Update 2 -
;)Ist Nazca eine Landkarte?
Google-Earth zeigt geodätischeStruktur
Dortmund/Deutschland - Die mysteriösen Scharrbilder in der Wüste vonPeru zählen zweifellos zu den geheimnisvollsten Spuren präkolumbischer Zeit. Riesigbreiten sich Linien, Tierdarstellungen und trapezförmige Flächen dergestalt aus, dass sievom Boden aus kaum zu erkennen sind. So wurden die Linien überhaupt erst in unseremJahrhundert aus Flugzeugen entdeckt. Folgt man einigen besonders hervortretenden Linienmittels Google-Earth, kann man feststellen, dass diese schließlich auf prähistorischeStätten stoßen. Kann das Zufall sein?
Holger Isenberg nimmt sich auf seinerMars-Webpage der Verfolgung der markantesten Linien an und kommt zu dem Ergebnis, dasszwei von ihnen als geodätische Linien nach jeweils 370 km auf die schon damals wichtigenOrte Lima und Cusco treffen. Die Ausrichtung bezüglich Limas ist so exakt, dass dort imZentrum genau die prähistorische Lehmziegelpyramide Huaca San Marcos getroffen wird. DasStadtzentrum von Cusco wird geringfügig verfehlt, aber es könne sich auch dort eine aufGoogle-Earth nicht eingetragene prähistorische Stätte befinden. Eine dritte Linie trifftauf die rätselhafte, auch "Lebensbaum" genannte, etwa 2’000 Jahre alte Geoglyphe"Kandelaber von Paracas", und weitere sternenförmig angeordnete Linien verweisen nach 350km auf die Stadt Ollantaytambo, die nach einer Legende von den Inkas nach Anleitung ihresGottes Viracocha erbaut worden sein soll. Bei weiterer Verfolgung der Linien erreicht mannach 735 km den bekannten Ort Tiahuanaco.
"Spekulativ wird es dagegen", meintIsenberg, "wenn man in andere Größenordnungen vordringt: So kann man beispielsweise dieOllantaytambo-Linie in die andere Richtung verfolgen und landet dann nach 3'804 km aufder Osterinsel! Bei dieser kurzen Linie ist aber eine präzise Richtungsbestimmungschwierig, so dass es sich hier wohl um einen Zufall handelt." Oder vielleicht auchnicht? Genauso zufällig nämlich befinde sich die Nazca-Ebene auch genau auf demGroßkreisbogen zwischen Osterinsel und der Großen Pyramide von Giseh.
Dieerstmals von der 1998 verstorbenen Wissenschaftlerin Maria Reiche in jahrelanger Arbeitvermessenen und katalogisierten Linien werden auf ca. 2’000Jahre geschätzt. Reiche meinteu.a., dass die Figuren Sternenbilder darstellen könnten. Auch Erich von Däniken sorgtemit seiner Nazca-Forschung dafür, die Linien einer breiten Öffentlichkeit näher zubringen. Von Landebahnen für UFOs, über Abbildung von Sternenbildern, einem Kanalsystem,einem riesigen Kalender oder sogar prähistorischen Sportplätzen: Die Palette derSpekulationen über Sinn und Zweck der Scharrbilder sowie deren Verursacher ist groß. Nurdem Engagement der ruhelosen Forscher verdankt man es übrigens, dass das einzigartigeKunstwerk der Nazca-Ebene heute noch in seiner ursprünglichen Form erhalten ist.
(cbls)
Quelle:
Mars News / paranews.net
http://mars-news.de/http://www.htw-dresden.de/~nazca/maria01.htm (Archiv-Version vom 11.10.2006)(Webseite der Wissenschaftlerin Maria Reiche)
http://www.htw-dresden.de/~nazca/diplomarbeiten/Beyer_Heise/html/start.html (Archiv-Version vom 02.07.2006)(Digitale Visualisierung und Präsentation der Pampa von Nasca)