abberline schrieb:Zu meiner Bundeswehrzeit gingen einige Kameraden nach Somalia zum Brunnen bauen. Unterstützt von Soldaten aus Italien.
Nachdem sie weg waren, wurden die Brunnen nicht mehr gewartet etc und gammelten ein paar Jahre später vor sich hin.
Man baut kostenlos Brunnen und ein paar Jahre später fällt dann auf, dass es in den Ländern keine Brunnenbauer mehr gibt, die Brunnen (Pumpen etc) instanthalten können.
Große Teile solcher Entwicklungshilfe haben vermutlich mehr Schaden angerichtet als sie etwas gebracht haben.
Beruhigten aber politische Köpfe und machen sich in der Presse gut.
Hilfe zur Selbsthilfe ist leider viel zu wenig beachtet worden und hat anschließend zu Problemen geführt oder gar zu kompletten Abhängigkeit.
Ein weiteres Problem sind EU Regelungen, derzeit betrifft es eine nicht unerhebliche Menge an Kaffeebauern, die Kleinbauern können sich die digitale Entwaldungs Zertifizierung nicht leisten, damit werden diese vom Export ausgeschlossen und müssen nun sehen wie sie ihre Erzeugnisse verkaufen können.
Da werden Probleme in diesen Ländern geschaffen, die die Ärmsten treffen, obwohl man in Brüssel immer wieder vorgibt für Kleinbauern in der EU aber auch außerhalb einzutreten.
EUDR-Konformität Kenia
Quelle:
https://agrosocialservices.co.ke/eudr-compliance-kenya/Ob solche Vorhaben einen Nutzen haben, das zu erreichen, was man sich vorstellt?
In Indonesiern führte die Zertifizierung für Palmöl dazu, dass Palmplantagen dann auf bereits gerodeten Flächen ausgeweitet wurde und für den Anbau anderer Kulturen dann Regenwaldflächen abgeholzt wurden, für die gab es ja keine Anforderungen.
Ich bin mir sicher auch hier werden findige Geschäftemacher eine Lösung finden, damit diese ihre Kaffee und Kakao Flächen ausweiten können mit einer EU Zertifizierung.