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Thomasevangelium

253 Beiträge, Schlüsselwörter: Welt, Thomasevangelium
herzbetont
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Thomasevangelium

03.03.2011 um 14:56
phenomena schrieb:Deswegen ist er natürlich kein Arschloch, im Gegensatz zu den Götzen.
Ich weiss, dass du dich von einem Arschloch-Gott ebenfalls distanzieren möchtest und dir daher deinen Gott so zurecht biegst, dass er ein symphatischer Weltraumkollege ist.

Das machen fast alle so. Ist auch nicht verkehrt. Hat aber mit dem Ursprungsmonotheismus nicht mehr viel zu tun.

@phenomena


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Thomasevangelium

03.03.2011 um 15:03
Was haltet ihr davon, dass das Thomas Evangelium eher das Urchristentum verkörpert als die anderen Evangelien, weil da angeblich Paulus nicht seine Finger im Spiel hatte, steht glaub ich so ähnlich auch auf Wiki! ?

lg


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herzbetont
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Thomasevangelium

03.03.2011 um 15:05
phenomena schrieb:unzweifelhaft in Bezug auf Allem. Aber natürlich nur was das angeht, was die Schreiber einst aufgeschrieben haben. Die Abschriften die uns zur Verfügung stehen, enthalten tatsächlich an diversen Stellen Fehler oder Uneinigkeiten. Das betrifft hauptsächlich das NT. Es gibt mehrere tausend Abschriften die von kleinen Fragmenten bis zum mehr oder weniger vollständigem Kanon reichen. Bezogen auf die Masse der Abschriften und meist unwesentliche Details oder höchstens Grammatikfehler betreffend, ist die Einigkeit aber absolut erstaunlich, und mit nichts anderem vergleichbar was die antike Literatur zu bieten hat. Wäre die Bibel also unglaubwürdig, so wären es sämtliche anderen schriftlichen Geschichtszeugnisse erst recht. Würden wir das alles verwerfen, wüssten wir so gut wie nichts über die Menschheitsgeschichte. Wir wüssten nichts über Cäsar, nichts über Alexander dem Großen, schon gar nichts über die griechischen Philosophen, und auch die paar Steinfragmente der Ägypter wären nicht besonders viel wert, weil auch sie nur Wissen enthalten, was Menschen fest hielten.
Geschichtsforschung besteht hauptsächlich aus dem Studieren von schriftlichen Zeugnisberichten. Die Datierungen von Artefakten spielt dabei nur eine recht untergordnete Rolle.

Natürlich hat man das Recht die Zeugnisse so wie deren Verfasser in Frage zu stellen, nur muss man sich bewusst sein, dass man damit dann jemanden (auch wenn er nicht mehr lebt) auf die Anklagebank setzt. Die Geschichtsforschung arbeitet aber nicht so. Bevor etwas als Unwahrheit bewertet wird, muss der Autor es entweder selber als Fantasie gekennzeichnet haben, oder aber es müssen mehrere Zeugen gegen ihn sprechen.
Und im Fall der Bibel ist ihre Position eindeutig. Nicht nur aufgrund der Masse der Zeugen, sondern auch durch die Archäologie, wo zwar das letzte Wort noch nicht gesprochen ist, die Lage für die Bibel aber keineswegs so schlecht ist, wie das öffentlich gerne dargestellt bzw. unter den Tisch gekehrt wird. Man kann hier getrost von Anti-Propaganda reden.

Leider gibt es sowas auf beiden Seiten. Auch viele die sich zum Christentum bekennen, benutzen oft zweifelhafte Methoden um ihren Glauben zu untermauern. Dazu zähle ich z.b. die falsche Prophetieauslegung die sich wiederum konventioneller Geschichtschronologien bedient, die aber genau genommen eigentlich im Gegensatz zur Bibel stehen, und so leider das ganze Gebäude der Prophetie als unglaubwürdig hinstellen (falls es raus kommt), in sich zusammenstürzen lassen, und so manch Gläubigen deswegen zum Abfall bringen kann.
Da hat dann wohl so mancher auf Sand gebaut.
Anhand welchen Zusammenhängen machst du denn in erster Linie fest, dass es sich bei deinen ach so tollen Ursprungstexten, um wahre Gegebenheiten handelt? Dein Glaube als Maßstab zu nehmen wäre fahrlässig und ungenügend.

Und wenn jemand diese Texte in freundlichere Texte und besseren Weisheiten wandeln möchte, dann ist das in keinster weise verkehrter, als anzunehmen, es handle sich bei den Ursprungstexten, um ernstzunehmende Erklärmodelle.

@phenomena


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slsk
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Thomasevangelium

03.03.2011 um 16:33
@phenomena

Sorry, aber das ist alles verworrener Mist mit dem du mich aufklären willst, genau das ist das Ergebnis ungenauer Definitionen und einer unterschiedlichen Verwendung der Namen.


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slsk
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Thomasevangelium

03.03.2011 um 16:37
"Was haltet ihr davon, dass das Thomas Evangelium eher das Urchristentum verkörpert als die anderen Evangelien, weil da angeblich Paulus nicht seine Finger im Spiel hatte, steht glaub ich so ähnlich auch auf Wiki! ?"

@mile83

Spielt keine wirkliche Rolle, wie du hier im Thread siehst, versucht jede Gruppierung ihren Text als glaubwürdiger/ursprünglicher darzustellen.

Die einzige Chance die man wirklich hat, die Zitate zu verstehen und selbst entscheiden.


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Thomasevangelium

03.03.2011 um 16:43
@slsk
danke ;)


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slsk
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Thomasevangelium

03.03.2011 um 16:59
Th.ev. 22

"Jesus sprach zu ihnen: Wenn ihr aus zwei eins macht und wenn ihr das Innere wie das Äußere macht und das Äußere wie das Innere und das Obere wie das Untere"

Hier steht die Antwort wie das AT und das NT zueinander stehen.

Der Vers entspricht dem NT, verdreht/verändert man was, erhält man die Ansicht des AT.

:)


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Fidaii
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Thomasevangelium

03.03.2011 um 17:04
mile83 schrieb:Was haltet ihr davon, dass das Thomas Evangelium eher das Urchristentum verkörpert als die anderen Evangelien, weil da angeblich Paulus nicht seine Finger im Spiel hatte, steht glaub ich so ähnlich auch auf Wiki! ?
@mile83

Das halte ich für Unfug. Das Thomasevangelium widerspricht nicht den vier kanonischen Evangelien, verwendet sogar gleiche oder ähnliche Zitate und widerspricht auch nicht dem Verständnis von Paulus.


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slsk
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Thomasevangelium

03.03.2011 um 17:41
Paulus würde ich ganz weglassen.

"3,21 Jetzt aber ist ohne Gesetz Gottes Gerechtigkeit geoffenbart worden, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten: 3,22 Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesus Christus für alle, die glauben. Denn es ist kein Unterschied, 3,23 denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes 3,24 und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist. 3,25 Ihn hat Gott dargestellt zu einem Sühneort durch den Glauben an sein Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit wegen des Hingehenlassens der vorher geschehenen Sünden unter der Nachsicht Gottes; 3,26 zum Erweis seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, daß er gerecht sei und den rechtfertige, der des Glaubens an Jesus ist.

3,27 Wo bleibt nun der Ruhm? Er ist ausgeschlossen. Durch was für ein Gesetz? Der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens. 3,28 Denn wir urteilen, daß ein Mensch durch Glauben gerechtfertigt wird, ohne Gesetzeswerke. 3,29 Oder ist [Gott] der Gott der Juden allein? Nicht auch der Nationen? Ja, auch der Nationen. 3,30 Denn Gott ist einer. Er wird die Beschneidung aus Glauben und das Unbeschnittensein durch den Glauben rechtfertigen. 3,31 Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Sondern wir bestätigen das Gesetz. "

Paulus schreibt den Gesetz nichts zu z.B. 3,27 dem Ruhm, Jesus beschreibt denjenigen, die das Gesetz tun, als die Höchsten in den Himmeln.

Außerdem ist sein Schreibstil was für Tratschtanten, viele Worte nahezu kein Inhalt.


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Thomasevangelium

03.03.2011 um 18:32
@herzbetont
herzbetont schrieb:Ich weiss, dass du dich von einem Arschloch-Gott ebenfalls distanzieren möchtest und dir daher deinen Gott so zurecht biegst, dass er ein symphatischer Weltraumkollege ist.

Das machen fast alle so. Ist auch nicht verkehrt. Hat aber mit dem Ursprungsmonotheismus nicht mehr viel zu tun.
Beschreib doch mal den Gott des Ursprungsmonotheismus.
herzbetont schrieb:Anhand welchen Zusammenhängen machst du denn in erster Linie fest, dass es sich bei deinen ach so tollen Ursprungstexten, um wahre Gegebenheiten handelt? Dein Glaube als Maßstab zu nehmen wäre fahrlässig und ungenügend.
Der Glaube ist der Maßstab von Allem. Auch wenn du das nicht wahrhaben willst. Alles hat damit zu tun, dass wir am Ende auf irgendjemanden angewiesen sind, dem wir glauben müssen, dass Dieses und Jenes sich so oder so verhält.

Oder warst du bei jeder archäologischen Ausgrabung anwesend, saßt du persönlich an Board der Voyager Sonden (und falls ja, woher weisst du, ob das nicht nur eine raffinierte Simulation war ?), oder hast du ganz allein die Erde kartographiert ?
Wenn du alles so konsequent in Frage stellen würdest, wie das von Menschen bestmöglichst bezeugte Geschichtswerk, dann wäre die Welt nicht größer als wie du mit den Augen weit sehen kannst. Wenn du 100% ohne Glauben auskommen willst, dann müsstest du wie Gott ewig, allwissend und omnipräsent sein. Kurz gesagt : Allmächtig

Und genau das (allmächtig) bedeuten die Wörter Pantokrator bzw. El Shaddai.
DAS ist der ursprüngliche Monotheismus, und er kann auch nichts anderes sein.
Ein Gott der ein Geschöpf ist, von irgendwo und irgendwann her kommt, kann dies alles nicht sein, und hat sich somit disqualifiziert.

Nenn mit den Allmächtigen der Römer, Griechen, Babylonier oder sonst einer Kultur deiner Wahl, die einen obersten Gott haben, der all diese Eigenschaften hat. Falls es überhaupt sowas wie einen Allmächtigen in anderen Kulturen gibt, dann ist er bestensfalls eine Randerscheinung, aber kein Gott dem absolute Ehre erbracht wird. Vielleicht weil der Respekt so weit ging, dass man sich gar nicht traute, sich überhaupt an diese überaus erhabene Heiligkeit zu wenden, neben der man selbst nur ein mickriger Schandfleck ist.
Die Unterwerfung zu den Göttern geschah ja nie aus wirklicher Ehre und Liebe zu diesen Göttern, sondern aus purer Berechnung, weil die Menschen Angst hatten und sie mit Opfern besänftigten, oder sie sich weltlichen Segen erkaufen wollten.
Damit kann man sich bei Götzen vielleicht noch einschmeicheln, aber bei dem Allmächtigen funktioniert das nicht, weil er die niederen Beweggründe des Menschen schon kennt, bevor sie sich an ihn wenden.


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Thomasevangelium

03.03.2011 um 18:40
@slsk
slsk schrieb:Sorry, aber das ist alles verworrener Mist mit dem du mich aufklären willst, genau das ist das Ergebnis ungenauer Definitionen und einer unterschiedlichen Verwendung der Namen.
Was ich dir erzähle hat mit hebräischer und altgriechischer Linguistik zu tun. Ich habe es zwar mit eigenen Worten geschrieben und nach meinem Verständnis ergänzt, aber so odr so ähnlich findest du die Begriffe in jeder entsprechenden Literatur bezeugt.

Worauf basiert deine Auslegung ? Vielleicht hast du ja Recht, ich bin ja auch für neue Ansätze offen, und forsche gern selber nach, wo ich mit den konventionellen Methoden nicht weiter komme. Wenn du hier 2 Begriffe auf unübliche Weise neu definierst, dann steht dahinter meistens ausgiebige Nachforschung. Was kannst du mir darüber erzählen ? Man ersetzt die Wörter nicht einfach so, weils einem grade passt.


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nocredit
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Thomasevangelium

03.03.2011 um 18:46
@phenomena

das Phänomen der Leichtgläubigkeit, wurde schon von den griechischen Geschichtenerzählern gerne
genutzt.
Merkwürdig ist nur, dass Jesus in den hebräischen Texten nirgends erwähnt wird^^.

Denen, die selbst erfahren haben wie Jesus Wunder tat, scheint das hinten vorbeigegangen zu sein!


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Thomasevangelium

03.03.2011 um 18:48
phenomena schrieb:da sie z.B. Kinder als Brandopfer forderten.
Hm mir fallen da aber auf Anhieb mehrere Stellen aus der Bibel ein, wo Kinder geopfert werden.

Bekannt ist die beinaheopferung von Isaak oder die Tötung der Erstgeborenen in Ägypten. Aber auch die Zerreisung der Kinder durch einen Propheten oder die Tötung der Kinder und Frauen trotz Weigerung der Soldaten an dieser Greultat mitzumachen sind bekannt.


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Thomasevangelium

03.03.2011 um 19:27
@nocredit

Jesus wird im Talmud erwähnt, auch wenn er nicht besonders gut weg kommt, was ja nicht verwunderlich ist. Seine Existenz so wie seine Wunder wurden im Judentum niemals bestritten.

@Spöckenkieke

Opfer sind was anderes. Ein Opfer stirbt stellvertretend zur Sühne für den der opfert.
Gott hat im Gesetz nie die Òpferung von Menschen gefordert. Das wäre auch sinnlos gewesen, weil ein Opfer immer als rein gelten musste. Und Menschen sind es per Definition nie gewesen, sonst hätte es die Opfer ja gar nicht erst geben brauchen.

Das mit Isaak ist eben nur eine Beinnaheopferung, und das ist sehr wichtig.
1. Geschah das noch vor der Gesetzgebung, 2. wusste Abraham (durch den Glauben), dass Isaak nicht sterben wird oder sterben darf, weil Gott Abraham durch Isaak eine große Nachkommenschaft versprochen hatte.

Paulus erklärt es im Hebräerbrief 11,17-19 :
Durch Glauben brachte Abraham den Isaak dar, als er versucht wurde, und opferte den Eingeborenen, er, der die Verheißungen empfangen hatte, zu welchem gesagt worden war: «In Isaak soll dir ein Same berufen werden.» Er zählte eben darauf, daß Gott imstande sei, auch von den Toten zu erwecken, weshalb er ihn auch, wie durch ein Gleichnis, wieder erhielt.

Die Tötung der Erstgeburt war ein Gericht über die Ägypter, nicht über die Erstgeburten selbst. Dieses Gericht darf aber nicht als bloße Strafe gesehen werden, sondern als Demütigung die wiederum zur Buße führen sollte. Das hat in dem Fall leider nur kurz geklappt, denn kurz darauf ließ sich der Pharao wieder von seinem eigenen Hass verstocken.
Die Erstgeburten, von denen ja nicht gesagt ist, dass dies alles nur Kleinkinder, Säuglinge bzw. Welpen oder was auch immer waren, aber falls sie es in manchen Fällen doch waren, so wird Gott sie ganz gewiss für sein Reich reserviert haben. Gott kann töten, Gott kann lebendig machen, und was mit den Verstorbenen ist, weiss im Moment nur er selbst.
Auch David wurde sein Kind zur Demütigung genommen, weil er schwer gesündigt hatte. Bei ihm führte die Demütigung aber zur Bekehrung, und so wusste er, dass er wie sein Kind von Gott angenommen ist, indem er sagte, dass das Kind nicht zurück kommt, er aber zu seinem Kind gehen wird, zuerst vorübergehend ins Totenreich und dann für die Ewigkeit ins Reich Gottes nach der Auferstehung (2. Samuel 12).


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nocredit
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Thomasevangelium

03.03.2011 um 19:37
@phenomena
phenomena schrieb:Jesus wird im Talmud erwähnt, auch wenn er nicht besonders gut weg kommt, was ja nicht verwunderlich ist. Seine Existenz so wie seine Wunder wurden im Judentum niemals bestritten.
Ich stamme selbst jüdischer Ahnen ab. Das wäre mir jetzt neu! ^^.

Kannst du da faktische Quellenangaben machen?


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nocredit
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Thomasevangelium

03.03.2011 um 19:55
@phenomena

Jesus scheint in den Ursprünglichen hebräischen Quellen überhaupt nirgends auf.

Die Legende von Jesus beginnt 70 nach Christus in Griechenland.
Das Ursprünglich jüdische Christentum hat mit Jesus nichts zu tun, sondern mit der Unterdrückung des Jüdischen Volkes durch die Römer und damit mit der Hoffnung auf den Erlösermessias, der aber nie kam und an dem sich viele probiert haben. Darunter wohl auch einer, der sich mit dem damaligen König der Juden anlegte, welcher selbst kein Jude und von den Römern als solcher im eigenen Interesse eingesetzt war.
Da dieser König also keiner war, der eigentlich aus dem Stamme David kommen hätte müssen,
wurde nach einem würdigen Ersatz für diesen Kuckuckskönig gesucht.

Möglich, dass man dafür nach einen weisen Rabbi aus Nazareth - (das gab es damals aber noch gar nicht) - ausschau hielt... und von da an ist die Geschichte ohnehin schon erlogen und erstunken!!


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Thomasevangelium

03.03.2011 um 21:02
@nocredit
nocredit schrieb:Kannst du da faktische Quellenangaben machen?
Ich nannte schon den Talmud. Näheres dazu auf : Wikipedia: Außerchristliche_Notizen_zu_Jesus_von_Nazaret#Talmud

Dort steht was von 95 n. Chr. das ist doch gar nicht so schlecht. Was im Talmud aufgenommen wurde und was nicht, war ja immerhin von großer Bedeutung. Der Talmud war und ist keine Zeitung wo jede aktuelle Meldung aufgeführt wird (auch wenn man das bei seinem Umfang meinen könnte *g*). Dass Jesus darin also überhaupt erwähnt wird, ist schon von großer Bedeutung.
Dass Jesus also in den "ursprünglichen" Quellen nicht erwähnt wird, bedeutet für dich konsequenterweise was genau ? Dass seine spätere Erwähnung einer christlichen Infiltration ins Judentum gleichkäme ?
nocredit schrieb:Die Legende von Jesus beginnt 70 nach Christus in Griechenland.
In welcher Stadt, und von wem veranlasst ? Von Römern ? Als der Tempel schon durch selbige zerstört war ? Ich glaube du weisst nicht wovon du redest, wahrscheinlich weil das du das nicht verstanden hast, was du anderswo gelesen hast. Oder du hast zu viel schlechte Filme geguckt.
nocredit schrieb:Möglich, dass man dafür nach einen weisen Rabbi aus Nazareth - (das gab es damals aber noch gar nicht) - ausschau hielt... und von da an ist die Geschichte ohnehin schon erlogen und erstunken!!
Richtig ist, dass man noch nichts (nach meinem momentanen Stand) gefunden hat, was auf ein Nazareth vor dem 2. oder 3. Jahrhundert schließen lässt. Die Archäologie ist aber äusserst langsam, weil sie grade in diesen Gebieten durch gewisse Umstände nur sehr eingeschränkt möglich ist. Zudem war das Gebiet schon immer äusserst brisant, und umkämpft, so dass Spuren auch unwiederbringlich verloren gegangen sein könnten. Dass man nichts gefunden hat, bedeutet noch lange nicht, dass es etwas niemals gab. Die Archoälogen graben ja nur das aller wenigsten aus, das ist leider nun mal so. Wer glaubt, nur anhand von Ausgraben ein vollständiges Geschichtsbild erhalten zu können, ist milde gesagt, bescheuert.

Denk mal 2000 Jahre weiter. Was glaubst du wie viel Spuren man dann noch am Groundzero vom WTC finden wird. Man wird wahrscheinlich gar nicht mehr wissen, dass er dort jemals existiert hat, weder durch Aufzeichnungen noch durch Spuren. Wenn du aber nun her kommst, und behauptest, aufgrund von dort in 2000 Jahren mehrfach neu errichteten oder renovierten Gebäuden das ursprüngliche Gebäude was dem Terrorismus zum Opfer fiel, vollständig rekonstruieren zu können, sowohl mit Zimmern als auch Einrichtungsgegenständen, was wird man dir wohl darauf entgegnen ? Das ist ja heute schon nicht mehr möglich.

Leider leider leider, gibt es tatsächlich Archäologie die sie betrieben wird. Das populärste Beispiel dafür dürfte wohl der "Nebraskamensch" sein. Heute ist das auch nicht anders, und die schwarzen Schafe gibt es leider überall, wie auch unter den Christen, wie ich ja schon sagte.
Es geht ja selten nur um Idealismus, sondern auch um Forschungsgelder, Ehrgeiz und Anerkennung. Da beschreitet mancher schon mal unsaubere Pfade.


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nocredit
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Thomasevangelium

03.03.2011 um 21:27
@phenomena
erstmal bitte den Hinweis im Talmud auf Jesus!

Dann bitte die Hinweise darauf was ich nicht verstanden habe!
phenomena schrieb:Richtig ist, dass man noch nichts (nach meinem momentanen Stand) gefunden hat, was auf ein Nazareth vor dem 2. oder 3. Jahrhundert schließen lässt. Die Archäologie ist aber äusserst langsam, weil sie grade in diesen Gebieten durch gewisse Umstände nur sehr eingeschränkt möglich ist.
Quatsch!

Nazareth gibt es im Talmud auch nicht! Also? Der Talmud wurde erst viel später abgefasst!

Kernstück des Talmud ist die Mischna (hebräisch: משנה (Lehre durch) Wiederholung). Es handelt sich hierbei um jenen Teil der Tora (תורה), den Gott nach jüdischer Tradition Moses am Berg Sinai mündlich geoffenbart hat und der in der Folgezeit auch zunächst nur mündlich weitergegeben, im 1. oder 2. Jahrhundert schließlich aber doch kodifiziert wurde. Ihre endgültige Form gefunden hat die in Hebräisch abgefasste Mischna im 2. Jahrhundert unter redaktioneller Federführung von Jehuda ha-Nasi. Sie ist im babylonischen und im palästinischen Talmud im Wesentlichen identisch.

Die zweite Schicht des Talmud ist die Gemara (aramäisch: גמרא Lehre, Wissenschaft), die aus Kommentaren und Analysen zur Mischna in aramäischer Sprache besteht. Sie sind die Frucht umfangreicher Diskussionen unter jüdischen Gelehrten insbesondere in den Akademien von Sura und Pumbedita. Ausgehend von den meist rein juristischen Fragestellungen wurden Verbindungen zu anderen Gebieten wie Medizin, Naturwissenschaft, Geschichte oder Pädagogik hergestellt. Auch wurde der eher sachliche Stil der Mischna mit diversen Fabeln, Sagen, Gleichnissen, Rätseln etc. angereichert. Die Gemara war zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert abgeschlossen. Anders als die einheitliche Mischna weichen die Fassungen der Gemara in der babylonischen und der palästinischen Talmudausgabe voneinander ab.

Beim Babylonischen Talmud kommen schließlich als dritte Schicht die Kommentare aus späterer Zeit hinzu. Hervorzuheben sind insofern insbesondere jene von Rabbi Schlomo ben Jizchak (genannt „Raschi“), einem im 11. Jahrhundert in Frankreich und Deutschland wirkenden Talmud-Gelehrten.

Die ständige Fortentwicklung der Tradition durch Diskussionen, Kommentare und Analysen prägt den durchgängig dialektischen Stil des Talmud. Das bevorzugte Mittel der Darstellung ist der Dialog zwischen verschiedenen rabbinischen Lehrmeinungen, der am Ende zu einer Entscheidung führt und den maßgeblichen Stand der Tradition wiedergibt.

Üblicherweise sind die einzelnen Textteile so angeordnet, dass sich die Mischna in der Mitte jeder Seite befindet. Links und unten wird sie L-förmig von der Gemara umrahmt. Der Textstreifen am oberen Innenrand einer Seite enthält die Kommentare Raschis, der am Außenrand und ggf. am unteren Rand schließlich etwaige weitere Kommentare.


hör also bitte auf, mit Jesus im Talmud herumzupfuschen^^.


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nocredit
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Thomasevangelium

03.03.2011 um 21:27
Quellenagabe vergessen: Wikipedia: Talmud


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Fidaii
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Thomasevangelium

03.03.2011 um 22:29
slsk schrieb:Paulus würde ich ganz weglassen.

"3,21 Jetzt aber ist ohne Gesetz Gottes Gerechtigkeit geoffenbart worden, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten: 3,22 Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesus Christus für alle, die glauben. Denn es ist kein Unterschied, 3,23 denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes 3,24 und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist. 3,25 Ihn hat Gott dargestellt zu einem Sühneort durch den Glauben an sein Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit wegen des Hingehenlassens der vorher geschehenen Sünden unter der Nachsicht Gottes; 3,26 zum Erweis seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, daß er gerecht sei und den rechtfertige, der des Glaubens an Jesus ist.

3,27 Wo bleibt nun der Ruhm? Er ist ausgeschlossen. Durch was für ein Gesetz? Der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens. 3,28 Denn wir urteilen, daß ein Mensch durch Glauben gerechtfertigt wird, ohne Gesetzeswerke. 3,29 Oder ist [Gott] der Gott der Juden allein? Nicht auch der Nationen? Ja, auch der Nationen. 3,30 Denn Gott ist einer. Er wird die Beschneidung aus Glauben und das Unbeschnittensein durch den Glauben rechtfertigen. 3,31 Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Sondern wir bestätigen das Gesetz. "

Paulus schreibt den Gesetz nichts zu z.B. 3,27 dem Ruhm, Jesus beschreibt denjenigen, die das Gesetz tun, als die Höchsten in den Himmeln.

Außerdem ist sein Schreibstil was für Tratschtanten, viele Worte nahezu kein Inhalt.
@slsk

Paulus war ein weiser Mann, der aus Weisheit sprach und wusste, von was er redet, da dies, was er sagte, auf wahrer Erkenntnis beruhte.

Und wie Du auch schon zitierst, sagt er:

Heben wir nun das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Vielmehr richten wir das Gesetz auf.
(Römer 3, 31)

Petrus schreibt bzgl. Paulus in einem seiner Briefe:

Und die Geduld unsres Herrn achtet für euer Heil, wie auch unser lieber Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit euch geschrieben hat, wie auch in allen Briefen, wo er davon spricht, in welchen etliches schwer zu verstehen ist, was die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben.
(2 Petrus 3,15-17)

Daher wird Paulus auch heute noch sehr oft (wenn nicht sogar eher MEIST) falsch verstanden und seine Worte verdreht, wie auch die Worte der übrigen Schriften. Paulus wird von Unwissenden - darunter auch oft und gerne unwissende Juden und Muslime, die sich dadurch groß vorkommen und meinen sie wären im Recht -, als Verfälscher des Christentums dargestellt, was überhaupt nicht stimmt. Paulus war ein Eingeweihter und Wissender. Ich kann diese falschen Beschuldigungen ihm gegenüber meist nicht ertragen, weil sie meist nur dummes Nachgequatsche von Leuten sind, die keine Ahnung haben.

Paulus schrieb voll Weisheit:

Welche ohne Gesetz gesündigt haben, die werden auch ohne Gesetz verloren gehen; und welche unter dem Gesetz gesündigt haben, die werden durch das Gesetz verurteilt werden. Denn vor Gott sind nicht die gerecht, welche das Gesetz hören; sondern die, welche das Gesetz befolgen, sollen gerechtfertigt werden.Denn wenn die Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur tun, was das Gesetz verlangt, so sind sie, die das Gesetz nicht haben, sich selbst ein Gesetz; da sie ja beweisen, daß des Gesetzes Werk in ihre Herzen geschrieben ist, was auch ihr Gewissen bezeugt, dazu ihre Überlegungen, welche sich untereinander verklagen oder entschuldigen.
(Römer 2, 12-15)

Du rühmst dich des Gesetzes und verunehrst doch Gott durch Übertretung des Gesetzes? Wie geschrieben steht: «Der Name Gottes wird um euretwillen unter den Heiden gelästert.» Denn die Beschneidung hat nur Wert, wenn du das Gesetz hältst; bist du aber ein Übertreter des Gesetzes, so ist deine Beschneidung schon zur Unbeschnittenheit geworden. Wenn nun der Unbeschnittene die Forderungen des Gesetzes beobachtet, wird ihm nicht seine Unbeschnittenheit als Beschneidung angerechnet werden? Und wird nicht der von Natur Unbeschnittene, der das Gesetz erfüllt, dich richten, der du trotz Buchstabe und Beschneidung ein Übertreter des Gesetzes bist? Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist; auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht; sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und das ist eine Beschneidung, die am Herzen, im Geiste, nicht dem Buchstaben nach vollzogen wird. Eines solchen Lob kommt nicht von Menschen, sondern von Gott.
(Römer 2,23-29)

Oder wisset ihr nicht, Brüder (denn ich rede zu denen, die Gesetz kennen), daß das Gesetz über den Menschen herrscht, solange er lebt? Denn das verheiratete Weib ist durchs Gesetz an den Mann gebunden, solange er lebt; wenn aber der Mann gestorben ist, so ist sie losgemacht von dem Gesetz des Mannes. So wird sie denn, während der Mann lebt, eine Ehebrecherin geheißen, wenn sie eines anderen Mannes wird; wenn aber der Mann gestorben ist, ist sie frei von dem Gesetz, so daß sie nicht eine Ehebrecherin ist, wenn sie eines anderen Mannes wird. Also seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des Christus, um eines anderen zu werden, des aus den Toten Auferweckten, auf daß wir Gott Frucht brächten. Denn als wir im Fleische waren, wirkten die Leidenschaften der Sünden, die durch das Gesetz sind, in unseren Gliedern, um dem Tode Frucht zu bringen. Jetzt aber sind wir von dem Gesetz losgemacht, da wir dem gestorben sind, in welchem wir festgehalten wurden, so daß wir dienen in dem Neuen des Geistes und nicht in dem Alten des Buchstabens. Was sollen wir nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber die Sünde hätte ich nicht erkannt, als nur durch Gesetz. Denn auch von der Lust hätte ich nichts gewußt, wenn nicht das Gesetz gesagt hätte: "Laß dich nicht gelüsten". Die Sünde aber, durch das Gebot Anlaß nehmend, bewirkte jede Lust in mir; denn ohne Gesetz ist die Sünde tot. Ich aber lebte einst ohne Gesetz; als aber das Gebot kam, lebte die Sünde auf; ich aber starb. Und das Gebot, das zum Leben gegeben, dasselbe erwies sich mir zum Tode. Denn die Sünde, durch das Gebot Anlaß nehmend, täuschte mich und tötete mich durch dasselbe. So ist also das Gesetz heilig und das Gebot heilig und gerecht und gut. Gereichte nun das Gute mir zum Tode? Das sei ferne! sondern die Sünde, auf daß sie als Sünde erschiene, indem sie durch das Gute mir den Tod bewirkte, auf daß die Sünde überaus sündig würde durch das Gebot. Denn wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist, ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft; denn was ich vollbringe, erkenne ich nicht; denn nicht, was ich will, das tue ich, sondern was ich hasse, das übe ich aus. Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so stimme ich dem Gesetz bei, daß es recht ist. Nun aber vollbringe nicht mehr ich dasselbe, sondern die in mir wohnende Sünde. Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleische, nichts Gutes wohnt; denn das Wollen ist bei mir vorhanden, aber das Vollbringen dessen, was recht ist, [finde ich] nicht. Denn das Gute, das ich will, übe ich nicht aus, sondern das Böse, das ich nicht will, dieses tue ich. Wenn ich aber dieses, was ich nicht will, ausübe, so vollbringe nicht mehr ich dasselbe, sondern die in mir wohnende Sünde. Also finde ich das Gesetz für mich, der ich das Rechte ausüben will, daß das Böse bei mir vorhanden ist. Denn ich habe Wohlgefallen an dem Gesetz Gottes nach dem inneren Menschen; aber ich sehe ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet und mich in Gefangenschaft bringt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich elender Mensch! wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes? - Ich danke Gott durch Jesum Christum, unseren Herrn! Also nun diene ich selbst mit dem Sinne Gottes Gesetz, mit dem Fleische aber der Sünde Gesetz.
(Römer 7)


Etwas passendes zu Römer 7 werde ich von Origenes zitieren:
Mose ist also gestorben; das Gesetz hat nämlich aufgehört, weil "das Gesetz und die Propheten nur bis zu Johannes reichten" (Mt 11,13). Willst Du aber, daß ich Beweise aus den Schriften anführe dafür, daß das Gesetz "Mose" genannt wird? Hör, was im Evangelium steht: "Sie haben Mose und die Propheten, auf sie sollen sie hören" (Lk 16,29). Jedenfalls nennt er Mose hier ohne Zweifel das Gesetz.
Mose, der Diener Gottes, ist also gestorben. Gestorben ist nämlich das Gesetz, und die gesetzlichen Vorschriften sind weggefallen. Oder - falls es dir zu wenig an Autorität erscheint, wenn dies von mir vorgetragen wird - so folge der Autorität des Apostels, der da sagt: "Die Frau ist, solange ihr Mann lebt, dem Gesetz verplfichtet, und sie wird eine Ehebrecherin genannt werden, wenn sie einen anderen Mann angehört. Wenn aber ihr Mann gestorben ist, ist sie frei von der gesetzlichen Verfügungsgewalt des Mannes, so daß sie keine Ehebrecherin mehr ist, wenn sie einen anderen Mann angehört" (Röm 7,2f). Dabei meint er mit "Frau" ohne Zweifel die Seele, welche unter dem Gesetz des Mose festgehalten wurde, von der er sagt: "Solange der Mann lebt, ist sie dem Gesetz verpflichtet". Wenn aber ihr Mann, und das heißt ohne Zweifel das Gesetz, gestorben ist, bezeichnet er sie als "freigelassene" Seele, als eine solche, die zuvor offenbar unterworfen worden war. Deshalb also ist es notwendig, daß das Gesetz stirbt, damit diejenigen, die an Jesus glauben, niemals das Vergehen des Ehebruchs begehen.

(Origenes - Homilien über das Buch Josua [Jehoschua])

So steht auch im Johannesevangelium:
Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.[/b]
(Johannes 1,17)

Und wir wissen aus der Schrift, dass Mose, der das Gesetz bedeutet bzw. gab, nie das Heilige Land betreten hat, davor STARB, sondern es war Jehoschua (der hebräische Name für Jesus), der mit dem Volk über den Jordan zog, um das Heilige Land einzunehmen.

Dazu ist folgende Stelle passend, besonders das von mir Markierte:

Solche Zuversicht haben wir durch Christus zu Gott; denn wir sind nicht aus uns selber tüchtig, so daß wir uns etwas anrechnen dürften, als käme es aus uns selbst, sondern unsere Tüchtigkeit kommt von Gott, der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes; denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig. Wenn aber der Dienst des Todes durch in Stein gegrabene Buchstaben von solcher Herrlichkeit war, daß die Kinder Israel nicht in das Angesicht Moses zu schauen vermochten wegen der Herrlichkeit seines Antlitzes, die doch vergänglich war, wie sollte denn nicht der Dienst des Geistes von weit größerer Herrlichkeit sein? Denn wenn der Dienst der Verdammnis Herrlichkeit hatte, wieviel mehr wird der Dienst der Gerechtigkeit von Herrlichkeit überfließen! Ja jenes, das herrlich war, ist überhaupt nicht herrlich im Vergleich zu diesem, das eine so überschwengliche Herrlichkeit hat. Denn wenn das, was aufhören sollte, mit Herrlichkeit kam, wieviel mehr wird das, was bleibt, in Herrlichkeit bestehen! Da wir nun solche Hoffnung haben, so gebrauchen wir große Freimütigkeit und tun nicht wie Mose, der eine Decke auf sein Angesicht legte, damit die Kinder Israel nicht auf das Ende dessen, was aufhören sollte, schauen möchten. Aber ihre Sinne wurden verhärtet; denn bis zum heutigen Tage bleibt dieselbe Decke beim Lesen des Alten Testamentes, so daß sie nicht entdecken, daß es in Christus aufhört; sondern bis zum heutigen Tage, so oft (die fünf Bücher) Mose gelesen wird, liegt die Decke auf ihrem Herzen. Sobald es sich aber zum Herrn bekehrt, wird die Decke weggenommen. Denn der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Wir alle aber spiegeln mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider und werden umgewandelt in dasselbe Bild, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich von des Herrn Geist.
(2. Korinther 3, 4-18)

Und weiter steht geschrieben:

Denn die Gesinnung des Fleisches ist Tod, die Gesinnung des Geistes aber Leben und Friede, darum, weil die Gesinnung des Fleisches Feindschaft wider Gott ist; denn sie ist dem Gesetz Gottes nicht untertan, sie kann es auch nicht. Die aber im Fleische sind, vermögen Gott nicht zu gefallen. Ihr aber seid nicht im Fleische, sondern im Geiste, wenn anders Gottes Geist in euch wohnt; wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein. Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen. Wenn aber der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird derselbe, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt. So sind wir also, ihr Brüder, dem Fleische nicht schuldig, nach dem Fleische zu leben! Denn wenn ihr nach dem Fleische lebet, so müßt ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die Geschäfte des Leibes tötet, so werdet ihr leben. Denn alle, die sich vom Geiste Gottes leiten lassen, sind Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, daß ihr euch abermal fürchten müßtet, sondern ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, in welchem wir rufen: Abba, Vater! Dieser Geist gibt Zeugnis unsrem Geist, daß wir Gottes Kinder sind. Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi; wenn anders wir mit ihm leiden, auf daß wir auch mit ihm verherrlicht werden.
(Römer 8,6-17)

Was wollen wir nun sagen? Daß Heiden, welche nicht nach Gerechtigkeit strebten, Gerechtigkeit erlangt haben, nämlich Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt, daß aber Israel, welches dem Gesetz der Gerechtigkeit nachjagte, dem Gesetz nicht nachgekommen ist. Warum? Weil es nicht aus Glauben geschah, sondern aus Werken.
(Römer 9, 30-32)

Denn ich gebe ihnen Zeugnis, daß sie Eifer für Gott haben, aber nicht nach Erkenntnis. Denn da sie Gottes Gerechtigkeit nicht erkannten und ihre eigene [Gerechtigkeit] aufzurichten trachteten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen.
(Römer 10,2-3)

O ihr unverständigen Galater, wer hat euch bezaubert, der Wahrheit nicht zu gehorchen, euch, denen Jesus Christus als unter euch gekreuzigt vor die Augen gemalt worden war? Das allein will ich von euch lernen: Habt ihr den Geist durch Gesetzeswerke empfangen oder durch die Predigt vom Glauben? Seid ihr so unverständig? Im Geiste habt ihr angefangen und wollt nun im Fleisch vollenden? So viel habt ihr umsonst erlitten? Wenn es wirklich umsonst ist! Der euch nun den Geist darreicht und Kräfte in euch wirken läßt, tut er es durch Gesetzeswerke oder durch die Predigt vom Glauben? Gleichwie «Abraham Gott geglaubt hat und es ihm zur Gerechtigkeit gerechnet wurde», so erkennet auch, daß die aus dem Glauben Gerechten Abrahams Kinder sind. Da es nun die Schrift voraussah, daß Gott die Heiden aus Glauben rechtfertigen würde, hat sie dem Abraham zum voraus das Evangelium verkündigt: «In dir sollen alle Völker gesegnet werden.» So werden nun die, welche aus dem Glauben sind, gesegnet mit dem gläubigen Abraham. Denn alle, die aus Gesetzeswerken sind, die sind unter dem Fluch; denn es steht geschrieben: «Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buche des Gesetzes geschrieben steht, es zu tun.» Daß aber im Gesetz niemand vor Gott gerechtfertigt wird, ist offenbar; denn «der Gerechte wird aus Glauben leben.» Das Gesetz aber lautet nicht: «Aus Glauben», sondern: «wer es tut, wird dadurch leben». Christus hat uns losgekauft von dem Fluche des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns wurde; denn es steht geschrieben: «Verflucht ist jeder, der am Holze hängt», damit der Segen Abrahams zu den Heiden käme in Christus Jesus, auf daß wir durch den Glauben den Geist empfingen, der verheißen worden war. Brüder, ich rede nach Menschenweise: Sogar eines Menschen Testament, wenn es bestätigt ist, hebt niemand auf oder verordnet etwas dazu. Nun aber sind die Verheißungen dem Abraham und seinem Samen zugesprochen worden. Es heißt nicht: «und den Samen», als von vielen, sondern als von einem: «und deinem Samen», welcher ist Christus. Das aber sage ich: Ein von Gott auf Christus hin zuvor bestätigtes Testament wird durch das 430 Jahre hernach entstandene Gesetz nicht ungültig gemacht, so daß die Verheißung aufgehoben würde. Denn käme das Erbe durchs Gesetz, so käme es nicht mehr durch Verheißung; dem Abraham aber hat es Gott durch Verheißung geschenkt. Wozu nun das Gesetz? Der Übertretungen wegen wurde es hinzugefügt, bis der Same käme, dem die Verheißung gilt, und es ist durch Engel übermittelt worden in die Hand eines Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht nur Mittler von einem; Gott aber ist einer. Ist nun das Gesetz wider die Verheißungen Gottes? Das sei ferne! Denn wenn ein Gesetz gegeben wäre, das Leben schaffen könnte, so käme die Gerechtigkeit wirklich aus dem Gesetz. Aber die Schrift hat alles unter die Sünde zusammengeschlossen, damit die Verheißung durch den Glauben an Jesus Christus denen gegeben würde, die da glauben. Bevor aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahrt und verschlossen auf den Glauben hin, der geoffenbart werden sollte. So ist also das Gesetz unser Zuchtmeister geworden auf Christus hin, damit wir durch den Glauben gerechtfertigt würden. Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister; denn ihr alle seid Gottes Kinder durch den Glauben, in Christus Jesus; denn so viele von euch in Christus getauft sind, die haben Christus angezogen. Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Knecht noch Freier, da ist weder Mann noch Weib; denn ihr seid alle einer in Christus Jesus. Gehört ihr aber Christus an, so seid ihr Abrahams Same und nach der Verheißung Erben.
(Galather 3)

Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott Seinen Sohn, von einem Weibe geboren und unter das Gesetz getan, damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, auf daß wir das Sohnesrecht empfingen. Weil ihr denn Söhne seid, hat Gott den Geist Seines Sohnes in eure Herzen gesandt, der schreit: Abba, Vater! So bist du also nicht mehr Knecht, sondern Sohn; wenn aber Sohn, dann auch Erbe Gottes durch Christus.
(Galather 4,4-7)

Saget mir, die ihr unter dem Gesetz sein wollt: höret ihr das Gesetz nicht? Es steht doch geschrieben, daß Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Sklavin, den andern von der Freien. Der von der Sklavin war nach dem Fleisch geboren, der von der Freien aber kraft der Verheißung. Das hat einen bildlichen Sinn: Es sind zwei Bündnisse; das eine von dem Berge Sinai, das zur Knechtschaft gebiert, das ist Hagar. Denn «Hagar» bedeutet in Arabien den Berg Sinai und entspricht dem jetzigen Jerusalem, weil dieses samt seinen Kindern in Knechtschaft ist. Das obere Jerusalem aber ist frei, und dieses ist unsere Mutter. Denn es steht geschrieben: «Freue dich, Unfruchtbare, die du nicht gebierst; brich in Jubel aus und schreie, die du nicht in Wehen liegst, denn die Vereinsamte hat mehr Kinder als die, welche den Mann hat.» Wir aber, Brüder, sind nach der Weise des Isaak Kinder der Verheißung. Doch gleichwie damals der nach dem Fleisch Geborene den nach dem Geist Geborenen verfolgte, so auch jetzt. Was sagt aber die Schrift: «Stoße aus die Sklavin und ihren Sohn! Denn der Sohn der Sklavin soll nicht erben mit dem Sohn der Freien.» So sind wir also, meine Brüder, nicht Kinder der Sklavin, sondern der Freien.
(Galather 4, 21-31)

Denn ihr, meine Brüder, seid zur Freiheit berufen; nur machet die Freiheit nicht zu einem Vorwand für das Fleisch, sondern durch die Liebe dienet einander. Denn das ganze Gesetz wird in einem Worte erfüllt, in dem: «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.»
(Galather 5, 13-14)

Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist und den Geist wider das Fleisch; diese widerstreben einander, so daß ihr nicht tut, was ihr wollt. Werdet ihr aber vom Geist geleitet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinigkeit, Ausschweifung; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Ehrgeiz, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Mord; Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, daß die, welche solches tun, das Reich Gottes nicht ererben werden. Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz. Welche aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden. Wenn wir im Geiste leben, so lasset uns auch im Geiste wandeln. Laßt uns nicht nach eitlem Ruhme gierig sein, einander nicht herausfordern noch beneiden!
(Galather 5, 16-26)

und doch ist der Endzweck des Gebotes Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben. Dieses Ziel haben etliche verfehlt und sich unnützem Geschwätz zugewandt, wollen Gesetzeslehrer sein und bedenken nicht, was sie sagen oder was sie behaupten. Wir wissen aber, daß das Gesetz gut ist, wenn man es gesetzmäßig braucht und berücksichtigt, daß einem Gerechten kein Gesetz auferlegt ist, sondern Gesetzlosen und Unbotmäßigen, Gottlosen und Sündern, Unheiligen und Gemeinen, solchen, die Vater und Mutter mißhandeln, Menschen töten, Unzüchtigen, Knabenschändern, Menschenräubern, Lügnern, Meineidigen und was sonst der gesunden Lehre zuwider ist, nach dem Evangelium der Herrlichkeit des seligen Gottes, mit welchem ich betraut worden bin.
(1 Timotheus 1, 5-11)


Der unheiligen Altweiberfabeln aber entschlage dich; dagegen übe dich in der Gottseligkeit! Denn die leibliche Übung ist zu wenigem nütze, die Gottseligkeit aber ist zu allen Dingen nütze, da sie die Verheißung dieses und des zukünftigen Lebens hat.
(1 Timotheus 4,7-8)

Dieses Zeugnis ist wahr; aus diesem Grunde weise sie scharf zurecht, damit sie gesund seien im Glauben und nicht auf jüdische Legenden und Gebote von Menschen achten, welche sich von der Wahrheit abwenden. Den Reinen ist alles rein; den Befleckten aber und Ungläubigen ist nichts rein, sondern befleckt ist ihr Sinn und ihr Gewissen. Sie geben vor, Gott zu kennen; aber mit den Werken verleugnen sie ihn. Sie sind verabscheuungswürdig und ungehorsam und zu jedem guten Werke untüchtig.
(Titus 1, 14-16)

Und sehr wichtig:
Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist aus Gott, so daß wir wissen können, was uns von Gott gegeben ist; und davon reden wir auch, nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt sind, sondern in solchen, die vom Geist gelehrt sind, indem wir Geistliches geistlich beurteilen.
Der seelische Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geiste Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht verstehen, weil es geistlich beurteilt werden muß. Der geistliche Mensch aber erforscht alles, er selbst jedoch wird von niemand erforscht; denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, daß er ihn belehre? Wir aber haben Christi Sinn.

(1. Korinther 2, 12-16)

Oder wie Johannes es sagte:

Ein jeder, der Sünde tut, übertritt das Gesetz, und die Sünde ist die Gesetzesübertretung.
(1 Johannes 3, 4)

Zum Abschluß noch etwas Interessantes von Origenes:

Der junge Kanaan wird vom Vater als Knecht seinem Bruder Sem (vgl. Gen 9,18-25) unterworfen, der das Abbild derer ist, die aus der Beschneidung gerettet werden. Dabei ist die Güte und Vorsehung Gottes zu bewundern, die dem sündigen Kanaan ein Heilmittel gewähren und ihm das Heil schenken will. Er macht ihn zum Knecht seiner Brüder, wie auch Esau seinem Bruder Jakob (vgl. Gen 25,23; 27,37) dienen mußte. Er soll auf diese Weise nicht zugrunde gehen, sondern dem Besseren gehorchen und so das Heil erlangen.
Das ist nämlich eher nützlich für die Bösen und Sünder, die sich selbst nicht lenken können. Sie sollen nicht sich selbst überlassen werden, sondern Knechte der Heiligen werden und sich den Besseren unterwerfen, damit sie nicht durch ihre eigene schlechte Gesinnung, sondern durch deren gute gelenkt werden. Ihr seht, wie vielfältig die Güte des Herrn ist, die er verbirgt und geheim hält vor den Ohren des gemeinen Volkes und durch strenge Worte verdeckt, damit nicht etwa ein schlechter und undankbarer Knecht Gott verachtet (vgl. Röm 2,4), wenn er die überaus große Güte seines Herrn erkennt.

(Origenes - Homilien zum Buch Josua [Jehoschuah])

Tja, so ist das! Deswegen will ich nie wieder hören: "Paulus würde ich ganz weglassen." ;)


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