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Der Drache - Die Person - und der Spielplatz des Drachen

153 Beiträge, Schlüsselwörter: Psychologie, Natur, Tier, Ich, EGO, Jung, Freud, über-ich

Der Drache - Die Person - und der Spielplatz des Drachen

22.06.2019 um 14:35
Dr.Manhattan schrieb am 03.01.2019:jetzt ist es so , zumindest nach gängiger psychologie , dass wir eine person erfinden. das sind wir - das ego - die persönlichkeit.
das verstehe ich nicht. Wie kann man selbst das eigene ich, bzw. das Ego erfinden? Kann mir nicht vorstellen, dass ich es "finden" könnte.
Ist es nicht das Resulat unserer Erfahrungen, mit allem was uns umgibt, inkl. unseres Temperaments, Biologie usw. Demnach ist es
ein Prozess der sich sehr langsam entwickelt. Ein finden scheint mir da nicht stimmig.

Nehmen wir man an, jemand ist in seinem Tiefstem so erschüttert, dass sein eigentl. Ego in Trümmern liegt, muss aber ein Ego
"besitzen" um nach außen wirken zu können, dann kann ich mir vorstellen, dass ich ein Ego erfinde.

Möglichst eins, welches gut in meine Umgebung passt und mir Vorteile verschaffen kann. Dann sehe ich aber gleich die Gefahr, oder
von mir aus auch die Möglichkeit, oder sogar den Zwang, noch mehr Egos zu erfinden, bzw. zu kreieren. Das ist dann sehr schöpferisch und tatsächlich kreativ.

Aber sind diese Egos nicht alle künstlich? Sie werden nie so richtig zum eigentlichen Menschen, der du BIST (der ich BIN) passen und
zwangsläufig nie so richtig in deine eigentliche Persönlichkeit integriebar sein. Das gibt dann vielleicht das Gefühl des nicht in sich ruhens,
bzw. Depersonalisation, usw. Die Gesundheit von Körper und Geist, Psyche und Seele könnte sehr darunter leiden, bzw. krank werden.

Es entsteht das Gefühl des nicht authentisch seins mit sich selbst, bzw. mit seinem Seelenleben. Das ist aber ein guter Schutzmechanismus, wenn das eigentl. Seelenleben sehr stark gelitten hat. Um dem Schmerz nicht zu bemerken, baut man einfach ein 2. Ego. Ein 3. usw.

Ich habe hier nur mal weitergedacht. Nach meinem Gefühl birgt das sehr viele Gefahren für meine Integrietät. Weil ich dann nämlich keine echte hätte. Es sei denn ich wäre der Zeremonienmeister über all das.

Dann kommt die Idee mit dem Drachen, den man nicht mehr zügeln kann. Wie soll man ihn auch zügeln können, wenn er aus
verschiedenen Egos stammt. Es ist ja dann so als ob man eine wilde Herde zügeln wollte, die aus einem einzigen Ursprung kommt,
nämlich aus einem Ursprung welcher keine feste Basis mehr hat und aus verschiedenen "gefundenen" Egos besteht.

Diesem Gedanken gehe ich weiter nach, weil "gefunden" oder "erfunden" mich in diese Richtung lenkt.


Daher finde ich diese Vorstellung:
Eljon schrieb:Töte den Drachen, so tötest du deine Person. Alles was dann noch bleibt, ist der vollkommene Mensch.
als nur sehr schwer umsetzbar. Zumal nach einer oder mehreren Tötungen gleich neue Drachen ans Licht kommen können, da wieder
Egos "erfundend" werden um eine Außenwirkung zu haben.

Wenn ich bei der Überlegung bleibt, kann es gelingen einen einzigen Drachen an die Leine zu legen und bei Bedarf auch frei laufen lassen
zu können. Über einen Drachen kann ich vielleicht bestimmen. Aber über viele? Wie viele Leinen kann ein einzelner Mensch halten, ohne
das die Tiere nicht machen was sie wollen?


Ich bleibe mal bei meinem Grundgedanken, weil mich das "erfinden" dazu gebracht hat. Und auch das ist da passen:
Dr.Manhattan schrieb am 03.01.2019:ich mach das so, dass ich mich ganz bewusst in ein tier verwandle - dieses hat einen namen ... und ich geh dazu auf eine wiese und verwandle mich. natürlich nur geistig - aber ebenso wie das ich erfunden ist , ist auch das tier eine erfindung die man leben kann.
Was bedeutet in dem Kontext die Überlegung: Eine Einheit bilden von Mensch/Persönlichkeit im Einklang mit seiner (eigentl.) Seele,
inkl. des Drachen, oder der Drachen ?

Ist der wilde Haufen von vielen Drachen aber nicht einem Willen unterordnerbar, wird es sehr schwer.

Ob meine Überlegung an sich passt, kann ich nicht genau sagen. Aber evtl. ist sie ausbaubar, oder überhaupt ein Ansatzpunkt.


Weil:
Dr.Manhattan schrieb am 03.01.2019:aber was kann man noch tun?

wie kann man den drachen ausleben , damit er frieden gibt ? kann man es vielleicht irgendwie sogar vernünftig nutzen?
Vielleicht ist ein Weg den oder die Drachen (Egos?) bei sich heimisch werden zu lassen, so dass sie nicht 100 Egos wiederspiegeln, sondern nur eins, welches aber sehr viele Facetten hat. Sie alle in der Familie integrieren wo sie sich an Regeln halten müssen, ihnen aber
auch Freiraum geben, je nach ihrer Art. Das alles muss aber in die Grundseele passen, bzw. angenommen werden als zugehörig.
Sollte sich ein Drache mal nicht benhmen bekommt er keinen Freiraum mehr, bis er sich wieder benimmt.

Ob ein Rahmen ein größer sein könnte als nur ein Ego ist ein Überlegung wert. Letztlich geht es wahrscheinlich nur um ein gutes Zusammenspiel aller.

Die Wilde Herde braucht einen Herrn und Meister, oder eine Regierung, der/die alle seine Pappenheimer kennt und über sie bestimmt, ohne wenn und aber.

Wenn ich an eine Großfamilie denke, kann das nur mit gegenseitiger Achtung, Respekt, Achtsamkeit und Liebe geschehen, wo auch Fehler passieren dürfen.

Wenn es keinen gangbaren Weg in eine Richtung gibt, herrscht das Chaos und das Unverständnis, inkl. der fehlenden Integrietät nach
innen, als auch nach Außen. Alle versuchen ein Ziel - niemand kommt hin, weil es keine tragfähige Basis gibt, nur eine führerlose Herde.


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Der Drache - Die Person - und der Spielplatz des Drachen

22.06.2019 um 14:50
@kelten-maisie
kelten-maisie schrieb:als nur sehr schwer umsetzbar. Zumal nach einer oder mehreren Tötungen gleich neue Drachen ans Licht kommen können, da wieder
Egos "erfundend" werden um eine Außenwirkung zu haben
Nicht wirklich. Der Tod kann ein sehr weiser Lehrer sein. Wenn man den Drachen in sich wirklich tötet, gibt es kein Nährboden mehr für weitere Drachen.

Das sieht man vor allem dann, wenn kein Ego mehr anwesend ist. Die egoistische Sicht unterliegt immer einer Sicht. Aus einer Sicht, können sich mehrere Sichten ableiten. Und somit existieren auch Meinungen. Die eine Sicht gehört der Person.

Stirbt der Drache wirklich, stirbt auch die Person. Und alles was man dann sieht, ist das, was ist. Daraus kann sich kein weiterer Drache bilden.

Was deine Überlegung betrifft, so zeigt diese eben diese eine Sicht und somit das Ego an sich auf. Wer versucht, seinen Drachen (was ja symbolisch für das Tier steht) mit sich selbst zu vereinen, der hat sich selbst noch nie wirklich erblickt. Der Mensch kann sich mit dem Tier nicht wirklich, vollkommen vereinen. Warum?

Weil der Mensch vollkommen Mensch ist und das Tier vollkommen Tier ist. Versucht man es trotzdem, dann herrscht weniger die Klarheit, mehr die Verwirrung.


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22.06.2019 um 15:19
Eljon schrieb:Der Tod kann ein sehr weiser Lehrer sein.
das klingt so, als hättest du persönliche Erfahrungen damit und dein Ego schon mal besiegt. Hast du es dauerhaft besiegt, oder nur
vorübergehend?

So etwas ist mir noch nicht passiert. Mein Ego ist mir noch zugehörig. Hätte ich keins, wäre ich dann nicht in Gefahr von den
Egos anderer Menschen, die mir möglicherweise nicht so wohl gesonnen sind, oder mich gar angreifen, überrollt zu werden? Ist es nicht meine Verteidigung nach außen, oder mein Auftreten nach außen, inkl. meiner Meinung und Einstellung zu den Dingen. Für mich ist es jedenfalls so.

Ich verstehe aber deinen Ansatz.

Trotzdem ist es unerlässlich seinen Drachen oder eben auch mehrere mit sich zu vereinen, bzw. unterzuordnen, nmM natürlich.

Ich sehe den Drachen nicht als Tier an sich, sondern als, in Anlehnung an Ying und Yang, meine mögliche dunkle Seite.
Obwohl ich die oder meine dunkle Seite nicht als schlechte darstellen würde. Sondern eher als Reaktion auf schlechte Erfahrungen und/oder Angriffe auf mich. Wenn mein Leben harmonisch und in Ordnung ist, brauche ich keinen Drachen oder Tier, dann ist es nicht existent für mich. Es ist für mich also eine Verteidigungslinie nach außen, wenn ich mein Menschsein verteidigen will, ansonsten ist es unnütz. Sowas wie schlechte Laune oder einen schlechten Tag haben, lass ich da vollkommen außen vor.

Trotzdem kann ich es integrieren und auch annehmen, es gehört zu mir, und draus entsteht für mich auch Klarheit über mich selber.
Verwirrung würde für mich herrschen, wenn ich keinen Drachen in der Hinterhand hätte, den ich losschicken könnte, wenn mir jemand
böses will. Es ist sozusagen mein Krafttier - wenn man so will. Ober das für mich der Drache ist, weiß ich gar nicht, könnte auch ein Adler sein.

Im chinesichen Tierkreis bin ich übrigens Drache, was natürlich nichts heißen muss.

Mich würde interessieren, warum du den Drachen bekämpfen willst. Kann der Drache nicht auch ein Freund und Beistand sein?

Oder willst du nur einen oder mehrere bestimmte Drachen loswerden?

Wäre ich ohne Verteidungslinie in der Hinterhand, wäre ich eher in Gefahr als ohne, immerhin ist die Erde kein Rosengarten voller Engel.


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22.06.2019 um 16:31
@kelten-maisie
kelten-maisie schrieb:das klingt so, als hättest du persönliche Erfahrungen damit und dein Ego schon mal besiegt. Hast du es dauerhaft besiegt, oder nur
vorübergehend?
Das Ego kann man nicht besiegen. Aber ich weiß worauf du hinaus willst. Das Ego kann nur aufgelöst werden. Und dabei gibt es keine dauerhafte oder vorübergehende Auflösung. Aufgelöst ist Aufgelöst.
Manche sagen dazu auch vernichtet.

Ein dauerhaftes oder vorübergehender Sieg gegenüber dem Ego bedeutet nur, das es da gegenüber wieder eine Sicht gibt, die fälschlicherweise annimmt, das er das Ego besiegt hätte.
kelten-maisie schrieb:So etwas ist mir noch nicht passiert. Mein Ego ist mir noch zugehörig. Hätte ich keins, wäre ich dann nicht in Gefahr von den
Egos anderer Menschen, die mir möglicherweise nicht so wohl gesonnen sind, oder mich gar angreifen, überrollt zu werden? Ist es nicht meine Verteidigung nach außen, oder mein Auftreten nach außen, inkl. meiner Meinung und Einstellung zu den Dingen. Für mich ist es jedenfalls so.
Tatsächlich ist es so, das dich der Mensch mit seinem Ego als Gefahr betrachtet. Der egoistische Mensch kann dich nicht mehr durch seine eigene Sicht einordnen. Derjenige der sein Drachen getötet hat, sieht alles so wie es ist. Er unterliegt im Verstand nicht mehr der Ursache und Wirkung. Keiner Kausalität und ist im Verstand somit auch nicht mehr gespalten. Ein Dualer Verstand versucht immer singulär zu wirken, weil der Drache und somit die Person das nicht anders kennen. Wer denkt nicht von sich der gute oder der böse zu sein. So wirkt sich ein Dualer Verstand aus. Es kennt nur Gefahr, Schutz, Kampf, Verteidigung oder Flucht.

Ja, derjenige der nun seinen Drachen wirklich getötet hat, kann in der Gesellschaft auch nicht mehr überleben. Die Gesellschaft besteht aus dem dualen Verstand, weil Kinder so erzogen werden. Das wirkt sich dann Generationsübergreifend aus.Und in diesem dualen Verstand ist das zentrale Element, das Überleben. Derjenige, der seinen Drachen getötet hat, lebt dann abseits der Gesellschaft. Denn in diesem Verstand, das nun nicht mehr dual zu wirken braucht und dementsprechend auch keine Singularität suchen muss, sprich, sich wiederfinden,vereinen muss, ist das zentrale Element, das Leben. Nicht das Überleben. So entfallen auch alle übrigen Verhaltensweisen wie Kampf, Flucht, Verteidigung und somit das Überleben an sich.
kelten-maisie schrieb:Ich sehe den Drachen nicht als Tier an sich, sondern als, in Anlehnung an Ying und Yang, meine mögliche dunkle Seite.
Obwohl ich die oder meine dunkle Seite nicht als schlechte darstellen würde. Sondern eher als Reaktion auf schlechte Erfahrungen und/oder Angriffe auf mich. Wenn mein Leben harmonisch und in Ordnung ist, brauche ich keinen Drachen oder Tier, dann ist es nicht existent für mich. Es ist für mich also eine Verteidigungslinie nach außen, wenn ich mein Menschsein verteidigen will, ansonsten ist es unnütz. Sowas wie schlechte Laune oder einen schlechten Tag haben, lass ich da vollkommen außen vor.
Genau so ist das Tier beschaffen. Durch Ying und Yang. Tiere kennen das Gute und das Böse, weshalb sie auch güte kennen. Ihre Eigenschaften, ihre Beschaffenheit ist durch dieses natürliche Gesetz festgelegt. Der Mensch jedoch besteht in Wirklichkeit nicht durch das Ying und Yang. Weshalb er auch immer wieder hinfällt. Alles was der Mensch erreichen will, erreicht er, doch er erreicht es nie wirklich. Und wird es auch nie erreichen, so lange er versucht sich mit dem Tier, dem Ego zu vereinen. Alles was der Mensch dadurch hervorbringen wird ist Verwirrung und dem damit einhergehenden Wunsch nach mehr Klarheit. Das ist in der Tat der Oroborus. Die Schlange die sich selbst in den Schwanz beißt.

Die Beschaffenheit des Menschen besteht in Wirklichkeit durch den freien Willen. Der Verstand durch den freien Willen wirkt weder dual, noch singulär. Ursache und Wirkumg sind da nicht mehr anwesend. Die Sicht dieses Menschen begründet sich somit nicht mehr durch eine Sicht und generiert somit auch nicht mehrere Sichten und Meinungen.

Der Mensch mit seinem freien Willen braucht sein Menschsein somit nicht mehr verteidigen, dafür kämpfen oder vor irgendwas fliehen. Der Duale Verstand wirkt sich aus, weil er verursacht. Sowohl bei dir, als auch in der Umwelt. Der Verstand aus dem freien Willen wirkt nicht mehr verursachend. Generiert keine Sichten, Absichten und Meinungen. Das tut der Drachenverstand, der persönliche Verstand.
kelten-maisie schrieb:Trotzdem kann ich es integrieren und auch annehmen, es gehört zu mir, und draus entsteht für mich auch Klarheit über mich selber.
Verwirrung würde für mich herrschen, wenn ich keinen Drachen in der Hinterhand hätte, den ich losschicken könnte, wenn mir jemand
böses will. Es ist sozusagen mein Krafttier - wenn man so will. Ober das für mich der Drache ist, weiß ich gar nicht, könnte auch ein Adler sein.
Wenn du das Tier in dich integrieren willst, dann musst du kämpfen, Verteidigen und manchmal sogar flüchten. In jeder Hinsicht. Sowohl mit deinem Körper, als auch mit deinem Verstand. Klarheit ist das nicht. Es ist eher ein Labyrinth in das du dich hinein steckst. Zwar kannst du darin zeitlich bedingt deinen Frieden finden, doch dieser Frieden dauert nur eine bestimmte Zeit lang. Und diese Zeit bestimmst nicht du, sondern jene äußerliche Faktoren die allesamt aus dem dualen Verstand bestehen und ihre eigene Singularität finden möchten. Das führt auf kurz oder lang, in jeder Hinsicht, immer zu Konfrontationen.

Es gibt keinen anderen Weg aus dem Labyrinth, als das man die Wände und Räume dieses Labyrinthes niederreißen muss. Ansonsten wird man niemals als vollkommener Mensch leben, sondern immer in dem Zwiespalt zwischen Mensch und Tier festsitzen.


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Der Drache - Die Person - und der Spielplatz des Drachen

22.06.2019 um 21:29
@Eljon

Was macht dich so sicher in all deinen Annahmen? Lebst du nicht mehr in der Gesellschaft, weil du glaubst erkannt zu haben, dass
man das Ego nicht braucht? Hast du durch die Abwesenheit des Egos einen klaren Blick auf die Dinge um dich und auf dich selbst?
Genau das würde ich aber bezweifeln, weil das Ego überlebenswichtig ist - oder spielt überleben für dich keine Rolle mehr?

Wie ist dir das Ego abhanden gekommen?


Sich mit dem Ego oder dem eigenen Drachen vereinen ist vielleicht nicht die richtige Erklärung. Hier kann ich aber nur von mir
ausgehen. Sagen wir mal so, mein Ego gehört zu mir und lässt mich nach außen reagieren und agieren. Der Drache, welcher im
Laufe meines Lebens gewachsen ist und sich entwickelt hat, steht mir zur Verfügung. Sollte ich in die Lage kommen mich verteidigen
zu müssen, meine Ehre zu wahren oder meine Inegrietät, bzw. meine Selbstverständnis, bin ich in der Lage diesen Drachen zu aktivieren,
der dann gemäß dem was vorgefallen ist, eingreifen kann.

Der Drache ist anpassbar an die jeweilige Situation um mich zu unterstützen, wobei mir klar ist, das mein Ego dabei eine große Rolle
spielt, je nach Verletztheit meiner Gefühle und/oder des Körpers. Das das sehr vielfältig sein kann liegt auf der Hand und bedeutet
auch Hilfe durch andere zu suchen, bzw. zu aktivieren, z.B. durch die Polizei.
Eljon schrieb:Wenn du das Tier in dich integrieren willst, dann musst du kämpfen, Verteidigen und manchmal sogar flüchten. In jeder Hinsicht. Sowohl mit deinem Körper, als auch mit deinem Verstand. Klarheit ist das nicht.
Das verstehe ich nicht. Bekamst du keine Hilfe und Unterstützung in schwierigen Situationen durch deine innere, eigene Verteidigung.
Ich nenne es jetzt einfach mal so.

Ich weiß nicht ob wir über das selbe schreiben. Was ist das Ego für dich, was der Drache.

Was ziehst du herbei wenn dir etwas oder jemand ans Leder will?

Vielleicht kommen wir so weiter. Mit deinem letzten Text habe ich etwas Probleme wegen dem Verständnis, daher sollte wir erstmal
über das gleiche schreiben.


Ego ist für mich gleich und auch ungleich dem Drachen. Ego ist nicht meine Seele, aber mit ihr verbandelt. In meinem Körper gehören
sie untrennbar zusammen, sonst kann ich nicht richtig nach außen funktionieren. Sogar für das Funktionieren nach innen ist es
wichtig, aber noch viel wichtiger für das Wirken nach außen, ohne das ich nicht handlungsfähig bin.

Mein Ego und mein Drachen sind ebenfalls verbandelt, da beide freundschaftlich verbunden sind um mir und meiner Seele beizustehen.
Wenn ich davon ausgehe, dass mein Drachen meine Verteidung nach außen ist, bekomme ich durch ihn die Kraft mich meiner Haut
zu erwehren. In dem Maße, wie dies über das Ziel hinaus schießen könnte, habe ich den Drachen wohl nicht mehr so im Griff.
Oder aber der Drache hat erkannt wie stark meine Verletzung ist, evtl. im Gegensatz zu mir selbst, und beschützt mich sogar stärker
als dies meine Ego für mich tun könnte, bzw. zeigt durch seine Aktionen meine Verletztheit erst richtig auf.

Vereinen ist da nicht der richtige Terminus für mich. Ich würde lieber diese Aspekt von mir nebeneinander bestehen lassen und sie
einzeln betrachten als mir zu gehörig. Es besteht auch eine Interaktion zwischen allen Teilen, die am Ende mein Wesen ausmachen.
Nicht immer im Reinen mit dem Handeln aller Anteile zu sein ist da mit einbegriffen, aber ein Verstehen über die Handlungen ist immer da.
Denn letztlich wird alles durch mich ausgeführt und ich bin mit mir in vielen Teilen im Reinen, sicher nicht in allen.

Vereinen hat was von verschmelzen. Und soweit würde ich nicht gehen. Ich würde es schon noch getrennt betrachten um Einfluss nehmen
zu können. Es sollte aber eine Einheit sein, die sich gegenseitig mit Achtung und Anerkennung begegnet.

Das war erstmal zu mir. Wie sieht es da bei dir aus? Es ist ein schwieriges Thema.

Zur Erklärung von Ego. Das ist für mich nicht Egoismus, also überzogene Ichbezogenheit, sondern viel eher mein Charakter, so wie ich
auf andere wirke. Das wird auch durch die anderen bedingt, halt je nach dem wie sie auf mich zukommen, sagen und tun.
Der Drache ist meine Verteidigung gegen alle möglichen Arten von Verletzungen. Ich bin nicht da um verletzt zu werden, da gibt es
viel schönere Sachen die man machen kann. Mein Ego mag meistens meinen Drachen und umgekehrt, die Seele ist inbegriffen.
Es gibt natürlich Ausnahmen, da es nicht immer ein perfektes Zusammenspiel ist, aber das ist ja bei jedem Menschen nicht anders.
Meine Seele überdauert dieses Jammertal, was sich Welt oder Erde nennt. Ego und Drachen lässt sie dann vielleicht hinter sich, aber
vielleicht auch nicht, das wird sich noch zeigen.

Welche Begriffserklärungen wären noch wichtig?

Aber schreibe erstmal deine Definitionen, sonst macht es für mich nicht den richtigen Sinn, denke ich.

Hoffentlich habe ich mich möglichst verständlich ausgedrückt auf die Schnelle. Ginge sicher noch besser, aber das würde auch an dir liegen, sonst kann ich auch Selbstgespräche führen. Also je offener und ehrlicher, um so besser. Wenn dir was dran liegt.


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Der Drache - Die Person - und der Spielplatz des Drachen

22.06.2019 um 21:44
Ich habe noch vergessen was das Tier in dem ganzen Zusammenhang bedeutet.

Ist das gleichbedeutent mit dem Drachen oder was anderes? Ist das Tier etwa animalisches Verhalten welches einfach so
aktiviert werden kann, ohne Auslöser meine ich? Wenn das so ist, trifft es auf mich nicht zu. So ein Tier ist bei mir nicht zu Hause.
Wenn es an die Tür klopfen würde, bekäme es niemals Einlass. Es gäbe höchstens die Möglichkeit, dass ich zum Tier würde, mein
Drachen also zum Monster mutieren würde, wenn zum Beispiel jemand meine Familie umbringt und mich keiner von der Rache
zurückhält.

Wie kannst du das Tier oder eben dein Tier erklären.


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22.06.2019 um 22:30
@kelten-maisie
kelten-maisie schrieb:Was macht dich so sicher in all deinen Annahmen? Lebst du nicht mehr in der Gesellschaft, weil du glaubst erkannt zu haben, dass
man das Ego nicht braucht? Hast du durch die Abwesenheit des Egos einen klaren Blick auf die Dinge um dich und auf dich selbst?
Genau das würde ich aber bezweifeln, weil das Ego überlebenswichtig ist - oder spielt überleben für dich keine Rolle mehr?
Überleben ist für mich kein Antrieb. Der Antrieb des Lebens ist der Atem. Und der ist seit der Geburt schon gegeben. Wenn jemandem das Atmen im Leben nicht mehr reicht, dann hat das persönliche Gründe. Die meisten Menschen werden in eine Welt geboren, in der das Weltbild schon von bestimmten Informationen dominiert wird. Wenn man einem Kind nichts anderes beibringt als zu überleben, dann kennt es auch keine anderen Verhaltensweisen. Und unterliegt damit auch einer Sicht, dem Ego. Wenn ein Mensch die Weltbilder nicht hinterfragt, dann wird er sich irgendwann einem hingeben und darin scheinbar festsitzen.
kelten-maisie schrieb:Wie ist dir das Ego abhanden gekommen?
Ich habe nie geglaubt. Weder an das, was meine Eltern, noch an das was die Gesellschaft mir erzählt hat. Ich habe es hingenommen, aber niemals vollendet geglaubt. Durch den Glauben legt man den Grundstein für das Ego.
kelten-maisie schrieb:Sich mit dem Ego oder dem eigenen Drachen vereinen ist vielleicht nicht die richtige Erklärung. Hier kann ich aber nur von mir
ausgehen. Sagen wir mal so, mein Ego gehört zu mir und lässt mich nach außen reagieren und agieren. Der Drache, welcher im
Laufe meines Lebens gewachsen ist und sich entwickelt hat, steht mir zur Verfügung. Sollte ich in die Lage kommen mich verteidigen
zu müssen, meine Ehre zu wahren oder meine Inegrietät, bzw. meine Selbstverständnis, bin ich in der Lage diesen Drachen zu aktivieren,
der dann gemäß dem was vorgefallen ist, eingreifen kann
Nein, das was dich agieren und reagieren lässt, ist dein Verstand. Nicht dein Ego. Es ist notwendig zu sehen, das, wenn der Verstand nur einer Sicht unterliegt, das sich der Verstand damit selbst eingrenzt. Wenn man das in Zahlen ausdrücken möchte, weil man da eine Relation dazu haben will, dann könnte man sagen,

der Verstand, der durch eine Sicht die Welt und somit auch sich selbst betrachtet, sieht nur ein Teil des Ganzen. Von 100% nur einen bestimmten Anteil. Wie hoch der Anteil ist, liegt an der jeweiligen Sicht. Ein weltoffener Mensch sieht mehr als ein Mensch, der sich vollkommen dem Patriotismus zugewendet hat.

Wenn du aber denkst, das du ohne dein Ego nicht leben kannst, dann hat das auch seine Gründe.
kelten-maisie schrieb:Zur Erklärung von Ego. Das ist für mich nicht Egoismus, also überzogene Ichbezogenheit, sondern viel eher mein Charakter, so wie ich
auf andere wirke.
Das nennt man Persönlichkeit. Ego ist die Überschrift für jede geteilte Sicht. Deinen Charakter, deine Gedanken kannst du mit anderen teilen. Und du wirst auf deinem Lebensweg vielen anderen Persönlichkeiten und damit Gedanken begegnen. Gedanken die deinen ähneln oder sogar gleichen oder genau das Gegenteil davon abbilden. Das hast du ja auch bis jetzt. Ego bedeutet also eine Sicht, die man mit anderen teilen kann.

Wenn ich dir nun sagen würde, wenn wir beide die Straße entlang gehen und ich auf einen Baum zeigend sage, siehe mal Kelten-Maisie das ist ein Baum, hätte ich mit dir dann etwas geteilt?

Nicht oder? Denn du weißt schon, von Kind auf, das der Zeigefinger von Eljon auf einen Baum zeigt. Dieses Wissen kann ich mit dir nicht teilen. Warum nicht?

Weil es nicht einer Sicht entspricht. Den egal wohin wir auf der Welt gehen, jeder wird wissen, das wir immer auf einen Baum zeigen. Zwar hat jeder seine eigene Sprache doch in der Wirklichkeit sieht jeder den Baum, als Baum. Diese Sicht ist nicht Egoistisch. Die kommt nicht aus dem Ego. Ich kann sie jemand anderem nicht mitteilen, weil jeder den Baum so sieht, wie er ist.

Eine Einsicht wäre hier, wenn ich auf den Baum zeige und nun sage, siehe mal, das ist Gott oder dieser Baum ist aus Atom. Das wäre eine persönliche Sicht, aus der man versucht den Baum persönlich zu deuten.

So wie einige dich auch entweder als nett, zu nett oder als Rüpel beschreiben, weil jeder seiner eigenen persönlichen Sicht unterliegt.
kelten-maisie schrieb:Ego ist für mich gleich und auch ungleich dem Drachen. Ego ist nicht meine Seele, aber mit ihr verbandelt. In meinem Körper gehören
sie untrennbar zusammen, sonst kann ich nicht richtig nach außen funktionieren. Sogar für das Funktionieren nach innen ist es
wichtig, aber noch viel wichtiger für das Wirken nach außen, ohne das ich nicht handlungsfähig bin.
Musst du denn funktionieren? Was bedeutet in diesem Kontext funktionieren? Ist man körperlich oder geistig behindert geboren, dann spricht man in Wirklichkeit von nicht voll funktionsfähig. Was ein funktionsfähiger Körper bedeutet, darin sind sich alle einig. Ausnahmen bestätigen die Regel. Doch was ein funktionsfähiger Geist bedeutet, darin ist sich niemand einig. Warum nicht? Weil jeder in dieser Hinsicht seine persönliche Vorstellung davon hat, was in diesem Sinne gesund und nicht gesund ist.

Wenn du also schreibst und meinst, das dein Ego zu dir gehört, ansonsten kannst du nicht funktionieren, dann kommt diese Einstellung von dir ja von irgendwoher. Woher kommt diese Einstellung? Bist du dir das im klaren?
kelten-maisie schrieb:Ich habe noch vergessen was das Tier in dem ganzen Zusammenhang bedeutet.

Ist das gleichbedeutent mit dem Drachen oder was anderes? Ist das Tier etwa animalisches Verhalten welches einfach so
aktiviert werden kann, ohne Auslöser meine ich? Wenn das so ist, trifft es auf mich nicht zu. So ein Tier ist bei mir nicht zu Hause.
Wenn es an die Tür klopfen würde, bekäme es niemals Einlass. Es gäbe höchstens die Möglichkeit, dass ich zum Tier würde, mein
Drachen also zum Monster mutieren würde, wenn zum Beispiel jemand meine Familie umbringt und mich keiner von der Rache
zurückhält.

Wie kannst du das Tier oder eben dein Tier erklären.
Das Tier steht für das animalische, ja. Das Animalische kennt keinen freien Willen. Es kennt nur die eine Sicht.


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22.06.2019 um 23:59
Eljon schrieb:Nein, das was dich agieren und reagieren lässt, ist dein Verstand. Nicht dein Ego.
Nein, das sehe ich nicht so. Was mich meistens reagieren und agieren lässt ist mein Gefühl, gepaart mit meinem Verstand.
Gefühl steht aber im Vordergrund. Der Verstand feilt nur aus wie man die Situationen am besten angeht. Da kommt dann auch
die Bildung ins Spiel. Auch die Aus-Bildung im zwischenmenschlichen Bereich.

Du beschreibst als meinst du einen Roboter.
Eljon schrieb:Überleben ist für mich kein Antrieb. Der Antrieb des Lebens ist der Atem.
Das klingt sehr merkwürdig. Überleben wäre ein Antrieb in einem Kriegsgebiet, soweit klar. Aber den Atem als reinen Antrieb
zu betrachten ist sehr, sehr entmenschlicht würde ich fast sagen. Der Atem ist automatisch und es ist unmöglich in einfach anzuhalten
bis der Körper erstickt - der Körper wird automatisch atmen, fast vom Willen entkoppelt.

Ich gewinne irgendwie den Eindruck als hätte man dir deinen inneren Kern entwendet um dir dann dafür einen sehr schlechten Ersatz vorzusetzen.

Du könntest an nichts glauben, von Kindheit an? Glauben ist auch Nichtwissen. Du weiß es nicht, weil man es dir nicht gezeigt hat,
dir nicht angedeihen ließ, dich enttäuscht hat?
Eljon schrieb:Wenn man einem Kind nichts anderes beibringt als zu überleben, dann kennt es auch keine anderen Verhaltensweisen. Und unterliegt damit auch einer Sicht, dem Ego. Wenn ein Mensch die Weltbilder nicht hinterfragt, dann wird er sich irgendwann einem hingeben und darin scheinbar festsitzen.
Das solltest du näher erklären. In Bezug auf dich. Ich verstehe was du schreibst, aber Bezug auf dich fehlt ganz.

Oder aber du erklärst, dass du die Sicht eines Kindes aus einem Kriegsgebiet beschreibst, welches in jeder Form von Armut lebt.
Auch und besonders an der Armut an echten empathischen Gefühlen, an Vertrauen in z.B. die Eltern und die eigenen Wahrnehmungen.
Ich verstehe, dass so ein Kind, bzw. Mensch auch ein Ego ausbildet, womit es aber gegenüber Menschen die nicht im selben
Kriegsgebiet leben nicht im gleichen Maße auskommen kann.

Hast du mal Krieg mitgemacht? Hast ihn überlebt, kommst aber aus den niederen instiktiven Überlebensmechanismen nicht mehr raus?
Das reine Atmen hat dir gereicht. Ego, Drache und das Tier hast du unter Zwang ausgebildet, du hast sie vielleicht künstl. errichtet,
anstatt im Lauf von Jahren natürlich und ohne Zwang wachsen zu lassen?

Richten sie sich womöglich jetzt gegen dein Inneres, weil sie unter Kriegsbedingungen entstanden sind?

Was ist Persönlichkeit? Für mich ist das die Summe aus allen Aspekten meines seins. Nicht nur das Ego. Das Ego sehe ich als die Ausbildung und Präsentation meines reagierens auf bestimmte Situationen. Je vertrauter mir eine Situation oder ein Mensch ist, je
weniger muss ich mein Ego zeigen um verstanden zu werden.

Das nur weil du schreibst:
Eljon schrieb:Das nennt man Persönlichkeit. Ego ist die Überschrift für jede geteilte Sicht. Deinen Charakter, deine Gedanken kannst du mit anderen teilen. Und du wirst auf deinem Lebensweg vielen anderen Persönlichkeiten und damit Gedanken begegnen. Gedanken die deinen ähneln oder sogar gleichen oder genau das Gegenteil davon abbilden. Das hast du ja auch bis jetzt. Ego bedeutet also eine Sicht, die man mit anderen teilen kann.
Diese, deine Sicht auf das Ego kann ich nicht teilen. Aber wir hängen uns hier an Wörtern auf. Es geht aber viel mehr um die Inhalte.
Blanke Wörter bedeuten mir eigentlich nichts, sondern viel mehr das, was damit gemeint ist.
Eljon schrieb:Nein, das was dich agieren und reagieren lässt, ist dein Verstand. Nicht dein Ego. Es ist notwendig zu sehen, das, wenn der Verstand nur einer Sicht unterliegt, das sich der Verstand damit selbst eingrenzt. Wenn man das in Zahlen ausdrücken möchte, weil man da eine Relation dazu haben will, dann könnte man sagen,

der Verstand, der durch eine Sicht die Welt und somit auch sich selbst betrachtet, sieht nur ein Teil des Ganzen. Von 100% nur einen bestimmten Anteil. Wie hoch der Anteil ist, liegt an der jeweiligen Sicht. Ein weltoffener Mensch sieht mehr als ein Mensch, der sich vollkommen dem Patriotismus zugewendet hat.

Wenn du aber denkst, das du ohne dein Ego nicht leben kannst, dann hat das auch seine Gründe.
Natürlich sieht der Verstand nur einen Teil. Genauso wichtig, oder noch viel wichtiger ist für mich das Gefühl.
Ich kann das Gefühl vom Ego nicht trennen, weil ich für mich eine Einheit bin. Alle Teile gehören zu mir und machen mich aus.
Wahrscheinlich kommt keines ohne das andere aus. Gefühl - Verstand - Intuition - Sichtweise - Erfahrungen ....
sollten zusammenarbeiten. Das macht für mich einen wirklich guten Menschen aus, auch wenn es mal Diskrepanzen gäbe.

Daher gehört das Ego zu mir wie alles andere auch. Alle Anteile sind mit mir gewaschsen, ob ich nun mal schlecht behandelt wurde
oder nicht - in einem Kriegsgebiet war ich nicht. Von daher bin ich nicht mit mir selber korrumpiert, wenn ich so sagen darf.

Ich verstehe natürlich das ein Mensch aus einem Kriegsgebiet da Probleme hat, selbst wenn der Krieg beendet ist.
Eljon schrieb:Eine Einsicht wäre hier, wenn ich auf den Baum zeige und nun sage, siehe mal, das ist Gott oder dieser Baum ist aus Atom. Das wäre eine persönliche Sicht, aus der man versucht den Baum persönlich zu deuten.

So wie einige dich auch entweder als nett, zu nett oder als Rüpel beschreiben, weil jeder seiner eigenen persönlichen Sicht unterliegt.
Ich verstehe nicht so ganz worauf du hinaus willst. Es wäre viel leichter und besser, wenn du dabei dich mit einbeziehen würdest.
Allzu abstrakt ist irgendwann anstrengend.

Bei einem Baum sind wir uns einig, das ist ein Baum und auf der ganzen Welt gleich.
Bei Gott (ich sage lieber Schöpfer-in) oder Atom sind wir uns auch einig. Der Baum ist viel mehr als die Summe seiner Teile.
Er besteht aus Atomen, aber er wurde auch erschaffen, wenn man so will, von einem Schöpfer oder einer Schöpferin.
Eljon schrieb:Musst du denn funktionieren? Was bedeutet in diesem Kontext funktionieren? Ist man körperlich oder geistig behindert geboren, dann spricht man in Wirklichkeit von nicht voll funktionsfähig. Was ein funktionsfähiger Körper bedeutet, darin sind sich alle einig. Ausnahmen bestätigen die Regel. Doch was ein funktionsfähiger Geist bedeutet, darin ist sich niemand einig. Warum nicht? Weil jeder in dieser Hinsicht seine persönliche Vorstellung davon hat, was in diesem Sinne gesund und nicht gesund ist.

Wenn du also schreibst und meinst, das dein Ego zu dir gehört, ansonsten kannst du nicht funktionieren, dann kommt diese Einstellung von dir ja von irgendwoher. Woher kommt diese Einstellung? Bist du dir das im klaren?
Ja, darüber bin ich mir im Klaren. Funktionieren bedeutet in der Weise in der Gesellschaft zu bestehen, dass einem keiner ans Bein
pinkeln kann. Dieses funktionieren brauche ich nach außen. Nach innen eigentlich viel weniger, da ich mich mag.
Das Ego und alles andere gehört zu mir und tut seinen Teil oder Part damit ich zurecht komme. Das Wort funktionieren ist für mich ein
Synonym auf unsere harte Welt, wo sich jeder selbst der Nächste ist. Das Paradies ist leider schon ausverkauft, lt. Bibel.

Das Ego ist für mich positiv besetzt, da es mir dient. Schön, wenn ich z.B. harte Begriffe nicht bräuchte. Aber dafür habe ich ja meinen Drachen, der meine Seele beschützt. Ich denke darüber nach und sehe mich tatsächlich als Einheit, mal weniger mal mehr erfolgreich,
aber der Zusammenhalt ist da, meistens jedenfalls.

Tu mir einen Gefallen und schreibe und sprich von dir selber. Diese Abstraktionen führen zu nichts, da ich nicht mit einem Roboter
oder einem Wissenschaftler schreiben möchte, der womöglich schlimme Erfahrungen gemacht hat.
Denn dann kann ich auch auf diese Schiene umschwenken und wir verlieren uns in Abhandlungen über verschiedene Sichtweisen und
Interpretationen.

Der persönliche Bezug macht erst ein tieferes Verstehen aus, wo dann auch Gefühl wichtig ist. Wo ein Gefühl nicht mit einfließt, da
fehlt es an echter Menschlichkeit.

Ich hoffe es kommt bei dir an.
d


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Der Drache - Die Person - und der Spielplatz des Drachen

23.06.2019 um 00:45
@kelten-maisie
kelten-maisie schrieb:Nein, das sehe ich nicht so. Was mich meistens reagieren und agieren lässt ist mein Gefühl, gepaart mit meinem Verstand.
Gefühl steht aber im Vordergrund. Der Verstand feilt nur aus wie man die Situationen am besten angeht. Da kommt dann auch
die Bildung ins Spiel. Auch die Aus-Bildung im zwischenmenschlichen Bereich.

Du beschreibst als meinst du einen Roboter.
Zum Verstand gehört natürlich auch das Gefühl, die Gefühle. Ohne den Verstand kannst du keine Gefühle verarbeiten. Das ist ein Gesamtpaket, welches natürlich für jede Aktion und Reaktion verantwortlich ist. Das hätte ich dazu erwähnen sollen.

Da hast du nun einen sehr signifikantes Wort ins Spiel gebracht. Roboter. Wie funktionieren Roboter? Sie bestehen aus Hardware und aus Software. So wie wir im übertragenen Sinne aus Körper und Geist (Verstand, Gedanken) bestehen.

Roboter können ohne die Eingabe von Informationen, von außen, wohlgemerkt, nicht funktionieren. Nun schreibst du, das auch du ohne dein Ego nicht wirklich funktionieren kannst. Wenn man das genauer betrachtet, dann kann man sehen, das auch das Ego, all die Informationen die das Ego ausmachen, von außen bezogen werden

Der einzige Unterschied zwischen den heutigen Robotern und uns ist die Tatsache, das wir, scheinbar freiwillig, die Informationen wählen, die uns scheinbar Zusagen. Warum scheinbar? Weil, egal wofür, für welche eine Sicht wir uns auch entscheiden, wir letztendlich niemals eine vollkommene Antwort bekommen werden, die uns vollkommen zufrieden stellt. Die Folgen davon sind mehr Fragen und damit auch mehr Antworten.
kelten-maisie schrieb:Das klingt sehr merkwürdig. Überleben wäre ein Antrieb in einem Kriegsgebiet, soweit klar. Aber den Atem als reinen Antrieb
zu betrachten ist sehr, sehr entmenschlicht würde ich fast sagen. Der Atem ist automatisch und es ist unmöglich in einfach anzuhalten
bis der Körper erstickt - der Körper wird automatisch atmen, fast vom Willen entkoppelt.
Wenn man weiß, das alles in einem und um einen Atmet, dann weiß man auch, das der Atem nicht nur dem Menschen gehört, sondern überall zu finden ist. Atmen ist das, was ausgeht und eingeht. Einatmen, Ausatmen. Jede Wechselwirkung ist somit ein Einatmen und Ausatmen, denn bei jeder Wechselwirkung geht etwas ein und aus. Aktion, Reaktion.
kelten-maisie schrieb:Natürlich sieht der Verstand nur einen Teil. Genauso wichtig, oder noch viel wichtiger ist für mich das Gefühl.
Ich kann das Gefühl vom Ego nicht trennen, weil ich für mich eine Einheit bin. Alle Teile gehören zu mir und machen mich aus.
Wahrscheinlich kommt keines ohne das andere aus. Gefühl - Verstand - Intuition - Sichtweise - Erfahrungen ....
sollten zusammenarbeiten. Das macht für mich einen wirklich guten Menschen aus, auch wenn es mal Diskrepanzen gäbe.

Daher gehört das Ego zu mir wie alles andere auch. Alle Anteile sind mit mir gewaschsen, ob ich nun mal schlecht behandelt wurde
oder nicht - in einem Kriegsgebiet war ich nicht. Von daher bin ich nicht mit mir selber korrumpiert, wenn ich so sagen darf.

Ich verstehe natürlich das ein Mensch aus einem Kriegsgebiet da Probleme hat, selbst wenn der Krieg beendet ist.
Eljon schrieb:
Wer bist du, wer ist das Ego? Wenn du Ego, Gedanken, Gefühle, Persönlichkeit, Emotionen, Erfahrungen, alles Zusammenschnürrst um daraus dein Ich zu bilden, ja dann hast du am Ende dennoch nur ein Ego. Du schreibst, dein Ego gehört zu dir. In diesem Gedankengang gehört dir in diesem Moment nur der Gedanke. Und wenn du aus diesem Gedanken die Welt betrachten willst, kannst du das tun, denn niemand wird dir das absprechen können. Doch damit katapultierst du dich gleichzeitig auch in ein Kriegsgebiet, wo sich Meinungen bekriegen, Vorstellungen um die Vorherrschaft kämpfen und wo Freunde zu Feinden und Feinde zu Freunden werden.

Wenn dir das zusagt, dann gibt ist da doch nichts mehr zu diskutieren. 👍


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Der Drache - Die Person - und der Spielplatz des Drachen

23.06.2019 um 01:11
Eljon schrieb:Wenn man das genauer betrachtet, dann kann man sehen, das auch das Ego, all die Informationen die das Ego ausmachen, von außen bezogen werden
Nein, für mich stimmt das so nicht. Es kommt nicht alles von außen.
Eljon schrieb:Wenn dir das zusagt, dann gibt ist da doch nichts mehr zu diskutieren.
Nein, auf keinen Fall. Es macht aber wohl keinen Sinn mehr. Dann sollten wir hier abbrechen. Wir scheinen etwas an einander
vorbei zu schreiben.

Ich lerne gerne dazu. Aber bitte von Menschen, die nicht immer alles besser wissen (wollen). ;)


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Der Drache - Die Person - und der Spielplatz des Drachen

23.06.2019 um 02:38
@kelten-maisie
kelten-maisie schrieb:Nein, für mich stimmt das so nicht. Es kommt nicht alles von außen
Von wo kommt es dann?


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Der Drache - Die Person - und der Spielplatz des Drachen

23.06.2019 um 13:24
Eljon schrieb:Wenn man weiß, das alles in einem und um einen Atmet, dann weiß man auch, das der Atem nicht nur dem Menschen gehört, sondern überall zu finden ist. Atmen ist das, was ausgeht und eingeht. Einatmen, Ausatmen. Jede Wechselwirkung ist somit ein Einatmen und Ausatmen, denn bei jeder Wechselwirkung geht etwas ein und aus. Aktion, Reaktion.
Versuche es einmal hiermit. Der Atem als Antrieb passt für mich nicht. Das Atmen ist naturgegeben. Ist es so, dass alles, was einem
biologischen Werdungsprozess unterliegt, atmet? Ich denke ja. Zum gedeihen und wachsen oder zum bestehen brauchen biologische
Organismen Sauerstoff, bzw. Luft und die wird aus dem Atmen bezogen.

Das ist für mich aber nicht der Antrieb sondern in der Basis als Grundvoraussetzung eingebaut. Der Organismus kann es selber nicht
anhalten. Es sei denn jemand von außen vernichtet den Organismus, so das er nicht mehr atemfähig ist.


Du gehst nur wenig auf das ein was ich schreibe und frage, das stört mich etwas. Du versuchst mir deine Sicht nahe zu bringen, das
ist in Ordnung. Wir kommen aber irgendwie nicht weiter, weil der Mensch, bzw. du, in deiner Sichtweise anders aussieht als bei mir.
Du scheinst aber nur deine Sichtweise zu beachten, ohne dich in meine einfühlen/eindenken zu wollen. Warum ist das so? Es interessiert mich wirklich.

Bei mir scheine ich von innen nach außen zu schwingen. Es ist wie bei konzentrischen Kreisen. Wie mit einer Spirale verbunden.
Der innerste Kreis entsteht an/in meiner Basis. Die Ringe, die dann auf dem Weg nach außen größer werden, stellen am Schluss meine Außenwirkung da, so wie ich es eben vermittel, was aber auch mit meinem Gegenüber zu tun hat, bzw. Einfluss nimmt. Mein Gegenüber bestimmt mit wie meine äußeren Ringe ankommen, welche ich absende, was sie beinhalten und dafür spielt mein Gefühl wieder eine große Rolle. Ich reagiere mit meinem Gefühl - und meinem Verstand - auf mein Gegenüber, und die Ringe sind dann ein Ausdruck davon, die varrieren können.

Mein Gegenüber reagiert dann darauf. Entspringen die Ringe zwei Menschen die die selben oder ähnliche Grundgerüste im Leben haben,
kann ein gutes Verstehen entstehen. Im gegengesetzen Fall natürlich nicht, bis hin zu Feinden.

Wenn ich jemandem begegne, wo es meiner inneren Einstellung, Haltung und Ausdrucksweise entspricht, merke ich das ziemlich schnell
und ich kann Dinge ansprechen die mich wirklich berühren und somit kann ich das Ego hinten anstellen. Das ist dann eine wirklich
positive Begegnung für mich, ohne Stress und Verbiegungen. Der Verstand spielt da erst die 2. Geige.

Geht natürlich auch andersherum. Da spielt dann der Verstand eher die 1. Geige und das Gefühl rückt an die 2. Stelle.
Das ist für mich nicht so erbaulich. Ich hätte gerne eine Art Gleichgewicht zwischen beiden, wobei das Gefühl die wichtigere Rolle spielt.

Da gibt es aber auch Ausnahmen. Wenn ich mit dem Verstand UND DEM GEFÜHL verstehe warum es kein Gleichgewicht geben könnte
und auch die Grundgerüste verschieden sind, mein Gegenüber womöglich nichts dafür kann, es vielleicht gerne ändern möchte, dann kann ich auch auf Umwegen versuchen eine Verständigung zu bekommen, was aber auf jeden Fall schwieriger ist und nur funktioniert, wenn mein Gegenüber eine Motivation hat da mit zu gehen. Und genau das kann ich merken und lass mich auch drauf ein, wenn es mich innerlich berührt. Im Falle von Destruktivität und Gefahren für mich müsste ich das aber einstellen, ist klar.
Eljon schrieb:Von wo kommt es dann?
Nun dazu. Im besten Fall von positiver Verständigung und dem auf einander zugehen, kommt sämtlicher Beweggrund aus mir, bzw.
meinem Gefühl. Den Verstand vergesse ich nie, aber er steht im Hintergrund, aber bereit einzugreifen.

Bei dem ganzen gehe ich aber davon aus, dass es in und an meiner Basis entsteht, die nicht mehrheitlich von außen bezogen wurde.
Es spielt auch eine Rolle, wie z.B. die Erziehung war, Lebensumfeld usw. Aber ich kann ganz sicher sagen, das ganz viele Dinge, die
aus meinem Gefühl kommen davon nicht beeinflusst sind oder werden.

Das näher zu beschreiben ist schwer und hat mit meinem Lebenslauf zu tun, aber die Verbindung nach innen bei mir ist fest und durchgängig und wäre auch so oder ähnlich in einem anderen Umfeld entstanden. Natürlich darf dieses Umfeld nicht kriegerisch gegen mich eingestellt sein oder auf meine Vernichtung abziehen - dann wäre ich sicherlich ein anderer Mensch, das ist aber schwer vorstellbar, weil es eben nicht zutrifft, bzw. ich nicht erlebt habe. Dann würde ich ums Überleben kämpfen und würde dafür notfalls auch die innere
Verbindung kappen, oder ein Gegner würde das gewaltsam tun, nur mit dem Zweck das er Körper überlebt. Und der Körper wird
gezwungener Maßen weiter atmen, weil er es nicht abstellen kann - aber meine Gefühle wären u.U. irreparabel beschädigt oder zerstört.

Dann komme ich vielleicht in die Verlegenheit mir ein neues Ich-Gefühl zuzulegen, oder es auch zu müssen, sonst würde ich ja nur noch
vegetieren. Aber diese neuen Ichs oder auch nur eins davon haben keine feste Verbindung mit meiner Basis oder Grundquelle, weswegen es mir künstlich erscheinen würde. Ist wie mit dem Baum den man entwurzelt und evtl. neu einpflanzt. Es wird nie wieder der selbe
Baum sein, außer vielleicht er kann seinen alten Zustand wieder herstellen und die Wuzeln wieder bis ganz nach unten wachsen lassen, wenn er stark und gesund genug ist.

Man könnte fast sagen ich habe ein Vertrauen in mich, welches durch außen nie so stark korrumpiert wurde, dass der innere Faden
gerissen ist. Ich bin nie komplett entwurzelt worden von mir selber. Der Faden hat hier und da Schwachstellen, was ich vergleichen könnte mit meinen Stärken und Schwächen, bin auch weit entfernt davon perfekt zu sein, aber mein Selbstbild kommt aus einem festen inneren, praktisch wie eine Grundwasserquelle die nie versiegt und mich mit frischem Wasser versorgt - im besten Fall meines seins.

Das war jetzt etwas umständlich erklärt warum ich denke, nein, besser noch fühle, dass ich meine Wesensart nicht NUR von außen beziehe.

Dieser innere Faden ist nicht handfest beweisbar. Als eine Art Gefühl ist es eher eine Art Energie.

Die Art und Stärke dieser Frequenz macht vielleicht das Gefühl nach innen aus und auch wie ich es transportieren kann.

Die Frequenz kann positiv oder negativ sein in ihrer Spürbarkeit.

Diese Art Energie kommt aber bei anderen an und bewirkt ein Feedback. Möchte ich auf dieses Feedback positiv einwirken, sind meine
Gefühle von großer Bedeutung. Verstand, Ego und alles andere stehen aber auch bereit, müssen im Falle einer sehr guten Verständigung
aber kaum aktiv werden. Das wären dann für mich sehr gute menschl. Verbindung.

Mein Anteil daran kommt aus mir, bzw. meiner inneren Verbindung zu mir, somit ich dann für mich authentisch und glaubhaft bin und das
auch so rüberbringen kann.

Da ich mir dessen so sicher bin, und auch sicher bin, dass das nicht nur allein von außen bezogen oder ins Leben gerufen worden ist,
fühle ich mich in mir selber zu Hause.

Ich hoffe, es ist nachvollziehbar.


Noch dazu:
Eljon schrieb:Wer bist du, wer ist das Ego? Wenn du Ego, Gedanken, Gefühle, Persönlichkeit, Emotionen, Erfahrungen, alles Zusammenschnürrst um daraus dein Ich zu bilden, ja dann hast du am Ende dennoch nur ein Ego. Du schreibst, dein Ego gehört zu dir. In diesem Gedankengang gehört dir in diesem Moment nur der Gedanke. Und wenn du aus diesem Gedanken die Welt betrachten willst, kannst du das tun, denn niemand wird dir das absprechen können. Doch damit katapultierst du dich gleichzeitig auch in ein Kriegsgebiet, wo sich Meinungen bekriegen, Vorstellungen um die Vorherrschaft kämpfen und wo Freunde zu Feinden und Feinde zu Freunden werden.
Willst du das Ego mit allem was dazu gehört in eine Masse verschmelzen? Das ist nicht mein Ding. Es wäre höchstens mein Wesen,
welches aus vielen Aspekten besteht, aber nicht total verschmolzen, weswegen ich mich auch nicht in einem Kriegsgebiet sehe.
Diese Einzelteile von mir werden je nach Bedingung oder Anforderung, wenn du so willst, von mir zusammengewürfelt und nach
außen getragen. Ich sehe, betrachte und fühle sie trotzdem als getrennt, vielleicht weil ich keinen Grund für Krieg sehe.
Wäre ich in einem Krieg würde die Zusammenwürfelung sicher ganz anders aussehen, schon allein wegen dem Überlebensantrieb.


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Der Drache - Die Person - und der Spielplatz des Drachen

23.06.2019 um 13:53
@kelten-maisie
kelten-maisie schrieb:Versuche es einmal hiermit. Der Atem als Antrieb passt für mich nicht. Das Atmen ist naturgegeben. Ist es so, dass alles, was einem
biologischen Werdungsprozess unterliegt, atmet? Ich denke ja. Zum gedeihen und wachsen oder zum bestehen brauchen biologische
Organismen Sauerstoff, bzw. Luft und die wird aus dem Atmen bezogen.
Ja, das denke ich auch. Doch nun stellt sich mir die Frage. Wenn das Atmen naturgegeben ist, wer oder was hat uns dann das Ego gegeben? Ist das naturgegeben?
kelten-maisie schrieb:Das ist für mich aber nicht der Antrieb sondern in der Basis als Grundvoraussetzung eingebaut. Der Organismus kann es selber nicht
anhalten. Es sei denn jemand von außen vernichtet den Organismus, so das er nicht mehr atemfähig ist.
Ja, das denke ich auch.
kelten-maisie schrieb:Bei mir scheine ich von innen nach außen zu schwingen. Es ist wie bei konzentrischen Kreisen. Wie mit einer Spirale verbunden.
Der innerste Kreis entsteht an/in meiner Basis. Die Ringe, die dann auf dem Weg nach außen größer werden, stellen am Schluss meine Außenwirkung da, so wie ich es eben vermittel, was aber auch mit meinem Gegenüber zu tun hat, bzw. Einfluss nimmt. Mein Gegenüber bestimmt mit wie meine äußeren Ringe ankommen, welche ich absende, was sie beinhalten und dafür spielt mein Gefühl wieder eine große Rolle. Ich reagiere mit meinem Gefühl - und meinem Verstand - auf mein Gegenüber, und die Ringe sind dann ein Ausdruck davon, die varrieren können
Und deine Basis ist das Komplettpaket von Person, Gefühl, Gedanken und somit Ego?
kelten-maisie schrieb:Du gehst nur wenig auf das ein was ich schreibe und frage, das stört mich etwas. Du versuchst mir deine Sicht nahe zu bringen, das
ist in Ordnung. Wir kommen aber irgendwie nicht weiter, weil der Mensch, bzw. du, in deiner Sichtweise anders aussieht als bei mir.
Du scheinst aber nur deine Sichtweise zu beachten, ohne dich in meine einfühlen/eindenken zu wollen. Warum ist das so? Es interessiert mich wirklich.
Meine Sichtweise sieht nicht anders aus, als deine. Das mag dir so erscheinen. Das dir das so erscheint, daran trage ich die Schuld. Ich umkreise erstmal ein Thema um dann auf den Punkt zu kommen. 🤓
kelten-maisie schrieb:Mein Gegenüber reagiert dann darauf. Entspringen die Ringe zwei Menschen die die selben oder ähnliche Grundgerüste im Leben haben,
kann ein gutes Verstehen entstehen. Im gegengesetzen Fall natürlich nicht, bis hin zu Feinden.
Wenn deine Basis nur die Menschlichkeit wäre, so wie du erschaffen wurdest und nicht persönliche Gedanken und somit eine eigene egozentrische Sicht, gebe es dann Feund und Feind? Oder gebe es nur noch Mitmenschen, die sich allesamt auf den Menschen konzentrieren?
kelten-maisie schrieb:Wenn ich jemandem begegne, wo es meiner inneren Einstellung, Haltung und Ausdrucksweise entspricht, merke ich das ziemlich schnell
und ich kann Dinge ansprechen die mich wirklich berühren und somit kann ich das Ego hinten anstellen. Das ist dann eine wirklich
positive Begegnung für mich, ohne Stress und Verbiegungen. Der Verstand spielt da erst die 2. Geige.
Ja, ich weiß was du meinst. Doch das funktioniert nur, wenn man die gleiche Einstellung hat oder eine sehr ähnliche. Das ist ja auch der Grund, warum Menschen sich gruppieren. Aber bekriegen sich die Menschen nicht gerade deshalb? Weil sie ihrer persönlichen Einstellung mehr Bedeutung zukommen lassen, als ihrer Menschlichkeit?
kelten-maisie schrieb:Das näher zu beschreiben ist schwer und hat mit meinem Lebenslauf zu tun, aber die Verbindung nach innen bei mir ist fest und durchgängig und wäre auch so oder ähnlich in einem anderen Umfeld entstanden. Natürlich darf dieses Umfeld nicht kriegerisch gegen mich eingestellt sein oder auf meine Vernichtung abziehen - dann wäre ich sicherlich ein anderer Mensch, das ist aber schwer vorstellbar, weil es eben nicht zutrifft, bzw. ich nicht erlebt habe. Dann würde ich ums Überleben kämpfen und würde dafür notfalls auch die innere
Verbindung kappen, oder ein Gegner würde das gewaltsam tun, nur mit dem Zweck das er Körper überlebt. Und der Körper wird
gezwungener Maßen weiter atmen, weil er es nicht abstellen kann - aber meine Gefühle wären u.U. irreparabel beschädigt oder zerstört.
Ein Gefühl kann persönlich sein oder aber auch nur ein Gefühl. Ist das Gefühl persönlich, dann wird man irgendwann mit den persönlichen Gefühlen anderer konfrontiert werden. Entweder im positivem oder negativem Sinne. Oder?

Wenn das Gefühl aber nicht persönlich ist, sondern nur Gefühl, dann wird es da auch weder eine positive, noch negative Konfrontation geben. Stimmts?

Woher kommt das persönliche Gefühl? Woher kommen die persönlichen Gedanken? Gebe es persönliche Gefühle und Gedanken, wenn es kein Ego mehr gebe?
kelten-maisie schrieb:Dann komme ich vielleicht in die Verlegenheit mir ein neues Ich-Gefühl zuzulegen, oder es auch zu müssen, sonst würde ich ja nur noch
vegetieren. Aber diese neuen Ichs oder auch nur eins davon haben keine feste Verbindung mit meiner Basis oder Grundquelle, weswegen es mir künstlich erscheinen würde. Ist wie mit dem Baum den man entwurzelt und evtl. neu einpflanzt. Es wird nie wieder der selbe
Baum sein, außer vielleicht er kann seinen alten Zustand wieder herstellen und die Wuzeln wieder bis ganz nach unten wachsen lassen, wenn er stark und gesund genug ist.
Da hast du vollkommen recht. Sät man einen Samen in gesunde Erde und pflegt ihn, gießt ihn, achtet auf ihn, dann wird daraus ein gesunder Baum wachsen. Wusstest du das Bäume miteinander so kooperieren, so, das sie alle überleben? Sie bilden unter der Erde durch ihre Wurzeln Vernetzungen, die es ihnen ermöglicht gemeinsam zu überleben. Tiere tun das in ihrer Art auch.

Warum ich das erwähne? Weil, Bäume und Tiere nicht die Möglichkeit haben ihr Ego abzulegen. Auch sie betrachten die Welt aus einer Sicht. Ihrer Sicht. Wir aber können unsere persönliche, ja sogar menschliche Sicht ablegen und alles so sehen, wie es ist. Die Frage ist doch, was bringt uns das Ego? Die eine, persönliche Sicht. Hat sie für uns wirklich ein Mehrwert? Welche wäre das deiner Meinung nach?
kelten-maisie schrieb:Das war jetzt etwas umständlich erklärt warum ich denke, nein, besser noch fühle, dass ich meine Wesensart nicht NUR von außen beziehe.
Aber was ist dein Wesen? Das Menschsein? Deine persönlichen Gedanken und damit Meinungen? Deine persönlichen Gefühle? Was ist das, was du dein Wesen nennst?
kelten-maisie schrieb:Willst du das Ego mit allem was dazu gehört in eine Masse verschmelzen? Das ist nicht mein Ding. Es wäre höchstens mein Wesen,
welches aus vielen Aspekten besteht, aber nicht total verschmolzen, weswegen ich mich auch nicht in einem Kriegsgebiet sehe.
Diese Einzelteile von mir werden je nach Bedingung oder Anforderung, wenn du so willst, von mir zusammengewürfelt und nach
außen getragen. Ich sehe, betrachte und fühle sie trotzdem als getrennt, vielleicht weil ich keinen Grund für Krieg sehe.
Wäre ich in einem Krieg würde die Zusammenwürfelung sicher ganz anders aussehen, schon allein wegen dem Überlebensantrieb.
Willst du mir damit sagen, das du keinen festen Kern hast? So wie die Atome? Verstehe ich das richtig?


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Der Drache - Die Person - und der Spielplatz des Drachen

23.06.2019 um 15:58
Fange mal von unten an.
Eljon schrieb:Willst du mir damit sagen, das du keinen festen Kern hast? So wie die Atome? Verstehe ich das richtig?
Doch, ich empfinde einen Kern. Ich würde ihn meine Seele nennen. Die ist kein Vakuum. Dort mögen die Wurzeln sein, die in alle
Richtungen meiner Anteile spriezen. Dort mag mein Wesen seinen Anfang haben. Die Entwicklung und Ausprägung der Anteile unterliegt
dann den Bedingungen, welche die Pflanze vorfindet. Aber das gilt so nicht nur. Diese Seele in meinem Fall bringt Wurzeln und Triebe
in und aus ihrer Art hervor. Im Fall von eher geringen negativen Angriffe auf mich können sich diese vielleicht eher ungehindert entwickeln und die Verbindung zur Basis erhalten. Die Triebe und alle Anteile der Pflanze sind dann in ihrem Grunddasein zwar erschütterbar aber sie
behalten doch ihre Grund-Essenz, bzw. Grund-Verbindung.
Eljon schrieb:Aber was ist dein Wesen? Das Menschsein? Deine persönlichen Gedanken und damit Meinungen? Deine persönlichen Gefühle? Was ist das, was du dein Wesen nennst?
Die Summe aller Teile, die mich ausmachen. Dazu gehört natürlich auch von außen bezogenes, angelerntes, von der Gesellschaft verlangtes
usw. Ich kann es nicht als einen verschmolzenen Klumpen betrachten. Es hat mit meinem inneren Kern zu tun, als auch mit allem was
mich von außen trifft. Das möchte ich gerne unterscheiden und grenzt mich auch ab von anderen. Ob andere Menschen das auch so
empfinden weiß ich nicht immer. Wenn ich handele weiß ich meistens um meine inneren Beweggründe dazu. Manchmal ist dieses
Handeln im Nachhinein betrachtet überzogen, falsch oder mir nicht wirklich entsprechend, das merke ich dann auch - und hier mag
das Ego im Vordergrund stehen. Es kann sein, dass das Ego dann aktiv wird, wenn ich mich verletzt fühle, ungerecht behandelt oder so.
Es abzuschalten scheint nicht möglich, und ich empfinde es auch als einen Schutz für z.B. meinen inneren Kern.


Diese Unterscheidungen brauche ich auch um mich verstehen zu können, einzelne Anteile zu betrachten und auch um daraus
zu lernen wie es in Zukunft besser und positiver verläuft. Es lässt mein inneres Feedback zu um mich weiter zu entwickeln, im
besten Fall in Richtungen die am Ende wirklich die gewünschten Resultate bringen, die im Einklang mit meinem inneren Kern stehen.
Eljon schrieb:Da hast du vollkommen recht. Sät man einen Samen in gesunde Erde und pflegt ihn, gießt ihn, achtet auf ihn, dann wird daraus ein gesunder Baum wachsen. Wusstest du das Bäume miteinander so kooperieren, so, das sie alle überleben? Sie bilden unter der Erde durch ihre Wurzeln Vernetzungen, die es ihnen ermöglicht gemeinsam zu überleben. Tiere tun das in ihrer Art auch.

Warum ich das erwähne? Weil, Bäume und Tiere nicht die Möglichkeit haben ihr Ego abzulegen. Auch sie betrachten die Welt aus einer Sicht. Ihrer Sicht. Wir aber können unsere persönliche, ja sogar menschliche Sicht ablegen und alles so sehen, wie es ist. Die Frage ist doch, was bringt uns das Ego? Die eine, persönliche Sicht. Hat sie für uns wirklich ein Mehrwert? Welche wäre das deiner Meinung nach?
Dazu fällt mir ein: Teile und herrsche. Der Mensch als eine Person wird von den anderen Menschen getrennt, sogar die Wurzeln werden
gekappt, um ihn regelrecht beherrschen zu können. Er ist dann beherrschbar, wenn er mit seinem Wurzelgeflecht mit anderen nicht
mehr verbunden ist und auch keine Verbindung mehr zu seinem inneren Kern hat. Er ist dadurch vollkommen auf sich alleine gestellt
und fühlt sich den Umständen und Bedingungen womöglich hilflos ausgeliefert. Selbst Hilfe zu holen fällt sehr schwer.

Ich sehe aber im Moment, hier auf der Erde keinen Sinn darin mir zugehörige Teile gewollt abzulegen, es sei denn ich mache das
aus Experementierfreude und unter gefahrlosen Bedingungen, und ich kann den alten Zustand wieder herstellen, der mich hier auf
der Erde befähigt "im Dreck zu wühlen". Im Dreck wühlen ist aber nicht das was ich bevorzuge.

Alles so sehen wie es ist behalte ich mir gerne für das Jenseits vor, oder mal zum ausprobieren unter gefahrlosen Umständen.

Die persönlich Sicht, wie du sie nennst, hat für mich einen Mehrwert. Meine Sicht ist vielschichtig und vielfältig. Mein Ego verstehe ich
nicht als das, was ich raushängen lasse wenn ich mich z.B. abschotten will oder in der Art. Vielmehr ist es mit mir verwachsen.
Obwohl ich es benutzen kann, wenn es für mich von Wichtigkeit ist damit etwas zu bewirken.

In unserer Zeit auf der Erde ist es wahrscheinlich nicht gesund das Ego ganz abzulegen, oder wenn, dann nur zeitweise und ohne Schaden
zu nehmen. In Zuständen wo ich so behandelt werde wie ich mich gerne selber behandele, kann ich es mir vorstellen.

Die persönl. Sicht scheint mir wichtig, im Hinblick auf mein Selbstverständnis als auch im Umgang mit meiner Umwelt.
Das Ego ist für mich per se nicht negativ, es kann aber negative Ausprägungen entwickeln, wenn ich mich durch äußere Aktivitäten
angegriffen fühle. Dann ist diese meine Negativität in Relation zu dem Negativen gegen mich gleichzusetzen, manchmal auch überzogen, was dann mit der Tiefe der Gefühlsverletzung bei mir zu tun hat.
Eljon schrieb:Ein Gefühl kann persönlich sein oder aber auch nur ein Gefühl. Ist das Gefühl persönlich, dann wird man irgendwann mit den persönlichen Gefühlen anderer konfrontiert werden. Entweder im positivem oder negativem Sinne. Oder?

Wenn das Gefühl aber nicht persönlich ist, sondern nur Gefühl, dann wird es da auch weder eine positive, noch negative Konfrontation geben. Stimmts?

Woher kommt das persönliche Gefühl? Woher kommen die persönlichen Gedanken? Gebe es persönliche Gefühle und Gedanken, wenn es kein Ego mehr gebe?
Wir haben hier mittlerweile sehr viel gesammelt und angesprochen und ich verstehe jetzt dein Umkreisen eines Themas um sich dann
dem Punkt zu nähern. Also mache ich mal weiter, mit:


Ja, natürlich wird man mit den Gefühlen anderer konfrontiert, und das kann manchmal sehr helftig sein. Wenn man dann keine
Absicht hat sich einzufühlen in die Gefühle des Gegenübers, kann es richtig brenzlich werden, oder man lässt den anderen einfach stehen,
was auch als sehr verletzend empfunden werden kann, kann sogar schlimmer sein, weil man erst verletzt wird und dann noch ignoriert.

Wo trennst du zwischen einem persönlichen Gefühle und einem sonstigen Gefühl? Berührt mich das Gefühl nicht persönlich, verletzt
mich nicht und hat mit mir wenig zu tun, dann gibt es auch keine Konfrontation, soweit gebe ich dir natürlich recht.

Das hier finde ich interessant:

Woher kommt das persönliche Gefühl? Woher kommen die persönlichen Gedanken? Gebe es persönliche Gefühle und Gedanken, wenn es kein Ego mehr gebe?

Das könnte stimmen. Welchen Sinn siehtst du dahiner keine Ego mehr zu haben? Vor allem dann wenn die anderen noch darüber
verfügen. Bist du noch Mensch wenn du kein Ego mehr hast?

Was würde ich mit jemand anfangen, der kein Ego mehr hat? Ist irgendwie undenkbar, da ich selber noch eins habe. Einer von beiden
würde in dem Fall immer ins leere laufen. Das hat keine Basis.

Ist es für dich wünschenswert kein Ego mehr zu haben? Ich denke, dann könnte man auch gleich ins Jenseits gehen, vorausgesetzt dort
wird kein Ego gebraucht. Ich halte es also für JETZT nicht denkbar.

Meine persönlichen Gedanken und Gefühle kommen nicht aus dem Ego alleine. Es ist alles ein Zusammenspiel meiner Teile. Und ich
bin noch mehr als die Summe meiner Teile. An höchster Stelle mag vielleicht das Bewusstsein stehen, welches sogar noch eine Stufe
über der Seele wäre. Mir das Ego zu nehmen wäre gleichbedeutend damit mir vielleicht einen Arm abzuschneiden. Ich wäre behindert.
Eljon schrieb:Ja, ich weiß was du meinst. Doch das funktioniert nur, wenn man die gleiche Einstellung hat oder eine sehr ähnliche. Das ist ja auch der Grund, warum Menschen sich gruppieren. Aber bekriegen sich die Menschen nicht gerade deshalb? Weil sie ihrer persönlichen Einstellung mehr Bedeutung zukommen lassen, als ihrer Menschlichkeit?
Das stimmt. Deswegen wird das "Its me" so an die große Glocke gehängt. Egoismus wird geradezu gefördert, wenn ich dabei die
Ich-Bezogenheit in den Vordergrund stelle, die nach meiner Meinung zu stark gefördert wird. Ganz klar, dass dann die Menschlichkeit
und die Zusammengehörigkeit hinten runter fallen kann. Da kann Absicht dahinter stecken. Möglicherweise das Teile und herrsche Prinzip im Sinne von Umsatzsteigerung und Kontrolle.
Eljon schrieb:Wenn deine Basis nur die Menschlichkeit wäre, so wie du erschaffen wurdest und nicht persönliche Gedanken und somit eine eigene egozentrische Sicht, gebe es dann Feund und Feind? Oder gebe es nur noch Mitmenschen, die sich allesamt auf den Menschen konzentrieren?
Schöner, wünschenswerter Zustand. So zur Zeit sicher nicht denkbar oder umsetzbar. Würde ich mir auch fürs Jenseits vorbehalten.
Eljon schrieb:Und deine Basis ist das Komplettpaket von Person, Gefühl, Gedanken und somit Ego?
Das würde ich nicht sagen. Die einzelnen Komponenten sitzen eher auf den äußeren Ringen, die mit ihrer Spirale verbunden sind.
Je näher der Ring im Außen sitzt, je mehr hat die darauf sitzende Komponente eine wichtige Aufgabe nach außen.
Sie haben trotzdem Einfluss auf einander. Ich sehe sie tatsächlich als Einheit aber auch als abhängige Eingenständigkeit an.
Eljon schrieb:Ja, das denke ich auch. Doch nun stellt sich mir die Frage. Wenn das Atmen naturgegeben ist, wer oder was hat uns dann das Ego gegeben? Ist das naturgegeben?
Im Rahmen des Erdendaseins sehe ich das schon so als naturgebunden, da notwendig. Das Ego sehe ich als eine Entwicklung an, wo
viele Auslöser sein können, letztlich auch die eigene Seele und das eigene Bewusstsein.

Warum scheint es dir so wichtig das aufzugeben oder abzulegen?
Reicht es nicht wenn man sein eigens Ego so erzieht und verändert, dass es keinen großen Schaden anrichten kann, weder bei sich noch
bei anderen? Das wäre eher mein Ziel. Warum soll ich es loswerden wollen, wenn ich einen guten Einfluss darauf haben könnte?

Ich verstehe nicht ganz worauf du wirklich abzielst. Puh, das war jetzt wirklich viel Stoff.


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Der Drache - Die Person - und der Spielplatz des Drachen

23.06.2019 um 16:24
@kelten-maisie
kelten-maisie schrieb:Doch, ich empfinde einen Kern. Ich würde ihn meine Seele nennen. Die ist kein Vakuum. Dort mögen die Wurzeln sein, die in alle
Richtungen meiner Anteile spriezen. Dort mag mein Wesen seinen Anfang haben. Die Entwicklung und Ausprägung der Anteile unterliegt
dann den Bedingungen, welche die Pflanze vorfindet. Aber das gilt so nicht nur. Diese Seele in meinem Fall bringt Wurzeln und Triebe
in und aus ihrer Art hervor. Im Fall von eher geringen negativen Angriffe auf mich können sich diese vielleicht eher ungehindert entwickeln und die Verbindung zur Basis erhalten. Die Triebe und alle Anteile der Pflanze sind dann in ihrem Grunddasein zwar erschütterbar aber sie
behalten doch ihre Grund-Essenz, bzw. Grund-Verbindung
Verstehe. Doch warum braucht deine Seele das?
kelten-maisie schrieb:Die Summe aller Teile, die mich ausmachen. Dazu gehört natürlich auch von außen bezogenes, angelerntes, von der Gesellschaft verlangtes
usw. Ich kann es nicht als einen verschmolzenen Klumpen betrachten. Es hat mit meinem inneren Kern zu tun, als auch mit allem was
mich von außen trifft. Das möchte ich gerne unterscheiden und grenzt mich auch ab von anderen. Ob andere Menschen das auch so
empfinden weiß ich nicht immer. Wenn ich handele weiß ich meistens um meine inneren Beweggründe dazu. Manchmal ist dieses
Handeln im Nachhinein betrachtet überzogen, falsch oder mir nicht wirklich entsprechend, das merke ich dann auch - und hier mag
das Ego im Vordergrund stehen. Es kann sein, dass das Ego dann aktiv wird, wenn ich mich verletzt fühle, ungerecht behandelt oder so.
Es abzuschalten scheint nicht möglich, und ich empfinde es auch als einen Schutz für z.B. meinen inneren Kern
Also so wie ein Puzzle? Setzt man alle Teile zusammen, dann bekommt man das Bild von dir zu Gesicht? Warum ist dieses Bild von dir anwesend? Weil du es willst oder weil du es als gegeben betrachtest?
kelten-maisie schrieb:Diese Unterscheidungen brauche ich auch um mich verstehen zu können, einzelne Anteile zu betrachten und auch um daraus
zu lernen wie es in Zukunft besser und positiver verläuft. Es lässt mein inneres Feedback zu um mich weiter zu entwickeln, im
besten Fall in Richtungen die am Ende wirklich die gewünschten Resultate bringen, die im Einklang mit meinem inneren Kern
kelten-maisie schrieb:Diese Unterscheidungen brauche ich auch um mich verstehen zu können, einzelne Anteile zu betrachten und auch um daraus
zu lernen wie es in Zukunft besser und positiver verläuft. Es lässt mein inneres Feedback zu um mich weiter zu entwickeln, im
besten Fall in Richtungen die am Ende wirklich die gewünschten Resultate bringen, die im Einklang mit meinem inneren Kern stehen
Wohingehend entwickeln? Woher kommt der innere Kern?
kelten-maisie schrieb:Alles so sehen wie es ist behalte ich mir gerne für das Jenseits vor, oder mal zum ausprobieren unter gefahrlosen Umständen
Ist das Jenseits für dich der Ort nach dem Tot?
kelten-maisie schrieb:Das könnte stimmen. Welchen Sinn siehtst du dahiner keine Ego mehr zu haben? Vor allem dann wenn die anderen noch darüber
verfügen. Bist du noch Mensch wenn du kein Ego mehr hast
Ohne Ego, keine wesentliche verändernde, persönliche Gedanken. Das Wesen des Menschen bleibt intakt und lebt somit vollkommen seine Wesentlichkeit aus. Ja, das Menschsein besteht dann durch Körper, so wie es die Natur vorgesehen hat.
kelten-maisie schrieb:Was würde ich mit jemand anfangen, der kein Ego mehr hat? Ist irgendwie undenkbar, da ich selber noch eins habe. Einer von beiden
würde in dem Fall immer ins leere laufen. Das hat keine Basis.
Richtig. Ein persönlicher Mensch würde auch keine Basis finden, weil ein persönlicher Mensch, ein Mensch mit Ego auch immer eine Basis sucht.

Der Mensch der sein Ego abgelegt hat sucht dementsprechend keine Basis mehr, weil die Basis von Natur aus schon da ist. Das Menschliche.
kelten-maisie schrieb:Meine persönlichen Gedanken und Gefühle kommen nicht aus dem Ego alleine. Es ist alles ein Zusammenspiel meiner Teile. Und ich
bin noch mehr als die Summe meiner Teile. An höchster Stelle mag vielleicht das Bewusstsein stehen, welches sogar noch eine Stufe
über der Seele wäre. Mir das Ego zu nehmen wäre gleichbedeutend damit mir vielleicht einen Arm abzuschneiden. Ich wäre behindert.
Na ja, ich sehe da einen Unterschied zwischen persönliches und natürliches. Auch das Menschsein entspricht einer Sicht. Es ist jedoch nicht selbst gemacht. Dementsprechend gibt es da auch keine Konfrontation, die durch das persönliche zustande kommt.

Wenn du dich behindert fühlst, wenn man dir dein Ego nehmen würde, wäre es doch interessanter zu wissen, was passieren würde, wenn man versuchen würde dir dein Menschsein ab zu sprechen. Wie würdest du dich dann fühlen? Behindert geht ja dann nicht mehr, denn der Mensch besteht nicht nur aus einem Arm.
kelten-maisie schrieb:Das stimmt. Deswegen wird das "Its me" so an die große Glocke gehängt. Egoismus wird geradezu gefördert, wenn ich dabei die
Ich-Bezogenheit in den Vordergrund stelle, die nach meiner Meinung zu stark gefördert wird. Ganz klar, dass dann die Menschlichkeit
und die Zusammengehörigkeit hinten runter fallen kann. Da kann Absicht dahinter stecken. Möglicherweise das Teile und herrsche Prinzip im Sinne von Umsatzsteigerung und Kontrolle
Das wird es wohl sein.
kelten-maisie schrieb:Schöner, wünschenswerter Zustand. So zur Zeit sicher nicht denkbar oder umsetzbar. Würde ich mir auch fürs Jenseits vorbehalten
Warum fürs Jenseits? Du kannst es doch hier und jetzt leben. Im inneren.
kelten-maisie schrieb:Das würde ich nicht sagen. Die einzelnen Komponenten sitzen eher auf den äußeren Ringen, die mit ihrer Spirale verbunden sind.
Je näher der Ring im Außen sitzt, je mehr hat die darauf sitzende Komponente eine wichtige Aufgabe nach außen.
Sie haben trotzdem Einfluss auf einander. Ich sehe sie tatsächlich als Einheit aber auch als abhängige Eingenständigkeit an.
Verstehe. Entfernt man sich jedoch von den Ringen, so weit bis man nur noch ein Punkt sieht und noch weitwe bis man dann letztendlich nichts sieht, dann stellt sich doch die Frage, ob das alles nicht letztendlich nur eine Frage des Blickwinkels ist.

Eine ganzheitliche Sicht, das durch Teile erst zum Ganzen wird ist nicht das selbe wie ein ganzes Teil. Oder?
kelten-maisie schrieb:Warum scheint es dir so wichtig das aufzugeben oder abzulegen?
Reicht es nicht wenn man sein eigens Ego so erzieht und verändert, dass es keinen großen Schaden anrichten kann, weder bei sich noch
bei anderen? Das wäre eher mein Ziel. Warum soll ich es loswerden wollen, wenn ich einen guten Einfluss darauf haben könnte?

Ich verstehe nicht ganz worauf du wirklich abzielst. Puh, das war jetzt wirklich viel Stoff.
Doch, natürlich kann man sein Ego so Formen, das es kein Schaden anrichtet. Und das würde auch die Entwicklung des Menschen beflügeln. Doch ich bin jemand, der immer tiefer taucht, bis er den Grund erreicht.


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Der Drache - Die Person - und der Spielplatz des Drachen

23.06.2019 um 17:39
Eljon schrieb:Verstehe. Doch warum braucht deine Seele das?
Weil sie in einem Körper sitzt, der angehalten ist auf der Erde zu leben. Würde die Erde allerdings andere Bedingungen bieten, würde
ich es anpassen müssen.

Wie könnte man es denn anders und besser machen, angesichtes der vielen anderen Ego-beladenen Menschen denen man begegnet?

Letztlich geht es für mich darum keine Zielscheibe zu bieten und nicht zum Opfer von irgendeinem Schaden an mir zu werden.
Eljon schrieb:Also so wie ein Puzzle? Setzt man alle Teile zusammen, dann bekommt man das Bild von dir zu Gesicht? Warum ist dieses Bild von dir anwesend? Weil du es willst oder weil du es als gegeben betrachtest?
Ja, so kann man es betrachten. Wer nur einige wenige Teile sieht versteht das Puzzle nicht richtig.
Dieses Bild von mir ist anwesend, weil es keinen anderen Weg gibt, oder wenn ich das Bild nicht wollte, keinen Ausweg gibt.
Und weil es einfach da ist, habe ich damit zu tun - in jeder Art und Weise. Es als gegeben zu betrachten finde ich unausweichlich.
Ob ich es will ist eine andere Frage. Wenn es die Chance gäbe mich selber zu kreieren, wäre mein Puzzle sicher anders.
Dies ist aber nicht möglich, zumindest nicht im gewünschten, großen Umfang. Das nehmen was mir mitgegeben wurde scheint auch
unausweichlich, ob ich will oder nicht. Es ist dann eine Form des annehmens, damit zurecht zu kommen und eine Eigenliebe zu entwickeln.

Der Weg des nicht annehmens, bekämpfens oder des kreieren wollens im großen Umfang bringt nmM nur Schmerzen und Probleme.
Nach dem Motto ich bin der ich bin. Da ist das was in mir ist und mich ausmacht und ich bin der, der damit zurecht kommen soll und
zu leben hat. Warum frage ich dich, soll ich es mir schwerer machen als es ist. Also nehme ich großen Teile von mir an und stehe ihnen
wohlwollend und liebevoll gegenüber. So tue ich doch meinem System, wenn ich es so nennen kann, den größten Gefallen.
Wie siehst du das?
Eljon schrieb:Wohingehend entwickeln? Woher kommt der innere Kern?
Ins möglichst Positive entwickeln. Ich habe keine Interessen am Negativen oder am Bösen.
Woher die Seele kommt? Gute Frage. Vielleicht bin ich ein Gedanke des schöpfenden, oder mich spielt jemand oder etwas als Avatar aus
der Matrix heraus. Diese Frage ich sehr spekulativ. Am Ende werde ich es irgendwann wissen, spätestens dann, wenn meine
Reise beendet ist. Ich lasse mich überraschen. Weiß du woher die Seele kommt?
Eljon schrieb:Ist das Jenseits für dich der Ort nach dem Tot?
Nicht so direkt ein Ort, mehr eine Art Dimension, oder Bewusstseins-Aufenthaltsort, den ich wahrnehmen kann.
Eljon schrieb:Ohne Ego, keine wesentliche verändernde, persönliche Gedanken. Das Wesen des Menschen bleibt intakt und lebt somit vollkommen seine Wesentlichkeit aus. Ja, das Menschsein besteht dann durch Körper, so wie es die Natur vorgesehen hat.
Ich gewinne den Eindruck als hättest du das Diesseits bereits abgelegt oder es interessiert dich nicht mehr besonders.
Aus welchem Grund ist das so?

Das Wesen des Menschen bliebe intakt, bzw. seine Seele, wenn der Körper nicht mehr ist. Das er dann seine Wesenheit vollkommen
ausleben kann scheint logisch. Der nächste Satz von dir ist denkwürdig.

Du schreibst: Ja, das Menschsein besteht dann durch Körper, so wie es die Natur vorgesehen hat.

Welchen Körper meist du hier. Den aus Fleisch, Blut, Knochen usw. oder den Geist- u. Seelenkörper, welcher aus Energie besteht?
Ich stimme dir zu, dass das die Natur ebenso vorgesehen hat, genauso wie den Körper aus festem Material, gibt es den aus
energetischem Material. Für mich haben beide Bestand und beide sind gleich wichtig und bedingen einander, also während der Zeit
auf der Erde untrennbar. Auch dann untrennbar, wenn der Geist- u. Seelenkörper mal alleine unterwegs ist.
Eljon schrieb:Richtig. Ein persönlicher Mensch würde auch keine Basis finden, weil ein persönlicher Mensch, ein Mensch mit Ego auch immer eine Basis sucht.

Der Mensch der sein Ego abgelegt hat sucht dementsprechend keine Basis mehr, weil die Basis von Natur aus schon da ist. Das Menschliche.
Was ist der Hintergedanke wenn du das schreibst? Siehst du dich als jemand, der keine Ego mehr hat, auch nicht braucht und das
rein menschliche lebt.
Da frage ich dich: WIE GEHT DAS IN UNSERER GROBEN WELT ?

Ansonsten würde ich sagen du hast recht. Aber kann man das auf unsere Welt runterbrechen? Ich würde sagen nein, es sei denn ich
wäre geistig schon am Ende meiner Reise, wäre menschlich äußerst hoch entwickelt und hätte Einblick hinter den Vorhang erhalten.
Eljon schrieb:Na ja, ich sehe da einen Unterschied zwischen persönliches und natürliches. Auch das Menschsein entspricht einer Sicht. Es ist jedoch nicht selbst gemacht. Dementsprechend gibt es da auch keine Konfrontation, die durch das persönliche zustande kommt.

Wenn du dich behindert fühlst, wenn man dir dein Ego nehmen würde, wäre es doch interessanter zu wissen, was passieren würde, wenn man versuchen würde dir dein Menschsein ab zu sprechen. Wie würdest du dich dann fühlen? Behindert geht ja dann nicht mehr, denn der Mensch besteht nicht nur aus einem Arm.
Das ist aber harter Tobak. Mir das Menschsein abzusprechen stelle ich mir in der Prozedur als sehr, sehr gewaltsam vor.
Denn einfach absprechen? Da würde ich mich kaputt lachen. Also um das durchzuziehen, müsste man mich schon foltern. Mich
vielleicht sogar kurz töten, um mich dann wieder zum atmen zu bringen, bzw. wieder zu beleben. Wer macht so etwas und warum,
wenn nicht mit dem Hintergedanken der vollsten Kontrolle über einen Menschen, bis hin zur Kontrolle über dessen LEBEN.

Einen Unterschied zwischen persönlich und natürlich sehe ich auch. Persönlich ist ein Ausprägung die nur ich getroffen haben, natürlich
ist bereits vorgegeben. Als Mensch habe ich auch eine Sicht, ganz klar. Es ist teils selbst gemacht und teils von außen aufgezwungen.
Eine Konfrontation durch das Persönliche sehe ich dann, wenn ich mit mir selber im Widerstreit stehe.
Eljon schrieb:Warum fürs Jenseits? Du kannst es doch hier und jetzt leben. Im inneren.
Das versuche ich, z.B. bei der Meditation. Wenn ich dafür Zeit finde.
Eljon schrieb:Verstehe. Entfernt man sich jedoch von den Ringen, so weit bis man nur noch ein Punkt sieht und noch weitwe bis man dann letztendlich nichts sieht, dann stellt sich doch die Frage, ob das alles nicht letztendlich nur eine Frage des Blickwinkels ist.

Eine ganzheitliche Sicht, das durch Teile erst zum Ganzen wird ist nicht das selbe wie ein ganzes Teil. Oder?
Ein Blickwinkel. Keine Frage. Den Blickwinkel würde ich auch gerne mal verändern und die "Gegebenheiten" aus großer "Entfernung"
betrachten. Das würde mir viele Fragen erklären. Aber soweit bin ich noch nicht. Ich kann meinen Geist nicht bewusst auf eine
Exkursion schicken, zur Zeit jedenfalls nicht.


Eine ganzheitliche Sicht, das durch Teile erst zum Ganzen wird ist nicht das selbe wie ein ganzes Teil. Oder?

Da gebe ich dir recht. Mich selbst betrachte ich gerne als Teile eines Ganzen, damit ich die Teile an sich auch gesondert ansehen kann.
Das Verstehen meiner Persönlichkeit gelingt mir so besser.

Dabei gehe ich auch davon aus, dass ich aus einem Guss bestehen könnte - was mir aber auf der Erde, mit den Bedingungen hier
hinderlich sein könnte. Aber es ist eigentlich eine schöne Betrachtungsweise.

Wenn ich mal den Körper abgelegt haben sollte, kommt das wohl eher zum Tragen.


Ich finde unsere Unterhaltung mittlerweile sehr anregend. Bei dem vielen Text hoffe ich nicht, dass zuviel Fehler drin sind.


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Der Drache - Die Person - und der Spielplatz des Drachen

23.06.2019 um 17:53
kelten-maisie schrieb:Weil sie in einem Körper sitzt, der angehalten ist auf der Erde zu leben. Würde die Erde allerdings andere Bedingungen bieten, würde
ich es anpassen müssen.

Wie könnte man es denn anders und besser machen, angesichtes der vielen anderen Ego-beladenen Menschen denen man begegnet?

Letztlich geht es für mich darum keine Zielscheibe zu bieten und nicht zum Opfer von irgendeinem Schaden an mir zu werden.
Und bestimmt auch keinen schaden anzurichten. Besser und anders wäre eben genau das, was du erwähnt hast. Den schädlichen Teil aus dem Ego ausradieren.
kelten-maisie schrieb:Ja, so kann man es betrachten. Wer nur einige wenige Teile sieht versteht das Puzzle nicht richtig.
Dieses Bild von mir ist anwesend, weil es keinen anderen Weg gibt, oder wenn ich das Bild nicht wollte, keinen Ausweg gibt.
Und weil es einfach da ist, habe ich damit zu tun - in jeder Art und Weise. Es als gegeben zu betrachten finde ich unausweichlich.
Ob ich es will ist eine andere Frage. Wenn es die Chance gäbe mich selber zu kreieren, wäre mein Puzzle sicher anders.
Dies ist aber nicht möglich, zumindest nicht im gewünschten, großen Umfang. Das nehmen was mir mitgegeben wurde scheint auch
unausweichlich, ob ich will oder nicht. Es ist dann eine Form des annehmens, damit zurecht zu kommen und eine Eigenliebe zu entwickeln.

Der Weg des nicht annehmens, bekämpfens oder des kreieren wollens im großen Umfang bringt nmM nur Schmerzen und Probleme.
Nach dem Motto ich bin der ich bin. Da ist das was in mir ist und mich ausmacht und ich bin der, der damit zurecht kommen soll und
zu leben hat. Warum frage ich dich, soll ich es mir schwerer machen als es ist. Also nehme ich großen Teile von mir an und stehe ihnen
wohlwollend und liebevoll gegenüber. So tue ich doch meinem System, wenn ich es so nennen kann, den größten Gefallen.
Wie siehst du das?
Im Grunde genau so wie du, mit nur einem Unterschied. Ich Weis, das man das, was man mitbekommen hat, nicht mitnehmen muss. Man kann sich komplett, im persönlichen Sinne, neu erfinden.
kelten-maisie schrieb:Ins möglichst Positive entwickeln. Ich habe keine Interessen am Negativen oder am Bösen.
Woher die Seele kommt? Gute Frage. Vielleicht bin ich ein Gedanke des schöpfenden, oder mich spielt jemand oder etwas als Avatar aus
der Matrix heraus. Diese Frage ich sehr spekulativ. Am Ende werde ich es irgendwann wissen, spätestens dann, wenn meine
Reise beendet ist. Ich lasse mich überraschen. Weiß du woher die Seele kommt
Ja, aber die Antwort geht mit deiner Erfahrung nicht konform. Die Seele kommt aus der Entscheidung.
kelten-maisie schrieb:Ich gewinne den Eindruck als hättest du das Diesseits bereits abgelegt oder es interessiert dich nicht mehr besonders.
Aus welchem Grund ist das so?
Weil das Diesseits einer Illusion gleicht. Wenn man tief genug taucht, erkennt man den Grund dessen.
kelten-maisie schrieb:Welchen Körper meist du hier. Den aus Fleisch, Blut, Knochen usw. oder den Geist- u. Seelenkörper, welcher aus Energie besteht?
Ich stimme dir zu, dass das die Natur ebenso vorgesehen hat, genauso wie den Körper aus festem Material, gibt es den aus
energetischem Material. Für mich haben beide Bestand und beide sind gleich wichtig und bedingen einander, also während der Zeit
auf der Erde untrennbar. Auch dann untrennbar, wenn der Geist- u. Seelenkörper mal alleine unterwegs ist
Den Körper, der aus Fleisch, Knochen und Blut besteht. Man könnte auch sagen, wenn die Software ausgelöscht ist, bleibt am Ende nur noch die Hardware.
kelten-maisie schrieb:Das ist aber harter Tobak. Mir das Menschsein abzusprechen stelle ich mir in der Prozedur als sehr, sehr gewaltsam vor.
Denn einfach absprechen? Da würde ich mich kaputt lachen. Also um das durchzuziehen, müsste man mich schon foltern. Mich
vielleicht sogar kurz töten, um mich dann wieder zum atmen zu bringen, bzw. wieder zu beleben. Wer macht so etwas und warum,
wenn nicht mit dem Hintergedanken der vollsten Kontrolle über einen Menschen, bis hin zur Kontrolle über dessen LEBEN
Wenn das Menschsein nur durch Fleisch besteht, dann ist die Anbringung vom Menschsein der Tod. Das ist natürlich nun ein extremes Beispiel. Bei den meisten Menschen besteht das Menschsein aus mehr, als nur Gaut und Knochen.
kelten-maisie schrieb:Da gebe ich dir recht. Mich selbst betrachte ich gerne als Teile eines Ganzen, damit ich die Teile an sich auch gesondert ansehen kann.
Das Verstehen meiner Persönlichkeit gelingt mir so besser
Das ist dabei die Hauptsache. Sich Selbst zu verstehen. Wer kennt das nicht, auf die eine oder andere Weise.
kelten-maisie schrieb:Ich finde unsere Unterhaltung mittlerweile sehr anregend. Bei dem vielen Text hoffe ich nicht, dass zuviel Fehler drin sind
Gleichfalls.


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Der Drache - Die Person - und der Spielplatz des Drachen

23.06.2019 um 18:35
Eljon schrieb:Im Grunde genau so wie du, mit nur einem Unterschied. Ich Weis, das man das, was man mitbekommen hat, nicht mitnehmen muss. Man kann sich komplett, im persönlichen Sinne, neu erfinden.
Wohin braucht man das was man mitbekommen hat nicht mitnehmen? Vielleicht in den weiteren Lebenslauf?

Sich komplett neu erfinden? Große, große Frage. Wie geht das?
Hört man nicht von Stars und Sternchen, wenn sie sich mal wieder neu erfunden haben, immer mal wieder von Problemen mit
Süchten und psychischen Beeinträchtigungen?

Wie kann das Gehirn, das Gemüt und die Seele das überhaupt verarbeiten? Ich halte es für unmöglich.

Es wäre aber denkbar, wenn der ursprüngl. Mensch keinen Wesenskern mehr hätte, auf dem er normalerweise sein Leben
aufgebaut. Denn dann könnte er womöglich die Lücke mit dem füllen was ihm gefällt - sich neu erfinden, in jeder Weise.

Aber kommen dann nicht unweigerlich die Probleme. Wir haben schon darüber geschrieben. Wie z.B. die eigene Entfremdung, weil
die Basis immer mit Füllungen austauschbar ist und angefüllt werden kann wie man lustig und launisch ist.

Gewinnt man eine große Vielfältigkeit an menschl. Möglichkeiten, so verliert man auch einen großen Teil von positiver, empathischer
Menschlichkeit. Ist das so, oder vielleicht ganz anders?

Damit habe ich keine Erfahrung. In mir gibt es nur mich. Den Gedanken finde ich aber trotzdem sehr reizvoll. Ausprobieren würde ich
es aber nur, wenn ich nachher nicht von mir selber entmenschlicht bin/wurde.

Hast du damit einen Sack voller Probleme gegen einen anderen Sack voller Probleme getauscht. Warum will man sein persönliches
Päckchen austauschen? Aber natürlich, ich verstehe es. Es gibt sogar Gründe weswegen ich es selber versuchen würde.
Aber die Aussicht ein psychisches Wrack zu werden hält mich davon ab. Ich hätte grundlegend was dagegen mich mit Psychopillen
vollzustopfen um später meine Diskrepanzen auszuhalten. Der Weg zurück zu einer festen und dauerhaften Persönlichkeit ist dann
bestimmt erschwert.
Eljon schrieb:Ja, aber die Antwort geht mit deiner Erfahrung nicht konform. Die Seele kommt aus der Entscheidung.
Wie kommst du da drauf. Ist deine Seele gleichbedeutend mit der Entscheidung wer du sein willst? D.h. du entscheidest dich mal
wieder für einen Persönlichkeitswechsel und im gleichen Zuge passt du deine Seele dem an, damit sie zueinander passen.
Etwa in dem Dreh?
Eljon schrieb:Weil das Diesseits einer Illusion gleicht. Wenn man tief genug taucht, erkennt man den Grund dessen.
Dem stimme ich sehr gerne zu. Da dieses Diesseits aber so gewichtige Bedeutungen hat, kann ich es nicht vom Tisch wischen, auch
wenn ich es noch so gerne wollte. Kannst du mir den Grund nennen, warum du das Diesseits als Illusion erkannt hast?
Das es aber eine ist, steht auch für mich außer Frage. Um das so sehen zu können habe ich auch schon zuviele dbzgl. Erfahrungen
gemacht in vielen Jahren.


Für mich ist die Seele nicht zerstörbar. Nach dem Ableben des Körpers wird sie weiterhin bewusste Wahrnehmungen machen, nur
die Umwelt wird eine ganz andere sein, von unserm Verständnis aus betrachtet.

Wo besteht der Vorteil hier die Seele den Entscheidungen unterzuordnen. Und woher kommen die Entscheidungen?
Aus dem freien Willen? Wo ist die Reglementierung mich für Gutes oder Böses zu entscheiden?


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Der Drache - Die Person - und der Spielplatz des Drachen

23.06.2019 um 19:24
@kelten-maisie
kelten-maisie schrieb:Wohin braucht man das was man mitbekommen hat nicht mitnehmen? Vielleicht in den weiteren Lebenslauf
In das Leben, das man führt.
kelten-maisie schrieb:Sich komplett neu erfinden? Große, große Frage. Wie geht das?
Hört man nicht von Stars und Sternchen, wenn sie sich mal wieder neu erfunden haben, immer mal wieder von Problemen mit
Süchten und psychischen Beeinträchtigungen
Aus persönlicher Sicht gibt es da viele Wege. Ein ganz simples Beispiel. Wenn man sein Leben lang Raucher war, kann man sich dahingehend so sehr ändern, das einem jedesmal übel wird, wenn man eine Zigarette nur sieht oder sogar an sie denkt. Man kann sich dahingehend komplett neu erfinden. Das kann man mit jeder Einstellung machen. Meditieren ist da zum Beispiel der härtere, da man viel geduld braucht, aber effizientere Weg. Man kann sich auch durch autosuggestionen von bestimmten Verhaltensweisen befreien. Es gibt viele Techniken da draußen, von denen ich genau so wenig weiß. Das einzige was ich angewendet habe ist Meditation und autosuggestionen.
kelten-maisie schrieb:Aber kommen dann nicht unweigerlich die Probleme. Wir haben schon darüber geschrieben. Wie z.B. die eigene Entfremdung, weil
die Basis immer mit Füllungen austauschbar ist und angefüllt werden kann wie man lustig und launisch ist
Ja, Entfremdung ist da passend. Man entfremdet sich aber nur von dem, was man persönlich gelernt hat.
kelten-maisie schrieb:Gewinnt man eine große Vielfältigkeit an menschl. Möglichkeiten, so verliert man auch einen großen Teil von positiver, empathischer
Menschlichkeit. Ist das so, oder vielleicht ganz anders
Nicht wirklich. Welche vielfältige Möglichkeiten hat der Mensch in Wirklichkeit? Entweder Leben oder Tod.

Es gibt ein Sprichwort,

Sterbe bevor du lebst, um zu leben, bevor man stirbt.

Klingt erstmal ziemlich widersprüchlich. Doch bei genauer Betrachtung...der Mensch wird geboren, lebt und stirbt. Im Leben an sich gibt es zwar vielfältige Möglichkeiten sein Leben zu gestalten, doch letztendlich muss man am Ende alles hinter sich lassen. Der Aufwand der betrieben wird, um sich selbst zu finden, sein Ego zu ergründen, dauert mindestens ein Leben lang. Man hat vorher aber die Möglichkeit schon im Leben an sich innerlich zu sterben um Grund dessen, den Beweggrund zu sehen.

So muss man keine Achterbahnfahrt des Lebens fahren und Zustände über sich ergehen lassen die einen zwar erfahrener machen aber eben auch auf eine Fahrt mit nimmt.
kelten-maisie schrieb:Damit habe ich keine Erfahrung. In mir gibt es nur mich. Den Gedanken finde ich aber trotzdem sehr reizvoll. Ausprobieren würde ich
es aber nur, wenn ich nachher nicht von mir selber entmenschlicht bin/wurde.

Hast du damit einen Sack voller Probleme gegen einen anderen Sack voller Probleme getauscht. Warum will man sein persönliches
Päckchen austauschen? Aber natürlich, ich verstehe es. Es gibt sogar Gründe weswegen ich es selber versuchen würde.
Aber die Aussicht ein psychisches Wrack zu werden hält mich davon ab. Ich hätte grundlegend was dagegen mich mit Psychopillen
vollzustopfen um später meine Diskrepanzen auszuhalten. Der Weg zurück zu einer festen und dauerhaften Persönlichkeit ist dann
bestimmt erschwert.
Das kann natürlich auch schief gehen. Doch das kann es auch bei einer festen Persönlichkeit. Und das tut es in beiden Fällen ja auch, wie man auf der Welt erkennen kann.

Deshalb ist es ratsam einzelschritte zu gehen. Ich bin da eher mit dem Kopf durch die Wand, was sehr viel Staub aufgewirbelt hat. 🤭
kelten-maisie schrieb:Wie kommst du da drauf. Ist deine Seele gleichbedeutend mit der Entscheidung wer du sein willst? D.h. du entscheidest dich mal
wieder für einen Persönlichkeitswechsel und im gleichen Zuge passt du deine Seele dem an, damit sie zueinander passen.
Etwa in dem Dreh?
Nein, ich meinte eher....ohne die Entscheidung wärst du nicht der, für den du dich hältst.
kelten-maisie schrieb:Dem stimme ich sehr gerne zu. Da dieses Diesseits aber so gewichtige Bedeutungen hat, kann ich es nicht vom Tisch wischen, auch
wenn ich es noch so gerne wollte. Kannst du mir den Grund nennen, warum du das Diesseits als Illusion erkannt hast?
Das es aber eine ist, steht auch für mich außer Frage. Um das so sehen zu können habe ich auch schon zuviele dbzgl. Erfahrungen
gemacht in vielen Jahren.
Wenn man die Menschen und damit auch sich betrachtet, erkennt man, das bei jedem Menschen etwas bestimmtes vorherrscht. Der Wille. Ohne den Willen gebe es kein Ego, gebe es keine Wirklichkeit, gebe es keine Gedanken. Das bedeutet, wenn man tief genug taucht, dann erkennt man, das der Grund für alles um einen und in einem der Wille ist. Der Wille zu überleben gehört genau so dazu wie der Wille des Lebens. Will man überleben, dann muss man kämpfen. Will man Leben, dann hat man mit der Geburt sein Ziel schon erreicht. Die Auswirkungen sind verschieden, weil jeder etwas anderes will. Doch die Ursache für all das bleibt derselbe. Der Wille.

Die Illusion entsteht durch diesen Grund. So lange man will, so lange wird man auch der Illusion unterliegen, das es da einen Anfang und ein Ende gibt. Was wiederum zu der kosmischen Achterbahn führt. Leben und Tod.
kelten-maisie schrieb:Wo besteht der Vorteil hier die Seele den Entscheidungen unterzuordnen. Und woher kommen die Entscheidungen?
Aus dem freien Willen? Wo ist die Reglementierung mich für Gutes oder Böses zu entscheiden?
Der freie Wille besteht frei. Würde der freie Wille etwas wollen?


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Der Drache - Die Person - und der Spielplatz des Drachen

23.06.2019 um 19:49
Kannst du mir ganz ehrlich sagen, ob du mit dieser Art Leben gut gefahren bist bisher oder ob du es in der Rückschau doch lieber
anders gemacht hättest. Vorausgesetzt die Möglichkeit bestand dazu es anders zu machen. Wenn nicht, ist das ein ganz anderes Ding, was du erklären müsstest damit ich es verstehe.

Bist du glücklich geworden damit und erfolgreich, so dass du sagen kannst der ganze Aufwand und das tiefe Tauchen haben sich
gelohnt für dich? Das tiefe Tauchen zum erkennen der Täuschungen ist aber etwas was andere auch können, kommt wohl nur darauf an
wie tief.

Hast du gesundheitliche oder psyschiche Probleme davon getragen oder geht es dir in deiner Haut gut?

Körper und Psyche sind doch bekanntlich untrennbar für eine Rundumgesundheit? So sehe ich es jedenfalls.

Du kannst jetzt natürlich zu allem ja sagen. Es ginge und geht dir gut. Du hast keine Probleme, weder psychisch noch körperlich.
Dein ganzes Wesen hat sich allen Entwicklungen nicht entgegengesetzt. USW.

Du könntest alle Vorzüge und Vorteile aufzählen. Und mich überzeugen wollen das es so stimmt.

Aber würde ich dir glauben?

Hierauf kannst du antworten, dass es keine Rolle spielt ob ich dir glaube oder nicht. Es sei einfach so.

Wie wirst du antworten?

Da stellt sich natürlich die Frage warum wir so tiefgehend geschrieben haben. Welche Motivation ist für dich dahinter?

Du kannst mich auch zu meiner Motivation fragen.


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