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Armut ist politisch gewollt

1.430 Beiträge, Schlüsselwörter: Armut, Arbeitslos

Armut ist politisch gewollt

01.01.2013 um 21:55
Außerdem existiert hier noch jede Menge Industrie, die weder in nennenswertem Außmaß
automatisiert, ja sogar kaum mechanisiert werden kann
noch verlagert werden kann.

In manch einem Kopf wird herumgeistern:
Wenn ein chinesischer Busfahrer 20 Prozent des Lohnes seines beispielsweise deutschen Kollegen bekommt,
soll doch bitte der deutsche Busfahrer fünfmal besser Bus fahren, als der chinesische Busfahrer.

Wenn das nicht geht, sind hier Lohnsenkungen gerechtfertigt.
Schließlich solls ja bei uns erst gar nicht soweit kommen, wie in Griechenland.

(Ironie)


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Armut ist politisch gewollt

02.01.2013 um 11:14
@Tripane

Zumindest in Deutschland liegt die Staatsquote um die 45 %, mal 1 oder 2 % darüber, mal 1 oder 2 % darunter - und somit niedriger als in den meisten EU-Staaten und nur 3 % höher als in den USA.

Wikipedia: Staatsquote#Staatsquote_in_ausgew.C3.A4hlten_L.C3.A4ndern

Weiß ohnehin nicht, was du mit der Staatsquote aussagen willst ...

Für mich ist arm nicht nur der, der obdachlos und hungrig auf dem Gehsteig herumliegt. Es ist ja kein Zufall, dass die Armutsgrenze so definiert ist wie es im Westen nun mal der Fall ist. Die Kriterien sind nicht mit dem Los bestimmt worden ...


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Armut ist politisch gewollt

02.01.2013 um 15:54
Nach dieser lustigen relativen Armutsgrenze wären demnach Menschen in Liechtenstein mit einem Einkommen von monatlich 7500 Euro als arm zu bezeichnen.
klingt irgendwie absurd aber das wären dann von Armut bedrohte Menschen in Liechtenstein


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Armut ist politisch gewollt

02.01.2013 um 16:39
Wieso soll das absurd sein? Kenne zwar die Miet- und Lebenshaltungskosten dort nicht, aber vermutlich sind sie hoch für europäische Verhältnisse. Und selbst in Deutschland ist man mit 625 Euro im Monat praktisch arm. Mindestens 2/3 davon frisst allein schon eine billige Mietwohnung samt NK, Strom, Wasser, Gas.


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Armut ist politisch gewollt

02.01.2013 um 18:19
Die Staatsquote ist meines Wissens nach kein feststehender Begriff. Das bedeutet nicht unbedingt, dass er deswegen sinnlos ist. Für mich ist er am sinnvollsten dann, wenn man einen "Wertschöpfungskreislauf" als Zyklus ansetzt. D.h. welchen Anteil greift der Staat vom Bruttowert einer Arbeit ab, bis dieser Kreislauf vollendet ist bzw. der Arbeitende eine Ware oder Dienstleistung in den Händen hält. Denn dafür arbeiten die Menschen letztlich, nicht für Geld an sich. Und demnach müßte man die MwSt. mit einrechnen, ebenso alle der Umverteilung dienlichen Zwangsversicherungen wie z.B. gesetzliche Krankenkassenbeiträge. Dann wird man mit 45% nicht hinkommen.


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Armut ist politisch gewollt

02.01.2013 um 19:43
Die Anwort lautet leider JA. Alles wird hochtechnisierter aber die alleinigen Nutzniesser sind jene die selbst schon genug haben. Viele Authoren und Filmemacher die man heute der Sci-Fi zuordnet haben ein Szenario kreiert das mehr und mehr zutrifft. Nur befinden wir uns auf der Überholspur wodurch uns unsere momentane Lage weniger bedrohlich vorkommt. Geht in einen x-beliebigen Discounter und ihr findet alles. Gut, ob man sich das jetzt leisten kann ist was anders. Aber alleine die Tatsache das eben noch alles verfügbar ist, beruhigt zumindest noch jene die das Geld haben zB. die gehobene Unterschicht bzw. untere Mittelschicht. Andere die eben unter dem leben haben diesen "Luxus" nicht mehr. Es reicht gerade so zum überleben und durch die Medien verblödet ist man ja besänftigt. So irgendwie oder auch nicht. Die Machthabenen sollten vielleicht mal ein Geschichtsbuch in die Hand nehmen oder sich anderer cineastische und literarische Werke zu Gemüte führen. Oftmals erträgt der "Pödel" das Leid am Endenicht länger und dann... nun ja. Politik und Wirtschaft gehen ja gerne Hand in Hand miteinander... wohl auch zum Schafott.


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Armut ist politisch gewollt

02.01.2013 um 20:07
@Tripane

Staatsquote ist ziemlich genau definiert, gibt sogar Formeln dafür: Wikipedia: Staatsquote
Wie auch immer, ich verstehe nicht ganz, was du mit der Staatsquote bei diesem Thema aussagen willst.


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Armut ist politisch gewollt

02.01.2013 um 20:17
Ich will damit sagen, dass die Quote der Mittel, die der Staat den Leistungsträgern abnimmt bereits eher zu hoch ist, als zu gering.


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Armut ist politisch gewollt

02.01.2013 um 20:28
Kommt darauf an, was man verdient und wie hoch die Lebenshaltungskosten sind. In deutschen Großstädten verdient man inzwischen durchschnittlich knapp 3000 Euro im Monat.

Ich finde es viel bedenklicher, wie viel der Staat wenig verdienenden Selbständigen abnimmt, die dann trotz ihrer vielen Arbeit zu Aufstockern werden.


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Armut ist politisch gewollt

02.01.2013 um 20:44
Aus deinem Munde klingt mir das nicht recht konsequent. Oder gehörst du nicht zu denen, die mehr Arbeitsplätze und Mindestlöhne von der Wirtschaft fordern?


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Armut ist politisch gewollt

02.01.2013 um 21:28
Was ist daran inkonsequent?! Ja, ich bin für Mindestlöhne. Das Seltsame ist ja, dass die Unternehmen ihren eigenen Angestellten gerne möglichst wenig bezahlen, zugleich aber Milliarden wildfremden Aktionären in den Rachen werfen.


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Armut ist politisch gewollt

02.01.2013 um 21:39
Es ist inkonsequent, weil die Forderung nach Mindestlöhnen UND mehr Arbeitsplätzen impliziert, dass es sowas wie geringverdienende Selbstständige gar nicht gibt.


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Armut ist politisch gewollt

02.01.2013 um 21:45
Ich verstehe dich nicht. Selbstverständlich gibt es gering verdienende Selbständige, nicht, dass ich es toll fände, aber dennoch, es ist so. Was hat das ganze jetzt mit Mindestlöhnen und mehr Arbeitsplätzen zu tun?!
Wenn Arbeitgeber von selbst anständig bezahlen und hierzu ihre Prioritäten ändern würden, bräuchte es gar keine Mindestlöhne. Diese sind ja nur die Reaktion auf eine Fehlentwicklung auf Seiten der Unternehmen.


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Armut ist politisch gewollt

02.01.2013 um 21:59
Passt irgendwie zum Thema:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/familienministerin-schroeder-bezeichnet-minijobs-als-frauenfeindlich-a-875473....

Zitat:
"Schröder kritisierte, die geringfügig bezahlten Stellen seien "in den seltensten Fällen" eine Brücke in den Arbeitsmarkt. "Stattdessen sehen wir Klebeeffekte: einmal Minijob - immer Minijob.""


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Armut ist politisch gewollt

02.01.2013 um 22:03
Tripane schrieb:Es ist inkonsequent, weil die Forderung nach Mindestlöhnen UND mehr Arbeitsplätzen impliziert, dass es sowas wie geringverdienende Selbstständige gar nicht gibt
Nicht jeder Selbstständige ist auch gleichzeitig ein Arbeitgeber! Es gibt in unserem Land, sehr viele Einzelunternehmer. Und genau die meint @yoyo , wenn er von "geringverdienenden Selbstständigen" spricht.


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Armut ist politisch gewollt

02.01.2013 um 22:54
@m_connor
m_connor schrieb:Nicht jeder Selbstständige ist auch gleichzeitig ein Arbeitgeber
Genau darum geht es ja. Wer aber von "der Wirtschaft" mehr Arbeitsplätze und Mindestlöhne fordert, der muß sich fragen lassen, wer nun von den Unternehmern dafür grade stehen soll, wenn er nicht grade mit planwirtschaftlichen Methoden deren unternehmerische Selbstverantwortung untergraben will.

Es kann ja nicht angehen, andern zu sagen "stelle mehr Leute ein und zahle ihnen bessere Löhne" während man sich selbst hinter dem Schildchen "geringverdienender Selbstständiger" zurückzieht, und hier schon so tut, als sei man vom Staat zu sehr gegängelt.


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Armut ist politisch gewollt

02.01.2013 um 23:43
@Tripane
Hmmm ... das ist ein kompliziertes Thema!
Wie du das schreibst, ist es im Prinzip richtig und nachvollziehbar. AAABER ... ich stell mal im Gegenzug die Frage "Wie kommt es, das die Zahl der geringverdienenden Selbstständigen, in den letzten 10-12 Jahren rapide ansteigt?"

Die Antwort ist natürlich Schwer! Man kommt aber nicht umhin, der Politik die Mitschuld zu geben. Großunternehmen werden gefördert und subventioniert, bis zum geht nicht mehr. Das geht soweit, das viele Konzerne kaum noch Steuern zahlen müßen ... obwohl sie fette Gewinne erwirtschaften!

Die Rechnung zahlen dann die vielen kleinen Gewerbetreibenden!! Das ist eindeutig verschulden der Politik!

Der nächste Punkt ist ... wer sind die Kunden des Kleinunternehmers? Richtig! Es sind die Angestellten der Großunternehmen. Sprich, der normale Bürger. Und wenn der immer weniger Netto hat, dann muß er logischerweise den Klempner, Elektriker, Fliessenleger usw. im Preis nach unter drücken.

Ich bin selbstständiger Fotograf. Früher im Pressebereich ... heute Privatkunden und Werbewirtschaft.
Natürlich verdiene ich heute noch dasselbe Geld, wie vor 5 Jahren. Ich habe Kinder und MUSS jeden Monat eine bestimmte Summe erwirtschaften, um davon Leben zu können!
Der springende Punkt ist ... vor 5 Jahren, mußte ich 40-45 Stunden/Woche arbeiten, um auf Summe X zu kommen. Heute muß ich für dieselbe Summe 60-70 Stunden arbeiten! Und die Preise falle immer weiter!!

ja ähmmm ... jetzt hab ich den Text vergessen ;)
bis später denne


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Armut ist politisch gewollt

02.01.2013 um 23:50
@m_connor
m_connor schrieb:"Wie kommt es, das die Zahl der geringverdienenden Selbstständigen, in den letzten 10-12 Jahren rapide ansteigt?"
Auch ein Fluch der "ICH AG" Schwemme.


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Armut ist politisch gewollt

03.01.2013 um 00:13
Gwyddion schrieb:Auch ein Fluch der "ICH AG" Schwemme.
Mag sein ;)
Aber nur zum geringen Teil. Die meisten "ICH AG`s" waren doch innerhalb kurzer Zeit wieder verschwunden!


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Heppy
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Armut ist politisch gewollt

03.01.2013 um 07:32
Wurde das nicht auch ausgenutzt? Kann mich da an jemand über drei Ecken errinnern der sich die Kohle hat geben lassen, Visitenkarten verteilt hat und eigentlich war das alles nur zum Schein... Jedenfalls hat er von dem Geld gut gelebt und es irgendwie anders eingesetzt.
Fakt ist jedenfalls das man mit ehrlicher Arbeit nicht mehr reich wird.

MfG Heppy™


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