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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

11.11.2014 um 07:43
spon spricht, im Zusammenhang zu den oben gennanten Bombenanschlag und der (etwas weiter oben beschriebenen) Massenentführung wortwörtlich von einem "Krieg gegen Kinder":
Boko-Haram-Terror in Nigeria: Krieg gegen Kinder

Von Christoph Sydow
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AP/dpa

47 tote Schüler, 79 verletzt: Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram hat erneut bewiesen, dass sie auch vor Kindern nicht haltmacht. Ihr Anführer sagt: "Wir haben hier ein Kalifat errichtet."

Abuja - "Westliche Bildung ist Sünde" - das bedeutet der Name Boko Haram auf Deutsch. Die militanten Islamisten gehen in Nigeria rücksichtslos gegen Schulen vor, die etwas anderes lehren als den Koran und das islamische Recht.

Am Montag sprengte sich ein Selbstmordattentäter in der Stadt Potiskum in einer Jungenschule in die Luft. Die Jugendlichen hatten sich gerade zum morgendlichen Appell des Schulleiters versammelt, als der Täter den Sprengsatz zündete. Bei dem Anschlag wurden mindestens 47 Schüler getötet und 79 weitere Kinder und Jugendliche verletzt. Die Opfer waren im Teenager-Alter.

Mit dem Attentat ist die Hoffnung auf einen Waffenstillstand zwischen Nigerias Regierung und Boko Haram endgültig beendet. Mitte Oktober hatte die Armee voreilig eine Einigung mit den Terroristen verkündet, auch die mehr als 200 seit April verschleppten Schülerinnen sollten bald freikommen. Nichts dergleichen ist passiert. Stattdessen ist die Gewalt in weiten Teilen des Krisenlandes in den vergangenen Wochen noch einmal eskaliert.

Am Sonntag veröffentlichten die Extremisten ein Video, in dem sie ihren Machtanspruch untermauerten. "Wir haben hier ein Kalifat errichtet", verkündete Boko-Haram-Anführer Abubakar Shekau in dem dreiviertelstündigen Video. Eine Waffenruhe mit der Staatsführung wies der Islamistenführer kategorisch zurück. Schwerbewaffnete Kämpfer jubeln Shekau in dem Video zu.

Boko Haram kennt keine Skrupel

Doch die Islamisten bekämpfen gar nicht in erster Linie die Armee, sondern terrorisieren die Zivilbevölkerung. Oft attackieren sie wehrlose Gruppen, etwa Schüler, die an Einrichtungen mit westlichen Lehrplänen lernen. Im Namen des Islam führt Boko Haram Krieg gegen Kinder.

Im Februar waren bewaffnete Angreifer im Bundesstaat Yobe in den Schlafsaal eines Internats eingedrungen. Sie töteten mindestens 40 Schüler. Im Juli 2013 starben bei einem ähnlichen Überfall 42 Jugendliche.

Die Regierung in Abuja reagiert hilflos auf diese Gräueltaten. Als erste Reaktion wurden am Montag alle Schulen in Potiskum bis auf Weiteres geschlossen. Die Menschen in Nordnigeria sind inzwischen zermürbt. Sie sind enttäuscht, dass die Armee die Lage nicht in den Griff bekommt. Als Soldaten am Montag zu der überfallenen Schule in Potiskum eilten, wurden sie von einer aufgebrachten Menge mit Steinen beworfen. Wütende Eltern hielten den Behörden Versagen vor, weil die Schule nicht eingezäunt war. Schon vor drei Monaten sei auf dem Schulgelände eine Bombe erst in letzter Minute entdeckt und entschärft worden.

Doch gegen Täter, die keine Skrupel haben, sich inmitten von Kinderscharen in die Luft zu sprengen, gibt es kaum ein Mittel.

Seit 2009 hat Boko Haram bei ihrem Kampf für ein religiöses Regime in Nigeria mehr als 10.000 Menschen getötet - Polizisten, Soldaten, Kirchgänger. Und Hunderte Schüler.
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/nigeria-boko-haram-fuehrt-krieg-gegen-kinder-a-1002093.html )


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

14.11.2014 um 07:50
und wo das Militär nicht in der Lage ist, für Sicherheit zu sorgen, nehmen die Anwohner den Kampf gegen Boko Haram selbst in die Hand:
Widerstand gegen Islamisten in Nigeria: Dorfbewohner locken Boko-Haram-Kämpfer in Hinterhalt
Islamisten um Boko-Haram-Anführer Shekau (M.): 75 Tote in Nigeria Zur Großansicht
AFP

Islamisten um Boko-Haram-Anführer Shekau (M.): 75 Tote in Nigeria

Boko Haram terrorisiert den Norden Nigerias seit Jahren, nun hat die Terrorgruppe eine empfindliche Niederlage erlitten: Die Bewohner eines Dorfs haben die Islamisten in eine Falle gelockt - und Dutzende erschossen.

Abuja - Im Norden Nigerias haben Jäger Dutzende Islamisten der Terrorgruppe Boko Haram aus ihrem Dorf vertrieben und mindestens 75 von ihnen getötet. Die Extremisten hätten das Dorf Mahia im nordöstlichen Bundesstaat Adamawa am Montag nach schweren Kämpfen mit der nigerianischen Armee eingenommen, berichtete die Zeitung "Premium Times". Nun ist es Bürgern gelungen, die Islamisten in einen Hinterhalt zu locken und die Kontrolle über ihr Dorf zurückzugewinnen, wie das Blatt unter Berufung auf Augenzeugenberichte schreibt.

"Die Jäger haben die Verfolgung der Boko Haram aufgenommen und viele Mitglieder getötet", erklärte demnach ein Anwohner. "Wir gratulieren ihnen zu diesem tapferen Sieg." Einer der Jäger sagte: "Wir mussten diese Bastarde bekämpfen. Sie quälen unser Land und ermorden unschuldige Menschen." Viele Bürger fürchteten nun aber eine Vergeltungsattacke der Islamisten und seien aus dem Ort geflohen, hieß es weiter.

Die Boko Haram, die im Norden des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas einen Gottesstaat aufbauen will, hat in der Region bereits zahlreiche Dörfer unter ihre Kontrolle gebracht. Bei Anschlägen sind in den vergangenen Jahren Tausende Menschen ums Leben gekommen. Zuletzt hatten die Islamisten Dutzende Kinder bei einem Bombenanschlag auf eine Schule getötet. Die Gruppe wird auch verdächtigt, hinter einer ähnlichen Attacke mit fast 50 Todesopfern zu stehen.
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/boko-haram-in-nigeria-jaeger-toeten-dutzende-islamisten-a-1002680.html )


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18.11.2014 um 07:46
Kamerun hat, in Reaktion auf übergiffe Boko Harams auf Kamerunische Dörfer von Nigeria aus, 58 Boko Haram Mitglieder festgenommen:
Boko Haram: Kamerun nimmt Dutzende Islamisten fest

Die Armee von Kamerun hat Dutzende Mitglieder der Terrorgruppe Boko Haram gefasst. Die Extremisten greifen von Nigeria aus immer wieder Dörfer in dem Nachbarstaat an.

Jaunde - Wochenlang verfolgten die Streitkräfte Kameruns die Extremisten, dann schlugen sie zu: Dutzende Mitglieder der nigerianischen Terrorgruppe Boko Haram wurden am Wochenende gefangen genommen, berichtete die Zeitung "Le Messager" am Montag.

Insgesamt 58 Islamisten aus dem benachbarten Nigeria seien nahe den Ortschaften Kousséri und Petté im Norden des zentralafrikanischen Landes aufgespürt worden. Damit sei eine sorgfältig geplante Militäroperation zu Ende gegangen, deren Ziel es war, die Terroristen zu vertreiben, hieß es. Zahlreiche Waffen seien sichergestellt worden, berichtete ein Militärsprecher, der anonym bleiben wollte.

Kämpfer von Boko Haram, was sinngemäß "westliche Bildung ist Sünde" heißt, überqueren immer wieder die Grenze nach Kamerun und greifen dort Dörfer an. Die Gruppe will im Norden des Nachbarlandes Nigeria einen Gottesstaat aufbauen. Bei Anschlägen der Extremisten sind in den vergangenen Jahren bereits Tausende Menschen ums Leben gekommen.

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Markt im Norden Nigerias wurden derweil mindestens 13 Menschen getötet. 65 weitere seien zum Teil schwer verletzt worden, zitierte die Zeitung "Premium Times" am Montag Polizeisprecher Haruna Mohammed.

Viele Tote bei Bombenanschlag in Nigeria

Eine Frau sprengte sich offenbar in die Luft, als zahlreiche Händler und Kunden am Sonntagabend kurz vor der Schließung des Marktes letzte Geschäfte erledigten. Eine aufgebrachte Menge habe daraufhin einen Mann gelyncht, der verdächtigt worden sei, für das Attentat mitverantwortlich zu sein, hieß es weiter. Erst vor knapp zehn Tagen waren bei einem Anschlag auf eine Bank im gleichen Ort ebenfalls 13 Menschen ums Leben gekommen.

Zu den Attentaten bekannte sich zunächst niemand. Es wird jedoch vermutet, dass Boko Haram verantwortlich ist.
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/boko-haram-kamerun-nimmt-dutzende-islamisten-fest-a-1003387.html )


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18.11.2014 um 07:48
In Burkina Faso hat man sich derweil auf den Diplomaten Michel Kafando als Übergangspräsidenten geeinigt:
Burkina Faso: Ein Diplomat als Übergangspräsident

Seine Ernennung soll nach der Machtübernahme des Militärs für Ruhe in Burkina Faso sorgen: Der Diplomat Michel Kafando wurde in dem westafrikanischen Krisenstaat zum Übergangspräsidenten bestimmt.

Ouagadougou - Rund zwei Wochen nach dem Rücktritt von Langzeitpräsident Blaise Compaoré ist der Diplomat Michel Kafando zum Übergangspräsidenten von Burkina Faso ernannt worden. Das teilte das Wahlkomitee in dem westafrikanischen Krisenstaat mit.

Der 72-Jährige soll einen Regierungschef auswählen und ein Kabinett ernennen. Bei den Wahlen, die für Ende 2015 geplant sind, darf er nicht antreten.

Sein Vorgänger war Ende Oktober unter dem Druck von Massenprotesten zurückgetreten, woraufhin zunächst das Militär die Macht übernommen hatte. Compaoré wollte die Verfassung ändern lassen, um länger an der Macht zu bleiben.

Am Sonntag hatten Vertreter von Streitkräften und Zivilgesellschaft in Ouagadougou eine Übergangscharta unterzeichnet, die als vorläufige Verfassung dienen soll. Kafando hat in Frankreich studiert und war jahrelang Botschafter des Landes.

Nach dem Sturz Compaorés hatte der frühere Vizechef der Präsidentengarde, Isaac Zida, zunächst die Macht übernommen. Als Folge des internationalen Drucks stimmte er dann aber zu, einem zivilen Staatschef Platz zu machen.
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/burkina-faso-diplomat-kafando-ist-uebergangspraesident-a-1003296.html )


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19.11.2014 um 07:43
Human Rights Watch meldet, dasses in der D.R. Kongo im Rahmen einer Aktion gegen Bandenkriminalität zu 51 Morden durch die Polizei gekommen sien soll:
Human Rights Watch: Polizei im Kongo soll mindestens 51 Menschen getötet haben

In einem Bericht erhebt die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch Vorwürfe gegen die kongolesische Polizei: Bei einer Operation gegen Bandenkriminalität sollen mehr als 51 junge Männer exekutiert worden sein.

Kinshasa - Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) wirft der Polizei im Kongo vor, bei einer dreimonatigen Aktion gegen Gangkriminalität mindestens 51 Menschen umgebracht zu haben. Zudem soll sie für das Verschwinden von mindestens 33 weiteren Menschen verantwortlich sein.

In einem Bericht von HRW schildern Zeugen, wie Polizisten in Uniform unbewaffnete, junge Männer auf offener Straße oder in ihren Häusern exekutieren, um die Bevölkerung einzuschüchtern. Oft seien die Familien der Getöteten Augenzeugen gewesen. Laut HRW handelt es sich bei vielen Opfern nicht um Gangmitglieder. Um die Taten zu vertuschen, seien Journalisten und Ärzte eingeschüchtert, Angehörigen der Zugang zu den Verstorbenen verwehrt worden.

Im vergangenen November hatte die kongolesische Polizei die großangelegte Operation "Likofi" gestartet, zu deutsch: "Faustschlag". Drei Monate lang sollten die Sicherheitskräfte die Aktivitäten krimineller Banden in der Hauptstadt Kinshasa eindämmen. "Die Operation 'Likofi' war eine brutale Polizeikampagne, die eine Spur kaltblütiger Morde nach sich zog", sagte jetzt Daniel Bekele, Afrika-Beauftragter von HRW.

Der Bericht von HRW, der auf mehr als hundert Schilderungen von Polizisten, Regierungsbeamten und Familienangehörigen der Getöteten basiert, ist die zweite große Untersuchung von "Likofi": Kongos Innenminister Richard Muyej hatte im Oktober einen Bericht der Uno abgestritten, in dem von neun Getöteten die Rede war. Er sei veröffentlicht worden, um die Regierung zu destabilisieren, sagte Muyej damals. Kurz darauf war ein hochrangiger Uno-Mitarbeiter im Kongo von Muyej zur unerwünschten Person erklärt worden.

Eine Stellungnahme der Regierung zu den aktuellen Vorwürfen liegt noch nicht vor.
( http://www.spiegel.de/panorama/justiz/human-rights-watch-polizei-im-kongo-soll-51-menschen-getoetet-haben-a-1003496.html )


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

20.11.2014 um 07:32
In Burkina Faso sichert sich das Militär, trotz der Einigung auf einen zivilen Übergangspräsidenten, noch einiges an Macht, indem der vorherige Militärmachthaber Zida zum Übergangspräsidenten gemacht wird:
Burkina Faso: General Zida als Regierungschef vereidigt
Präsident Kafando (r.) vereidigt Zida (l.) als Regierungschef: Neue Stabilität? Zur Großansicht
DPA

Präsident Kafando (r.) vereidigt Zida (l.) als Regierungschef: Neue Stabilität?

Im krisengeschüttelten Burkina Faso steht die Übergangsregierung: Staatschef Kafando hat Oberstleutnant Isaac Zida zum Chef der Interimsregierung ernannt. In einem Jahr soll es Neuwahlen geben.

Ouagadougou - Der bisherige Militärmachthaber Isaac Zida ist zum Übergangsregierungschef von Burkina Faso ernannt worden. Ein entsprechendes Dekret erließ Interimspräsident Michel Kafando. Er hatte zuvor dem Rundfunksender Radio France gesagt, dass die Armee eine wichtige Rolle bei der "Stabilisierung" des Landes spielen müsse.

In Burkina Faso hatte es vor rund drei Wochen einen Umsturz gegeben: Der langjährige Staatschef Blaise Compaoré trat unter dem Druck von Massenprotesten zurück und floh an die Elfenbeinküste. Das Militär übernahm unter Führung von Oberstleutnant Zida die Macht.

Übergangsphase soll 2015 enden

Anschließend einigten sich Vertreter der Streitkräfte und der Zivilgesellschaft auf eine Charta, die eine einjährige Übergangsperiode unter der Führung eines zivilen Präsidenten vorsieht. Die Verhandlungspartner einigten sich zugleich darauf, dass der Übergangsregierungschef aus dem Militär kommen könne.

Erst am Dienstag war der langjährige Diplomat Kafando als Interimspräsident von Burkina Faso vereidigt worden. Der 72-Jährige war mehrere Jahre lang Uno-Botschafter des westafrikanischen Landes. Nach einer einjährigen Übergangsphase sollen im November kommenden Jahres Wahlen stattfinden - Kafando darf dann nicht selbst antreten.
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/burkina-faso-isaac-zida-als-regierungschef-vereidigt-a-1003871.html )


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

20.11.2014 um 09:07
@Taln.Reich
An dieser Stelle noch einmal danke für Dein Engagement in diesem Thread.
Ich weiss wie das ist, wenn man in einem Thread postet und irgendwie keine Reaktion darauf folgt. Also sei Dir gesagt, dass ich Deine Beiträge aufmerksam lese, auch wenn ich keine Meinung dazu äussere.


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

20.11.2014 um 09:13
@Glünggi
Danke, dass du hier mitliest. Es postet sich aber ziemlich einsam, wenn daraus keine Diskussion wird.


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

20.11.2014 um 10:33
@Taln.Reich
Ja... man fragt sich was für einen Sinn es macht zu posten, wenn es ja anscheinend eh keinen Interessiert. Darum ja auch mein Post ;)
Ich bin im Moment halt eher im Beobachtermodus...und guck mir die Entwicklungen an.
Afrika ist in Bewegung und ich hab keinen Peil wohin die Reise führt.
Es ist auch ein komplexes Thema da man dort halt eben auch "extrem sinnvolle" Grenzverläufe hat.
Da sind soviele Stämme und Völker die miteinander verstrickt sind...und das läuft ja alles im Hintergrund ab... wir sehen ja nur die Oberfläche.


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funnyfee
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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

20.11.2014 um 10:50
@Taln.Reich
Ich möchte mich genau wie @Glünggi auch als regelmäßige Mitleserin outen.
Danke für deine Mühe und deine wertvollen Beiträge.


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

20.11.2014 um 13:38
Dito.

Nur leider gibt es darauf auch nicht viel zu schreiben. Es sind keine so polarisierenden Konflikte wie z.b. ukraine oder ähnliches.
Es sind aus westlicher warte nichtmal Konflikte, weil es entweder einen konkreten bösen gibt der uns aber nichts anzuugehen scheint (boko haram) oder anderweitig irgendwelche einem Westler eher unbekannten leute einander stürzen.

Traurig aber wahr.


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20.11.2014 um 13:47
Shionoro schrieb:Nur leider gibt es darauf auch nicht viel zu schreiben. Es sind keine so polarisierenden Konflikte wie z.b. ukraine oder ähnliches.
Es sind aus westlicher warte nichtmal Konflikte, weil es entweder einen konkreten bösen gibt der uns aber nichts anzuugehen scheint (boko haram) oder anderweitig irgendwelche einem Westler eher unbekannten leute einander stürzen.
ja, aber ist das nicht falsch? Liegt das nicht einfach nur daran, dass wir nicht genau hinsehen? Es ist ja nicht so, das Boko Haram aus dem nichts kommen würde, ebensowenig wie die Hamas aus dem nichts kommt. Und, wenn genauso über die politische Zukunft Burkina Fasos wie über die der Ukraine diskutiert werden würde, würde die Diskussion darüber dann nicht auch zu endlosen Allmy-Beiträgen führen?

Es lässt sich nur deswegen nicht so viel schreiben, weil niemand hinsieht. Ich versuche hinzusehen.


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20.11.2014 um 13:52
@Taln.Reich

Genau das ist auch das richtige.

Das Problem ist, wie gesagt, meiner Ansicht nach, dass niemand dazu eine starke Meinung hat und sich keiner findet mit dem man streiten kann.
Auf streit basieren die meisten allmy Themen mit vielen beiträgen.

Im denken der meisten liest sich eine von dir verfasste Meldung vermutlich eher so 'schwarze bekommen mal wieder nichts hin'.

Und das, obwohl gerade Nordafrika uns sehr wohl so einiges angeht.
Und Nigeria eines der Länder mit den meisten Einwohnern ist und immer weiter wächst-

Man wundert sich über Flüchtlinge und will sie nicht haben, aber wirklich interessieren für Afrika tun sich die wenigsten.

Genau darum finde ich wichtig und richtig was du machst.


Dazu kommt, dass es im westen keinerlei Propaganda, also Stellung beziehen, beim Thema Afrika gibt (außer bei so Themen wie mali und lybien natürlich), und daher keine talkshow und keine kontrovers diskutierten Themen in der fernsehlandschaft auftauchen.


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21.11.2014 um 22:44
Ein Gericht in Uganda hat fünf Angeklagte wegen des Vorwurfs der Genitalverstümmelung junger Mädchen zu Gefängnisstrafen verurteilt. Die in Afrika weit verbreitete Praxis ist in dem ostafrikanischen Land 2010 verboten worden.

Unter den zu je vier Jahren Haft Verurteilten seien vier Frauen, bestätigte ein Polizeisprecher. Sie hatten alle auf schuldig plädiert. Es ist das erste Mal, dass Uganda Gefängnisstrafen wegen dieses Vergehens verhängt werden.
http://www.srf.ch/news/international/erstmals-gefaengnisstrafen-nach-genitalverstuemmelungen
Ich find ja 4 jahre zuwenig.. aber immerhin.


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22.11.2014 um 10:16
Wir lagen vor Madagaskar und hatten die Pest an Bord.
Die Pest galt als ausgerottet: Nach einem Bericht der WHO ist die Infektionskrankheit nun aber auf Madagaskar ausgebrochen. Von August bis Mitte November seien von den Gesundheitsbehörden auf der Insel vor der Ostküste Afrikas bereits 119 infizierte Menschen registriert worden, von diesen seien 40 gestorben.

Regierung und WHO seien gemeinsam bemüht, die Infektionskrankheit, die durch Flöhe auf Nagetieren übertragen wird, einzudämmen. Erschwerend komme aber hinzu, dass die Flöhe mittlerweile resistent seien gegen ein Insektizid. Eine nationale Einsatzgruppe habe ihre Arbeit aufgenommen. Empfehlungen für Reise- oder Handelseinschränkungen macht die WHO zurzeit nicht.
http://www.srf.ch/news/international/pest-grassiert-auf-madagaskar


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22.11.2014 um 18:04
Wer nicht aus dem Koran vorlesen konnte, musste sterben: Kämpfer der radikal-islamischen Al-Shabaab-Miliz haben bei einem Terroranschlag auf einen Reisebus im Nordosten Kenias mindestens 28 Menschen getötet
http://www.srf.ch/news/international/al-shabaab-miliz-richtet-massaker-an-zivilisten-an

So Du bist als nächstes wieder dran @Taln.Reich


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22.11.2014 um 18:19
@Glünggi
also ich hab zurzeit nur den Bericht des Spiegels über den Vorfall in Kenia, über den du bereits berichtet hast, auf Lager:
Angriff in Kenia: Schabab-Terroristen exekutieren 28 Busreisende

Wer nicht aus dem Koran zitieren konnte, starb per Kopfschuss: Beim Überfall auf einen Reisebus in Kenia sind 28 Menschen getötet worden. Hinter der Bluttat soll die somalische Schabab-Miliz stecken.

Nairobi - Das Grenzgebiet von Kenia zu Somalia gilt als hochgefährlich, immer wieder kommt es in der Region zu Terroranschlägen. Eine besonders dramatische Attacke ereignete sich am Samstagmorgen gegen 5.45 Uhr (Ortszeit), mindestens 28 Menschen kamen ums Leben. Mutmaßliche Kämpfer der radikal-islamischen Schabab-Miliz hätten einen Bus im Dorf Arabia im Bezirk Mandera überfallen, sagte ein Behördensprecher.

Anschließend seien die Angreifer mit dem Bus zur somalischen Grenze gefahren und hätten dort jeden erschossen, der nicht in der Lage war, aus dem Koran zu zitieren. So wollten die Attentäter laut Polizei herausfinden, wer kein Muslim ist.

Offenbar hatten die Schabab-Einheiten zunächst geplant, mit Bus und Geiseln über die Grenze nach Somalia zu fahren. Allerdings sei das Gefährt auf der nicht asphaltierten Straße stecken geblieben, hieß es.

Die Opfer, darunter sieben Frauen, seien mit Kopfschüssen umgebracht worden. Ein anderer Behördensprecher sagte der Zeitung "Daily Nation", an dem Angriff in den frühen Morgenstunden seien rund 100 Bewaffnete beteiligt gewesen. Der Bus war auf dem Weg in die kenianische Hauptstadt Nairobi. Nach Recherchen des Blattes hatten knapp 60 Passagiere eine Fahrt mit dem Bus gebucht.

Unter den Toten seien womöglich auch vier Polizisten, sagte der Polizeichef des Bezirks Mandera, Noah Mwivanda, der Zeitung. Dies hätten ihm zwei jungen Frauen berichtet, die entkommen seien und die Beamten von ihrem Versteck aus unter den Toten gesehen hätten. Bestätigen konnte er den Tod der Kollegen zunächst aber nicht.

Behörden fürchten eine Falle der Schabab

Es gebe Pläne, das Gebiet zunächst aus der Luft zu überwachen, bevor man Sicherheitskräfte dorthin entsende, sagte Mwivanda. Grund dafür sei ein ähnlicher Angriff im vergangenen Jahr in demselben Gebiet. Damals habe der Anschlag als Falle für die Sicherheitskräfte gedient - acht Polizisten seien damals bei ihrem Einsatz getötet worden.

Die Miliz, mit dem Terrornetzwerk al-Qaida verbündet, legt die islamische Rechtsprechung Scharia äußerst brutal aus. Immer wieder gibt es öffentliche Hinrichtungen und Amputationen.
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/kenia-terroristen-der-schabab-toeten-28-menschen-in-reisebus-a-1004415.html )


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22.11.2014 um 18:34
Taln.Reich schrieb:Wer nicht aus dem Koran zitieren konnte, starb per Kopfschuss:
Widerwärtiger geht's wohl nicht mehr. Menschenleben scheinen für diese Terroristen keinerlei Bedeutung zu haben. Was Shabab und Boko Haram angeht, muss dringend was passieren.


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22.11.2014 um 18:45
@Aldaris
und was stellst du dir vor, soll passieren? Und wie willst du es durchsetzen?


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22.11.2014 um 18:46
Das ist die große Preisfrage, wie Europa bzw Deutschland in Afrika tätig werden sollte und ob überhaupt.


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