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Selbsterkenntnis

Selbsterkenntnis

05.11.2013 um 13:40
oneisenough schrieb:Jegliche Handlung ist Definition pur.
Nope, eine Handlung ist etwas praktisches, während eine Definition etwas theoretisches ist, etwa eine Übereinkunft welche wir hier treffen.


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oneisenough
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05.11.2013 um 13:43
@jimmybondy

Das Zustandebringen einer Definition ist was Theoretisches und keine Handlung?

Du bist ja lustig. :)


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05.11.2013 um 13:46
@oneisenough
Hab ich doch sogar schon geschrieben, der traumlose Schlaf der Selbstvergessenheit, das ist die Zeit in der das "Ego", das Ich und das Bewusstsein abwesend sind. Doch eben das ist nicht Sinn der Sache in der Selbsterkenntnis. Es gibt auch meditative Selbstvergessenheit, da passiert es, dass ein Mensch plötzlich gänzlich seinen Selbsterhaltungstrieb vergisst, manche Mönche sind auf diese Weise verhungert. Im Schlaf und dann und wann in der Meditation ein Zustand um mal abschalten zu können, doch wie bei allem im Leben, die Dosis macht das Gift. Ich trenne mich nicht in meinem bewussten Zustand von Definitionen, das liegt auch nicht in meinem Interesse, wie ich schon schrieb ich bin eine Synthese, ein Androgyn, ein Hermaphrodit im Denken und im Fühlen, als sich selbst definierendes "ICH" und als "Ganzes im Ganzen" :)

Und ohne was genommen zu haben, während der letzten Beiträge hab ich wieder so ein angenehmes Gefühl in mir, mein Verstand ist so diplomatisch der er denkt und sagt, angenehmes Gefühl, "ICH", "Ganzes im Ganzen", reich völlig alles andere ist wurscht in diesem Moment, Higher State Of Consciousness ist etwas angenehmes, was beruhigendes, nichts anderes, das geht nur wenn Gefühle und Gedanken verschmelzen und der Verstand aufhört ständig analysieren zu müssen, eben zwanglos wird :)
jimmybondy schrieb:Nope, eine Handlung ist etwas praktisches, während eine Definition etwas theoretisches ist, etwa eine Übereinkunft welche wir hier treffen.
Definitionen sind Gedanken die zu Worten werden, es ist durchaus eine Handlung, sogar eine praktische um sich orientieren zu können, doch bei zu viel Definitionen verliert man wieder den Überblick und es wird schnell mal zum Gedankenchaos :D


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oneisenough
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05.11.2013 um 13:50
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Es gibt auch meditative Selbstvergessenheit, da passiert es, dass ein Mensch plötzlich gänzlich seinen Selbsterhaltungstrieb vergisst, manche Mönche sind auf diese Weise verhungert.
Ja, eine übertriebene, aber sehr erfolgreiche Diät.

Es braucht einen selbst erschaffenen Gedanken, der einem vorgaukelt "Es gibt mich nicht". Diese Mönche dürfen sich also nicht wundern, wenn sie ihre eigenen Überzeugungen bewahrheiten, schließlich ist das der Zweck jeder Überzeugung.


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05.11.2013 um 13:51
@oneisenough

Nein nein du bist lustig, in dem Du ein Wort mit mehreren Bedeutungen stur auf Deine Dir angenehme Bedeutung begrenzt, oder auch mal bisweilen völlig neue Definitionen erschaffst.

Nur was ist eine Definition in einem Gesprächskreis wert, wenn sie nur für Dich von Bedeutung ist?

Ebenso die Sache mit dem Schlaf. ich weiss immer noch rund um die Uhr und jederzeit das ich bin, der reine Seinszustand der nicht einfach abgeschaltet wird, nur weil "es" schläft.
Weil "es" schläft, kann ich mich dann nicht mitteilen, ausser "es" wird geweckt, aber das Selbst löst sich nicht in Luft auf und ich kann es dir mitteilen wenn "es" wach ist. Also jetzt!

Nun magst du wieder entgegenhalten das ich in ein Schlafstudio gehen solle usw., nur wozu? Ich fühle mich durch deren Ergebnise eh schon bestätigt.

Das einzigste mir bekannte Gegenbeispiel wo ich das Selbst nicht mehr spüren konnte war, als ich nach einem schweren Fahrradsturz zwischenzeitlich kurz im Koma lag.

Diese Zeit kam mir vor als seie ich dort nicht gewesen, da war einfach ein Loch, die in dieser Welt vergangene Zeit hat einfach nicht für mich statt gefunden. Es scheint sich mir aber so zu verhalten das ich einfach keine Erinnerung daran habe und nicht, das das Selbst unterhalb des Egos sich damals dann für kurze Zeit aufgelöst hätte.


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05.11.2013 um 13:51
Es kommt darauf an wovon wir reden, wiki:

Eine Definition (lateinisch definitio „Abgrenzung“, aus de „(von etw.) herab/ weg“ und finis „Grenze“) ist je nach der Definitionslehre, der hierbei gefolgt wird, entweder 1. die Bestimmung des Wesens einer zu erklärenden Sache, 2. die Bestimmung eines Begriffs, 3. die Feststellung eines tatsächlich geübten Sprachgebrauchs oder 4. die Festsetzung oder Vereinbarung eines solchen.[1]

Der Ausdruck ‚Definition‘ wird auch als Synonym, in anderen Bedeutungen als Sonderfall von ‚Deklaration‘ bezeichnet.


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oneisenough
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05.11.2013 um 13:57
@jimmybondy
jimmybondy schrieb:Ebenso die Sache mit dem Schlaf. ich weiss immer noch rund um die Uhr und jederzeit das ich bin
Das weißt du eben nicht. Das schlußfolgerst du erst, wenn du wieder wach bist. Es gibt keine Ereignisse während deines Schlafens, an denen du beteiligt bist oder sie erfahren haben könntest.


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05.11.2013 um 14:10
Das weißt du eben nicht. Das schlußfolgerst du erst, wenn du wieder wach bist. Es gibt keine Ereignisse während deines Schlafens, an denen du beteiligt bist oder sie erfahren haben könntest. Wenn es welche gäbe, würdest du nicht schlafen.
Das ist die Zeit in der man sich nicht im REM-Schlaf befindet, ich hingegen finde gerade diesen während des Schlafes interessant, besonders in Anbetracht von Klarträumen in der man sich seiner und des Traumes bewusst ist und diesen "steuern" kann, luzide Träume sind doch weit interessanter als die Zeit im Schlaf in der man in den Händen des "Bruders vom Tod" ist, also dem Zustand wirklicher Bewusstlosigkeit. Dieser Schlaf dient allein der körperlichen Entspannung und Regeneration, der REM-Schlaf "dient" für geistige und psychische Regeneration und innerliche Problemkonfrontation, aber auch ein Feld der Intuition und Inspiration, mit einer Mischung aus erlebten und aus gänzlich fantastischen Situationen (das Fliegen und Schweben im Traum als schönes Beispiel).

Zu diesem Thema gibts ein schönes Video und einen sehr schönen Film (subjektiv empfunden):

William S. Burroughs on Dreams



Und der Film (auch in Sachen Selbsterkenntnis und Bewusstsein im Traum):

Waking Life

Waking Life erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der träumt. Während seines Traumes trifft er auf viele Charaktere, die über den Freien Willen, über die menschliche Existenz, über die Wahrnehmung, über die Realität und viele andere Themen philosophieren. Es wird außerdem viel über den Existentialismus und seine Fehlinterpretationen gesprochen. Während der Hauptcharakter durch seinen Traum reist, bemerkt er, dass er träumt und nicht aufwachen kann. Er spricht mit anderen Charakteren über das Klarträumen. Während des ganzen Films ist es unklar, was mit dem Hauptcharakter genau geschieht und warum er in diesem Traum ist.

Wikipedia: Waking_Life

Als Anschau-/Anhörtipps :)


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oneisenough
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05.11.2013 um 14:13
@cRAwler23

Einmal fragte mich ein Arzt während einer Routineuntersuchung "Wie haben Sie letzte Nacht geschlafen?" Ich sagte: "Das kann ich nicht sagen. Erst nach dem Aufwachen habe ich bemerkt, dass es mir gut geht." Er grinste wegen meiner Antwort, und ich wegen seiner Frage.


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05.11.2013 um 14:16
oneisenough schrieb:Das weißt du eben nicht. Das schlußfolgerst du erst, wenn du wieder wach bist. Es gibt keine Ereignisse während deines Schlafens, an denen du beteiligt bist oder sie erfahren haben könntest.
Das magst du für Dich ja so empfinden, für mich gilt das aber weiterhin nicht, das reine Sein ist mir immer zugegen, ob im Schlaf oder nicht.
Ich kenne auch weiterhin keinen Traumlosen Schlaf, da für mich auch einzelne Bilder und Eindrücke sowie Gedankenschleifen und Emotionen zum Schlaf hinzu gezählt werden.

Das ich es denn dann nachträglich bewerte wenn ich dem Bedeutung zumessen möchte, stimmt natürlich auch.


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oneisenough
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05.11.2013 um 14:17
@jimmybondy

Ja, du bist ein Alien. Manche von denen kennen auch keinen Schlaf. :)


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05.11.2013 um 14:30
@oneisenough

Nein pardon, mir ist es nicht vergönnt Aliens zu kennen, also mal abseits von Dir.
Das Ego mag schlafen, das Selbst als reiner Wesenskern jedoch nicht.
Darum funktioniert auch meine Atmung, der Blutkreislauf und die Verdauung rund um die Uhr so schön, auch im Schlaf.



@cRAwler23

In manch esoterisch anmutender Philosophie ist ein wahres unverfälschte Selbst unterhalb des Egos
existent und gilt als die Basis, das reine Sein.
Dieses Selbst ist weder individuell, noch wertet es, noch kennt es Sprache.
Das in uns was das alles kennt ist das Ich, das Ego, überhalb des Selbst.

Das in Dir, was grundlos glücklich scheint usw., identifiziere ich in mir selber als jenes Selbst.

Spinozas Erkenntnismodi wollte ich auch erwähnen.

Spinoza unterscheidet in Glaube, Erkenntnis und Intuition.

Nach ihm ist der blinde Glaube immer falsch, rationale Erkenntnis und die Intuition jedoch immer richtig. Alleine die Intuition ist aber das unmittelbare, echte, nicht interpretierte, kennt keine Herleitung, erscheint also wie grundlos, während das rationale immer hergeleitet ist.

Vielleicht weisst Du das alles eh, oder aber es ist vielleicht interessant für Dich.


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oneisenough
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05.11.2013 um 14:39
@jimmybondy
jimmybondy schrieb:Das Ego mag schlafen, das Selbst als reiner Wesenskern jedoch nicht.
Darum funktioniert auch meine Atmung, der Blutkreislauf und die Verdauung rund um die Uhr so schön, auch im Schlaf.
Das ist ja alles richtig, was du sagst. Aber wir diskutieren hier gerade die Erfahrbarkeit, die deutlich voneinander unterscheidbaren Qualitäten von Schlafen und Wachsein.

Du wirst hier niemanden überzeugen können, dass du während des Schlafens irgendetwas mitbekommst. Wir beide wissen, warum auch du keine Überprüfung dieser Tatsache erlauben wirst, nach dem du heute Nacht eingeschlafen sein wirst.


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05.11.2013 um 14:45
@oneisenough

Ist das reine Sein erfahbar? Ja aber natürlich! Das ist es doch!
Man kann es aber mit seinem Ich auch begraben, es negieren, leugnen oder viellleicht auch niemals zur Kenntnis nehmen.
Die weisen Menschen welche wortlose Meditation empfehlen, haben genau DIESE Erfahrbarkeit im Sinn.
Wenn man es erfahren hat weiss man, das man es immer schon hatte und auzch das es immer da ist, ob man es nun zur Kenntnis nimmt oder nicht, ob im Schlaf oder im Wachen, alles egal, wenn man weiss was es Ist, wird man es nicht mehr Nachts als abwesend darstellen. ^^


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oneisenough
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05.11.2013 um 14:58
@jimmybondy
jimmybondy schrieb:Ist das reine Sein erfahbar? Ja aber natürlich! Das ist es doch!
Das Sein meint offensichtlich ein Vorhandensein. Es selbst ist jedoch deswegen nicht erfahrbar, sondern es ist vielmehr das, was einem Erfahrungen erst ermöglicht. Dieses Ermöglichen wird durch ein Hilfsmittel namens Ich realisiert. Ohne ein Ich ist keine Qualität gewährleistet, mit der du auf dich bezogen sagen könntest "Es gibt mich."
jimmybondy schrieb:Die weisen Menschen welche wortlose Meditation empfehlen, haben genau DIESE Erfahrbarkeit im Sinn.
Weise Menschen wissen, Meditieren ist das Bewegen seines Aufmerksamkeitsfokusses. Das Bewegen des Fokusses zwischen zwei Gedanken führt zu diesem Effekt. Der aktuelle Gedanke ist abgeklungen und ein neuer noch nicht aufgetaucht. Diese Lücke zwischen zwei Gedanken kann man vergrößern, wenn man ausreichend übt. Sie gaukelt einem absolute Erfahrungslosigkeit vor.

Wenn man diese Übung wieder verläßt, hat man oft den Eindruck einer Reinigung und fühlt eine deutliche Erhöhung der Lebenskraft und der Verbesserung der Lebensqualität. Nicht umsonst werden diese Übungen empfohlen.


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05.11.2013 um 15:08
@oneisenough
oneisenough schrieb:Ohne ein Ich ist keine Qualität gewährleistet, mit der du auf dich bezogen sagen könntest "Es gibt mich."
Nur muss ich das auch gar nicht sagen können um dieses Selbst zu erfahren, welches aber ohnehin auch etwas anderes als das ICH ist.


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05.11.2013 um 15:29
jimmybondy schrieb:In manch esoterisch anmutender Philosophie ist ein wahres unverfälschte Selbst unterhalb des Egos
existent und gilt als die Basis, das reine Sein.
Dieses Selbst ist weder individuell, noch wertet es, noch kennt es Sprache.
Das in uns was das alles kennt ist das Ich, das Ego, überhalb des Selbst.

Das in Dir, was grundlos glücklich scheint usw., identifiziere ich in mir selber als jenes Selbst.
Das könnte man als Gnostizismus bezeichnen, in der Hinsicht sind manch fernöstliche Philosophien (Zen Buddhismus) der Sache sehr nahe oder im westlichen als Beispiel OTO (Ordo Templi Orientis):
Die auf Aleister Crowleys Ideen basierende Lehre der Gnostisch-Katholische Kirche ist ein Konglomerat aus neugnostischem Geheimwissen, altägyptischen Traditionselementen und indischem Geistesgut. Das Ziel der Gnostisch-Katholischen Kirche sei es, das reine Urchristentum in einer der Gegenwart angepassten Form wiederherzustellen. Nach eigenen Aussagen will die Gruppe die geheimen Heilswunder des Sakraments der Eucharistie enthüllen und die Heilsbotschaft des wahren Christos, des Gesalbten verkünden. F. W. Haack weist auf den Unterschied zwischen dem „Christus“ der Bibel und dem „Christos“ der GKK hin, und erläutert, dass Crowley den Glauben an Jesus Christus als eine lebensverneinende und weltfeindliche Religion betrachtete und stattdessen als Gegenpart den so genannten „Mithras-Christos“ propagierte, den er auch „Siegenden Horus“ nannte. Im „Liber OZ: sub figura LXXVII“ heißt es zum Gottverständnis. „Es gibt keinen Gott außer dem Menschen.“. Die christliche Lehre der Erbsünde und deren Rechtfertigung durch den zentralen christlichen Schlüsselbegriff der Gnade ist in der GKK verpönt, da es des Menschen Bestimmung sei schon zu Lebzeiten sein Schicksal auf Basis des Gesetzes von Ursache und Wirkung zu lenken um gottähnlich zu werden. Die Gottähnlichkeit des Menschen käme auf Grundlage des bewussten Erlebens der Einheit mit Gott durch ein Aufrechterhalten der Willenskontrolle während des Zeugungsaktes zustande, weil daraus die Erkenntnis erwachse, dass der vollzogene Liebesakt gleichzeitig als Parallelakt des göttlichen Zeugungsaktes begriffen werden könne.
Wikipedia: Ordo_Templi_Orientis

Und in der Hinsicht sind auch die Freimaurer und der Illuminatenorden interessant:

„Wer also allgemeine Freyheit einführen will, der verbreite allgemeine Aufklärung: aber Aufklärung heißt nicht Wort- sondern Sachkenntniß, ist nicht Kenntniß von abstracten, speculativen, theoretischen Kenntnissen, die den Geist aufblasen, aber das Herz um nichts bessern.“
– Adam Weishaupt

Mittel, die Freiheit zu erlangen, war für Weishaupt also vor allem die Bildung, und zwar nicht nur das oftmals nur äußerliche Vermitteln von Wissen, sondern in erster Linie die Bildung des Herzens, die Sittlichkeit. Diese sollte den Einzelnen befähigen, sich selbst zu beherrschen, wodurch andere Formen der Beherrschung, namentlich der „Despotismus“ der absolutistischen Fürsten, aber auch der geistige Despotismus, den die katholische Kirche ausübe, überflüssig würden. Das „Sittenregiment“ sei also Voraussetzung und Weg zu einer freien und gleichen Gesellschaft ohne Fürsten und ohne Kirche – eine libertäre Utopie, die der des Anarchismus recht nahe kommt.

Anders als die militanten Anarchisten des 19. Jahrhunderts glaubten die Illuminaten jedoch, ihr Ziel einer herrschaftsfreien Gesellschaft gewaltlos erreichen zu können. Wie Weishaupt in der zitierten Rede erläuterte, meinte er, die Geschichte selbst dabei auf seiner Seite zu haben. Unter Rückgriff auf Denker wie Joachim von Fiore legte er eine Geschichtsphilosophie von drei Weltzeitaltern dar: In der „Kindheit der Menschheit“ habe es weder Herrschaft noch Eigentum noch Streben nach Macht gegeben. Das habe erst in der „Jugendepoche“ Einzug gehalten, als die ersten Staaten entstanden wären, die aber nun mehr und mehr in den „Despotismus“ abgeglitten seien. Dieser selbst lasse aber die Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies der Herrschaftslosigkeit entstehen: „Der Despotismus soll selbst das Mittel seyn, um […] den Weg zur Freyheit zu erleichtern“, schrieb Weishaupt in einer Ausarbeitung für die Mysterienklasse seines Ordens. In der „Reifezeit“ des Menschengeschlechts werde der Despotismus dann durch die von ihm selbst ausgelöste Sehnsucht nach Freiheit durch Aufklärung und durch die von ihr gelehrte Selbstbeherrschung gewaltlos überwunden werden. Diese Aufklärung nun zu verbreiten und die Menschheit ins „Gelobte Land“ zurückzuführen, sei die Aufgabe „geheimer Weisheitsschulen“, für die Weishaupt eine ideelle Traditionslinie vom Urchristentum bis zur Freimaurerei behauptete. Zwar seien die Freimaurerlogen heute unpolitisch geworden, doch würden sie den Illuminaten als Maske dienen. Schließlich werde eine „Zeit des Verfalls“ einen neuen Zyklus einleiten.

„Die Kunst, die Beduerfnisse immer mehr und mehr einzuschraenken, ist zugleich die Kunst, zur Freyheit zu gelangen.“
– Adam Weishaupt
Wikipedia: Illuminatenorden
jimmybondy schrieb:Spinoza unterscheidet in Glaube, Erkenntnis und Intuition.

Nach ihm ist der blinde Glaube immer falsch, rationale Erkenntnis und die Intuition jedoch immer richtig. Alleine die Intuition ist aber das unmittelbare, echte, nicht interpretierte, kennt keine Herleitung, erscheint also wie grundlos, während das rationale immer hergeleitet ist.
Das ist genau die Erkenntnis zu der auch ich da gekommen bin und passt sehr gut. Es ist eben diese besagte Synthese :)
oneisenough schrieb:Du wirst hier niemanden überzeugen können, dass du während des Schlafens irgendetwas mitbekommst. Wir beide wissen, warum auch du keine Überprüfung dieser Tatsache erlauben wirst, nach dem du heute Nacht eingeschlafen sein wirst.
Das stimmt und trifft für die Zeit außerhalb des REM Schlafes zu, während des REM Zyklus kann man sich seiner selbst und des Traumes bewusst werden. Im traumlosen Schlaf erfüllt der Körper die Grundfunktionen nicht aber den Zustand der Bewusstheit, da hast du recht.
oneisenough schrieb:Weise Menschen wissen, Meditieren ist das Bewegen seines Aufmerksamkeitsfokusses. Das Bewegen des Fokusses zwischen zwei Gedanken führt zu diesem Effekt. Der aktuelle Gedanke ist abgeklungen und ein neuer noch nicht aufgetaucht. Diese Lücke zwischen zwei Gedanken kann man vergrößern, wenn man ausreichend übt. Sie gaukelt einem absolute Erfahrungslosigkeit vor.

Wenn man diese Übung wieder verläßt, hat man oft den Eindruck einer Reinigung und fühlt eine deutliche Erhöhung der Lebenskraft und der Verbesserung der Lebensqualität. Nicht umsonst werden diese Übungen empfohlen.
Auch richtig, jedoch wird aus dem sich "vorgaukeln" ein meditativer Selbstläufer, ich betrachte das so:
Meditation kann nur stattfinden, wenn keine bewußte Anstrengung unternommen wird.

Die Vorstellungskraft hat keinen Platz in der Meditation. Sie muss vollkommen beiseite bleiben, denn ein Geist, der sich seiner Einbildungskraft bedient, kann nur Selbsttäuschungen hervorbringen. Der Geist muss klar und ohne Bewegung sein. Im Licht dieser Klarheit offenbart sich das Zeitlose.
– Jiddu Krishnamurti
jimmybondy schrieb:Nur muss ich das auch gar nicht sagen können um dieses Selbst zu erfahren, welches aber ohnehin auch etwas anderes als das ICH ist.
Das Ganze im Ganzen :)


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05.11.2013 um 15:51
Jo Oto, Crowley, Zen-Buddhisten, Krishnamurti und Osho, sie kennen es alle.


Osho Zitat 18 : Tiefschlaf – traumloser Schlaf

“Im traumlosen Schlaf ist das Ego vollständig verschwunden, denn wie könnte die Fiktion aufrechterhalten werden, wenn keine Gedanken und Träume da sind? Der traumlose Schlaf macht aber einen Bruchteil aus. Von acht Stunden Schlaf sind es nicht mehr als zwei Stunden, aber in diesen zwei Stunden regenerierst du dich. Wenn du zwei Stunden tiefen, traumlosen Schlaf haben kannst, fühlst du dich am Morgen wieder wie neu, frisch und lebendig. Das Leben ist wieder aufregend, der neue Tag ein Geschenk. Alles erscheint dir neu, weil du neu bist. Und alles erscheint dir gut, weil du dich so gut fühlst.

Was geschieht in diesen zwei Stunden, während du im Tiefschlaf bist, im traumlosen Schlaf, Sushupti, wie Yoga und Patanjali diesen Zustand nennen? Das Ego verschwindet. Und durch das Verschwinden des Ego wirst du erfrischt, verjüngt. Durch das Verschwinden des Ego bekommst du, wenn auch völlig unbewusst eine Kostprobe des Göttlichen. Laut Patanjali besteht kein großer Unterschied zwischen Sushupti, dem traumlosen Schlaf, und Samadhi, dem höchsten Zustand des Buddhabewusstseins – kein allzu großer Unterschied, aber es gibt einen: der Unterschied liegt in der Bewusstheit. Im traumlosen Zustand bist du unbewusst, in Samadhi bist du voll bewusst, aber es ist der gleiche Zustand. Du tauchst ein in das Göttliche, in das universelle Zentrum. Du verschwindest von der Peripherie und gehst ins Zentrum. Und dieses Eintauchen in das Zentrum ist es was dich so erfrischt. Weil das Ego eine Fiktion ist verschwindet es manchmal. Und die wichtigste Zeit dafür ist der traumlose Schlaf. Darum achte auf deinen Schlaf; er ist sehr wertvoll.”

Osho: Das Buch vom Ego, Von der Illusion zur Freiheit

...

Ergänzend möchte ich noch anmerken das eine Blavatsky das Wort Sushupti in der Übersetzung als "traumlosen Schlaf" als unzurreichend empfindet und das in Oshos Text Hinweise für den Nicht!!!-Yogi/Adepten/_Meister/Buddha gegeben werden. Was dem Umstand geschuldet ist das diese alle stets bewusst sind und das vermutlich nicht nur so ein bisschen intuitiv wie ich. :D


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05.11.2013 um 17:27
@jimmybondy
Absolut richtig, ich würde noch den Psychonauten und Ethnopharmakologen Terence McKenna erwähnen, ich "glaube" kein Mensch war der Wahrheit näher als er, auch wenn seine Methoden dabei mehr ins Feld der Psychedelik gehen. Kein Mensch hatte solch präzisen Beschreibungen eines DMT Trips machen können wie er, denn das war sein Hauptforschungsgebiet und das vielleicht größte, erfahrbare Rätsel/Erlebnis das ein Mensch machen kann, ich nenne es naturalistische Spiritualität, andere nennen es Schamanismus.

Wikipedia: Terence_McKenna
http://www.amazon.de/Die-Speisen-G%C3%B6tter-Terence-McKenna/dp/3930442175

Es führen eben tatsächlich viele Wege nach Rom. Als Künstler ist in der Hinsicht Alex Grey interessant:

b94ef98 t351dce dmt-inspired-art

Wikipedia: Alex_Grey


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05.11.2013 um 17:49
@cRAwler23

Ja sehr interessant das Du es erwähnst, ich habe von Mc Kenna schonmal gehört aber nie was gelesen.
Bin sogar etwas schamanisch tätig, ohne Drogen, die hab ich jedoch früher mal getestet. :P
Durchaus auch im Hinblick auf den Topic. DTM war nicht dabei.
Ein Freund nahm in Peru "Telepathin", also Ayahuasca wo ja auch DTM drin ist zu sich.
Streng nach Ritus, im Verbund mit dem ganzen Tabaksut und das eine ganze Woche lang.
Glaube nach 2-3 Tagen war er bereits ganz schön runtergekocht, er hat durchgehalten und ihm ist quasi ein Pflanzengeist installiert worden und das ganze war so wie er es erzählte ja alles, nur nicht irgendwie romantisch.

Es ist sicher sehr interessant wenn man damit was anfangen kann, es braucht es aber für den Schamanismus wie ich als Laie ihn mitpraktiziere nicht, da lernt man andere Welten auch ganz ohne Drogen kennen und wie gesagt ein bisschen kann ich vergleichen, weil ich vor zich Jahren mal dies und das ausprobierte. Die Wirkungen sind bei beiden Wegen mächtig.


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