Fedaykin schrieb:Was davon widerspricht der Physik
Die von
@continuum gestellten Beispiele nicht, aber so einiges wurde auch in der Physik klargestellt.
- Masselose Neutrinos
- Alte Annahme:
Im ursprünglichen Standardmodell der Teilchenphysik wurden Neutrinos als fundamentale Elementarteilchen mit einer Masse von exakt Null definiert.
- Berichtigung (1998):
Der Nachweis von Neutrinooszillationen (Teilchen wechseln auf dem Weg zur Erde ihre Identität) bewies quantenmechanisch, dass Neutrinos eine winzige, aber messbare Masse besitzen müssen.
- Das Verbot von Quasikristallen
- Alte Annahme:
Kristalle können laut kristallographischem Dogma nur streng periodische Muster mit 2-, 3-, 4- oder 6-zähliger Symmetrie bilden. Eine 5-zählige Symmetrie galt als physikalisch unmöglich.
- Berichtigung (1982):
Die Entdeckung von Quasikristallen bewies, dass Atome hochgeordnet und dennoch aperiodisch (sich niemals exakt wiederholend) angeordnet sein können – inklusive der „verbotenen“ 5-zähligen Symmetrie.
- Das Steady-State-Modell des Universums
- Alte Annahme:
Das Universum hat keinen Anfang, existiert ewig und erzeugt in expandierenden Hohlräumen kontinuierlich neue Materie, um optisch gleichzubleiben.
- Berichtigung (1964):
Die Entdeckung der kosmischen Mikrowellenhintergrundstrahlung bewies die Existenz eines heißen, dichten Anfangszustands (Urknall). Das Steady-State-Modell wurde damit widerlegt.
- Die Paritätserhaltung (Spiegelsymmetrie der Natur)
- Alte Annahme:
Die Naturgesetze sind perfekt spiegelsymmetrisch. Physikalische Prozesse unterscheiden nicht zwischen „Links“ und „Rechts“ und laufen im Spiegelbild identisch ab.
- Berichtigung (1956):
Das Wu-Experiment am radioaktiven Zerfall von Kobalt-60 bewies die Paritätsverletzung. Bei der schwachen Kernkraft bevorzugt die Natur eine feste Drehrichtung („Händigkeit“).
- Die verlangsamte Expansion des Universums
- Alte Annahme:
Die durch den Urknall ausgelöste Ausdehnung des Universums muss sich durch die gegenseitige Gravitationskraft aller Galaxien im Laufe der Zeit abbremsen.
- Berichtigung (1998):
Messungen an weit entfernten Supernovae zeigten das Gegenteil: Die Expansion beschleunigt sich. Dies führte zur Entdeckung der bis heute rätselhaften „Dunklen Energie“.
Das mit den Neutrinos und den Quasikristallen habe ich schon mal vor paar Jahren in einem anderen Forum angegeben. Die restlichen habe ich mir mal per KI dazu sammeln lassen.