weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenSpieleGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryWillkommenEnglishGelöscht
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Submission

131 Beiträge, Schlüsselwörter: Islam, Kritik, Submission

Submission

23.12.2008 um 13:08
Religion ist per se schon immer nahe dran an einer kriminellen Vereinigung.

Religion, die Frauen ausgrenzt und/oder unterdrückt, ist in jedem Falle ein Verbrechen.


melden
Anzeige

Submission

23.12.2008 um 14:02
ja da geb ich dir auf jeden fall recht.


melden
Fabiano
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Submission

24.12.2008 um 10:26
Solche Worte sind mir zu hart. Religion an sich hat mit einer kriminellen Vereinigung erst einmal gar nichts zutun. Ob sich eine Religion einer solchen annähernd ähnlich oder gleich verhält, das hängt davon ab, was die Menschen daraus machen - Punkt.

Und was die Frauen anbetrifft, die wurden schon Jahrhunderte hindurch, ob nun mit oder ohne den Aspekt der Religion, vom Mannenleben ausgegrenzt und unterdrückt. Seit wann sind Frauen und Männer gleichberechtigt? Seit wann haben Frauen Wahlrecht? Seit wann ist es Frauen gestattet auch Hosen zu tragen? War das schon immer so, dass eine Frau selbstverständlich am Steuer eines Automobils sitzen durfte, dass sie ebenso wie der Mann, in der öffentlichkeit mit einem Tabakstengel auftreten konnte, dass sie ihr Leben ebenso selbstständig verwirklichen konnte wie der Mann, etwa im Berufsleben statt in der Küche - ohne dass dies als gesellschaftlicher Skandal aufgefasst wurde? So lange ist das alles noch nicht her. Selbst hier und heute bekommt die Frau noch immer nicht gleichen Lohn für gleiche Arbeit wie der Mann. Bis die Frau sich ihren Lebensraum so erkämpft hatte wie sie ihn heute wahrnehmen kann, das war ein langer Weg. Und mit Religion hat das wenig zutun. Eher mit Tradition und einer sehr konservativen gesellschaftlichen Haltung.


melden

Submission

24.12.2008 um 13:36
Und nun? Ist es denn nicht richtig, das Frauen diese Rechte haben? Ist es denn falsch, wenn Frauen überall auf der Welt den Männern gleichberechtigt sind?
Ist es falsch Kritik zu üben, wenn dem nicht so ist?


melden
aishah07
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Submission

24.12.2008 um 15:58
@moredread
Du schreibst mir:
moredread schrieb:Willst Du uns jetzt erzählen, das solche Fanatiker etwas gutes sind? Willst Du hier Werbung für Terrorismus machen?
Ich antworte dir, nein, ganz im Gegenteil. Jedoch glauben Fanatiker, wie du sie hier beschreibst, ihrer eigenen Meinung nach genau so fest an Allah wie andere Gläubige, die sich nach aussen hin nicht so fest glaubend präsentieren. Und damit kommen wir zum Kern meiner Aussage: Kein einziger Muslim kann einem "Fanatiker" seinen rechten und recht gemeinten Glauben an Allah absprechen. Das ist einfach unmöglich. Und darum muss man selbst unterscheiden, wie es im Islam zugeht - mal fanatisch und total besoffen von der Aussicht auf Allahs Jungfrauen - und mal recht unauffällig und sogar gemütlich.

Ich hoffe, ich konnte alle Missverständnisse bezüglich meiner Aussage ausräumen. Falls nicht, bitte frage mich weiterhin gern. LG:)


melden
aishah07
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Submission

24.12.2008 um 16:09
Doors schrieb:Religion ist per se schon immer nahe dran an einer kriminellen Vereinigung.

Religion, die Frauen ausgrenzt und/oder unterdrückt, ist in jedem Falle ein Verbrechen.
Das Verbrechen liegt in meinen Augen nicht per se in der Religion, sondern in ihren Auswüchsen. Religion an sich kann nett sein, gemütlich, menschlich rührend, kümmernd und sorgend. Aber nur in Maßen genossen. Die große Welle Religion jedoch, wie wir sie hier und anderswo so oft schon "genießen" durften, erschlägt jedes zarte Pflänzchen und macht mit ihrem erdrückenden Dogmatismus aus einer lieblich duftenden Rose eine zickige Distel, stiftet Unfrieden und teilt die Menschheit in Gläubige und sogenannte Ungläubige. Das ist das wahre Verbrechen, dass viele Menschen nicht ohne Vorurteile aufeinander zugehen können, weil einige Menschen dies nicht wollen.

Ich sage: Nieder mit Religionen. Freiheit und Selbstbestimmung für jeden Menschen. Wenn wir als politisch denkende Menschen keine Diktaturen wollen, können wir nicht hergehen und die Diktatur der Religion ignorieren.



Ich habe hier mal wieder eine ganz tolle Tollheit gefunden. Lest selbst und entscheidet dann, ob man sowas wirklich braucht.


Glaubenshüter haben Dehnübungen mit einer Fatwa belegt. Yoga verwässere den Islam – so wie Botox und Frauenhosen.

Yoga: Körper und Geist im Einklang.


Wenn es nur das Dehnen und das Atmen wäre, das akrobatische Verrenken der Glieder und das Anspannen der Muskeln zwecks besseren Körperbewusstseins, dann hätten auch die Herren vom malaysischen Fatwa-Rat nichts gegen Yoga. Doch nun ist es ja so, dass manch Übender beim Dehnen und Atmen Mantras in einer fremden Sprache rezitiert, meditiert, andächtig singt, zuweilen gar zu einer Gottheit, wie sie im Hinduismus zu Tausenden verehrt werden. Vielleicht suchen einige nicht nur das Gleichgewicht ihres Körpers, sondern auch des Geistes und der Seele. Und das geht natürlich nicht.

Die obersten Glaubenshüter Malaysias haben eine Fatwa gegen die alte indisch-hinduistische Philosophie und Körperertüchtigung erlassen, ein religiöses Edikt gegen Yoga also. Der Islam, so sagen sie, biete alles für jede Lebenslage, er brauche keine fremden Hilfsmittel, die seine Lehre untergraben und verwässern. «So schnell führt das eine zum anderen», heisst es im Edikt. So dürfen Malaysias Muslime, 60 Prozent der Bevölkerung, fortan kein Yoga mehr praktizieren. Es liegen keine Statistiken vor, die Aufschluss gäben über die Anzahl jener Malaysier und – mehr noch – Malaysierinnen, die sich den Alltagsstress mit Yoga vom Leib trainieren, meistens in aller Herrgottsfrüh, kurz nach dem Morgengebet, bei dem sie sich gen Mekka wenden. In der Hauptstadt Kuala Lumpur allein soll es Hunderte Yoga-Klassen geben. Auch ist bisher nie die Rede gewesen von heimlichen Massenkonvertierungen vom Islam zum Hinduismus. Doch schien den Räten der Zeitpunkt gekommen, um ein Zeichen zu setzen. Der indonesische Rat der Geistlichen prüft die Frage nun ebenfalls.

«Nur eine körperliche Übungsform wie etwa Tai-Chi»

Menschenrechtsorganisationen reagierten empört auf die Fatwa, auf den Internetforen wird angeregt debattiert. So beklagt sich etwa die malaysische Gruppe Sisters in Islam, die sich für eine liberale Auslegung des Korans und für Frauenrechte einsetzt, über eine angebliche Paranoia. In der Zeitung «Sunday Star» sagte eine Aktivistin: «Der Fatwa-Rat erweckt den Eindruck, Yoga stelle eine Gefahr dar für den Islam. Dabei ist es für die meisten nur eine körperliche Übungsform wie etwa Tai-Chi.» Doch ihre Stimme hat nur wenig Kraft.

Die malaysische Regierung folgt in aller Regel dem Rat der Glaubenshüter. Zumindest widersetzt sie sich selten einem Gebot, das die muslimisch-malaiische Mehrheit von den grossen Minderheiten der chinesisch- und indischstämmigen Malaysiern (25 respektive 10 Prozent der Bevölkerung) trennen könnte. Seit Jahren geht diese Trennung, die vor allem mit politischen Vorzugsprogrammen für die Malaien zementiert wird, auch mit einer Islamisierung der Gesellschaft einher. Sie steht quer zum Bild einer harmonisch multikulturellen und offenen Gesellschaft, wie es Malaysia gerne von sich selber malt.

Rockkonzerte oft abgesagt

Der Fatwa-Rat wird denn auch immer aktiver, und das auf allen möglichen Gebieten des Alltagslebens. So verbot sie den muslimischen Frauen zum Beispiel unlängst das Tragen von Hosen, weil sich das nicht zieme. Botox-Injektionen bei Schönheitsoperationen sind geächtet, seit bei Labortests herausgekommen sein soll, dass der Mix Spuren von Schweinsgewebe enthalte. Und vor jedem Konzert einer dieser knapp betuchten Rockgören aus Amerika oder Australien läuft der Rat jeweils wochenlang Sturm, bis sich die Damen entweder entschliessen, sich züchtig zu kleiden oder das Konzert abzusagen.

Rechtlich bindend sind solche Fatwas zwar nicht. Doch wer dagegen handelt, begeht eine Sünde – fast so schlimm wie ein Verstoss gegen das weltliche Gesetz.
http://www.bazonline.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Malaysische-Imame-verbieten-Yoga/story/11565383


melden
Fabiano
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Submission

24.12.2008 um 17:41
Was interessieren mich die Fatwas? Zum einen bin ich kein Moslem und zum anderen gelten, wenn überhaupt für einen Gläubigen, gleich welcher Religion, letztendlich ohnehin nur die göttlichen Regeln. Wer will denn da Herrgott spielen und Entscheidungen treffen, es womöglich besser wissen wollen als Gott selbst? Im übrigen ist jeder Mensch am Ende für sich selbst verantwortlich und muss sein Handeln vor dem Schöpfergott verantworten und vor sonst niemand - und das zählt in erster Linie.


melden
aishah07
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Submission

24.12.2008 um 22:25
Fabiano schrieb:Was interessieren mich die Fatwas?
@Fabiano

Sofern du dich für Religionen interessierst und du dir wünschst, als Nichtmoslem nicht mit dem Islam in Konflikt zu geraten, sollten dich Fatwas ebenfalls interessieren. Lies dir doch mal durch, was da von Seiten der obersten Glaubenshüter Malaysias als unislamisch angesehen wird. Darauf darfst du dann dein unislamisches Haus bauen. Der Islam kennt kein Pardon und verachtet im Auge des Islam als der Ungläubigen zugehörig katalogisierte Entspannungstechniken.


melden
coelus
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Submission

25.12.2008 um 10:46
Fabiano,

“Solche Worte sind mir zu hart. Religion an sich hat mit einer kriminellen Vereinigung erst einmal gar nichts zutun. Ob sich eine Religion einer solchen annähernd ähnlich oder gleich verhält, das hängt davon ab, was die Menschen daraus machen - Punkt.“

Was man daraus gemacht hat und heute noch macht, basiert auf nachfolgender Quelle/Religionen als „Inspiration“ oder eben DAS Gesetz der Unterordnung der Frau... Man hat also nichts anderes gemacht, als das was das Fundament der Religion vorschreibt, akribisch in die Tat umzusetzen…

„Eine Frau lerne in der Stille mit aller Unterordnung. Einer Frau gestatte ich nicht, dass sie lehre, auch nicht, dass sie sich über den Mann erhebe, sondern sie sei stille. Denn Adam ist am ersten gemacht, danach Eva" (1.Tim.2,11-12).

Anm. Im Gegensatz zur Wirklichkeit wird da also keck behauptet, dass nicht der Mann von der Frau geboren IST, sondern die Frau aus dem Manne geschaffen sein SOLLe (1 Mose 2,22).. ~^

„Der Mann aber soll das Haupt nicht bedecken, denn er ist Gottes Bild und Abglanz; die Frau aber ist des Mannes Abglanz" (1 .Kor.1 1,7)

,,Wie in allen Gemeinden der Heiligen lasset die Frauen schweigen in der Gemeinde; denn es soll ihnen nicht zugelassen werden, dass sie reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt". (1.Kor.11,7)

Anm.: …“SOLLen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt“ … in der gesamten Welt IST aber nicht einmal ein Hauch oder Ansatz erkennbar, welcher eine derartige Ableitung erlaubt, ausser in den Köpfen sich selbst überschätzenden Patriarchen der letzten 4'500 Jahre. ~^

,,Die Frauen seien untertan ihren Männern als dem Herrn" (Eph.5,22).

Seit also ca. 4'500 Jahren in der Menschheitsgeschichte, beeinflusst eine solche absurde Ideologie (Frau trägt Schuld für den Sündenfall u.s.v.m.) flächendeckender, breite Massen und ihre aktuelle und momentane Gesellschaftsordnung fundamental, dies bereits unverändert über zig Generationen und verschiedenen geografischen Orten auf unserem gemeinsamen Planeten Namens Erde hinweg, bis zum heutigen Tage sogar. ~^

p.s. …gut, es gibt ja glücklicherweise noch anständige Menschen, wo dies nicht der Fall ist, siehe z.B. bei den Eibo’s oder den Aborigines, welche sogar eine Konstante von über 50'000 Jahre aufweisen können, ohne die Frau zu diskriminieren und zu unterwerfen, im Gegenteil sogar. ~^


Du sagst:

“ Und mit Religion hat das wenig zutun. Eher mit Tradition und einer sehr konservativen gesellschaftlichen Haltung.“

Überleg Dir doch bitte Deinen Trugschluss und ebenso irrationaler Erklärungsversuch noch einmal gut und gründlich, werter Fabiano. ;)

Ah, und noch etwas, a pro pos- Punkt, Fabiano, schau mal den Beitrag von yOyO, sehr treffend auf dem Punkt, hat er’s bereits gebracht:

„Bei allen von patriarchalischen Gesellschaften erfundenen Religionen ziehen Frauen die Arschkarte.“

… schöne Bescherung oder auch, Hilfe, es weihnachtet sehr, oder?


melden
Fabiano
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Submission

25.12.2008 um 12:03
Also dann mal schön der Reihe nach. Doors sagte: Religion ist per se schon immer nahe dran an einer kriminellen Vereinigung. Und pescado gibt ihm auch noch auf jeden Fall Recht. - Ich meine, das kann man unmöglich so stehen lassen.

Was ist Religion? Was ist eine kriminelle Vereinigung? Was haben beide miteinander per se zutun? Religion aus dem lateinischen bedeutet "genaue Beachtung" und umschreibt das Verhältnis des Menschen zu Gott. Kriminell bedeutet "Verbrecherisch". Demnach wäre also die genaue Beachtung der göttlichen Regeln gleich zu setzen mit Verbrecherisch?

Es ist ein heißes Eisen und deswegen lohnt es sich auch mal darüber zu diskutieren.

Ich sage nicht, dass es grundsätzlich so stimmt, aber auch nicht, dass es nicht stimmt. Auf der einen Seite sind die göttlichen Regeln (Gebote) für ein vernünftiges, friedliches und soziales Leben gegeben. Also für den Menschen und damit zu seinem Schutz. Das gilt im übrigen an sich auch für menschliche Regeln, das ist der eigentliche Sinn und Zweck um dem Menschen eine Struktur in seinem Leben zu geben, innerhalb einer Gemeinschaft zum wohle aller auf Dauer friedlich und sozial existieren zu können.

Bei gewissen Regeln insbesondere denen aus dem Alten Testament sehe ich aus der rein menschlichen Perspektive allerdings auch einige unmenschliche Anordnungen durchaus, mit denen ich mich nicht anfreunden kann, zB. der Steinigung oder überhaupt bei gewissen Vergehen der Anwendung der Todesstrafe und ebenso was den Stellenwert der Frau angeht.

Nun gibt es ja grundsätzlich zwei Möglichkeiten in Bezug auf Gesetze oder Anordnungen, gleich ob nun von Gott gegeben oder durch den Menschen. Entweder man hält sich dran oder eben nicht.

Auch der Mensch, dem die Gesetze gegeben waren, der war gleichzeitig als Vollstrecker eingesetzt. Also wurde die angeordnete Strafe auch von den Menschen vollstreckt bei Übertretung. Was aber wäre wohl passiert, wenn sich die Menschen geweigert hätten? Angenommen ein beauftragter Vollstrecker hätte gesagt: Ich mach das nicht, ich kann das nicht tun, dieser Mensch ist mir wertvoll, vollstrecke du das Urteil? Und der andere würde ebenso reagieren und das Schwert aus der Hand nehmen und sagen: Nein, ich will das auch nicht tun. Lassen wir Gott selbst richten, wenn er diesen Menschen für schuldig befindet, wir tun das nicht, wir lieben diesen Menschen trotz seines Vergehens? Es wäre sicherlich spannend, wie Gott wohl darauf reagiert hätte.

Was ich damit sagen will - Es kommt letztlich darauf an, was der Mensch aus der Religion macht, per se hat das alles wenig mit der Religion an sich zu tun, sondern mehr damit, was der Mensch aus der Religion macht und wie er damit umgeht. Daher setzte ich an dieser Stelle erst einmal einen Punkt.

Es hängt nämlich von uns selber ab, was "wir" aus dem Regelwerk Gottes machen und wie "wir" damit umgehen. Wir sind nämlich von Gott aus als freie Menschen geschaffen und so haben wir auch gewisse Freiheiten mit Religion umzugehen. Das beste Beispiel aus der Bibel ist die Person Jesu. Der reagierte nämlich höchst eigenwillig wenn es um irgend welche Strafvollzugsmaßnahmen im Sinne der mosaischen Gesetze ging. Als man ihm eine Ehebrecherin vorführte und auf Steinigung plädierte, fragte er erst einmal, wer von denen allen die anwesend waren, denn ohne Sünde sei? Und als alle gegangen waren, schrieb dieser Jesus die Schuld der Frau in den Sand und lies sie ebenfalls gehen.

Aisha kommt nun zunächst und gibt mir in gewisser Weise Recht, indem sie sagt: Das Verbrechen liegt nicht per se in der Religion, sondern in ihren Auswüchsen. Und das ist in etwa das, was ich damit meinte. Dann aber sagt sie: Nieder mit den Religionen ! Und zeigt anhand dieser Yoga-Fatwa einige von ihr kritisierten Auswüchse an.

Ich meine, gerade an dieser Stelle wird doch das Kind gleich mit dem Bade ausgeschüttet. Religion per se ist zwar nicht vergleichbar mit einer kriminellen Vereinigung, aber dann wird gleich gebrüllt: Nieder mit den Religionen !?

Was unsere Demokratie und unsere Politik so nach und nach alles für Auswüchse bekommen hat, von der Nachkriegszeit bis heute, wie oft das Grundgesetz geändert worden ist, was die Bundeswehr heute für Befugnisse hat, überall in der Weltgeschichte, obwohl diese ursprünglich nur als eine reine Verteidigungsarmee gedacht war - was den zunehmenden Überwachungsstaat angeht, in welchem immer weniger von der freien Entfaltung und von Privatsphäre übrig bleibt, die der Staat eigentlich schützen soll und für deren Freiheiten eintreten soll, anstelle sie mehr und mehr abzuschaffen, das wäre aber trotzdem ja kein Grund, deswegen zu sagen: Nieder mit der Demokratie? Im Gegenteil ! Weg mit den Auswüchsen innerhalb der Demokratie, damit das wieder ans Licht kommt, was sie ausmacht und nicht das überhand nimmt, was sie nach und nach innerlich aushölt.

Und genau jetzt kommen wir an den entscheidenden Punkt. Sind wir ursprünglich von der Religion ausgegangen, also den göttlichen Regeln, so sind wir jetzt bei den Auswüchsen. Diese aber sind nun rein Menschliche. Was man durchaus kritisieren darf, ja sogar muss !

Wenn man einen eigenen Standpunkt einnimmt, dann gerät man so oder so immer in Konflikt. Damit muss man leben. Mich interessieren Fatwas schon, aber unter einem anderen Gesichtspunkt. Ebenso könnte man auch die christlichen Dogmen mal genauer unter die Lupe nehmen, auch das ist ein höchstinteressantes Thema. Ebenso wie die islamischen Rechtsgelehrten eine Art Stellvertretungsposten einnehmen, tut dies nämlich auch das Oberhaupt der katholischen Kirche, also der Papst. Und mit Recht darf das auch kritisch betrachtet werden, denn entscheidend ist, dass es sich hier immer nur um Menschen handelt und die können sich auch irren. Die Frage, die sich also ein religiöser Mensch stellen müsste, ist, decken sich die Urteile der menschlichen Stellvertreter mit dem göttlichen Regelwerk? Sind sie damit in Einklang oder nicht? Wenn nicht, ist eine Kritik durchaus angebracht.

Im weiteren kommt es darauf an, "wie" eine Umsetzung der göttlichen Regeln vorgenommen wird. Es gibt die legere Art und die autoritäre Art und etliches dazwischen. Und auch hier muss man innerlich einen Abgleich anstreben, ob hier von Gott eher Strenge oder Milde angebracht wäre. Es sollte der Christ nicht päpstlicher sein als der Papst, und ein islamischer Rechtsgelehrter sollte nicht strenger urteilen als wie es Mohammed getan hätte.

In Malaysia haben wir nun gerade einen sehr gestrengen Islam. Das Aisha nun gerade Malaysia erwähnt, verwundert mich natürlich nicht. Aber es stimmt schon, dass gerade der Islam kaum ein Pardon kennt, dass es gerade im Islam weniger leger zugeht. Wenn ich die christliche Kirche aber ein paar Jahrhunderte zurückverfolge, sehe ich da auch nicht gerade ein besseres Beispiel. So etwas wie die Kreuzzüge oder die Inquisition sind ebenso extreme Auswüchse, die man dabei nicht übersehen darf. - Kann man all dieses der Religion per se in die Schuhe schieben? Oder liegt die Art der Umsetzung nicht gerade in Menschenhand?

Aber ich anerkenne auch berechtigte Kritik am Islam, wenn doch fast jede Sure die Worte enthält: Allah ist Gnädig und Barmherzig ! Dann sollte auch der Muslim in "erster Linie" das sein und in "erster" Linie Gnade und Barmherzigkeit walten lassen. Und wäre das so, würde der Islam auch weitaus mehr Akzeptanz in der westlichen Welt finden.


melden
Fabiano
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Submission

25.12.2008 um 12:20
Nun zu coelus: Dein Verständnis von Religion ist anscheinend, wie du es selbst formuliert hast: Akribisch in die Tat umzusetzen, was das Gesetz vorschreibt. Nun, das ist all zu oft auch noch im jüdischen Glauben und ebenso im Islam anzutreffen. Dabei wird aber vergessen, dass das Gesetz für den Menschen da ist und nicht der Mensch für das Gesetz geschaffen wurde.

Es liegt der Hase genau da im Pfeffer - es hängt nämlich von der Art der Umsetzung der göttlichen (oder auch weltlichen) Gesetze ab und nicht von den Gesetzen selbst. Die göttlichen Gesetze oder Gebote sind für einen Gläubigen Menschen unantastbar, es steht einem Menschen nicht zu, eine göttliche Weisung eigenmächtig abzuändern. Aber die Art "wie" der Mensch mit den göttlichen Weisungen umgeht und diese umsetzt, darin hat der Mensch weitestgehend freies Spiel.

Von einer akribischen Umsetzung 1:1 von Wort in Tat, ohne dabei sein Herz zu fragen, ohne den Verstand zu gebrauchen, ohne die Vernunft dabei mitentscheiden zu lassen, halte ich herzlich wenig. Das wäre so ein blinder Glaube und damit wäre der Mensch ein Sklave des Gesetzes. Das ist der meines Erachtens falsch verstandene Gesetzesgaube, wo der Mensch nur dazu geschaffen sei, um die göttlichen Gesetze blind zu befolgen, ohne dabei nachzudenken. Gott will uns ja nicht extra mit irgendwelchen unsinnigen Geboten quälen, sondern diese sind dazu da um uns das Leben und das zu Ihm kommen zu erleichtern. In diesem Sinne sollte man das erst einmal auf sich einwirken lassen.

Was nun deine angeführten Bibelstellen zur Unterordnung der Frau angeht, da will ich mal folgendes zu sagen: Das was hier angesprochen wird, gilt auch ebenso für den Mann, denn der, aus der Historie heraus immer als das Oberhaupt der Familie betrachtet, trägt die volle Verantwortung für seine Familie und muss sich ebenso unterordnen, nämlich Gott.

Und wenn wir mal das höchste Gebot, nämlich das der Gottes und Nächstenliebe voranschieben, dann ist es unter dem Aspekt der Liebe keine Schmach mehr, sich "einander" in Liebe Gott gemeinsam unterzuordnen. Nur wenn der Mann sich als Tyrann entpuppt, oder die Frau als Drachen (soll´s ja auch geben), dann ist das mit dem einander unterordnen in Liebe vor Gott natürlich schwieriger. Sind aber beide Teile in der rechten Gottesliebe, ist es schon nicht mehr unter dem herrschaftlichen Aspekt zu sehen, sondern unter dem Liebesaspekt.

Und in diesem Sinne möge es in uns Weihnachten, auf dass wir mehr lernen uns in der Liebe gegenseitig zu achten, zu respektieren und einander unterzuordnen vor Gott dem Herrn.


melden
coelus
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Submission

25.12.2008 um 13:48
Fabiano,

“Also dann mal schön der Reihe nach.“

Prima, das finde ich einen anständigen und viel versprechenden Ansatz. :)


“Doors sagte: Religion ist per se schon immer nahe dran an einer kriminellen Vereinigung.“

Ja, er drückt sich diplomatisch aus, um wahrscheinlich so genannte „religiöse Gefühle“ Gott- Gläubiger nicht zu verletzten. Ich selbst wäre hier direkter und mache nicht gerne Umschweife, ferner nenne ich lieber die Dinge beim Namen und würde hier das „fast“ weglassen, auf die drei grossen Religionen bezogen.


“Und pescado gibt ihm auch noch auf jeden Fall Recht.“

Was ich eben persönlich sehr gut nachvollziehen kann und sogar noch einen Schritt weiter gehe, diesbezüglich.


“Ich meine, das kann man unmöglich so stehen lassen.“

Natürlich ist dies Deine Meinung, werter Fabiano, darum höchst wahrscheinlich, weil Du ja auch Dein Weltbild verteidigen willst, respektive Du die Religion per se als Gesund maskieren willst, nicht aber beachtest, dass es sich dabei aber tatsächlich um Euphemismus handelt.


“Was ist Religion? Was ist eine kriminelle Vereinigung? Was haben beide miteinander per se zutun? Religion aus dem lateinischen bedeutet "genaue Beachtung" und umschreibt das Verhältnis des Menschen zu Gott. Kriminell bedeutet "Verbrecherisch". Demnach wäre also die genaue Beachtung der göttlichen Regeln gleich zu setzen mit Verbrecherisch?“

Ja, natürlich, Fabiano. Bitte vergegenwärtige Dir, dass sogar im Anfang der Bibel, also bei der Genesis, dem Fundament also, der Schöpfungsgeschichte gerade mal von Gott selbst klargemacht wird, wie die Reihenfolge sein SOLLe.

1. Gott --> 2. Mann als Gottes Bild und Abglanz --> 3. Frau aber ist des Mannes Abglanz

Und weil nun also gerade diese Reihenfolge in aller Anfang grundgelegt wird, wird nun selbstverständlich –wie die bereits oben zitierten Bibelpassagen klar und deutlich zu verstehen geben, dass deshalb sich die Frau unterzuordnen hat, schweigen solle und als Gehilfin für den Mann ihr Leben fristen muss.

Natürlich wird hier jedem klar vernünftig denkenden Menschen klar, dass es sich hier um einen offensichtlichen Zirkelschluss handelt, mit gravierenden und katastrophalen Folgen für unschuldige Menschen/Frauen/Kinder über jahrtausende von Jahren, bis zum heutigen Tage sogar.

Kriminell, wäre hier also noch eine relativ harmlose Bezeichnung, dieses Irrsinnes und diesen tiefsten Aberglaubens. ~^


“Es ist ein heißes Eisen und deswegen lohnt es sich auch mal darüber zu diskutieren.“

Ganz genau und wenn wir auch ganz ehrlich sind, dann ist es also schon längst höchste Eisenbahn mit diesen kriminellen Machenschaften und Irrglauben aufzuräumen. :)


“Ich sage nicht, dass es grundsätzlich so stimmt, aber auch nicht, dass es nicht stimmt.“

Du sagtest:

„Religion an sich hat mit einer kriminellen Vereinigung erst einmal gar nichts zutun. Ob sich eine Religion einer solchen annähernd ähnlich oder gleich verhält, das hängt davon ab, was die Menschen daraus machen - Punkt.“

Und nun Dein irrationaler Erklärungsversuch:

“Und was die Frauen anbetrifft, die wurden schon Jahrhunderte hindurch, ob nun mit oder ohne den Aspekt der Religion, vom Mannenleben ausgegrenzt und unterdrückt.“

Nein, eben nicht, denn mit dem Wechsel vom Mondkalender zum Sonnenkalender, änderte die ganze Weltvorstellung, hin zu einer zentralen Kontrolle (nun waren die Priesterkaste die Hüter des „Wissens“ und was die Untertanen den neuen Herren schuldig waren, kann in Genesis nachgelesen werden), diese Episode der Menschheitsgeschichte beläuft sich höchstens auf die letzten 4'500 Jährchen und vorher war auch in Spirituellen Belangen nahezu alles weiblich und wurde verehrt. Erst die drei grossen Religionen haben dies alles zu Nichte gemacht und selbstHERRlich verteufelt und den HERR Gott installiert. ~^

Die Aborigines z.B., weisen eine Geschichte von über 50'000 Jahre auf und da wird die Frau, das weibliche sogar geehrt und erhält sogar einen höheren Stellenwert, als die eines Mannes. Natürlich wurde auch diese anständige Kultur gerade wieder einmal mehr, wie viele andere anständige Kulturen auch, gerade von christlichen Missionaren und deren gesellschaftlichen und immens exzessiven Lebensstil, zerstört. :(


“Bei gewissen Regeln insbesondere denen aus dem Alten Testament sehe ich aus der rein menschlichen Perspektive allerdings auch einige unmenschliche Anordnungen durchaus, mit denen ich mich nicht anfreunden kann, zB. der Steinigung oder überhaupt bei gewissen Vergehen der Anwendung der Todesstrafe und ebenso was den Stellenwert der Frau angeht.“

Eben, höchst kriminell…


“Nun gibt es ja grundsätzlich zwei Möglichkeiten in Bezug auf Gesetze oder Anordnungen, gleich ob nun von Gott gegeben oder durch den Menschen. Entweder man hält sich dran oder eben nicht.“

Da nun aber eben die Religionen das Mandat Gott für sich selbst proklamieren und seit geraumer Zeit dies auch gnadenlos durchgepeitscht haben, gut nach der Aufklärung wurden den Religionen zum Glück erstmal ihre Machtposition im öffentlichen Zusammenleben genommen und zurecht gestutzt, ansonsten es im Blutrausch der Glaubenskriege ein jähes Ende genommen hätte, nun eben sich akribisch an die Vorgaben Gottes gehalten und in die Tat umgesetzt haben.

,,Wie in allen Gemeinden der Heiligen lasset die Frauen schweigen in der Gemeinde; denn es soll ihnen nicht zugelassen werden, dass sie reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt". (1.Kor.11,7)

Es gibt noch heute, in unserer so genannten zivilisierten Welt Männer, die selbstverständlich sich direkt oder indirekt an diese absurden Gebote und Anweisungen halten und so ihre Frau als Gehilfin behandeln, ferner der Mann das Oberhaupt der Familie spielt und ebenso das letzte Wort haben will, woran sich Frau halten solle…


“Auch der Mensch, dem die Gesetze gegeben waren, der war gleichzeitig als Vollstrecker eingesetzt. Also wurde die angeordnete Strafe auch von den Menschen vollstreckt bei Übertretung.“

Diese angeblichen Gesetze sind von Menschen für Menschen gemacht worden und dienen einer unvernünftigen Lebensweise und blockiert die freie Entfaltung eines jungen Selbst, nimmt ihm somit seine Verantwortung, begünstigt die Unterdrückung des Selbst, fördert direkte Abhängigkeit, fördert Letargie und das Nicht- Denken und Verhindert damit ebenso eine konstruktive Entwicklung.


“Was aber wäre wohl passiert, wenn sich die Menschen geweigert hätten?“

Dann stünden wir heute vor keinem Scherbenhaufen, unsere einzige Lebensgrundlage wäre gesund und intakt, in eigener Verantwortung und in freier Entfaltung dürften unsere Kinder sich entwickeln und wer weiss, wo wir heute somit wären, sicher nicht in diesem elenden Jammertal, indem sich die Menschheit heute befindet und sich direkt den Ast absägt, auf dem er noch gerade sitzt.


“Es wäre sicherlich spannend, wie Gott wohl darauf reagiert hätte.“

Wenn es so was wie einen Gott geben würde, dann hätte er/sie/es sicher die hellste Freude. :D ;)


“Was ich damit sagen will - Es kommt letztlich darauf an, was der Mensch aus der Religion macht, per se hat das alles wenig mit der Religion an sich zu tun, sondern mehr damit, was der Mensch aus der Religion macht und wie er damit umgeht. Daher setzte ich an dieser Stelle erst einmal einen Punkt.“

Ich denke, dass ich Dich auf Anhieb korrekt verstanden habe, Fabiano. Wenn nun eben wie bereits erwähnt in den Grundfesten der Religion, solche Absurditäten, wie das die Reihenfolge Gott, Mann und dann Frau sein solle –obwohl, dass jeder ersehen kann, dass jeder Mann auf diesem Planeten von einer Frau geboren wird- und die Gläubigen, nichts anderes machen, als diesen Irrsinn zu glauben, in ihr Handeln einfliessen lassen, dann färbst Du die Religion schön und blendest deren inhärentes Verbrechertum schlichtweg aus.


“Das beste Beispiel aus der Bibel ist die Person Jesu. Der reagierte nämlich höchst eigenwillig wenn es um irgend welche Strafvollzugsmaßnahmen im Sinne der mosaischen Gesetze ging.“

Die Figur Jesus ist ebenso nicht viel besser, als was vorher war, wenn einer proklamiert, man solle sein Fleisch essen und sein Blut trinken, dann erinnert mich dies eher an Kanibalismus, Okkultismus und andere abartige Geisteskrankheiten!


“Es hängt nämlich von uns selber ab, was "wir" aus dem Regelwerk Gottes machen und wie "wir" damit umgehen.“

Bitte bedenke werter Fabiano, dass es sich hier um eine weitverbreitete Plattitüde oder Floskel handelt, die liebend gerne verwendet wird, wenn man versucht den offensichtlichen Fragen auszuweichen, um einen blinden Glauben an ein Dogma vermeintlich zu rechtfertigen sucht.

Was macht man also mit folgenden eindeutigen Geboten..?

„Eine Frau lerne in der Stille mit aller Unterordnung. Einer Frau gestatte ich nicht, dass sie lehre, auch nicht, dass sie sich über den Mann erhebe, sondern sie sei stille. Denn Adam ist am ersten gemacht, danach Eva" (1.Tim.2,11-12).

„Der Mann aber soll das Haupt nicht bedecken, denn er ist Gottes Bild und Abglanz; die Frau aber ist des Mannes Abglanz" (1 .Kor.1 1,7)

,,Wie in allen Gemeinden der Heiligen lasset die Frauen schweigen in der Gemeinde; denn es soll ihnen nicht zugelassen werden, dass sie reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt". (1.Kor.11,7)

,,Die Frauen seien untertan ihren Männern als dem Herrn" (Eph.5,22).


“Und wenn wir mal das höchste Gebot, nämlich das der Gottes und Nächstenliebe voranschieben, dann ist es unter dem Aspekt der Liebe keine Schmach mehr, sich "einander" in Liebe Gott gemeinsam unterzuordnen.“

Wenn das so wäre, dann wären auch die genannten Bibelstellen garantiert nicht in der Art und in einer Deutlichkeit ausgefallen, wie sie es eben sind und auch akribisch in die Tat umgesetzt worden sind, bis in unsere Tage hinein. ~^

“Und in diesem Sinne möge es in uns Weihnachten, auf dass wir mehr lernen uns in der Liebe gegenseitig zu achten, zu respektieren und einander unterzuordnen vor Gott dem Herrn.“

Gegen das Lernen wäre ich der Letzte, der etwas dagegen hätte, doch gerade das scheint ja die Religion erfolgreich über tausende Jahre geradezu verhindert zu haben und da zeigt sich dieser Gott als hinterlistiger Drahtzieher und ich wäre der Letzte, der sich so was unterwerfen würde. ;)


melden

Submission

25.12.2008 um 15:06
@coelus

Hallo coelus,grüsse dich.Hast du auch mal Urlaub? ;-)
Ihr seid ja schon wieder fleissig gewesen.
Und eines hat mir im Auge irgend wie weh getan.

"Die Figur Jesus ist ebenso nicht viel besser, als was vorher war, wenn einer proklamiert, man solle sein Fleisch essen und sein Blut trinken, dann erinnert mich dies eher an Kanibalismus, Okkultismus und andere abartige Geisteskrankheiten!

Reine Interpretierungssache!Es ist ja auch nicht ohne Grund,dass in heutiger Zeit die Religionen einer Endzeit entgegen gehen,oder einer totalen Umkonstruhierung erleben,und noch erleben werden.Das damals gesagte,war vieles für die damals lebenden gesagt,aber auch nicht nur.Denn so wurde auch eine Zeit anpassende Kultur und Verständnis erschaffen,die es sonst nicht gegeben hätte mit all ihren positiven und negativen Seiten.

Da wir jetzt hier sind und es eben so ist,war das sicher in dem Sinne ein Muss.Es ist jetzt so.

Wir können ja vieles gar nicht mehr verstehen.Es ist ja im Laufe der Zeiten so viel geschehen und dem ursprünglichen entglitten.Es ist nur mehr ein Not Erhaltungssystem für das was kommen mag.Und das wird es.
Eben weil nichts absolut schlecht sein kann.Es ist nur das "Problem"
der Unreinheit,Unrichtigkeit und der zeitlichen Barriere,die unser Verständnis zu den einfacheren und loseren Gedankengängen von früher nicht mehr fassen kann,wie denn auch?
Ist es doch so wie es hetzt ist,und wir haben allerlei Dinge in unserem Verständnis und in unseren Köpfen die es auch gar nicht mehr möglich machen.Das heisst aber nicht das Jetzt Richtig und früher falsch war,es ist nur ein geschichtlicher Prozess von statten gegangen,der uns auf was vor zu bereiten scheint!Eben das Jetzt.

Man kann also jetzt auch nicht die Figur Jesus nicht gleich setzen mit Kannibalen und Okkultisten,Geisteskranken usw.
Man versteht es nicht,das sagt der Konflikt im Inneren der Gläubigen doch auch schon aus.Eben alle können es nur schwer mit Gedanken fassen.
Und ein jeder sieht dies auch anders.Da stolpern zwar viele darüber,ohne zu fragen(viele Blindgläubige wahrscheinlich),aber um des Rätsels Lösung bedarf es dann hoffentlich schon noch mehr,als eine uns menschliche Anschauung und Sichtweise weil es unserem Weltbild entspricht dafür her zu nehmen.


melden
Fabiano
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Submission

26.12.2008 um 09:27
Eigentlich habe ich keine Lust auf coelus Antworten weiter einzugehen, aber eines muss ich doch noch dazu sagen:

Du kritisierst meine Ansichten, das ist dein gutes Recht, aber du machst genau das gleiche was du mir vorwirfst. Du blendest einen Teil der Wahrheit aus, den du nicht sehen willst und den anderen Teil übertreibst du so stark, dass du ihn damit ad absurdum führen willst, leider so stark, dass man es nur noch unter Satire betrachten kann.

Wer Religion mit verbrechrischem Tun in Verbidung bringen oder dies sogar gleich setzen will, der betrachtet Religion nämlich auch nicht objektiv, sondern sehr einseitig nur von einer bestimmten Seite her und blendet die andere Seite aus. Ich will nicht sagen, dass ich objektiv urteile, denn als Christ bin ich diesbezüglich etwas befangen. Wenn man natürlich nur die negativen Auswirkungen von dem was Religion uns beschert hat, betrachtet, also bei der christlichen Religion die Kreuzzüge, die Inquisition, die Zwangsmissionierung in der neuen Welt usw. dann ist ein Vergleich dahingehend natürlich richtig. Das ist aber eben nur die eine Seite. Deswegen per se Religion mit verbrecherisch gleich zu setzen, ist hingegen eine Unverschämtheit und eine Beleidigung aller Glaubenden. Nur weil jemand an Gott glaubt und einer Religion angehört, ist er noch lange kein Verbrecher. Und das schimmert bei diesem einen Satz von Doors doch sehr stark hindurch.

Als wenn der reine Glaube an ein allerhöchstes Wesen per se also schon ein Verbrechen sei? - Und nun? Wie lautet das Urteil gegen dieses Verbrechen, an einen Gott zu glauben? Solange wie ich hier in der Bundesrepublik Deutschland lebe und solange wie im Grundgesetz Religionsfreiheit garantiert wird, sehe ich keine strafbare Handlung darin, an einen Gott zu glauben. Und ich würde auch nicht von meinem Gott abstand nehmen, wenn dieser mein Glaube strafbar wäre ! Aber ich sehe schon noch kommen, dass wir eines Tages dafür, dass wir an ein höchstes Wesen glauben auch noch verfolgt und bestraft werden, Harmagedon lässt aus der Ferne schonmal grüßen :D

Auf welche Grundlagen willst du dich stellen? Auch menschliche Gesetze muss man einhalten, daher ist es an sich gleich, ob sie nun göttlich oder menschlich seien. Oder wärest du für die totale Anarchie?

Deine blühende Fantasie scheint auch nur sehen zu wollen was sie sehen will. Was wäre passiert, wenn die Menschen keine Satzungen erhalten hätten, seien sie nun göttlicher oder menschlicher Natur? Sie hätten frei tun und lassen können was immer ihnen beliebte. Ich zeige dir mal die Kehrseite auf, was auch möglich ist: Der Stärkere nimmt sich sein Recht auf kosten der Schwächeren. Der Schwache ist ungeschützt der Willkür und Macht des Stärkeren ausgeliefert. Das läuft dann auf Unterdrückung heraus und was hielte den Gesetzlosen davon ab, in seinem Wahn nach Macht und Reichtum die ärmeren und schwächeren auszubeuten und zu unterjochen? Du willst ja keine Gesetze, also welches Naturrecht setzt sich dann wohl durch?

Wenn stehlen, morden, lug und trug erlaubt sind, dann wird es auch anwendung finden, denn es passiert ja nichts, es wird ja nicht bestraft, es existieren ja keine Satzungen. In diese Art von Paradies möchte ich jedenfalls nicht hinein.

Zu deinen Absurditäten: In der Schöpfungsgeschichte gibt es zwei Passagen. Die eine spricht davon, dass zunächst Adam geschaffen ward und sich ein wenig einsam da fühlte, sodass Gott ihm aus seiner Rippe eine Gehilfin machte, worauf Adam dann sagte: Dies ist Fleisch von meinem Fleisch. Die andere spricht davon, dass Gott den Menschen schuf als Mann und Frau.

Du willst es so sehen, dass hier eine göttliche Reihenfolge existiert, damit du etwas hast, wogegen du opponieren kannst. Ob da nun stehe als Mann und Frau schuf er sie, oder als Frau und Mann... wollen wir hier Spitzfindig werden :D

Das mit der Rippe ist ohnehin wieder mal nur ein Bild, aber du willst die Bilder ja auch nicht verstehen, sonst würdest du auch nicht von Kanibalismus sprechen, wenn du Jesu Worte nimmst mit: Esst mein Fleisch und trinket mein Blut. - Das Jesus das nicht wörtlich meint, versteht sich von selbst, aber Du willst es ja so sehen, denn wenn man es richtig verstehen würde, würde man dir ja damit den Wind aus den Segeln nehmen und dann hättest du hier nichts mehr zu meckern und das wär dann schade...

Und was die Frauen betrifft, du zitierst immer wieder Timotheus und Korinther. Das sind Briefe der ersten Apostel. Wenn also darin die eigenen Ansichten der Schreiber zum Ausdruck kommen, dann sind das zumindest für mich keine gültigen Gottesworte, sondern die Ansichten von Menschen. Es gibt auch heute solche Ansichten von Menschen, durchaus. Aber diese teile ich nicht.

Das es auch im Mittelalter durchaus Frauenpower gab, will ich dir anhand der Hildegard von Bingen mal versuchen näher zu bringen. Mach dich mal mit ihren Werken und ihrer Biographie etwas vertraut, vielleicht ändert dies dann deine Sichtweise.

Mir wirfst du vor, eine Rosabrille zu tragen, selbst aber hast du eine so tiefschwarze Brille auf, dass dir darin auch alles was mit Religion zutun hat nur in den allerschwärzesten Farbtönen erscheint. Also legen wir beide mal unsere Brillen ab und sehen der Wahrheit ins Angesicht.

Wenn du allerdings weiterhin behaupten willst, wer an Gott glaubt sei ein Verbrecher, dann kannst du dir andere Diskussionspartner aussuchen, auf dieser Ebene habe ich wenig Lust mit dir zu kommunizieren.

Ein Wort zum Schluss: Ich bin für einen Glauben, nicht wider die Vernunft, von einem blinden Glauben halte ich nichts, wenn also jemand meint, er könne oder wolle gewisse göttliche Satzungen nicht akzeptieren, weil sie ihm unvernünftig erscheinen, dann habe ich dafür sehr großes Verständnis. Der möge dann entsprechende Dinge aus Vernunftgründen auch unterlassen.


melden
coelus
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Submission

26.12.2008 um 12:00
Jo, hoi Roman, man könnte es auch Urlaub nennen, doch trifft es aber in meinem konkreten Fall nicht ganz zu, da ich keine Erlaubnis dazu einholen musste. Ich schiebe schon im Moment gerade eine ruhige und besinnliche Kugel, doch dies ergibt sich ja eigentlich von alleine, da viele Kunden, Klienten mich im Moment nicht kontaktieren, während diesen Tagen. ;)

“Und eines hat mir im Auge irgend wie weh getan.“

Hier wäre es sehr interessant zu erfahren, werter Roman, was denn ganz exakt Dir weh getan hat oder noch tut?

Ist es vielleicht die Herausforderung der daraus resultierenden und offensichtlich „unbequemen“ Fragestellungen, warum heutige Christen immer noch das Fleisch Christi und sein Blut trinken, oder werden Christen beim Abendmahl wirklich sozusagen zu Menschenessern und dies lediglich, weil sie einer Behauptung einer Figur namens Jesu unhinterfragt und undurchdacht Glauben schenken wollen, dies rein weil sie alle –aus rein egoistischen Gründen natürlich- das ewige Leben haben wollen und zur periodischen Durchführung diesem Ritual bedingungslos bereit sind?

Natürlich sagt sich hier der Christ; aber wir sind doch keine Primitiven, die Tiere oder sogar Menschen opfern um Gott zu versöhnen und um an Gottes Macht Anteil zu bekommen und wir haben doch solcherart blutige Opfervorstellungen längst hinter uns gelassen und letztlich: es ist doch nur Brot und Wein, das wir im Abendmahl verzehren und nicht Fleisch und Blut, oder..?

Komm Roman, wir machen doch kurz einen gedanklichen Ausflug, damit Du meine Intension besser nachvollziehen und Dich konkret selbst diesem „unbequemen“ Denken stellen kannst und Dich ferner fördern könnte, dass Du von alleine zu einer selbst gewonnen Überzeugung gelangst und nicht eine vorgegebene Überzeugung einfach ohne zu Hinterfragen übernimmst.

Stell Dir einmal vor, Du wärest also diese Figur Jesus und würdest somit über allem stehen und sämtliche Menschen in ihrer momentanen Lage absolut verstehen und nachvollziehen können.

Du „wüsstest“ also, dass alle Menschen das ewige Leben erhalten können, wenn sie Dich symbolisch oder nicht, Dein Fleisch essen und Dein Blut trinken. Nun begegnest Du also einem kleinen Kind und versuchst ihm nun rüberzubringen, dass es ewiges Leben erhalten könne (mal abgesehen davon, was ewiges Leben überhaupt sein SOLLe). Damit nun dieses Kind Dich dann auch richtig verstehen kann, sprichst Du nun Dein Gleichnis: „Schau mein kleines Kind, wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben.“

Und nun wohl verstanden, werter Roman, Du bist ja nun dieser Jesus, der über allem stehen SOLLe und alles weiss –im Gegensatz zu allen anderen-, da Du ja persönlich der Sohn Gottes selbst bist.

Was denkst Du nun Roman, ist dies wirklich die einfühlenste Art und Weise, wie man einem Kind begegnet und ihm antwortet?

Was erhältst Du, wenn Du Dich der Analyse einer solchen Psyche Dich versuchst?

Bitte bedenke lieber Roman, dass ich das vermeintliche Argument, dass damals (vor 2000 Jahren) andere Gepflogenheiten (Ausdruck, Sprache, Redewendungen, Denkvermögen) herrschte, nicht akzeptieren kann, dies weil ich selbst diesen Menschen damals, das menschliche Mitgefühl nicht absprechen kann, wie es andere Zeitgenossen es immer wieder versuchen zu tun, wenn sie mit ihren offensichtlichen Widersprüchen nicht mehr zu Gange kommen.

Ich bin mir ferner 100% sicher, dass auch vor 2000 Jahren, ein höchst anständiger Mensch, genug Einfühlungsvermögen und Lebenserfahrung aufzuweisen vermag, um einem kleinen Kind die Dinge so zu vermitteln, dass auf Bilder wie (Menschen-) Fleisch essen und (Menschen-) Blut trinken, ganz gut verzichtet werden konnte und erst so noch viel effizienter zu einem eindeutigen kindsgerechten und nachhaltigen Verständnis hinführt. :)


melden

Submission

28.12.2008 um 17:40
Fabiano schrieb:Wenn du allerdings weiterhin behaupten willst, wer an Gott glaubt sei ein Verbrecher, dann kannst du dir andere Diskussionspartner aussuchen, auf dieser Ebene habe ich wenig Lust mit dir zu kommunizieren.
Dass sind ja Unterstellungen und da kann ich dich Fabiano völlig verstehen.Man sollte auch nicht zu witläufig werden und ohne Argumente reden.bzw Beweise,..wobei diese These ja sowieso völlig schwachsinnig ist.

Und überhaupt,war es eig relativ sinnlos darüber zu rede und bestimmt,dadrüber zu diskutieren,dass Religiös sein,schon mit einer Straftat gleichzustellen ist.


melden

Submission

28.12.2008 um 17:44
ich muss mich einmal verbessern,
Doors

23.12.2008
13:08 (melden) Submission

Religion ist per se schon immer nahe dran an einer kriminellen Vereinigung.

Religion, die Frauen ausgrenzt und/oder unterdrückt, ist in jedem Falle ein Verbrechen.


pescado
Diskussionsleiter
beschäftigt
Profil / Nachricht
Mitglied seit 2008

23.12.2008
14:02 (melden) Submission

ja da geb ich dir auf jeden fall recht.
D war ich natürlich nur einer Meinung mit Doors,bezüglich letzterem.


melden
Fabiano
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Submission

29.12.2008 um 18:02
Denk mal drüber nach, was du hier schreibst, pescada :D Ich kann mir nicht im Ansatz vorstellen, dass du Doors Aussage wirklich zustimmst, auch die letzte ist nicht besser als die erste.


melden

Submission

29.12.2008 um 18:25
ja ok ;)FabianO


melden
Anzeige
Fabiano
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Submission

30.12.2008 um 09:48
Bittesehr :D PescadO


melden
303 Mitglieder anwesend
Konto erstellen
Allmystery Newsletter
Alle zwei Wochen
die beliebtesten
Diskussionen per E-Mail.

Themenverwandt
Anzeigen ausblenden