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Alkaloide der Pflanzen

69 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Pflanzen, Toxin ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Alkaloide der Pflanzen

07.09.2011 um 20:15
Axo nochmal ergänzend zum Mulungu.Man verwendet in der regel 100 Gramm der Rinde und gibt sie, am besten schön kleingeschreddert ins bereits kochende Wasser(500ml).Jetzt noch einen Teelöffel Ascorbinsäure hinein, das löst die Alkaloide besser aus dem Material.Nun kocht man bei 80 bis 100 Grad das wasser immer wieder ein, füllt fann neues Wasser nach, kocht auch dieses wieder ein bis auf circa 100ml.Darauf kipptman nochmal 100 ml kaltes Wasser, filtriert das ganze durch ein grobes Sieb und gnießt dann den Tee, der sogar noch gut schmeckt.

Das Material kann man auf diese Art und Weise bis zu dreimal aufkochen und auskochen, doch ab dem dritten Mal entsteht nur wässrige Brühe ohne wirksame Alkaloide.So gesehen ist die Wurzel sogar recht preisgünstig.Aber bitte auf die Herkunft achten, wenn es sich um wilde Bäume handelt zerstört das Land und Flur.Es gibt aber spezielle Anbaugebiete mit anständig bezahlten Arbeitern und die exportieren dann auch bis zu uns.


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Alkaloide der Pflanzen

01.10.2011 um 19:48
Bin da mal wieder über eine interessante Pflanze gestolpert.Es handelt sich um Kanna, einem natürlichen SSRI.Es wirkt angstlösend, antidepressiv und mitunter auch als Aphrodisiakum.

Historisches

Vor ca. 250 bis 300 Jahren wurde das erste mal beschrieben, dass die südafrikanischen Hottentotten ein Rauschmittel als Genussmittel kauten, rauchten oder schnupften, welches Kanna, Channa oder Kaugoed genannt wurde. Ende des 19 Jh. vermutete man, dass es sich um die Pflanzengattung Mesembryanthemum spp. handelt, wobei die ursprüngliche Pflanzenart Mesembryanthemum tortuosum sein soll. Diese Pflanze trägt heute den botanischen Namen Sceletium tortuosum.

Der ursprüngliche Herkunftsort ist Afrika. Allerdings kann man sie auch in Asien, Australien , Kalifornien oder Lateinamerika finden.

Substanz

Das gesammelte Pflanzenmaterial wird "zerquetscht" und in einem geschlossenen Gefäss fermentiert. Nach 2 - 3 Tagen öffnet man dieses um die Masse umzurühren. Danach wird das Gefäss erneut geschlossen um dann am 8. Tag den gesammten Inhalt zu entnehmen und zum trocknen auszulegen. Erst nach der Trocknung ist auch die Nutzung möglich.

Es wird gesagt, dass in den frischen Blättern keinerlei psychoaktive Kraft stecken soll. Danach wird das getrocknete Pflanzenmaterial weiter zerkleinert und sogar pulverisiert. Vermutlich wird durch diesen Vorgang der Oxalsäuregehalt reduziert. Das Pulver wird meist in Kombination mit Alkohol für ca. 10 min im Mund behalten, wobei bei einer Menge von 2g nach 30 min mit "ruhiger Gelassenheit" zu rechnen sein soll. Die angstlösende Dosis liegt bei ungefähr 5g. Zerkleinerte Pflanzenteile können auch pur oder in Form einer Rauchmischung (mit Cannabis sativa) geraucht werden. Es existieren auch Angaben, dass das Pulver gesnieft worden ist.

Die wirksamen Inhaltstoffe sind die Alkaloide Mesembrin, Mesembrinin und Tortuosamin. Sie haben schmerzlindernde und kreislaufstimulierende Wirkungen. Mesembrin soll sedative und zugleich anregende Eigenschaften haben.


Als bedeutende Wirkungsmerkmale kleiner Dosen werden Befreiung von Angst und Stress, Euphorie, meditative Ruhe, Selbstbewusstseinssteigerung und Wegfall von Minderwertigkeitsgefühlen oder Hemmungen benannt. Manche Konsumenten sprachen auch von einer erhöhten Hautsensibilität und höherer sexueller Erregung.


Genrell muss ich sagen, dass das Kraut jedoch sehr subtil wirkt.jemand, der behauptet, es würde einen Rausch oder dergleichen verursachen, weil derjenige auf Wiki soetwas gelsesen hat, der ist schlichtweg uninformiert.Etwas, was man schon 300 Jahre genommen hat, kann nicht schlecht sein.

Natürlich ist es so, dass man sich dem Bekannten zuwendet, alles was man in der Apotheke kaufen kann macht den Anschein, als wäre es besonders sicher und gut, allerdings gibt es beispielsweise diese Pflanze schon immer auf der Welt und wird schon seit Jahrhunderten konsumiert, im Grunde ist dies die Bestätigung dafür, dass sie nicht schlecht ist.Im Prinzip sollte dies ein Anreiz sein, um eigene Nachforschungen anzutreiben.Kanna ist nicht sehr bekannt in unsweren Breitengraden, wenn wir uns dem Baldrian zuwenden sieht das schon wieder ganz anders aus.Hildegard von Bingen hat auf dem heimischen Heilkräutersektor wohl das Fundament für Heilkräuter gelegt, allerdings sind etliche Pflanzen nicht dabei, es gibt effektiver Pflanze, als Beispiel möchte ich Kawa Kava nenvnen.

Dies Präperat war den Benzodiazepinen fast ebenbürtig in punkto Anxiolyse, und das ohne Suchtgefahr.Leider wurde es seitens der Pharmafirmen hinwegdelegiert, indem gesagt wurde, diese Pflanze sei schädlich für die Leber.Das ist bei den oberirdischen Teilen der Pflanze auch der Fall bzw. kann der Fall sein, die Wurzeln der Kava-Pflanze ist hingegen NICHT Lebertoxisch, wirklich schade für all diejenigen, die etwas brauchen um Angst zu lindern ohne auf Gehirn lähmende und suchterzeugende Medikamente aus der Schulmedizin angewiesen zu sein.

Kava wurde recht gut erforscht und es gibt auch Studien dazu, bei Kanna ist dies anders, es ist noch nicht so bekannt, was sich aber ändern kann.Kanna stellt eine Alternative zu SSRI dar, evt. ist es sogar um ein vielfaches Wirksamer, als das Johanneskraut, wobei das Johanneskraut als MAO-Hemmer fungiert.Antidepressiv wirkt wohl beides, obgleich sich völlig anders funktionieren.

Wikipedia: Kanna

http://www.feenkraut.de/herbs/kanna.html


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Alkaloide der Pflanzen

18.02.2012 um 21:21
Vor kurzem entdeckte ich für mich die afrikanische Schwarzbohne.Sie ist kulinarisch gesehen keine Berühmtheit, was aber erwähnenswert ist, dass Griffonia simplicifolia sehr viel der Aminosäure das 5-HTP enthält, nahezu 80% in einem Gewächs.Meist werden fertige Nahrungsergänzungsmittel benutzt, um 5-HTP=5-Hydroxytryptophan aufzunehmen.

Schwarzbohne
griffonia

Aber was ist 5-HTP eigentlich?

Strukturformel

200px 5 Hydroxy L Tryptophan 285 HTP 29.

Strukturformel der Vorläufersubstanz das "Tryptophan"

277px L Tryptophan L Tryptophan.svg

Man sieht, wie ähnlich sie sich sind.Beim 5-HTP "kleben" am aromatischen Ring noch ein Wasserstoff/Sauerstoffmolekül, was dazu führen könnte, dass das Material direkter, präziser un schneller wirkt.

Tryptophan gibt es in allerlei lebensmitteln, in Käse oder Milch beispielsweise.Wenn man dann das tryptophan aufnimmt verstoffwechselt die Tryptophan-Hydroxylase das Tryptamin in 5-HTP aka 5-Hydroxytryptophan.Dieses ist widerum die Vorläufersubstanz von dem Serotonin, dem 5-HT.Der Weg von Tryptophan bis zum Endprodukt Serotonin verläuft dann in etwa so:

350px Serotonin Biosynthese.svg

Übrigens befindet sich in Walnüssen natürlich vorkommenes Serotonin und zwar fertig und zusammen mit der Nuss geliefert, das oral aufgenommene erotonin kann aber die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden und wird somit inaktiv, deswegen sollte man entweder Tryptophan oder 5-Hydroxytryptophan benutzen, denn diese Pro-Drugs passieren die Blut-Hirn-Schranke und wirken dann direkt im gehirn nach dessen Umwandlung in 5-HT.

Aber wozu das überhaupt?

Einige Forscher sagen, dadurch, dass der Serotoninspiegel im Blut verringert entstehen endogene Depressionen, es gibt aber auch soziale Gründe oder wenn man mit den lebensumständen nicht zurechtkommt, kann schnell eine depression entstehen.Die Schwarzbohne und dessen Extrakt kann also den Serotoninspiegel anheben und somit durch antidepessiv wirken, in einem Selbstversuch konnte ich dies bestätigen.Zumindest subjektiv verglich ich 5HTP immer mit gängigen SSRI, obschon diese beiden Substanzgruppen unterschiedliche Wirkprofile haben.

ier die Basics zu 5HTP:

5-Hydroxytryptophan (5-HTP), genauer L-5-Hydroxytryptophan [Synonym: (S)-5-Hydroxytryptophan] , ist eine nicht-proteinogene α-Aminosäure mit lipophiler aromatischer Seitenkette. Es ist ein Zwischenprodukt bei der Serotoninsynthese aus L-Tryptophan in Organismen.

L-5-Hydroxytryptophan kommt wie L-Tryptophan und Serotonin in verschiedenen Bananensorten vor, außerdem in den Samen der g (Griffonia simplicifolia).

Kommerziell wird L-5-Hydroxytryptophan aus den Samen der afrikanischen Schwarzbohne (Griffonia simplicifolia) gewonnen, in denen es in reichlicher Menge vorhanden ist.

Pharmakologie

Für L-5-Hydroxytryptophan (wie auch von L-Tryptophan) wird eine stimmungsaufhellende, beruhigende und gewichtsreduzierende Wirkung angenommen. Die Wirkung beruht auf der Verstoffwechslung zu Serotonin im menschlichen Körper. Es wird angenommen, dass durch einen erhöhten Serotoninspiegel die Stimmung aufgehellt und Depressionen gelindert werden können. Ungeachtet dessen gilt die klinische Wirksamkeit von L-5-Hydroxytryptophan aufgrund älterer und qualitativ unzureichender Studiendaten als nicht ausreichend belegt.

Um die peripheren Serotoninwirkungen zu minimieren, die unerwünschte Wirkungen einer systemischen L-5-Hydroxytryptophan-Gabe darstellen, wird L-5-Hydroxytryptophan oft zusammen mit einem „peripheren“ Decarboxylase-Inhibitor (PDI) angewendet. Diese Arzneistoffe, zu denen beispielsweise Carbidopa zählt, hemmen die Verstoffwechslung von L-5-Hydroxytryptophan zu Serotonin in der Peripherie, aber nicht im Gehirn, da sie nicht die Blut-Hirn-Schranke passieren.

L-Tryptophan wird durch das Enzym Tryptophan-Hydroxylase (TPH) in L-5-Hydroxytryptophan (L-5-HTP) überführt. Die Tryptophan-Hydroxylase kann durch eine Reihe an Faktoren gehemmt werden, so z. B. durch Vitamin-B6 / Vitamin-B3-Mangel, Insulinresistenz, Magnesiummangel, aber auch durch Stress. Da der Übergang vom L-Tryptophan zum L-5-HTP bei der körpereigenen Serotoninsynthese der geschwindigkeitsbestimmende Schritt ist, kommt der Tryptophan-Hydroxylase eine wichtige Regelfunktion dieses Syntheseweges zu.

L-5-HTP wird durch das Enzym Hydroxytryptophan-Decarboxylase (genauer: Aromatische-L-Aminosäure-Decarboxylase, AADC) in Serotonin überführt. Das Vitamin-B6-Derivat Pyridoxalphosphat wirkt dabei als Cofaktor und verstärkt (oder vermindert) in Abhängigkeit seines Vorhandenseins die Aktivität der Hydroxytryptophan-Decarboxylase.

Wikipedia: 5-Hydroxytryptophan

ch habe mir also 60 Kapseln a 100mg 5HTP besorgt, welches man legal in Deutschland als sogenanntes Nahrungsergänzungsmittel kaufen kann.Da Extrakte der Schwarzbohne enthalten sind und diese mit einem 5HTP-Gehalt von 98% beziffert sind, nehme ich quasi an, dass es sich praktisch eher um den isolierten Wirkstoff handelt, als um ein Extrakt.Ich vermute mal, dass das mit den Bestimmungsregeln was sog. "Nahrungsergänzungsmittel" angeht so gesichert ist, damit keine rechtlichen Schwierigkeiten eintreten(Verstoß gegen AMG), da es sich eben nicht um 100% isoliertes Material handelt.

Zusätzlich zu dem 5HTP werde ich Vitamin B-Komplex und Magnesium einnehmen, laut den vorliegenden Informationen soll so die Metabolisierung zum Serotonin verbessert werden, so dass weniger Material bessere Ergebnisse erzielt.Interessant im Zusammengang mit 5HTP ist, das neben Serotonin auch Melatonin vermehrt produziert wird, dem Schlafhormon, es sollte also auch eine schlaffördernde Wirkung eintreten, die ich danken annehmen werde, sofern das alles so hinhaut, wie ich mir das vorstelle.

Übrigens habe ich einen Arzt zur Rate gezogen wegen meinem Unterfangen, von ihm aus gibt es keine Einsprüche gegen einen Selbstversuch, er selbst meint, dass es für leichtere Verstimmungszustände durchaus praktikabel einzusetzen ist, immerhin gibt es ja auch Tryptophan in den Apotheken zu kaufen, aber erstens ist es fast dreimal so teuer und zweitens ist die Umwandlung von Tryptophan-->5HTP-->Serotonin äußerst ineffektiv..die Metabolisierungsprozesse sind hierbei auch umständlicher und wesentlich komplizierter, weswegen es meiner Meinung nach zum Verlust der Wirkstärke führt.

n der Zwischenzeit, etwa 2 Stunden nach der Einnahme merke ich eine gewisse "Beschwingtheit", auch traten einige "Flushes" auf, mein Kopf fühlte sich warm an.Placeboeffekt?Ich vermute es.Eine Stunde später komme ich zu Hause an und verspüre Motivation, meine Bude auf Hochglanz zu putzen, was ich übrigens tue, während ich hier so tippe.Aufräumen, putzen, hier tippen, aufstehen aufräumen..usw.

Immernoch Placeboeffekt?Ich glaube es nach wie vor.Ich kann mir nur schwerlich vorstellen, dass so wenig Ausgangsmaterial derartig gut wirken kann, ich muss weitere Ergebnisse über die Tage dokumentieren, um eine Bilanz ziehen zu können.Besonders gespannt bin ich darauf, wie ich heute Nacht schlafen kann bzw. inwiefern sich die Einschlafzeit verkürzt durch das Melatonin, welches zusätzlich zum Serotonin wirkt.

Einige Tage sind nun verstrichen und ich kann neue Erkenntnisse aufschreiben, allerdings fallen diese etwas dürr aus, es gibt dennoch etwas zu berichten.

In der ersten Nacht träumte ich wie beschrieben in diversen Internetberichten lebhaft, ja gradezu luzid.Die Einschlafphase hat sich cirka um die Hälfte reduziert, was ich am nächsten Tag als äußerst positiv wahrnahm.Die Schlafqualität schien mir etwas verbessert worden zu sein, das mag aber täuschen, weil meine subjektive Wahrnehmung da vielleicht Dinge hinzuspinnt, die einem Placeboeffekt entsprechen und es soll auch hier nicht der Eindruck entstehen, als ob ich Marketing für das Produkt betreibe.

Spüre ich eine Wirkung?Definitiv.Mittlerweile nehme ich 100mg 5HTP morgens und 100mg 5HTO abends.Tagsüber hat es eine stressreduziernde Wirkung, ich bin schon jetzt nach wenigen Tagen eindeutig ausgeglichener, wacher, doch eines stört mich etwas: Eine uppende Wirkung ist nicht hinwegzudiskutieren, gewissermaßen dringt oftmals eine starke Euphorie hervor, welche sich künstlich und erzwungen anfühlt, exakt so habe ich damals die Einnahme von einem SSRI (Sertralin) empfunden.

Meine Zwischenbilanz für 4 Tage:

Positiv:

-reduzierte Einschlafzeiten
-verbesserte Schlafqualität
-angehobene Laune
-mehr "subjektive" Motivation Dinge zu erledigen, alles geht etwas leichter von der Hand.
-Zwischendurch subtile "Rushes", begleitet von milder Euphorie und starker Klarheit im Kopf.

Neutral:

-luzide Träume (5HTP scheint als Traumbooster ideal zu sein, ist aber nicht für jeden etwas)

Negativ:

-Bin schwerfälliger im bezug auf das morgendliche Aufstehen
-subtile gestörte Verdauungsprobleme, weil ein Großteil des freigesetzten Serotonins sich in Darmrezeptoren bindet(Der Großteil des Serotonins landet tatsächlich im Darm, Serotoninrezeptoren befinden sich auch im Darm)

Selbstversuch mit 5-Hydroxytryptophan Tag 5 bis 11.

Ich bin ziemlich überrascht über die Ergebnisse, die ich bis dato erreicht habe.Meine Laune ist definitiv stark gehoben worden, ich schlafe nahezu "sofort" ein, was auf dem Melatonin beruht, welches der Körper eigenständig aus Serotonin(5-Hydroxytryptamin) metabolisiert.Um alles etwas verständlicher zu machen füge ich folgende Informationen hinzu:

"Serotonin" (Und dessen Funktionen)

Wikipedia: Serotonin#Funktionen

Wie man dem Link entnehmen kann, ist Serotonin, welches aus dem 5-HTP gebildet wird, ein Neurotransmitter mit vielen biogenen Eigenschaften im menschlichen Körper und an dessen Funktionen gekoppelt.Serotonin ist somit nicht nur eine Art "Glückshormon" im Gehirn, sondern ein essentieller Baustein des Lebens.

Übrigens enthalten Walnüsse reichlich Serotonin, das Problem bei der direkten Aufnahme von Serotonin ist aber, dass dieses die Blut-Hinrschranke nicht überwinden kann und somit ineffektiv ist, die "Pro-Drug" 5-HTP hingegen überwindet die Blut-Hirn-Schranke und kann somit im Gehirn effektiv wirken und zu Serotonin umgewandelt werden.

Dazu auch:

Wikipedia: Blut-Hirn-Schranke

Und dann noch zusätzlich einige Infos zu dem Schlafhormon "Melatonin", welches eine Rolle spielt bei der 5-HTP-->Serotonin-->Melatonin-Syntheseroute innerhalb des Körpers und dessen Axionen.

Melatonin ist ein Hormon, das von den Pinealozyten in der Zirbeldrüse (Epiphyse) – einem Teil des Zwischenhirns – aus Serotonin produziert wird und den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers steuert.

Alles lesen:

Wikipedia: Melatonin

Doch zurück zu mir.In den letzten Tagen habe ich etwas mit der Dosierung gespielt und auf 100mg 5-HTP morgens und 200mg Abends erhöht.Der einzige Unterschied war, dass ich nach der abendlichen Gabe sehr stark müde wurde, was ja auch vom Nutzen her betrachtet recht positiv ist, denn besonders bei Menschen die eine depressive Episode durchleben tritt häufig eine Form von Schlafstörung auf.Im Folgenden versuche ich zusammenzufassen, was meine Probleme anfangs waren, also VOR der Einnahme.

-gedrückte Stimmung
-fehlende Motivation gewisse Dinge zu erledigen(Einkäufe etc.)
-enorme Einschlafschwierigkeiten(Einschlafzeiten von bis zu 3-6 Stunden), u.A. durch:
-stetiges Grübeln (teilweise Zwangsgedanken)
-episodenweise starke Stimmungstief OHNE Suizidgedanken teilweise
-allgemeine Kraftlosigkeit

Die Summe der oben genannten Attribute würde ich definitiv als "depressiv" zuordnen, mein Arzt hat dem zugestimmt.Jetzt, nichtmal zwei Wochen nach der Einnahme(bin wieder auf 100mg Abends&Morgens zurückgegangen) kann ich angeben, welche Probleme, die ich oben genannt habe verschwunden sind oder nahezu verschwunden sind:

-die allgemeine gedrückte Stimmung ist einer gewissen Ausgeglichenheit gewichen, welche jedoch subtil ist
-meine Motivation Dinge zu erledigen ist angehoben, ich denke nicht mehr zuviel darüber nach, sondern handel
-ich schlafe nahezu "sofort" ein, bzw. ich liege maximal 15 Minuten wach, bis ich einschlafe.
-generell steckt mehr "Volumen" in allen Tätigkeiten, die ich so mache.

Zwischenzeitliches Fazit:

Wenn ich unterscheiden müsste von der Wirksamkeit eines SSRI(Sertralin, Citalopram etc.), SNRI(z.B. Venlafaxin), tricyklischen ADs(z.B. Trimipramin etc.) oder tetrazyklischen Antidepressivas wie dem Mirtazapin, so würde ich dessen Wirksamkeit am ehesten mit einem SSRI vergleichen, mit dem Unterschied, dass sich die Wirkmechanismen enorm unterscheiden.Das SSRI hemmt die Wiederaufnahme von Serotonin aus dem synaptischen Spalt, dass 5-HTP metabolisiert im Körper zu 5-HT aka Serotonin und erhöht dessen Spiegel direkt.

Übrigens habe ich gewisse Nebenwirkungen nur zu Anfangs der Einnahme gespürt, da Serotonin die Darmtätigkeit anregt, hat sich zeitgleich meine Verdauung stark verbessert, ansonsten traten zu Anfangs etwas Kopfschmerzen aud, die aber nach 2, 3 Tagen verschwanden, ansonsten erlebte ich keine bedeutenden NWs.

Unter dem Strich bin ich positiv überrascht, dass es so gut wirkt und dass es mir damit besser geht.Zusätzlich werde ich in absehbarer Zukunft noch eine Therapeutin zur Rate ziehen, habe bislang nur positive Erfahrungen gemacht mit Psychologen und meiner Meinung nach ist bei einer Depression auch essentiell, nicht nur medikamentös zu agieren, sondern auch eine Gesprächstherapie zu machen, um quasi das volle Wirkspektrum zu erlangen, die tief angelegten Ursachen einer Depression auf dem grund zu gehen, sollte diese tatsächlich nicht nur mit einem niedrigen Serotoninspiegel zusammenhängen.

Schlussendlich möchte ich noch sagen, dass dies keine Aufforderung ist, es auch mal zu versuchen, ich habe nur versucht, ein Produkt der Natur, die Schwarzbohne darzustellen, dessen interessanter Hauptwirkstoff der Vorläufer des Serotonins ist(5-HT), dem 5-Hydroxtryptophan.

Wenn ihr Depressionen habt oder vermutet, immer einen Arzt aufsuchen als erstes, das habe ich auch getan und mein Experiment wurde auch ärztlich überwacht.

Übrigens wurde Oxytriptan (5-HTP) vom Markt genommen, weil eine japanische Pharmafirma verunreinigtes 5-HTP herstellte und dies einige Leben kostete, deswegen mimt diese tolle Pflanze eher ein Schattendasein und das zu unrecht meine ich, denn 1. wirkt 5-HTP beziehungsweise Serotin übernimmt viele Aufgaben in der Anatomie der Menschen, 2. ist sie allgemein gut vertragbar, 3. günstige Beschaffung, 4. einfache Anwendung, 5. schnelle Resultate von vorzeigbarer Qualität und einiges mehr.

Ich weise nochmal darauf hin, dass dies hier keine Werbekampagne ist, mich hat diese Pflanze beschäftigt und wollte hier meine Erfahrungen damit wiederspiegeln, ich hoffe das lesen war nicht zu einschläfernd. ;)

Bleibt gesund und Gruß.


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Alkaloide der Pflanzen

24.02.2012 um 00:02
Welche in Deutschland heimische Pflanzen haben denn noch ein Gift? Wie war das noch mit Fingerhut? Der ist doch auch giftig, oder?


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Alkaloide der Pflanzen

26.02.2012 um 11:08
Petersilie hat auch ein Gift.

Ich denke mal, wenn man ein Kilo ist, oder so...


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Alkaloide der Pflanzen

26.02.2012 um 12:27
@Rescue1973
ja..der fingerhut ist u.a. auch giftig

eiben und herbst zeitlose z.B. auch...da gibt es schon noch eine ganze reihe an giftigen Pflanzen in DE


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Alkaloide der Pflanzen

27.02.2012 um 23:06
Wenn es schnell gehen soll pflück mal einen Strauß Eisenhut ohne Handschuhe. Oder Meiglöckchen sehen niedlich aus sind aber echt nicht zu unterschätzen.

Und frei nach Paracelsus: Die Menge macht das Gift...


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Alkaloide der Pflanzen

22.04.2014 um 13:12
Youtube: Ätzende Pflanzen - Welt der Wunder
Ätzende Pflanzen - Welt der Wunder



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Alkaloide der Pflanzen

09.07.2014 um 22:01
Ah der gute alte Bärenklau...das Zeug haben wir vor einiger Zeit in Massen mit dem Freischneider bekämpft, Schutzkleidung ist zu empfehlen!


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