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Gibt es Karma wirklich?

382 Beiträge, Schlüsselwörter: Arbeit, Karma, TAT
RoseHunter
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Gibt es Karma wirklich?

15.12.2014 um 18:15
@-Therion-
-Therion- schrieb:tröstungsidee wäre es dann wenn ich mir diverse "zufälle" sozusagen schönreden würde wenn sich zb. daraus negative konsequenzen ergeben würden aber wenn ich die positiven konsequenzen zurückführe oder besser gesagt im zusammenhang mit schicksalshaften begebenheiten erkenne dann handelt es sich eher um ein analysieren von lebensituationen.
Schon, aber wir müssen ja hier isolieren, was uns hier zur Erklärungszugabe "Karma" führt.
-Therion- schrieb:- ich sage es mal anders ---> der karmagedanke entsteht im inneren eines menschen indem sich ein bewusstsein dafür entwickelt und wo regelrecht der drang verspürt wird alles zu hinterfragen/analysieren zu müssen - nach dem "warum etwas passiert" zu fragen, denn sinn zu suchen bzw. den erlebnissen einen sinn zu geben ist die motivation dahinter. man will lernen, verstehen, erkennen an sich arbeiten und sich auch weiterentwickeln.
Exakt das könnte ein Skeptiker aber auch schreiben.
-Therion- schrieb:- der karmagedanke wäschst in einer person und wird zur überzeugung genau auf grund der analyse der diversen lebensituation. - es ist wie ein puzzel mit einem gewissen "aha " effekt wenn man mal anfängt sich mit seinem leben/erlebnissen und den erkenntnissen daraus auseinander zu setzen.
Irgendwann musst du mal mit der Karmaidee in Kontakt gekommen sein und dann das Gefühl gehabt haben, dass diese Idee Eriegnisse besser erklärt als das, was du vorher gehört hast.
Was macht dieses "besser" aus?
-Therion- schrieb:ich war auch mal depressiv, sogar kurz vor dem suezid aber genau deshalb weil ich ich mich immer selbst als opfer sah, mich bemittleidete - die anderen waren immer die bösen die mir mein leben versauten, mir steine in den weg legten, mich nicht leiden konnten ..... und ja, ich war selbst schuld an dieser situation aber ich war noch nicht soweit es zu erkennen!

---> war noch nicht soweit im sinne von = das eigene ego war zu stark ausgeprächt als dass ich mir eingestehen konnte /wollte mir irgendwelche fehler einzugestehen.
Es freut mich, dass du das überwunden hast und ich glaube, dass du wirklich jemand bist, der aufrichtig an dem Thema interessiert ist. Gerade deshalb, lass dir gesagt sein, dass du vermutlich vollkommen auf dem richtigen Weg bist, was die Übernahme der Verantwortung angeht, aber es dennoch zweifelhaft ist (im rein theoretischen Sinne, für dich kann das stimmen) dass dafür die Karmaidee vonnöten ist. Und das sage ich als jemand, die sich ausdrücklich für das Thema interessiert.
-Therion- schrieb:hierbei kommt das ressonanzgesetz zu tragen - wenn ich negative signale aussende werde ich auch negative ressonanz bekommen.
Da ist, glaube ich - Karma hin oder her - in jedem Fall was dran.

(Oh, zu schnell abgeschickt, nächster Beiteg kommt noch.)


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RoseHunter
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Gibt es Karma wirklich?

15.12.2014 um 18:32
@-Therion-
-Therion- schrieb:als ich die ganzen zusammenhänge begriff, die schuld an mir bzw. an meinem verhalten und denken erkannte begann ich auch mich zuerst mal elbst wertzuschätzen - zu lieben, mich zu respektieren und versuchte auch mir selbst respekt und anerkennung zu geben - natürlich auch anderen gegenüber.
Die Wertschätzung verlierst du in dem Moment - vermutlich, ohne es zu wollen - wenn du in den "wer das nicht erkennt, ist eben selbst schuld"-Modus schaltest. Das ist vermutlich ein Echo deiner eigenen Vergangenheit, in die du nicht zurückfallen willst, aber dennoch solltest du an der Stelle in dich gehen, denn da machst du unnötig dicht.
-Therion- schrieb:- hätte ich damit weitergemacht mich immer wieder in die opferrolle zu begeben und mich weiterhin selbst bemittleidet dann wäre ich heute nicht dort wo ich jetzt bin bzw. vermutlich gar nicht mehr am leben. - sprich die negativen erlebnisse und deren erkentnisse daraus, das analysieren waren es die mich zu den menschen werden lies der ich innerlich immer gewesen bin aber nach aussen nicht zeigen konnte.

mein leben veränderte sich von da an zum positiven und hat sich bis heute nicht geändert.
Fein, das klingt gut und glaubwürdig, aber ich glaube, daran, dass der Glaube an Karma Menschen helfen kann, hat niemand ernsthafte Zweifel.
Ich möchte, dass wir das Thema jenseits des Aspektes, dass es einem selbst viel gebracht hat, bereden.
-Therion- schrieb:menschen die an karma glauben sind also nicht immer spinner
Ich hoffe doch, dass wir uns nicht ins eigene Knie schießen, ich halte den Karmagedanken für eine gute und diskutable Idee.
RoseHunter schrieb:
War denn jedem klar, dass der jeweils andere - trotz unterschiedlicher Wahrnehmung - von einem Baum geredet hat?



es wurde ein großes bild gezeigt wo eine landschaft mit einem einzelnen fast kahlen baum zu sehen war mit nur ein paar blättern und ästen und der sogar im vordergrund stand und das bild dominierte - die personen mussten das bild abmahlen so wie sie es eben wahrnemen.

der baum sah fast bei jedem anders aus - er glich manchmal nicht mal dem bild - bei anderen waren äste dort wo keine im bild zu sehen waren oder umgekehrt - die anzahl der doch übersichtlichen blätter war unterschiedlich groß ectr.
Okay, danke.
In aller Regel ist es so, dass man sich einig ist worüber man redet, nur uneinig, wie das zu interpretieren ist. Kein Zweifel, da steht ein Baum, aber die Details.
Kein Zweifel, jemand ist rot angelaufen, aber warum? Kein Zweifel, man hat Fisch gegessen, aber wie er geschmeckt hat, ...


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Gibt es Karma wirklich?

15.12.2014 um 18:49
@Kotknacker
@RoseHunter

Transformer schrieb:
Das Leben ist kein Zufallsspiel

Weil?

..jeder seines Glückes Schmied ist. Altes Sprichwort. Alte Weisheit. Und Ferner: Das Gesetz der Resonanz. Gleiches zieht Gleiches an. Negative Gedanken (inkl. Emotionen) ziehen Negatives an, Positive Gedanken Positives. Du verabscheust Wasser? Das Leben wird dir Regen schenken, bis du gelernt hast damit umzugehen.
All das muss man glauben.
Kotknacker schrieb:Wo das Gähnen einsetzt schafft Neugier Abhilfe.
Ja, aber irgendwann kommt der Punkt, wo man das alles einmal zu oft gelesen hat.
Kotknacker schrieb:Der beste wissenschaftliche Beleg ist das Experiment. In dem Fall das Selbstexperiment. Hilfe zur Selbstfindung gibt es im Außen genug, falls man noch keinen Zugang zum Innen hat. Das allgemeingültige Rezept gibt es nicht für den Einzelnen. Jeder hat seinen eigenen Code zum Knacken mit in die Wiege bekommen.
Aber auch das ist ein Glaube, ich will nicht wissen, was man glauben kann, weil ich sicher bin, dass man alles glauben kann, sondern, was genau diesen Glauben plausibler macht, als andere Richtungen.
Kotknacker schrieb:Zunächst die Baustellen/offensichtliche Blockaden die im Unterbewusstsein schlummern wecken und heilen: Ängste, Traumatas, Abneigungen. Diese versperren den Zugang zu den Erinnerungen. Auch zu den Guten.
Klar, so weit, kein Einspruch.

RoseHunter schrieb:
Und was haben Erinnerungen mit Karma zu tun?

Viel. Sie bestimmen dein Schicksal. Vorallem wenn sie im Unterbewusstsein schlummern (s.o.) und nicht verarbeitet worden sind.Welches Beispiel hat dich überzeugt?


Und welcher akademische Philosoph ist heute noch von Karma überzeugt?


Sergei Nikolajewitsch Lasarew, um mal einen von vielen Namen zu nennen. ^^
Upps, den kannte ich tatsächlich noch nicht, danke.
Muss ich mich mal reingraben.
Ansonsten kann ich dir sicher sagen, dass der Karmagedanke in der Philosophie keine Rolle spielt.

Diese Ansicht haben selbst postmoderne Interpreten schon längst überwunden.

Akademikerquelle(n)? Wie ist die moderne Ansicht? :)
Umberto Eco oder auch Socal/Bricmont mit "Eleganter Unsinn".
In der modernen Welt tut sich gerade etwas, was sehr erfrischend ist. Die naturalistischen Kurzschlüsse, denen zufolge man alles in die Kategorien von Physik, Statistik und wahr/falsch Aussagen einteilen gerät allmählich ist Wanken, weil es verschiedene Subsysteme gibt, in denen der Naturalismus keine Zustädnigkeit hat, die aber dennoch für das Leben eine große Rolle spielen.
Eine sehr interessante Entwicklung, da kann eine intelligente Lesart der Spiritualität, die mMn längst dran ist gut untergebracht werden. Darum ärgert es mich, wenn man das an sich gehaltvolle Thema unter Niveau abhandelt.


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Gibt es Karma wirklich?

15.12.2014 um 20:12
@RoseHunter
RoseHunter schrieb:All das muss man glauben.
Genau so wie man dem Wetterfrosch glauben "muss", wie das Wetter morgen wird. Glauben schafft Raum. Erhellt/Verdunkelt wird er durch Wissen bzw. Erfahrung.
RoseHunter schrieb:Ja, aber irgendwann kommt der Punkt, wo man das alles einmal zu oft gelesen hat.
Ein guter Punkt zum Umdenken. ^^
RoseHunter schrieb:Aber auch das ist ein Glaube, ich will nicht wissen, was man glauben kann, weil ich sicher bin, dass man alles glauben kann, sondern, was genau diesen Glauben plausibler macht, als andere Richtungen.
Wie gesagt. Nur die Erfahrung/das Experiment kann Glauben in dem Kontext falsifizieren oder bestätigen. Der Wetterfrosch sagt dir morgen wird's regnen. Das kannst du erst mal Glauben. Wissen tust es erst wenn es soweit ist.
Akademikerquelle(n)? Wie ist die moderne Ansicht? :)Umberto Eco oder auch Socal/Bricmont mit "Eleganter Unsinn".
"Eleganter Unsinn" ist der Amazonpreis für die gebrauchten Ausgaben. Geht ab 35 € inkl. Versand los. :D
Umberto Eco schreibt Romane. Welcher davon? ^^
RoseHunter schrieb:Darum ärgert es mich, wenn man das an sich gehaltvolle Thema unter Niveau abhandelt.
Ja da hilft wohl zunächst einmal nur Aufklärung. :)


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Gibt es Karma wirklich?

15.12.2014 um 20:24
Was Ursache und Wirkung oder Karma auf der äußeren Ebene betrifft, da weiß ja jeder: Wenn man Mais sät, erntet man Mais und keine Erbsen - ohne Frage.

Dass Karma auch auf der inneren Ebene arbeitet, ist viel schwieriger zu sehen, weil das Säen und das Ernten für das Auge unsichtbar und zeitmäßig verschoben sind. Seit Jahrtausenden wird überall auf der Welt beobachtet, dass Menschen, die sich über längere Zeit schädlich verhalten oder saure Gedanken hegen, eher in Leiden und Schwierigkeiten gezogen werden,
Was ich gefürchtet habe, ist über mich gekommen … Hiob 3:25.
als Leute, die es gut machen.

Wissenschaftlich belegt ist dieser Kausalzusammenhang nicht - Beweise, objektiv und beliebig reproduzierbar, sind auf Inhalt und Form(en) begrenzt, wie im o. g. Beispiel - auf Erde, Sonne, Regen, Mais und Erbsen.

Der Gegensatz von wissenschaftlich ist mystisch. Die innere Welt mit ihren höheren geistigen Gesetzen zählt zum Phänomenalen und gehört nicht derselben Dimension an wie das Noumenale, wenngleich die beiden Erscheinungsgebiete des Daseins ineinander und miteinander untrennbar verwoben sind. Eingedenk dessen lautet das Dritte Hermetische Gesetz:
Wie oben - so unten, wie unten - so oben. Wie innen - so außen, wie außen - so innen. Wie im Großen - so im Kleinen.
DAS ist eine spirituelle Realität, und sie ist nicht beweisbar. Das Ego ist oft anmaßend. Es fordert trotz der Unbeweisbarkeit dieser Geistigen Gesetze immerzu Beweise, selbst (und gerade) für das Spirituell-Offensichtliche.

Bitte nicht missverstehen, ich respektiere den Ego-Intellekt. Gäbe es die Wissenschaft nicht, wären die meisten von uns nicht hier, ohne medizinischen Fortschritt und lebensrettende Hilfe schon gestorben.

Ein prominentes Beispiel für eine subjektive Karma – (Ein)Sicht:
„Es muss 1970 gewesen sein. Wir waren mit dem Bus von Kalu Rinpoches Kloster in Sonada runter nach Siliguri gefahren und wollten dann mit dem Zug weiter nach Kalkutta, um unser Visum zu verlängern. Als wir da standen und warteten, da kamen zwei Träger auf uns zu und der eine hatte eine 1-A-Physis, er sah richtig aus wie ein Miniatur- Schwarzenegger. Eher ungewöhnlich für die Gegend, denn auch die Leute, die die harte Arbeit machen, haben zwar breite Füße, aber nicht viel drüber.

Und der, der neben ihm lief, hatte eher eine 5-E-Physis, also das ziemliche Gegenteil. Während sie auf uns zukamen, aßen sie Maiskolben und da kam ihnen ein Huhn vor die Füße geflattert. Der 1-A-Typ hat ihm – ohne nachzudenken – ein paar Körner hingeworfen, und der 5-E-Typ hat versucht, das Huhn zu treten.

Ich habe in dem Augenblick verstanden, dass das die Ursache war: So haben sie es im letzten Leben auch gemacht: Der eine hat das Leben geschützt, der andere geschädigt.“

Lama Ole Nydal
Karma und Willensfreiheit gehen Hand in Hand.

Wenn sich in unserem Geist der Impuls regt, eine gewisse Handlung auszuführen, dann haben wir eine Wahl. Sobald wir die Geistigen Gesetze begriffen haben, mithin e r w a c h t sind, dann sind wir nicht wie kleine Kinder, die jedem Impuls nachgeben, der ihnen durch den Kopf geht. Schließlich haben wir auch gelernt, nicht mehr in die Hose zu machen; wir folgen nicht mehr unmittelbar jedem auftauchenden Impuls. Dasselbe gilt für den Impuls, jemandem etwas Verletzendes oder Grausames zu sagen. Oder Schaden zuzufügen.

Durch zielbewusstes Denken lenken „Player/-innen“ (im Kleinen wohlgemerkt, auf der von Gott uns „Mini-Schöpfern“ eingeräumten Spielwiese) ihr Schicksal; die Energie folgt der Aufmerksamkeit!

In den alten Mysterienschulen wurde deshalb auf die Schulung der Gedankenkontrolle/Gedankenhygiene gleich zu Beginn der Ausbildung so viel Wert gelegt.


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15.12.2014 um 20:33
callida schrieb:Die innere Welt mit ihren höheren geistigen Gesetzen zählt zum Phänomenalen und gehört nicht derselben Dimension an wie das Noumenale,
(Dreher) - Korrektur: Die innere Welt mit ihren höheren geistigen Gesetzen zählt zum Noumenalen und gehört nicht derselben Dimension an wie das Phänomenale.


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RoseHunter
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Gibt es Karma wirklich?

15.12.2014 um 21:00
@Kotknacker
Kotknacker schrieb:Genau so wie man dem Wetterfrosch glauben "muss", wie das Wetter morgen wird. Glauben schafft Raum. Erhellt/Verdunkelt wird er durch Wissen bzw. Erfahrung.
Ja, und um den Schritt vom Glauben zum Wissen geht es mir.
RoseHunter schrieb:
Ja, aber irgendwann kommt der Punkt, wo man das alles einmal zu oft gelesen hat.

Ein guter Punkt zum Umdenken. ^^
Hab ich ja dann auch gemacht und sehe das wieder mit den Augen der kritischen Wegbegleiterin.
Kotknacker schrieb:Wie gesagt. Nur die Erfahrung/das Experiment kann Glauben in dem Kontext falsifizieren oder bestätigen. Der Wetterfrosch sagt dir morgen wird's regnen. Das kannst du erst mal Glauben. Wissen tust es erst wenn es soweit ist.
Alles geschenkt.
Aber was bestätigt die Theorie? Um bestätigt zu werden, muss sie prinzipiell falisfizierbar sein, ist dir das Prinzip bekannt?
Kotknacker schrieb:"Eleganter Unsinn" ist der Amazonpreis für die gebrauchten Ausgaben. Geht ab 35 € inkl. Versand los.
Musst du nicht lesen, alles Relevante findest du auch im Internet: Wikipedia: Sokal-Affäre

Eco ist vor allem ein Intellektueller und Semiotiker, hier ist eine Einführung:
http://www.eco-online.de/PDFs/EcoEinfuehrung.pdf


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Gibt es Karma wirklich?

15.12.2014 um 21:33
@callida
callida schrieb:Dasselbe gilt für den Impuls, jemandem etwas Verletzendes oder Grausames zu sagen. Oder Schaden zuzufügen.
Ja stimmt, das wird nur sehr schwierig, wenn dem als Beispiel 10mal Grausameres vorausging, oder?


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16.12.2014 um 07:50
RoseHunter schrieb:Irgendwann musst du mal mit der Karmaidee in Kontakt gekommen sein und dann das Gefühl gehabt haben, dass diese Idee Eriegnisse besser erklärt als das, was du vorher gehört hast.
Was macht dieses "besser" aus?
also in meinem fall war das nicht so .... ich hatte von kinheit an negative erlebnisse - immer wenn ich dacht es kann nicht mehr schlimmer werden kam es doch dazu. ich habe bis zu meinem ca. 26 lebensjahr schon situation erlebt die ein normaler mensch vermutlich niemals erleben wird oder zumindest innerhalb eines langen lebens auch nur vielleicht mit einigen dieser themen konfrontiert werden wird wird .... pech gehabt ?

ich wollte mich jedenfalls nicht damit abfinden .... mein erster gedanke war in diesen zeiten "warum werde ich so bestraft vom leben - was habe ich getan - womit habe ich das verdient - warum muss ausgerechnet ich so leiden und andere nicht ?"

also diese frage nach dem WARUM stand bei mir im vordergrund die mich einfach nicht mehr los lies. es gab damals für mich nur zwei möglichkeiten entweder ich gebe auf bzw. mich selbst auf und beuge mich angesichts dieser negativen erlebnisse, lass mich noch weiter runterzehen und werde irgendwann daran zerbrechen oder ich tue etwas dagegen.

ich entschloss mich für letzteres denn ich wollte erklärungen haben. dazu war es notwendig mein ego zurückzustecken um ganz objektiv und selbstkritisch die erlebnisse hinterfragen zu können. ich begann stückweise mein leben aufzuarbeiten und versuchte anhand der reaktionen die ich erhielt rückschlüsse auf mein handeln zu finden. - so erkannte ich, dass ich mit meinen verhalten, einstellung und denken wirklich selbst schuld war an meiner situation.

ab da begann ich an mir selbst und meiner persönlichkeit zu arbeiten. ich erkannte meine selbstverantwortung und mit jeder veränderung die ich erreichte wurde meine lebenssituation ein stückweit besser. es war für mich wirklich ein "aha" effekt über den ich selbst überrascht war.

und erst dann wollte ich mehr darüber wissen ..... wie soetwas sein kann das man alleine durch eine andere denk - sichtweise bzw. durch das "sich öffnen" einen solchen erfolg erziehlen kann.
ich begann zuerst psychologische bücher zu lesen wie die denkprozesse überhaupt ablaufen und von da weg kam ich unweigerlich auf esoterische quellen die den "aha" effekt nochmals verstärkten denn was ich in den büchern las konnte ich anhand meiner erlebnisse bestätigen. - von da weg war es nur noch ein kleines stück zur karmatheorie.

also zuerst waren bei mir die eigenen erfahrungen die mich zu einem punkt brachten wo ich nicht mehr weiter wusste/konnte - dann kam das nicht abfinden wollen mit "pech gehabt" - die suche nach dem WARUM begann - das erkennen der selbstverantwortung kam im anschluß und letztendlich die aufarbeitung der erlebnisse und die arbeit an der eigenen persönlichkeit. - und erst ab hier las ich diverse bücher wo ich irgendwann auf das thema karma stieß dass zu 100% übereinstimmte mit meiner lebenssituation und dem lernprozess der daraus erfolgte.
RoseHunter schrieb:Die Wertschätzung verlierst du in dem Moment - vermutlich, ohne es zu wollen - wenn du in den "wer das nicht erkennt, ist eben selbst schuld"-Modus schaltest. Das ist vermutlich ein Echo deiner eigenen Vergangenheit, in die du nicht zurückfallen willst, aber dennoch solltest du an der Stelle in dich gehen, denn da machst du unnötig dicht.
- ich hörte immer von anderen dass ich nichts wert wäre und irgendwann glaubte ich es selbst was schlussendlich dazu führte mich immer als opfer wahrzunehmen und es auch zuzulassen eines zu werden - ich hätte es nicht anders verdient ..... es dauerte sehr lange bis ich das aufgearbeitet hatte und mich wieder selbst wertschätzen konnte.

mit dieser neugewonnen wertschätzung kam dann der wille selbstverantwortung für mein leben übenehmen zu WOLLEN und zu müssen - mich zu wehren und nicht alles über mich ergehen zu lassen bzw. so hinzunehmen und auch die selbstbstimmung.
RoseHunter schrieb:Fein, das klingt gut und glaubwürdig, aber ich glaube, daran, dass der Glaube an Karma Menschen helfen kann, hat niemand ernsthafte Zweifel.
Ich möchte, dass wir das Thema jenseits des Aspektes, dass es einem selbst viel gebracht hat, bereden.
bei karma kommt man nicht drumherum es anhand eigener erfahrungen zu beschreiben weil es sonst wirklich nicht verständlich zu erklären/nachvollziehen ist.

und wie gesagt menschen die von karma überzeugt sind haben sich das nicht ausgesucht oder dieses denken angenommen um sich irgendwie damit selbst zu helfen sondern es waren zuerst die erfahrungen und dessen auswirkungen auf sich selbst da und dann erst kam die suche nach erklärungen.

ich behaupte mal ganz frech, dass menschen die in ihrem leben noch nie oder nur wenige negative erfahrungen gemacht haben sich niemals so wirklich mit der karmatheorie anfreunden werden können weil es für sie nicht nachvollziehbar ist und das verstehe ich auch.

aber ich denke auch, dass jeder mensch irgendwann mal automatisch auf dieses thema gestossen wird, spätestens dann wenn man selbst oder jemand aus dem umfeld mal etwas negatives erlebt das ihm völlig runterzieht, die person verändert ectr. dann wird oft nach erklärungen gesucht und karma kann hier wirklich die antwort sein. - im sinne von sich weiterentwickeln zu müssen nicht von schuld denn karma ist keine schuld sondern will meist auf persönlichkeitsanteile hinweisen die bearbeitet werden wollen. - so meine erfahrung.


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16.12.2014 um 08:19
Transformer schrieb:
Das Leben ist kein Zufallsspiel

Weil?

..jeder seines Glückes Schmied ist. Altes Sprichwort. Alte Weisheit. Und Ferner: Das Gesetz der Resonanz. Gleiches zieht Gleiches an. Negative Gedanken (inkl. Emotionen) ziehen Negatives an, Positive Gedanken Positives. Du verabscheust Wasser? Das Leben wird dir Regen schenken, bis du gelernt hast damit umzugehen.
All das muss man glauben.
glauben muss/kann man etwas wenn die erfahrungen nicht vorhanden sind hat man es selbst erlebt, beschriebene erfahrungen gesammelt dann wird der glaube zur überzeugung.

ursache - wirkung/aktion - reaktion oder ressonazgesetzt ist zb. etwas das man nicht nur glauben kann sondern von jedem überprüfbar ist.
RoseHunter schrieb:Aber auch das ist ein Glaube, ich will nicht wissen, was man glauben kann, weil ich sicher bin, dass man alles glauben kann, sondern, was genau diesen Glauben plausibler macht, als andere Richtungen.
die selbsterfahrung/- erkenntniss - kein weg führt daran vorbei - hinterfrage ganz einfach deine erlebnisse selbstkritisch und objektiv, hintergründe ursache und wirkung auf dich und dein umfeld und wirst die zusammenhänge erkennen warum etwas passiert ist.

man kann xxxx bücher lesen die werden alle samt nichts helfen - wenn man allerdings sein leben als buch ansieht und es ergründet dann ist das der beste lehrmeister :)

alle antworten die du suchst stecken in dir, deiner lebensführung und dessen erkenntnissen daraus du musst nur hinsehen.


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Gibt es Karma wirklich?

16.12.2014 um 08:38

callida schrieb:
Dasselbe gilt für den Impuls, jemandem etwas Verletzendes oder Grausames zu sagen. Oder Schaden zuzufügen.


Ja stimmt, das wird nur sehr schwierig, wenn dem als Beispiel 10mal Grausameres vorausging, oder?
das es einfach ist hat niemand behauptet :)

es geht grundsätzlich um das ablegen des eigenen egos denn warum will man jemanden verletzen oder schaden - weil das eigene ego gekränkt ist und man meint gleiches mit gleichen vergelten zu müssen, sich rechtfertigen zu müssen, sich verteidigen zu müssen ectr.

das sind aber niedrige instinkte wenn auf eine aktion eine reaktion erfolgt die wiederum mit einer reaktion beantwortet wird. - aktion-reaktion-aktion-reaktion ...... - usw. es ist ein nie enden wollender kreislauf wenn das ego dominiert.

warum nicht einfach AKZEPTIEREN zu sich selbst sagen, okay das ist die reaktion ich nehme sie so an, wird mir eine lehre sein ectr. - ich denke wenn man mal gelernt hat gewisse dinge nicht persönlich zu nehmen, grenzen zu setzen und auch konequent zu sein bzw. über den dingen zu stehen dann hat man schon viel an lebensfreude gewonnen.

den weg des geringsten widerstandes zu wählen ist keine flucht sondern immer eine weise entscheidung aus der man immer als gewinner herausgehen wird.


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RoseHunter
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Gibt es Karma wirklich?

16.12.2014 um 09:03
@-Therion-
-Therion- schrieb:also in meinem fall war das nicht so .... ich hatte von kinheit an negative erlebnisse - immer wenn ich dacht es kann nicht mehr schlimmer werden kam es doch dazu. ich habe bis zu meinem ca. 26 lebensjahr schon situation erlebt die ein normaler mensch vermutlich niemals erleben wird oder zumindest innerhalb eines langen lebens auch nur vielleicht mit einigen dieser themen konfrontiert werden wird wird .... pech gehabt ?
Kommt drauf an, wen du fragst.
Das Schlimme am Pech ist, dass es irgendwen trifft und da der Teufel bekanntlich immer auf den dicksten Haufen scheißt ...
-Therion- schrieb:es gab damals für mich nur zwei möglichkeiten entweder ich gebe auf bzw. mich selbst auf und beuge mich angesichts dieser negativen erlebnisse, lass mich noch weiter runterzehen und werde irgendwann daran zerbrechen oder ich tue etwas dagegen.
Ein wichtiger Schritt, glaube ich.
Nur, könnte diese Geschichte auch von jemandem stammen, der dem ganzen Karma-, Eso- und Religionskram genau deshalb den Rücken kehrt und die Geschichte kann genau so folgerichtig und subjektiv stimmig sein.
-Therion- schrieb:ab da begann ich an mir selbst und meiner persönlichkeit zu arbeiten. ich erkannte meine selbstverantwortung und mit jeder veränderung die ich erreichte wurde meine lebenssituation ein stückweit besser. es war für mich wirklich ein "aha" effekt über den ich selbst überrascht war.
Ja, absolut glaubwürdig, aber das Thema dabei ist die Selbstverantwortung.
Die kann im Kontext der Karmaidee stattfinden, muss aber nicht.
-Therion- schrieb:also zuerst waren bei mir die eigenen erfahrungen die mich zu einem punkt brachten wo ich nicht mehr weiter wusste/konnte - dann kam das nicht abfinden wollen mit "pech gehabt" - die suche nach dem WARUM begann - das erkennen der selbstverantwortung kam im anschluß und letztendlich die aufarbeitung der erlebnisse und die arbeit an der eigenen persönlichkeit.
Was ich schön finde, ist, dass du zeigst, dass es dir wichtig war, zu verstehen, was udn warum das passiert ist, was dir passiert ist und ich glaube, dass das in vielen Menschen ein sehr starkes Motiv ist und viele Vorkommnisse leichter ertragen werden, wenn man mit echter innerer Überzeugung hinter einer "Geschichte" (das soll nicht bedeuten, dass es sich um etwas Erfundenes handeln muss) steht.

Ich glaube auch, dass unsere etwas lieblose Lesart, von Statistiken und Wahrscheinlichkeiten - die ja auch auf merkwürdige Art stolz ist, das Subjekt nicht zu beachten - genau dieses aus dem Blick verliert. Ich finde persönlich einige Lesarten der Naturwissenschaften weitaus skurriler und unplausibler, als z.B. die Karmaidee.
-Therion- schrieb:- ich hörte immer von anderen dass ich nichts wert wäre und irgendwann glaubte ich es selbst was schlussendlich dazu führte mich immer als opfer wahrzunehmen und es auch zuzulassen eines zu werden - ich hätte es nicht anders verdient ..... es dauerte sehr lange bis ich das aufgearbeitet hatte und mich wieder selbst wertschätzen konnte.

mit dieser neugewonnen wertschätzung kam dann der wille selbstverantwortung für mein leben übenehmen zu WOLLEN und zu müssen - mich zu wehren und nicht alles über mich ergehen zu lassen bzw. so hinzunehmen und auch die selbstbstimmung.
Macht Sinn, pass nur auf, dass du es nicht ungewollt weiter gibst. Der Karmagedanke hat in esoterischer Lesart auch eine sehr ruppige Seite, die auf den ersten Blick oft nicht auffällt, weil die meisten Esos recht liebe Menschen sind.
-Therion- schrieb:bei karma kommt man nicht drumherum es anhand eigener erfahrungen zu beschreiben weil es sonst wirklich nicht verständlich zu erklären/nachvollziehen ist.
Das ist völlig okay, wenn das ein Aspekt der Geschichte ist. Aber man darf die Augen vor den Problemen der Idee nicht verschließen. Gerade wenn man der Idee vertraut, kann man denken, dass es eine Lösung geben wird.
-Therion- schrieb:und wie gesagt menschen die von karma überzeugt sind haben sich das nicht ausgesucht oder dieses denken angenommen um sich irgendwie damit selbst zu helfen sondern es waren zuerst die erfahrungen und dessen auswirkungen auf sich selbst da und dann erst kam die suche nach erklärungen.

ich behaupte mal ganz frech, dass menschen die in ihrem leben noch nie oder nur wenige negative erfahrungen gemacht haben sich niemals so wirklich mit der karmatheorie anfreunden werden können weil es für sie nicht nachvollziehbar ist und das verstehe ich auch.
Macht aus deiner Perspektive Sinn, wird aber gerne gegen die Idee gewendet, so dass man sagt, es wäre etwas für die Gescheiterten und Labilen.
-Therion- schrieb:denn karma ist keine schuld sondern will meist auf persönlichkeitsanteile hinweisen die bearbeitet werden wollen. - so meine erfahrung.
Was zumindest schon mal eine sympathischere Lesart ist. Sie impliziert, dass Entwicklung ein Ziel hat, wenn man das benennen und begründen kann, wäre man einen Schritt weiter.


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Gibt es Karma wirklich?

16.12.2014 um 10:17
@abbeydawn

Karma ist doch eine tolle Sache wenn sie wie ein Gesetz der Wechselwirkung funktioniert.
Es steckt doch eine ganze Menge Wahrheit in dem Satz "Was du säst das wirst du ernten." !

Nur ist es denke ich schwierig Tiere in dieses Gesetz mit einzubeziehen, weil wir nicht mit Gewisseheit sagen können das z.b. ein Hund aus eigenem Bewußtsein bzw. egoistischen Willen so handelt wie er handelt, ob nun bewusst oder unbewusst...

Die gesamte Natur könnte man als Opfer der pervers egoistisch agierenden Menschen betrachten die sich als getrennt von ihrem Umfeld verhalten. Wobei Opfer auch nur unter egoistischen Wesen die sich Ihres vermeintlichen Leids bewusst sind, sein können...


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RoseHunter
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Gibt es Karma wirklich?

16.12.2014 um 11:36
@nowhereman
nowhereman schrieb:Die gesamte Natur könnte man als Opfer der pervers egoistisch agierenden Menschen betrachten die sich als getrennt von ihrem Umfeld verhalten.
Tja, ist die Frage, ob die Natur mehr unter dem Menschen leidet oder der Mensch nicht viel mehr unter der Natur, wie Freud findet:
http://gutenberg.spiegel.de/buch/das-unbehagen-in-der-kultur-922/3


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16.12.2014 um 11:49
Der Mensch leidet höchstens unter seiner eigenen Natur ;)


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Gibt es Karma wirklich?

16.12.2014 um 12:16
RoseHunter schrieb:Ein wichtiger Schritt, glaube ich.
Nur, könnte diese Geschichte auch von jemandem stammen, der dem ganzen Karma-, Eso- und Religionskram genau deshalb den Rücken kehrt und die Geschichte kann genau so folgerichtig und subjektiv stimmig sein.
weil du religion ansprichts ..... da seltsame war, dass ich sehr streng und auch religiös erzogen wurde und somit an gott glaubte weil ich schon von kleinauf mit diesem gottdenken aufwuchs. als ich diese negativen dinge erlebt kamen in mir immer mehr zweifel auf ob ein gott wirklich existiert denn wie konnte ein gütiger, bamherziger und allmächtiger gott es zulassen, dass ich schon als kind seelisch leiden musste.

ich weiss noch wie ich jeden tag zu gott betet, ihm um hilfe bat aber es kam zu keiner veränderung an meiner situation - im gegenteil es war immer eine steigerung ins negative zu sehen. als ich älter wurde begang ich auch ,nicht nur meine sondern alle religionen zu hinterfragen. ich wollte eine bestätigung finden FÜR die existenz eines gottes.

ich begann ganz objektiv zu recherchieren nicht nur von der christlichen/religiösen seite her sondern auch von ausserchristlichen/historischen quellen. die antworten die ich fand waren ziemlich ernüchtern und brachten mich vom personifizierten gottglauben ab.

grotesker weise traf das ablegen meines glaubens zusammen mit meiner lebensveränderung zum positiven - als ob der glaube daran schuld gewesen wäre dass ich soviel pech im leben hatte. - das finde ich heute noch sehr seltsam denn normalerweise hilf gerade der glaube an gott den menschen weiter - mir half der glaube an mich selbst mehr als der glaube an gott und das hat sich bis heute nicht geändert.
RoseHunter schrieb:Was zumindest schon mal eine sympathischere Lesart ist. Sie impliziert, dass Entwicklung ein Ziel hat, wenn man das benennen und begründen kann, wäre man einen Schritt weiter.
jegliche existen beruht auf weiterentwicklung, alles ist im fließen, es gibt keinen stillstand seit es die natur und den menschen gibt strebt alles nach weiterentwicklung somit besteht das ganze leben aus lernen von der geburt bis tum tod und vermutlich darüber hinaus. - die karmaidee ist in diesem zusammenhang gesehen eigentlich nur eine logische schlussfolgerung anhand der gegebenheiten.
RoseHunter schrieb:Macht aus deiner Perspektive Sinn, wird aber gerne gegen die Idee gewendet, so dass man sagt, es wäre etwas für die Gescheiterten und Labilen.
beim karmagedanken gibt es kein gut oder böse, keine dummheit oder intelligenz , kein falsch oder richtig es ist mehr eine sichtweise, ein anderer blickwinkel den man sich angeeignet hat und der in die tiefe geht anstatt nur an der oberfläche zu kratzen. - also ich würde sagen es kommt darauf an ob man eher ein gefühlsmensch ist, gerne anaysiert und ergründet oder ob man lieber an der oberfläche bleibt, realitätsbezogen ist - es ist sozusagen ein anderes denkmuster was nichts mit gescheiter sein oder labilität zu tun hat.


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RoseHunter
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Gibt es Karma wirklich?

16.12.2014 um 12:27
@-Therion-
-Therion- schrieb:grotesker weise traf das ablegen meines glaubens zusammen mit meiner lebensveränderung zum positiven - als ob der glaube daran schuld gewesen wäre dass ich soviel pech im leben hatte. - das finde ich heute noch sehr seltsam denn normalerweise hilf gerade der glaube an gott den menschen weiter - mir half der glaube an mich selbst mehr als der glaube an gott und das hat sich bis heute nicht geändert.
Meiner Meinung nach ist das keine entweder/oder Geschichte, sondern man legt sich die Fragen nach Gott, Sinn, Schicksal und so weiter in aller Regel öfter im Leben vor, immer von einer anderen Perspektive und einer anderen Entwicklungshöhe.

So kann es durchaus sein, dass der Weg vom naiven Glauben in einen selbstbestimmten Atheismus ein Fortschritt ist, jedoch ist es auch möglich, dass man Jahre später wieder eine andere Position einnimmt.
-Therion- schrieb:jegliche existen beruht auf weiterentwicklung, alles ist im fließen, es gibt keinen stillstand seit es die natur und den menschen gibt strebt alles nach weiterentwicklung somit besteht das ganze leben aus lernen von der geburt bis tum tod und vermutlich darüber hinaus. - die karmaidee ist in diesem zusammenhang gesehen eigentlich nur eine logische schlussfolgerung anhand der gegebenheiten.
Ja, aber Entwicklung gibt es in (mindestens) zwei Lesarten: Zum einen Entwicklung als konstante Anpassung an mehr oder minder zufällige Veränderungen, die einfach nur anders aber nicht besser sind, zum anderen Entwicklung als Prozess der Veränderung zum Besseren, auf ein Ziel hin. Diese Zielgerichtetheit heißt Teleologie und wird heute von der Wissenschaft überwiegend abgelehnt.
-Therion- schrieb:also ich würde sagen es kommt darauf an ob man eher ein gefühlsmensch ist, gerne anaysiert und ergründet oder ob man lieber an der oberfläche bleibt, realitätsbezogen ist - es ist sozusagen ein anderes denkmuster was nichts mit gescheiter sein oder labilität zu tun hat.
Ja, man kann Deutungen, die einem übergestülpt werden, auch zurückweisen.


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Gibt es Karma wirklich?

16.12.2014 um 12:47
@RoseHunter

Bzw. die menschliche Natur so scheint mir, wird zu großen Teilen von diesem selbst durch ein erzeugtes ICH zersetzt und neu interpretiert wodurch jede natürliche Neigung zu einem unnatürlichen Extrem werden kann...


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RoseHunter
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Gibt es Karma wirklich?

16.12.2014 um 13:15
@nowhereman

Dieses Ich ist, was Wollen kann, was seine Nur-Natürlichkeit überwinden kann.
Es kann sich gegen seine eigene Natur, sein bloßes Funktionieren auflehnen und kann seine Treibe udn Affekte steuern. Ein gewaltiger Schritt in der Evolution.

Aber hier ist man überhaupt erst verantwortlich zu machen, hier beginnt das eigentliche karmische Spiel, wenn es denn eines gibt.


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Reflexion
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Gibt es Karma wirklich?

16.12.2014 um 13:29
@-Therion-
-Therion- schrieb:
den weg des geringsten widerstandes zu wählen ist keine flucht sondern immer eine weise entscheidung aus der man immer als gewinner herausgehen wird.
Um zu so einer Einsicht und Umsetzung zu kommen, "muss"(^^) man aber schon einiges durch haben.. ;) :D

Auf jeden Fall mal Danke für deine Posts.. :)


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