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Bahnstreik habt ihr dafür noch Verständnis ?

135 Beiträge, Schlüsselwörter: Gewerkschaft, Deutsche Bahn, Bahnstreik
Herbstblume
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Bahnstreik habt ihr dafür noch Verständnis ?

06.11.2014 um 08:55
Schlichtungsangebot das einen Großteil der Mitglieder ausschließt. Tolles Angebot.

Die Bahn und der Oberlump Grube wollte Weselsky tatsächlich den Posten eines Personalvorstandes anbieten, um ihn zu korrumpieren. Wie sie es mit Transnet Hansen gemacht haben. Aber er ist hart geblieben. Nicht wie die Betriebsräte von VW, die anstatt ihre Arbeiterkollegen zu vertreten, lieber in Brasilien rumgehurt haben. Oder wie viele andere Gewerkschaftsfunktionäre der Gewerkschaften innerhalb des DGB, welche sich schön mit Posten im Vorstand prostituiert hatten und dafür von ihren Mitgliedern ständig Lohnverzicht forderten aber Tarifabschlüsse machten, die unterhalb der Inflationsrate waren.
Man sollte sie alle tollwütigen Hunden gleich to****

Und der Spiegel nennt W. "unbeugsam, unkorrumpierbar, unbelehrbar". Sollte wohl Dreck sein, der an ihm hängen bleiben soll, in Wirklichkeit ist es eine Ehrung. Ihr gekauften Drecksjournalisten, ich wünsche Euch, dass Eure Löhne noch weiter abgesenkt werden und Euch euer Judaslohn bis zum Ersticken im Halse stecken bleibt, so dass ihr vor lauter röcheln nach Luft nicht mehr in der Lage seit einen festen Bissen zu euch zu nehmen.

http://www.spiegel.de/forum/wirtschaft/gdl-chef-weselsky-unbeugsam-unkorrumpierbar-unbelehrbar-thread-182729-7.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/claus-weselsky-warum-der-gdl-chef-so-verhasst-ist-a-1001277.html

Verhasst bei wem? Bei den Feudalherren und den gekauften Speichelleckern und Medienhuren!
"Vor einiger Zeit hatte die Bahn Weselsky den Posten des Personalvorstands angeboten. Für viel Geld hätte er also die Seiten wechseln können, hätte ein gutes Gehalt, ein paar Probleme und wahrscheinlich eine ganze Reihe von Gegnern weniger. Selbst der Ansehensverlust hätte sich in Grenzen gehalten, wenn man sein derzeitiges Image als Maßstab heranzieht.

Aber Weselsky hat abgelehnt. Er lasse sich nicht kaufen, rief er am Mittwoch noch einmal den anwesenden Journalisten zu - obwohl das in diesem Kreis sowieso niemand von ihm dachte."
Völlig schamlos offenbart man doch hier die mittlerweile unsägliche Praxis mit Gewerkschaftführern und meint auch noch, dass man das jetzt gegen ihn verwenden könne.

Aber die staatlichen Schandtaten und die staatlichen Verbrechen am Volk rund um die Bahn haben ja noch wesentlich mehr kranke Züge aufzuweisen.
Wer wissen möchte, wer die Lokführer an die Bahn AG für den eigenen Vorteil billig verkaufte, der sollte mal den Namen Norbert Hansen googlen. Dort wird sein Werdegang glasklar aufgezeigt. Wie er die Beamten an die Privatwirtschaft verschenkte und die Pensionslast beim Staat ließ(mMn. ein knallharter Betrug am Steuerzahler, der aber scheints so überhauptnix merkelt...)

Dieser Hansen, Norbert, ging anschließend auf einen gutbezahlten DB Vorstandposten und genoss seinen Judaslohn, während die Genossen ihren Beamtenstatus einbüßten... Es ist im heutigen Terminus verwunderlich dass dieser Mensch noch völlig unangefeindet lebt... Wiki sagt:
Hansen galt schon als Gewerkschafter als Freund des Bahnchefs Hartmut Mehdorn. Sein ambivalentes Verhältnis zum Unternehmen – einerseits Vertreter der Arbeitnehmer, andererseits Unterstützer wesentlicher Arbeitgeberpositionen (z. B. der angestrebten teilweisen Kapitalprivatisierung) – war Gegenstand öffentlicher Kritik. Ihm wurde vorgeworfen, durch die Darstellung einer unterstützenden Position der Gewerkschaft Transnet gegenüber der SPD erst ermöglicht zu haben, dass die Sozialdemokraten auf ihrem Parteitag 2007 und im Anschluss daran der Teilprivatisierung der Bahn zustimmten. Als Reaktion auf den als "Verrat" empfundenen Wechsel Hansens auf seine neue Position regte sich zunehmend Widerstand an der Basis von Transnet gegen den sozialpartnerschaftlichen Kurs der Gewerkschaft
Wikipedia: Norbert_Hansen#Kritik

Und einen schönen Artikel aus einem Blog will ich euch auch nicht vorenthalten
Heute ist Mittwoch und mittwochs schreibe ich normalerweise nicht. Dass ich es heute doch tue, hat mit ganz aktuellen Vorgängen zu tun: Mit dem Bahnstreik und der Berichterstattung darüber. Damit vorab die Fronten gleich geklärt sind und keine Missverständnisse aufkommen: Ich bin für den Streik. In Deutschland wird viel zu wenig gestreikt. Die GDL hat meine volle Solidarität. Streikt, was das Zeug hält, denn das, was hier auf dem Spiel steht, ist ein zu hohes Gut, um es leichtfertig gegen die Bequemlichkeit aufzuwiegen, pünktlich von A nach B zu kommen.
Es geht um nichts weniger als Durchsetzungskraft von denjenigen, die Wohlstand erwirtschaften. Das sind immer noch wir, die Mehrheit. Dafür tritt die GDL letztlich ein.
Um es mal auf den Punkt zu bringen, was hier passiert: Ein Staatskonzern ist angetreten, das Streikrecht auszuhebeln. Die Medien orchestrieren das euphorisch. Ein undemokratischer Akt, den man so vielleicht in irgendeinem Unrechtsstaat, in China oder Nordkorea verorten würde. Doch das, was wir in anderen Staaten anprangern, ist bittere Realität im Westen, in der Bundesrepublik.
Eine Blamage für Deutschland! Die Bahn ist nicht irgendeine Firma, die Bahn ist immer noch in Staatsbesitz. Diese staatsgetragene Firma führt jetzt einen Kampf gegen eine Gewerkschaft, die in der Lage ist, kraftvoll Forderungen durchzusetzen. Und dieser Streit führt dazu, dass die Regierung ein Gesetz erlässt, mit dem das Recht auf Arbeitskampf eingeschränkt werden soll, der gerade zufälligerweise in ihrer eigenen Firma tobt.
Wer da jetzt seine Nase in irgendeine bereitwillige öffentlich-rechtliche Kamera hält, sich über die Lokführer und deren Schuld an der ein oder anderen Unpässlichkeit beschwert, der hat den Schlag nicht gehört. Schluckt euren Ärger runter und denkt nach!
Wer jetzt nach Aufforderung durch die Bild die Nummer des Bundesvorsitzenden der GDL Weselsky wählt, mit der Absicht, ihn mal kräftig zu beschimpfen, versteht nicht, welche Errungenschaft die GDL hier verteidigt.
Leute! Kommt zur Besinnung! Scheißt für vier Tage auf pünktlich! Die Regierung lässt in ihrem eigenen Konzern einen Streit eskalieren, der dann als Begründung herhalten soll, eure Rechte auf Arbeitskampf zu beschneiden. Und Arbeitskampf bedeutet nichts anderes als das Recht,Teilhabe an dem von uns allen erwirtschafteten Wohlstand einzufordern und auch durchzusetzen. Dieses Recht soll euch genommen werden! Ihr dürft euch dann wieder, wieder und immer wieder mit Abschlüssen unterhalb der Inflationsrate und des Verteilungsspielraumes, also mit Reallohnverlusten abgeben, was die DGB-Gewerkschaften in den letzten Jahren in schöner Regelmäßigkeit arbeitgeberfreundlich hinverhandelt haben. Eure Regierung will nicht, dass ihr an dem teilhabt, was ihr erwirtschaftet. Fallt darauf nicht rein, auch wenn euch die öffentlich-rechtlichen Medien suggerieren, der Streik sei lediglich ein Machtkampf, der auf eurem Rücken ausgetragen wird. Das ist falsch!
Dieser Streit wird vor allem für euch ausgetragen, nicht gegen euch.
“Warum überhaupt Streikrecht?”, scheinen viele schon zu denken. Braucht doch eigentlich kein Mensch, so lange die Bahnen pünktlich fahren, der Müll regelmäßig gelehrt wird und alle gehorsamst ihre arbeitsvertraglichen Verpflichtungen erfüllen. Dann ist es schön ruhig im Land. Man kann das, wofür unsere Vorfahren Kopf und Kragen riskiert haben, man kann das Streikrecht natürlich einfach preisgeben, wenn Pünktlichkeit und Bequemlichkeit wichtiger sind.
Aber erinnert euch ein bisschen: Am Beginn eines jeden Totalitarismus in der jüngeren Vergangenheit wurden die Rechte von Gewerkschaften eingeschränkt. Trifft es nicht das, was gerade passiert? Beschränkung der Gewerkschaften und Aushebelung von Rechten?
Das Streikrecht soll aufgrund einer Auseinandersetzung in einem staatlichen Konzern kassiert werden. Die Bundesregierung hat als oberster Dienstherr die Möglichkeit, diesen Streik jederzeit abzuwenden, indem sie einlenkt und Pluralität in ihrem Betrieb zulässt. Frau Nahles muss dazu nur einmal zum Hörer greifen und die Ordnung der Demokratie ist wieder hergestellt. Dieses Faktum wird bei allen Berichten über die Auseinandersetzung völlig ausgeblendet. Es sind nicht die Lokführer, es ist nicht die GDL die hier beschimpft werden muss. Im Gegenteil. Diese kämpfen für uns und unser Recht auf Teilhabe am Wohlstand, den wir erwirtschaften. Sie kämpfen für die Möglichkeit, dieses Recht auf Teilhabe auch kraftvoll durchzusetzen.
Es gilt, den Zorn auf den Bahnvorstand und die Bundesregierung zu richten, die uns von den elementaren Formen der Demokratie abschneiden möchte.
Streikt! Streikt für uns alle! Ich freue mich auf ein paar Tage Anarchie. Es sind deren viel zu wenige in Deutschland.
http://logon-echon.com/2014/11/05/solidartitatnote-fur-die-gdl-und-claus-weselsky/


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Bahnstreik habt ihr dafür noch Verständnis ?

06.11.2014 um 13:32
@El_Gato

Tja, deal with it.

Wenn ein Streik von Lokführern wirklich so fette Auswirkungen hat, dann dürften sich damit auch die wütenden Ausrufe erledigt haben, die sollen sich mal nicht so aufspielen, sondern gefälligst ihren Job machen, das kann doch jeder... ;)

Offenbar sind sie doch nicht so unbedeutend. Dementsprechend sollte ihre Arbeit auch gewürdigt werden.


Ich finde es um Längen schlimmer, wie egoistisch unsere Gesellschaft geworden ist, man hört an allen Ecken und Enden:,,ICH ICH ICH!"

Witzigerweise, wie schon erwähnt, ist ein Großteil der Menschen in Deutschland überzeugt, zu wenig Lohn zu erhalten für das, was sie tun und sie zu viel arbeiten müssen.
Und sie sind überzeugt, dass ,,da jemand doch mal was gegen tun muss".

Aber wenn sich eine Gruppe dazu entschließt, für ihre Rechte einzustehen und zu kämpfen, dann wird gemotzt, weil man selbst ja nun Nachteile habe und überhaupt, die Wirtschaft, das Wachstum...


Ich sage dazu: Es gibt wichtigere Dinge, als Wachstum und Wirtschaft! Es geht hier um Grundrechte! Die Auswirkungen des Streiks beweisen zudem, wer die wahren Leistungsträger der Gesellschaft sind - nicht die Träger schicker Anzüge, die Nutzer teurer Firmenwagen, die in großen, noblen Büros residieren, ihre Millionengehälter zählen und sich ihres Lebens freuen.


Wer Grundrechte will, kann sich nicht aussuchen, wann und für wen die gelten sollen. Wenn er zu den Grundrechten steht, muss er das auch tun, wenn es ihm persönlich Nachteile bringt.


Weniger Egoismus, mehr Solidarität!


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06.11.2014 um 13:38
Ich habe kein Verständnis mehr, wenn so lange gestreikt wird. Ja, das Streikrecht ist wichtig aber es sollte nicht solche Ausmaße annehmen.

Und Befürworter dieser drastischen Streikmaßnahmen wünsche ich, dass sie irgendwann, wenn sie es ganz nötig brauchen, vor verschlossenen Türen stehen.


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06.11.2014 um 13:46
Kc schrieb:Offenbar sind sie doch nicht so unbedeutend. Dementsprechend sollte ihre Arbeit auch gewürdigt werden.
Erm...

Die Bahn würdigt schon die Arbeit der Angestellten.

Ist es nicht so, dass die GDL verlangt, dass sie für alle Bahnangestellte die Hauptgewerkschaft sein möchte, Zugbegleiter eingeschlossen, welche jedoch von der EVG betreut werden?


http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bahn-streik-gdl-liess-tarifgespraeche-platzen-a-1000717.html
Hauptstreitpunkt ist die Forderung der GDL, nicht nur für Lokführer, sondern auch für andere Berufsgruppen Tarifverträge aushandeln zu dürfen. Die GDL verlangt fünf Prozent mehr Lohn im Jahr bei kürzeren Arbeitszeiten. Kern des Konflikts ist aber, dass die Gewerkschaft dies nicht mehr allein für die 20.000 Lokführer fordert, sondern auch für rund 17.000 Zugbegleiter und Rangierführer. Die Vertretung dieser Gruppe beansprucht aber die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) für sich. Die Bahn lehnt konkurrierende Tarifabschlüsse ab.


Die EVG bot der GDL erneut gemeinsame Verhandlungen an. "Kommt in die Verhandlungskommission und lasst uns gemeinsam mit der Bahn verhandeln. Davon profitieren alle unsere Mitglieder", warb der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner im "Focus".

Das Vorgehen der GDL schadet nach Ansicht von IG-Metall-Chef Detlef Wetzel den Gewerkschaften insgesamt. "Zuständigkeit zu reklamieren, obwohl einem die Mitglieder fehlen - das ist der Tod der Gewerkschaftsbewegung", sagte Wetzel im SPIEGEL. Er halte es für legitim, dass die GDL für Lokführer zuständig sei, weil sie dort die Mehrheit habe. "Aber wie die GDL in anderen Bereichen nicht die Mehrheit zu haben und sich trotzdem für zuständig zu erklären, das ist undemokratisch", so der IG-Metall-Vorsitzende. Auch Ver.di-Chef Frank Bsirske kritisierte GDL-Boss Weselsky.
Die Bahn trifft hier ausnahmsweise keine Schuld, ein Tarifvertrag pro Berufsgruppe, Punkt. Wenn die Gewerkschaften sich nicht einigen können ist dies nicht die Schuld des Arbeitgebers.


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06.11.2014 um 14:42
Um was geht es hier eigentlich wirklich? Das die EVG eine korrupte, sich prostituierende und handzahme Hausgewerkschaft ist, dürfte sich inzwischen rumgesprochen haben. Die EVG hat, rein was die Zahl Mitglieder und deren Tätigkeiten bei der Bahn betrifft, eine wesentlich höhere Streikmacht als die GDL. Man stelle sich nur mal vor, die Fahrdienstleiter oder das Werkstattpersonal würden zum Ausstand aufgerufen. Es würde schlagartig nichts mehr gehen und man könnte so ziemlich jede berechtigte Forderung durchsetzten. Will man aber gar nicht. Warum sollten auch deren Funktionäre an dem Ast sägen auf dem sie selber sitzen, solange sie von der Bahn fürs stillhalten mit Privilegien belohnt werden.

Wenn man die momentane Tarifauseinandersetzung genauer betrachtet, so dürfte es doch überhaupt kein Problem sein, zu einer Lösung zu kommen. Man gesteht jeder Gewerkschaft zu, ihre Mitglieder zu tarifieren und kommt dann zu einem vernünftigen Ergebnis.

Stattdessen nimmt man aber einen Konflikt in Kauf, der mittlerweile sowohl die Bahn, als auch die Volkswirtschaft, wesentlich mehr Geld gekostet hat, als die Erfüllung der GDL-Forderungen jemals kosten werden.

Um das zu verstehen, muss man über den Tellerrand der Bahn hinausschauen. Jahrelang wurde das Gespenst der Globalisierung und des viel zu teuren Standort Deutschland gepredigt. Gebetsmühlenartig wurden von Seiten der Politik, der gleichgeschalteten Medien und der Arbeitgeber Lohnzurückhaltung und Verzicht verlangt und die DGB-Gewerkschaften haben dieses Spiel in einer ekelerregenden Art und Weise mitgespielt. Mittlerweile liegt deren Organisationsgrad bei unter 20% und damit knapp an der Grenze zur Bedeutungslosigkeit. Und weil man nicht in der Lage ist, aus eigener Kraft noch was zu reißen, schreit man nach einem gesetzlichen Mindestlohn.

Viele verdienen inzwischen so wenig, dass sie gezwungen sind ihren kompletten Verdienst auszugeben um über die Runden zu kommen. Das wird dann als wirtschaftlicher Aufschwung verkauft, weil ja dadurch die Steuereinnahmen sprudeln. Fällt der Dax aber mal um 3 Prozent, geht das Abendland unter. Und das traurige ist, der deutsche Michel nimmt das als gegeben und fügt sich in sein Schicksal.

Was das alles mit dem Konflikt bei der Bahn zu tun hat? Ganz einfach, genau diesen Zustand will man beibehalten.

Die Bahn ist zwar eine AG aber immer noch zu 100% in Händen des Bundes. Die Regierung hätte es also in der Hand, den Bahnvorstand anzuweisen, mit der GDL in Tarifverhandlungen einzutreten. Stattdessen nimmt man aber in Kauf, dass in der Bevölkerung bewusst Stimmung gegen eine Kleingewerkschaft geschürt wird, um Zustimmung für das von der Arbeitgeberlobby unter Fuchs/Nahles geforderte Tarifeinheitsgetz zu erlangen.

Ihre Gewerkschaft macht nur das, was eigentlich die Aufgabe jeder Gewerkschaft ist. Sie verkauft ihre Haut so teuer es geht. Das Problem sind nicht die 5 % die gefordert werden, dass Problem ist die Angst der Arbeitgeber vor starken Arbeitnehmervertretungen.

Es geht hier um viel mehr als nur um ihre Interessen, letztlich geht es hier um die Interessen von euch allen.

Aber das muss man erst mal durchschauen...


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06.11.2014 um 15:06
Wieso ist die Bahn schuld an einem Streit zwischen EVG und GDL?


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Herbstblume
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06.11.2014 um 15:28
Bahn-Streik: Ein Dank an die Lokführer

Wenn Manager "Personal abbauen", nehmen wir es hin. Wenn die Abhängigen für ihre Interessen kämpfen, herrscht Empörung. Der Bahnstreik ist kein Skandal - sondern ein Geschenk. Er erinnert uns an die Macht der Arbeitnehmer.

Weselskys Vergehen: Er macht von einem Grundrecht Gebrauch - dem Recht auf Streik. Kleine Erinnerung für die Empörten: Solange Weselskys Leute ihm folgen und kein Arbeitsgericht Einwände hat, kann er zum Ausstand aufrufen. Wem das nicht passt, sollte den Umzug nach China erwägen.

Die deutschen Lokführer sind keine Ansammlung von Hasardeuren. Ihre Gewerkschaft nennt sich die älteste im Lande. Die Vorstellung, diese buchstäblich geradlinigen Leute trieben aus lauter Lust am Streit das Land mit einem Streik nach dem anderen vor sich her, ist nicht plausibel. Selbst Weselskys Gegner halten dem Gewerkschaftschef absolute Unkorrumpierbarkeit zugute - die Bahn hatte vergeblich versucht, ihn mit einem gut bezahlten Job zu kaufen.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bahn-streik-der-lokfuehrer-arbeitskampf-ist-ein-geschenk-a-1001337.html

Wo lebt ihr denn, dass ohne Murren und Knurren die versuchten Korruptionen als völlig normal angesehen werden aber ein Kampf der Arbeitnehmer plötzlich nicht mehr auf Akzeptanz stoßen soll.
Kollektive geistige Umnachtung?


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06.11.2014 um 15:36
@Herbstblume
Heute bekommst du von mir den Daumen hoch.

Ansonsten sei noch anzufügen, wie unterirdisch sich wieder manche 'Leitmedien' benehmen. Telefonnummer der GDL veröffentlichen und zu Beschwerden aufrufen (Bild), Hinweise auf den Wohnort von Weselsky (Welt) geben, wtf, gehts eigentlich noch? Springer halt.


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Herbstblume
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06.11.2014 um 15:58
@univerzal

Diese Art von Outing kennt man eigentlich nur von extremistischen Gruppierungen und ist äußerst bedenklich.

Wann gab es denn eigentlich in Deutschland die letzten wirklich merklichen Arbeitskämpfe? Bis wann kämpfte man wirklich um seine Rechte, seine Anerkennung und seine Wertschätzung, bevor die unter dem DGB vereinten Gewerkschaftshuren anfinden ihre Mitglieder zu verkaufen und durch die lächerlichen Tarifabschlüsse eigentlich auch noch verhöhnten, während sie sich selbst im bezahlten Fickurlaub befanden, sich ihren Vorstandssessel schonmal aussuchten oder sonstige Extravergütungen genossen?
Meines Wissens hörte es doch Anfang der 80er auf. Aber da fing dann die breite Lethargie an, was wohl auch an Kohl lag, der ja kein Interesse an großen Gewerkschaften hatte und dafür lieber viele kleine sehen wollte.


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06.11.2014 um 16:21
@Herbstblume

einfach nur super, eins rauf mit mappe! :Y:


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06.11.2014 um 16:29
alles die Agenda 2010 Auswirkungen.


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kore
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06.11.2014 um 16:34
Sinn wird Unsinn
Wohltat Plage.../Goethe
Hätte man das verstanden hätte man es vor der Zeit besser machen können. Und was kommt jetzt? Das Öl wird knapper.. och Jottchen..:) und wie unverschämt, die Bahnkunden fahren Bus Auto und verpesten die Umwelt.. :) welche Schreckensszenarien.. mit was kommt man uns als nächstes, wenn wir das was hart erkämpft wurde behalten wollen. Streikrecht ist ein Grundrecht und ich frage mich was es da am OG Frankfurt überhaupt zu verhandeln gäbe . Aber na ja eine einstweilige Verfügung kann man nicht so ausbremsen, bleibt zu hoffen, daß in unserem Lande alles noch mit rechten Dingen zugeht, was das Recht betrifft.


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06.11.2014 um 16:51
@kore
in diesem Lande geht es rechtlich nicht mit rechten Dingen zu. Alles liberal.


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Herbstblume
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06.11.2014 um 18:21
Jetzt dann mal zur Abwechslung ein Video zum Thema

https://www.youtube.com/watch?v=uddyvXiXjTk&feature=player_detailpage


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06.11.2014 um 19:04
@Herbstblume

wer will uns verraten, es sind die sozialdemokraten!


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Herbstblume
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06.11.2014 um 19:41
@dasewige

Diese SPD, oder wie Uthoff sagt Sozialdemokratische Proletarier Demütigung ist in meinen Augen eh das allerletzte. Noch schlimmer als die NPD, die wenigstens dazu steht dass sie Scheiße ist.


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06.11.2014 um 19:53
@Herbstblume
hoffentlich wird es mit der SPD wie mit der FDP verlaufen.


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06.11.2014 um 21:11
@Herbstblume
Diese Art von Outing kennt man eigentlich nur von extremistischen Gruppierungen und ist äußerst bedenklich.

Nein, auch die Disziplin beherrscht man bei der Bild. Aber selbst für Springer Verhältnisse wurde hier die Latte zum Niveau-Limbo ganz tief gehängt.

Wann gab es denn eigentlich in Deutschland die letzten wirklich merklichen Arbeitskämpfe? Bis wann kämpfte man wirklich um seine Rechte, seine Anerkennung und seine Wertschätzung, bevor die unter dem DGB vereinten Gewerkschaftshuren anfinden ihre Mitglieder zu verkaufen und durch die lächerlichen Tarifabschlüsse eigentlich auch noch verhöhnten, während sie sich selbst im bezahlten Fickurlaub befanden, sich ihren Vorstandssessel schonmal aussuchten oder sonstige Extravergütungen genossen?

Frag mich nicht, dafür fehlen mir als Zeitzeuge einfach die Lenzen auf dem Buckel. Fest steht, dass schnell der Rückhalt flöten geht, wenn ein Arbeitskampf mal seine Bezeichnung verdient und in die persönliche Komfortzone eingreift. Tatsache ist, dass die GDL genau das tut, wofür man sich einer Gewerkschaft anschließt: Die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten. Denn Zugbegleiter und das Zugpersonal allgemein wechselten nicht umsonst in Scharen zur GDL.


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06.11.2014 um 21:20
@Herbstblume
Ich muss mich übrigens korrigieren, die Abbildung seines Wohnhauses war im Focus, nicht in der Welt.


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06.11.2014 um 22:11
Ich finde den Streik einfach nur noch lächerlich.
Die schneiden sich ins eigene Fleisch, in Zeiten von massenweise aufkommenden Fernbuslinien muss man zumindest probieren Konkurrenzfähig zu bleiben. Erst streiken und später rumjammern weil die Marktanteile kleiner werden.


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