der CDU gut, dass die etwas aufmüpfiger sind als die anderen Parteien und nicht so sehr "EU-hörig"
Was ist das denn für eine Logik. Natürlich ist derjenige der sich an Gesetze hält immer der Dumme gegenüber jemandem, der sich nicht an Gesetze hält. Aber soll ich nun Steuern hinterziehen weil mein Nachbar Steuern hinterzieht? Was ist das denn für eine dämliche Logik. Und dann einen Gesetzesbruch als "aufmüpfig" zu framen ist ja nun auch noch völlig Banane.
Arrakai schrieb am 05.06.2025:Hier wollen Juristen Politik gestalten, ohne die entsprechenden Kompetenzen zu haben. Und dann jammern sie, dass Bundestag und Regierunf ihnen nicht Folge leisten.
Auch die Aussage ist völlig Irre. Hier haben Juristen Recht gesprochen und Ihre Auffassung begründet. Und da das Urteil auf dem Fuss der gängigen Rechtssprechung steht, ist das Generalisieren formal auch erst mal völlig richtig. Aber zu jeder Norm, zu jeder Definition in der Rechtswissenschaft findest du abweichende Meinungen (sogenannte Mindermeinungen), deswegen wird es natürlich auch Gegenstimmen zu dem Urteil geben. In Hausarbeiten musst Du sogar teilweise die gängige Rechtssprechung nennen, aber auch diverse Mindermeinungen dazu und dann begründen, wieso Du zu welchem Schluss gekommen bist. Ganz schlimm ist es wenn man einen Professor hat, der selber Fachbücher mit Mindermeinungen publiziert, ich hatte zum Beispiel Strafrecht bei Hruschka, ein prominenten Vertreter einer bestimmten Strafrechtsauslegung als Professor, dh ich habe in den Vorlesungen hauptsächlich seine Ansichten gelernt.
Wikipedia: Joachim Hruschka
Bone02943 schrieb am 07.06.2025:Kommt ja auch immer irgendwie darauf an ob es noch geht. Gibt sicherlich genug, die sind schon früher komplett durch. Und da hilft es wohl kaum sich bin in die Rente zu schleppen, nur um dann völlig kaputt und krank in dieser anzukommen.
aber so ist es nun mal - man muss eine einheitliche Regelung finden, aber der jeder in Rente gehen kann - mit Willkür fehlt irgendwie die Gerechtigkeit.
abberline schrieb:Ausländische Medizinstudenten dazu zu verdonnern, anschließend auf deutschen Dörfern zu praktizieren, ist im Prinzip richtig. Ich hab nur Zweifel, ob das am Ende im grossen Stil funktioniert.
sacredheart schrieb:Ich finde die Idee eigentlich relativ frech von einem Land, das fertig ausgebildete Ärzte aus anderen Ländern flächendeckend einsetzt, besonders aus ärmeren Eu Ländern.
Da bin ich tatsächlich mal teilweise bei
@sacredheart - ich finde es ok mit ausländischen Studenten über eine direkte Weiterbeschäftigung an sich nach der Ausbildung für kostenfreies Studienangebot zu verhandeln, ansonsten gerne einen Obolus zu nehmen. Aber ich finde es frech den Menschen vorschreiben zu wollen, wo sie leben sollen. Ich persönlich würde niemals aufs Land gehen, für keinen Job.