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Selbsterkenntnis und bedingungslose Selbstliebe

Selbsterkenntnis und bedingungslose Selbstliebe

21.01.2013 um 08:26
@LeRave
Anders gesagt: I n Gott ist kein Leiden.


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Selbsterkenntnis und bedingungslose Selbstliebe

21.01.2013 um 08:32
@dergeistlose
dergeistlose schrieb:Wenn du den verzweifelten Tod von Menschen als etwas bezeichnest, macht dich das wohl zu nichts! Nun ist es gar kein Wunder warum du denkst das man alles oder nichts sein kann! Ein Wahnsinniger kann auch gar nicht anders denken, als in seinem Wahn etwas oder nichts zu sein, dieser sieht nur das, was seinem Wahnsinn entspricht und übersieht dabei das Leid, das er dabei bewirkt, weshalb er gerade wohl etwas oder nichts sein will! Damit beweist solch ein Mensch nur das er genau so verzweifelt versucht durch seinen Wahn eine Welt zu beschreiben, die ihn wahnsinnig gemacht hat, wie die Leute die man für etwas oder nichts hält!
Trifft all das etwa auf dich zu? Mein Beileid. Aber du steigerst dich hier in eine Diskusssion rein, die kein Anfang und kein Ende hat.
Davon ab frag ich mich überhaupt wie man von philosophischen Themen zu ernsteren Themen überspringen kann?
Und bevor ich mich von Dir in irgendeine Schiene pressen lasse, versuch doch erstmal dein gegenüber zu verstehen bevor du so einen stumpfsinnigen scheiss von dir gibst.

In diesem Sinne. Einen angenehmen Tag.


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Selbsterkenntnis und bedingungslose Selbstliebe

21.01.2013 um 10:07
morsche, ich muß jetzt mal meinem kommunikationsverlangen etwas aufmerksamkeit schenken:)


@TheLolosophian
TheLolosophian schrieb:Mal eine etwas andere Sichtweise, abseits von Religion:
Wenn du dich jetzt gerade wirklich im Hier und Jetzt befindest, d.h., wenn du deine Gedanken nur auf das richtest, was hier und jetzt gerade ist - wo zur Hölle kannst du "Mord und Totschlag" sehen?
jetzt folgt mal eine nüchterne sichtweise...

das was du hier alles aufzählst, sind doch nichts anderes als schutzmechanismen im umgang mit leid/gewalt. ich nutze diese schutzmechanismen auch..... jeder hat wohl seinen eigenen umgang damit...., das elend ist ja auch anders gar nicht zu ertragen.

die von dir genannte möglichkeit ,eine egozentrische haltung anzunehmen und die aufmerksamkeit auf sich selbst und sein jetzt und hier beschränken , so wenig aussenreize ranlassen als möglich, ist bis zu einem gewissen grad möglich , aber sobald man diesen panikraum verläßt und vor die tür tritt, ist gewalt und somit leid ,ein fester bestandteil- vom möhrchen was aus der erde gerissen wird, bis hin zu hin zu den perversesten ausprägungen von gewalt/leid.

da kann man jetzt die vermeidungsbrille mit seitenklappen anziehen, in dem man gewalt/leid, welche ein fester bestandteil dieser welt ist , versucht auszublenden, dann läuft man aber gefahr sich den kopf zu stossen und wichtiger noch, das man momente der hilfeleistung nicht wahrnimmt...., ein ganz typische verhalten im umgang mit gewalt... erst mal wegschaun...vielleicht verschwindet sie ja gleich wieder...

kinder machen das auch gern, sie halten sich die augen zu und glauben das böse ist verschwunden.

oder man schafft sich räume, in die man sich zurückziehen kann...in form von bewusstseinsebenen/zuständen, in die man flüchten kann. ähnlich wie man sich vor einem hochwasser sichert. man sucht den nächst höher gelegenen raum auf, um das wasser nicht an sich ranzulassen. sei es jetzt das ego, selbst, höhere selbst, die nondualität, oder was auch immer an räumen man sich einrichtet.
TheLolosophian schrieb:Ja, wirst du sagen: In Afrika verhungern Kinder, in Mali hacken Islamisten jungen Leuten die Hände ab... die Katastrophen hier, die Kriege dort....
sagst du.
Aber: Alles was du gerade aufgezählt hast, überhaupt alles, was du von der Welt weisst, weisst du nur vom Hören-Sagen durch Medien und Bücher - aus zweiter Hand, stim
ja den relativierungspanzer nutz ich auch oft und fahre damit durch die gegend , rolle so lange über die gewalt drüber , bis nur noch .. die zweite hand.... übrig bleibt.

es bleibt die gewalt/leid aus erster hand, welches dir gegenüber steht, sobald du all diese schutzmechanismen , ablegst und quasi nackt den tatsachen gegenüber stehst.



gewalt und leid ist ein fester bestandteil dieser welt, egal wie man sie sich malt.

und je mehr man sich mit seinen mitwesen verbunden fühlt, desto intensiver erfährt man gewalt/leid. ähnlich wie eine mutter von dem leid ihrer kinder berührt ist.

das scheint wohl der preis für die verbundenheit zu sein.


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Selbsterkenntnis und bedingungslose Selbstliebe

21.01.2013 um 10:51
Cognition schrieb:Danke sehr für deine Ausführungen,aber ich halte keinen Gegenüber für völlig bescheuert auch @jimmybondy nicht. Es wird schon seine Gründe haben, dass er denkt wie er denkt.
Mein ungewöhnliches NTE hat mir meine Ansichten gelehrt. Er hat wie du schon sagst, scheinbar kein solches Erlebnis gehabt.Es geht mir aber nicht darum ob ich recht habe oder nicht recht habe, Selbsterkenntnis braucht Austausch. Jedes mal wenn wir auf andere Meinungen treffen, haben wir die Chance unsere Ansichten aus einem anderen Blickwinkel heraus zu beobachten und dafür bin ich dankbar. Jeder Denkanstoß ist wertvoll für die Selbsterkenntnis und jede Kontroverse ist Training für die eigene Geduld und bedingungslose Selbstliebe.
Nun wird hier etwa grade wilkürlich eine NTE auf den Tisch gepackt, welche vorher keinerlei Rolle spielte, obwohl ich deutlich und mehrfach nach Untermauerungen, Begründungen usw. fragte.
Besser noch, will man mir damit direkt noch den Erfahrungshorziont entziehen.

Ein seltsames Gebahren...

Beliebige grenzenlose Geduld muss man zwar nicht für jedwede Situation aufbringen, dennoch liegt hier kein Mangel darin vor, der Sachverhalt kann immer noch gerne verständlich dargelegt werden. ^^


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Selbsterkenntnis und bedingungslose Selbstliebe

21.01.2013 um 10:55
@jimmybondy
Das NTE ist schon seit Tagen für alle sichtbar nachlesbar, nix willkürlich.
Was den Erwartungshorizont angeht, hattest du schon ein NTE?
Musste man an dem Beitrag noch irgendwas kritisieren?
Eine sachliche Erklärung und ein Friedensangebot und du musst Bomber schicken?
Das hättest du mir auch per PN schicken können.


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Selbsterkenntnis und bedingungslose Selbstliebe

21.01.2013 um 10:59
@Cognition

Ich nehme gern einen Hinweis an welcher Stelle in unserem Part mit der NTE argumentiert wurde.
Vielleicht habe ich ja was übersehen...

Ich schrieb präzise Erfahrungshorizont und ja ich hatte das Bedürfnis, nochmal darauf einzugehen.

-Mein gutes Recht wo ich ja sogar Gegenstand darin bin.

Man muss sich deswegen nicht gleich im Bomberkrieg wähnen. :D

P.S., hab nachgeschaut:

http://www.allmystery.de/fcgi/?m=mposts&start=0&user=134879&no_uh=&thread=rs97344&query=

Da findet sich erst aktuell etwas über Deine NTE, vorher hattest Du das hier und im Kontext nicht auf den Tisch gepackt.


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Selbsterkenntnis und bedingungslose Selbstliebe

21.01.2013 um 11:03
@jimmybondy
Natürlich, weil es unnötig war offen darauf zureagieren, hättest dir doch ein Beispiel an mir nehmen können. Aber nun ja egal, dir sei verziehen.

Ich brauche nicht auf mein NTE zu verweisen, das ist nur eine persönliche Erfahrung und kann höchstens ein Beweis für mich sein, nicht für dich.
Genial etwas nicht nachtzuweisendes mit etwas nicht nachzuweisenem nachzuweisen.
Du kannst auch gerne auf die ganzen anderen Aspekte des Textes eingehen.


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Selbsterkenntnis und bedingungslose Selbstliebe

21.01.2013 um 11:04
@mae_thoranee

Nur ein Satz zu deinem Beitrag:
Du bist mit deinem EgoVerstand identifiziert - das ist weiter nicht schlimm - und solange dies der Fall ist, musst du so denken (und mich fehl-interpretieren) wie du halt denkst.

Der Egomind ist der Bedeutungsgeber und wenn du das einmal verstanden hast, dann weisst du: Alles hat nur eine Bedeutung für dich selbst.


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Selbsterkenntnis und bedingungslose Selbstliebe

21.01.2013 um 11:13
@Cognition
Cognition schrieb:Ich brauche nicht auf mein NTE zu verweisen, das ist nur eine persönliche Erfahrung und kann höchstens ein Beweis für mich sein,
Ich bin mit 18 Jahren aus der Kirche ausgetreten. Dann hatte ich ca. 16 Jahre später ebenfalls eine Nahtoderfahrung, und die hat mein ganzes atheistisches Gebäude zusammenfallen lassen, welches ich mir nach meinen Austritt aufgebaut hatte. Seitdem wusste ich: Gott ist nicht tot. Das war der Anfang meiner Suche. Sie hat mich zwar nicht zurück zur Mutter Kirche geführt - das Christentum habe ich jedoch - sehr viel später - über den Buddhismus erst in seiner vollen esoterischen Bedeutung erkannt.
Heute bin ich jenseits von ismen... von jeder Religion.


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Selbsterkenntnis und bedingungslose Selbstliebe

21.01.2013 um 11:13
Cognition schrieb:Natürlich, weil es unnötig war offen darauf zureagieren, hättest dir doch ein Beispiel an mir nehmen können. Aber nun ja egal, dir sei verziehen.
Bitte? Warum sollte ich? Ich war hier die ganze Zeit offen und ehrlich, klar und deutlich und das bevorzuge ich auch. Da ist nichts zu verzeihen...
Cognition schrieb:Ich brauche nicht auf mein NTE zu verweisen, das ist nur eine persönliche Erfahrung und kann höchstens ein Beweis für mich sein, nicht für dich.
Genial etwas nicht nachtzuweisendes mit etwas nicht nachzuweisenem nachzuweisen.
Du kannst auch gerne auf die ganzen anderen Aspekte des Textes eingehen.
Aha, es gab diesen Hinweis also doch nicht. =)

Du könntest einen Irrtum ja auch einfach mal zugeben, anstelle immer weiter zu verstricken.

Ich bin vielfältig auf divere Aspekte eingegangen.

Wenn es Dir aber nochmal wichtig ist einen besondern Part darunter zu beleuchten, will ich das gerne tun.


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Selbsterkenntnis und bedingungslose Selbstliebe

21.01.2013 um 11:18
@jimmybondy
Es war kein Irrtum, ich habe dir auch erklärt wieso das hier auch nichts zu suchen hatte, bis gerade eben als das Thema Erfahrung dazu kam.

Du bist auf die Aspekte eingegangen, die dich scheinbar gestört haben, darauf dass es nicht um recht oder unrecht ginge, bist du gar nicht draufeingegangen genausowenig auf die Kontroversen die einen Bereichern etc.pp.

ES ist OT und überflüssig, das hättest du mir auch per PN offen und ehrlich schreiben können.

Mit einsehbar ist gemeint, dass mein NTE breitgetreten in einem Thread für jeden eben einsehbar steht.

@TheLolosophian
Ich stehe auch zwischen Glauben und Wissenschaft und ordne mich keiner Religion zu.


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Selbsterkenntnis und bedingungslose Selbstliebe

21.01.2013 um 11:25
@TheLolosophian
TheLolosophian schrieb:Das Ich wird nicht gänzlich ausgelöscht, wenn die Eigenwilligkeit "stirbt".
Das Ich ist nicht an sich schlecht, es hat mehr oder weniger kranke (neurotische) Anteile. Wenn das Ich durch Individuation/Transformation geheilt ist, verschmilzt es mit dem Wahren Selbst.
Hi,
jetzt wo du das mit den kranken Anteilen schreibst, kommt in mir die Frage auf, wer oder was Krankheit als solche definiert, oder besser gesagt den Begriff des 'Wahnsinns' oder eben der Neurose. Liegt das nicht auch in eigenem Ermessen, wo die eigene Leidensgrenze liegt, ab wann bestimmt jemand, ob ich in die Klapse gehöre, wer hat die Psychatrie überhaupt erfunden? In diesem Bereich wurde so viel Unfug betrieben. Und more or less neurotische Anteile..hm, kannst du das eventuell nochmal erläutern?


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Selbsterkenntnis und bedingungslose Selbstliebe

21.01.2013 um 11:27
@Cognition

Ja ich hatte mir schon gedacht das es zusammenhangslos irgendwo einen beliebigen Thread gibt wo irgendwas dazu stehen könnte- - Toll! :D

Ich bin auf diverses eingegangen.
Deine Hypothese war allerdings äußerst mager und Du wolltest sie nicht untermauern usw. Das ist auch keinerlei Prob für mich.

Nur tue dann bitte nicht so als ob da irgendwas nachvollziehbares geäußert wurde.


Das Gedanken frei rumschwirren ohne das sie einer gedacht hat und ohne das sie einer wahr nimmt, ist nunmal doch eine etwas kuriose und dazu wie es scheint sinnlose Behauptung.

Wir müssten das nun auch nicht wieder aufrollen wenn Du nicht angemerkt hättest, das Du mich wegen meines "Nichtglaubens" in dieser Sache nicht für bescheuert hälst.
Das mag zwar lieb gedacht sein, sollte aber völlig selbstverständlich sein.


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Selbsterkenntnis und bedingungslose Selbstliebe

21.01.2013 um 11:30
@jimmybondy
Sie schweben nicht einfach rum.
Der Gedanke ist der Denker und der Gedachte, schon hast du etwas von mir völlig falsch verstanden/dargestellt.
Die Hypothese war nicht äußerst mager, das ist bloß deine Behauptung.
Wir hatten uns geeinigt nicht mehr über dieses Thema zu diskutieren, daran erinner ich dich gern nocheinmal.


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Selbsterkenntnis und bedingungslose Selbstliebe

21.01.2013 um 11:41
@Cognition

Welche Einigung? Kannst Du diese denn bitte wenigstens zitieren?

Oder meinst Du das Du in einer PM - ich hoffe soweit darf ich das zitieren- sinngemäß schriebst,
das wir besser über was anderes reden sollen und das nennst Du nun Eingung? :D


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Selbsterkenntnis und bedingungslose Selbstliebe

21.01.2013 um 11:46
@jimmybondy
Da du einen Smiley gesetzt hattest, hattest du der Bitte zugestimmt - verwerflich sich nun so zu benehmen, nachdem ich mich einmal zurücknahm zurückzuschreiben, obwohl dein Beitrag sehr viel provokanter und eigensinniger war, als mein letzter worauf du offen Stellung bezogen hast.
Darf sich jeder selbst was bei denken.

Das Thema ist abgehakt..finito und Offtopic in dem Sinne wie du es gerade mit mir austrägst.
Sackgassengespräche bringen keinen weiter.


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Selbsterkenntnis und bedingungslose Selbstliebe

21.01.2013 um 11:47
@locagrandezza
locagrandezza schrieb:jetzt wo du das mit den kranken Anteilen schreibst, kommt in mir die Frage auf, wer oder was Krankheit als solche definiert, oder besser gesagt den Begriff des 'Wahnsinns' oder eben der Neurose. Liegt das nicht auch in eigenem Ermessen, wo die eigene Leidensgrenze liegt, ab wann bestimmt jemand, ob ich in die Klapse gehöre, wer hat die Psychatrie überhaupt erfunden? In diesem Bereich wurde so viel Unfug betrieben. Und more or less neurotische Anteile..hm, kannst du das eventuell nochmal erläutern?
Viele Fragen :D...!
WAs die Psychiatrie angeht - ich habe selbst ca. 10 Jahre in dem Bereich gearbeitet - bin ich eher in der Richtung Antipsychiatrie (Ronald Laing, Thomas Szasz etc.) zuhause, zuviel Elend habe ich selbst bei den Psychiatern und Therapeuten erlebt...
Wer die Psychiatrie erfunden hat? Keine Ahnung, ich glaube, ein Franzose, der hat in Paris im 17. Jahrhundert o.ä. eine Einrichtung gegründet, in der man geistig und körperlich Behinderte erstmals unterbrachte. Vordem haben die elendiglich auf der Strasse gelebt und sind nicht selten auf dem Scheiterhaufen gelandet usw... ah ja, Charitè glaube ich, heisst die Institution noch immer...

Die Psychiatrie ist für mich der menschenverachtendste Zweig der Medizin. Noch immer, obwohl nicht zu leugnen ist, dass sich die Zustände erheblich gebessert haben, und sie für viele Menschen eine Hilfe ist, solange die Gesellschaft so ist, wie sie ist.

Wenn du über neurotische Anteile etwas wissen willst - ich empfehle immer dringlichst dieses Buch zur gefälligen Selbsterkenntnis.

Krankheit gibt es aus absolut-nondualer Sicht nicht, was aber nicht heisst, dass auf der relativen dualistischen Ich-Bewusstseinsebene Krankheit einfach negiert werden kann... Das lässt sich leider nicht mehr beschreiben, weil das nonduale Bewusstsein den Verstand übersteigt/transzendiert.

Das Persönlichkeitsmodell des Psychoanalytikers Fritz Riemann unterscheidet diese 4 Grundtypen der Persönlichkeit (Riemannsche Persönlichkeitstypen):

Typ 1: Die verstandsorientierte Persönlichkeit

Stärken: Sachlichkeit, Logik, Vernunftgebrauch, Beobachtungsgabe, Kritikfähigkeit
Schwächen: Mißtrauen, Kontaktarmut, wenig Emotionalität
Kampfmittel: Zynismus, Distanz
Vermeidung: Nähe, Gefühle, Hingabe

Typ 2: Die gefühlsorientierte Persönlichkeit
Stärken: Einfühlsamkeit, Verständnis, Pflichtgefühl, Geduld, Zuwendungsbereitschaft
Schwächen: Konfliktscheu, Dulderhaltung, Angst vor Alleinsein, wenig Selbstständigkeit
Kampfmittel: emotionale Erpressung, moralische Überlegenheit
Vermeidung: Trennung, Eigenständigkeit


Typ 3: Die ordnungsorientierte Persönlichkeit
Stärken: Genauigkeit, Stabilität, Ausdauer, Pflichtgefühl, Ordnungssinn
Schwächen: Zwanghaftigkeit, Übervorsicht, Uneinsichtigkeit, autoritäres Verhalten
Kampfmittel: Formalismus, Macht
Vermeidung: Unruhe, Veränderung, Chaos, Risiko, Unvorhersehbares

Typ 4: Die veränderungsorientierte Persönlichkkeit
Stärken: Risikofreude, Spontaneität, Unternehmungslust, Aufgeschlossenheit, Kontaktfreude
Schwächen: Selbstbezogenheit, Unzuverlässigkeit, Verletzlichkeit, wenig Ausdauer
Kampfmittel: Szenen machen
Vermeidung: Ordnung, Dauer, Bindung, Verpflichtung

Diese vier Grundorientierungen beschreiben Persönlichkeitsmerkmale, die nach Riemann das Resultat eines bereits in der Kindheit erlernten Umgangs mit bestimmten Ängsten sind. Sie sollten die Riemannschen Grundtypen allerdings als idealtypisch ansehen. Sie existieren nicht zwangsläufig in diesen reinen Formen in der Realität, sondern geben nur einen Hinweis auf die grundsätzlichen Möglichkeiten der persönlichen Ausprägung. Die Grundtypen lassen sich auch nicht in "gut" oder "schlecht" unterscheiden. Sie sind nach Riemann vielmehr allesamt wichtig und nützlich für die verschiedenen Lebensbedürfnisse. ZitatEnde. Aus:
http://www.idee-training.at/infobrief.php?url=riemann

Literatur: Fritz Riemann: Die 4 Grundformen der Angst
(hysterisch, zwanghaft, depressiv,schizoid)
Auf der relativen Eben m u s s definiert werden, geht nicht anders! Auch Diagnosen haben durchaus ihren Platz.


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Selbsterkenntnis und bedingungslose Selbstliebe

21.01.2013 um 11:53
@Cognition

Du bist in das Thema wieder eingestiegen in dem Du gönnerhaft angemerkt hast mich nicht für bescheuert zu halten und zudem einen völlig neuen Part eingebracht hast, Deine Hypothese darauf umgemünzt hast und mir damit dann die Erfahrung absprechen wolltest.

- Das kann hier auch jeder nachlesen.^^

Da ist überhaupt nichts verwerfliches oder unkorrektes in meinem Verhalten darauf dann einzugehen, das sind plumpe Unterstellungen von Dir.

Aber auch wenn Du Dich so seltsam verhälst, respektiere und liebe ich mich dennoch selbst.

Und Schwupp wären wir wieder beim Topic. Mit Schwung und Energie. =)


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Selbsterkenntnis und bedingungslose Selbstliebe

21.01.2013 um 13:33
@TheLolosophian

einen großen beitrag zur "selbstliebe" kann es sein, sich selbst gegenüber ehrlich zu sein. sich ganz nackig machen ohne diese ganzen schutzmäntelchen, schubladen ,panikräumen und fluchtwegen. diese trennungen die du da vollziehst, schneiden letztendlich dich selbst von dir ab.

das ist der schleier den es zu lüften gilt. es gibt keine größere illusion, als die man sich selbst vortäuscht...


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Selbsterkenntnis und bedingungslose Selbstliebe

21.01.2013 um 14:14
TheLolosophian schrieb:Literatur: Fritz Riemann: Die 4 Grundformen der Angst
(hysterisch, zwanghaft, depressiv,schizoid)
Auf der relativen Eben m u s s definiert werden, geht nicht anders! Auch Diagnosen haben durchaus ihren Platz.
@TheLolosophian
Da bin ich anderer Meinung, überlege Mal wieviele neue Krankheitsbilder bzw. Diagnosen stets neu 'erfunden' und neu definiert werden, aber keine Sau definiert Gesundheitsbilder.. Deswegen kam ich auf das eigene Grenzverständnis zu sprechen. Die Angstthematik spricht mich jetzt nicht so an, obwohl es bestimmt richtig ist, davon auszugehen, dass Angst auch ein Verhinderungsmuster im natürlichen Lebensfluss sein kann.

Es geht, wie @mae_thoranee schrieb, darum den Mut zu haben, completly zu sich selbst zu stehen, mit Peinlichkeiten genauso gut umzugehen wie mit einem erhabenen Hochgefühl..spielend scheitern sozusagen.

Zum Begriff der Psychatrie finde ich diesen Wikipedia-Artikel interessant: SpoilerWahnsinn und Gesellschaft

Wahnsinn und Gesellschaft: Eine Geschichte des Wahns im Zeitalter der Vernunft (Folie et déraison) erschien 1961 – Foucaults erstes größeres Buch, das er während seiner Zeit in Schweden schrieb. Es betrachtet die Art, wie das Konzept des Wahnsinns sich im Laufe der Geschichte veränderte.

Foucault thematisierte die Mechanismen der Aussonderung von „Anderem“ durch aufgeklärt-rationale Gesellschaften. Der Wahnsinn als das „Andere der Vernunft“ werde von dieser ausgegrenzt und zum Schweigen gebracht und komplexen Prozeduren rationaler Kontrolle und Disziplinierung ausgesetzt. Die abendländische-neuzeitliche Rationalität habe dabei ausschließende und repressive Funktion. Er beschäftigte sich hierzu im Detail mit der Entwicklung der modernen Klinik und der Geschichte des Gefängnisses. Dabei fand er keine Entwicklung zum Besseren oder ein Anwachsen an Vernünftigkeit, sondern nur einen von Brüchen gekennzeichneten Wandel im Rahmen zeitbedingter, willkürlicher Konstrukte.[10]

Eine Kultur definiert sich für Foucault hierbei über das Zurückweisen von außerhalb Liegendem und das Abstecken kultureller Grenzen.[11] Foucault nennt vier Bereiche abendländischer Ausgrenzung: Sexualität, Wahnsinn, den Traum, und den Orient.[12]

Foucault beginnt mit einer Analyse des Mittelalters, als Leprakranke von der Gesellschaft separiert wurden. Später wurden an „Wahnsinn“ Erkrankte zunehmend wie zuvor die Leprakranken behandelt. Eine systematische Ausschließung fände trotzdem erst im Zeitalter der Klassik statt.[13] Im 17. Jahrhundert ging man dazu über, diese einzusperren.[14] Schließlich wurde der Wahnsinn im Rahmen der psychiatrischen Wissenschaft als eine geistige Krankheit definiert.

Foucault beschreibt, wie der Wahnsinnige sich von einem akzeptierten, integrierten Teil der gesellschaftlichen Ordnung zu einer Person entwickelte, die eingeschlossen und ausgeschlossen werde: „Deshalb kann man sagen, daß Wahnsinn vom Mittelalter bis zur Renaissance innerhalb des gesellschaftlichen Horizonts als ästhetische oder weltliche Tatsache vorhanden war; im siebzehnten Jahrhundert dann folgte eine Phase des Schweigens und des Ausschlusses, die mit der Einsperrung der Wahnsinnigen begann. […] Das zwanzigste Jahrhundert schließlich zügelt den Wahnsinn, reduziert ihn auf eine Naturerscheinung, die zur Wahrheit der Welt in Verbindung steht. Von dieser positivistischen Einstellung leiten sich sowohl die irregeleitete Philanthropie ab, mit der sich die gesamte Psychiatrie dem Geisteskranken nähert, als auch der lyrische Protest dagegen[.]“[15]

Foucault betrachtet auch psychiatrische Behandlungsmethoden, besonders von Philippe Pinel und Samuel Tuke. Er behauptet, dass ihre Methoden nicht weniger Kontrolle ausüben als frühere Behandlungsweisen. Der von Tuke propagierte Rückzug auf das Land bestrafe den Wahnsinnigen solange, bis er normales Verhalten erlerne. In ähnlicher Weise funktioniere auch Pinels Behandlung des Wahnsinnigen durch Aversionstherapie. Ihre Bemühungen zielten weniger auf eine Behandlung der Krankheit als darauf ab, den Kranken mit der gesellschaftlichen Konformität zu versöhnen, arbeitsmäßig einzugliedern und den herrschenden patriarchalischen Moralvorstellungen zu unterwerfen.[16]


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