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Gibt es Karma wirklich?

382 Beiträge, Schlüsselwörter: Arbeit, Karma, TAT
Hermes77
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Gibt es Karma wirklich?

01.12.2014 um 13:50
@Dawnclaude
Zu meiner Krankheit ist so viel gesagt es handelt sich um ein Neurologisches Gebrächen Namens Cluster Headache. Sie bringt mich täglich an den Rand des Wahnsinns. Ich beschreibe das immer so das ich wenn einen Anfall hab die Pforten der Hölle durchschreite mit Schmerzen und Qualen die man nicht in adäquate Worte fassen kann.

Und Karma besitzt in meinen Augen ein Universalbewusstsein das alles im Kosmos auf eine Waagschale legt und es dann in die richtige Richtung lenkt. Egal ob Mensch, Tier, Atom oder Proton. Ich gehe stark davon aus das jedes Teilchen in sich aus Energie besteht diese auch nie verloren geht nur eben bei dem Tod oder Verschleiß eben jenes Teilchens, zu seinem Ursprung zurückkehrt. Speziell beim Mensch ist es die Bewusstwerdung seiner selbst, in dem man seine stärken aber auch schwächen erkennt die einen schlussendlich frei machen von Gier und den drang nach Macht und Manipulation.

Wenn nun der Mensch frei von gelüsten, rein seinem Herzen folgend zu Schluss gelangen sollte das alles im Universum zusammenhängt und er als Spezies nur ein kleiner Ameisenschiss ist fängt, man seine Intuition folgend automatisch nach dem Sinn fragend, nach einer für sich möglichst kompatiblen Schlussfolgerung zu kommen. Doch genau da fängt auch für mich als möglichst rational denkenden Menschen das Problem an... Ich versuche mir die Erkenntnisse auf eine Menschliche Art und Weise zu erklären wissend das es nie an das grosse Ganze herankommen wird. Vielleicht bin ich auch völlig im Unrecht doch ich folge meinem inneren Gefühl das mich über all die Jahre bestärkte im Recht zu sein.

Da ich durch meine Krankheit immer mal wieder mit dem Thema Selbstmord im Kontakt bin und mit fortschreitendem Alter immer mehr und mehr über das Leben nach den Tod nachgrübele muss ich gestehen das ich keine befriedigende Antwort gefunden habe. Auch kann ich rein von meiner Logik her keine Aussage treffen was passieren wird und dann werden auch bei mir Zweifel laut. Ich denke das ist das Problem mit uns lebenden die wir mit der gängigen Version von Gut und Böse wie es in der Bibel beschrieben wird nicht klar kommen. Dann bleibt nur der Glaube und in diesem Punkt unterscheide ich mich in keinster weise von einem gläubigen Christen. Denn es ist nichts anderes, es ist mein Glaube und ich hoffe ihn auch weiter in mir zu behalten. Den genau wie die Bibel für christen ist der Glaube an Karma für mich der Leitfaden ein besserer Mensch zu sein und nicht aufzugeben immer weiter zu gehen in schwerne Zeiten.....


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indigodave
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Gibt es Karma wirklich?

01.12.2014 um 14:12
@Hermes77

http://azarius.de/news/418/LSD-Analog_mildert_Cluster-Kopfschmerzen/



Nachtrag =

vieleicht Interessiert es dich.......

Entschuldige für das OT Posten


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Hermes77
ehemaliges Mitglied

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Gibt es Karma wirklich?

01.12.2014 um 14:17
@indigodave
Danke. Ich kenn das Video und auch die Wirkung von LSD. Leider ist es als Medikament nicht zugelassen in dem Land wo ich wohne und Illegal zu dem Soff zu kommen ist zu gefährlich.


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indigodave
ehemaliges Mitglied

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Gibt es Karma wirklich?

01.12.2014 um 14:26
@Hermes77

Ich dachte vieleicht hat sich was geändert in dieser hinsicht.
Denn in der Schwiez wird wieder geforscht mit LSD und Psilos.
Aber ich weiss nicht ob im zusammenhang mit Cluster-kopfschmerzen.. schade


Ja offiziel ist es nirgends zugelassen, LSD-25, überall illegal, doch man findets überall.

Wühnsche dir alles gute und dass es mal weg gehen kann.

aufjedenfall denke ich du bist auf "gute" wege....

tschüss


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Hermes77
ehemaliges Mitglied

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Gibt es Karma wirklich?

01.12.2014 um 14:56
@indigodave
Vielen Dank für die aufmunternden Worte.. Wir in der Schweiz versuchen einiges um die Behandlung mit dem Medikament patentieren zu lassen leider stellt sich das als sehr schwer da.. Man greift da zu gerne auf altbewährte Behandlungsmittel zurück die ja den meisten auch recht gut helfen. Leider gibt es unter uns Ck-Köpfe die aus therapiert sind und alle gängigen Behandlungsmethoden versagen. In diesem Sinne gilt der Spruch für mich die Hoffnung stirbt zu letzt.

Peace


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DieSache
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Gibt es Karma wirklich?

01.12.2014 um 15:13
Ich glaube an eine kausale Resonanz unser Handlungen/Nichthandlungen im Leben auf die Qualität unseres Lebens!


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01.12.2014 um 18:23
Nicolaus schrieb:Wenn Du aber stattdessen sagst: Och nö, ich habs mir anders überlegt, ich will Dir meine Schulden doch lieber mühseligst zurück zahlen, ich will dein Geschenk nicht haben - Na, dann wirst Du es auch nicht bekommen. So funktioniert das. Niemand wird gezwungen, das Geschenk anzunehmen, es wird uns lediglich angeboten. Annehmen müssen wir es schon selbst.
das problem oder sagen wir mal unterschied zu deinem beispiel ist, dass laut bibel jeder mensch der geboren wird schon mit einer schuld behaftet ist durch den sündenfall von adam und eva ohne das er selbst aktiv eine schuld verursacht hat.

daher sehe ich persönlich nicht ein warum ich mich selbst schuldig fühlen sollte für ein vergehen das vor unendlichen langen zeiten mal passiert sein soll.
Nicolaus schrieb:Und jetzt behaupte doch nicht, es gäbe keine Fehler? Der Mensch mache keine Fehler? Das stimmt doch nun wirklich nicht! Sünden sind, wenn man so will, einfach nur Fehler oder Verfehlungen. Knapp daneben ist eben auch nicht im Ziel. Und die Zielvorgaben, wie wir uns verhalten sollen, die sind uns durch die Gebote ja nun hinreichend mitgegeben worden. Wir wissen das doch ganz genau, dass zB. Lügen, Stehlen, Morden, oder jemandem die Frau/den Mann wegnehmen nicht in Ordnung ist!
natürlich macht jeder mensch fehler und ich denke das muss auch so sein weil sich sonst niemand weiterentwickeln würde ---> durch oder besser gesagt aus fehlern lernt man. dennoch bin ich der meinung, dass man begangene fehler nur selbst geradebiegen kann und sich auch selbst verzeihen muss. meines erachtens kann ein aussenstehender selbst wenn es gott/jesus ist nicht für unsere fehler gerade stehen das wäre doch wirklich zu einfach und der lerneffekt würde ausbleiben.
Nicolaus schrieb:Ja es ist im Grunde ganz einfach. Gott hat es uns sehr einfach gemacht, man muss nur wollen!
Sei doch froh, er hätte sich ja auch was schwierigeres ausdenken können!
es ist mir zu einfach weil daraus eben kein lerneffekt entsteht und man sich darauf verlässst das einem sowieso verziehen wird was meiner ansicht nach dazu verleitet zu leichtfertig mit "sünden" umzugehen - im sinne von "gott wird´s schon richten/mir vergeben" - buse tun und gut ist .....

daher gefällt mir der gedanke von karma und reinkarnation besser weil man hierbei wirklich selbstverantwortung übernehmen, an sich arbeiten muss weil ein leben auf das andere aufbaut.
Nicolaus schrieb:Und? Lernt man denn nach einer Vergebung nicht mehr aus seinen Fehlern?
manche ja manche nein - wie gesagt es kommt auf den menschen an und seine persönliche einstellung.
Nicolaus schrieb:Aber wem der Schuh mal so richtig drückt, der weiß um die Erleichterung durch Vergebung! Weil einen die eigenen Fehler nämlich ganz schön belasten und drücken können!
wenn es um gravierenden dinge/schuld geht muss man sich auch selbst verzeihen können schließlich geht es hier um das gewissen das in einem gräbt und dabei kann einen gott auch nicht helfen.
Nicolaus schrieb:Ich denke, ein redlicher Mensch bereut seine Fehler und hat nicht die Absicht, durch die Vergebung dann absichtlich wieder fröhlich drauf los zu sündigen, ohne an sich zu arbeiten und aus seinen Fehlern zu lernen.
das kommt eben auf die persönlichkeit/charakter an ...... es gibt viele menschen die eben nicht aus ihren fehlern lernen und immer wieder die selben fehler begehen. ob redlich oder nicht spielt dabei keine rolle. ich denke nur dass man leichtfertiger mit "sünden" umgeht wenn man glaubt das ein paar gebete/buße reichen um seine fehler verziehen zu bekommen.
Nicolaus schrieb:Gilt neuerdings Quantität als Maßstab für die Wahrheit???
Wenn 99% der Menschen sagen, die Welt ist eine Scheibe - Dann muss es ja wohl stimmen. :D
natürlich nicht aber selektierte inhalte als wahrheit zu bezeichnen ist auch nicht gerade objektiv. :)


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Nicolaus
ehemaliges Mitglied

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Gibt es Karma wirklich?

01.12.2014 um 19:03
@-Therion-
-Therion- schrieb:das problem oder sagen wir mal unterschied zu deinem beispiel ist, dass laut bibel jeder mensch der geboren wird schon mit einer schuld behaftet ist durch den sündenfall von adam und eva ohne das er selbst aktiv eine schuld verursacht hat.
Die Erbsünde finde ich komischerweise nirgendwo in der Bibel. Kannst Du mir da vielleicht mal etwas auf die Sprünge helfen, wo das da stehen soll? Nach meiner Kenntnis ist das reine Kirchenlehre, steht aber nicht in der Bibel.
-Therion- schrieb:daher sehe ich persönlich nicht ein warum ich mich selbst schuldig fühlen sollte für ein vergehen das vor unendlichen langen zeiten mal passiert sein soll.
Das sehe ich auch nicht ein, weswegen ich mich für etwas schuldig fühlen soll, was ich selber gar nicht begangen habe.
-Therion- schrieb:natürlich macht jeder mensch fehler und ich denke das muss auch so sein weil sich sonst niemand weiterentwickeln würde ---> durch oder besser gesagt aus fehlern lernt man. dennoch bin ich der meinung, dass man begangene fehler nur selbst geradebiegen kann und sich auch selbst verzeihen muss. meines erachtens kann ein aussenstehender selbst wenn es gott/jesus ist nicht für unsere fehler gerade stehen das wäre doch wirklich zu einfach und der lerneffekt würde ausbleiben.
Das "geradebiegen" ist auch nach wie vor die Aufgabe eines jeden einzelnen. Wenn ich jemandem auf den Kopf haue, dann hat der immer noch Schmerzen und ne Beule, auch wenn es mir leid tut und er mir das sogar verzeiht. Mit anderen Worten: Die Schuld selbst kann vergeben werden, die Folgen der Verfehlung hat man aber trotzdem leider zu tragen (oder der andere, der darunter leiden muss). Was aber ausbliebe, wäre die Strafe, die eigentlich zB. wegen Körperverletzung auch noch obendrauf käme.

Aber mit dem sich selbst verzeihen, ist´s auch nicht getan. Jemand mit einem ziemlich großen Selbstbewusstsein klopft sich dann halt dreimal auf die Schulter und sagt sich: Ich vergebe mir diese Unart und fertig :D

Ein Gott kann dir deine Fehler aber nachsehen anstatt ständig darauf zu pochen: Hallo, hier haste was falsch gemacht, das muss geahndet werden und ausserdem verlange ich noch ne dicke Buße und Strafe dafür, das werde ich dir niemals verzeihen, das wirst du bis in alle Ewigkeiten nachgetragen bekommen. Wenn Dir wirklich etwas leid tut, ist das auch kein Lerneffekt, sondern eine totale Blockade.
-Therion- schrieb:es ist mir zu einfach weil daraus eben kein lerneffekt entsteht und man sich darauf verlässst das einem sowieso verziehen wird was meiner ansicht nach dazu verleitet zu leichtfertig mit "sünden" umzugehen - im sinne von "gott wird´s schon richten/mir vergeben" - buse tun und gut ist .....
Du kannst es Dir ja auch schwieriger machen, wenn es Dir zu einfach ist. Dann vergegenwärtige Dir mal alle Deine Fehler und leide bis in alle Ewigkeit unter dieser Deiner Schuld, im Glauben, niemand wird Dir das jemals vergeben, es wird Dir ewig von allen Menschen und Gott nachgetragen werden, da kannst Du noch so viel für büßen, Dich selbst strafen, geißeln, es versuchen abzuarbeiten, wieder gut zu machen und was noch alles, nützt alles nichts, die Schuld bleibt für allezeit und lässt Dich jede Sekunde daran erinnern, dass Du ne ganze Menge Fehler gemacht hast in deinem Leben und es gibt keine Vergebung! Gefällt Dir das besser? Wo bitte ist denn hier der Lerneffekt?
-Therion- schrieb:daher gefällt mir der gedanke von karma und reinkarnation besser weil man hierbei wirklich selbstverantwortung übernehmen, an sich arbeiten muss weil ein leben auf das andere aufbaut.
Mir geht es um die Wahrheit. Und nicht darum, was einem besser gefällt. Die Wahrheit kann man sich nicht aussuchen. Und ich halte diese Geschichten von der Selbsterlösung durch Karme und Wiedergeburt für eine Mär. Damit lügt man sich doch nur selber was in die Tasche. Da könnte ich genauso sagen: Och, was soll ich mich in diesem Leben groß anstrengen, ich hab ja noch ein paar hundert weitere Leben vor mir...
-Therion- schrieb:wie gesagt es kommt auf den menschen an und seine persönliche einstellung.
Darauf kommt es immer an. Egal wie es nun ist.
-Therion- schrieb:wenn es um gravierenden dinge/schuld geht muss man sich auch selbst verzeihen können schließlich geht es hier um das gewissen das in einem gräbt und dabei kann einen gott auch nicht helfen.
So, meinst, Gott kann einem da nicht helfen? Da bin ich aber ganz anderer Meinung. Da hilft es keineswegs sich dreimal selber auf die Schulter zu klopfen und zu sagen: Ich vergebe mir selber und fertig. :D
-Therion- schrieb:das kommt eben auf die persönlichkeit/charakter an ...... es gibt viele menschen die eben nicht aus ihren fehlern lernen und immer wieder die selben fehler begehen. ob redlich oder nicht spielt dabei keine rolle. ich denke nur dass man leichtfertiger mit "sünden" umgeht wenn man glaubt das ein paar gebete/buße reichen um seine fehler verziehen zu bekommen.
Naja, meistens sind es ohnehin immer dieselbe Fehler die man so macht. Jeder hat da sein eigenes Strickmuster. Der Glaube an das Karma oder die Wiedergeburt nutzen einem da auch recht wenig, man tappst trotzdem immer wieder in dieselben Fettnäpfchen und begeht immer wieder dieselben Fehler.

Es geht nicht darum, dass man dann leichtfertiger mit Sünden umgeht, sondern dass man von einer erdrückenden Schuld los gesprochen wird um wieder frei atmen und leben zu können. Jemand der mal wirklich schwer unter seiner eigenen Schuld gelitten hat, der hat bestimmt kein Interesse einen solchen Fehler mal eben leichtfertig schon wieder neu zu begehen. Im Gegenteil, ein gebranntes Kind scheut das Feuer. Es geht hier auch nicht um ein paar Gebete oder Buße tun. Vergebung besitzt keinen Automatismus im Sinne, ich brauch nur ein paar Vater-Unser beten und dann ist meine Schuld getilgt. Die Schuld ist am Kreuz von Golgatha sowieso schon getilgt worden. Und ich darf Vergebung erhalten, sobald ich dieses Erlösungswerk für mich annehme und glaube. Das einzige was wohl wahrscheinlich nötig dafür ist, ist die Reue. Also dass es einem wirklich von Herzen leid tut. Ohne diese Reue kannst du tausend Vater-Unser beten und tausendfach Buße tun, es wird ohne Reue auch nichts nützen, wenn es Dir nicht einmal leid tut.

So,- und wenn Dir wirklich etwas von Herzen leid tut und Du flehentlich um Vergebung bittest und erhälst dann aber keine, nenne ich das Starrsinn! Und so eine Eigenschaft besitzt Gott sicher nicht.
Der Mensch aber wohl. Hab ich auch schon öfter erfahren. Da ist dann eben nix mit Vergebung. Bei solchen Mitmenschen hab ich dann aber auch keine Lust auf Wiedergutmachung, weil sie es einem danach dann trotzdem noch ein ganzes Leben lang nachtragen!


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Gibt es Karma wirklich?

02.12.2014 um 06:40
morgenrot37 schrieb:Text
Der Ausdruck "Erbsünde" mag in der Bibel nicht zu finden sein, die Tatsache, die darin zum Ausdruck kommt, aber schon. In 1. Mose 5,3 lesen wir: "Und Adam lebte hundertdreißig Jahre und zeugte einen Sohn in seinem Gleichnis, nach seinem Bild." Beachte die kursiv geschriebenen Worte. Ursprünglich war er im Gleichnis Gottes geschaffen worden, aber er hatte in dieser kurzen Zeit der Unschuld keine Nachkommen, sodass es keinen weiteren Menschen im Gleichnis Gottes gab. Er fiel erst in Sünde und zeugte dann Kinder in seinem Gleichnis als gefallenes Geschöpf. Das Gesetz von 1. Mose 1 - "nach seiner Art" - wurde sofort wirksam. Deshalb lesen wir in Römer 5,19, dass "durch des einen Menschen Ungehorsam die Vielen in die Stellung von Sündern gesetzt worden sind." Alle seine Nachkommen kamen der Stellung nach als Sünder in die Welt. Das bedeutet der Ausdruck "Erbsünde".

Die ernste Wahrheit, dass die menschliche Natur befleckt und verdorben ist, ist nicht sehr beliebt, aber selbst wenn die Menschen sie aus der Bibel entfernen könnten, würde sie doch aus jeder Ecke der bewohnten Erde zum Himmel schreien. Die Sache selbst existiert. Die Bibel erklärt nur ihren Ursprung und entfaltet das Heilmittel.

http://www.bibelstudium.de/index.php?articles/1029/Erbs%FCnde
Nicolaus schrieb:Wenn Dir wirklich etwas leid tut, ist das auch kein Lerneffekt, sondern eine totale Blockade.
das kommt meiner ansicht nach auf die einstellung und persönlichkeit des einzelnen an wie er damit umgeht. - oder anders gesagt wenn man weiss/merkt, dass einen etwas blockiert dann sollte man daran arbeiten, es analysieren warum man so reagiert und dafür sorgen das diese blockaden aufgelöst werden.

macht doch keinen sinn wenn man sich selbst im weg steht und sich das leben schwerer macht als es sein muss. das hat auch viel mit akzeptanz und dem eigenen selbstwertgefühl zu tun verbunden mit dem willen zur weiterentwicklung.

- wer an sich glaubt und sich wertschätzt wird anders (be)urteilen und blockaden erst garnicht zulassen.
Nicolaus schrieb:Du kannst es Dir ja auch schwieriger machen, wenn es Dir zu einfach ist. Dann vergegenwärtige Dir mal alle Deine Fehler und leide bis in alle Ewigkeit unter dieser Deiner Schuld,
niemand muss unter seinen fehlern/schuld leiden wenn man lernt sich selbst zu refflektieren, zu akzeptieren und stätig an sich arbeitet was auch hier zum ausdruck kommt -----> Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Es ist kein anderes Gebot größer denn dieses. Markus 12.31
dass Du ne ganze Menge Fehler gemacht hast in deinem Leben und es gibt keine Vergebung! Wo bitte ist denn hier der Lerneffekt?
- sich selbst zu lieben heisst auch sich selbst verzeihen zu können ! Markus 12.31
und genau DAS IST der lerneffekt - sich selbst schätzen/lieben zu lernen und eigene fehler akzeptieren können, sie als als chance zur weiterentwicklung anzusehen !

- also nicht darauf zu warten dass von aussen vergebung kommt durch gott oder eine andere personen ------> "vergib dir selbst und dir wird vergeben werden".
Nicolaus schrieb:Mir geht es um die Wahrheit. Und nicht darum, was einem besser gefällt. Die Wahrheit kann man sich nicht aussuchen.
was ist schon wahrheit - soviele menschen es gibt soviele persönliche ansichten/wahrheiten wirst du finden !

- was für den einen wahrheit ist muss und kann nicht die wahrheit von einem anderen sein.
Nicolaus schrieb:Und ich halte diese Geschichten von der Selbsterlösung durch Karme und Wiedergeburt für eine Mär. Damit lügt man sich doch nur selber was in die Tasche. Da könnte ich genauso sagen: Och, was soll ich mich in diesem Leben groß anstrengen, ich hab ja noch ein paar hundert weitere Leben vor mir...
dann hast du das prinzip dahinter nicht verstanden denn niemand der wirklich mit dem thema karma und wiedergeburt vertraut ist wird ein solches denken an den tag legen.

- ein leben baut auf das andere auf und daher wäre es dumm sich nicht anzustrengen - das wäre wie wenn man auf einen berg klettert, den gipfel als ziel auserkoren hat aber mitendrinn sich hinsetz und sagt " ich will mich nicht mehr anstrengen den gipfel zu erreichen, ich bleibe sitzen bis ich sterbe und versuchs im nächsten leben wieder". - das wäre wirklich dumm und zeitverschwendung obendrein ! - beim karma/reinkarnationsgedanken will man weiterkommen, etwas erreichen und nicht resignieren, aufgeben oder sich ausruhen !

karma/reinkarnation ist eine einstellung die man zum leben hat, sie ist geprägt von weiterentwicklung die man anstrebt !
Nicolaus schrieb:Naja, meistens sind es ohnehin immer dieselbe Fehler die man so macht. Jeder hat da sein eigenes Strickmuster. Der Glaube an das Karma oder die Wiedergeburt nutzen einem da auch recht wenig, man tappst trotzdem immer wieder in dieselben Fettnäpfchen und begeht immer wieder dieselben Fehler.
muss ich dir wiedersprechen - man lebt viel bewusster, hinterfragt und analysiert sich selbst und andere weil es eben eine einstellung ist , der wille sich weiterzuentwickeln ist sozusagen der anrieb/motivation - man WILL an sich arbeiten, sich weiterentwickeln und dadurch refflektiert man sein tun viel mehr.
Nicolaus schrieb:Es geht nicht darum, dass man dann leichtfertiger mit Sünden umgeht, sondern dass man von einer erdrückenden Schuld los gesprochen wird um wieder frei atmen und leben zu können.
aber mit diesen schuldgedanken belastet/blockiert man sich doch nur selbst denn wir sind es doch die diese gedanken von schuld erst aufkommen lassen. also der jenige der eine schuld als erdrückend empfindet hat sich diesen druck selbst erschaffen DURCH dieses denken.

hier würde ich hinterfragen warum das so ist - warum man sich selbst diesen leidensdruck macht anstatt zu akzeptieren, sich selbst zu verzeihen ..... meistens findet man in der kinheit die antwort auf diese frage warum man selbst der meinung ist schuld als blockade empfinden zu müssen. viele handlungs - denkmusster sind geprägt durch die erziehung und unseren erfahrungen.

ich kann dir dieses buch empfehlen: http://www.amazon.de/Das-Arbeitsbuch-Auss%C3%B6hnung-inneren-Kind/dp/354836702X wenn dich dieses thema interessiert.
Nicolaus schrieb:So,- und wenn Dir wirklich etwas von Herzen leid tut und Du flehentlich um Vergebung bittest und erhälst dann aber keine, nenne ich das Starrsinn! Und so eine Eigenschaft besitzt Gott sicher nicht.
Der Mensch aber wohl. Hab ich auch schon öfter erfahren. Da ist dann eben nix mit Vergebung. Bei solchen Mitmenschen hab ich dann aber auch keine Lust auf Wiedergutmachung, weil sie es einem danach dann trotzdem noch ein ganzes Leben lang nachtragen!
man kann niemanden zur vergebung zwingen und oft dauert es auch eine lange zeit bis jemand bereit zur vergebung ist und auch das muss man akzeptieren können und daher ist es so unheimlich wichtig sich zuerstmal selbst vergeben zu können !

- nur wer sich selbst vergeben kann wird vergebung erfahren !

man hat ein ganz anderes auftreten und sendet andere signale aus wenn man sich selbst vergeben hat und DANN erst um vergebung bittet gegenüber einer anderen person.

bittet man unter leidensdruck um verzeihung wird dies weniger anklang finden und höchstens mitleid und unverständnis auslösen als wenn man mit offener haltung und bestimmtheit auftritt und um verzeihung bittet. - man wird ernster genommen und es wir eher zu einem verzeihen kommen wenn vermittelt werden kann dass man zu seinem fehlverhalten steht, es akzeptiert sich selbst verziehen und daraus gelernt hat.

versinnbildlich gesagt (nicht wörtlich nehmen) - auf menschen die sowieso am boden liegen tritt man lieber hin oder noch nach als wenn jemand aufrecht steht !
Nicolaus schrieb:weil sie es einem danach dann trotzdem noch ein ganzes Leben lang nachtragen!
das darfst du aber nicht zu deinem problem machen denn es ist nicht deines - wenn du dich entschuldigst und es bereut hast dann ist dein part erledigt - was der andere dann daraus macht oder nicht macht ist dessen eigene sache !

und hierbei darfst du keine erwartungshaltung haben denn dadurch kannst du nur enttäuscht werden weil deine erwartungen niemals den erwartungen einer anderen person ensprechen können.

"erwarte dir von anderen nie etwas was du dir selbst nicht geben kannst "- also wenn du dir selbst nicht verzeihst wie sollen es dann andere tun können ..... denk darüber mal nach ....


vieles im leben dass man nicht ändern kann muss man einfach lernen zu akzeptieren und veränderungen fangen immer bei einem selbst an - ändert man sich selbst wird sich auch das umfeld ändern das ist ein tatsache.


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Reflexion
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Gibt es Karma wirklich?

02.12.2014 um 10:36
@-Therion-
@Nicolaus


Ich denke, jemandem zu vergeben ist für einen Selbst wichtig..
Weil man sonst von Rachegefühlen "aufgefressen" wird und dadurch seinen eigenen Charakter zum Negativen ändert und sich so wieder Karma macht, da dies auch in die eigenen Taten fließt sozusagen. Haß macht häßlich..

Das einzige , wie man aus den eigenen Fehlern lernen kann, ist zu verstehen, was man dem anderen angetan hat. Und wie sollte man das besser verstehen als dadurch, dass man selbst das erlebt, was man (dem) anderen angetan hat..
"Wer nicht hören will, muß fühlen" , heißt es ja so schön..

Und deshalb gibt es das Karma-gesetz. Man braucht nicht selbst zu urteilen und zu richten, denn würde man das tun, würde man wieder Schaden und Schmerzen auslösen bei einem anderen, was auch wieder auf einen selbst zurückfallen würde.
"Richtet nicht, auf das ihr nicht gerichtet werdet" (Bibel) - ich denke, das ist damit gemeint..


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RoseHunter
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Gibt es Karma wirklich?

02.12.2014 um 10:38
@-Therion-
Nicolaus schrieb:
Und ich halte diese Geschichten von der Selbsterlösung durch Karme und Wiedergeburt für eine Mär. Damit lügt man sich doch nur selber was in die Tasche. Da könnte ich genauso sagen: Och, was soll ich mich in diesem Leben groß anstrengen, ich hab ja noch ein paar hundert weitere Leben vor mir...


dann hast du das prinzip dahinter nicht verstanden denn niemand der wirklich mit dem thema karma und wiedergeburt vertraut ist wird ein solches denken an den tag legen.
Nö, man kann das schon so sehen.
Hängt davon ab, wie man Karma für sich definiert.
a) Als etwas, was unabänderlich in diesem einen Leben abläuft.
b) Als etwas, auf das ich Einfluss nehmen kann und was innerhalb dieses Lebens eine Dynamik und Kommunikation zulässt.


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Nicolaus
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Gibt es Karma wirklich?

02.12.2014 um 16:21
@-Therion-
-Therion- schrieb:Der Ausdruck "Erbsünde" mag in der Bibel nicht zu finden sein, die Tatsache, die darin zum Ausdruck kommt, aber schon
Etwas, das zum Ausdruck kommt, ist immer Interpretation. Wenn man will, kann man alles mögliche aus der Bibel heraus interpretieren, oder besser, in sie hinein. Darum kann es aber nicht gehen. Eine Erbsünde kommt in der Bibel nicht vor. Das ist reine Kirchenlehre. Und dazwischen unterscheide ich. Sünde kann nicht vererbt werden, die muss man schon selber begehen. Was vererbt werden kann, sind die Anlagen dazu, überhaupt sündigen zu können. Diese Anlage besaß auch schon Adam, sonst hätte er nicht in Sünde fallen können.
-Therion- schrieb:Die ernste Wahrheit, dass die menschliche Natur befleckt und verdorben ist, ist nicht sehr beliebt, aber selbst wenn die Menschen sie aus der Bibel entfernen könnten, würde sie doch aus jeder Ecke der bewohnten Erde zum Himmel schreien.
Wenn das Deine Ansicht ist, will ich sie Dir gerne belassen. Für mich ist ein frisch geborener Säugling weder befleckt, noch verdorben, sondern erst mal völlig leer, völlig jenseits von Gut und Böse anzusiedeln. Alles andere kommt dann später. Und was tagtäglich zum Himmel schreit ist niemals eine Beflecktheit oder Verdorbenheit von frisch geborenen Säuglingen, sondern das Unrecht, was durch erwachsene, gereifte Menschen, die bewusst etwas Böses in die Welt setzen, ein gewisses Maß überschritten hat.
-Therion- schrieb:das kommt meiner ansicht nach auf die einstellung und persönlichkeit des einzelnen an wie er damit umgeht. - oder anders gesagt wenn man weiss/merkt, dass einen etwas blockiert dann sollte man daran arbeiten, es analysieren warum man so reagiert und dafür sorgen das diese blockaden aufgelöst werden.
Es kommt immer auf die Einstellung und Persönlichkeit des Einzelnen an und wie man damit umgeht. Natürlich soll man an einer Blockade arbeiten und analysieren, woran es liegt, um sie auflösen zu können. Sowas versteht sich doch von selbst.
-Therion- schrieb:macht doch keinen sinn wenn man sich selbst im weg steht und sich das leben schwerer macht als es sein muss. das hat auch viel mit akzeptanz und dem eigenen selbstwertgefühl zu tun verbunden mit dem willen zur weiterentwicklung.
Das macht auch keinen Sinn. Der Wille zur Weiterentwicklung ist, sage ich jetzt mal, immer vorhanden. Nur eben nicht immer so ausgeprägt. Resignation kann zB. sehr stark lähmend wirken. Wenn jemand trotz all seiner Anstrengungen scheinbar nicht weiter kommt, es für ihn alles keinen Sinn mehr macht, wo soll der seine Energie hernehmen, sich weiter zu entwickeln? Und vor allem wozu? Das ganze kann auch nach hinten los gehen, indem man sich selbst ständig unter Druck setzt oder einen anderen: Du musst was tun, Du musst dich weiter entwickeln, Du willst doch etwas erreichen im Leben. Normalerweise geschieht das automatisch, ohne dass man es merkt.
-Therion- schrieb:- wer an sich glaubt und sich wertschätzt wird anders (be)urteilen und blockaden erst garnicht zulassen.
Das sind so Sätze, wo ich auf die Palme gehe, echt jetzt!
Blockaden entstehen irgendwann und dann bemerkt man sie plötzlich. Sowas hat man nicht immer in seiner eigenen Gewalt. Als wenn da eine Blockade angerollt käme und man die Fähigkeit hätte: Nönö, dich lasse ich jetzt nicht zu, weil ich an mich glaube und mich wertschätze. So funktioniert das nicht!
-Therion- schrieb:niemand muss unter seinen fehlern/schuld leiden wenn man lernt sich selbst zu refflektieren, zu akzeptieren und stätig an sich arbeitet was auch hier zum ausdruck kommt -----> Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Es ist kein anderes Gebot größer denn dieses. Markus 12.31
Was heißt denn "muss"?
Wir tun es aber in der Regel! Und ich glaube, auch das hat seinen Sinn. Wer laufend Fehler macht und es ihn selber überhaupt nicht tangiert, weil er nicht darunter leidet, es ihn gar nicht juckt, der wird auch kein Interesse haben, daran etwas zu ändern. Warum sollte er auch? Er leidet ja nicht darunter.

Ich reflektiere über mich sehr viel, ich kann nicht sagen, dass ich deswegen nun weniger leide. Das sind wieder so Sprüche, die mich an die Palme bringen. Wenn du dies oder das oder jenes tust, dann leidest du auch nicht usw... Mit Verlaub, ich halte das für Blödsinn!

Und was die Nächstenliebe angeht: Ich kann jemanden, der mich hasst, der mir böses will nicht lieben! Kannst mir jetzt gerne einen Verstoß gegen die Feindesliebe anlasten, da stehe ich zu, da habe ich so meine Schwierigkeiten mit.
-Therion- schrieb:- sich selbst zu lieben heisst auch sich selbst verzeihen zu können ! Markus 12.31
und genau DAS IST der lerneffekt - sich selbst schätzen/lieben zu lernen und eigene fehler akzeptieren können, sie als als chance zur weiterentwicklung anzusehen !
Das habe ich nun schon sehr oft gehört, dieses "sich selbst verzeihen zu können". Ehrlich gesagt, ich kann damit nichts anfangen. Ich wüsste überhaupt nicht wie das geht? Kannst Du mir das mal erklären? Was bitte bringt es mir, wenn ich mir selber auf die Schulter klopfe und sage: Ich vergebe mir und fertig? Für mich ist das Selbstbetrug.

Wenn ich zB. jemand anderem etwas angetan habe, mich entschuldige, um Verzeihung bitte, es wieder gut mache - vom Anderen aber keine Vergebung erhalte, sondern es wird mir stattdessen ewig nachgetragen, weil der andere das so will - dann leide ich darunter. Dann nutzt mir ein mir selber auf die Schultern klopfen dabei überhaupt nichts!

Also wie ist das zu verstehen, dieses "sich selbst verzeihen"? Ich kann damit einfach nichts anfangen. Ich verstehe das nicht! Wie soll das funktionieren?
-Therion- schrieb:- also nicht darauf zu warten dass von aussen vergebung kommt durch gott oder eine andere personen ------> "vergib dir selbst und dir wird vergeben werden".
Wenn Du dir selber ein Bein gestellt hast und dann auf die Nase fällst, dann kannste dir selber vergeben und zu Dir sagen: Junge, beim nächsten Mal pass aber besser auf. Jetzt haste einen dicken Fehler gemacht und musst die Folgen tragen und das ist schwer genug. Ich muss mich deswegen aber nicht auch noch selber anklagen oder mir Vorwürfe machen. Aber das passiert mir nicht nochmal!

Aber wenn du einem anderen ein Bein stellst und der fällt auf die Nase, bist Du auf die Vergebung des anderen angewiesen, wenn Du deinen Frieden haben willst! Da empfinde ich ein sich selber vergeben wie Selbstbetrug. Diese Haltung: Na wenn der andere nicht will, vergebe ich mir eben selber - das funktioniert doch nicht! Ausser du überlegst dir lediglich irgendwelche Tricks, dein eigenes Gewissen damit zu beruhigen. Sowas nennt man Symptombehandlung. Am eigentlichen Geschehen ändert das aber gar nichts!
-Therion- schrieb:was ist schon wahrheit - soviele menschen es gibt soviele persönliche ansichten/wahrheiten wirst du finden !

- was für den einen wahrheit ist muss und kann nicht die wahrheit von einem anderen sein.
Wenn ich solche Sätze höre oder lese, gehe ich schon wieder auf die Palme!
Das sind so Aussprüche wie: Och ja, was ist das schon? - Wahrheit? Pfff, wer interessiert sich denn dafür? Der eine hält dies für wahr, der andere jenes. Zimmere dir doch deine eigene Wahrheit zurecht und schon geht es dir besser... Auch das ist für mich nichts weiter als ein sich selber in die Tasche lügen oder Selbstbetrug.

Die Wahrheit ist nicht verhandelbar und hat auch nichts mit persönlichen Ansichten zutun!
Die Wahrheit ist eine Beschreibung dessen, was wirklich ist! Entweder es ist so oder es ist nicht so. Aber es kann niemals zwei verschiedene Wahrheiten nebeneinander geben, höchstens zwei verschiedene Ansichten über die Wahrheit.


Und ich halte diese Geschichten von der Selbsterlösung durch Karma und Wiedergeburt für eine Mär. Damit lügt man sich doch nur selber was in die Tasche. Da könnte ich genauso sagen: Och, was soll ich mich in diesem Leben groß anstrengen, ich hab ja noch ein paar hundert weitere Leben vor mir...
-Therion- schrieb:dann hast du das prinzip dahinter nicht verstanden denn niemand der wirklich mit dem thema karma und wiedergeburt vertraut ist wird ein solches denken an den tag legen.
Ach weißt Du, solche Sätze empfinde ich wie eine Ausrede.
Dann könnte ich genauso sagen: Du hast das Prinzip der Erlösung durch den Kreuzesdod Jesu nicht verstanden, wenn Du sagst: Och ja, dann kann ich ja nun munter weiter drauf los sündigen, ist ja eh alles am Kreuz vergeben! Und sinngemäß waren das so Deine Worte!
-Therion- schrieb:- ein leben baut auf das andere auf und daher wäre es dumm sich nicht anzustrengen - das wäre wie wenn man auf einen berg klettert, den gipfel als ziel auserkoren hat aber mitendrinn sich hinsetz und sagt " ich will mich nicht mehr anstrengen den gipfel zu erreichen, ich bleibe sitzen bis ich sterbe und versuchs im nächsten leben wieder". - das wäre wirklich dumm und zeitverschwendung obendrein ! - beim karma/reinkarnationsgedanken will man weiterkommen, etwas erreichen und nicht resignieren, aufgeben oder sich ausruhen !
Wenn ich der Überzeugung bin, es gibt nur ein Leben, kann dein Satz: Ein Leben baut auf das andere auf, für mich nicht stimmen! Das sind Zirkelschlüsse die nur dann greifen, wenn es auch so wäre. Und da gibt es wohl keine eindeutige Antwort drauf. Es bleibt also eine Sache des Glaubens.

Im weiteren kommt hier schon wieder so ein Leistungsgedanke zum Vorschein. Es ist dumm, sich nicht anzustrengen, man darf nicht sagen: Ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr! Los, immer weiter, mach vorran, du hast nicht ewig Zeit blablabla...

Was soll das? Wozu soll so ein künstliches sich oder andere unter Druck setzen gut sein?
Warum muss man immer was leisten? Warum darf man nicht mal Pause machen und sich von einer vorhergehenden Anstrengung erholen? Warum muss der Gipfel in einem Zug sofort erklummen werden? Wozu diese Eile, dieser Druck, dieses Treiben?

Der Gipfel ist auch Morgen noch da. Wenn ich nicht mehr kann, darf ich genauso auch erst mal mein Zelt aufschlagen und Zwischenstation machen und den Rest am nächsten Tag bewältigen. (Oder auch im nächsten Leben, ich hab ja genug davon, nach deiner Auffassung). Wozu also diese Eile, dieses ständige sich selber stressen sollen oder müssen? Man hat doch Zeit genug?

Eigentlich widersprichst Du dir selber. Denn wenn ich nur ein Leben habe, dann ist es viel wichtiger, alles in diesem einen Leben zu erreichen, dann ist Eile geboten, dann ist tatsächlich keine Zeit, denn ein zweites Leben gibt es nicht!

Weiterkommen, etwas erreichen wollen hat überhaupt nichts mit dem Karmagedanken und der Reinkarnation zutun! Das kannste auf jeden anderen Lebensbereich ausdehnen, das stimmt immer!
Auch wenn ich nur ein Leben habe, will ich natürlich in diesem einen Leben genauso weiter kommen und etwas erreichen!

Im übrigen gibt es genügend Fälle, wo Menschen tatsächlich nicht mehr weiter kommen und resignieren. Sie können einfach nicht mehr und irgendwann wollen sie auch nicht mehr, weil sie keinen Sinn mehr darin sehen, ständig von ihren ach so lieben Mitmenschen dauernd getrieben zu werden, etwas leisten zu müssen. Die sind ausgepowert und am Ende ihrer Kräfte! Und ich finde es legitim auch sagen zu dürfen: Ich kann nicht mehr und ich will nicht mehr! Ich bleib jetzt hier sitzen. Die brauchen was ganz anderes, als ständig von anderen in den Hintern getreten zu werden und getrieben werden, los jetzt steh auf, mach hinne, gib Gas blablabla... Die brauchen erst mal eine Verschnaufpause und dann eine Ermutigung, dass sie erkennen können, dass sie es erstens schaffen werden und zweitens dass es auch Sinn macht, wieder los zu gehen, den Gipfel zu erklimmen. Und am schönsten ist es, wenn man ihn dann nicht alleine erklimmt, sondern mit jemand anderem zusammen. Dann macht es vielleicht auch wieder Freude.
-Therion- schrieb:karma/reinkarnation ist eine einstellung die man zum leben hat, sie ist geprägt von weiterentwicklung die man anstrebt !
Ach komm, das hört sich so bestimmend und Oberlehrerhaft an: Das ist etwas, was man gefälligst zu leben hat! Als wenn Du hier für alle Menschen zu bestimmen hättest: Reinkarnation ist eine Einstellung, die man zu leben hat! Was der einzelne an Einstellungen zu leben hat, das bestimmst sicher nicht Du!

Und wie schon erwähnt: Weiterentwicklung strebt man normalerweise immer an, völlig unabhängig von Gedankengängen einer Reinkarnation oder nicht. Auch wenn man nur ein einziges Leben hat, ist das nicht anders! Und wenn man plötzlich keine Lust mehr darauf hat, weil es einem zu anstrengend geworden ist, man strauchelt, ist ermattet, erledigt, kann nicht mehr, will nicht mehr, hat sich zu sehr verausgabt, dann ist das genauso legitim, mal Pause zu machen und die Weiterentwicklung erst mal beiseite zu schieben und im hier und jetzt zu leben, den Augenblick zu genießen und sich daran einfach nur zu erfreuen. Mir steckt in Deinen Ansichten zu viel Leistungsgedanke. Ich leiste dann etwas, wenn ich einen eigenen, inneren Antrieb dazu habe. Wenn ich die nötige Kraft dazu habe. Wenn ich das nicht mehr habe, kann ich auch nichts mehr leisten. Dieser Leistungsgedanke hört sich für mich schon richtig Zwanghaft an! Ja, ich weiß, wir leben leider in einer Leistungsgesellschaft. Aber es geht doch nicht um das Leisten um des Leistens wegen? Auch das muss einen Sinn haben, Sinn machen! Und ununterbrochen sich diesem Leistungsdenken zu unterwefen führt irgendwann zum Burnout!
-Therion- schrieb:muss ich dir wiedersprechen - man lebt viel bewusster, hinterfragt und analysiert sich selbst und andere weil es eben eine einstellung ist , der wille sich weiterzuentwickeln ist sozusagen der anrieb/motivation - man WILL an sich arbeiten, sich weiterentwickeln und dadurch refflektiert man sein tun viel mehr.
Das hat alles nichts mit Karma und Reinkarnation zutun!
Das sind so Sätze, die generell gelten. Auch wenn man nur ein Leben hat ist das nicht anders.
Man will an sich aber nicht um des arbeitens wegen an sich arbeiten, sondern weil man offensichtlich ein Ziel vor Augen hat! So und jetzt mal Butter bei die Fische: Welches Ziel strebt eigentlich so jemand an, der an die Reinkarnation glaubt? Wo geht denn da die viel viel längere und ermüdendere Reise nach was weiß ich, tausend Leben hin? Ins Nirwana?

Also als Christ hab ich auch ein Ziel, nämlich in den Himmel zu kommen. Und nach meinem Glauben habe ich dafür nur ein Leben lang Zeit. Insofern ist der Druck, es am Ende dieses einen Lebens zu schaffen, ja noch viel größer als etwa, wenn ich davon ausginge, ich hätte noch 999 weitere Leben Zeit dafür...
-Therion- schrieb:aber mit diesen schuldgedanken belastet/blockiert man sich doch nur selbst denn wir sind es doch die diese gedanken von schuld erst aufkommen lassen. also der jenige der eine schuld als erdrückend empfindet hat sich diesen druck selbst erschaffen DURCH dieses denken.
Du tust hier so, als könne man seine Schuldgedanken/Gefühle einfach abschütteln, als habe man sie selber vollständig unter seiner Kontrolle und Gewalt. Dem ist aber nicht so! Natürlich hat man sich eine erdrückende Schuld selber erschaffen. Genauso wie man sich die Angst auch selber erschafft, unter der man möglicherweise leidet. Willst Du denjenigen, die unter einer Schuld, oder einer Angst leiden auch noch vorwerfen, dass sie das tun? Ob Schuldgefühle oder Angstgefühle, klar produzieren wir diese selbst, aber ja nicht bewusst! Und man ist ja kein Masochist, weil man zB. Ängste entwickelt, unter denen man dann selber auch noch leidet...

Aber ok, wenn du ein Patentrezept hast, wie man solche belastenden Gefühle wie Schuld und Angst erst gar nicht in sich bilden kann, oder sie wieder nach belieben einfach abschütteln kann, dann wäre es auch fair, zu schreiben, wie man das macht! Ansonsten sind das nur schöne Floskeln.

Auf mich wirkt das nicht positiv! Auf mich wirkt das eher wieder wie ein Schuldgefühl, was Du in mir bilden willst, indem Du sinngemäß sagst: Du bist es doch selber schuld, wenn du in dir Schuldgefühle empfindest. Du erzeugst sie dir ja selbst! Also lass es doch einfach bleiben und du hast nicht mehr darunter zu leiden!

Was hat jemand, der tiefe Trauer empfindet davon, wenn ihm jemand sagt: Ach hör doch auf zu trauern, du hast dir diese Traurigkeit doch selber erzeugt! Also lass es bleiben und du hast nicht mehr darunter zu leiden!

Das alles sind sehr tiefgehende Emotionen, die erzeugt sich der Mensch ja nicht aus Spass an der Freude mal eben zur Belustigung seiner selbst um anschließend darunter zu leiden! Die kommen aus den tiefen Schichten des Unterbewusstseins und gerade diese hat man wohl am allerwenigsten unter Kontrolle!
-Therion- schrieb:hier würde ich hinterfragen warum das so ist - warum man sich selbst diesen leidensdruck macht anstatt zu akzeptieren, sich selbst zu verzeihen ..... meistens findet man in der kinheit die antwort auf diese frage warum man selbst der meinung ist schuld als blockade empfinden zu müssen. viele handlungs - denkmusster sind geprägt durch die erziehung und unseren erfahrungen.
Natürlich ist das erst mal wichtig, sich zu fragen: Warum habe ich jetzt Schuldgefühle, warum habe ich jetzt Ängste, warum empfinde ich jetzt Trauer usw... Sich zu akzeptieren wie man ist, finde ich im übrigen weitaus besser, als das alles wieder auf die Schuldfrage zu reduzieren und zu sagen: Du bist es ja selber schuld, wenn du unter deinen selbst erzeugten Schuldgefühlen, Ängsten, Trauer oder was auch immer, leidest! Das hilft niemandem! Das kriegt man doch schon von frühester Kindheit eingehämmert: Du bist alles selber schuld, also hör auf zu heulen!

Auch wenn es so ist, solche Sätze helfen niemandem weiter! Denn damit lässt man den Leidenden alleine und schiebt ihm auch noch Schuld in die Schuhe, weil er dieses Leid ja selber verursacht hat!

Sich zu akzetieren wie man ist, hilft mir da schon eher. Ich darf nämlich sehr wohl Schuldgefühle haben! Ich darf auch Ängste haben! Ich darf auch Traurig sein! Ich darf sogar Krank sein! Ich darf auch straucheln, niedergeschlagen und mutlos sein! Jawohl, ich darf das! Und ich bin so frech zu sagen: Ich erlaube mir das selbst! Und ich bin niemandem eine Rechenschaft darüber schuldig!
-Therion- schrieb:man kann niemanden zur vergebung zwingen und oft dauert es auch eine lange zeit bis jemand bereit zur vergebung ist und auch das muss man akzeptieren können und daher ist es so unheimlich wichtig sich zuerstmal selbst vergeben zu können !

- nur wer sich selbst vergeben kann wird vergebung erfahren !
Das ist schon Richtig, Vergebung kann man nicht erzwingen! Genausowenig wie Liebe!
Und machmal dauert es nicht nur eine lange Zeit, sondern Ewig bzw. es wird niemals Vergebung geben! Es gibt so Menschen, die einem eine Schuld, ein Versagen oder was auch immer, ein Leben lang nachtragen! Offensichtlich haben diese Menschen gar noch eine Freude daran, zu sehen, wie sehr man darunter leidet! Und wer leidet, ist immer das Opfer!

Dasselbe gilt auch in Bezug zur Liebe. Wenn ich unsterblich in jemanden verliebt bin und der andere will überhaupt nichts von mir wissen, ja hasst mich sogar, dann leidet man darunter. Und wer leidet, ist immer das Opfer!

So, wie kommt man da jetzt raus? Akzeptieren ist auch so eine schöne Floskel. Wie soll denn das gehen? Rein vom Verstande her, kann ich das akzeptieren, da ist jemand, der will mir eben nun einmal mein oder sein Leben lang Gram sein, dem gefällt das besser als sich mit mir wieder zu vertragen. Aber Gefühlsmäßig kann ich nicht sagen, dass ich darüber weg bin, dass ich nicht darunter leide!

So, dann kommt wieder diese Sache mit der "Selbstvergebung", wo ich immer noch nicht weiß, was das eigentlich sein soll, wie das gehen soll? Es funktioniert nicht, sich dabei auf die Schulter zu klopfen und zu sagen: Ich vergebe mir und fertig!
-Therion- schrieb:man hat ein ganz anderes auftreten und sendet andere signale aus wenn man sich selbst vergeben hat und DANN erst um vergebung bittet gegenüber einer anderen person.
Naja, das erinnert mich mehr an die Jungs, die sich innerlich stählen sollen, hart wie Kruppstahl eben, über die Emotionen in einem drüber weg setzen, dadurch aber unsensibel und abgestumpft auch über Leichen gehen können, ohne irgend eine Regung. So jemand möchte ich nicht werden!

Klar, kann auch ein Verbrecher sich ein Leben lang was in die Tasche lügen und behaupten, er habe keine Schuld, er empfinde nichts und schön aufrecht durchs Leben gehen, bis an den Strang wo er dann vielleicht noch grinsend in der Schlinge hängt, die ihm den Garaus macht. Aber würde mich das wirklich innerlich befreien?

Ich habs aufgegeben, diesen einen Jemand um Vergebung zu bitten! Ich habe keine Lust mehr, bei so viel Starrsinn, ständig zu Kreuze zu kriechen, wohl wissend, dieser amüsiert sich doch nur darüber und hat von Anfang an Beschlossen, sich mit mir nie mehr zu vertragen, mir diese eine Sache, die eigentlich Lächerlich war, ein Leben lang lieber nachzutragen! So jemand hat meine Reue gar nicht verdient! Dann soll er mir meine Schuld eben ein Leben lang nachtragen, wenn seine Seligkeit davon abhängt! Solange der gar keinen Frieden mit mir will, werde ich auch nicht mehr um Vergebung bitten!
-Therion- schrieb:bittet man unter leidensdruck um verzeihung wird dies weniger anklang finden und höchstens mitleid und unverständnis auslösen als wenn man mit offener haltung und bestimmtheit auftritt und um verzeihung bittet. - man wird ernster genommen und es wir eher zu einem verzeihen kommen wenn vermittelt werden kann dass man zu seinem fehlverhalten steht, es akzeptiert sich selbst verziehen und daraus gelernt hat.
Mitleid? Ha, der kennt so etwas überhaupt nicht!
Es ist völlig egal, wie ich vor ihm auftrete, habe beides schon versucht. Damals noch unter Leidensdruck und später mit Selbstbewusstsein. Wenn er so stur ist, eben nunmal keinen Frieden will, dann soll er auch keinen haben, ist inzwischen mein Fazit! Dann hat er auch keinen Frieden verdient! Wie gesagt, hat alles nichts genutzt! Und jetzt schalte ich genauso auf Stur! Und ich warte auch nicht, ob er vielleicht eines Tages angelaufen kommt, denn das würde er niemals tun, dafür ist er viel zu stolz! Also bleibt es dann eben so, für immer und ewig. Er hat es ja so gewollt!
-Therion- schrieb:versinnbildlich gesagt (nicht wörtlich nehmen) - auf menschen die sowieso am boden liegen tritt man lieber hin oder noch nach als wenn jemand aufrecht steht !
Das stimmt natürlich. Ich werde ja nicht getreten, aber ich werde permanent mit Missachtung und Missfallen bestraft. Und wenn ich jetzt sagen würde, es wäre mir egal, es juckt mich nicht, dann würde ich lügen. Aber ich begegne diesem Jemand inzwischen auch nur noch mit Missachtung und Missfallen. Er hat es ja so gewollt. Sehe ich doch gar nicht ein, dem auch noch mit Liebe zu begegnen!
-Therion- schrieb:das darfst du aber nicht zu deinem problem machen denn es ist nicht deines - wenn du dich entschuldigst und es bereut hast dann ist dein part erledigt - was der andere dann daraus macht oder nicht macht ist dessen eigene sache !
Das ist zwar Richtig, aber das ist kaum möglich, da eine gesunde Distanz aufzubauen und zu sagen: Für mich ist das nun erledigt. Es ist eben in Wahrheit nicht erledigt, es wird nur ganz bewusst ein Problem nicht ausdiskutiert, stattdessen totgeschwiegen und nachgetragen bis in alle Ewigkeit! Und so zu tun, als würde mich das in keinster Weise mehr belasten, wäre eine Lüge. Ich weiß nicht mehr was ich da machen soll, weil es alles vollkommen Zwecklos ist! Es ist, als hätte ich es mit einer Betonwand zutun.
-Therion- schrieb:und hierbei darfst du keine erwartungshaltung haben denn dadurch kannst du nur enttäuscht werden weil deine erwartungen niemals den erwartungen einer anderen person ensprechen können.
Du hast zwar Recht damit, aber ohne Erwartungen wäre das Leben Hoffnungslos! Und wer kann schon ohne Hoffnung leben? Oder man hat eine ewig blutende und schmerzende Wunde die man sein ganzes Leben lang mit sich herum tragen muss und darunter leidet.

"erwarte dir von anderen nie etwas was du dir selbst nicht geben kannst "- also wenn du dir selbst nicht verzeihst wie sollen es dann andere tun können ..... denk darüber mal nach ....Text
Schon wieder dieses "sich selbst verzeihen". Das ist sehr leicht dahin gesagt, verzeih dir erst mal selber. Ja, wie macht man das denn überhaupt? Ich kann damit nichts anfangen? Ich weiß nicht wie das geht?
-Therion- schrieb:vieles im leben dass man nicht ändern kann muss man einfach lernen zu akzeptieren und veränderungen fangen immer bei einem selbst an - ändert man sich selbst wird sich auch das umfeld ändern das ist ein tatsache.

Jaja, auch wieder so ein toller Spruch...
Klar, wenn ich mich heute freue und ein sonniges Gemüt an den Tag lege, wird auch draussen das Wetter besser, der Himmel reißt auf und die Sonne kommt hervor, hahaha wenn das so einfach wäre...

Es gibt Menschen, denen kannst Du dein ganzes Leben lang immerzu freundlich, nett, zuvorkommend, offenherzig und liebevoll begegnen, wenn sie dir was krumm genommen haben und es dir lieber ein Leben lang nachtragen wollen, nutzt das alles nichts, die sind wie Steine!


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Gibt es Karma wirklich?

02.12.2014 um 20:46
ich glaube schon an eine Art Karma. Was man im letzten Leben verbockt oder erlebt hat, kann einen im jetzigen einholen.

Also das ist meine Ansichtssache.


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Gibt es Karma wirklich?

03.12.2014 um 07:47
Nicolaus schrieb:Was vererbt werden kann, sind die Anlagen dazu, überhaupt sündigen zu können. Diese Anlage besaß auch schon Adam, sonst hätte er nicht in Sünde fallen können.
..... weisst du was du damit aussagst ........ , das gott es so gewollt hatte das die menschen sündigen .....
Nicolaus schrieb: Resignation kann zB. sehr stark lähmend wirken. Wenn jemand trotz all seiner Anstrengungen scheinbar nicht weiter kommt, es für ihn alles keinen Sinn mehr macht, wo soll der seine Energie hernehmen, sich weiter zu entwickeln?
daher ist positives denken so wichtig ..... die meisten menschen sind dazu geneigt nur das negative an einer sache zu erkennen und nur die wenigsten versuchen auch negativen situationen positives abzugewinnen. wenn man also immer nur den fokus auf das hat was schiefläuft im leben richtet, sich vielleicht sogar selbst bemitleidet dann wird man zwangsweise resignieren.
eine positive einstellung/sichtweise ist das einzige was wirklich zählt um erst garnicht in resignation zu verfallen!
Nicolaus schrieb:Das sind so Sätze, wo ich auf die Palme gehe, echt jetzt!
Blockaden entstehen irgendwann und dann bemerkt man sie plötzlich. Sowas hat man nicht immer in seiner eigenen Gewalt.
blockaden entstehen nicht irgendwie ohne das man sie merkt - schließlich ist es die person selbst die sich eine blockade errichet - das einzige was passieren kann ist, dass sich die person der blockade nicht gleich bewusst ist.
Nicolaus schrieb:Als wenn da eine Blockade angerollt käme und man die Fähigkeit hätte: Nönö, dich lasse ich jetzt nicht zu, weil ich an mich glaube und mich wertschätze. So funktioniert das nicht!
doch das funktioniert so :)

je bewusster man lebt, sich selbst kennt, sich selbst refflektieren kann um so mehr hat man einfluß auf sein denken und handeln. man merkt dann relativ schnell das da etwas ist, dass einen nicht gut tut, das man sich nicht wohlfühlt in einer situation und wenn man das mal erkannt hat dann wird man hinterfragen und eine änderung hereibeiführen.

- es ist unser leben, unser denken niemand sonst ausser wir selbst können daran etwas ändern!

Nicolaus schrieb:Und was die Nächstenliebe angeht: Ich kann jemanden, der mich hasst, der mir böses will nicht lieben! Kannst mir jetzt gerne einen Verstoß gegen die Feindesliebe anlasten, da stehe ich zu, da habe ich so meine Schwierigkeiten mit.
du musst ihn ja nicht unbedingt lieben es reicht schon wenn du diesen menschen und dessen meinung über dich akzeptieren kannst. hass bringt dich nämlich auch nicht weiter damit schadest du dir nur selbst.

wenn ich jeden hassen würde der mir schon negatives in meinen leben angetan hat dann wäre die liste sehr lange. aber was hätte ich davon ? - nichts weil es weder mir noch diesen menschen etwas bringen würde.

und wenn jemand meint mich hassen zu müssen dann ist das auch nicht mein problem denn es ist einfach nicht möglich von jeden menschen geliebt zu werden und das will ich auch garnicht - und was solls, also ich persönlich habe gelernt andere meinungen zu respektieren und es ist mir vollkommen egal was andere von mir denken - ich muss grundsätzlich nur mit mir selbst klarkommen können und wenn ich das kann dann tangieren mich die meinungen der anderen nicht.

- da stehe ich drüber weil ich mich selbst wertschätze.
Nicolaus schrieb:Wenn ich zB. jemand anderem etwas angetan habe, mich entschuldige, um Verzeihung bitte, es wieder gut mache - vom Anderen aber keine Vergebung erhalte, sondern es wird mir stattdessen ewig nachgetragen, weil der andere das so will - dann leide ich darunter. Dann nutzt mir ein mir selber auf die Schultern klopfen dabei überhaupt nichts!

Also wie ist das zu verstehen, dieses "sich selbst verzeihen"? Ich kann damit einfach nichts anfangen. Ich verstehe das nicht! Wie soll das funktionieren?
indem du einen fehler einsieht, dich entschuldigst hast hast du eigentlich schon alles getan was man tun kann - mehr liegt nicht in deiner macht als dazu zu stehen, es dir bewusst zu machen, es einzusehen und dich dafür zu entschuldigen. ob der andere es nun akzeptiert/annimmt oder nicht darauf hast du keinen einfluß und es ist auch nicht dein problem. du hast deinen teil dazu beigetragen, deine schuld eingesehen es verarbeitet und kundgetan und somit kannst du damit abschließen.

du kannst dir also in dem sinne auf die schulter klopfen und stolz auf dich sein weil du diesen schritt getan hast ...... nicht jeder mensch steht zu seinen fehlern oder bittet dafür um entschuldigung also dafür gehört schon auch mut/einsicht dazu.

was der "fehler" an der ganzen sache ist das sind deine erwartungshaltungen ! - du ERWARTEST dir, dass dir verziehen wird, das alles wieder so ist wie es vor diesem fehler war und das ist es worunter du eigentlich leidest wenn dir nicht verziehen wird

-----> das deine erwartungshaltung dir zu verzeihen vom anderen nicht erfüllt wurde.

wie ich schon einmal schrieb, erwartungen können immer nur zu enttäuschungen führen weil deine erwartungen sich niemals mit den erwartungen anderer menschen decken können.

wenn du lernst keine erwartungen in egal was oder an wem zu haben dann wirst du auch nicht in die lage kommen dir selbst einen leidensdruck zu schaffen - dazu gehört eben auch sein eigenes ego herunterzuschrauben, andere meinungen und auch die daraus resultierenden konsequenzen akzeptieren zu können. .
Nicolaus schrieb:Was soll das? Wozu soll so ein künstliches sich oder andere unter Druck setzen gut sein?
Warum muss man immer was leisten? Warum darf man nicht mal Pause machen und sich von einer vorhergehenden Anstrengung erholen? Warum muss der Gipfel in einem Zug sofort erklummen werden? Wozu diese Eile, dieser Druck, dieses Treiben?
also ich empfinde das nicht so im gegenteil für mich ist es ein antrieb, es motiviert mich und ich sehe es als sinn meines lebens an an mir und meiner persönlichkeit zu arbeiten - ICH WILL ES und es macht mir spaß die veränderungen zu erkennen !

ich denke, es kommt wirklich nur auf die persönlichkeit/charakter an ob jemand diesen weg gehen möchte oder nicht - zum glück sind nicht alle menschen gleich und daher soll und darf jeder den weg wählen der für ihn als richtig/vernünftig erscheind.
Nicolaus schrieb:Im übrigen gibt es genügend Fälle, wo Menschen tatsächlich nicht mehr weiter kommen und resignieren. Sie können einfach nicht mehr und irgendwann wollen sie auch nicht mehr, weil sie keinen Sinn mehr darin sehen, ständig von ihren ach so lieben Mitmenschen dauernd getrieben zu werden, etwas leisten zu müssen.
wenn man das zulässt ist man selbst schuld ..... warum will man sich von anderen treiben, bestimmen lassen ..... wer seine selbstverantwortung erkennt wird davor gefeit sein sein leben durch andere beeinflussen zu lassen und nur das tun was ER SELBST möchte oder für richtig hält !

jeder hat sein eigenes leben zu leben und jeder sollte über sein leben selbst bestimmen wenn andere meinen sich einmischen zu müssen dann liegt es an der selbstverantwortlichkeit jedes einzelnen NEIN und STOP zu sagen. oft muss man da sehr konsequent sein und auch mal mit der familie, freunde ectr. den kontakt abbrechen so wie ich es zb. getan habe.

man muss wissen was man will, sich selbst wertschätzen und konsequent seinen weg gehen nur so wird man (S)EIN leben führen können das den eigenen vorstellungen entspricht.
Nicolaus schrieb:Ach komm, das hört sich so bestimmend und Oberlehrerhaft an: Das ist etwas, was man gefälligst zu leben hat! Als wenn Du hier für alle Menschen zu bestimmen hättest: Reinkarnation ist eine Einstellung, die man zu leben hat! Was der einzelne an Einstellungen zu leben hat, das bestimmst sicher nicht Du!
das hast du falsch verstanden ....

ich will doch niemanden etwas aufzwingen das liegt mir fern weil es eben nicht erlernbar ist sondern wirklich mit einer lebenseinstellung zu tun hat. was ich will ist erklären und ein verständnis dafür vermitteln was die hintertgrund gedanken sind und welcher typ mensch man ist/sein muss wenn man an soetwas wie reinkarnation/karma glaubt.
Nicolaus schrieb:Sich zu akzetieren wie man ist, hilft mir da schon eher. Ich darf nämlich sehr wohl Schuldgefühle haben! Ich darf auch Ängste haben! Ich darf auch Traurig sein! Ich darf sogar Krank sein! Ich darf auch straucheln, niedergeschlagen und mutlos sein! Jawohl, ich darf das! Und ich bin so frech zu sagen: Ich erlaube mir das selbst! Und ich bin niemandem eine Rechenschaft darüber schuldig!
das ist auch dein gutes recht und emotionen sollte man immer zulassen. aber man sollte es anschließend auch verarbeiten, akzeptieren um mit der jeweiligen situation abschließen können damit man es nicht sein lebenlang nachsichzieht, es das weitere leben negativ beinflusst.

- was passiert ist ist passiert - vergangenes sollte vergangen bleiben - es ist nicht zu ändern wer das akzeptieren lernt wird sich keinen leidensdruck schaffen.
Nicolaus schrieb:Es gibt so Menschen, die einem eine Schuld, ein Versagen oder was auch immer, ein Leben lang nachtragen! Offensichtlich haben diese Menschen gar noch eine Freude daran, zu sehen, wie sehr man darunter leidet! Und wer leidet, ist immer das Opfer!
daher darf man sich nicht selbst zum opfer machen lassen indem man in diese opferrolle schlüpft sie annimmt ! niemand ist gezwungen dazu - oft muss man einfach grenzen ziehen und konsequent sein, auch mal kontakte abbrechen ectr.

ich sag mir immer "wer nicht will soll es bleiben lassen" - wenn ich mein möglichstes getan habe aber der andere nicht darauf eingeht warum sollte ich mir dann noch weiter vorwürfe machen ? - mein part ist getan, mehr kann ich nicht tun - ich kann nur akzeptieren aber ich werde sicherlich nicht in die rolle des opfers schlüpfen!
Nicolaus schrieb:Das stimmt natürlich. Ich werde ja nicht getreten, aber ich werde permanent mit Missachtung und Missfallen bestraft. Und wenn ich jetzt sagen würde, es wäre mir egal, es juckt mich nicht, dann würde ich lügen. Aber ich begegne diesem Jemand inzwischen auch nur noch mit Missachtung und Missfallen. Er hat es ja so gewollt. Sehe ich doch gar nicht ein, dem auch noch mit Liebe zu begegnen
es gibt beziehungen die einfach irgendwann an einem punkt sind wo es nicht mehr weiter geht und das muss man akzeptieren können. auf biegen und brechen etwas daran ändern zu wollen macht überhaupt keinen sinn. besser ein ende mit schrecken als garkeines.

ich hatte mit meiner mutter ein ähnliches problem - alles versucht und immer wieder auf sie zugegangen aber es war zwecklos. irgendwann war ich es leid mich selbst in die opferolle zu begeben und darunter zu leiden. ich habe dann den kontakt konsequent abgebrochen, die situation und ihre meinung akzeptiert und fühle mich wie neu geboren indem ich alles versucht und diesen schlußstrich gezogen habe konnte ich mit dem thema abschließen - ich bin so mit mir selbst und ihr ins reine gekommen. - vielleicht verstehst du jetzt was ich meine wenn ich sage man muss sich selbst verzeihen und akzeptieren können.
Nicolaus schrieb:Das ist zwar Richtig, aber das ist kaum möglich, da eine gesunde Distanz aufzubauen und zu sagen: Für mich ist das nun erledigt. Es ist eben in Wahrheit nicht erledigt, es wird nur ganz bewusst ein Problem nicht ausdiskutiert, stattdessen totgeschwiegen und nachgetragen bis in alle Ewigkeit! Und so zu tun, als würde mich das in keinster Weise mehr belasten, wäre eine Lüge. Ich weiß nicht mehr was ich da machen soll, weil es alles vollkommen Zwecklos ist! Es ist, als hätte ich es mit einer Betonwand zutun.
akzeptiere es einfach du hast keine andere wahl so schwer das auch oft ist es ist dennoch die einzige möglichkeit die man hat um sich selbst aus den leidensdruck zu befreien. mit meiner mutter war das auch nicht einfach aber ich hatte nur zwei möglichkeiten entweder ich leide mein ganzes leben lang darunter oder ich beende es und ziehe einen schlußstich. ich habe das letztere gewählt und ich fühl mich besser als jemals zuvor weil ich ich stolz auf mich sein kann diesen schritt überhaupt gegangen zu sein, es geschafft zu haben durch akzeptanz nicht mehr leiden zu müssen.

ich habe akzeptiert und es ist gut so wie es ist ! - es hat mich befreit !
Nicolaus schrieb:Du hast zwar Recht damit, aber ohne Erwartungen wäre das Leben Hoffnungslos! Und wer kann schon ohne Hoffnung leben?
wenn man hoffnungen/erwartungen hat führt das zwangsweise zu enttäuschungen - ich weiss es ist schwer nicht zu hoffen aber wie heisst es so schön : -" träume nicht dein leben sondern lebe deinen traum ". auf den punkt gebracht -----> du musst/brauchst dir nicht etwas erhoffen wenn du aktiv dafür sorgst dass es passiert. und passiert das erwünschte nicht trotz anstrengung dann kann man es nur noch akzeptieren - der wille/versuch zählt alles ander liegt nicht in dem bereich auf den wir einfluß haben erst recht nicht wenn noch andere personen daran beteiligt sind !

- jeder muss die verantwortung für sich selbst tragen und wenn man selbst mit sich im reinen ist dann kann man ein ruhiges gewissen haben !


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Nicolaus
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Gibt es Karma wirklich?

03.12.2014 um 12:25
@-Therion-

... Was vererbt werden kann, sind die Anlagen dazu, überhaupt sündigen zu können. Diese Anlage besaß auch schon Adam, sonst hätte er nicht in Sünde fallen können.
-Therion- schrieb:..... weisst du was du damit aussagst ........ , das gott es so gewollt hatte das die menschen sündigen .....
Ja, das glaube ich auch! Wenn Gott es nicht gewollt hätte, dann hätte er diesen Baum da gar nicht ins Paradies gesetzt. Er wusste es von vorne herein, dass die da dran gehen würden! Es war doch nur eine Frage der Zeit. Doch ja, bin ich von überzeugt, Gott wollte es so!



... Resignation kann zB. sehr stark lähmend wirken.
-Therion- schrieb:daher ist positives denken so wichtig ..... die meisten menschen sind dazu geneigt nur das negative an einer sache zu erkennen und nur die wenigsten versuchen auch negativen situationen positives abzugewinnen. wenn man also immer nur den fokus auf das hat was schiefläuft im leben richtet, sich vielleicht sogar selbst bemitleidet dann wird man zwangsweise resignieren.
eine positive einstellung/sichtweise ist das einzige was wirklich zählt um erst garnicht in resignation zu verfallen!
Da stimme ich Dir zu!


... Blockaden entstehen irgendwann und dann bemerkt man sie plötzlich.
-Therion- schrieb:blockaden entstehen nicht irgendwie ohne das man sie merkt - schließlich ist es die person selbst die sich eine blockade errichet - das einzige was passieren kann ist, dass sich die person der blockade nicht gleich bewusst ist.
Du hast natürlich Recht, der Mensch selbst ist es, der die Blockade errichtet. Letztendlich ist es immer der Mensch selbst, in allem. Der Mensch selbst ist es auch, der Schuldgefühle empfindet, der Ängste empfindet, der Trauer empfindet usw... Alles Dinge, die Er selber erschafft und anschließend leidet er auch noch darunter. Soweit ist das faktisch richtig. Aber das alles passiert ja nicht Grundlos! Und vor allem in den meisten Fällen auch nicht bewusst!

Wird man sich irgendwann zB. seiner selbst errichteten Blockaden, Schuldgefühle, Ängste usw. bewusst, ist es aber in der Regel sehr schwierig, all dieses selbst erschaffene wieder rückgängig zu machen. Ich glaube alles das dient in erster Linie auch als Schutzfunktion! Vielleicht ist diese Schutzfunktion später belastender als die Blockade, das Schuldgefühl, die Angst selbst? Aber man errichtet nichts ohne Grund! Angst hat zB. auch einen positiven Effekt: Es schützt vor leichtsinnigen Aktionen, die einen in Lebensgefahr bringen können! Ich bin überzeugt, alles hat seinen Grund. Allerdings den muss man erst mal finden.


... Als wenn da eine Blockade angerollt käme und man die Fähigkeit hätte: Nönö, dich lasse ich jetzt nicht zu, weil ich an mich glaube und mich wertschätze. So funktioniert das nicht!
-Therion- schrieb:doch das funktioniert so :)
Na, wenn Du meinst...
-Therion- schrieb:je bewusster man lebt, sich selbst kennt, sich selbst refflektieren kann um so mehr hat man einfluß auf sein denken und handeln. man merkt dann relativ schnell das da etwas ist, dass einen nicht gut tut, das man sich nicht wohlfühlt in einer situation und wenn man das mal erkannt hat dann wird man hinterfragen und eine änderung hereibeiführen.
Erster Tail ja, zweiter Teil nur bedingt. Denn man kann zwar sehr wohl merken, wo einem etwas nicht gut tut, wo man sich unwohl fühlt, hat aber nicht immer die Möglichkeit an der Situation etwas zu ändern, bzw. man kann es vielleicht schon, aber der Aufwand mit den damit verbundenen Konsequenzen kann so imens sein, dass man es nicht macht! Ich kann zB. meinen Arbeitsplatz kündigen, weil ich mit einem Mitarbeiter nicht zurecht komme. Aber dann bin ich erst mal Arbeitslos und muss mir einen neuen Job suchen. Also zieht man es vor, sich lieber weiterhin über seinen Mitarbeiter zu ärgern und lässt es wie es ist. Man kann zwar durchaus in vielen Fällen eine Änderung herbei führen. Aber das ist leichter gesagt, als getan. Ok, ich kann mir jetzt denken wie die Antwort lautet: Wenn es dir lieber ist, alles so zu belassen und dich weiterhin zu ärgern und weiter zu leiden, kann es nicht so schlimm sein, sonst würdest du es ändern. Ich weiß nicht, wenn man Schmerzen am Bein hat, nimmt man ja auch nicht gleich ne Axt und schlägt es sich ab, verstehst wie ich das meine?
-Therion- schrieb:- es ist unser leben, unser denken niemand sonst ausser wir selbst können daran etwas ändern!
So schön wie sich das auch anhört, ich möchte dem widersprechen. Ich war mal in einer ziemlich entmutigten und resignierten Lage - und dann trat so ganz zufällig eine wunderbare Frau in mein Leben! Die hat es geschafft, mich wieder aufzurichten! Manchmal sind es eben doch andere und nicht wir selbst, die eine Änderung bewirken können!



... was die Nächstenliebe angeht: Ich kann jemanden, der mich hasst, der mir böses will nicht lieben!
-Therion- schrieb:du musst ihn ja nicht unbedingt lieben es reicht schon wenn du diesen menschen und dessen meinung über dich akzeptieren kannst. hass bringt dich nämlich auch nicht weiter damit schadest du dir nur selbst.

wenn ich jeden hassen würde der mir schon negatives in meinen leben angetan hat dann wäre die liste sehr lange. aber was hätte ich davon ? - nichts weil es weder mir noch diesen menschen etwas bringen würde.
Hier stimme ich Dir wieder zu.
-Therion- schrieb:indem du einen fehler einsieht, dich entschuldigst hast hast du eigentlich schon alles getan was man tun kann - mehr liegt nicht in deiner macht
Ok :D
-Therion- schrieb:was der "fehler" an der ganzen sache ist das sind deine erwartungshaltungen ! - du ERWARTEST dir, dass dir verziehen wird, das alles wieder so ist wie es vor diesem fehler war und das ist es worunter du eigentlich leidest wenn dir nicht verziehen wird
Ja, da hast Du wohl Recht.
-Therion- schrieb:wie ich schon einmal schrieb, erwartungen können immer nur zu enttäuschungen führen weil deine erwartungen sich niemals mit den erwartungen anderer menschen decken können.
Das kommt aber auf die Erwartung selbst an. Vielleicht sind meine Erwartungen einfach zu hoch? Eine realistische Erwartung muss nicht unbedingt auch zwangsläufig zur Enttäuschung führen, aber sie kann natürlich. Die Gefahr bei Erwartungen, auch enttäuscht zu werden, besteht zweifelsohne.



Wozu soll so ein künstliches sich oder andere unter Druck setzen gut sein?
Warum muss man immer was leisten? Warum darf man nicht mal Pause machen und sich von einer vorhergehenden Anstrengung erholen? Warum muss der Gipfel in einem Zug sofort erklummen werden? Wozu diese Eile, dieser Druck, dieses Treiben?
-Therion- schrieb:also ich empfinde das nicht so im gegenteil für mich ist es ein antrieb, es motiviert mich und ich sehe es als sinn meines lebens an an mir und meiner persönlichkeit zu arbeiten - ICH WILL ES und es macht mir spaß die veränderungen zu erkennen !
Den Antrieb hatte ich auch mal, sonst wäre ich ja nicht los gegangen. Aber irgendwann sind einfach meine Kräfte erlahmt, da war mir mehr nach Pause zumute als in einem rutsch gleich noch den ganzen Gipfel mitzunehmen.


... Im übrigen gibt es genügend Fälle, wo Menschen tatsächlich nicht mehr weiter kommen und resignieren. Sie können einfach nicht mehr
-Therion- schrieb:wenn man das zulässt ist man selbst schuld ..... warum will man sich von anderen treiben, bestimmen lassen ..... wer seine selbstverantwortung erkennt wird davor gefeit sein sein leben durch andere beeinflussen zu lassen und nur das tun was ER SELBST möchte oder für richtig hält !
Oh Danke! Jetzt sprichst Du selber von Schuld... :D
Ich will mich ja nicht von anderen treiben, bestimmen lassen. Man kann aber nicht immer nur das tun, was man selber möchte! Nicht jeder befindet sich in dieser glücklichen Lage! Man hat nicht immer die Möglichkeit dazu!

Wenn du deinem Chef sagst: Nö, ich mach das nicht, dann kannste gleich gehen! Jetzt wirst Du wieder sagen können: Dann werde doch dein eigener Chef... Dazu braucht man aber einiges an Eigenkapital. Das muss man erst mal erwirtschaften. Also bleibts vordem bei der alten Situation und also kann ich nicht sagen: Nö, ich mach das nicht.

Ok, dann bin ich eben alles selber schuld. :D - Und was hast DU jetzt davon?
Ich spreche Dich ja nicht schuldig an meinen Schwierigkeiten? Du bist alles selber schuld, was ist das überhaupt für ein Scheiß-Satz? Wozu soll der dienlich sein? Zu was soll der gut sein? Solche Sätze kenne ich von meiner Kindheit an und zwar von solchen Menschen, die selber nicht mit Schuld umgehen können. Gerade die schieben sie immer auf die anderen. Sie selber haben damit nie etwas zutun. Sollen die anderen sich mit Schuld rumplagen... Was ist denn das für eine Einstellung?
-Therion- schrieb:jeder hat sein eigenes leben zu leben und jeder sollte über sein leben selbst bestimmen wenn andere meinen sich einmischen zu müssen dann liegt es an der selbstverantwortlichkeit jedes einzelnen NEIN und STOP zu sagen. oft muss man da sehr konsequent sein und auch mal mit der familie, freunde ectr. den kontakt abbrechen so wie ich es zb. getan habe.
Natürlich kann man das machen. Aber wenn ich das nicht will?
Jetzt könntest Du wieder sagen: Dann ist dein Leidensdruck auch noch nicht groß genug, sonst würdest du es wollen....

Nein und Stopp sagen, bis hierher und nicht weiter ist vollkommen ok! Ja, sollte man! Aber gleich den Kontakt abbrechen? Das wäre für mich wirklich nur die allerletzte Option, wenn ansonsten gar nichts mehr geht!
- was passiert ist ist passiert - vergangenes sollte vergangen bleiben - es ist nicht zu ändern wer das akzeptieren lernt wird sich keinen leidensdruck schaffen.Text
Deine Sätze klingen mir zu idealisiert, als stammten sie aus einem amerikanischen Lehrbuch zur Lebensbewältigung :D

Wozu haben wir denn unser Gedächtnis, unsere Erinnerungen?
Klar, weiß der Verstand, es ist so wie es nun ist. Aber es ist nicht mehr zu ändern? Dann müsste man resignieren. Denn meiner Ansicht nach führt nur die Ohnmacht, etwas nicht mehr ändern zu können, obwohl man es will, zur Resignation!

Und immerzu alles zu akzeptieren, wie es ist, würde mich zu passiv machen. Das liegt nicht in meiner eigentlichen Natur. Denn dann resigniert man innerlich ja auch, weil man aufgrund der Ohmacht, es nicht ändern zu können, einem nichts anderes übrig bleibt, als es hin zu nehmen. Und dadurch leidet man sehr wohl! Also ich kann ja nur für mich selber hier sprechen, wie das bei Dir ist, weiß ich ja nicht.



... Es gibt so Menschen, die einem eine Schuld, ein Versagen oder was auch immer, ein Leben lang nachtragen! Offensichtlich haben diese Menschen gar noch eine Freude daran, zu sehen, wie sehr man darunter leidet! Und wer leidet, ist immer das Opfer!
-Therion- schrieb:daher darf man sich nicht selbst zum opfer machen lassen indem man in diese opferrolle schlüpft sie annimmt ! niemand ist gezwungen dazu - oft muss man einfach grenzen ziehen und konsequent sein, auch mal kontakte abbrechen ectr.
Das kommt wieder aufs selbe raus wie: Du bist alles selber schuld! Warum lässt du dich denn zum Opfer machen? Also willst du es ja auch sein usw... Ich glaube das nicht! Manche Menschen haben es einfach drauf, einen so zu beeinflussen und zu manipulieren, dass man es gar nicht merkt! Und eh man sich dessen bewusst geworden ist, haben sich die Rollen bereits gebildet und der eine ist, oh Wunder plötzlich in der Opferrolle gelandet - und nicht bewusst selbst da hinein geschlüpft! Das glaube ich nicht! Das ist auch eine sehr böse Unterstellunt gegenüber denen, die darunter leiden und durch andere zum Opfer geworden sind!

Wenn der andere nunmal stärker ist und in einer höheren Machtposition? Klar kannst du kämpfen, aber du kannst dir dabei sowieso schon selber ausmalen, dass du der Verlierer sein wirst! Es gibt hier nur zwei Urinstinkte, die der Mensch zur Verfügung hat: Kampf oder Flucht. Aber der fliehende ist damit automatisch in der Opferrolle, denn sonst bräuchte er nicht fliehen. Es ist aber sehr unvernünftig, gegen einen ganz offensichtlich stärkeren zu kämpfen, weil man der Verlierer sein wird. Und Verlierer sind automatisch auch wieder in der Opferrolle. So, wie willst Du diesem Dilemma entkommen? Solche Pauschalurteile wie: Du bist es selbst schuld, wenn du zum Opfer wirst, da könnt ich echt an die Decke gehen!

Ist man es wirklich selbst schuld, wenn man bei einem Kampf der Schwächere ist und nicht immer der Stärkere? Ist man es wirklich selber schuld, wenn man zB. nicht so starke Muckis wie der andere hat? Nicht in einer höheren Machtposition steht? Nicht jeder hat das Zeug oder die Möglichkeiten dazu!
-Therion- schrieb:akzeptiere es einfach du hast keine andere wahl so schwer das auch oft ist
Eben und genau damit mache ich mich ja wieder zum Opfer, indem ich es hinnehme, akzeptiere, mich ohmächtig fühle, weil ich ja keine andere Wahl habe, es nicht ändern kann. Der Kämpfer würde eine Situation nie akzeptieren und hin nehmen, sonst würde er nicht kämpfen!
-Therion- schrieb:wenn man hoffnungen/erwartungen hat führt das zwangsweise zu enttäuschungen - ich weiss es ist schwer nicht zu hoffen aber wie heisst es so schön : -" träume nicht dein leben sondern lebe deinen traum ".
Das klingt schon wieder wie aus einem amerikanischen Buch zur Lebensbewältigung :D
Komm sag mal, was hast du gelesen? :D


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RoseHunter
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Gibt es Karma wirklich?

03.12.2014 um 12:30
Nicolaus schrieb:Das kommt wieder aufs selbe raus wie: Du bist alles selber schuld! Warum lässt du dich denn zum Opfer machen? Also willst du es ja auch sein usw... Ich glaube das nicht! Manche Menschen haben es einfach drauf, einen so zu beeinflussen und zu manipulieren, dass man es gar nicht merkt! Und eh man sich dessen bewusst geworden ist, haben sich die Rollen bereits gebildet und der eine ist, oh Wunder plötzlich in der Opferrolle gelandet - und nicht bewusst selbst da hinein geschlüpft! Das glaube ich nicht! Das ist auch eine sehr böse Unterstellunt gegenüber denen, die darunter leiden und durch andere zum Opfer geworden sind!

Wenn der andere nunmal stärker ist und in einer höheren Machtposition? Klar kannst du kämpfen, aber du kannst dir dabei sowieso schon selber ausmalen, dass du der Verlierer sein wirst! Es gibt hier nur zwei Urinstinkte, die der Mensch zur Verfügung hat: Kampf oder Flucht. Aber der fliehende ist damit automatisch in der Opferrolle, denn sonst bräuchte er nicht fliehen. Es ist aber sehr unvernünftig, gegen einen ganz offensichtlich stärkeren zu kämpfen, weil man der Verlierer sein wird. Und Verlierer sind automatisch auch wieder in der Opferrolle. So, wie willst Du diesem Dilemma entkommen? Solche Pauschalurteile wie: Du bist es selbst schuld, wenn du zum Opfer wirst, da könnt ich echt an die Decke gehen!

Ist man es wirklich selbst schuld, wenn man bei einem Kampf der Schwächere ist und nicht immer der Stärkere? Ist man es wirklich selber schuld, wenn man zB. nicht so starke Muckis wie der andere hat? Nicht in einer höheren Machtposition steht? Nicht jeder hat das Zeug oder die Möglichkeiten dazu!
Offensichtlich ist das eine mögliche Konsequenz.
Klingt evangelisch.


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Nicolaus
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Gibt es Karma wirklich?

03.12.2014 um 12:37
@RoseHunter

Was willst Du denn jetzt damit sagen?


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RoseHunter
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Gibt es Karma wirklich?

03.12.2014 um 12:44
@Nicolaus

Es gibt verschiedene Lesarten von Karma.


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Nicolaus
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Gibt es Karma wirklich?

03.12.2014 um 12:48
@RoseHunter

Das erinnert mich daran, wie die Muslime den Koran verteidigen. Da gibt´s auch verschiedene Lesarten drüber :D


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RoseHunter
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Gibt es Karma wirklich?

03.12.2014 um 12:52
@Nicolaus

Ihr sülzt da seitenweise über den Karmabegriff im Christentum, wo er gar keine Rolle spielt.
Klärungs des Begriffs ist nicht die schlechteste erste Maßnahme.


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