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Wie wird man Druide

113 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Druide
happyisla
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Wie wird man Druide

16.09.2020 um 04:46
Zitat von nublado
nublado
schrieb:
@happyisla
Ja, ok. Und jetzt erklär mir bitte welche Rolle es dabei spielt ob jemand sich als Druiden versteht?
bitte versuche mal ganz alleine zu denken. ich spiele nicht das kindermaedchen. (es ist ja noch immer ein gewaltiger unterschied, ob jemand den druiden spielt, oder er es ist)



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Wie wird man Druide

16.09.2020 um 08:44
also gut fassen wir doch mal zusammen

was ist ein druide ? ein mystiker des keltischen volkes (wie auch immer sie sich nun selbst genannt haben ist dabei irrelevant)

sie haben keine schrift benutzt und haben ihr wissen nur mündlich weitergegeben nach meinem wissen

es waren wohl menschen die einen ganz besonderen zugang zur natur und den elementen hatten

und aufgrund dessen wohl auch die fürsten und könige beraten haben

aber wurden die druiden von den römern sehr zielgerichtet verfolgt und nach meinem wissen

ist es heut zu tage gar nicht mehr möglich an das wissen der druiden anzuschließen da dieses verlorgen

gegangen ist, daher meine schlussvolgerung wie wird man druide ? gar nicht der zug ist abgefahren

und da hilft auch keine enzyklopädie von 1907 oder was es war

das ist das gleiche wie mit manchen "schamanistischen" praktiken das ist selbstbetrug

wir hier in europa haben doch schon lange gar keinen zugang mehr zu diesen dingen



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Wie wird man Druide

16.09.2020 um 08:50
Zitat von Spöckenkieke
Spöckenkieke
schrieb:
Das die Kelten sich selber nicht Kelten genannt haben [...] weil man plötzlich hyperkorrekt sein wollte und dann doch festgestellt hat, dass bei vielen dann doch die Bezeichnung einen Grund hatte.
Was ist denn so schwer vorstellbar? Wenn man klärt was ein Eigenname oder eine Fremdbezeichnung ist, kann man die Stammesgesellschaft Alteuropas viel besser erforschen, als wenn man die von Caesar verbreiteten Namen einfach stur weiter nutzt, obwohl sie bei den Stämmen unbekannt waren. Die hatten damals noch nicht den Überblick und die Möglichkeit mit Vergleichen weitere Zusammenhänge herauszubekommen. Am Ende kannst du so auch viel besser die Rolle eines Druiden nachzeichnen, der im jeweiligen Stamm anderen Göttern diente, als bei seinen unmittelbaren Nachbarn. Vergleich einfach mal die Gottheiten der verschiedenen westeuropäischen Stämme und schon wird es auf den ersten Blick unübersichtlich, weil du sie als angebliche „Kelten“ nicht unter einen Hut bekommst.



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16.09.2020 um 08:51
also was soll das ganze mit druiden tum ?

es gibt auch spirituelle systeme und lehren die erhalten geblieben sind

grade in der östlichen kultur zb. warum sich nicht eher daran orientieren

als an einer toten lehre wie der, der druiden ?



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16.09.2020 um 09:49
Zitat von sarevok
sarevok
schrieb:
grade in der östlichen kultur zb. warum sich nicht eher daran orientieren
Man kann nicht jedes Thema auf den Buddhismus lenken. Macht keinen Sinn.



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16.09.2020 um 09:55
Zitat von Nemon
Nemon
schrieb:
Man kann nicht jedes Thema auf den Buddhismus lenken. Macht keinen Sinn.
na gut mag sein

aber du stimmst mir doch zu das der "druidenzug" abgefahren ist und das nicht erst seit gestern oder ?



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16.09.2020 um 10:14
Zitat von sarevok
sarevok
schrieb:
aber du stimmst mir doch zu das der "druidenzug" abgefahren ist und das nicht erst seit gestern oder ?
Klar. Und so herausragend können sie nicht gewesen sein. Ich behaupte mal, jede Gesellschaft hatte ihre Priester- bzw. Wissenden-Kaste. Warum sollten die Druiden Wollmilchsäue gewesen sein, die mehr Eier legten als alles neben ihnen und nach ihnen? Besonderes Wissen, das verlorengegangen ist, können sie schwerlich gehabt haben. Um das anzunehmen, muss man fast Präastronautiker sein.

Das Ganze mit den Kelten und Druiden ist halt ein super Thema für Phantasy- und Metal-Fans & Co. Mehr aber nicht.
Sogar im zeitgenössischen Großbritannien scheint die Celtic-Nummer ein stark überhöhter Mythos zu sein. Die Underdogs mit der mythischen Vergangenheit, von deren vermeintlicher einstiger Größe sie immer noch leben. Habe mich mal kurz eingelesen in den Stand der Forschung. So viele archäologische Spuren gibt es in den heut verbliebenen "keltischen Nationen" nicht mal, und die Rolle der Einwanderer ist nicht ganz klar.
Was nicht heißt, das es kein hoch interessantes Thema ist. Nur wird es doch erforscht, wie jedes andere historische Thema auch.



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16.09.2020 um 10:52
Zitat von Ninurta
Ninurta
schrieb:
als wenn man die von Caesar verbreiteten Namen einfach stur weiter nutzt
500 Jahre vor Caesar bitte. Ich sagte ja schon, das er sich die Bezeichnung nicht ausgedacht hat.
Aber wir kommen damit auch nicht weiter. Lassen wir das mal.
Zitat von Ninurta
Ninurta
schrieb:
Vergleich einfach mal die Gottheiten der verschiedenen westeuropäischen Stämme und schon wird es auf den ersten Blick unübersichtlich, weil du sie als angebliche „Kelten“ nicht unter einen Hut bekommst.
Gerade die Gemeinsamkeiten der keltischen Stämme lassen den archäologischen Befund doch scharf gegen andere Volksgruppen abtrennen. Welche Götter meinst du da? Von den kontinentalkeltischen Göttern kennen wir nur ein paar. Wie kann man da verschiedene Götter bestimmten Stämmen zuordnen?



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16.09.2020 um 11:49
Zitat von Spöckenkieke
Spöckenkieke
schrieb:
500 Jahre vor Caesar bitte.
Die Griechen haben den Begriff in etwa für alle Nichtgriechen nördlich von ihnen verwendet, Caesar politisch für einen Teil des westeuropäischen Raums bis zur Rheinlinie.
Zitat von Spöckenkieke
Spöckenkieke
schrieb:
Gerade die Gemeinsamkeiten der keltischen Stämme lassen den archäologischen Befund doch scharf gegen andere Volksgruppen abtrennen.
An was willst du das festmachen, am Aussehen, obwohl genetisch unterschiedlich? An den Göttern die namentlich Und funktionell von Stamm zu Stamm unterschiedlich sind? Nö da passt einfach nichts zusammen. Ein Druide bei den Treverern diente anderen Gottheiten als ein Druide bei den Veneti in der Bretagne.



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16.09.2020 um 12:28
Zitat von Ninurta
Ninurta
schrieb:
An was willst du das festmachen, am Aussehen, obwohl genetisch unterschiedlich?
nein, an der Gemeinsamkeit der archäologischen Hinterlassenschaften. Wird in deinem Buch wahrscheinlich mit Hallstadt D3 bezeichnet bis LaTene III. Darum geht es ja, du kannst am Bau einer Mauer, der Kleidung bis hin zu den Grabbeigaben und deren Aussehen die Kelten erkennen und zB von Germanen oder Etruskern unterscheiden. Sogar die Zeit kannst du unterscheiden, weil die Kelten ziemlich einheitlich eine Modische Wandlung durchliefen.



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16.09.2020 um 13:59
Ich fasse die bisherigen Erkenntnisse des Plenums zusammen:

1. Es gab keine Kelten, da hat Cäsar sich vertan.

2. Druiden sind quasi Schamanen, sind Naturvölker, sind vom Clanchef (?) ausgebildet, sind nicht des Teutschen eigene Identität.

3. Das neuzeitliche Druidentum, das in den letzten 300 Jahren von vielen Menschen als ihre Religion gepflegt wurde, entspricht nicht den Ansprüchen von deutschen Frühgeschichts-Studenten (2 Semester) an die reine und edle Authentizität und kann keine legitime Spiritualität sein, weil der Michel das schließlich von daheim nicht kennt.



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16.09.2020 um 14:29
Zitat von Spöckenkieke
Spöckenkieke
schrieb:
Aussehen die Kelten erkennen und zB von Germanen oder Etruskern unterscheiden. Sogar die Zeit kannst du unterscheiden, weil die Kelten ziemlich einheitlich eine Modische Wandlung durchliefen.
Was du da alles siehst hat eben nur nichts mit einem „keltischen Volk“ zu tun, sondern mit der Entwicklung der Stammeskultur in Europa. Von Clans zu Stämmen, ihren Zerfall oder ihre Unterwerfung. Ich teile auch nicht jeden wissenschaftlichen Standpunkt. Doch bei angeblichen „Kelten“ hat mich der heutige Standpunkt darüber überzeugt.



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17.09.2020 um 14:41
Zitat von nublado
nublado
schrieb:
Das neuzeitliche Druidentum, das in den letzten 300 Jahren von vielen Menschen als ihre Religion gepflegt wurde, entspricht nicht den Ansprüchen von deutschen Frühgeschichts-Studenten (2 Semester) an die reine und edle Authentizität und kann keine legitime Spiritualität sein, weil der Michel das schließlich von daheim nicht kennt.
Kannst durchaus einen Archäologen für Ur und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie dazu packen. Wenn das wichtig ist.



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17.09.2020 um 14:54
Zitat von Spöckenkieke
Spöckenkieke
schrieb:
Kannst durchaus einen Archäologen für Ur und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie dazu packen. Wenn das wichtig ist.
Ich glaube nicht, dass das wichtig ist. Die offizielle Lehrmeinung steht ja schon in den Regierungsschulbüchern. Dafür braucht man keinen so genannten Archäologen, der nicht über seinen Tellerrand bzw. Sandkasten hinauskommt. Galileo hat auch nicht die Lehrmeinung vertreten. Und Einstein auch nicht.:troll:



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17.09.2020 um 16:35
@Spöckenkieke
Zitat von Spöckenkieke
Spöckenkieke
schrieb:
Kannst durchaus einen Archäologen für Ur und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie dazu packen. Wenn das wichtig ist.
Ok, Du solltest eigentlich reflektiert genug sein zu verstehen was ich hier versuche zu sagen. (Magister oder promoviert?)

Noch mal:
1. Ich versuche hier nicht zu behaupten, dass das neuzeitliche Druidentum eine bruchlose Fortsetzung keltischer religiöser Traditionen ist. Die grundlegende Struktur für diese moderne Religion wurde im 18. Jahrhundert gelegt und baut auf der philologischen Auseinandersetzung mit antiken (Römer/Griechen) und mittelalterlichen (walisischen) Quellen auf.

(S. dazu auch: Hutton, Ronald. 2009. Blood & Mistletoe: The History of the Druids in Britain. New Haven & London: Yale University Press.)

2. In den Jahrhunderten seit der Gründung hat sich eine tragfähige Theologie und religiöse Praxis entwickelt.

3. Der OBOD ist eine seriöse Dachorganisation, die in dieser Tradition steht und die entsprechenden theologischen Konzepte und religiösen Praktiken in ihren Fernkursen vermittelt.

4. Diese Leute können sich auf ein inzwischen mehrere hundert Jahre alte Tradition von Menschen berufen die sich als Druiden verstanden habe. Ich glaube nicht, dass deutsche Foristen mit profunden Wikipedia-Bildungshintergrund die entscheidende Instanz sind wer sich Druide nennen darf und wer nicht.

5. Wenn @AngelSanctuary (oder jemand anders) ein Druide werden will ist es der einfachste Weg sich mal den OBOD anzusehen.



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23.09.2020 um 16:14
@nublado
Ich kenne die Lehren vom OBOD etwas und auch Menschen die dort aktiv sind. Stimme dem was du sagst zu. Allerdings sollte man vor dem kostenpflichtigen Kurs erstmal Kontakt suchen, am besten persönlich und sich überzeugen ob man was damit anfangen kann. Es gibt sehr nette OBOD Leute in Berlin mit Tag der offenen Tür, öffentlichen Ritualen usw.

@sarevok
Zitat von sarevok
sarevok
schrieb am 16.09.2020:
also was soll das ganze mit druiden tum ?
es gibt auch spirituelle systeme und lehren die erhalten geblieben sind
grade in der östlichen kultur zb. warum sich nicht eher daran orientieren
als an einer toten lehre wie der, der druiden ?
Dafür gibt es zuviele, die sich Druiden nennen oder dem verbunden fühlen, um das als tote Lehre zu bezeichnen. Außerdem finde ich es immer klüger erstmal im eigenen Kulturkreis zu verbleiben, in Westeuropa gibt es einfach mehr Anknüpfungspunkte zum Druidentum als zum Buddhismus, Taoismus oder Shintoismus.



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