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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

02.02.2015 um 08:01
Glünggi schrieb:Das klappt wenn, eh nur mit der Eingreiffgruppe.
Da kann man nicht auf einzelne Länder zählen.. ist ja auch ein Grenzübergreifender Konflikt.
Klar so ne Wahl kann innere Konflikte hervorrufen..aber es kommt dabei nicht nur auf Nigeria an.
Klar ist dies eine internationale Angelegenheit, und wird auch so gehandhabt. Schließlich hat die afrikanische Union 7500 Soldaten für den Kampf gegen Boko Haram versprochen.

Meine Anmerkung bezüglich der Wahl bezog sich eher darauf, dass, hoffentlich, die nächste Regierung in Nigeria auch die sozialen Problemeendlich mal angeht, weil sonst der Krieg für immer andauern wird.


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Glünggi
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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

02.02.2015 um 08:05
@Taln.Reich
Ja das ist die zentrale Frage. Sonst ist es halt nur Symptombekämpfung und ein erneutes aufflammen nur eine Frage der Zeit.


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02.02.2015 um 08:09
In der niederen Shebelle-Region, Südsomalia, soll das US-Militär einen Luftschlag gegen eine Trainingseinrichtung der Al-Schabab und einen Konvoi der Al-Schabab durchgeführt haben. Dabei sollen 45-60 Al-Schabab-Kämpfer umgekommen sein und die Trainingseinrichtung komplett zerstört worden sein.
Somalia air strike kills over 40 Al-Shabaab militants
February 1, 2015 |

Over 40 Al-Shabaab militants were killed and several others injured in an air strike targeting a militant base in southern Somalia, officials said Saturday.
Abdulkadir Mohamed Nor Sidi, Governor of the Lower Shebelle region in southern Somalia, told Xinhua that the air strike hit an Al-Shabaab convoy and a training camp in the Dugale village.
“Over 40 militants were killed in the air strike and a number of others have been injured. The camp has also been completely destroyed,” Sidi said over telephone.
A resident in the area told Xinhua that the strike was huge and could be heard from a distance. “There was a loud explosion…and we ran away…fearing for our lives.”
However, it was not yet verified whether the strike was conducted by the US or the African Union Mission in Somalia (AMISOM).
The US and AMISOM have carried out similar strikes in the past with the latest being in December, last year, which killed the Al-Shabaab commander Abdishakur Tahlil.
Source: xinhua

Wararka Goobjoog
( http://goobjoog.com/english/?p=9619 )
Somalia: Air Strikes leave scores of militants dead
Feb 01, 2015 - 11:09:40 AM
Image
FEATURED

MARKA, Somalia Feb 1, 2015 (Garowe Online)—Amidst sporadic ground offensives, scores of Al Shabaab militants were killed in air strikes in Lower Shabelle region of southern Somalia on Saturday afternoon according to officials, Garowe Online reports.


Lower Shabelle governor Abdulkadir Mohamed Nur (Siidi) unveiled that strikes made against several positions dealt severe blow to Islamist insurgents: "At least three missiles hit military camp, a building housing foreign Jihadists and fighting vehicle separately," said the government official on BBC Somali Service.

He further noted that 45 to 60 Al Shabaab fighters were killed in the rare aerial attack.

The air strikes carried out by the US targeted the village of Dugule, Nur disclosed.

The militants in the camp are said to have been concluded a training course.

Al Shabaab didn't comment on the airstrike but it comes at a time when they are losing grounds against allied forces in Indian Ocean Operation.

GAROWE ONLINE
( http://www.garoweonline.com/page/show/post/1614/somalia-air-strikes-leave-scores-of-militants-dead )


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

02.02.2015 um 08:09
Glünggi schrieb:Ja das ist die zentrale Frage. Sonst ist es halt nur Symptombekämpfung und ein erneutes aufflammen nur eine Frage der Zeit.
eben.


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02.02.2015 um 16:53
im Südsudan gab es einen weiteren Versuch (den 7. seit Beginn des Bürgerkrieges im Dezember 2013) einen waffenstillstand im Bürgerkrieg zu schließen. Mal sehen, ob er diesmal mehr als ein paar Stunden hält.
Südsudan: Konfliktparteien einigen sich auf Waffenruhe

Nach vier Verhandlungstagen haben sich der südsudanesische Präsident Salva Kiir und sein Rivale Riek Machar auf eine Waffenruhe geeinigt - es ist bereits die siebte seit dem Beginn des Bürgerkriegs. Nachbarstaaten drohen mit Sanktionen, sollte die Feuerpause gebrochen werden.
Südsudanesischer Präsident Kiir (Archivbild): "Komplette Einstellung" der Kämpfe Zur Großansicht
REUTERS

Südsudanesischer Präsident Kiir (Archivbild): "Komplette Einstellung" der Kämpfe

Addis Abeba - Die Konfliktparteien im Südsudan haben einen neuen Anlauf unternommen, um den Bürgerkrieg in dem afrikanischen Staat zu beenden. Der südsudanesische Präsident Salva Kiir und sein früherer Stellvertreter und jetziger Rivale Riek Machar einigten sich laut übereinstimmenden Medienberichten zum wiederholten Mal auf eine Waffenruhe. Mit der "kompletten Einstellung" der Kämpfe werde ab Montagmorgen gerechnet, sagte der Chefvermittler bei den Friedensgesprächen, Seyoum Mesfin, in Addis Abeba.

Wenig später dementierte Machar die Berichte: In dem unterzeichneten Dokument gehe es lediglich um ein Mandat für die geplante Übergangsregierung, aber nicht um deren genaue Struktur, zitierte die Zeitung "Sudan Tribune" Machars Sprecher. "Falls wir uns auf ein endgültiges Friedensabkommen einigen, dann würde die Übergangsregierung bis zum 9. Juli gebildet werden", erklärte Dak. Es gebe jedoch offene Fragen, die vorher geklärt werden müssten.

Vier Tage lang hatten die Konfliktparteien in der äthiopischen Hauptstadt verhandelt, um den seit Dezember 2013 wütenden Konflikt zu beenden. Überwacht wurden die Verhandlungen von dem ostafrikanischen Staatenblock Igad. Schließlich einigten sich Kiir und Machar auf eine erneute Feuerpause - es ist bereits die siebte seit dem Beginn der Kämpfe. Frühere Vereinbarungen waren stets nach wenigen Stunden gebrochen worden.

Das acht Länder umfassende Staatenbündnis Igad versprach, diesmal bei einer Verletzung der Waffenruhe den Uno-Sicherheitsrat sowie den Friedens- und Sicherheitsrat der Afrikanischen Union einzuschalten. Diese müssten dann mit "harten Maßnahmen" reagieren, sagte Chefvermittler Mesfin. Schon in der Vergangenheit hatte die Organisation, der auch der Südsudan selbst angehört, mit Sanktionen gedroht, diese aber nie durchgesetzt.

Nicht einigen konnten sich die Konfliktparteien indes auf die konkrete Ausgestaltung eines von der Igad vorgeschlagenen Abkommens zur Machtteilung im Südsudan. Es herrsche noch Uneinigkeit über die "Struktur der Übergangsregierung" und die Aufteilung der Zuständigkeiten, sagte Machar. Er sprach deshalb von einem Teilabkommen. Die Gespräche sollen am 20. Februar fortgesetzt werden. Der Staatenbund Igad setzte den Konfliktparteien ein Ultimatum bis zum 5. März für ein endgültiges Friedensabkommen.

Kenias Präsident Uhuru Kenyatta sagte zu der Vereinbarung, sie sei nicht das, was sich das südsudanesische Volk gewünscht habe. Der äthiopische Regierungschef Hailemariam Desalegn warnte vor ernsten Konsequenzen, sollte nicht bald eine endgültige Friedenslösung gefunden werden.

Der Südsudan hatte 2011 seine Unabhängigkeit vom Sudan erlangt. Das Land wird seit Dezember 2013 von schweren Kämpfen beherrscht. Begonnen hatte der Konflikt mit einem Zerwürfnis von Kiir und Machar: Der Staatschef warf seinem Stellvertreter einen Putschversuch vor, woraufhin Kiir-treue Soldaten gegen Rebellen kämpften, die wiederum Machar nahestanden. Mittlerweile sind rund 20 bewaffnete Gruppen in dem Konflikt involviert.

Seit Beginn des Bürgerkriegs wurden bereits Zehntausende Menschen getötet und Hunderttausende vertrieben. Der Bürgerkrieg brachte das Land außerdem an den Rand einer Hungersnot.

mka/vek/dpa/AFP
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/suedsudan-kiir-und-machar-einigen-sich-auf-waffenruhe-a-1016233.html )


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02.02.2015 um 21:25
Laut somalischer Armee soll in der Gedo-Region ein höherer Funktionär, der für das Vorbereiten von Sprengstoffanschlägen verantwortlich war,gefangengenommen worden sein.
Somalia: Senior Al Shabaab official captured in Gedo
Feb 01, 2015 - 23:36:04 PM
Image
FEATURED
GARBAHAAREY, Somalia Feb 1, 2015 (Garowe Online)—Somali National Army (SNA) commander in Gedo region of southwestern Somalia has announced the capture of senior Al Shabaab official, Garowe Online reports.

Speaking on Mogadishu-based radio station, Jama Muse said that the terror official is in the hands of government forces.

He didn't disclose his name to media but Musse added that the man had since been responsible for the preparation of explosions.

The capture of the new Al Shabaab official comes less than a week after intelligence official with the group Zakariye Ismael gave himself in and renounced violence.


President Hassan Sheikh Mohamud called for more defections last week.

GAROWE ONLINE
( http://www.garoweonline.com/page/show/post/1622/somalia-senior-al-shabaab-official-captured-in-gedo )


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02.02.2015 um 21:33
in Nigeria gab es einen Anschlag auf eine Wahlkampfveranstaltung des amtierenden Präsidenten Goodluck Jonathan. Dabei sollen zwischen 3 und 10 Menschen gestorben (einshcließlich der beiden Attentäterinen) und 18 Verletzt worden sein.
Anschlag in Nigeria: Attentäterinnen zünden Bombe nach Rede des Präsidenten
Bombenexplosion in Gombe: Attentat folgte auf Rede des Präsidenten Zur Großansicht
REUTERS

Bombenexplosion in Gombe: Attentat folgte auf Rede des Präsidenten

Bei einem Anschlag in Nigeria sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Die Bombe detonierte nach einem Wahlkampfauftritt des Präsidenten Jonathan - der hatte die Veranstaltung nur Minuten zuvor verlassen.

Gombe - Knapp zwei Wochen vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Nigeria haben sich zwei Selbstmordattentäterinnen in die Luft gesprengt. Die Bomben detonierten bei einer Wahlveranstaltung von Präsident Goodluck Jonathan in der Stadt Gombe. Erst wenige Minuten zuvor hatte Jonathans Konvoi den Parkplatz verlassen, als dieser von einer heftigen Explosion erschüttert wurde. Das berichteten Augenzeugen der Nachrichtenagentur AFP.

Nach Angaben der Rettungsdienste wurden neben 18 Verletzten auch die Leichen zweier Frauen ins Krankenhaus gebracht. Dabei habe es sich um die Attentäterinnen gehandelt, hieß es. Ärzte bestätigten die Angaben. Wie viele Menschen bei dem Anschlag ums Leben kamen, bleibt unklar: Laut der Zeitung "The Nation" habe es mindestens drei Tote und 18 Verletzte gegeben, andere Berichte nannten bis zu zehn Todesopfer.

Präsident Jonathan hatte sich in Gombe mit Anhängern seiner Regierungspartei PDP getroffen. Bereits am Sonntag waren in der Stadt mindestens fünf Menschen bei zwei Anschlägen getötet worden. Obwohl sich zunächst niemand zu ihnen bekannte, schrieben Behörden die Attentate Boko Haram zu. Die radikale Islamistengruppe führt seit 2009 im armen muslimischen Norden einen blutigen Kampf für einen islamischen Staat. Präsident Jonathan stammt aus dem christlich geprägten reichen Süden.

Lokalreporter berichteten, die Anschläge in Gombe hätten zu heftigen Krawallen geführt. Zahlreiche junge Männer hätten alle Passanten mit PDP-Abzeichen attackiert und bedroht. Sie hätten Jonathans Besuch für die Gewalt verantwortlich gemacht.

Auch die Millionenstadt Maiduguri war in der Nacht zum Sonntag zum wiederholten Male von den Dschihadisten angegriffen worden. Sie lieferten sich stundenlange Gefechte mit der Armee, die von bewaffneten Bürgern unterstützt wurde. Am Abend meldete dann das nigerianische Militär, der Angriff von Boko Haram sei zurückgeschlagen worden. Die Terroristen hätten massive Verluste erlitten, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Bei den Gefechten sollen Hunderte Boko-Haram-Anhänger getötet worden sein. Auch zahlreiche Zivilisten seien ums Leben gekommen, hieß es. Überprüfen ließen sich die Angaben nicht.

Vor einer Woche hatte die nigerianische Armee eine Offensive der Extremisten auf Maiduguri abwehren können. Die Streitkräfte setzten damals neben Bodentruppen ebenfalls die Luftwaffe ein. Laut der Gesellschaft für bedrohte Völker sei zu befürchten, dass die Gruppe bis zu den Wahlen am 14. Februar mit einer spektakulären Einnahme von Maiduguri den Staat Nigeria und dessen politisches System weiter destabilisieren wolle.

vek/dpa/AFP
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/nigeria-attentaeterinnen-zuenden-bombe-nach-rede-des-praesidenten-a-1016373.html )


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

03.02.2015 um 08:45
Die Tschadischen Truppen, die im Kampf gegen Boko Haram versprochen wurden, greifen nun mit Kampfhubschraubern und Bodentruppen ein, nachdem Kamerun dieser Hilfe zugesagt hatte Bei diesen Eingreifen sind Tschadische Truppen wohl auch nach Nigeria eingedrungen, ohne das dies mit Nigeria abgesprochen war, was Nigeria aber abstreitet. Der Artikel merkt an, dass die Tschadische Armee dichte Verbindungen zur französischen Armee unterhält. Desweiteren werden die Interessen des Tschad an diesen Eingreifen beleuchtet, die darin bestehen, dass der Tschad befürchtet, Boko Haram könnte auch bei ihnen aufkommen, und den Tschad-See, der für den Tschad überlebenswichtig ist, kontrollieren.
Rückkehr alter Kampfgefährten

Im Krieg gegen Boko Haram greift Tschad jetzt offen in Nigeria ein. Ob das abgesprochen wurde, darf bezweifelt werden. Paris allerdings ist bestens informiert.
02.02.2015, von Thomas Scheen, Kano
-
© AFP Vergrößern Auf Gamboru gerichtet: Tschadische Kampffahrzeuge am Sonntag an der Grenze zu Nigeria

Die tschadische Armee macht Ernst mit ihrer Ankündigung, die Islamisten von Boko Haram auf nigerianischem Boden zu bekämpfen. Das ganze Wochenende über haben tschadische Kampfhubschrauber die von den Islamisten gehaltene Ortschaft Gamboru an der Grenze zu Kamerun bombardiert. Zudem sollen tschadische Bodentruppen zumindest zeitweise von Kamerun aus nach Nigeria vorgedrungen sein. Bewohner der Gamboru gegenüberliegenden kamerunischen Stadt Fotokol berichten, dass täglich weitere Truppen, sowohl kamerunische als auch tschadische, in das Grenzgebiet strömen. Der kamerunische Präsident Paul Biya hatte die tschadische Militärhilfe vor zwei Wochen akzeptiert.


Auch im Grenzgebiet von Niger und Nigeria sind inzwischen tschadische Soldaten unterwegs. Am vergangenen Freitag eröffneten sie von Bosso auf nigrischer Seite das Feuer auf Stellungen der Islamisten in der nigerianischen Grenzstadt Malam Fatori. Die tschadischen Soldaten waren dafür mehrere hundert Kilometer über nigrisches Territorium gefahren. Verlässliche Zahlen über Opfer dieser Kämpfe liegen nicht vor. Die tschadische Armee spricht von vier eigenen Toten und mehr als 130 getöteten Islamisten.
Misstrauen gegen Afrikanische Union

Die nigerianische Armee, die am Wochenende nur knapp die Erstürmung der Millionenstadt Maiduguri durch die Islamisten verhindern konnte, äußert sich bestenfalls lakonisch zu den Vorstößen der tschadischen Armee. Deren Angriffe auf Gamboru und Malam Fatori seien Teil der gemeinsamen Anstrengungen zur Bekämpfung von Boko Haram, wiederholte der nigerianische Armeesprecher ein über das andere Mal, und sie seien mit Nigeria abgesprochen. Ob das zutrifft, darf indes bezweifelt werden. Denn sowohl Nigeria als auch Kamerun beschweren sich inzwischen über das Fehlen einer „gemeinsamen Befehlsstruktur“ mit den Tschadern.

Infografik / Karte / Nigeria Boko Haram Gamboru © F.A.Z. Vergrößern

Als die Afrikanische Union (AU) in der vergangenen Woche die Aufstellung einer 7500 Soldaten starken Streitmacht zur Bekämpfung von Boko Haram beschloss, kreisten längst tschadische Kampfflugzeuge über Malam Fatori. Ohnehin ist unklar, ob diese Truppe – abgesehen von der fehlenden Finanzierung – je aufgestellt wird. Bereits 2014 hatten Nigeria, Niger, Tschad, Kamerun und Benin beschlossen, 3000 Soldaten in Baga am Tschad-See zu stationieren, um der Islamisten Herr zu werden. Die Tschader waren damals die ersten, die sich frustriert über die Nigerianer aus dieser Koalition wieder verabschiedeten. Tschads Präsident Idriss Déby schafft nun Fakten, und er schert sich dabei herzlich wenig um die Befindlichkeiten seiner Nachbarn.
Erfolg gibt Tschad recht

Das ist nichts Neues. Auch als sich Frankreich in Mali anschickte, die Islamisten von Al Qaida im islamischen Maghreb (Aqim) zu verjagen, weigerte sich Déby, seine Truppen der afrikanischen Eingreiftruppe zu unterstellen, sondern kooperierte direkt mit dem französischen Oberkommando. Déby wurde dafür von seinen afrikanischen Kollegen heftig gescholten, doch der Erfolg gab ihm recht. Die tschadischen Soldaten waren damals maßgeblich für die Vertreibung der Islamisten aus der Region um Kidal verantwortlich. Genau diese Truppe, knapp 2000 Mann einer Antiterroreinheit sowie der Präsidentengarde, kämpft jetzt an der Grenze zu Nigeria.


Die Kampfkraft der Tschader kommt nicht von ungefähr. Wer tschadische Armee sagt, meint nicht zuletzt französische Armee. Frankreich unterhält seit vielen Jahren einen Luftwaffenstützpunkt in N’Djamena sowie einen weiteren in Abéché an der Grenze zu Sudan. Die Kooperation zwischen den beiden Armeen gilt seit dem Feldzug in Mali als ausgezeichnet. N’Djamena ist inzwischen das Hauptquartier der französischen „Opération Barkhane“, der Nachfolgemission des Mali-Feldzuges „Opération Serval“. Aufgabe der „Opération Barkhane“ ist es, die Bewegungen von Islamisten in der Sahara zwischen Mauretanien im Westen bis Tschad im Osten zu unterdrücken. Dafür verfügen sie unter anderem über drei Drohnen, die abwechselnd von Niger und von Tschad aus aufsteigen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass diese Drohnen inzwischen auch über der nur 100 Kilometer von N’Djamena entfernt liegenden Grenze zu Nigeria kreisen.
Kontrolle des Tschad-Sees überlebenswichtig

Das militärische Engagement Débys in Nigeria hat indes nichts mit nachbarschaftlicher Solidarität zu tun, sondern ist dem eigenen Machterhalt geschuldet. Gefahr hat Déby immer nur von Tschadern jenseits der Grenze gedroht. Das war 2008 so, als Mitglieder seiner eigenen Ethnie, der Zaghawa, in Darfur in Sudan eine Rebellenarmee aufstellten und auf N’Djamena marschierten. Dieser Vormarsch konnte erst vor dem Präsidentenpalast in der Hauptstadt zum Stehen gebracht werden, was wiederum mit dem Eingreifen französischer Kampfflugzeuge zu tun hatte, welche die Nachschubkolonnen der Rebellen zerstörten.

A family, that escaped Boko Haram attacks in both Michika and Cameroon, seek shelter in an uncompleted house in Adamawa © Reuters Vergrößern Auf der Flucht vor Boko Haram: Flüchtlingsfamilie im Bundesstaat Adamawa in NIgeria

Im Fall von Boko Haram ist es vor allem die ethnische Zusammensetzung der Islamistentruppe, die Déby Sorgen bereitet. Boko Haram rekrutiert sich überwiegend aus Mitgliedern der Ethnie der Kanuri, die sowohl in Nigeria als auch in Tschad leben. Immer wieder berichten Überlebende der Massaker von Boko Haram, dass die Angreifer Tschader gewesen seien. Aus den besetzten Ortschaften wiederum wird berichtet, dass es Tschader seien, die sich dort als die neuen Herren aufspielen.

Insofern bekämpft Déby gerade im Ausland die eigenen Landsleute. Er will verhindern, dass Boko Haram stark genug wird, um sich rund um den Tschad-See festzusetzen. Der See ist für die Wirtschaft im Süden Tschads lebenswichtig. Diese Einschätzung teilt Déby mit dem nigrischen Präsidenten Mahammadou Issoufou, dessen Land ebenfalls an den See grenzt. Das ist auch der Grund dafür, warum die tschadische Armee nahezu unbemerkt über nigrisches Gebiet nach Nigeria vorstößt. Der Tschad-See und die Kontrolle der Grenze nach Libyen, woher Waffen und Dschihadisten kommen, sind für beide Länder überlebenswichtig.
( http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/tschad-bekaempft-boko-haram-offen-in-nigeria-13404706.html )


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Glünggi
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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

03.02.2015 um 09:39
@Taln.Reich
Schön wie sich nun Frankreich um den Tschad kümmert, nachdem Gadhafi weg ist.


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04.02.2015 um 08:13
Ein Sprecher des Pentagon gab an, dass in Somalia ein Drohnenagriff auf einen hochrangigen Al-Schabab-Kommandeur, der für die externen Einsätze der Al-Schabab verantwortlich war, durchgeführt zu haben. Ob der Angriff erfolgreich sei, werde noch überprüft.
Kampf gegen Terror in Somalia: USA fliegt Drohnenangriff auf Schabab-Anführer
Al-Schabab-Mitglieder: Miliz aus vielen Gebieten zurückgedrängt Zur Großansicht
REUTERS

Al-Schabab-Mitglieder: Miliz aus vielen Gebieten zurückgedrängt

Das US-Militär setzt seine Angriffe gegen Islamisten in Somalia fort: Wie ein Pentagon-Sprecher berichtete, wurde ein ranghoher Anführer der Schabab-Miliz von einer Drohne unter Feuer genommen.

Washington/Mogadischu - Die US-Luftwaffe hat einen Angriff gegen ein führendes Mitglied der Schabab-Miliz in Somalia geflogen. Südlich der Hauptstadt Mogadischu habe eine Drohne den Kommandeur Jussef Dic ins Visier genommen und mehrere Raketen abgefeuert, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby. Nach Angaben der USA soll der ranghohe Anführer die externen Einsätze der Miliz geplant haben. Zum Ausgang der Attacke äußerte sich das Pentagon zunächst nicht.

Ob Dic ums Leben gekommen sei, werde noch überprüft, hieß es. Im Falle seines Todes würde dies ein weiterer Rückschlag für die radikalislamische Schabab in Somalia bedeuten. Im Herbst hatte das US-Militär eine Offensive gegen die Islamisten gestartet. Das Ergebnis waren mehrere erfolgreiche tödliche Attacken auf Anführer und weltweit gesuchte Terroristen.

Im Kampf gegen den internationalen Terrorismus haben die US-Streitkräfte und ihre Verbündeten die Militanten inzwischen aus Mogadischu und anderen Städten vertrieben - in einigen Gebieten haben die Islamisten jedoch immer noch die Oberhand.

Die Schabab-Miliz will ihre eigene, strikte Auslegung nach dem islamischen Rechts des Korans in Somalia durchsetzen. Die Miliz ist mit dem Terrornetzwerk al-Qaida verbündetet und herrschte mehrere Jahre über weite Gebiete in südlichen und zentralen Landesteilen. Auf sie werden teilweise schwere Anschläge auf Regierungsinstitutionen und Vertreter der Vereinten Nationen zurückgeführt.

daf/AFP/Reuters
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/somalia-usa-fliegen-luftangriff-gegen-schabab-miliz-a-1016591.html )


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04.02.2015 um 16:25
Nach Angabe des tschadischen Generalstabes kam es in der Nigerianischen Grenzstadt Gamboru zu Kämpfen, bei denen 200 Boko Haram Kämpfer und 9 Tschadische Soldaten gestorben sein sollen.
Einsatz in Nigeria: Tschad meldet Tötung von 200 Boko-Haram-Kämpfern
Tschadische Soldaten bei Gamboru: Offensive gegen Dschihadisten Zur Großansicht
AFP

Tschadische Soldaten bei Gamboru: Offensive gegen Dschihadisten

Immer mehr Staaten beteiligen sich am Militäreinsatz gegen die Terrororganisation Boko Haram. Nach einer Großoffensive in Nigeria meldet die Armee des benachbarten Tschad nun Dutzende Tote.

Hamburg - Die Armee des zentralafrikanischen Tschad hat sich erstmals in den Konflikt mit der Terrororganisation Boko Haram eingemischt - und dabei nach unbestätigten Angaben etwa 200 Dschihadisten getötet. Wie der tschadische Generalstab mitteilte, starben bei den Kämpfen in der nigerianischen Grenzstadt Gamboru am Vortag zudem neun tschadische Soldaten. Weitere 21 Soldaten seien verletzt worden.

Die Zahl der Toten auf Seiten von Boko Haram könne noch steigen, weil Gamboru noch durchkämmt werde, hieß es weiter. Nach Angaben aus kamerunischen Sicherheitskreisen flohen Kämpfer der Islamisten angesichts der Gefechte über die Grenze nach Kamerun. Dort wurden sie am Mittwoch in der Stadt Fotokol von der kamerunischen Armee heftig bekämpft.

Im Kampf gegen Boko Haram war die tschadische Armee am Dienstag erstmals von Kamerun aus auf das Gebiet Nigerias vorgedrungen. Nach tagelangen Luftangriffen auf mutmaßliche Stellungen der Rebellen in Gamboru überquerten etwa 2000 tschadische Soldaten von Kamerun aus den Grenzfluss. Zudem wurden auch an der Grenze zwischen dem Niger und Nigeria tschadische Truppen zusammengezogen, wie unter anderem die britische BBC meldet.

Erst vor Kurzem hatte die Afrikanische Union (AU) beschlossen, mit einer eigenen Einsatztruppe gegen die Terrororganisation Boko Haram vorzugehen. An der Mission sollen mindestens 7500 Soldaten teilnehmen.

Zuletzt hatten die Islamisten mehrfach die Millionenstadt Maiduguri im Norden Nigerias angegriffen, waren von der Armee jedoch zurückgeschlagen worden. In Maiduguri wurde Boko Haram vor etwa fünf Jahren gegründet, die Metropole soll Hauptstadt eines islamischen Staates werden. Es sei zu befürchten, dass die Gruppe bis zu den Wahlen am 14. Februar mit einer Einnahme von Maiduguri das politische System Nigerias weiter destabilisieren wolle, teilte die Gesellschaft für bedrohte Völker mit.

Boko Haram kämpft mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit dem Jahr 2009 tötete die Gruppe bei Angriffen auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen etwa 13.000 Menschen.

mxw/AFP
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/boko-haram-tschad-meldet-200-tote-kaempfer-in-nigeria-a-1016648.html )


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04.02.2015 um 17:20
@Taln.Reich
Läuft doch. Endlich geht da mal richtig was.

Die Wahlen könnten unter den Vorzeichen jedoch wirklich heikel werden.
Wahlen zeitlich zu verschieben ist in Afrika aber ebenso schwer wie Wahlen durchzuführen oder?
Ich könnte mir vorstellen, dass schon bei der bloßen Ankündigung einer solchen Verschiebung durch die jetzige Regierung, die Opposition ihre Leute auf die Straße brächte und zusätzliche Unruhen im Süden zu befürchten wären.

Wie wollen die die Wahl eigentlich durchführen?
Wählt der Norden mit oder wie ist das geregelt?


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04.02.2015 um 17:32
Moses77 schrieb:Ich könnte mir vorstellen, dass schon bei der bloßen Ankündigung einer solchen Verschiebung durch die jetzige Regierung, die Opposition ihre Leute auf die Straße brächte und zusätzliche Unruhen im Süden zu befürchten wären.
wäre auch verständlich. Die Wahlen nennenswert zu verschieben, würde wohl all zu sehr als Machtergreifung rüberkommen, die allen die die Regierung nicht leiden können nur noch mehr Rechtfertigung gäbe.
Moses77 schrieb:Wie wollen die die Wahl eigentlich durchführen?
Wählt der Norden mit oder wie ist das geregelt?
ich hatte da mal einen Zeitungsartikel verlinkt, der diesbezüglich zu dem Schluss kam, dass es aufgrund der Boko Haram in den Bundesstaaten Borno, Yobe und Andama ( Karte mit den Bundesstaaten Nigerias hier Wikipedia: Nigeria#mediaviewer/File:Un-nigeria.png ) praktisch unmöglich sei, dort Wahlen abzuhalten, aber das dies womöglich den amtierenden Präsidenten nicht so sehr stören würde, weil in diesen Bundesstaaten die Wähler eher für seinen Konkurenten stimmen würden. Ich verlink den Artikel mal: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/nigeria-boko-haram-ist-nicht-zu-stoppen-13365699.html (ist allerdings von mitte letzten Monats, seitdem hat die Zeit nicht stillgestanden, also mit Vorsicht genießen)


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04.02.2015 um 17:38
@Taln.Reich
Danke für die Infos.
Taln.Reich schrieb:ch hatte da mal einen Zeitungsartikel verlinkt, der diesbezüglich zu dem Schluss kam, dass es aufgrund der Boko Haram in den Bundesstaaten Borno, Yobe und Andama ( Karte mit den Bundesstaaten Nigerias hier Wikipedia: Nigeria#mediaviewer/File:Un-nigeria.png ) praktisch unmöglich sei, dort Wahlen abzuhalten, aber das dies womöglich den amtierenden Präsidenten nicht so sehr stören würde, weil in diesen Bundesstaaten die Wähler eher für seinen Konkurenten stimmen würden.
Die aktuelle Regierung handelt da jetzt entweder vorsichtig oder macht sich einen faulen Lenz mit Kalkül. Kann man sicher so oder so sehen.
Die Demokratie ist in vielen afrikanischen Staaten leider gar nicht vorhanden und in den wenigen, wo es sie gibt, doch recht brüchig.


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04.02.2015 um 17:43
Moses77 schrieb:Die Demokratie ist in vielen afrikanischen Staaten leider gar nicht vorhanden und in den wenigen, wo es sie gibt, doch recht brüchig.
ja, leider, weshalb ich ja auch wirklich hoffe, dass Nigeria stabilisiert werden kann. Nigeria ist das wirtschaftlich stärkste Land des Kontinents (wenn auch sehr ungleich verteilt) wenn Nigeria es hinkriegt, sich in eine stabile Demokratie zu wandeln, könnte es den ganzen Rest des Kontinents mitstabilisieren.


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04.02.2015 um 17:49
@Taln.Reich
Das wäre in der Tat wünschenswert.
Oft reicht ein gutes funktionierendes Vorbild aus, um andere anzuspornen, die Umstände bei sich selbst zu verbessern, wenn man sieht, dass Demokratie möglich ist.

Vorher muss man aber erstmal Boko Haram besiegen, daran führt kein Weg vorbei.


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

05.02.2015 um 08:22
nach den gestrigen von Gamboru, bei denen 200 Boko-Haram-Kämpfer umgekommen sein sollen, hat Boko Haram Rache verübt und in Kamerun ein Dorf angegriffen und hunderte Menschen getötet.
Hunderte Tote in Kamerun: Boko Haram nimmt Rache für Angriff der tschadischen Armee
Verlassene Motorräder in Gamboru (Archiv): Boko Haram flüchtet nach Angriff Zur Großansicht
AFP

Verlassene Motorräder in Gamboru (Archiv): Boko Haram flüchtet nach Angriff

Die Armee des Tschad hatte 200 Kämpfer von Boko Haram getötet - einen Tag später folgt die blutige Antwort. Bei einem Angriff der Terrorgruppe auf ein kamerunisches Dorf sterben Hunderte Menschen.

Jaunde - Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram hat bei einem mutmaßlichen Racheakt Hunderte Menschen in einem Dorf in Kamerun getötet. Der Angriff erfolgte offenbar als Reaktion auf eine Offensive der tschadischen Armee, bei der einen Tag zuvor etwa 200 Islamisten getöten worden waren.

Ein Sprecher der kamerunischen Streitkräfte sagte, dass Dutzende "in den Moscheen, auf den Straßen und in ihren Häusern abgeschlachtet worden" seien. Auch neun tschadische und drei kamerunische Soldaten gehörten zu den Opfern der nigerianischen Fundamentalisten. Der Angriff erfolgte in dem Dorf Fotokol im Norden Kameruns.

Einen Tag vorher hatte die Armee des zentralafrikanischen Tschad nach eigenen Angaben etwa 200 Kämpfer von Boko Haram getötet. Die Truppen hätten versucht, den Ort Gamboru aus den Händen der Boko Haram zu befreien, die ihn schon seit Wochen unter Kontrolle hatten. Es war das erste Vordringen der tschadischen Armee auf nigerianisches Gebiet. Bei den Kämpfen seien viele der Terroristen nach Angaben von kamerunischen Sicherheitskreisen über die Grenze nach Kamerun geflüchtet. Das Dorf Fotokol ist von Gamboru nur durch eine Brücke getrennt.

Boko Haram kämpft für die Gründung eines islamischen Gottesstaates im Norden Nigerias und den angrenzenden Gebieten. Seit 2009 tötete die Terrororganisation etwa 13.000 Menschen. In den vergangenen Monaten griffen die Islamisten verstärkt Ziele im benachbarten Kamerun an. Der Tschad hat deshalb bisher mehrere tausend Soldaten nach Kamerun verlegt.

kry/dpa
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/boko-haram-toetet-dutzende-bei-gegenoffensive-in-kamerun-a-1016780.html )


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

05.02.2015 um 08:26
Indessen weiter südlich, im Golf von Guinea, haben Piraten einen Öltanker überfallen, den ersten Offizier getötet und 3 Seeleute als Geiseln genommen.
Geiselnahme im Golf von Guinea: Piraten töten griechischen Offizier bei Überfall auf Tanker

Vor Nigeria ist ein Frachter einer griechischen Reederei von Piraten überfallen worden. Die Gangster nahmen drei Seeleute als Geiseln und ermordeten den Ersten Offizier.

Emden - Der Angriff ereignete sich in der Nähe des Hafens: Piraten haben ein griechisches Tankschiff im Golf von Guinea überfallen und dabei den Ersten Offizier des Schiffes getötet. Drei Seeleute, zwei Griechen und ein Pakistani, seien als Geiseln genommen worden, so die griechische Küstenwache.

Zum Zeitpunkt des Überfalls seien 23 Besatzungsmitglieder an Bord der "Kalamos" gewesen, darunter insgesamt zehn Griechen.

Das Schiff fährt den Angaben zufolge unter der Flagge Maltas und war ohne Fracht aus China nach Nigeria unterwegs. Der Tanker liege nun vor der Küste Nigerias bei Qua Iboe vor Anker, so die griechische Küstenwache.

Zwischen Januar und September 2014 habe es 33 Überfälle in der Gegend gegeben, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. 2013 war im Golf von Guinea ein Frachter einer deutschen Reederei von Piraten angegriffen worden.

Was wurde eigentlich aus den Piraten von Somalia? Das lesen Sie hier.

vet/dpa/AFP
( http://www.spiegel.de/panorama/justiz/piraten-ueberfallen-tanker-vor-nigeria-a-1016795.html )


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

05.02.2015 um 08:31
und in Somalia wurde ein höherrangiger Al-Schabab-Funktionär von der somalischen Armee gefangengenommen und nach Mogadishu, zum weiteren Verhör, überstellt.
Al Shabaab commander captured in Somalia
February 3, 2015 |

Somali authorities on Tuesday announced the capture of a senior commander of the Al-Shabaab militant group in Somalia’s Middle Shabelle region.
“The commander was detained by the Somali national army,” Mohamed Osman, a senior official, told The Anadolu Agency.
He said the top militant, identified as Olow Barow, had been wounded while fighting near Fidow in the Middle Shabelle region.
Barow is now expected to be taken to capital Mogadishu for interrogation.
Last week, two Al-Shabaab commanders were captured alive after clashing with Somali army troops in the neighboring Gedo region.
In recent days, Al-Shabaab training camps in Middle Shabelle, Lower Shabelle and Gedo have been the target of airstrikes.
On Tuesday, at least 27 militants were killed in an airstrike in southern Somalia.
“The airstrike targeted Al-Shabaab camps in Bulo-gudud town in the Lower Jubba region,” Col. Mohamed Sheikh Abdi told local media, while refraining from saying who had carried out the strike.
A top Al-Shabaab leader and scores of group members were killed on Saturday near Dinsoor, a town in Somalia’s southwestern Bay region, in a strike believed to have been carried out by a U.S. drone.
Dinsoor is one of the few remaining urban centers still controlled by Al-Shabaab, which for several years now has been battling the Mogadishu government.
On Sept. 2, 2014, a U.S. drone attack killed Al-Shabaab leader Ahmed Godane. And as the year ended, Al-Shabaab intelligence chief Abdi Tahliil was likewise killed by a drone attack.
Since the outbreak of civil war in 1991, the troubled country in the Horn in Africa has remained in the grip of on-again, off-again violence.
Last year, fractious Somalia appeared to inch closer to stability after government troops and African Union forces – deployed in the country since 2007 – drove Al-Shabaab from most of its strongholds.
The militant group, however, has continued to stage attacks against government forces and African peacekeepers.
Source: AA

Wararka Goobjoog
( http://goobjoog.com/english/?p=9765 )


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

06.02.2015 um 20:05
Jetzt hat Boko Haram auch noch im Niger angegriffen...die machen sich ziemlich viele Feinde.
Terror in Afrika: Boko Haram greift erstmals den Niger an
Boko-Haram-Flagge in Kamerun: Angriff im Niger Zur Großansicht
AFP

Boko-Haram-Flagge in Kamerun: Angriff im Niger

Der Terror der Dschihadistengruppe Boko Haram weitet sich auf immer mehr Länder aus. Nun hat die Miliz offenbar zum ersten Mal den Niger angegriffen - allerdings mit nur kurzfristigem Erfolg.

Dakar - Kämpfer der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram haben Augenzeugen zufolge erstmals Ziele im Nachbarland Niger angegriffen. Die aus Nigeria stammende Miliz griff einen Militärstützpunkt im Grenzort Bosso am Tschadsee an. Dort soll es zu heftigen Gefechten zwischen Soldaten und den militanten Islamisten gekommen sein. Über mögliche Opferzahlen gab es zunächst keine verlässlichen Angaben.

Die Kämpfe hätten am Freitagmorgen begonnen, erklärte der Gouverneur der Provinzhauptstadt Diffa, Yacouba Soumana Gaoh. Gegen Mittag sei "die Ordnung wiederhergestellt worden". Boko Haram hatte Bosso offenbar vorübergehend eingenommen, bevor die Kämpfer wieder nach Nigeria zurückgedrängt wurden.

Dabei kamen widersprüchlichen Angaben zufolge Soldaten aus dem Niger und dem Tschad zum Einsatz. Ein Gouverneur erklärte jedoch, lediglich nigrische Soldaten hätten die Boko-Haram-Kämpfer vertrieben.

Der Konflikt weitet sich aus

Der Angriff markiert einen weiteren Schritt hin zu einer Regionalisierung des Konflikts. Boko Haram hat in den vergangen Monaten bereits häufig Ziele im Nachbarland Kamerun angegriffen und dort zuletzt am Mittwoch bei einem Racheakt Hunderte Menschen in einem Dorf getötet.

Der Angriff erfolgte offenbar als Reaktion auf eine Offensive der tschadischen Armee, bei der einen Tag zuvor etwa 200 Islamisten getötet wordenwaren. Der Tschad hat rund 2000 Soldaten nach Kamerun verlegt, um dem Nachbarland bei der Bekämpfung von Boko Haram zu helfen. Zuvor hatte die Afrikanische Union am Wochenende den Aufbau einer 7500 Mann starken Eingreiftruppe beschlossen.

Boko Haram kämpft für die Gründung eines islamischen Gottesstaats im Norden Nigerias und den angrenzenden Gebieten. Seit 2009 tötete die Terrororganisation etwa 13.000 Menschen.

mxw/dpa/AFP/AP/Reuters
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/boko-haram-greift-nach-kamerun-auch-den-niger-an-a-1017196.html )


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