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Ist das "Ego" das Problem?

158 Beiträge, Schlüsselwörter: Denken, Maya, EGO

Ist das "Ego" das Problem?

16.09.2020 um 12:38
Zitat von KL21
KL21
schrieb:
Eben, weil es zuviel Lektüre darüber gibt, war es mir möglich schnell und einfach eine Erklärung zu formulieren, denn irgendwo muß ich mein Wissen ja herhaben oder ? Außerdem was gute oder schlechte Lektüre ist kann ich mit einigen Semestern Psychologiestudium eigentlich schon beurteilen.
Musst du ja, das ist aber für mich nicht endgültig. Deine Erklärung ist eine rein rationale Erklärung und auch von dem Standpunkt völlig richtig, ich widerspreche dir ja nicht, nur denke ich eben da kann man noch mehr in die Tiefe gehen.

Religion und Spiritualität sind tief in der Geschichte der Menschheit verankert und religiöses Denkgut und Riten sind über alle Kontinente zu allen Zeiten gegenwärtig, die Ähnlichkeit dieser Prozesse lässt doch unweigerlich einen Schluss zu und zwar das man dem ganzen mehr Aufmerksamkeit schenken sollte.

Für dich als angehenden Psychologen sollte das ebenfalls von Interesse sein, denn in der menschlichen Psyche scheint das Gedankengut ja verwurzelt und man wird sicher häufig die Sinn Frage gestellt bekommen.

Ich denke was gut und was schlecht ist, sollte jeder für sich entscheiden.

Meine Interesse gilt derzeit Jung, keine Ahnung ob man den Mann jetzt als Gut oder schlecht bewerten will, mir ist bewusst dass er des Öfteren in der Kritik stand, ich kann dem bis jetzt nicht zustimmen.

Eines muss ich aber noch los werden, wenn du mit Referenzen kommst und dich aufplusterst macht dich das nicht glaubwürdiger, im Gegenteil und das meine ich nichtmal böse, es ärgert mich nur dass man sowas in eine Diskussion einbauen muss, das nimmt die Lust am gemeinsamen Denken weil ich denn glaube du hältst dich für wissender und lässt keine andere Meinung zu.

Auf dieser Grundlage kannst du dich weder in den Schreiber hineinversetzen noch will dich jemand anhören, du schaffst eine Kluft die unüberwindbar wird, das sind keine guten Eigenschaften für jemanden der evtl Leute therapieren wird.



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Ist das "Ego" das Problem?

16.09.2020 um 13:06
Zitat von baackpapier
baackpapier
schrieb:
denn in der menschlichen Psyche scheint das Gedankengut ja verwurzelt und man wird sicher häufig die Sinn Frage gestellt bekommen.
Ja sicher. Wo ist der Sinn ? Das ist global und umfassend die Frage aller Fragen. Da man die Antwort nicht definitiv wissen kann, erfindet man sich eben jeweils eine, welche zur eigenen Kultur und Geschichte passt. Die Ähnlichkeiten der Kulturen kommen daher, das alle Kulturen ähnlich denken, weil sie eben aus Menschen bestehen. Das ist die verbindende Gemeinsamkeit .



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Ist das "Ego" das Problem?

16.09.2020 um 14:00
@KL21
Zitat von KL21
KL21
schrieb:
Ja sicher. Wo ist der Sinn ? Das ist global und umfassend die Frage aller Fragen. Da man die Antwort nicht definitiv wissen kann, erfindet man sich eben jeweils eine, welche zur eigenen Kultur und Geschichte passt. Die Ähnlichkeiten der Kulturen kommen daher, das alle Kulturen ähnlich denken, weil sie eben aus Menschen bestehen. Das ist die verbindende Gemeinsamkeit .
Es tut mir leid ich will nicht auf irgendwas beharren aber das ist mir halt zu wenig.

Die Erfindung solcher Riten, Religionen, Spirituellen Gedankengut setzt ja schon mal ein kreatives Denken voraus. Die grobe Gemeinsamkeit die jede Kultur hat ist die Idee einer „Seele“ immer etwas anders formuliert oder ausgedrückt, lassen wir das spirituelle bei der Seite und überlegen uns ob wirklich Angst und Unverständnis diese Idee hervorgerufen hat oder könnten es andere Gründe sein?

Das kreative im Menschen wird nicht unbedingt von dem rationalen Verstand Im Menschen hervorgerufen. Soll heißen wenn ein Mensch eine Religion, eine Idee, eine spirituelle Erfahrung macht, tut er dies meist nicht absolut bewusst, sondern eher unbewusst. Den Prozess finde ich schon sehr aufregend.

Außerdem scheinen ja nicht alle Menschen in einer Gesellschaft von der selben spirituellen Idee überzeugt gewesen zu sein. Je größer eine Gesellschaft,desto eher die Wahrscheinlichkeit dass es Meinungsverschiedenheiten gibt, Abwandlungen einer Religion usw.

Wenn jetzt also jemand sich bewusst hinsetzt und eine Geschichte erfindet, um den Verlust und den Schmerz seiner geliebten Mitmenschen zu verkraften dann wäre die Erklärung eine unsterblichen Seele eine Option. Da ja alle Menschen gleich denken, kommen alle auf ähnliche Ergebnisse und wieder auf ähnliches Spirituelles Gedankengut aber ich frage mich ob dafür der Gedankenprozess verantwortlich ist und das Bewusstsein der eigenen Sterblichkeit,
oder ob diese Ideen noch tiefer aus der Psyche kommen.

Ich glaube nicht das ein Volk sich bewusst entschieden hat, dieses oder jenes zu „glauben“. Ich behaupte das sich das entwickelt hat, durch Emotionen, Beobachtung und nicht durch „nachdenken“ und pures rationales Denken.

Das allein finde ich schon spannend.

Demnach kann ich deiner Erklärung in paar Sätzen nichts abgewinnen, da der evolutionäre Prozess zum spirituellen und religiösen so riesig ist, dass man dem mehr Beachtung schenken sollte.

Von oben herab mag das Erbe unserer Vorfahren primitiv wirken und wir sehen uns heute in einer Position in der wir nur müde lächeln können, wenn man an Opfergabe denkt und an Götter die Blitze aus Zorn auf uns schmeißen.

Trotzdem steckt in dem ein schöpferischer Prozess den man nicht abtun und ignorieren sollte sondern man sollte es versuchen besser zu verstehen, denn ich glaube das sagt viel über uns Menschen aus.

Du z.b auch wenn du es nicht zugeben willst, was treibt dich zu diesem Thread? Warum diskutierst du über etwas das dir klar sein sollte, wir alle beschäftigen uns mit den großen Fragen des Lebens, die einen mehr, die anderen weniger aber es treibt uns von innen her an.

Der Intellekt steht es uns meiner Meinung nach öfter im Weg als wir glauben, er steht uns im Weg bei der geistigen Reifung, nicht bei dem erlernen eines akademischen Grades.

Das ganze hat nichts mit Esoterik oder Spiritualität zutun sondern wir sprechen von dem ergründen und verstehen des evolutionären Reifungsprozess der Menschheit und wie Religion scheinbar auch psychologische Salpeters im Menschen aufweist, lebensweisheiten die heute noch aktuell sind, trotz unserer technischen und intellektuellen Überlegenheit, so glauben wir jedenfalls.

Ich halte unsere Zeit für arrogant und Natur fremd, guck dir die Welt doch an? Empfindest du nicht dass wir uns ein Stück weit von unser eigenen Natur entfernt haben? Wir sind aus der Natur entstanden und entfernen uns von ihr.

Auch wenn du kein Gott hast, ist die Erde und die dazugehörige Natur dein Ursprungsort und selbst das ignorieren wir meist.

Jung hat mal gesagt wir glauben wir würden die Natur kontrollieren können, dabei können wir nichtmal unserer eigene innere Natur kontrollieren.

Das seh ich auch so. Wir entfremden uns und ich bin der Meinung wenn man die Menschheit ergründen will und sich selbst, dann ist das spirituelle Erbe unserer Vorfahren eine interessante Quelle.



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16.09.2020 um 18:30
Zitat von baackpapier
baackpapier
schrieb:
und überlegen uns ob wirklich Angst und Unverständnis diese Idee hervorgerufen hat oder könnten es andere Gründe sein?
Es gab eine Epoche welche sich das magische Zeitalter nannte. Zu dieser Zeit war alles magisch, also auch das Denken.
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Magisches Denken bezeichnet in der Psychologie eine Erscheinungsform der kindlichen Entwicklung, bei der eine Person annimmt, dass ihre Gedanken, Worte oder Handlungen Einfluss auf ursächlich nicht verbundene Ereignisse nehmen, solche hervorrufen oder verhindern können. Herkömmliche Regeln von Ursache und Wirkung werden ignoriert.[1]

In der Anthropologie steht magisches Denken für magische Vorstellungen, die sich mit übernatürlichen Mächten beschäftigen und sich in Ritualen äußern, die dem Wohl der Gemeinschaft dienen sollen.
Quelle: Wikipedia: Magisches_Denken
Der Anthropologe Edward Burnett Tylor prägte den Begriff „assoziatives Denken“ als eine Form des vorrationalen, magischen Denkens, das noch immer in Stammeskulturen zu beobachten ist.
Quelle: Wikipedia: Magisches_Denken#Magisches_Denken_in_Stammeskulturen

Rationales denken wird erst im Laufe von langen Entwicklungsstadien erworben, nach und nach, ist zunächst nicht angeboren, sondern wird erworben. Das heißt, je weniger Rationales kognitiv eingeordnet werden kann, desto weniger hat es Bedeutung, weil es noch nicht von erlerntem Wissen beeinflußt ist. Ein Kleinkind hat noch viel Fantasie und sieht die Dinge entsprechend aus einer fantasievollen und naiven Perspektive. Genauso verhält es sich mit der gesamten Entwicklungsgeschichte der Menschheit und den verschiedenen Kulturen, welche sich eben auch auf unterschiedlichen Entwicklungssträngen befinden. Da werden z.B. Wolkenformationen zu Raumfahrzeugen und ein Gürteltier zum Monster oder ein von gelbem Schlamm bedeckter Elefant zum Ungeheuer. Da ist kein Geheimnis, da ist letztendlich nur Unwissen über die Realität. Aus all diesen Eindrücken haben die verschiedenen Kulturen Rituale entwickelt um die Monster und Ungeheuer zu besänftigen, das gilt besonders für Naturkatastrophen und die zerstörerische Kraft der Elemente, wenn sie nicht mehr beherrschbar sind.



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19.09.2020 um 17:25
Vieles was wir tun und wie wir die Welt verstehen,basiert auf Prägung.
Für mich ist jeder Mensch ein individuelles "Wahrnehmungsuniverum",ist es vielleicht DAS was Ego genannt wird?
Ich frage nochmal ,warum sollte man das auflösen wollen?
Meinem Glauben nach,wird das mit dem Tod sowieso passieren.
Entweder sind wir dann nicht mehr existent *bup ,zack ,weg* ,oder unser Körper löst sich von der Seele/höheres Bewusstsein.
Der "Ego Death" wird so oder so kommen. Unser Ego "Wahrnehmungsuniversum" ist an diese materielle Existenz gebunden.
Die im Grunde nur ein Konstrukt unseres Gehirns ist .Durch unsere wenigen Sinne decodiert. Das "SO" wie wir die Welt wahrnehmen.
Wenn man mal drüber nachdenkt,das das meiste was wir wahrnehmen ,in unser Unterbewusstsein und nur ein klitze kleiner Teil,in unser "Wachbewusstsein" dringt..unser Hirn die "Realität" aus 40 Eindrücken von Millionen zusammen bastelt, man im Grunde immer nur eine ( ungenaue)Kopie der Realität erfahren kann. Ist das Ego auflösen selbst eine Illusion.
Trinkt doch Ayahuasca xD...*lach* ...



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19.09.2020 um 17:39
Und nochmal zu Hitler und ähnliche Konsorten:

Das dieses Individuum an einer psychischen Erkrankung "litt" ,ich tippe mal auf Megalomanie,Narzissmus ,vllt auch auf die "dunkle Triade"...sollte jedem klar sein,der sich damit auseinander gesetzt hat. Ich habe mich sogar etwas mit seinem Horoskop befasst.
Er hat seine Kreativität als zerstörerische und brutale Kraft umgesetzt.
Leider wirken solche Individuen auf die Masse charismatisch.^^
Einem Depressiven wird kaum einer folgen.
Die Schuld immer nur bei dem Individuum zu suchen, halte ich für falsch.
Hitler hätte das alles nicht durchsetzen können,wenn die Nation nicht mitgemacht hätte.
War n scheiß Zeitgeist...und Menschen die sich damit nicht wirklich befasst haben,traurigerweise gibt es sehr Viele, werden für dieses "Charisma" immer anfällig bleiben.
Wenn Menschen orientierungslos sind, vielleicht sogar ohne gesundes Ego! dann folgen sie ohne zu hinterfragen!
Diese Entwicklung ist momentan auch zu beobachten...



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19.09.2020 um 17:50
Zitat von Nimmermehr
Nimmermehr
schrieb:
Diese Entwicklung ist momentan auch zu beobachten...
Stimmt, aber die Menschheit ist ja gewarnt und wird hoffentlich nicht nochmal auf eine so kranke Gestalt reinfallen.



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19.09.2020 um 17:53
Corona kann so manch einen ziemlich bis ins Mark treffen.^^
Solche Situationen können dazu führen, dass nach jemandem gesucht wird, "der weiß wo es lang geht".
Die Demos z.B wo Esoteriker zusammen mit Rechten marschieren....ist sehr beunruhigend.



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19.09.2020 um 18:16
Zitat von Nimmermehr
Nimmermehr
schrieb:
Wenn Menschen orientierungslos sind, vielleicht sogar ohne gesundes Ego! dann folgen sie ohne zu hinterfragen!
Darum ist die Frage nicht ob man das Ego auflösen sollte,sondern ob man es "umprogrammieren" sollte.
Ich z.B habe "bad habits" ,wo ich erkenne das die aufoktroyiert *<- schönes Wort* sind,nicht meiner eigenen Wahrnehmung entspringen.
Mein Gehirn ist in der Lage zu analysieren,was von mir kommt und was von anderen.
Dann bekomme ich die Info "das hat deine Mutter so empfunden und gesagt" bist das wirklich du?
Wenn ich Dinge wahrnehme und bewerte funktioniert das genauso: "Siehst du es so,oder hat jemand anders es so gesehen?"
Mein Ego besteht also aus den Egos anderer! Will ich das? Definitiv Nein.
Ich will kein Sammelbecken anderer Egos sein, ich will Ich sein!
Ich bin Sternzeichen Fische,funktioniere da wie Wasser,empfänglich,informationsspeichernd.
Darum geht es bei mir weniger um Auflösung,darin bin ich nämlich eine unfreiwillige Meisterin xD...



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Ist das "Ego" das Problem?

19.09.2020 um 18:25
Zitat von Nimmermehr
Nimmermehr
schrieb:
Darum ist die Frage nicht ob man das Ego auflösen sollte,sondern ob man es "umprogrammieren" sollte.
Warum solle aber ein Mensch, der mit seinem "Holzhacker Ego" gut durch die Welt kommt, auf so eine Idee kommen?
"Never change a running system!"
Menschen die selbst reflektiv sind können das...aber dazu muss man erst einmal in den Spiegel sehen können!



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19.09.2020 um 21:28
Zitat von Nimmermehr
Nimmermehr
schrieb:
Die Demos z.B wo Esoteriker zusammen mit Rechten marschieren....ist sehr beunruhigend.
Esoteriker gibt es quer durch die Gesellschaft und nicht nur bei den Rechten. Man muß heutzutage sehr differenziert urteilen, damit man nicht in's Leere trifft.



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19.09.2020 um 22:30
Zitat von KL21
KL21
schrieb am 16.09.2020:
Eben, weil es zuviel Lektüre darüber gibt, war es mir möglich schnell und einfach eine Erklärung zu formulieren, denn irgendwo muß ich mein Wissen ja herhaben oder ? Außerdem was gute oder schlechte Lektüre ist kann ich mit einigen Semestern Psychologiestudium eigentlich schon beurteilen.
da moechte ich dir aber absolut widersprechen. aus dieser art belehrung ergiesst sich mir lediglich eine gehoerige portion ueberheblichkeit ueber die anderen hier, denn im grunde behauptest du ja wegen ein paar vorlesungen (Ohne dabei den lehrstoff zu nennen!) weisst du automatisch was "gute" und was "schlechte" lektuere fuer den suchenden sei.(lebenserfahrung: jeder liest stets genau jene art lektuere, die ihm im moment die richtige ist)
ich darf dich erinnern dass es eine fuelle schlechter psychologen gibt, die alle vergessen haben, das der gegenueber ein zweifelnder oder hilfloser mensch ist, der das beduerfnis hat zu wachsen und nicht etwa belehrt zu werden darueber, was "gut" und was "schlecht" ist fuer ihn. jeder mensch hat das grundrecht fehler zu machen, denn nur daraus kann er lernen und - darauf kommt es an, innerlich zu wachsen.
und das ist ja wohl das ziel aller philosophie und menschenerkenntnis. keine flutschigen menschen die allesamt "richtige" lektuere lasen, sondern handfeste menschen, die selbstbewust im leben stehen.
fuer mich, ohne dich abwerten zu wollen, ist deine reaktion jene des typischen "ego-vertreters", der sagt, hoert auf mich, ich weiss es besser .
nein, das weisst du nicht.



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19.09.2020 um 23:01
Zitat von baackpapier
baackpapier
schrieb am 16.09.2020:
Religion und Spiritualität sind tief in der Geschichte der Menschheit verankert und religiöses Denkgut und Riten sind über alle Kontinente zu allen Zeiten gegenwärtig, die Ähnlichkeit dieser Prozesse lässt doch unweigerlich einen Schluss zu und zwar das man dem ganzen mehr Aufmerksamkeit schenken sollte.
ich kann dich nur bekraeftigen.
vorausgeschickt: seit 25 jahren lebe ich in lateinamerika.
ich erlebe den unterschied zwischen dem kuehl-rationalem deutschland und der emotionalen spiritualitaet mittelamerikas.

ich erfahre in deutschland kirchenhass, religiosverachtung, unfriede, missgunst, herzlosigkeit.
konkreter: bei uns werden die kinder von geburt an von der mama auf dem arm getragen, ueberall mitgenommen, sie schlafen im zimmer der eltern, sind nie alleine und wenn mama oder papa nicht kann, gibt es das groessere bruederchen oder schwesterchen.

in deutschland ist man stolz dem kind ein eigenes zimmer bieten zu koennen, dass es alleine schlaeft ohne mama und papa, es wird ueberwacht durch elektronik und wenn es nachts wach wird, muss es erst mal schreien, um auf sich aufmerksam zu machen.

in mittelamerika gibt es so gut wie keine quengelnde und sich auf dem boden werfende schreiende kinder.
bei euch aber zuhauf. das ist sogar mir aufgefallen.

dass hier ein zusammengang zwischen der vereinsamung von kleinkindern und der dauerhaften emotionalen naehe zur familie besteht, liegt auf der hand (deutsche kinderaerzte, die in spanien arbeiten, haben das mal vor jahren in eurem fernsehen erklaert)

aber es ist ja nicht nur das emotionale, sondern die auswirkung geht ins spirituelle. diese kleinen kinder werden mitgenommen zur kirche, gebetskreise, gottesdienste. sie lernen zuhause beten und danke fuers essen angott zu richten.

hier bei allm finden sich eine fuelle von teils widerlichen aeusserungen ueber gott, spiritualitaet, religion usw. das ist die struktur deutschlands (aus meiner sicht)
man darf die sehnsucht des menschen nach spirituellen antworten keinesfalls abwerten oder rationalisieren.
ich habe etwa 15 jahre unter indios gelebt und sehe sie heute noch mit tiefem respekt ihre spirituelle ahnen begruessen. die archaeologie versucht mit zahlen und ratio die jahrtausend alte kultur der indios zu erklaerne, aber was sie nicht kann und macht und weiss, sind die wirklichkeiten wie tongefaesse, zeichnungen, gestaltungen in zusammengang mit der spiritualitaet dieser menschen zu bringen. fuer indios ist alles, stein, baum, wort, goettlich. aber nicht im sinne von naturphaenomenen-erklaerung, sondern von religioesitaet, lebensentwurf. harmonie der welt und des menschen. darum geht es.

ich kann hier alles nur kurz anreissen, betone aber dass spirituelles und familiaeres und damit auch gesellschaftliches auf einer ebene liegt.
man muss sich einlassen (hinein lassen) um zu verstehen. das geht nicht mit richtigen oder falschen buechern, sondern ueber den mut, den willen, sich selber zu stellen.



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19.09.2020 um 23:10
Zitat von KL21
KL21
schrieb am 16.09.2020:
Da man die Antwort nicht definitiv wissen kann, erfindet man sich eben jeweils eine, welche zur eigenen Kultur und Geschichte passt.
das ist unsinn. das wesen der religion ist ueberall auf der welt identisch, egal welcher kultur.
im grunde geht es darum, an was der mensch innerlich wachsen kann, und am glaube an gott (als beispiel) gibt es die moeglichkeit innerlich zu wachsen. ob buddhismus, christentum oder moslem, immer dreht es sich um die frage, was muss ich tun um ein zufriedener, ein guter mensch zu sein.
diese antwort gibt dir keine partei, keine arbeit, nicht mal die liebe. denn wenn deine liebe stirbt, bis du wieder so alleine wie zuvor.
antworten geben kann nur, was dich als sterblichen menschen ueberdauert. und das ist gott, das spirituelle.



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20.09.2020 um 02:19
Zitat von happyisla
happyisla
schrieb:
ob buddhismus,
benötigt Buddhismus zwingend Götter?
Zitat von happyisla
happyisla
schrieb:
und das ist gott, das spirituelle.
Karma und Samsara kommen ohne Götter aus.



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20.09.2020 um 03:20
Zitat von Kybela
Kybela
schrieb:
happyisla schrieb:
ob buddhismus,
benötigt Buddhismus zwingend Götter
es waere nett, wenn du nicht nur eine frage einwirfst, sondern auch eine eigene antwort gibst
danke



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20.09.2020 um 03:22
Zitat von Kybela
Kybela
schrieb:
happyisla schrieb:
und das ist gott, das spirituelle.
Karma und Samsara kommen ohne Götter aus.
aber du hast schon verstanden, dass es um "Hoehere werte" geht und nicht um eine bestimmte gottheit?



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20.09.2020 um 03:27
Zitat von Kybela
Kybela
schrieb:
benötigt Buddhismus zwingend Götter?
Zitat von Kybela
Kybela
schrieb:
Karma und Samsara kommen ohne Götter aus.
Zitat von happyisla
happyisla
schrieb:
aber du hast schon verstanden, dass es um "Hoehere werte" geht und nicht um eine bestimmte gottheit?
kybela hat da schon recht

der sinn des ganzen ist es zumindest nach meinem verständnis eins mit dem Wikipedia: Brahman_(Philosophie)

zu werden ob man das nun als "gott" beziechnen kann ? ich weiß es nicht
Brahman ist ein unpersönliches Konzept vom Göttlichen, das keinen Schöpfer und keinen Lenker beinhaltet, ein Urgrund des Seins, ohne Anfang und ohne Ende. Und doch bildet es den gedacht chronologischen Anfang allen Seins. Denn dies, so die Philosophen der Upanishaden, ist die notwendige Voraussetzung dafür, dass alles Materielle und Geistige überhaupt erst entstehen kann. Obwohl attributlos, wird Brahman doch als Sat-Chit-Ananda (Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit) beschrieben. Wie sonst, so die frühen Überlegungen, hätte es selbst Bewusstsein erzeugen können. Demnach kann es auch nicht gänzlich als substanzlos bezeichnet werden. Denn geht man davon aus, dass es Materie hervorbringen kann, muss es selbst Substanz besitzen. Brahman ist omnipräsent, in Geist und Materie, als unsichtbare, unhörbare und undenkbare Kraft. Es ist auch das Unsterbliche, das über den Göttern steht. Es wird auch als Avyaktabrahman (Sanskrit n., अव्यक्तब्रह्मन् avyaktabrahman) genannt, das ist der „göttliche Urgrund“ (Brahman) in seiner, für den Menschen, nicht offenbaren Form. Avyaktabrahman ist das Göttliche an-sich in seiner nicht manifestierten Gestalt, der Urgrund der Welt.
Zitat von happyisla
happyisla
schrieb:
es waere nett, wenn du nicht nur eine frage einwirfst, sondern auch eine eigene antwort gibst
danke
manche fragen können einem mehr antworten liefern als eine direkte antwort finde ich



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happyisla
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20.09.2020 um 03:35
Zitat von sarevok
sarevok
schrieb:
manche fragen können einem mehr antworten liefern als eine direkte antwort finde ich
sie macht das immer so. mich nervt das mitlerweile.
ausserdem bin ich nicht schueler des platon, der durch stetes fragen die schueler motivieren wollte doch selber zu denken
darueber hinaus kenne ich die beiden genannten personen nicht. erklaerungen fuer trottel wie mich waeren nett.



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20.09.2020 um 03:58
Zitat von happyisla
happyisla
schrieb:
mich nervt das mitlerweile.
eigentlich wollte ich jetzt fragen, was höhere Werte sind und ob diese spirituell erklärt werden müssen.
und warum sie zwingend das hier sind:
Zitat von happyisla
happyisla
schrieb:
das wesen der religion



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