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Gedanken zum Atheismus

178 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Glaube, Wissenschaft, Atheismus, Atheist, Schöpfer
threadkiller
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Gedanken zum Atheismus

25.11.2012 um 09:49
@zlatan
zlatan schrieb:Wollt ihr mir noch euren Sinn im Leben verraten, oder habt ihr einfach keinen?
Wenn du unbedingt das wissen willst dann habe ich nichts zu verbergen.
Jesus Christus folgen.


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Gedanken zum Atheismus

25.11.2012 um 10:02
@zlatan
Was ist für dich der Sinn des Lebens?
zlatan schrieb:Ich habe eine Perspektive auf die Ewigkeit.
Wieso töten sich dann alle Christen nicht selbst um so schnell wie möglich die Ewigkeit zu leben? Sie können sich auch alternativ töten lassen. Wieso trauern sie?
zlatan schrieb:Wenn am Ende meiner Tage doch alles mit dem Tod endet... egal, ich hatte einen Sinn im Leben und kann mich auch nicht aufregen, da ich ja eh tot bin.
Das Gehirn könnte noch sehr sehr lange funktionsfähig sein. Das könnten die schlimmsten Tagen eines Christen werden..
zlatan schrieb:Als Atheist versuche ich irgend einen Sinn im Leben zu sehen.
Nicht unbedingt, man kann auch leben und leben lassen.

Als Atheist hat man erst recht eine "Prespektive auf die Ewigkeit". Es ist nur nicht so wie du es dir vllt vorstellest oder es gerne hättest, denn es beruht im wesentlichen auf die Thermodynamischen Sätze.
zlatan schrieb:Ich bin auf die Begrenztheit den Menschen angewiesen.
Das verstehe ich nicht.
zlatan schrieb: dann merke ich wie sinnlos mein Leben wirklich war.
Wieso Sinnlos? Ich habe vieles bereits in mein Leben getan worauf ich Stolz bin. Ich habe unzählige Menschen begegnet und wir haben uns gegenseitig beeinflusst. Kein Dasein ist Sinnlos.
zlatan schrieb:Dann jammere ich in der Ewigkeit, dass ich damals nicht auf den netten Christen im Forum gehört habe.
Das christliche Egozentrismus ist Beispielslos. Was wenn es eine Leben nach dem Tod gibt und christen werden es eben nicht genießen können, weil sie christen sind?
Es gibt tausende Religionen und auch tausende Ansichten über ein Leben nach dem Tod. Wie kommen Christen darauf dass ausgerechnet sie den Wahren weg folgen in die Ewigkeit nach dem Tod? Ist es nicht ein bisschen naiv und großenwahnsinnig?


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25.11.2012 um 11:01
@zlatan
zlatan schrieb:Ich kann ganz gut mit Leid umgehen, da ich daran glaube, dass es in Ewigkeit vergangen sein wird.
Bist du denn ohne die negativen Erfahrungen deines Lebens, die im Himmel ja vergehen, immer noch der gleiche Mensch?
zlatan schrieb:Ich bin auf die Begrenztheit den Menschen angewiesen. Ich habe Angst vor dem Tod.
Angst vor dem Tod habe ich doch auch nicht, sondern davor zu Leiden oder schmerzen zu haben. Genau wie du:
zlatan schrieb:Ich habe vielleicht Angst vor dem Sterben (Schmerzen, Leid...),
Ich habe realisiert das ich nicht für immer da sein werde. Ich habe nur diesen einen „Versuch“.
Da ist es wichtig das Beste zu Versuchen, glücklich zu werden und andere ebenfalls Glücklich zu machen bevor ich sterbe.
zlatan schrieb:Christen wollen niemanden in die Hölle schicken. Sie wollen euch davor bewahren.
Ich finde es ein wenig seltsam, das Christen mir von der Hölle erzählen in der ich landen könnte, und dann Zufälligerweise die einzige Erlösungsmöglichkeit gleich mit präsentieren.

Das liegt aber wohl daran das das ganze Konzept vom richtenden Gott ohne die Hölle keinen Sinn hat.


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25.11.2012 um 11:07
@zlatan
zlatan schrieb:Danke, endlich mal eine Antwort!!

Was machst du du so, um die Welt ein wenig besser zu machen? Wenn das dein Sinn ist, hast du dir ja bestimmt schon viel vorgenommen und überlegt, wie du das umsetzt.
Naja, ist eigentlich ganz einfach. Ich überlege mir, was ich wünschenswert finde und was nicht und handele danach.

Ich finde es z.B. schlecht, wenn man andere Leute um die Früchte ihrer Arbeit bringt, also kaufe ich mir Musik, anstatt sie über Filehoster runterzuladen.
Ich finde es schade, dass viele Leute so wenig von Naturwissenschaften verstehen, deshalb versuche ich die Sachen, die ich verstehe zu erklären und mache außerdem noch ein 2.Studium auf Lehramt, usw.

Wenn man etwas verändern will, muss man erst einmal bei sich selber anfangen.


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matraze106
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25.11.2012 um 14:19
@zlatan
ich finde den eingangspost großartig! der erste text ist ein bisschen besser als der zweite. der zweite text ist bissig, aber er hat seine lücken und beschönigungen. denn obwohl er die macht erschütternd nüchterner worte nutzt, umgeht er die perspektive der gedankenlosigkeit völlig; und wenn es eins gibt, das grassiert, dann ist es diese. in diesem kontext spielt es auch eigentlich keine rolle, ob es gott wirklich gibt oder nicht, sondern ob wir uns die möglichkeit einräumen, mehr zu sein, als wir auf den ersten blick sind. glaube und wissenschaft sind beides suchen nach diesem mehr, es sind beides detailverliebte sinnstifter. die wahre gefahr geht von den nutznießern der beiden aus, die mit vollen händen hier und mit handschuh und pipette dort hineinlangen und leichtfertige gegenüberstellungen forcieren. sie stellen nicht die religion oder die wissenschaft, sondern die wertschätzung ansich in frage.
und insbesondere hier auf allmy tummeln sich viele, deren werte darin zu bestehen scheinen, die der anderen zu zerstören.


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25.11.2012 um 15:06
Ich frage mich, wer eigentlich "sinnvoller" lebt.
Der Atheist, der weiß, dass der Tod auch das Ende ist und deswegen das eine Leben lebt und auch versucht der Welt eine Art Vermächtnis zu hinterlassen, oder der Christ, der in Hoffnung auf Unsterblichkeit, sein Leben lang fleißig Bonuspünktchen sammelt, um in der Gunst seines Gottes aufzusteigen.


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26.11.2012 um 13:40
threadkiller schrieb:Wenn du unbedingt das wissen willst dann habe ich nichts zu verbergen.
Jesus Christus folgen.
Wow, ok.
Rumpelstil schrieb:Wieso töten sich dann alle Christen nicht selbst um so schnell wie möglich die Ewigkeit zu leben? Sie können sich auch alternativ töten lassen. Wieso trauern sie?
Naja, wenn sich alle Christen töten würden, dann könnten sie ja niemandem von Gott erzählen. Natürlich freut sich ein Christ auf die Ewigkeit, aber Selbstmord zu begehen wäre ganz schön egoistisch. Christen trauern, weil sie jemanden oft für eine sehr lange Zeit nicht wieder sehen werden, daran ist doch nichts auszusetzen. Wenn der Verstorbene kein Christ war (bzw. es ungewiss ist, was mit ihm passieren wird), dann ist die Trauer um so mehr nachzuvollziehen.
Rumpelstil schrieb:Das Gehirn könnte noch sehr sehr lange funktionsfähig sein. Das könnten die schlimmsten Tagen eines Christen werden..
Naja, er würde da ja immer noch an die Erlösung glauben.
Rumpelstil schrieb:Als Atheist hat man erst recht eine "Prespektive auf die Ewigkeit". Es ist nur nicht so wie du es dir vllt vorstellest oder es gerne hättest, denn es beruht im wesentlichen auf die Thermodynamischen Sätze.
Ja ok, aber das ist ja echt eine traurige Perspektive, oder? Wirklich viel mit DIR hat das ja dann nicht mehr zu tun.

Zlatan schrieb:
Ich bin auf die Begrenztheit den Menschen angewiesen.
Rumpelstil schrieb:Das verstehe ich nicht.
Wenn ich z.B. krank bin, dann vertaue ich nicht nur der Medizin, sondern auch auf Gott. Viele Menschen wurden schon oft durch "Wunder" geheilt. Ob es nun tatsächlich ein Wunder war, oder sie sich durch ihre Psyche selbst geheilt haben spielt doch dann keine Rolle mehr. Außerdem können sie für andere beten anstatt sagen zu müssen, da kann ich nichts machen.
Rumpelstil schrieb:Wieso Sinnlos? Ich habe vieles bereits in mein Leben getan worauf ich Stolz bin. Ich habe unzählige Menschen begegnet und wir haben uns gegenseitig beeinflusst. Kein Dasein ist Sinnlos.
Oft ist es der Stolz, der Menschen davon abhält zu glauben. Oft ist es der Stolz, der Christen dazu verleitet überheblich zu sein und andere Menschen herabzusetzen, die Gott genau so liebt wie jeden anderen. Ich glaube nicht, dass man tatsächlich stolz sein kann, wenn Gott einem das ganze eigene Leben vor Augen hält.
Wieso sinnlos? Naja, wenn du siehst, wie Gott sich das Leben vorgestellt hat und dann auf deines siehst, wenn du mit Gott bereits auf der Erde hättest leben können, wenn du jetzt auch nicht bei ihm leben kannst...
Das christliche Egozentrismus ist Beispielslos. Was wenn es eine Leben nach dem Tod gibt und christen werden es eben nicht genießen können, weil sie christen sind?
Es gibt tausende Religionen und auch tausende Ansichten über ein Leben nach dem Tod. Wie kommen Christen darauf dass ausgerechnet sie den Wahren weg folgen in die Ewigkeit nach dem Tod? Ist es nicht ein bisschen naiv und großenwahnsinnig?
Sehr schwierige Fragen. Wenn man sich mal z.B. die Geschichte vom Turmbau zu Babel anschaut, da sieht man, wie Menschen versuchen von sich aus zu Gott bzw. in die Ewigkeit zu kommen. Doch der Mensch schafft es einfach nicht. Er kann von sich aus nicht dorthin kommen. Alle RELIGIONEN sind vom Menschen abhängig. Nur im christlichen Glaube ist unser "Heil" nicht von unserer menschlichen Leistung abhängig, sondern von Gott selbst. Alle Religionen gründen sich meiner Meinung nach auf Stolz, darauf, dass der Mensch sich die Ewigkeit verdienen muss. Welcher stolze Mensch würde jemals sagen, dass er "nur" glauben muss und dass Gott schon alles in Ordung gebracht hat. Ich glaube, dass sich z.B. ein Mann namens Mohammed nicht damit leben konnte, dass wir die Erlösung geschenkt bekommen. "Der Mensch muss sich seine Erlösung selbst verdienen"... das ist es, was alle Religionen auszeichnet... außer dem Christentum.

Wer glaubt durch Demut und Vertrauen erlöst zu werden, der muss eigentlich beim Christentum landen. Es ist auch der einzige Glaube, der einem eine Gewissheit auf Erlösung garantiert. Wer stolz ist, der kann sich seine Religion im Prinzip nach Lust und Laune aussuchen und selbst versuchen erettet zu werden.
Snowman_one schrieb:Bist du denn ohne die negativen Erfahrungen deines Lebens, die im Himmel ja vergehen, immer noch der gleiche Mensch?
Das ist ne gute Frage. Ich denke schon, dass sman sich im Himmel gegenseitig erkennen wird. Man ist der gleiche Mensch, nur man versündigt sich nicht mehr.
Snowman_one schrieb:Ich habe realisiert das ich nicht für immer da sein werde. Ich habe nur diesen einen „Versuch“.
Da ist es wichtig das Beste zu Versuchen, glücklich zu werden und andere ebenfalls Glücklich zu machen bevor ich sterbe.
Interessant, dass du es "Versuch" nennst. Wie willst du denn glücklich werden? Ich glaube, dass man auf dieser Erde überhaupt nicht glücklich sein kann. Nicht flasch verstehen, natürlich kann ich mich in bestimmten Situationen sehr gut fühlen. Deswegen nehmen auch viele Menschen die glücklich sein wollen Drogen, damit es sich so anfühlt als wären sie glücklich. Glück ist auf der Erde sehr begrenzt und hält oft nur für eine begrenzte Zeit. Ist es nicht unglaublich schwierig glücklich zu werden, wenn einem die Zeit davon läuft?
Snowman_one schrieb:Ich finde es ein wenig seltsam, das Christen mir von der Hölle erzählen in der ich landen könnte, und dann Zufälligerweise die einzige Erlösungsmöglichkeit gleich mit präsentieren.

Das liegt aber wohl daran das das ganze Konzept vom richtenden Gott ohne die Hölle keinen Sinn hat.
Das ist eben kein Zufall. Das Konzept vom richtenden Gott ohne Hölle macht tatsächlich keinen Sinn. Es gibt die Möglichkeit "bei" Gott, oder "nicht bei" Gott zu sein. Das sind Himmel und Hölle. Wenn Christen keine Erlösungsmöglichkeit hätten, dann würden sie wie alle anderen Religionen sich eine zusammenbasteln, indem sie festlegen, welche Regeln sie einhalten müssen, damit man eine Chance hat gerettet zu werden.
Pan_narrans schrieb:Naja, ist eigentlich ganz einfach. Ich überlege mir, was ich wünschenswert finde und was nicht und handele danach.

Ich finde es z.B. schlecht, wenn man andere Leute um die Früchte ihrer Arbeit bringt, also kaufe ich mir Musik, anstatt sie über Filehoster runterzuladen.
Kaufst du denn dann auch nur Fair-Trade Klamotten und Schuhe? Wäre es nicht moralisch besser, wenn man sich die Musik illegal runterlädt, da Musiker und Händler im Normalfall genug Geld haben... und das Geld lieber an eine Organisation spendet, die schon mit 1-2 Euro ein Menschenleben retten können? Was davon macht die Welt besser? Auf welcher Grundlage entscheidest du, was die Welt besser macht und was nicht? Du kannst gerne überlegen was DU wünschenswert findest und danach handeln, aber wer sagt dir, ob du damit tatsächlich die Welt ein bisschen verbessert hast? - Vielleicht echt ein paar harte Sätze, sorry!!
matraze106 schrieb:und insbesondere hier auf allmy tummeln sich viele, deren werte darin zu bestehen scheinen, die der anderen zu zerstören.
Das was ich direkt hier drüber geschrieben habe, sieht auf den ersten Blick genau so aus. Ich möchte aber nicht die Werte von jemandem zerstören, sondern das handeln im Bezug auf diese Werte, was man besonders bei den meisten Christen am ehesten machen kann, in Frage stellen. Es ist bei weitem kein schlechter Wert die Welt verbessern zu wollen! Wenn das was ich sage falsch ankommt, entschuldige ich mich dafür.
joekiffer schrieb:Ich frage mich, wer eigentlich "sinnvoller" lebt.
Der Atheist, der weiß, dass der Tod auch das Ende ist und deswegen das eine Leben lebt und auch versucht der Welt eine Art Vermächtnis zu hinterlassen, oder der Christ, der in Hoffnung auf Unsterblichkeit, sein Leben lang fleißig Bonuspünktchen sammelt, um in der Gunst seines Gottes aufzusteigen.
Guter Einwand! Wenn ich definitiv davon ausgehen würde, dass ich nur dieses eine Leben habe, dann würde ich es einfach versuchen zu genießen. Was bringt es mir, wenn ich versuche ein Vermächtnis zu hinterlassen. Ich weiß doch später weder ob es geklappt hat bzw. kann ich mich darüber freuen, wenn es geklappt hat. Ich bin dann einfach nur tot und hab eh nichts davon.
Ein Christ sammelt keine Bonuspünktchen... sie handeln aus der Dankbarkeit heraus, dass Gott in Jesus (obwohl es der Mensch nicht verdient hat), für ihre Schuld am Kreuz gestorben ist. Christen die Bonuspünktchen versuchen zu sammeln, die haben das Evangelium nicht richtig verstanden.

Glaube ein Leben gelebt in Dankbarkeit mit einem guten Grund Gutes zu tun ist sinnvoller als zu versuchen sich in den Köpfen der Menschen unsterblich zu machen, wovon man persönlich nichts oder nicht lange etwas hat. Was bringt es ein Vermächtnis zu hinterlassen, wenn man nicht einmal weiß, wofür der Mensch überhaupt da ist.


So, war gerade ganz schön anstrengend. Aber ich hab ja versprochen, dass ich antworten werde. Ich hoffe ich bin niemandem zu sehr auf die Füße getreten, wenn doch, dann sagt es mir und ich werde mich entschuligen. Bin auch nur ein Mensch, der manchmal leider auch stolz ist.

Auch nochmal an alle Christen hier im Forum:

"Besser sind wir NICHT, wir sind nur besser dran"... vergesst das bitte nicht!!


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26.11.2012 um 15:36
Ich will nicht jeden einzelnen Satz in dem Anfangspost kommentieren, aber so viel sei gesagt, der Autor versucht aus der Sicht eines religiösen, die unreligiöse (realistische) Sichtweise zu erklären. Alleine die Wörter "Sinn", "Leid", "Böse", "Liebe" oder "genial" sind Träger emotionaler Eindrücke, also Beschreibungen, die nur in der zwischenmenschlichen Konversation eine Relevanz haben. Wer so die Welt erklären will, der hängt sich nur gedanklich auf. Alles in allen ist der Text Schrott, einfallslos, nichts Neues und wer am Anfang gleich zugibt, seinen eigenen Gedanken nicht zu trauen, von dem ist auch nichts anderes zu erwarten.


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26.11.2012 um 15:54
@Foss

Danke für dein Kommentar!

Hast schon ein bisschen Recht, dass es ziemlich sinnlos ist, aus religiöser Sicht die andere zu erklären. Haben auch schon andere gesagt, dass die Sichtweise von Atheisten total unterschiedlich sein kann. Nur weil jemand nicht an Gott glaubt, hat er doch nicht genau die gleiche Sichtweise wie jeder andere, der nicht an Gott glaubt.

Finde den Text auch nicht so gut. Die Reaktionen darauf zeigen eigentlich nur wieder, dass man Gott nicht rational diskutieren kann, da Gott ja nicht rational erklärbar (beweisbar) ist ;-)

Sind bei der Diskussion momentan eher daran, ob es nicht auch Sinn machen kann, an Gott zu glauben, selbst wenn sich nachher rausstellen sollte, dass es ihn doch nicht gibt, also mal rein auf das Leben hier auf der Erde bezogen.

Was denkst du?


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26.11.2012 um 16:05
@zlatan
zlatan schrieb:Interessant, dass du es "Versuch" nennst.
Das Wort Versuch steht ja nicht ohne Grund in Ausführungszeichen.

Was passiert mit mir wenn ich sterbe?
Die meisten Atheisten glauben nicht an Reinkarnation, eine Seele oder das eine Hölle existiert.
Was ich denke und fühle und wie ich mit dem Universum interagiere, definiert was ‚Ich‘ bin. Wenn das aufhört, bin ich nicht mehr ‚Ich‘.
Also höre ‚Ich‘ auf zu existieren.
Ich habe nur das Leben das ich auf der Erde jetzt lebe. Man könnte sagen es ist mein einziger Versuch.
zlatan schrieb:Glück ist auf der Erde sehr begrenzt und hält oft nur für eine begrenzte Zeit. Ist es nicht unglaublich schwierig glücklich zu werden, wenn einem die Zeit davon läuft?
Das Gefühl das mir die Zeit wegläuft habe ich nicht. Zwar ist es mir nicht möglich ewig zu leben, aber man wird sich an mich erinnern.

Ich habe ein Photo vom letzten Jahr, wenn ich das jemandem zeige, erwähne ich immer wie glücklich ich damals war.

Meine Arbeit macht mich glücklich. Aber es ist eine tiefe Befriedigung die ich verspüre. Auf dem Photo, das ich vorhin erwähnte war ich Glücklich das ich vor Freude springen wollte. Beides ist Glück, aber in unterschiedlicher Form.
Das Wort Glück kann verschiedenes Ausdrücken. Du meinst glaube ich Glück im Sinne von Verzückung.
zlatan schrieb:Wenn Christen keine Erlösungsmöglichkeit hätten, dann würden sie wie alle anderen Religionen sich eine zusammenbasteln, indem sie festlegen, welche Regeln sie einhalten müssen, damit man eine Chance hat gerettet zu werden.
Ich würde sagen das auch die Christen ihre Religion zusammengebastellt haben. Sie sind keine Ausnahme.


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26.11.2012 um 16:19
@zlatan
Gott kann man nur deshalb nicht rational erklären, weil es ihn nicht gibt. Denn alles was es gibt, kann man rational erklären, zumindest in dem Bereich aus dem uns Informationen zu kommen. Alles andere ist hypothetisch, also in unseren Gedanken und nicht in der Realität.
zlatan schrieb:Sind bei der Diskussion momentan eher daran, ob es nicht auch Sinn machen kann, an Gott zu glauben, selbst wenn sich nachher rausstellen sollte, dass es ihn doch nicht gibt, also mal rein auf das Leben hier auf der Erde bezogen.
Nicht alles was der Mensch macht hat einen Sinn. Der Glaube an einen Gott z.B. ist anerzogen, oder wurde einen eingetrichtert. Es ist mehr so eine Art Reflex. Da das Unterbewusstsein alle Gedanken steuert und versucht Bedürfnisse zu befriedigen, macht das Glauben an einen Gott insofern Sinn, dass dem Glaubenden sein Bedürfnis nach Besonderheit, in der religiösen Einbildung, Genugtuung verschafft wird. Das gleiche gilt auch für die Illusion des "Himmels" (Jenseits).


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26.11.2012 um 16:28
@Snowman_one

Erstmal muss ich dir ein Kompliment aussprechen, dass du mit dem was ich schreibe so ruhig und sachlich umgehst!!
Snowman_one schrieb:Ich würde sagen das auch die Christen ihre Religion zusammengebastellt haben. Sie sind keine Ausnahme.
Ok, wenn du das so siehst, dann lasse ich es auch so stehen. Beziehungsweise glaube ich sogar selbst, dass es unglaublich leicht passiert, dass auch im Christentum das Gleiche passiert mit dem Zusammenbasteln.

Z.B. stellt sich da mir die Frage, was mit der Lehre der katholischen Kirche ist. Da rettet dich doch wieder die Kirche und deine eigenen Taten... und nicht Gott. Dadurch können Katholiken nicht sicher sein, ob sie gerettet sind. Ob das dann noch Christentum ist und nicht eine "zusammengebastelte" Religion, da bin ich mir selbst nicht sicher. Auch die evangelische Landeskirche macht mir Sorgen.


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26.11.2012 um 16:34
Foss schrieb:Da das Unterbewusstsein alle Gedanken steuert und versucht Bedürfnisse zu befriedigen, macht das Glauben an einen Gott insofern Sinn, dass dem Glaubenden sein Bedürfnis nach Besonderheit, in der religiösen Einbildung, Genugtuung verschafft wird. Das gleiche gilt auch für die Illusion des "Himmels" (Jenseits).
Also ist es deiner Meinung nach zwar dumm zu glauben, könnte aber durch die Bedürfnissbefriedigung ein recht schönes Leben sein. Beneidest du Christen manchmal darum, dass sie zwar dumm sind, aber ein paar ihrer Bedürfnisse besser befriedigt werden als bei dir?


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26.11.2012 um 16:41
@zlatan
zlatan schrieb:Kaufst du denn dann auch nur Fair-Trade Klamotten und Schuhe?
Im Rahmen meiner finanziellen Möglichkeiten mache ich das. Wie sieht das bei Dir aus?
zlatan schrieb:Wäre es nicht moralisch besser, wenn man sich die Musik illegal runterlädt, da Musiker und Händler im Normalfall genug Geld haben... und das Geld lieber an eine Organisation spendet, die schon mit 1-2 Euro ein Menschenleben retten können?
Nein, wäre es nicht. Diebstahl wird nicht durch irgendeine nachgeschobene Aktion nachträglich legitimiert. Auch nicht durch beten, beichten oder Neutaufe.
zlatan schrieb:Was davon macht die Welt besser?
Weniger die Fehler andere suchen, als seine eigenen Fehler. Hier sehe ich bei Dir noch deutlich Raum zur Verbesserung ;)
zlatan schrieb: Du kannst gerne überlegen was DU wünschenswert findest und danach handeln, aber wer sagt dir, ob du damit tatsächlich die Welt ein bisschen verbessert hast?
Niemand, aber ich habe die Chance, dass sie besser geworden ist. Wenn Du nur betest und auf Gott vertraust, dann schlägst Du diese Chance jedoch aus.
zlatan schrieb: Es ist bei weitem kein schlechter Wert die Welt verbessern zu wollen! Wenn das was ich sage falsch ankommt, entschuldige ich mich dafür.
Es kommt auf jeden Fall sehr, sehr selbstgerecht von Dir rüber. Ob Du dieses Bild von Dir in der Öffentlichkeit abgeben willst, ist Deine eigene Entscheidung.


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26.11.2012 um 16:45
@zlatan
zlatan schrieb:Da rettet dich doch wieder die Kirche und deine eigenen Taten... und nicht Gott.
Die Kirche glaubt ja das sie für Gott spricht und schreibt Taten vor, die zu Gott führen sollen.
'Nicht Gott sondern Taten' ist also nicht ganz Richtig.

Das Problem für mich ist das die Kirche davon ausgeht jemand Rettung benötigt und gleichzeitig diese Rettung bietet.
Das erwähnte ich schon mal:
Snowman_one schrieb:Ich finde es ein wenig seltsam, das Christen mir von der Hölle erzählen in der ich landen könnte, und dann Zufälligerweise die einzige Erlösungsmöglichkeit gleich mit präsentieren.
Nicht alle Religionen können richtig liegen, aber es können sich alle irren.


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26.11.2012 um 17:09
Snowman_one schrieb:Die Kirche glaubt ja das sie für Gott spricht und schreibt Taten vor, die zu Gott führen sollen.
'Nicht Gott sondern Taten' ist also nicht ganz Richtig.
Aber wenn Gott angeblich Taten vorschreibt, die zu ihm führen... retten dich dann die Taten oder Gott?
Snowman_one schrieb:Nicht alle Religionen können richtig liegen, aber es können sich alle irren.
Da hast du allerdings recht! Wenn ich von außen betrachtet 100 verschiedene Religionen sehe, die behaupten die Wahrheit zu kennen, kann ich verstehen, dass es nicht ganz einfach ist eine zu wählen ;-), obwohl ich jetzt einfach mal in den Raum stelle, dass Christ zu sein "keine" Religion ist. Wie meine ich das?
Religion ist für mich der menschliche Versuch in den Himmel, die Ewigkeit, das Nirvana oder was auch immer zu gelangen, indem sie sich auf eine bestimmte Art und Weise verhalten oder Regeln befolgen um ihrem Gott zu gefallen oder ihn zu besänftigen.
Christen glauben, dass sie nichts vor Gott bringen können. Vor Gott ist jeder gleich schuldig, niemand kann vor Gott bestehen.
Christen müssen nicht missionieren, sie müssen nicht Gutes tun, sie müssen keine Regeln befolgen. Und wenn sie es tun, dann nicht "UM GELIEBT ODER ERETTET ZU WERDEN", sondern "WEIL SIE GELIEBT UND ERETTET SIND", das ist für mich der Unterschied zu jeder anderen Religion. Ich müsste euch überhaupt nichts erzählen, ich könnte auch einfach schweigen.

Vielleicht irre ich mich auch! Kennt jemand eine Religion, die nicht von den Werken und dem Verhalten der Menschen abhängig ist? Da es keine anerkannte Definition von Religion gibt, kann es natürlich sein, dass ihr andere Kriterien für diesen Begriff habt.


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26.11.2012 um 17:22
zlatan schrieb:Christen glauben, dass sie nichts vor Gott bringen können. Vor Gott ist jeder gleich schuldig, niemand kann vor Gott bestehen.
Christen müssen nicht missionieren, sie müssen nicht Gutes tun, sie müssen keine Regeln befolgen. Und wenn sie es tun, dann nicht "UM GELIEBT ODER ERETTET ZU WERDEN", sondern "WEIL SIE GELIEBT UND ERETTET SIND", das ist für mich der Unterschied zu jeder anderen Religion. Ich müsste euch überhaupt nichts erzählen, ich könnte auch einfach schweigen.
Das klingt so als wäre es Gott nach Meinung der Christen völlig gleichgültig wie sich ein Mensch zu Lebzeiten verhält. Da habe ich aber bis jetzt ganz andere Eindrücke vermittelt bekommen. Wie erklärst du dir diesen Widerspruch?


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26.11.2012 um 20:43
@zlatan
zlatan schrieb:Wirklich viel mit DIR hat das ja dann nicht mehr zu tun.
Was hat dein Ich im Paradies mit dein alter Ego zu tun?
zlatan schrieb:Wenn ich z.B. krank bin, dann vertaue ich nicht nur der Medizin, sondern auch auf Gott. Viele Menschen wurden schon oft durch "Wunder" geheilt. Ob es nun tatsächlich ein Wunder war, oder sie sich durch ihre Psyche selbst geheilt haben spielt doch dann keine Rolle mehr. Außerdem können sie für andere beten anstatt sagen zu müssen, da kann ich nichts machen.
Zum Beten allg. hatte ich schon was geschrieben. Vllt gehst du jetzt darauf ein:
Rumpelstil schrieb am 21.11.2012:Nur damit ich es richtig verstehe: Du betest und Gott oder Jesus erhören deine Gebete und erfüllen es?!?
Wie kann man so grenzlos, so maßlos egoistisch, naiv, selbstverherrlicht und rücksichtslos behaupten dass Gott auch nur ein einzigen von euren Gebete erhört hat, während Menschen Weltweit den Hungertod sterben, Opfer von Misshandlungen, Naturgewalten, Ungerechtigkeiten u.v.m sind, wohlbemerkt nicht einfach nur Menschen sondern auch gläubige Christen?
Christen die mehr an Gott glauben und mehr zu gott beten als die Youtubegesellschaft hier es jemals tun wird.
Ich würde mich echt recht bodenlos schämen wenn ich wüsste das Gebete tatsächlich erhört werden, und ich wegen banelen Sachen beten würde im Wissen dass es da draußen Menschen wirklich leiden, noch viel mehr schämen würde ich mich wenn meine Gebete dann auch noch erhört wären.
...
zlatan schrieb:wie Gott sich das Leben vorgestellt hat und dann auf deines siehst
... Dann sehe ich, dass selbst wenn ich das größte Arschloch auf der Welt wäre, ich immer noch moralischer leben würde als dein Gott.


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26.11.2012 um 20:57
@Snowman_one
Snowman_one schrieb:Nicht alle Religionen können richtig liegen, aber es können sich alle irren.
Das finde ich klasse! ^^ Von wem ist das?
Das war übrigens auch meine Frage an @zlatan , woher nemmen sich Christen den Egoismus und Naivität zu glauben, dass ihre Religion die einzig wahre ist und alle anndere 1000de falsch sind:
zlatan schrieb:Das christliche Egozentrismus ist Beispielslos. Was wenn es eine Leben nach dem Tod gibt und christen werden es eben nicht genießen können, weil sie christen sind?
Es gibt tausende Religionen und auch tausende Ansichten über ein Leben nach dem Tod. Wie kommen Christen darauf dass ausgerechnet sie den Wahren weg folgen in die Ewigkeit nach dem Tod? Ist es nicht ein bisschen naiv und großenwahnsinnig?
Vllt gehst du noch mal genauer darauf ein, @zlatan


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26.11.2012 um 23:55
zlatan schrieb:Also ist es deiner Meinung nach zwar dumm zu glauben, könnte aber durch die Bedürfnissbefriedigung ein recht schönes Leben sein. Beneidest du Christen manchmal darum, dass sie zwar dumm sind, aber ein paar ihrer Bedürfnisse besser befriedigt werden als bei dir?
Warum sollte ich meine Bedürfnisse nicht so gut erfüllen können wie Gläubige? Ich muss nicht religiös sein um Zufriedenheit und Glück zu erfahren, denn ich akzeptiere die Welt einfach so wie sie ist. Ich muss auch nicht nach dummen Ausreden suchen nur weil die Dinge anders sind als ich sie mir vorgestellt habe. Wenn sich einmal herausstellen sollte, dass meine Vorstellung von der Welt irgendwo mit der Realität in Konflikt gerät, dann werde ich akzeptieren dass ich falsch lag und mir die neue Erkenntnis aneignen.


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