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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

27.03.2015 um 07:23
In Nigeria wurden zwei Al-Jazeera-Reporter von den Behörden in ihren Hotel festgesetzt und die Kameras konfisziert.
Al-Jazeera-Reporter unter Arrest: Nigerias Militär setzt Journalisten fest
Terror in Nigeria: Das Militär setzte nun zwei Journalisten fest Zur Großansicht
AFP/ Boko Haram

Terror in Nigeria: Das Militär setzte nun zwei Journalisten fest

Zwei Reporter des Senders Al Jazeera dürfen ihr Hotel in Nigeria nicht verlassen. Sie haben im Norden des Landes gedreht, wo das Militär gegen Boko Haram kämpft.

Maiduguri/Hamburg - Die nigerianische Armee hat zwei Journalisten von Al Jazeera in der im Nordosten des Landes gelegenen Stadt Maiduguri festgesetzt. Das melden der arabische Sender und das nigerianische Verteidigungsministerium. Die Journalisten Ahmed Idris und Ali Mustafa würden bis auf weiteres in ihren Hotelzimmern festgehalten, heißt es. Ihre Kameras seien konfisziert worden.

Wie das Ministerium mitteilte, würden die Reporter derzeit im Hotel festgehalten, nachdem sie den Behörden in einer Gegend aufgefallen wären, in der das Militär derzeit Operationen gegen die islamistische Rebellengruppe Boko Haram durchführt. Ihr Filmmaterial würden nun untersucht.

Das Ministerium hatte unlängst eine Warnung an ausländische Journalisten ausgesprochen, was "unautorisierte Aktivitäten" in der Einsatzregion angeht.

Boko Haram kämpft seit Jahren mit Anschlägen und Massenentführungen gegen die nigerianische Regierung. Vor etwa einem Jahr verschleppte die Miliz mehr als 200 Schülerinnen und sorgte damit weltweit für Entsetzen. Erst kürzlich berichteten Zeugen von neuen Massenentführungen. Soldaten aus dem Nachbarland Tschad fanden zudem in Damasak ein Massengrab. Im November war Boko Haram in die Stadt eingefallen und hatte Dutzende Menschen getötet.

Das nigerianische Militär befindet sich derzeit in einer Offensive gegen die Miliz. Der nigerianische Präsident Goodluck Jonathan will Boko Haram innerhalb eines Monats besiegen und vertreiben. "Ich bin sehr optimistisch, dass wir nicht länger als einen Monat brauchen werden, um die Territorien zu erobern, die bisher in den Händen von Boko Haram waren", sagte Jonathan unlängst dem britischen Sender BBC.

Zuletzt hatte die nigerianische Armee die sunnitischen Extremisten mit Unterstützung von Truppen aus vier Nachbarländern immer weiter zurückgedrängt und zahlreiche Dörfer aus ihren Händen befreit.

Boko Haram hat sich mittlerweile nach eigenen Angaben der Terrorgruppe "Islamischer Staat" angeschlossen.
( http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/nigerias-militaer-setzt-journalisten-von-al-jazeera-fest-a-1025669.html )


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27.03.2015 um 07:30
In Somalia werden derweil hunderte Soldaten der Jubaland-Verwaltung und AMISOM's in eine neue Front für Al-Schabaab eingsetzt, die Al-Schabaab-Kämpfer, die sich nach der Eroberung von Kudhaa-Island in den Wald Badamadow an der somalisch-Kenianischen Grenze zurückgezogen haben, zu bekämpfen.
IJA and AMISOM Amasses Troops in the countryside
March 26, 2015 |

IJA forcesTroops from Interim Jubbaland Administration and AMISOM peacekeepers are deployed into new fronts in lower Jubba region where Alshabab fighters are on their back foot.

Hundreds of heavily armed IJA forces, supported by AMISOM have been seen amassing in Kulbiyow, bordering with Kenya, in their bid to push Alshabab fighters out from the countryside.

Fighters who fled Kudhaa island a fourth night a go have moved to Badamadow jungle near the Kenyan border, which a perfect hideout for militants for a long time.

IJA and AMISOM are considering all options to prevent Alshabab to regroup or cross the border in to Kenya.

Kulbiyow commissioner Mohamed Ismael told Goobjoog that the troops are ready to get into action and would clear Alshabab from their hideouts in the bush.

Goobjoog News
( http://goobjoog.com/english/?p=12221 )


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28.03.2015 um 04:29
Derweil haben Al Schabaabs ein Hotel in Mogadischu angegriffen in dem Regierungsvertreter logierten
http://www.srf.ch/news/international/islamisten-stuermen-hotel-in-mogadischu
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28.03.2015 um 04:38
Und in Nigeria:
Nur gerade einen Tag vor der Präsidentenwahl in Nigeria meldet die Armee die Eroberung des Hauptquartiers der Terrormiliz Boko Haram im Nordosten Nigerias.t
http://www.srf.ch/news/international/nigerias-armee-nimmt-boko-haram-zentrale-ein
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29.03.2015 um 09:33
In Nigeria fing gestern die Wahl an. Es gab Attentate der Boko Haram und eine technische Panne, wegen derer die Wahl um einen Tag verlängert wurde. Es wird ein knappes Ergebnis erwartet.
Anschläge in Nigeria: Terror zur Präsidentenwahl
Checkpoint im Bundesstaat Bayelsa: "Wir haben euch gewarnt" Zur Großansicht
REUTERS

Checkpoint im Bundesstaat Bayelsa: "Wir haben euch gewarnt"

Überschattet von Angriffen haben in Nigeria die Präsidentschaftswahlen begonnen. Amtsinhaber Goodluck Jonathan muss sich gegen den früheren Militärdiktator Buhari behaupten.

Bei mutmaßlich von der Islamistengruppe Boko Haram verübten Angriffen auf Wahllokale sind im Nordosten Nigerias mehrere Menschen getötet worden. Die Anschläge am Samstag ereigneten sich in mindestens zwei Dörfern im Bundesstaat Gombe. Einem Wahlhelfer zufolge riefen die Angreifer: "Wir haben euch davor gewarnt, zur Wahl zu gehen!"

In der ostnigerianischen Stadt Enugu explodierte eine Bombe vor einem Wahllokal. Dabei wurde nach Angaben der Polizei niemand getötet.

Im Bundesstaat Borno sollen bei einem Boko-Haram-Überfall 15 Menschen ums Leben gekommen sein.

Boko-Haram-Anführer Abubakar Shekau hatte mit Anschlägen auf die Parlaments- und Präsidentschaftswahl gedroht. Die Islamisten halten den Urnengang für "unislamisch".

Rund 360.000 Polizisten sind im Einsatz, um Zusammenstöße zwischen Anhängern der großen politischen Lager sowie mögliche Anschläge der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram zu verhindern.

Knapper Ausgang erwartet

In Afrikas größter Demokratie sind rund 70 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, entweder den christlichen Amtsinhaber Goodluck Jonathan oder seinen muslimischen Herausforderer Muhammadu Buhari zu wählen. Belastbare Ergebnisse werden nicht vor Montag erwartet.

Die Wahl war ursprünglich bereits für den 14. Februar angesetzt, wurde aber wegen des Terrorfeldzugs von Boko Haram verschoben.
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Boko Haram in Nigeria: Mordende Sekte, hilflose Jäger

Beobachter rechnen mit einem knappen Wahlausgang. Sie räumen dem 72 Jahre alten früheren Militärdiktator Buhari gute Chancen auf einen Sieg ein. Sollte der 57 Jahre alte Amtsinhaber Jonathan tatsächlich unterliegen, wäre es der erste Wahlsieg der Opposition seit der Rückkehr des westafrikanischen Lands zur Demokratie 1999.

Zu den Terrordrohungen kommen technische Probleme: Hacker kaperten die Webseite der Wahlkommission. Geräte zum Einlesen der neuen biometrischen Wählerkarten versagten ausgerechnet, als Jonathan sich registrieren wollte.

Angeblich Hauptquartier erobert

Wähler müssen sich zunächst in einem der rund 150.000 Wahllokale registrieren lassen. Vom frühen Nachmittag bis zum späten Abend können sie dann ihre Stimme abgeben. Nigerianer wählen meist nach ethnischer Abstammung und Religionszugehörigkeit. Ungefähr die Hälfte der 178 Millionen Nigerianer sind Muslime und etwa 45 Prozent sind Christen, hauptsächlich im Süden des Landes.

Boko Haram kämpft mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit dem Jahr 2009 tötete die Gruppe bei Angriffen auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen mehr als 13.000 Menschen. Das nigerianische Militär wird im Kampf gegen Boko Haram mittlerweile von Truppen aus den Nachbarländern Kamerun, Niger und Tschad unterstützt.

Einen Tag vor den Parlamentswahlen hatte die Armee einen spektakulären Coup verkündet: Sie meldete, das Hauptquartier der Terrorgruppe Boko Haram erobert und zerstört zu haben.

Vor der Wahl hatte Nigeria für drei Tage seine Landesgrenzen geschlossen. Dadurch solle der friedliche Ablauf gewährleistet werden. Auch der Autoverkehr am Wahltag wurde auf Anordnung der Polizei bis auf wenige Ausnahmen verboten.
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/nigeria-terror-zum-wahlauftakt-a-1026076.html )

Die Nigerianischen Wähler jedoch scheinen sich von der Gewalt und den technischen Pannen nicht so sehr abschrecken zu lassen:
Anschläge bei Präsidentenwahl: Nigerias Wähler trotzen Pannen und Terror
Wählerinnen im Flüchtlingslager Maiduguri: 70 Millionen Wahlberechtigte Zur Großansicht
AFP

Wählerinnen im Flüchtlingslager Maiduguri: 70 Millionen Wahlberechtigte

Die Präsidentenwahl in Nigeria ist von Anschlägen überschattet worden. Bei Angriffen von Boko Haram gab es viele Tote. Trotz der Gewaltdrohungen standen Millionen Bürger stundenlang in Schlangen vor den Wahllokalen.

Überschattet von islamistischer Gewalt und technischen Pannen haben in Nigeria Präsidentschafts- und Parlamentswahlen stattgefunden. Die Sicherheitsvorkehrungen waren scharf: Rund 360.000 Polizisten waren im Einsatz, um Zusammenstöße zwischen Anhängern der großen politischen Lager sowie mögliche Anschläge der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram zu verhindern.

Die Wahl war ursprünglich bereits für den 14. Februar angesetzt, wurde aber wegen des Terrorfeldzugs von Boko Haram im Nordosten des Landes verschoben. Auch am Samstag gab es erneut Opfer. Bei einem Anschlag im nordöstlichen Dorf Barutai wurden mindestens 23 Menschen getötet, einige davon wurden einem örtlichen Beamten zufolge mit Kettensägen geköpft.

Bei zwei Boko-Haram-Angriffen auf Wähler in der Region wurden Medienberichten zufolge weitere sechs Menschen getötet. Bei einem Autobombenanschlag auf ein Wahllokal in südöstlichen Enugu hingegen wurde niemand verletzt. Unbekannte Hacker legten zeitweise auch die Webseite der Wahlkommission lahm.

Trotz Drohungen und Einschüchterungen hatten sich knapp 70 Millionen Menschen sich in die Wahllisten eingetragen. Sie mussten sich am Samstagmorgen zunächst in einem der rund 150.000 Wahllokale registrieren lassen, erst am Nachmittag begann die eigentliche Abstimmung.

Es wird ein enges Rennen zwischen dem christlichen Amtsinhaber Goodluck Jonathan und seinem muslimischen Herausforderer Muhammadu Buhari erwartet. Sollte der 57 Jahre alte Amtsinhaber Jonathan tatsächlich unterliegen, wäre es der erste Wahlsieg der Opposition seit der Rückkehr des westafrikanischen Lands zur Demokratie 1999.

Wegen technischer Probleme bei der Registrierung gab die Wahlkommission später bekannt, dass die Abstimmung in einigen Orten erst am Sonntag stattfinden würde. Belastbare Ergebnisse wurden daher nicht vor Montag erwartet.
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/nigeria-waehler-trotz-anschlaegen-und-pannen-a-1026100.html )


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31.03.2015 um 07:52
Aufgrund der gefallenen Ölpreise, schlechter Infrastruktur und wegen politischer Unruhen, findet derzeit ein Rückzug internationaler Ölkonzerne aus Nigeria statt.
Verkauf von Ölfeldern: Westliche Konzerne ziehen sich weiter aus Nigeria zurück
Total-Ölbohrinsel vor Nigerias Küste: Marode Anlagen erschweren Geschäft Zur Großansicht
AFP

Total-Ölbohrinsel vor Nigerias Küste: Marode Anlagen erschweren Geschäft

Terror, Unruhen und fallende Ölpreise machen das Geschäft in Nigeria für westliche Ölkonzerne zunehmend unattraktiv. Unternehmen wie Shell und Total verabschieden sich schrittweise aus dem leidgeplagten Land.

Paris - Die Ölförderung in Nigeria lohnt sich für die westlichen Ölkonzerne offenbar immer weniger. Nach dem britisch-niederländischen Multi Shell macht sich auch der französische Total-Konzern auf den Rückzug.

Total teilte am Montag mit, man habe den Verkauf eines zehnprozentigen Anteils an einem Förderprojekt an die nigerianische Firma Aiteo abgeschlossen. Es ist bereits die dritte nigerianische Förderlizenz, die Total abgibt. Zusammen hat das Unternehmen mit den Verkäufen bereits mehr als eine Milliarde Dollar kassiert.

Total will sich in Zukunft auf nur noch wenige Projekte in Nigeria konzentrieren - und steht damit nicht allein da. Konkurrent Shell hatte bereits im vergangenen Jahr seinen Rückzug aus dem Land eingeläutet - und in der vergangenen Woche seine Beteiligung an jenem Projekt veräußert, von dem sich nun auch Total getrennt hat. Käufer war auch in diesem Fall die einheimische Firma Aiteo, sie zahlte 1,7 Milliarden Dollar.

In Nigeria werden pro Tag rund 2,2 Millionen Fässer Erdöl produziert - so viel wie in keinem anderen afrikanischen Land. Die westlichen Ölmultis haben von diesem Boom jahrzehntelang profitiert - und wurden immer wieder wegen verheerender Umweltverschmutzungen kritisiert. Erst kürzlich erklärte sich Shell bereit, rund 70 Millionen Euro an 15.600 Fischer und Bauern aus dem Niger Delta zu zahlen, deren Existenzgrundlage bei zwei Ölkatastrophen im Jahr 2008 vernichtet wurde.

Der nun angetretene Rückzug der Konzerne dürfte für die Menschen vor Ort aber kein Grund zum Aufatmen sein. Nichtregierungsorganisationen fürchten, dass die lokalen Unternehmen noch weniger Rücksicht auf die Gesundheit der Menschen und den Umweltschutz nehmen werden - und fordern die Großkonzerne auf zu bleiben.

Doch für die rechnen sich viele Projekte einfach nicht mehr. Ein Grund dafür ist der stark gefallene Ölpreis, der aufwendige Bohrungen nicht mehr rentabel erscheinen lässt. Aber auch die marode Infrastruktur und politische Unruhen schrecken die Multis ab. Im Norden des Landes kämpft die Terrorgruppe Boko Haram mit Gewalt für einen islamischen Staat. Seit dem Jahr 2009 hat sie dabei rund 13.000 Menschen getötet. Am Wochenende fanden unter großen Sicherheitsvorkehrungen Präsidentenwahlen statt.

stk/dpa-AFX
( http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/shell-und-total-verkaufen-oelfelder-in-nigeria-a-1026234.html )


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31.03.2015 um 07:59
Derweil findet in Nigeria ebenfalls die Stimmauszählung statt. Laut US-Amerikanischen und Britischen Außenministerium gäbe es Hinweise auf vorsätzliche politische Beeinflußung, aber nicht auf systematische Manipulation.
Präsidentenwahl in Nigeria: USA und Großbritannien besorgt über Stimmauszählung
Offizielle bei der Stimmauszählung: "Beunruhigende Anzeichen für politische Beeinflussungen" Zur Großansicht
AFP

Offizielle bei der Stimmauszählung: "Beunruhigende Anzeichen für politische Beeinflussungen"

In einer gemeinsamen Erklärung haben die Außenminister der USA und Großbritanniens die Stimmauszählung der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Nigeria kritisiert. Sie sehen Anzeichen für "politische Beeinflussung".

Abuja - US-Außenminister John Kerry und sein britischer Kollege Philip Hammond haben sich vor Bekanntgabe der Ergebnisse der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Nigeria besorgt über mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Stimmenauszählung gezeigt. In einer gemeinsamen Erklärung hieß es, der "größtenteils friedliche" Verlauf der Wahl sei zu begrüßen. Es gebe auch keinen Hinweis auf "systematische Manipulation".

Doch die Anzeichen, dass es bei der Auszählung der Stimmen "vorsätzliche politische Beeinflussungen" gegeben haben könne, seien "beunruhigend". Jeder Versuch eines Wahlbetrugs würde gegen "Buchstaben und Geist des Abkommens von Abuja" verstoßen, zu dem sich die beiden großen nigerianischen Parteien verpflichtet hätten.

Die Wahlkommission erklärte, es gebe "keinerlei Anhaltspunkt" für die Einmischung von Parteien bei der Auszählung. Kommissionssprecher Kayode Idowu sagte, entsprechende Befürchtungen entbehrten "jeglicher Grundlage".

Bei der Präsidentenwahl wurde ein knappes Rennen zwischen dem amtierenden Staatschef Goodluck Jonathan von der regierenden Peoples Democratic Party (PDP) und Muhammadu Buhari von der Oppositionspartei All Progressives Congress (APC) erwartet.

Damit ein Präsidentschaftskandidat in der ersten Runde siegt, muss er nicht nur die meisten Stimmen erhalten, sondern auf mindestens 25 Prozent in zwei Dritteln der 36 Bundesstaaten und dem Hauptstadtterritorium Abuja kommen. Die am Samstag abgehaltenen - und wegen technischer Pannen am Sonntag in 300 Lokalen nachgeholten - Wahlen in Afrikas bevölkerungsreichstem Land wurden von Anschlägen der Islamistengruppe Boko Haram überschattet.

Boko Haram kämpft mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Nach Angaben der Uno hat die Terrormiliz alleine in diesem Jahr schon 1000 Zivilisten in Nigeria und den umliegenden Ländern umgebracht. Zudem verübten die Extremisten unzählige Menschenrechtsverletzungen, sagte Kyung Wha Kang vom Uno-Nothilfebüro am Montag vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. "Es gibt häufig Berichte über schlimme Menschenrechtsverletzungen wie sexuelle Gewalt und Kinderhandel."

mka/dpa/AP/Reuters/AFP
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/nigeria-usa-und-grossbritannien-besorgt-ueber-stimmauszaehlung-a-1026292.html )


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31.03.2015 um 08:05
In einem Vorort von Merca, Somalia, wurde ein Konvoi der AMISOM mit einer Ferngezündeten Bombe angegriffen. Besagte AMISOM-Truppen eröffneten daraufhin das Feuer auf Zivilisten, die in der Nähe waren, wobei zwei dieser Zivilisten starben.
AMISOM allegedly kills two in Marca town
March 29, 2015 |

At least two have been confirmed died after remote control bomb targeted with AMISOM convoy passing in one of the suburbs of Marca, a coastal town situated 90km southwest of Mogadishu.
Reports indicate that the two people died after AMISOM soldiers opened fire on civilians who happened to be at the scene during the explosion.
Troops of AMISOM launched operations to pursue the perpetrators though no one was arrested for the explosion.
The inspection curtailed the movement of people and public vehicles for hours.
No AMISOM causalities reported and its officials did not comment on the incident yet.
It was 27th august 2012 when government forces backed by AMISOM troops dislodged Al-Shabab fighters from Marca town.

Wararka Goobjoog
( http://goobjoog.com/english/?p=12324 )


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31.03.2015 um 08:07
Ebenfalls in Somalia hat sich ein hochrangiger Geheimdienst-Offizier der Al-Schabaab den Regierungstruppen ergeben.
Senior Al-shabab officer surrenders to the federal government
March 30, 2015 |

Reports from Bakol region state that senior Al-shabab member named Bashaan Ali Hassan aka Mohamed Ali has surrendered to Somali National Army officials in Hudur town.
Bashaan was senior intelligence officer of Al-shabab in Lower Shabelle and Bakool regions as local people confirm.
Abdirahman Mohamed Osman aliases Tima-Adde, one of SNA officials has told state onwed radio that the surrender of official will be is big blow to al-Shabaab and its leaders.
The commander of SNA in Bakol region has noted investigations to clear the reason behind the surrender are underway.
“We are doing investigations and results will be released soon but i can confirm that Bashaan is in the hands of Somali government” he said.

Wararka Goobjoog
( http://goobjoog.com/english/?p=12361 )


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31.03.2015 um 11:41
In Uganda haben Unbekannte die leitende Staatsanwältin im Prozess gegen 13 mutmassliche Attentäter der somalischen al-Shabaab-Miliz getötet. Joan Kagezi wurde auf dem Weg zu ihrem Haus bei Kampala von Männern auf einem Motorrad erschossen. Die Details zu dem Fall sind noch dürftig. Die getötete Staatsanwältin Kagezi leitete die Anti-Terror-Abteilung der Staatsanwaltschaft.
http://www.srf.ch/news/international/anschlags-prozess-wird-staatsanwaeltin-zum-verhaengnis


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01.04.2015 um 09:15
Bezüglich der Wahl in Nigeria: alles sieht danach aus, dass der Herausforderer Buhari gewonnen hat, der noch amtierende Präsident Jonathan hat seine Wahlniederlage eingestanden, und rief dazu auf, Ruhe zu bewahren.
Präsidentenwahl in Nigeria: Herausforderer Buhari triumphiert deutlich
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AP/dpa

Der erste demokratische Machtwechsel in Nigeria ist perfekt: Die Wahlkommission hat Herausforderer Muhammadu Buhari zum klaren Sieger erklärt. Amtsinhaber Goodluck Jonathan zeigte Größe in der Niederlage.

Jetzt ist es offiziell: Herausforderer Muhammadu Buhari hat die Präsidentenwahl in Nigeria gewonnen. Laut offiziellem Endergebnis erhielt der 72-Jährige fast 2,6 Millionen Stimmen mehr als Amtsinhaber Goodluck Jonathan. Für Buhari stimmten am vergangenen Wochenende 54, für Jonathan 45 Prozent der Wähler. Damit ist der erste demokratische Machtwechsel in dem Land perfekt.

Zuvor hatte Jonathan bereits seine Niederlage eingeräumt. Er rief seine Anhänger auf, die Ruhe zu bewahren und nicht mit Gewalt auf die Wahlschlappe zu reagieren. "Einheit, Stabilität und Fortschritt sind für Nigeria wichtiger als alles andere", sagte der Verlierer.

"Ich habe dem Land freie und faire Wahlen versprochen", fuhr Jonathan fort. "Ich habe mein Wort gehalten." Bis zum offiziellen Ende seiner Amtszeit werde er alles in seiner Macht Stehende für das Wohl der Nation zu tun. Ein Sprecher des 72 Jahre alten Wahlsiegers Buhari lobte Jonathan: "Durch diesen Schritt wird er zum Helden. Das wird die Spannungen deutlich abschwächen." Nach den letzten Wahlen 2011 war es zu blutigen Unruhen gekommen.

Die Bevölkerung hatte Jonathan - einem Christen aus dem Süden des Landes - schon lange vorgeworfen, im Kampf gegen die islamistische Terrorgruppe Boko Haram gänzlich versagt zu haben.

Jubel im Norden

Die Extremisten wollen im muslimisch geprägten Norden Nigerias einen Gottesstaat durchsetzen und haben in den vergangenen Jahren bei brutalen Anschlägen über 14.000 Menschen getötet. Vom 72-jährigen Buhari, einem Muslim mit langjähriger Militärerfahrung, versprechen sich viele Bürger nun eine härtere Hand im Umgang mit den Fundamentalisten.

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9 Bilder
Endergebnis in Nigeria: Buhari jubelt, Jonathan gratuliert
Von Ende 1983 an hatte Buhari bereits für knapp zwei Jahre als Militärdiktator regiert. Er setzte die Verfassung außer Kraft und beschnitt Freiheitsrechte. Seine Regierung konnte die damals bestehenden wirtschaftlichen Probleme jedoch nicht lösen und wurde ihrerseits weggeputscht. Nigeria ist der größte Ölexporteur des Kontinents und auch die größte Volkswirtschaft. Die Mehrheit der Nigerianer lebt jedoch immer noch in großer Armut.

In vielen Städten vor allem im Norden brach spontaner Jubel aus, als das Wahlergebnis bekannt wurde. In der ethnisch und religiös gespaltenen Millionenmetropole Kaduna strömten Hunderte Menschen tanzend und singend auf die Straßen. "Wir danken Gott!", riefen sie in Sprechchören.

syd/dpa/Reuters/AFP
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/nigeria-wahl-muhammadu-buhari-siegt-gegen-goodluck-jonathan-a-1026581.html )
Präsidentschaftswahl: Nigerias Staatschef Jonathan gesteht Niederlage ein
Herausforderer Buhari: "Ich denke, er räumte die Niederlage ein" Zur Großansicht
AP/dpa

Herausforderer Buhari: "Ich denke, er räumte die Niederlage ein"

Nigerias Präsident Goodluck Jonathan hat seinem Herausforderer Muhammadu Buhari zu seinem Wahlsieg gratuliert. Offizielle Wahlergebnisse gibt es noch nicht.

Der Präsident Nigerias Goodluck Jonathan hat offiziell seine Niederlage bei den Präsidentschaftswahlen eingestanden. Er habe seinem Herausforderer Muhammadu Buhari zum Wahlsieg gratuliert, sagte Jonathan. Zugleich rief er seine Anhänger auf, die Ruhe zu bewahren und nicht mit Gewalt auf die Wahlschlappe zu reagieren. "Einheit, Stabilität und Fortschritt sind für Nigeria wichtiger als alles andere", sagte der Verlierer.

"Ich habe dem Land freie und faire Wahlen versprochen", fuhr Jonathan fort. "Ich habe mein Wort gehalten." Bis zum offiziellen Ende seiner Amtszeit werde er alles in seiner Macht Stehende für das Wohl der Nation zu tun. Ein Sprecher des 72 Jahre alten Wahlsiegers Buhari lobte Jonathan: "Durch diesen Schritt wird er zum Helden. Das wird die Spannungen deutlich abschwächen."

Ein offizielles Wahlergebnis liegt noch nicht vor.

In der nordnigerianischen Stadt Kaduna hatten zuvor bereits die Anhänger von Oppositionskandidat Buhari den sich abzeichnenden Sieg gefeiert. Hunderte Nigerianer stürmten auf die Straßen stürmten und feierten Buhari mit Gesängen.

Endgültig besiegelt wurde Buharis Sieg letztlich durch das Ergebnis im Staat Borno. Dort siegte der oppositionelle Herausforderer mit 94 Prozent der Stimmen. Damit lag er landesweit schlussendlich mit 2,57 Millionen Stimmen vor Jonathan. Borno ist einer der Bundesstaaten, die am meisten unter der Gewalt der Islamistengruppe Boko Haram leiden. Jonathans Gegner hatten ihm vorgeworfen, den blutigen Aufstand der Bewegung nicht in den Griff zu bekommen.

Boko Haram kämpft mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Nach Angaben der Uno hat die Terrormiliz allein in diesem Jahr schon tausend Zivilisten in Nigeria und den umliegenden Ländern umgebracht.

mka/syd/Reuters/AFP
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/nigeria-praesident-soll-herausforderer-zu-wahlsieg-gratuliert-haben-a-1026523.html )

Wobei mir ehrlich gesagt nicht ganz wohl bei der Wahl eines ehemaligen Militärdiktator ist. Andererseits kann ich, angesichts dessen wie sehr sich die Sicherheitslage unter Jonathan verschärft hat, auch verstehen, warum die Nigerianer so gewählt haben.


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01.04.2015 um 09:24
in Somalia wurden 15 Personen, die verdächtigt werden, für Angriffe auf öffentliche Verkehrsmittel und Militäreinrichtungen verantwortlich zu sein, festgenommen.
Security Operation in Lower Shabelle Nabs 15 Suspects
March 31, 2015 |

SNAA security operation by Somali National Army and African peacekeeping forces AMISOM has nabbed at least 15 suspects in lower Shabelle, especially between Leego and Burhakabo.

Lego commissioner Abukar Abdulahi Isak told Goobjoog that there were 3 other suspects gunned down in the operation who were trying to flee.
Some of the arrested suspects were transferred to Mogadishu for further investigation.

There have been attacks on public transport and army installations in most of this part of the region and the security forces have been trying to address.

Goobjoog News
( http://goobjoog.com/english/?p=12382 )


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01.04.2015 um 11:06
Taln.Reich schrieb:sieht danach aus, dass der Herausforderer Buhari gewonnen hat,
ist inzwischenzeit bestätigt:
http://www.srf.ch/news/international/nigeria-feiert-neuen-praesidenten-buhari
2069441 buhari1 jpeg9207edbf1669b66bd88f
Und so gewinnt ein ehemaliger Putschist die Wahlen :D
Der geläuterte Demokrat... naja wir werdens sehen...
Ps.. das soll seine Tochter sein:
Zahra-Buhari
Mag es wohl nicht wenn man ihr auf die Schultern klopft ;)


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

01.04.2015 um 11:26
omg....
daddy
January 13, 2015 Buhari gon islamize the country but Zahra will be on the news everyday ba? Kaji kwo. Sharia isn’t that bad tho we go manage. — k’obi (@Mhagayr)”

“January 13, 2015 Dear Zahra I can even change my surname to Buhari just to show you how much I love you already. — lordFT (@femiTRIPP)”

“I’m voting for Buhari because of his daughter. Idc Idc. — Uche Odoh (@KingUcheOdoh) January 13, 2015″
SR mpT9BbDlZzL2LI5KTNBzxtDOAeE7zP6TQut11
Ochay.... :D


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

02.04.2015 um 08:47
auf einer Sondersitzung des UN-Menschenrechtsrates hat der UN-Hochkomissar für Menschenrechte die Gräultaten der Boko Haram schwer kritisiert. In einer Resolution wurde die Internationale Gemeinschaft aufgerufen, Nigeria, Niger, Tschad und Kamerun bei dem Kampf gegen Boko Haram zu unterstützen.
Boko Haram: Uno beklagt Missbrauch von Frauen und Kindern in Nigeria
Uno-Menschenrechtskommissar al-Hussein: Forderung nach internationaler Hilfe Zur Großansicht
AP

Uno-Menschenrechtskommissar al-Hussein: Forderung nach internationaler Hilfe

"Diese abscheulichen Massaker müssen gestoppt werden": Die Uno hat grausame Details des Terrorfeldzugs von Boko Haram in Nigeria öffentlich gemacht. Mehr als 15.000 Menschen haben die Dschihadisten demnach schon getötet.

Der Uno-Hochkommissar für Menschenrechte hat mit drastischen Worten zum Kampf gegen die nigerianische Terrorgruppe Boko Haram aufgerufen. Mehr als 15.000 Menschen seien von den Extremisten in Nigeria und benachbarten Ländern bereits umgebracht worden, sagte Said Raad al-Hussein bei einer Sondersitzung des Uno-Menschenrechtsrates in Genf.

"Diese abscheulichen Massaker, die Entwicklung, Frieden und Sicherheit schwer gefährden, müssen gestoppt werden", sagte al-Hussein. Mehr als eine Million Menschen seien durch Boko Haram in die Flucht getrieben worden. Unzählige Kinder, Frauen und Männer seien entführt und viele als Kämpfer zwangsrekrutiert worden.

Besonders grausam gehen die Dschihadisten al-Hussein zufolge gegen Frauen vor: Die Kämpfer töten demnach Nigerianerinnen, die zuvor einen Dschihadisten heiraten müssen. Mädchen und Frauen würden zudem als Sklaven gehalten und missbraucht.

Als verabscheuenswürdig bezeichnete al-Hussein auch den Einsatz von Kindern als "Kanonenfutter". Die Terroristen würden sie zwingen, bei Kämpfen mit Regierungstruppen in der ersten Frontlinie zu stehen. Mehrfach seien Kinder als "menschliche Bomben" eingesetzt worden.

Die Sondersitzung des UN-Gremiums war auf Antrag der afrikanischen Staatengruppe einberufen worden. In einer Resolution wird die internationale Gemeinschaft aufgerufen, Nigeria sowie Kamerun, Tschad und Niger aktive Hilfe beim Kampf gegen die Terroristen zu gewähren.

Terror bei den Wahlen

Zuletzt hat die Islamistengruppe während der Abstimmung Wahllokale im Nordosten Nigerias angegriffen und dabei mindestens 15 Menschen getötet. Bei den Wahlen setzte sich der muslimische Herausforderer Muhammadu Buhari gegen den christlichen Amtsinhaber Goodluck Jonathan durch.

Wahlsieger Buhari, der Nigeria zwischen 1983 und 1985 als Militärdiktator regierte, hatte im Wahlkampf die Bekämpfung von Korruption und islamistischem Terrorismus versprochen. Die Wahl war ursprünglich bereits für den 14. Februar angesetzt, wurde aber wegen einer Anschlagserie von Boko Haram verschoben.

Die Terrorsekte kämpft mit Gewalt für einen islamischen Gottesstaat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit dem Jahr 2009 tötete die Gruppe bei Angriffen auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen mehr als 15.000 Menschen. Das nigerianische Militär wird im Kampf gegen Boko Haram mittlerweile von Truppen aus den Nachbarländern Kamerun, Niger und Tschad unterstützt.
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/nigeria-uno-wirft-boko-haram-missbrauch-von-kindern-vor-a-1026672.html )


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

02.04.2015 um 10:11
Angreifer halten in der Stadt Garissa die kenianische Polizei und das Militär in Schach. Sie haben am frühen Morgen die Universität angegriffen und scheinbar wahllos das Feuer eröffnet. Zwei Wachleute sollen getötet worden sein und dreissig Menschen verletzt. Möglicherweise wurden Geiseln genommen.
http://www.srf.ch/news/international/terrorangriff-auf-kenianische-universitaet


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03.04.2015 um 07:50
Der Angriff auf die Universität von Garissa dauerte 15 Stunden. 151 Personen, einschließlich der vier Attentäter, starben. Al-Schabaab hat die Verantwortung für diesen Anschlag übernommen. Es ist mit weiteren Angriffen seitens Al-Schabaab zu rechnen.
Schabab-Massaker an Studenten: Der Terror kehrt nach Kenia zurück

Von Christoph Sydow
Kenianischer Soldat in Garissa: Vier Terroristen wurden getötet Zur Großansicht
DPA

Kenianischer Soldat in Garissa: Vier Terroristen wurden getötet

Es ist der bislang verheerendste Anschlag der Schabab-Miliz in Kenia: Beim Überfall auf eine Universität töteten die Dschihadisten 147 Studenten. Die USA fürchten weitere Massaker der Islamisten in Afrika.

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Den Sicherheitskräften bot sich ein Bild des Schreckens: Haus für Haus, Raum für Raum durchkämmten sie das Gelände der Universität von Garissa. Und je weiter sie sich vorarbeiteten, umso mehr Leichen zählten sie.

147 Tote zählte Kenias Armee am Ende des Donnerstags. Bis zuletzt versuchten die vier Terroristen, so viele Leute wie möglich umzubringen. Als sie von den Soldaten umkreist waren, zündeten sie ihre Sprengstoffwesten, mehrere Sicherheitskräfte wurden von herumfliegenden Splittern verletzt.

Die Angreifer waren am Donnerstagmorgen auf den Campus der Universität von Garissa vorgedrungen, einer Stadt knapp 200 Kilometer von der Grenze zu Somalia entfernt. Dort hat die Schabab-Miliz ihr Hauptquartier, eine islamistische Terrorgruppe, die sich zu dem Anschlag bekannt hat.

Die Attentäter von Garissa machten am Gründonnerstag gezielt Jagd auf christliche Studenten. Laut Augenzeugen zwangen sie ihre Opfer mit vorgehaltener Waffe, Koranverse zu rezitieren. Wer das nicht konnte, wurde erschossen.

Dieses Muster ähnelt dem Vorgehen der Schabab-Miliz bei ihrem letzten spektakulären Terroranschlag in Kenia. Im September 2013 überfiel ein Kommando das Westgate-Einkaufszentrum in Nairobi. Auch damals wählten sie gezielt Christen als Opfer aus. Bei dem viertägigen Geiseldrama wurden 71 Menschen getötet, darunter vier Milizionäre.

Mit dem Überfall auf die Universität meldet sich al-Schabab im zynischen Wettstreit der islamistischen Terrororganisationen zurück. Während der "Islamische Staat" (IS), al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel, Boko Haram und die pakistanischen Taliban mit Enthauptungen, den Anschlägen von Paris, Entführungen und dem Massaker an einer in Peschawar für Aufsehen sorgten, trat al-Schabab zuletzt kaum international in Erscheinung. Doch die permanente Erzeugung von Aufmerksamkeit und Schrecken ist für die Terrorgruppen wichtig beim Werben um Spenden und Kämpfer.

Nach Angaben der Regierung in Nairobi ist das Massaker von Garissa der 17. Anschlag von al-Schabab in Kenia seit 2012. Dabei sind insgesamt knapp 500 Menschen getötet worden. Die Dschihadisten rechtfertigen ihre Terrorkampagne mit der Präsenz kenianischer Truppen in Somalia. Die Friedensmission der Afrikanischen Union (AU) stützt die Übergangsregierung in Mogadischu.

Kenia und seine Verbündeten können bei ihrem Einsatz durchaus Erfolge verbuchen. Zwar ist Somalia weit davon entfernt, eine stabile Regierung zu haben, die Autorität über das ganze Land ausübt. Es ist den Truppen aber gelungen, al-Schabab aus Mogadischu und anderen Landesteilen zurückzudrängen.

Kenias Regierung brandmarkt Somalis

In Kenia selbst leben Hunderttausende somalische Flüchtlinge unter schwierigsten Bedingungen. In der Umgebung von Dadaab, einem Wüstenort auf halbem Wege zwischen Garissa und der Grenze, leben mehr als eine halbe Million Somalier in Flüchtlingscamps.

Nicht nur sie, auch einheimische Kenianer aus dem Grenzgebiet fühlen sich von der Zentralregierung in Nairobi vernachlässigt. Auch in Garissa leben viele ethnische Somalis, sie werden wegen der Anschläge der Schabab-Miliz pauschal als potentielle Terroristen gebrandmarkt. Das treibe den Dschihadisten erst recht Nachwuchskämpfer in die Arme, sagt Peter Alingo vom Kenianischen Institut für Sicherheitsstudien. "Wir brauchen einen nationalen Dialog um der kenianischen Jugend ein Selbstwert- und Zugehörigkeitsgefühl zu geben."

Die USA rechnen mit weiteren Anschlägen von al-Schabab in Afrika. Bereits Ende März warnte Washingtons Botschaft in Uganda westliche Ausländer vor Attentaten. Es gebe Hinweise, dass Selbstmordattentäter versuchten, in das Land zu gelangen. 2010 hatte waren bei einem Selbstmordanschlag in der Hauptstadt Kampala 76 Menschen getötet worden, die auf einer Videoleinwand das WM-Finale anschauten.

Uganda gehört neben Kenia zu den größten Truppenstellern für die Friedensmission in Somalia. Die Regierung in Kampala hat die meisten öffentlichen Veranstaltungen aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres untersagt.
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/kenia-al-schabab-veruebt-massaker-an-studenten-in-garissa-a-1026980.html )


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05.04.2015 um 10:45
nach dem Angriff der Al-Schabaab auf die Universität von Garissa wurden fünf Personen, die Verdächtigt werden, mit dem Anschlag in Verbindung zu stehen, festgenommen. Derweil hat Al-Schabaab weitere Anschläge angekündigt.
Terror in Kenia: Schabab-Miliz droht mit weiteren Anschlägen
Polizisten am Ort des Schreckens: Die meisten Opfer waren Studenten Zur Großansicht
REUTERS

Polizisten am Ort des Schreckens: Die meisten Opfer waren Studenten

Mindestens 148 Menschen sind tot, Dutzende verletzt. Im Zusammenhang mit dem Schabab-Massaker in einer kenianischen Universität sind mehrere Verdächtige festgenommen worden. Die Terrormiliz droht, weitere Anschläge im Land zu verüben.

Nach dem Massaker der somalischen Schabab-Miliz auf eine kenianische Universität sind fünf Verdächtige festgenommen worden. Unter ihnen seien drei Koordinatoren des Angriffs, die auf der Flucht nach Somalia gefasst worden seien, sagte ein Sprecher des kenianischen Innenministeriums.

Nach Angaben von Ministeriumssprecher Mwenda Njoka wurde neben drei mutmaßlichen Koordinatoren des Angriffs ein Wachmann der Universität und ein Tansanier gefasst, der sich mit Granaten ausgerüstet in einem Universitätsgebäude versteckt hatte. Der Wachmann werde verdächtigt, die Attentäter unterstützt zu haben, sagte Njoka. Er habe "dschihadistisches Material" besessen.

Bei dem Anschlag der Schabab-Miliz an der Universität in der Stadt Garissa waren nach neusten Behördenangaben 148 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens vier Mitglieder der Terrorgruppe hatten am Donnerstag die Universität in Garissa im Osten des Landes gestürmt und ein Blutbad angerichtet. Die meisten Opfer waren Studenten, gestorben sind aber auch drei Polizisten und drei Soldaten.

Al-Shabab droht mit weiteren Anschlägen

Erst töteten die Terroristen mit Handgranaten und Maschinenpistolen Dutzende Studenten, dann nahmen sie viele weitere als Geiseln und brachten sie um. Neben den 148 Todesopfern gab es 79 Verletzte. Die Schabab-Miliz wollte mit dem Massaker den Abzug der kenianischen Truppen aus Somalia erzwingen.

Es ist der bislang verheerendste Anschlag der Schabab-Miliz in Kenia - in einer Serie von Attentaten. Angaben der Regierung in Nairobi zufolge handelt es sich um den 17. Anschlag der Terrormiliz seit 2012. Insgesamt sind dabei knapp 500 Menschen getötet worden. Laut der Nachrichtenagentur Reuters droht al-Schabab mit weiteren Terroranschlägen in Kenia. Sie habe einen "langen und grauenvollen Krieg" angekündigt.

Indessen debattiert das Land darüber, wie es zu dem schrecklichen Überfall von Garissa kommen konnte. Laut der BBC hat es erst kürzlich Warnungen vor einem Terroranschlag gegeben. "Sicherheitsdienste scheinen Informationen darüber gehabt zu haben, dass sich bald ein Anschlag auf eine höhere Bildungsinstitution ereignen könnte", heißt es bei BBC News unter Berufung auf die Zeitung "Daily Nation". Die Universität von Nairobi habe am 25. März sogar ihre Studenten vor einem Attentat gewarnt. Sie sollten wachsam sein.

jus/dpa/AFP/Reuters
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/kenia-festnahmen-nach-schabab-massaker-an-studenten-a-1027070.html )


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05.04.2015 um 21:17
Weiß nicht ob mich das gefühl täuscht, aber es scheint mir so, dass auch afrika seit dem IS konflikt destabiler geworden ist.


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06.04.2015 um 01:02
@Shionoro
Kann durchaus sein. Vielleicht fühlen die sich ermutigt, nachdem sie die "Erfolge" gesehen haben, die der IS gehabt hat und erhoffen sich jetzt auch einen eigenen Staat. Wobei sich die Medien seit IS wohl auch stärker auf diese Konflikte konzentrieren.


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