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Ist Gott böse?

448 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Böse

Ist Gott böse?

05.03.2013 um 20:09
SlenderMan91 schrieb:Der Mensch schiebt seine Probleme immer auf andere? Jetzt also auch auf Gott. Jetzt ist er wieder der Böse. Das ist so ziemlich das Manko der Menschheit. Niemand will für etwas verantwortlich sein. Immer sind es die anderen.
das ist richtig weil die menschen genau durch den glauben an einen gott bzw. den unterschiedlichsten religionen ansich verlernt haben selbstverantwortung für ihr leben zu übernehmen ! ..... weil es auch einfacher ist die schuld an gott oder andere personen abzuschieben als an sich selbst und seiner persönlichkeit zu arbeiten.


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Ist Gott böse?

05.03.2013 um 20:36
@-Therion-

Der Glaube an einem Gott ist also schuld daran, dass die Menschen an mangelnder Selbstverantwortung leiden? Wenn die Menschen verlernt haben, Selbstverantwortung zu tragen, wann war es denn in der Vergangenheit deiner Meinung nach so? Ich bin der Auffassung, dass die Menschen seit Gedenken an etwas glauben.
Älteste Spuren [Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Religion im Paläolithikum

Nachdem ältere Theorien wie die eines hominiden Bärenkultes heute als widerlegt gelten, andererseits aber die lange bezweifelten Datierungen jungpaläolithischer Höhlenmalereien und Musikinstrumente wesentlich erweitert und bestätigt wurden, hat sich ein wissenschaftlicher Konsens über den Beginn menschlicher Religionsgeschichte herausgebildet. Demnach werden Bestattungen und (später) Grabbeigaben als frühe archäologische Zeichen religiösen Ausdrucks steinzeitliche Religionen anerkannt, die sich ab etwa 120.000 Jahren v. Chr. im Mittelpaläolithikum sowohl bei Homo sapiens als auch beim Neandertaler nachweisen lassen. Der Homo sapiens entwickelt im späten Mittelpaläolithikum (mittlerer Abschnitt der Altsteinzeit) und beginnendem Mesolithikum (Mittelsteinzeit) komplexere Ausdrucksformen in frühen Kleinkunstwerken, Höhlenmalereien, später mit aufwändigen Grabstätten und zum Beginn des Neolithikums (Jungsteinzeit) im Nahen Osten herausgehobene Bauwerke, wie das als Tempelanlage interpretierte Göbekli Tepe.
Ab ca. 40.000 v. Chr. – mit dem Auftreten künstlerischer Skulpturen, Malereien und Musikinstrumente – werden die Hinweise deutlicher. Welche religiösen Inhalte und Konzepte diesen Artefakten zuzuschreiben sind, ist unklar.


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06.03.2013 um 05:50
Veritasaequita schrieb:Wenn die Menschen verlernt haben, Selbstverantwortung zu tragen, wann war es denn in der Vergangenheit deiner Meinung nach so? Ich bin der Auffassung, dass die Menschen seit Gedenken an etwas glauben.
vermutlich hast du recht, dass es nie der fall war und genau deswegen sieht unsere welt nicht besser aus als zu beginn der menschheit. ich frage mich nur warum es für viele so schwer ist an sich selbst zu glauben, selbstverantwortung für sein leben zu übernehmen und warum es immer ausserkörperliche wesen sein müssen, götter an die der mensch seinen glauben hängt, sich hilfe erwartet und hoffnungen setzt und dadurch sich selbst vernachlässigt.

es steht doch schon in der bibel "hilf dir selbst, so hilft dir gott" das ist die aufforderung SELBST die initiative zu ergreifen und keinen anderen zu überlassen.


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Ist Gott böse?

06.03.2013 um 15:14
@-Therion-

Wie gehen Atheisten damit um? Sind die selbständiger und selbstverantwortlicher als jemand, der an einen Gott glaubt?

Ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass die ungläubigen nicht mal den Glauben für sich selbst aufbringen können. Vielleicht bin ich aber den strebsamen und verantwortungsvollen Gottlosen nur einfach noch nicht begegnet.


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06.03.2013 um 16:09
Veritasaequita schrieb:Wie gehen Atheisten damit um? Sind die selbständiger und selbstverantwortlicher als jemand, der an einen Gott glaubt?
also diese erfahrung machte ich zumindest, dass atheisten selbständiger sind und auch verantwortung übernehmen können/gerne übernehmen. gläubige schieben gerne alles von sich weg oder erhoffen sich hilfe durch gebete ----> gott wird es schon richten!

ich weiss das weil ich selbst mal christ war, lange jahre und ch verließ mich auch auf gott und meine gebete. jetzt als atheist weiss ich, dass ich an mich glauben und selbstverantwortlich mein leben in die hand nehmen muss wenn ich etwas erreichen/mich verwirklichen möchte.
Veritasaequita schrieb:Ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass die ungläubigen nicht mal den Glauben für sich selbst aufbringen können.
ja da muss ich dir recht geben dass leider viele menschen auch nicht an sich selbst glauben können was ich aber großteils auf die erziehung zurückführe, kindern keine inneren werte mehr vorgelebt/anerzogen werden.
Veritasaequita schrieb:Vielleicht bin ich aber den strebsamen und verantwortungsvollen Gottlosen nur einfach noch nicht begegnet.
so wird es wohl sein .....
was sich aber nun schlagartig ändert weil ich ein solches exemplar bin, ein atheist der an sich glaubt und sich seiner selbstverantwortlichkeit bewusst ist :)


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06.03.2013 um 18:34
-Therion- schrieb:gläubige schieben gerne alles von sich weg oder erhoffen sich hilfe durch gebete ----> gott wird es schon richten!
Was ist verkehrt daran, wenn man Kraft und Mut und Trost in Gebeten findet? Wenn dein Kind z.B. gegen deinen Wunsch und vielleicht auch gegen deine moralischen und politischen Ansichten sich freiwillig für den Einsatz in einem Kriegsgebiet meldet und du voller Angst und Verzweiflung bist, hilft es einen vielleicht durch Gebete solch schwere Zeit zu überstehen. Selbstverantwortung spielt in diesem Fall keine Rolle, denn du kannst nicht auf die Geschehnisse dort Einfluss nehmen.

Hilfe anzunehmen -welche auch immer- ist nichts negatives. Der Mensch verliert im Laufe seines Lebens manchmal den Glauben aber sei dir gewiss, spätestens zum Ende des Lebens wird man diesen Glauben wieder finden und dann nach Gott betteln!

Nenne mir bitte ein oder mehrere Beispiele, die verdeutlichen, dass ein Gläubiger seine Selbstverantwortung aufgibt, aufgrund dessen, dass er zu Gott betet.


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06.03.2013 um 19:39
Veritasaequita schrieb:Was ist verkehrt daran, wenn man Kraft und Mut und Trost in Gebeten findet?
natürlich ist es nicht verkehrt, jeder wie er möchte ich will es auch niemanden ausreden. ich persönlich, für mich gesprochen sehe es irgendwie als selbstbetrug an sich einzureden dass es eine höhere macht wie auch immer die aussehen mag nicht nur geben sondern auch einfluss auf unsere leben haben soll ich halte das für sehr unrealistisch daran zu glauben so ist zumindest meine persönliche einstellung dazu.
Veritasaequita schrieb:Wenn dein Kind z.B. gegen deinen Wunsch und vielleicht auch gegen deine moralischen und politischen Ansichten sich freiwillig für den Einsatz in einem Kriegsgebiet meldet und du voller Angst und Verzweiflung bist, hilft es einen vielleicht durch Gebete solch schwere Zeit zu überstehen.
ganz ehrlich gesagt würde ich die entscheidung meines kindes akzeptieren/respektieren und mir vielleicht gedanken machen aber keine ängste haben. ich bin der meinung dass jeder mensch für sich selbst verantwortlich ist und daher auch solche entscheidungen treffen darf und soll auch wenn ich vielleicht nicht damit einverstanden wäre ich würde es respektieren.

weisst du was das problem ist, die menschen die kinder in die welt sätzen meinen dass ihre kinder inr eigentum/besitz sind und sind und denken etwas verlieren zu können das ihnen aber in wirklichkeit gar nicht gehört. daduch ist man verzeifelt, hat angst es ist dieses besitzdenken das die menschen verzweifeln lässt.

ich vetrete da ganz andere ansichten, für mich ist ein kind ein selbständiges wesen das ich großziehe, durchs leben leite und als führer/lehrer zur seite stehe, für das kind da bin wann immer es mich braucht aber ich würde es niemals als mein eigentum/besitz betrachten. alleine durch diese grundeinstellung hätte ich keine ängste sondern vertrauen.
Veritasaequita schrieb:Selbstverantwortung spielt in diesem Fall keine Rolle, denn du kannst nicht auf die Geschehnisse dort Einfluss nehmen.
aber ich kann in mein kind vertrauen sätzen, darauf vertrauen dass es für sich die richtige entscheidung getroffen hat dadurch erübrigen sich zweifeln und ängste denn egal was passieren wird werde ich durch diese einstellung die ich oben beschrieb damit klar kommen.

ich brauche also keine gebete mit einer solchen einstellung/denkweise.
Veritasaequita schrieb:Hilfe anzunehmen -welche auch immer- ist nichts negatives. Der Mensch verliert im Laufe seines Lebens manchmal den Glauben aber sei dir gewiss, spätestens zum Ende des Lebens wird man diesen Glauben wieder finden und dann nach Gott betteln!
ich kann hilfe annehmen aber nicht von einen imaginären wesen für mich ist das selbstbetrug.
das ich nach gott betteln werde kann ich mir nicht vorstellen wenn er doch für mich einfach nicht existent ist.
Veritasaequita schrieb:Nenne mir bitte ein oder mehrere Beispiele, die verdeutlichen, dass ein Gläubiger seine Selbstverantwortung aufgibt, aufgrund dessen, dass er zu Gott betet.
vor einiger zeit las ich hier im forum von jemanden dass er beleidigt auf gott war weil er bei der führerscheinprüfung durchgefallen ist :) er war wirklich sehr enttäuscht und verstand es nicht warum ihm gott nicht geholfen obwohl er so sehr zu ihm betete.

ich hörte von einen bekannten eine sehr traurige geschichte .... eine bekannte vom ihm wurde in ihrer beziehung geschlagen aber sie wollte sich nicht von ihren partner trennen mit der begründung das gott sich etwas dabei denken muss und ihr helfen wird wenn er es für richtig hält.

eine arbeitslose bekannte betet (vermutlich heute noch) täglich zu gott ihr zu helfen einen job zu finden aber was sie nicht tat war sich wirklich intensiv darum zu bemühen einen job zu suchen bzw. ausreichend bewerbungen zu schicken.

alle personen die ich hier anführte zogen sich aus ihrer eigenverantwortung und legten es in gottes hände dafür zu sorgen dass ihre wünsche/hoffnungen in erfüllung gehen.

- wer nicht für seine prüfung ausreichend lernt sondern sich auf gott verlässt der schiebt seine verantwortung an gott ab.

- wer entscheidungen in gottes hand legt selbst wenn er in gefahr ist und körperlich leidet, seine selbstverantwortlichkeit nicht erkennt den ist wirklich nicht zu helfen.

- wer sein schicksal in die hand gottes legt, zu gott um einen job betet ohne sich wirklich selbst ausreichend darum zu bemühen der hat einfach kein selbstverantwortungsgefühl.


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06.03.2013 um 20:17
@-Therion- Danke für deine ausführliche Antwort.

Ich sehe deine Meinung keineswegs darin, dass du jemanden überzeugen möchtest. Keine Sorge ;-) Genauso wenig möchte ich dich oder andere überzeugen. Es ist lediglich interessant zu lesen, wie andere Menschen denken und urteilen.

Da ich selbst Mutter bin, kann ich dir von meiner Seite versichern, dass ich meine Kinder niemals als meinen Besitz/Eigentum angesehen habe. Sie sind eigenständige Menschen und Persönlichkeiten und dahingehend habe ich auch immer großen Wert gelegt, ihnen dieses auch zu vermitteln. Ich kann mich an ein Streitgespräch mit meinem Opa erinnern, als er genau dieses stark kritisiert hat. Bevor man meiner Meinung nach Selbstverantwortung vermitteln kann, muss man sich genau von dem Denken Eigentum/Besitz lösen. Dazu gehört z.B. auch das Bevormunden. Aber das ist nun ein anderes Thema. Angst und Sorge um ein Kind zu haben, hat in meinen Augen nichts damit zu tun, die Entscheidung meines Kindes zu respektieren oder zu akzeptieren. Wenn man Kinder hat, fühlt man sich eben aber für sie verantwortlich und es gibt ja nicht ohne Grund, einen angeborenen Mutterinstinkt.

Was deine Beispiele angehen, kann ich dir nur zu 100% Recht geben! Die Eigenverantwortung für sein Leben und die Verantwortung für sein Handeln sollte jeder Mensch alleine tragen. Genauso lehne ich es hab, dass es Menschen gibt, die im Namen Gottes Glaubenskriege führen. Man sollte Gott nicht nur zu seinen Eigennutzen vorschieben oder um sein böses Handeln zu rechtfertigen. Ich kann mich aber auch nicht freisprechen und sagen, ich hätte nie den Satz gesagt: "Lieber Gott, warum tust du mir das an?!" Das liegt aber vielmehr daran, dass es mir in der Sekunde wohl leichter fiel, es auf jemand anderen zu schieben, als es einfach als ein Schicksal zu sehen, dass einfach unwillkürlich ohne jeglichen Einfluss geschehen ist.
"Die Wege des Herrn sind unergründlich"

Römer 11,33 (Schlachter 2000):
O welche Tiefe des Reichtums sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Gerichte, und wie unausforschlich seine Wege!
Seit Menschengedenken, haben wir eben dieses Verhaltensmuster ;-)


Nun würde mich aber interessieren, was du denkst, wenn du an den Himmel schaust. Der Mond, die Sterne und die Weiten des unerklärlichen Universums. Ist es nicht mehr als naiv zu denken, dass da wirklich nichts höheres über uns ist? Weil wenn du nicht an Gott glaubst, sondern dein Glaube lediglich an deiner Selbstverantwortung fest hält, könnte man umgedreht also annehmen, dass du dich für das Höchste hältst. Dazu fällt mir noch ein toller Spruch ein, der nicht der Wahrheit entspricht aber lediglich als Denkanstoß zu sehen ist.
"Es gibt mehr Sterne im Universum als Sandkörner auf der Erde"


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trance3008
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07.03.2013 um 00:35
Veritasaequita schrieb:Wieso kann ich als religöser Mensch denn nicht mein Wissen mit dem Glauben und der Wissenschaft vermischen?
Veritasaequita schrieb:Ich glaube an Gott aber verfolge nicht all die Ideologien der Kirche.
Und eben das ist der Unterschied zwischen Spiritualität und Religionen. Du bist ein spiritueller Mensch, der seine eigene Vorstellungen von Gott und der Welt hat, du selbst erschaffst und bestimmst deinen Glauben. Religionen jedoch basieren auf größtenteils antiken Dogmen und Insitutionen, welche diese vertreten und verbreiten. Deshalb sind diese mit Wissenschaft schlichtweg inkompatibel. Es ist dein gutes Recht, deinen ganz persönlichen und individuellen Glauben zu praktizieren und ich habe auch nichts dagegen eingewendet. Meine Äußerungen bezogen sich vielmehr auf religiöse Menschen. Du jedoch bist es ganz offenbar nicht.


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Ist Gott böse?

07.03.2013 um 00:58
@trance3008

Interessant, dass du als fremde Person mir meinen Glauben/Religion erklären oder gar abstreiten möchtest. Weißt du denn, welcher Religion ich angehöre, dass du darüber urteilen kannst?


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trance3008
ehemaliges Mitglied

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Ist Gott böse?

07.03.2013 um 01:02
Fidaii schrieb:Woher willst Du wissen, dass Gott seine Schöpfung nicht kontrollieren kann?
Wie kommst du darauf, ich würde Gott unterstellen, dass er seine Schöpfung nicht kontrollieren könnte, sofern es ihn gäbe? Mit keinem Wort erwähne ich etwas davon in meinem Beitrag, den du zitiert hast. Im Gegenteil, ich behaupte darin, dass Gott dazu sehr wohl in der Lage sein müsste, da er andernfalls seinem Titel und Status als Gott und allmächtiger Schöpfer nicht gerecht wäre. Es war @Veritasaequita, der/die das Gegenteil behauptete. Bitte genau lesen...
Fidaii schrieb:Du wirfst Gott Ungerechtigkeit vor. Aber hast Du dich mal gefragt, wie Du überhaupt wissen kannst, was Unrecht ist? Glaubst Du im Ernst, Du könntest jemals wirklich wissen/erkennen/erfahren, was z.B: Unrecht und Bosheit ist, wenn Dein Schöpfer es nicht wollen würde und nicht so eingerichtet/geordnet hätte?
Du, da ich nicht gläubig bin, stellt sich mir die Frage gar nicht erst ;)

Aber man könnte deine Frage mit einer Gegenfrage beantworten: Wieso erteilt Gott nicht allen Menschen den gesunden Menschenverstand, das elementare Ethik- und Moralverständnis? Immerhin haben Psychopathen kaum bis gar nichts davon, entweder wegen fehlerhafter Entwicklung des Gehirns im Mutterleib, oder wegen massiver Traumata in frühster Kindheit. Warum hat der liebe Gott das zugelassen, sie all der Instinkte beraubt, die sie hätten zu guten adäquaten Menschen heranwachsen lassen können, und vorsätzlich Mörder und Vergewaltiger in die Welt gesetzt, die dutzenden und aberdutzenden das Leben zerstört oder genommen haben? Wo ist da der tiefere Sinn in solch einer Handlung? Die einzige plausible Erklärung für diesen Irrsinn wäre, dass Gott schlicht und ergreifend ein wirklich kranker Sadist ist, seine Perversität übersteigt die menschliche um das x-fache. Nur dadurch konnte er so eine verkommene Welt erschaffen wie wir sie kennen. Aber am wahrscheinlichsten ist nach wie vor, dass da genauso wenig Sinn hinter diesen Psychos steckt wie hinter Naturkatastrophen und angeborenen geistigen/körperlichen Behinderungen.

Es gibt so vieles auf dieser Welt, das einfach absolut keinen Sinn ergibt, wenn man dahinter eine omnipotente, höhere Intelligenz vermutet, die das alles kontrolliert, dass der einzig rationale Entschluss, der daraus erfolgen kann, nur heißen kann, dass es absolut keine höhere Intelligenz gibt. Das einzige, was die Welt beherrscht, ist die Kausalität und menschliche Taten. Mehr ist da einfach nicht.


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trance3008
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07.03.2013 um 01:23
@Veritasaequita

Ich streite überhaupt nichts ab, sondern erkläre dir lediglich elementare Tatsachen und Definitionen. Religionen können nicht von jedem Menschen selbst erdacht werden, das sind feste, etablierte Konzepte, meistens mit eigenen "Heiligen Schriften", nach denen die gesamte Ideologie ausgelegt wird. Die Religiösen mögen diese ja unterschiedlich interpretieren, aber das Grundkonzept bleibt dabei jedoch immer erhalten. Deshalb gibt es unter Christen auch Katholiken, Protestanten, Orthodoxe, Zeugen Jehovas etc. Aber sie alle verbindet eine Religion - das Christentum - und eine "Heilige Schrift" - die Bibel. Unter Moslems gibt es auch Shiiten, Sunniten, Aleviten, Salafisten etc. Jedoch auch sie bezeichnen allesamt den Islam als ihre Religion und haben alle dieselbe "Heilige Schrift" - den Quran.

Spiritualität jedoch ist unabhängig von starren Dogmen oder antiken Schriften, sie kann von jedem so ausgelebt werden, wie derjenige es selbst will. Sie verkörpert nichts anderes als individuelle Werte, Lebensweisheiten und Vorstellungen und Überzeugungen bzgl. Gott/Gottheiten, Diesseits und Jenseits.

Und da du ganz offensichtlich deinen eigenen Glauben kreierst, den du auch mit der Wissenschaft kombinierst, kann ich dich nur schwer als religiös betrachten, da religiöse "Heilige Schriften" nun mal keinen Platz für Wissenschaft haben.
Und ehrlich gesagt, verstehe ich nicht, wieso du dich da noch immer unbedingt als religiös betiteln willst, wo du doch selber schreibst:
Veritasaequita schrieb:Ich glaube an Gott aber verfolge nicht all die Ideologien der Kirche.


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07.03.2013 um 05:54
Veritasaequita schrieb:Nun würde mich aber interessieren, was du denkst, wenn du an den Himmel schaust. Der Mond, die Sterne und die Weiten des unerklärlichen Universums. Ist es nicht mehr als naiv zu denken, dass da wirklich nichts höheres über uns ist?
wenn ich mir das alles ansehe was du aufzählst dann weiss ich, dass es da draussen viel mehr leben gibt als wir uns es vorstellen können und wir nicht die einzige intelligente lebensform sind in den weiten des universums. wissenschaftler haben herausgefunden das ständig neue "welten" vergehen und entstehen. das universum pulsiert wie ein herzschlag man bezeichnet es als die schleifen-quantengravitation. -----> da ist kein platz für einen gott der sich hätte selbst erschaffen müssen.

gegenfrage: ist es nicht mehr als naiv an einen gott zu glauben, an ein unsichtbares etwas das noch niemand gesehen hat, dieses etwas anzubeten und all seine wünsche, sehnsüchte und hoffnungen darauf zu fokussieren ?

ist es da nicht vernünftiger ALLE menschen als göttliche wesen anszusehen .....
Veritasaequita schrieb:Weil wenn du nicht an Gott glaubst, sondern dein Glaube lediglich an deiner Selbstverantwortung fest hält, könnte man umgedreht also annehmen, dass du dich für das Höchste hältst. Dazu fällt mir noch ein toller Spruch ein, der nicht der Wahrheit entspricht aber lediglich als Denkanstoß zu sehen ist.
ich persönlich halte mich nicht als höchstes sonder die ganze menschheit, jeder einzelene von uns ist sein eigener schöpfergott alleine durch unsere existenz, unser denken, der individuellen persönlichkeit sind wir alle götter die sich täglich ihre eigene realität erschaffen.

das leben ansich ist viel zu einzigartig und wundervoll als das man daran zweifeln könnte das wir menschen, tiere und pflanzen nicht selbst "götter" sind. warum also etwas höheres wie einen gott "erschaffen" und sich niedriger bewerten als es allen lebensformen gebührt.


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rockandroll
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07.03.2013 um 06:10
also evolutionär bedingt ist natürlich jedes lebewesen dazu "gezwungen" sich ständig in bewegung zu halten, um mit dem lauf der zeit schritt halten zu können. das erfordert energie und leistungsbereitschaft, was aber entgegen den masseträgheitsgesetzen wirkt ;) hier herrscht immer eine diskrepanz, und man könnte das manchenorts wirklich so empfinden, als wären da "böse" kräfte am werk, die einem ständig auf den keks gehen wollen. in letzter instanz natürlich gott, der das leben so scheinbar unvollkommen geschaffen hat. macht man sich das ganze bewusst, löst sich die denke von selbst auf. dann bleibt nur noch übrig "das leben will sich entwickeln, und dazu müssen gewisse voraussetzungen erfüllt werden"
keine bösen götter, keine schlimmen absichten von niemandem. nur "du" und die natur


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Ist Gott böse?

07.03.2013 um 15:35
@trance3008

Weil ich nicht zu 100% nach den Werten und Anschauungen der Kirche lebe, bin ich nicht religiös? Was erzählst du denn da? Warum denkst du, dass ein Glaube/die Religion darin besteht, dass man bedingungslos der Kirche folgt? Desweiteren ist der Glaube keine Frage des Ortes, sondern der Überzeugung! Dies ist durchaus mehr als eine spirituell angehauchte Einstellung!
Der Anspruch der Kirche, verbindlich zu bestimmen, was zu glauben ist, blieb jahrhundertelang gültig. Sie bestimmte, was „immer, überall und von allen" zu glauben war (so Vinzenz von Lerinum, um 450). Dann beförderte die Renaissance im Abendland eine neue Sicht der Dinge. Das Individuum erfuhr eine ungeahnte Aufwertung, und aus dem Schoß der Kirche kroch ein Augustinermönch namens Martin Luther. Der beharrte nicht nur darauf, dass sich auch der Papst und kirchliche Konzilien irren können, sondern behauptete sogar, wirklich entscheidend sei, wie der Einzelne seinen Weg zu Gott finde. Auf den eigenen Glauben, die innere Überzeugung und die persönliche Gottesbeziehung komme es an und nicht auf das gehorsame Befolgen kirchlicher Riten und Verpflichtungen.
Science without religion is lame, religion without science is blind

@-Therion-

Der Impuls eines Herzschlages...das ist wirklich eine sehr interessante Sichtweise. Wer ist der Träger dieses Herzens? ;-) Eigentlich gehen unsere Vorstellungen gar nicht so weit auseinander, wie du vermuten magst. Natürlich sind Menschen göttliche Wesen! Aber wir sind nicht unser eigener Schöpfergott, denn wir haben uns nicht selbst erschaffen. Unser Denken und die "individuelle" Persönlichkeit ist lediglich ein Abbild, geformt von der Gesellschaft und der Gemeinschaft und daraus folgende Erziehung. Normen, Moral und Ethik und Wertevorstellungen werden uns anerzogen. Natürlich entwickelt sich daraus eine Persönlichkeit aber sie ist eben nicht unwillkürlich und frei von Manipulationen und nicht eigenständig. Desweiteren basiert die Natur auf mathematischen Grundlagen und da wir Menschen auch ein Teil der Natur sind, kann man die Ordnungsrelationen auch hier anwenden.



Aber ich kann deine Einstellung wirklich gut nachvollziehen und finde sie wirklich sehr schön :-)


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07.03.2013 um 16:30
Veritasaequita schrieb:Aber wir sind nicht unser eigener Schöpfergott, denn wir haben uns nicht selbst erschaffen.
das kannst du nicht mit sicherheit wissen und daher auch nicht ausschließen genausowenig wie du wissen kannst ob es wirklich einen gott gibt oder nicht.
Veritasaequita schrieb:Unser Denken und die "individuelle" Persönlichkeit ist lediglich ein Abbild, geformt von der Gesellschaft und der Gemeinschaft und daraus folgende Erziehung.
dem ist aber nicht so .....
sieh dir ein baby an, auch das hat schon sobald es auf dieser welt ist einen eigenen charakter/persönlichkeit und je älter ein kind wird um sehr mehr kannst du das erkennen.
du wirst im laufe der entwicklung feststellen welche charaktereigenschaften ausgeprägter sind als andere und du wirst auch merken, welche begabungen/talente diesem kind eingfach angeboren sind. und vielleicht kristalisiert sich sogar eine berufung heraus, eine leidenschaft zb. später mal arzt, wissenschaftler oder was auch immer werden zu wollen. - dies ist von anfang an in dem kind schon verankert.

es sind eigenschaften die man nicht anerziehen oder vererben kann da es oft so ist das talente/begabungen einfach da sind obwohl niemand innerhalb der familie in diese richtung dentiert bezüglich dieses talents. daher glaube ich schon an die eigene schöpferkraft und halte den reinkernationsgedanken gar nicht für so abwegig.

ich vermute nämlich, dass wir genau diese spezifischen eigenschaften/talente/begabungen aus früheren leben uns "erarbeitet" haben und mitnehmen ----> die seele von einem körper in den nächste inkarniert. das wir uns einen lebensplan als seelenwesen erstellen und genau festlegen in welcher hinsicht wir uns weiterentwickeln wollen/müssen um irgendwann mal vollkommenheit zu erlangen.

daher glaube ich auch nicht an gott, zufälle oder schicksal sondern an ursache und wirkung/aktion, reaktion - an eine aufgabe/lebensplan/schicksal das sich jeder mensch selbst erstellt hat als geistwesen und sich so seine eigene realität quasi vorprogrammiert hat.

wenn du dir die welt ansich, die natur und deren abläufe ansiehst besteht alles aus ursache und wirkung auch innerhalb des menschlichen körpers würde nichts ohne dieses grundprinzip "funktionieren".

alles leben besteht aus einem kreislauf, wie zahnräder die sich inneinander fügen fungieren die einzelnen komponenten und bilden das GANZE und somit kann dieses ganze nicht EIN GOTT sein der alles lenkt und kontrolliert denn löst du nur ein winziges zahnrädchen aus diesem ganzen heraus dann funktioniert das ganze system nicht mehr ----> grund dessen kann es gott für mich persönlich gar nicht geben weil es diesem system der GANZHEIT widersprechen würde.


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07.03.2013 um 18:57
@-Therion-
Veritasaequita schrieb:.. Persönlichkeit ist lediglich ein Abbild, geformt von der Gesellschaft und der Gemeinschaft und daraus folgende Erziehung. Normen, Moral und Ethik und Wertevorstellungen werden uns anerzogen. Natürlich entwickelt sich daraus eine Persönlichkeit aber sie ist eben nicht unwillkürlich und frei von Manipulationen und nicht eigenständig.
Es ging dabei nicht um Charaktereigenschaften oder unterschiedliche/besondere Fähigkeiten, die einen Menschen ausmacht. Die Grundlage deiner Argumentation geht am Kern meiner Aussage deswegen leider vorbei. Trotzdem möchte ich dir widersprechen denn durch die bewusste und unbewusste Erziehung unserer Eltern ist auch unserer Berufswahl und das Karriereverhalten beeinflusst. Wir nehmen meist unsere Eltern als Vorbild und nehmen gewisse Verhaltensmuster an. Um dir dies zu verdeutlichen, zähle ich dir zwei klischeehafte Beispiele auf -> 1. Hartz4 und das Vorleben von Arbeitslosigkeit 2. eine angesehene Arztfamilie und das Vorleben von Bildung und Karriere. Es gibt auch Familienunternehmen, die dann von den Kindern übernommen werden und die Kinder in die Fußstapfen der Eltern treten. Ebenso kann es sein, dass Kinder durch ihre eigenen Fähigkeiten und charakterliche Eigenschaften eben genauso nicht enden wollen wie ihre Eltern oder vielleicht ganz andere Interessengebiete haben als z.B. streben sie vielleicht ein freies, soziales Jahr an, und ziehen das lieber einen Hochschulstudium vor.


Ps: Wer treibt das Zahnrad an? ;-)


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trance3008
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07.03.2013 um 22:56
Veritasaequita schrieb:Weil ich nicht zu 100% nach den Werten und Anschauungen der Kirche lebe, bin ich nicht religiös?
So wie ich dich verstanden habe, lebst du komplett unabhängig von der Kirche. Und ja, Religionen bedingen nun mal diese Institutionen. Kirchen, Moscheen, Synagogen, whatever. Aber hey, mir solls doch egal sein, was du glaubst oder nicht glaubst. Wenn du unbedingt religiös sein willst, dann nur zu. Aber ich bleibe dennoch dabei, dass dein "wissenschaftlicher Glaube" mit Religionen nichts am Hut hat. Ich habe den Unterschied zwischen Religion und Spiritualität erkannt, du aber scheinbar noch nicht...
Veritasaequita schrieb:Science without religion is lame, religion without science is blind
Diese hohle Phrase höre ich ständig und überall, als ob darin die Auflösung aller Rätsel dieser Welt verborgen wäre. Dabei ist schon der erste Teil des Satzes völliger und totaler Humbug.


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07.03.2013 um 23:06
@Veritasaequita
Veritasaequita schrieb:Sind die selbständiger und selbstverantwortlicher als jemand, der an einen Gott glaubt?
Weder das eine.. noch das andere.
Der einzige Unterschied den ich sehe ist der, das für Unwägbarkeiten des Lebens nicht eine übergeordnete Entität und dessen unergründliches Wirken, verantwortlich gemacht wird.
Und so gesehen, werden diese Unwägbarkeiten auch anders angegangen.
Unwägbarkeiten wie plötzlicher Tod.. ect.


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07.03.2013 um 23:15
@trance3008

Vielleicht solltest du weniger Wichtigkeit in die einzelne Worte legen. Es soll dir egal sein, was ich denke, denn mein Denken umfasst gewiss mehr als 3 Sätze ;-) Aber dann erspare mir auch deinen abwertenden und für mich schon beleidigenden Nachsatz -Danke-
trance3008 schrieb:Ich habe den Unterschied zwischen Religion und Spiritualität erkannt, du aber scheinbar noch nicht...
@Gwyddion

Jede sieht aus seinen Erfahrungen heraus :-)


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