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Ist das "Ego" das Problem?

331 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Denken, Maya, EGO ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
sarevok Diskussionsleiter
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Ist das "Ego" das Problem?

19.07.2020 um 07:12
Zitat von NimmermehrNimmermehr schrieb:Wahrscheinlich ein Psychopath^^...
Warum wird denn jetzt Ego mit Psychopathie gleich gesetzt?

Ein Ego ist doch bloß ein Konstrukt aus verschiedenen ,individuellen Charaktereigenschaften
na weil ein übersteuertes ego zu eben solchen eigenschaften führt das ist doch offensichtlich
Zitat von NimmermehrNimmermehr schrieb:Wie könnten natürlich auch alle identisch sein,alle ohne Ego, alle ohne individuelle Charaktereigenschaften,Interessen,Vorlieben und Abneigungen...
mir scheint du hast da etwas nicht verstanden das ego

ist NICHT die persönlichkeit das ego ist ein konstrukt das wir selbst erschaffen haben


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Ist das "Ego" das Problem?

19.07.2020 um 07:17
Zitat von kybelakybela schrieb:ich rate, dass es nur um die Ausprägung geht.
ein kleines ego ist ein schwacher Motor, ein großes ein großer Motor. Was damit angetrieben wird, sollte die Frage sein?
also nach c.g. jung ist das ego

der vermittler zwischen trieb und über ich

wo siehst du an diesem punkt einen motor ?


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Ist das "Ego" das Problem?

19.07.2020 um 11:25
Zitat von sarevoksarevok schrieb:wo siehst du an diesem punkt einen motor ?
ich vertrete weder Freud, noch Jung :)

für mich ist Ego einfach nur ich bzw selbst.
ob und wie Tiere ein Ego haben (Spiegeltest), ist ein interessantes Thema.

und aus diesem Selbstbewusstsein würde ich nichts anderes ableiten, als die Frage, wie sehr man sich seiner selbst bewusst ist. Bzw wie sehr man sich selbst kennt. wie soll jemand, der sich selbst nicht kennt, viel erreichen können (von externen Dingen mal abgesehen)?


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Ist das "Ego" das Problem?

19.07.2020 um 14:05
Zitat von sarevoksarevok schrieb:mir scheint du hast da etwas nicht verstanden das ego

ist NICHT die persönlichkeit das ego ist ein konstrukt das wir selbst erschaffen haben
Ego = Das Selbst und worauf basiert ein Selbst?
Auf verschiedenen Charakterzügen sowie Lebenserfahrungen,Emotionen,Prägung durch das Umfeld, etc.
Das Selbstkonzept ist das hauptsächlich auf Erinnerungen beruhende Wissen, wer man selbst ist. Als empirisches Destillat unterliegt es in der Lebenszeit erheblichen Veränderungen.[16] Wie der sogenannte Spiegeltest zeigt, beginnen Kinder im Alter von etwa zwei Jahren mit der Entwicklung eines Selbstkonzeptes. Anfangs besteht es aus konkreten, beobachtbaren Eigenschaften wie Alter, Geschlecht, Haarfarbe usw. Im Laufe des Lebens kommen immer mehr Gedanken, Gefühle und abstrakte Konstrukte (Temperament, Nationalität, Religion usw.) dazu.[17] William James unterscheidet materielle Anteile (der eigene Körper, die eigene Familie, die eigenen Besitztümer usw.), soziale Anteile (die verschiedenen sozialen Rollen) und spirituelle Anteile (Einstellungen, moralische Urteile usw.). Eine andere Kategorisierung nimmt Sigrun-Heide Filipp vor, die deskriptive (Faktenwissen über die eigene Person wie: „Ich habe einen Sohn“) von evaluativen (Bewertungen über eigene Eigenschaften wie: „Ich bin eine gute Mutter“) Elementen trennt.[18]

Informationsquellen für das Wissen über sich selbst findet der Mensch

in der Beobachtung des eigenen Verhaltens (sog. reflexive Prädikatenzuweisung; s. Daryl J. Bems Selbstwahrnehmungstheorie)
in der Bewertung des eigenen Verhaltens (sog. ideationale Prädikatenzuweisung)
in Äußerungen von Mitmenschen (sog. direkte Prädikatenzuweisung)
in der Deutung der Reaktionen von Mitmenschen (sog. indirekte Prädikatenzuweisung)
im Vergleich mit Mitmenschen (sog. komparative Prädikatenzuweisung)[19]
Quelle:
Wikipedia

Meinst du das mit selbst erschaffen?
Also ich hatte als Kind keinen Katalog vor mir liegen, mit dem ich mir aussuchen konnte ,wie ich sein will und was ich zwischenzeitlich erleben will um so zu werden wie ich bin ,wenn ich groß und stark bin.
Von selbst erschaffen kann hier gar keine Rede sein. Ich nenne es Anpassung an die Umstände.
Und wenn das alles nicht die Persönlichkeit ist,was ist dann die Persönlichkeit?
Was bleibt übrig ,wenn wir das alles auflösen,wenn das alles nicht mehr vorhanden ist?
Was ich sowieso nicht für möglich halte ohne sich ne Eisenstange durchs Hirn zu rammen.
Zitat von sarevoksarevok schrieb:na weil ein übersteuertes ego zu eben solchen eigenschaften führt das ist doch offensichtlich
Eine psychische Störung ist also eine (Charakter)Eigenschaft .^^
Na, mal sehen ob du Schizophrenie oder Psychopathie mit einer Verhaltenstherapie weg kriegen kannst.


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19.07.2020 um 14:18
Abgesehen davon wenn das Ego ein selbsterschaffenes Konstrukt ist,wer erschafft dann das Ego?


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Ist das "Ego" das Problem?

19.07.2020 um 18:09
Zitat von NimmermehrNimmermehr schrieb:Eine psychische Störung ist also eine (Charakter)Eigenschaft .^^
Na, mal sehen ob du Schizophrenie oder Psychopathie mit einer Verhaltenstherapie weg kriegen kannst.
es ist soweit ich weiß allgemeines grundwissen

das ein übersteuertes ego nicht grade zu etwas gutem führt

eben aus dem grund schrieb ich ja auch das es gut wäre wenn emphatie und reflektion/meditation schon in der

schule gelehrt werden würden
Zitat von NimmermehrNimmermehr schrieb:Ego = Das Selbst und worauf basiert ein Selbst?
Auf verschiedenen Charakterzügen sowie Lebenserfahrungen,Emotionen,Prägung durch das Umfeld, etc.

Das Selbstkonzept ist das hauptsächlich auf Erinnerungen beruhende Wissen, wer man selbst ist. Als empirisches Destillat unterliegt es in der Lebenszeit erheblichen Veränderungen.[16] Wie der sogenannte Spiegeltest zeigt, beginnen Kinder im Alter von etwa zwei Jahren mit der Entwicklung eines Selbstkonzeptes. Anfangs besteht es aus konkreten, beobachtbaren Eigenschaften wie Alter, Geschlecht, Haarfarbe usw. Im Laufe des Lebens kommen immer mehr Gedanken, Gefühle und abstrakte Konstrukte (Temperament, Nationalität, Religion usw.) dazu.[17] William James unterscheidet materielle Anteile (der eigene Körper, die eigene Familie, die eigenen Besitztümer usw.), soziale Anteile (die verschiedenen sozialen Rollen) und spirituelle Anteile (Einstellungen, moralische Urteile usw.). Eine andere Kategorisierung nimmt Sigrun-Heide Filipp vor, die deskriptive (Faktenwissen über die eigene Person wie: „Ich habe einen Sohn“) von evaluativen (Bewertungen über eigene Eigenschaften wie: „Ich bin eine gute Mutter“) Elementen trennt.[18]

Informationsquellen für das Wissen über sich selbst findet der Mensch

in der Beobachtung des eigenen Verhaltens (sog. reflexive Prädikatenzuweisung; s. Daryl J. Bems Selbstwahrnehmungstheorie)
in der Bewertung des eigenen Verhaltens (sog. ideationale Prädikatenzuweisung)
in Äußerungen von Mitmenschen (sog. direkte Prädikatenzuweisung)
in der Deutung der Reaktionen von Mitmenschen (sog. indirekte Prädikatenzuweisung)
im Vergleich mit Mitmenschen (sog. komparative Prädikatenzuweisung)[19]
bitte verlinke doch auch den link als quelle nicht nur quelle hin schreiben

sonst weiß man ja nicht woher du wirklich deinen input hast

daher ist die frage eigentlich in 1. line von welchem modell du nun ausgehst
Zitat von NimmermehrNimmermehr schrieb:Abgesehen davon wenn das Ego ein selbsterschaffenes Konstrukt ist,wer erschafft dann das Ego?
hmmm, hast du grade keinen guten tag ?


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Ist das "Ego" das Problem?

14.09.2020 um 19:30
Zitat von NimmermehrNimmermehr schrieb am 19.07.2020:Abgesehen davon wenn das Ego ein selbsterschaffenes Konstrukt ist,wer erschafft dann das Ego?
wenn es selbsterschaffen ist sollte es doch eigentlich klar sein

wer es erschaffen hat oder etwa nicht ?

in einem anderen beitrag hatte ich mit jemandem den punkt das es einem die identität rauben würde sein ego zu bearbeiten

darauf hin stelle ich die frage was macht den menschen denn zum menschen wenn nicht die menschlichkeit ?
Karuna (Sanskrit: करुण karuṇa als Adjektiv kläglich, traurig, mitleidig und Pali: karuṇā; Mitgefühl, Mitempfinden, nicht Mitleid) ist ein zentraler Begriff der buddhistischen Geistesschulung und Ethik.

Er beschreibt die Tugend des Erbarmens, der Liebe und des (tätigen) Mitgefühls. Diese Geisteshaltung ist neben Metta (Liebende Güte), Mudita (Mitfreude) und Upekkhā (Gleichmut) eine der vier Grundtugenden (Brahmaviharas), die ein Bodhisattva auf seinem Weg, anderen zur Erleuchtung zu verhelfen, entwickeln sollte. Karuna ist eine Haltung des Mitgefühls, in der sich alle dualistischen Vorstellungen und die damit verbundenen Widerstände und Abneigungen auflösen: Allen Wesen und allen Erscheinungen dieser Welt wird mit derselben alles umfassenden Liebe und Hilfsbereitschaft begegnet. Die Tugend dieser Geisteshaltung wird im Mahayana-Buddhismus durch den Bodhisattva Avalokiteshvara verkörpert.

Von dem Wort „Mitleid“ unterscheidet es sich dadurch, dass „Mitgefühl“ zusätzlich zum Wahrnehmen des Leids auch den Wunsch und die Tat beinhaltet, das Leid zu lindern.
Wikipedia: Karuna
Metta (pali mettā; sanskrit maitrī ‚Freundschaft‘; engl. loving kindness) ist eines der 40 vom historischen Buddha Siddharta Gautama gelehrten Meditationsobjekte. Übersetzungen für metta sind: Freundlichkeit, Güte, aktives Interesse an Anderen, Liebe, Freundschaft, Sympathie. Metta wird häufig noch mit dem Terminus „liebende Güte“ oder „Allgüte“ übersetzt, da in den Augen mancher buddhistischer Autoren das Wort „Liebe“ zu stark mit Tendenzen des Habenwollens, also mit egoistischen Tendenzen behaftet ist.
Wikipedia: Metta


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Ist das "Ego" das Problem?

14.09.2020 um 20:04
hihii...


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Ist das "Ego" das Problem?

15.09.2020 um 04:22
@Nimmermehr
Es ist wissenschaftlich erwiesen (ich bin notirisch zu faul die Quellen rauszusuchen, aber notorisch gilt, gidf), das es Menschen gibt die von der Gehirnstruktur Psychopathen sein müssten, aber nicht sind. Sprich auch hier sind andere Faktoren ausschlaggebend. Vieles hängt auch mit der eigenen inneren Einstellung zusammen oder Einfluss durch das Umfeld.
Zitat von NimmermehrNimmermehr schrieb am 19.07.2020:Abgesehen davon wenn das Ego ein selbsterschaffenes Konstrukt ist,wer erschafft dann das Ego?
Mein Lacher um 4:20, danke! :D Eine Frage innerhalb einer Frage beantworten. Das Stilmittel kannte ich noch nicht :DDD


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Ist das "Ego" das Problem?

15.09.2020 um 21:20
Zitat von sarevoksarevok schrieb am 26.06.2020:daher die frage an die runde hier ist das ego ein problem ?
Ich denke nicht dass das „Ego“ allein schuld ist für all die Ungereimtheiten (Kriege usw.)

Es ist kein „Problem“,es sorgt für eine gewisse Individualität.

Ich glaube der Mittelweg ist hier die Lösung...
Zitat von sarevoksarevok schrieb am 26.06.2020:dieses konsumverhalten würde uns die positive bestätigung geben die viele suchen

es geht dabei darum das es menschen gibt die glauben sie wären besser als andere und sie müssten

ihren mitmenschen nun ihren "erleuchteten" denkansatz vermitteln, aus sowas entstehen kriege oder religionen

beispiel : hitler

das alles ist teil des ego konstrukts
Schönes Beispiel aber es hat wenig mit dem Ego zutun, das Gegenteil ist eher der Fall. Kriege dieser Art entstehen durch viele Gründe und nicht nur durch das verteidigen des eigenen Standpunkts und den Erhalt des eigenen Egos.

In gewisser Weise ist der 2.Weltkrieg sogar ein Widerspruch zur Ego-Krieg Theorie.

Hitlers Vision war „Germanien“, das 1000 jährige Reich und in gewisser Weise hat er sich für diese verblendete Vision geopfert, sowie alle andere Nationen sich für ihren Standpunkt geopfert haben.

Er hatte eine krankhafte Mission und durch Massen Manipulation haben die meisten deutschen Soldaten ihr eigenes Ego zur Seite gestellt und sind Mitten in den Tod und die Verdammnis gestürzt.

Ich bin mir daher nicht sicher ob man das „Ego“ zur Verantwortung von Allen Übel ziehen kann. Hinzu muss man sagen das wir über etwas reden was nicht deutlich formuliert werden kann.

Soweit ich aber weiß, will das Ego in der östlichen Philosophie eines ganz bestimmt nicht und das ist sterben.

Daher soll es ja auch so schwer sein das „Ego“ aufzulösen aber gerade im Krieg und in der deutlichen Bewusstheit der eigenen Sterblichkeit, müsste das Ego in den Hintergrund rücken.

Ein Soldat welcher die Stellung trotz Hoffnungslosigkeit hält und dem eigenen Tod ins Auge blickt, kann nicht mit einem Donald Trump verglichen werden, das alles kann man nicht mit dem Wort Ego im Einklang bringen.

Daher behaupte ich das kriege aus anderen Gründen entstehen und das man die Definition vom Ego überdenken muss.

Offensichtlich gibt es etwas in uns was wir als Ego bezeichnen können oder halt auch nicht aber das Ego von dem du sprichst ist nicht das Problem.

Das Problem der Menschheit, wenn es denn ein Problem gibt, ist komplexer.


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Ist das "Ego" das Problem?

15.09.2020 um 21:45
Zitat von baackpapierbaackpapier schrieb:Er hatte eine krankhafte Mission und durch Massen Manipulation haben die meisten deutschen Soldaten ihr eigenes Ego zur Seite gestellt und sind Mitten in den Tod und die Verdammnis gestürzt.

Ich bin mir daher nicht sicher ob man das „Ego“ zur Verantwortung von Allen Übel ziehen kann. Hinzu muss man sagen das wir über etwas reden was nicht deutlich formuliert werden kann.
das ich nur mein persönlicher glaube

aber ich denke bei hitler war es ein extrem fall evtl. könnte man da wirklich von bessesheit reden ?
Zitat von baackpapierbaackpapier schrieb:Daher soll es ja auch so schwer sein das „Ego“ aufzulösen aber gerade im Krieg und in der deutlichen Bewusstheit der eigenen Sterblichkeit, müsste das Ego in den Hintergrund rücken.

Ein Soldat welcher die Stellung trotz Hoffnungslosigkeit hält und dem eigenen Tod ins Auge blickt, kann nicht mit einem Donald Trump verglichen werden, das alles kann man nicht mit dem Wort Ego im Einklang bringen.
ein sehr interessanter vergleich finde ich

grade menschen die extrem situationen mitgemacht haben, haben oft ein ganz anderes bewusstsein was diese dinge angeht

die frage ist natürlich wie der einzelne damit umgeht
Zitat von baackpapierbaackpapier schrieb:Offensichtlich gibt es etwas in uns was wir als Ego bezeichnen können oder halt auch nicht aber das Ego von dem du sprichst ist nicht das Problem.

Das Problem der Menschheit, wenn es denn ein Problem gibt, ist komplexer.
gut nennen wir es nicht "ego"

aber wie willst du es dann benennen ?

beschäftigt man sich mit der Menschheitsgeschichte merkt man leider das sie voll ist von solchen

"bessesenen" wie hitler - napoleon karl der große etc. etc.

karl war sogar so paranoid das er ein parr freunde und kameraden töten ließ als exempel für die truppe ...

was war deren problem ? ich zumindest sehe in all diesen menschen

ein extrem übersteuertes ego


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Ist das "Ego" das Problem?

15.09.2020 um 22:00
Zitat von baackpapierbaackpapier schrieb:Daher soll es ja auch so schwer sein das „Ego“ aufzulösen aber gerade im Krieg und in der deutlichen Bewusstheit der eigenen Sterblichkeit, müsste das Ego in den Hintergrund rücken.
Ich finde es ziemlich eigenartig das man das Ego auflösen soll. Das Ego ist das Ich, die Individualität und ist für Jedem sein persönlicher Entwicklungsweg, dem man nicht ausweichen kann und auch nicht sollte. Das einzige was dabei wichtig ist, sind Augenmaß und Selbstreflexion, das man dabei nicht die Verhältnismäßigkeit aus den Augen verliert. Nur ist eben in einer Ellebogengesellschaft Verhältnismäßigkeit gerade kein Thema und die Individualität wird auf die Spitze getrieben. Das Individuum kann jeweils nur so rücksichtsvoll und sozial sein, wie die Allgemeinheit es zuläßt und fordert. Setzt man sich nicht entsprechend zur wirf man gnadenlos untergebuttert , von daher sollte man besser das Ich stärken, selbstbewußt werden und dabei ein vernünftiges Augenmaß lernen. Vernunft ist gefragt und nicht Religion oder Spiritualität, weil diese eben immer nur ihre eigenen missionarischen Werte vermitteln wollen.


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Ist das "Ego" das Problem?

15.09.2020 um 22:12
Zitat von KL21KL21 schrieb:Das Ego ist das Ich
da ist dann halt die frage was ist das ich ? bzw. wie wird dies von dem jeweiligen individuum interpretiert ?

der eine sieht seine verstand als das ich nach dem alten prinzip Wikipedia: Cogito ergo sum

ein anderer sieht seine gefühle mehr im vordergrund
Zitat von baackpapierbaackpapier schrieb:Soweit ich aber weiß, will das Ego in der östlichen Philosophie eines ganz bestimmt nicht und das ist sterben.
es geht dabei ja auch nicht um sterben an sich

sondern darum das eine person hinter der maske gesehen wird

die wiederrum frei ist frei über ihr eigenes sein zu bestimmen da das ego konstrukt die illusion abgeschüttelt wurde Wikipedia: Maya (Philosophie)
Atman bzw. Atma (Sanskrit, n., आत्मन्, ātman, Pali: atta, urspr.: Lebenshauch, Atem) ist ein Begriff aus der indischen Philosophie. Er bezeichnet das (absolute) Selbst, die unzerstörbare, ewige Essenz des Geistes, und wird häufig als „Seele“ übersetzt.

Im hinduistischen Konzept wird „Jiva“ (Sanskrit: जीवा jīvā f.: Leben, Lebewesen, Seele), der Träger der individuellen Persönlichkeit, ein feinstofflicher, unsichtbarer Leib, der der Wiedergeburt unterliegt, vom Atman unterschieden. Der Atman seinerseits, von Jiva umhüllt und darum nicht erkennbar, ist unveränderlich und ewig. Er ist die unsterbliche, immaterielle Seele und muss nicht befreit werden, sondern ist ewig frei. In der Erlösung vereinigt sich Atman mit Brahman, dem Absoluten Höchsten, dem alles zugrunde liegt.
Wikipedia: Atman
Brahman ist ein unpersönliches Konzept vom Göttlichen, das keinen Schöpfer und keinen Lenker beinhaltet, ein Urgrund des Seins, ohne Anfang und ohne Ende. Und doch bildet es den gedacht chronologischen Anfang allen Seins. Denn dies, so die Philosophen der Upanishaden, ist die notwendige Voraussetzung dafür, dass alles Materielle und Geistige überhaupt erst entstehen kann. Obwohl attributlos, wird Brahman doch als Sat-Chit-Ananda (Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit) beschrieben. Wie sonst, so die frühen Überlegungen, hätte es selbst Bewusstsein erzeugen können. Demnach kann es auch nicht gänzlich als substanzlos bezeichnet werden. Denn geht man davon aus, dass es Materie hervorbringen kann, muss es selbst Substanz besitzen. Brahman ist omnipräsent, in Geist und Materie, als unsichtbare, unhörbare und undenkbare Kraft. Es ist auch das Unsterbliche, das über den Göttern steht. Es wird auch als Avyaktabrahman (Sanskrit n., अव्यक्तब्रह्मन् avyaktabrahman) genannt, das ist der „göttliche Urgrund“ (Brahman) in seiner, für den Menschen, nicht offenbaren Form. Avyaktabrahman ist das Göttliche an-sich in seiner nicht manifestierten Gestalt, der Urgrund der Welt.


Wikipedia: Brahman (Philosophie)


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15.09.2020 um 22:36
Zitat von sarevoksarevok schrieb:da ist dann halt die frage was ist das ich ? bzw. wie wird dies von dem jeweiligen individuum interpretiert ?

der eine sieht seine verstand als das ich nach dem alten prinzip Wikipedia: Cogito_ergo_sum

ein anderer sieht seine gefühle mehr im vordergrund
Das ist eigentlich irrelevant. Grundsätzlich ist das ich die Person oder lat. Persona, das vollständige Lebewesen. Die herausragende Negativität dabei kann nur jeweils Egoismus sein, also eine Überbewertung der individuellen Person und ihres Selbstanspruches in dieser Welt, welchen sie über alles Andere zu stellen geneigt ist.Egoismus ist also extreme Selbstbezogenheit und ein eher negativer Charakterzug, welcher oft in der Kindheit seinen Ursprung hat, wo man die Erfahrung gemacht hat, das man nur anerkannt oder geliebt wird, wenn man Selbstdurchsetzung um jeden Preis und auf Kosten Anderer betreibt.Egoismus kann ebenfalls von jeglicher aktuellen Gesellschaft entweder gefördert oder abgelehnt wird. Was wiederum zur Folge haben kann, das diese Ablehnung eben gerade jeglichen Egoismus unterstützt. Ergo ist Egoismus sowohl ein gesellschaftliches,ein persönliches und auch politisches Problem, wo Vorlieben und Abneigungen jeglichen Geltungsdrang zum Kulturgut hochstilisieren. Jeder ist also immer auch das Produkt der Gesellschaft in welcher er aktuell lebt und groß geworden ist.
Als Persona wird in der Psychologie die nach außen hin gezeigte Einstellung eines Menschen bezeichnet, die seiner sozialen Anpassung dient und manchmal auch mit seinem Selbstbild identisch ist.[1] Der Begriff entspricht dem griechischen πρόσωπον/prosopon = Gesicht, der sich wie auch das lateinische persona bereits in der Antike auf die Bedeutungen 'Schauspielermaske' (wie im antiken Theater), 'Rolle' (im Schauspiel oder Leben), 'Amtsstellung' und allgemein 'Person'/'Persönlichkeit' auffächerte.
Quelle: Wikipedia: Persona


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15.09.2020 um 22:41
Zitat von KL21KL21 schrieb:Das ist eigentlich irrelevant. Grundsätzlich ist das ich die Person oder lat. Persona, das vollständige Lebewesen. Die herausragende Negativität dabei kann nur jeweils Egoismus sein, also eine Überbewertung der individuellen Person und ihres Selbstanspruches in dieser Welt, welchen sie über alles Andere zu stellen geneigt ist.Egoismus ist also extreme Selbstbezogenheit und ein eher negativer Charakterzug, welcher oft in der Kindheit seinen Ursprung hat, wo man die Erfahrung gemacht hat, das man nur anerkannt oder geliebt wird, wenn man Selbstdurchsetzung um jeden Preis und auf Kosten Anderer betreibt.Egoismus kann ebenfalls von jeglicher aktuellen Gesellschaft entweder gefördert oder abgelehnt wird. Was wiederum zur Folge haben kann, das diese Ablehnung eben gerade jeglichen Egoismus unterstützt. Ergo ist Egoismus sowohl ein gesellschaftliches,ein persönliches und auch politisches Problem, wo Vorlieben und Abneigungen jeglichen Geltungsdrang zum Kulturgut hochstilisieren. Jeder ist also immer auch das Produkt der Gesellschaft in welcher er aktuell lebt und groß geworden ist.
in dem was du schreibst wiederspreche ich dir nicht keine frage

aber sehe ich halt eine unterschied ob man sich selbst eher mit seinen gedancken identifiziert - was zu egoismus führen kann

oder eher mit seinen gefühlen primär identifiziert daher sehe ich darin eine relevanz das ist schon alles
Zitat von sarevoksarevok schrieb am 16.01.2019:Die Ratio ist ein gutes werkzeug aber ein schlechter Meister. Das Herz ist ein schlechtes werkzeug aber ein guter Meister. Das herz will manchmal die richtigen dingen aber aus dem falschen grund das kann einen in schwierigkeiten bringen. Der schlüssel zu einem glücklichen leben ist lass dein Herz die richtung weisen aber lass deinen Verstand den weg bereiten.



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15.09.2020 um 22:44
Zitat von sarevoksarevok schrieb:gut nennen wir es nicht "ego"

aber wie willst du es dann benennen ?

beschäftigt man sich mit der Menschheitsgeschichte merkt man leider das sie voll ist von solchen

"bessesenen" wie hitler - napoleon karl der große etc. etc.

karl war sogar so paranoid das er ein parr freunde und kameraden töten ließ als exempel für die truppe ...

was war deren problem ? ich zumindest sehe in all diesen menschen
Ich weiß nicht wie man es sonst nennen kann, vielleicht ist auch Ego der richtige Begriff, da bin ich noch überfragt. Ich hinterfrage nur alles so gut wie möglich, damit ich -sowie du- etwas näher an die Wahrheit komme.

Es ist schon erstaunlich dass sich die Geschichte immer wiederholt und es solche Ausnahmen gibt, die große Menschen Massen dazu bewegen kann in den Krieg zu ziehen und Tod und terror über ihr eigenes und andere Völker Zu bringen.

Auch wenn diese Personen ein großes Ego hatten, wird es nicht der einzige Grund gewesen sein, es muss noch andere Gründe haben, davon bin ich aus irgendwelchen Gründen überzeugt.
Zitat von sarevoksarevok schrieb:es geht dabei ja auch nicht um sterben an sich

sondern darum das eine person hinter der maske gesehen wird

die wiederrum frei ist frei über ihr eigenes sein zu bestimmen da das ego konstrukt die illusion abgeschüttelt wurde
Stimmt, aus der Sichtweise betrachtet macht das ganze mehr Sinn und empfinde ich auch als wahrer.
Zitat von KL21KL21 schrieb:Das Individuum kann jeweils nur so rücksichtsvoll und sozial sein, wie die Allgemeinheit es zuläßt und fordert. Setzt man sich nicht entsprechend zur wirf man gnadenlos untergebuttert , von daher sollte man besser das Ich stärken, selbstbewußt werden und dabei ein vernünftiges Augenmaß lernen. Vernunft ist gefragt und nicht Religion oder Spiritualität, weil diese eben immer nur ihre eigenen missionarischen Werte vermitteln wollen.
Ich geh mal nur auf das hier zitierte ein, weil du mit Saverok Im Gespräch über das Ego und ich-Bewusstsein bist. Sonst wäre das doppelgemoppelt.

Also ich gebe dir da teilweise rechte, denn in unserer heutigen Gesellschaft fährt man sicher besser mit dem von dir beschriebenen Lebensstil aber es scheint ja dennoch nicht das gelbe vom Ei zu sein :)

Schließlich sollte es gar nicht erst dazu kommen „untergebuttert“ zu werden,sondern es wäre schöner wenn man mitgezogen wird anstatt immer in dauerhafter Konkurrenz zu leben. Fraglich ob es eines Tages eine solche Gesellschaft geben wird.

Die Vernunft allein sorgt aber nicht für einen gesunden Menschen. Hier glaube ich an den Gedankenansatz von C.G.Jung, der den Verlust der Spiritualität im Menschen eher kritisch bewertet, da er glaubte Spiritualität in der menschlichen Psyche sei durch die Jahre so stark verankert, dass der plötzliche Verlust der Spiritualität eine Lücke in der menschlichen Psyche hinterlässt. Nur die Vernunft walten zu lassen liegt nicht in der Natur des Menschen, der Mensch ist seit Jahrtausenden dem irrationalen zugewandt, welche Gründe das nun hat muss jeder für sich herausfinden.

Ich halte auch nicht viel von Religion und Missionierungen, jedoch interessiere ich mich dafür welchen roten Faden diese Religionen und das spirituelle im Menschen hat. Irgendwo muss der Ursprung sein denn es gibt kein Volk auf der Welt, dass keine spirituellen Denkansätze hat.


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Ist das "Ego" das Problem?

15.09.2020 um 23:37
Zitat von baackpapierbaackpapier schrieb:Ich halte auch nicht viel von Religion und Missionierungen, jedoch interessiere ich mich dafür welchen roten Faden diese Religionen und das spirituelle im Menschen hat. Irgendwo muss der Ursprung sein denn es gibt kein Volk auf der Welt, dass keine spirituellen Denkansätze hat.
Ursprung ist ganz einfach das Unerklärbare, die Endbarkeit. Sie sind das was Ängste erzeugt und diese wiederum werden immer wieder davon im Schach gehalten indem man annimmt, das eine höhere Macht hinter allem steckt. Der Gedanke, das Alles nur Zufall und Selbstorganisation gepaart mit Natur ist, verursacht Unsicherheit und Schwäche, fördert aber dadurch gerade auf Grund des Selbsterhaltes entweder Gemeinschaft oder auf Ängsten aufgebauten Egoismus. Verloren im All zu sein ist eben keine schöne Lebensgrundlage und nicht Jeder kommt damit klar.


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16.09.2020 um 01:30
Zitat von KL21KL21 schrieb:Ursprung ist ganz einfach das Unerklärbare, die Endbarkeit. Sie sind das was Ängste erzeugt und diese wiederum werden immer wieder davon im Schach gehalten indem man annimmt, das eine höhere Macht hinter allem steckt. Der Gedanke, das Alles nur Zufall und Selbstorganisation gepaart mit Natur ist, verursacht Unsicherheit und Schwäche, fördert aber dadurch gerade auf Grund des Selbsterhaltes entweder Gemeinschaft oder auf Ängsten aufgebauten Egoismus. Verloren im All zu sein ist eben keine schöne Lebensgrundlage und nicht Jeder kommt damit klar.
Schon möglich aber für mich persönlich zu einfach formuliert. Auch wenn die einfachen Antworten meist die richtigen sind, steckt etwas mehr tiefe in dem Ganzen. Ich spreche hier nicht von Gott/Göttern sondern auf psychologischer Ebene passiert da denn doch ein wenig mehr. Dafür gibt es einfach Zuviel gute Lektüre die logisch nachvollziehbar ist und das Thema besser analysiert, ausführlicher.


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16.09.2020 um 11:24
Zitat von baackpapierbaackpapier schrieb:Dafür gibt es einfach Zuviel gute Lektüre die logisch nachvollziehbar ist und das Thema besser analysiert, ausführlicher.
Eben, weil es zuviel Lektüre darüber gibt, war es mir möglich schnell und einfach eine Erklärung zu formulieren, denn irgendwo muß ich mein Wissen ja herhaben oder ? Außerdem was gute oder schlechte Lektüre ist kann ich mit einigen Semestern Psychologiestudium eigentlich schon beurteilen.


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16.09.2020 um 12:33
@KL21


Das wort liebe verlangt von uns ganz schön viel ab zwischendurch.
Und mensch braucht auch mal pause.

Kann ganz gesund sein.
Nur der drück kann sehr sehr groß sein.

Da gibt es ein gesundes mittelmaß zu finden.


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