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Lazarus-Effekt - Wenn ausgestorben geglaubte Tiere wieder entdeckt werden

205 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Tiere, Ausgestorben, Außergewöhnlich ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Lazarus-Effekt - Wenn ausgestorben geglaubte Tiere wieder entdeckt werden

04.01.2013 um 16:12
Neue Arten am Mekong entdeckt

Teil3

Der glatzköpfige Bülbül

Schon 1995 sah der britische Biologe Rob Timmins den eigenartigen Singvogel zum ersten Mal in Südostasien. Doch erst dreizehn Jahre danach konnte er den amselgroßen Glatzkopf vermessen und ausführlich beschreiben. Ironischerweise wurde er den Bülbüls zugeordnet, die als Haarvögel bezeichnet werden und sich durch einen extravaganten Federkopfschmuck auszeichnen. Nicht so jedoch der Pycnonotus hualon – sein Köpfchen ist kahl.
Aber auch bei Vögeln gilt das Aussehen als überwertet. Optische Schwächen versucht der kleine Glatzkopf mit seiner Stimme auszugleichen. Seinen Gesang beschreibt Timmins als „eine kurze Serie von Pfeifen und trockenen, blubbernden Rufen“.
Die Bülbüls gehören zu der Familie der Nachtigallen. Der Pycnonotus hualon ist aber der heimliche Star unter ihnen, denn er ist in ganz Asien der einzige mit einer Glatze.

Glatzköpfiger bülbül: http://finchwench.files.wordpress.com/2009/07/barefaced-bulbul.jpg%3Fw%3D497

Das Annamitische Streifenkaninchen

Mehr als 500 verschiedene Säugetierarten haben in Südostasien ihr zu Hause. 430 von ihnen leben auch in der Mekong-Region. Der vom WWF veröffentlichte Mekong-Report beschreibt wissenschaftliche Neuentdeckungen seit dem Jahr 1997. Allein in den letzten zehn Jahren wurden hier zudem 13 neue Säugetierarten entdeckt, so wie das Annamitisches Streifenkaninchen.
Im Jahr 2000 beschrieben Wissenschaftler erstmalig Nesolagus timminsi. Entdeckt wurde es aber nicht in der Wildnis, sondern bizarrer Weise auf einem Lebensmittelmarkt in Laos. Der britische Biologe Rob Timmins übersandte seinen Fund – drei tote Exemplare – an ein Labor der Universität von East Anglia. Die Untersuchung ermittelte eine nahe genetische Verwandtschaft zu dem 1.500 Kilometer entfernt lebenden Sumatra-Kaninchen. Annamiten und Sumatra Kaninchen werden daher gemeinsam in der Gattung der Streifenkaninchen zusammen gefasst.

Annamitische Streifenkaninchen: http://www.gophoto.it/view.php?i=http://www.artensterben.de/fotos/annamitischesstreifenkaninchen.jpg#.UObt6yDcj0t

Der Psychedelische Gecko

Der Cnemaspis psychedelica schimmert in den schillerndsten Farben: Rot, orange, grün, gelb und violett. Ist der überhaupt echt? Das schienen sich auch die Wissenschaftler gedacht haben, die den Psychedelischen Gecko 2011 erstmalig beschrieben haben. Wie sonst ist dieser Name zu erklären? Die Frage nach seiner Echtheit muss vielleicht schon in ein paar Jahren anders beantwortet werden. Noch lebt er, ja, doch bei dem Gecko handelt es sich um eine endemische Art mit einem äußerst begrenzten Lebensraum. Insgesamt drei Individuen wurden bislang von ihm gesichtet –ausschließlich auf einer einzigen von 92 Inseln der vietnamesischen Rach Gia-Bucht im Golf von Thailand. Diese Insel Hon Khoai ist nur etwa acht Quadratkilometer groß und mit Mangrovenwäldern bewachsen.

Psychedelische Gecko: http://www.gophoto.it/view.php?i=http://www.spektrum.de/fm/912/thumbnails/Cnemaspis-1.jpg.1098633.jpg#.UObuSCDcj0s

Der stupsnasige Elvis-Affe

Der King lebt. Und zwar abgeschieden in den Wäldern von Kachin, einer burmesischen Provinz entlang des südlichen Himalajas. Nur handelt es sich beim 2011 erstmalig beschriebenen Rhinopithecus strykeri um eine seltene Primatenart – den „Elvis-Affen“. Von Wissenschaftlern erhielt er den Spitznamen „Snubby“ aufgrund seiner Stupsnase. Eigentlich, so erzählen die Bewohner von Kachin, sollte es ganz einfach sein, den Affen zu entdecken. Man müsse sich dabei nur auf seine Ohren verlassen. Denn immer wenn es regnet, sei er zu hören, wenn er auf den Bäumen sitzt und laut niest. Seiner charakteristischen Stupsnase verdanke er es, dass ihm bei Niederschlägen das Wasser in das Riechorgan läuft.
Um diese evolutionäre Unannehmlichkeit zu vermeiden, vergräbt der Elvis-Affe bei Regen seinen Kopf zwischen die Knie. So versteckt er dann auch die einzelne Haartolle, die ihm ins Gesicht fällt und der er auch seinen Beinamen „Elvis“ verdankt. So ganz leicht, wie die Einheimischen es behaupten, kann es aber dann doch nicht sein, den ulkigen Primaten zu entdecken. Ein Foto existiert von ihm bislang nicht, sondern lediglich eine Zeichnung.

Elvis-Affe: http://www.gophoto.it/view.php?i=http://www.20min.ch/dyim/9ef619/B.M600,1000/images/content/1/9/4/19445840/8/topelement.jpg#.UOburyDcj0s

Der Vögel fressende Fangzahn-Frosch

Seit 1967 untersuchen Forscher bereits den Dschungel in der thailändischen Provinz Nakhon Ratchasima. Der Lemnonectes megastomias ist ihnen aber mehr als 40 Jahre durch die Lappen gegangen. Erst 2007 war es soweit und der kuriose Frosch wurde der Wissenschaft präsentiert. Er gilt nicht nur unter Zoologen als eine wahre Sensation. Das liegt an seinen beiden Zähnen, die ihm aus dem Unterkiefer wachsen. Er wird als ein ausgesprochener Opportunist beschrieben, zumindest was die Wahl seiner Nahrung betrifft. Auf seinem
Speiseplan
stehen neben Insekten auch die eigenen Artgenossen. Die Wissenschaftler gehen sogar davon aus, dass der etwa handflächengroße Frosch Vögel jagt, denn einige Exemplare wurden mit verräterischen Federn im Gesicht gesehen.
Wenn das nicht schon kurios genug wäre, erlangte der Fangzahn-Frosch in Thailand zusätzliche Bekanntheit, als er 2009 Teil einer Kriminalgeschichte wurde. Eine Kiste mit drei Exemplaren der seltenen Spezies wurde aus einer Zuchtstation gestohlen. Ob hier Amphibiensammler involviert waren ist nicht bekannt.

Fangzahn-Frosch: http://www.gophoto.it/view.php?i=http://www.laoverview.com/inline/la/en/c19dec05b7ee8dc3c7f1262a3c793599.jpg#.UObvYSDcj0s

Die größte Riesenkrabbenspinne der Welt

In einer Felsenhöhle in der Volksrepublik Laos hat der Zoologe Dr. Peter Jäger vom Senckenbergmuseum Frankfurt sie entdeckt: Die größte Riesenkrabbenspinne der Welt. Sie besitzt eine Beinspannweite von bis zu 30 Zentimetern. Die vorderen Gliedmaßen sind von der Hüfte aus leicht nach vorn gedreht. Der Ähnlichkeit zu den Krabben verdankt sie auch ihren Namen.
Die Heteropoda maxima wurde im Jahr 2007 erstmalig beschrieben. Obwohl Dr. Jäger schon zuvor ein totes Exemplar im Tiefspeicher des Naturkundemuseums in Paris gesehen hatte. Er plante daraufhin eine Forschungsreise nach Laos, in der Hoffnung, die Spinne lebendig zu finden. Jäger befürchtete, sie könnte bereits für immer ausgestorben sein. Doch er hatte Glück und konnte drei Exemplare fangen und untersuchen.

Riesenkrabbenspinne mit kokon: http://www.gophoto.it/view.php?i=http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/61/Heteropoda_maxima_1.jpg/300px-Heteropoda_maxima_1.jpg#.UObwQiDcj0s

Die sich selbst klonende Eidechse

Insgesamt 28 neue Reptilienarten konnten in der Mekong-Region 2010 erstmalig beschrieben werden. Unter ihnen war auch Leiolepsis ngovantrii. Äußerlich ist die Eidechse vielleicht nicht besonders spektakulär. Für die Wissenschaft jedoch gilt sie als eine absolute Sensation. Denn die Vertreter sind ausschließlich weiblich – Männchen benötigen sie nicht. Zur Fortpflanzung klont sich die Echse einfach.
Vietnamesische Wissenschaftler haben das spezielle Reptil in einem Restaurant entdeckt. Dort wurden mehrere Exemplare lebend zum Verkauf angeboten. Dr. Lee Grismer und sein Sohn Jesse untersuchten die Reptil-Damen anschließend in der Universität Kansas. Insgesamt 70 Stück wurden seither im „Binh Chau-Puoc Buu“ Naturreservat gezählt – allesamt weiblich.

SelfCloning-Eidechse: http://www.gophoto.it/view.php?i=http://www.wwf.de/fileadmin/user_upload/Bilder/940-Self-Cloning-Lizard-Leiolepis-ngovantrii-_c_-L.-Lee-Grismer-WWF.jpg#.UObw6SDcj0s


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Lazarus-Effekt - Wenn ausgestorben geglaubte Tiere wieder entdeckt werden

04.01.2013 um 16:15
Lonesome George

Ein symptomatisches Einzelschicksal ist der Tod von Lonesome George. Mit ihm ist im Juni 2012 auf der Galapagos-Insel Pinta der letzte Vertreter der Riesenschildkröte Chelonoidis nigra ssp. abingdoni ausgestorben. George wurde etwa 100 Jahre alt und galt als einsamstes Tier der Welt. Forscher haben zwar im November Gene von Chelonoidis nigra ssp. abingdoni in anderen Schildkröten entdeckt, doch nach derzeitigem Stand der Wissenschaft ist es nicht möglich, hieraus eine neue Generation zu züchten oder gar zu klonen.

Armer Kerl schade das er der letzte war, und das sie es doch nicht geschafft haben die art zu retten!


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Lazarus-Effekt - Wenn ausgestorben geglaubte Tiere wieder entdeckt werden

13.01.2013 um 07:59
Vogel nach 140 Jahren wiederentdeckt...


Er galt als ausgestorben: Jetzt haben Ornithologen den Großschnabel-Rohrsänger zufällig in Thailand wiederentdeckt – im Rieselfeld einer Kläranlage.
Wie die britische Schutzorganisation BirdLife am Mittwoch in Cambridge berichtete, war der unscheinbare Vogel (Acrocephalus orinus) Forschern seit jeher nicht sonderlich gut bekannt: Nur ein Exemplar wurde 1867 im Sutlej-Tal in der indischen Region Himachal Pradesh gefangen. Seither waren sich viele Vogelkundler nicht sicher, ob es sich wirklich um eine eigene Art oder die Variante einer anderen handelte. Die Weltnaturschutz-Union (IUCN) notiert auf ihrer Roten Liste der bedrohten Arten zum Bestand des Tieres lediglich die Einschätzung „zu wenige Daten“.

Im März 2006 indes fand sich wieder ein Exemplar des seltenen Vogels – gefangen vom Ornithologie-Assistenzprofessor Philip Round an einer Kläranlage in der Nähe der thailändischen Hauptstadt Bangkok. „Ich war sprachlos. Es war, als würde ich einen lebenden Dodo halten“, sagte Round. Um wirklich sicher zu gehen, schoss er zahlreiche Fotos von dem Tier und entfernte ihm vorsichtig zwei Federn für eine Genanalyse. Später stellte sich heraus, dass es sich tatsächlich um den lange als verschollen geltenden Vogel handelte.

Nach Ansicht des BirdLife-Forschers Stuart Butchart ergibt sich nun die Aufgabe, die vermutete Population des Großschnabel-Rohrsänger ausfindig zu machen, um die Tiere vor möglichen Bedrohungen zu schützen.

Quelle: http://www.focus.de/wissen/natur/zoologie_aid_125977.html

Bild d. Rohrsängers: http://www.gophoto.it/view.php?i=http://www.2-0.scienceticker.info/wp-content/uploads/2007/03/verschollener_rohrsaenger.jpg#.UPJaziDcj0s

http://www.gophoto.it/view.php?i=http://cdn1.spiegel.de/images/image-52444-panoV9free-omib.jpg#.UPJbCyDcj0s


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Lazarus-Effekt - Wenn ausgestorben geglaubte Tiere wieder entdeckt werden

23.03.2013 um 12:54
@pati67

Heute kommt auf SR- und SWR-Fernsehen von 20.15 bis 21.40 Uhr eine Dokumetation: "Elstners Reisen - blaue Papageien" ... da geht es unter anderem um die Auswilderung meiner geliebten Spix-Aras aus dem Nachzuchtprogramm auf Teneriffa :) .


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Lazarus-Effekt - Wenn ausgestorben geglaubte Tiere wieder entdeckt werden

21.04.2014 um 15:56
Gestern habe ich per Zufall mal wieder etwas über den Zoo auf Teneriffa gesehen, wo man auch aktiv am Nachzuchtprogramm der in Freiheit ausgestorbenen Spiy-Aras mitarbeitet.
Jetzt ist auch in Brandenburg die Nachzucht zweier Jungvögel geglückt.

http://www.act-parrots.eu/actp-galerie/spix-ara/#prettyPhoto
Gefährdete Tierart
Ausgestorbene Papageien werden nachgezüchtet
Schöneiche · 18.04.2014

Tiago und Carla heißt der jüngste Nachwuchs in Brandenburg. Die beiden Küken sind Spix-Aras, die es in ihrer Heimat in Südamerika nicht mehr gibt. Ein Verein in Schöneiche hilft, sie dort wieder anzusiedlen.


Bei der in der Wildnis bereits ausgestorbenen Papageienart der Spix-Aras ist in Brandenburg die Nachzucht gelungen. Die beiden Küken schlüpften vor wenigen Tagen, sagte Enrico Sydow vom Verein zur Erhaltung bedrohter Papageien in Schöneiche (Oder-Spree). Nach Angaben des Vereins gibt es weltweit nur drei Stationen, die sich am Aufzuchtprogramm beteiligen. Der geschlüpfte Hahn wurde auf den Namen Tiago getauft, seine wenige Tage später geborene Schwester heißt Carla. Beide wurden nach Spix-Aras aus dem Animationsfilm „Rio 2 – Dschungelfieber“ benannt.

Der Junge ist nach Angaben von Sydow etwa 10 Zentimeter groß und 70 Gramm schwer. Seine Schwester misst fünf Zentimeter und bringt nur 25 Gramm auf die Waage. Beide haben noch keine Federn und liegen die meiste Zeit im Brutkasten.

Sie werden nun per Hand aufgezogen. „Gefüttert wird noch die nächsten Wochen rund um die Uhr alle zwei Stunden“, sagte Sydow. Es gibt einen Spezialbrei.Spix-Aras sind seit 2000 in der Wildnis ausgestorben. In der Aufzucht gibt es derzeit nur 90 Exemplare. In Zusammenarbeit mit der brasilianischen Regierung will der Brandenburger Verein zur Wiederansiedlung in Südamerika beitragen. Der Verein hat sieben erwachsene Tiere.
Quelle: http://www.nordkurier.de/brandenburg/ausgestorbene-papageien-werden-nachgezuechtet-186415204.html (Archiv-Version vom 23.04.2014)


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