Orlets schrieb:Später als wir wieder nach Hause kamen, legte sie das Niqab ab und sagte, ich brauche mir keine Sorgen machen, sie wird das nicht mehr tragen, wollte nur mal testen, ob ich mich so mit ihr raus gehen würde oder ob ich mich vor anderen Leuten mit ihr so zusammen schämen würde. Sie wollte wohl testen,ob ich es mit ihr ernst meine und für sie etwas bedeuten würde.
Ich bin per se gegen Gesichtsverschleierungen! Das Gesicht dient von Geburt an der Identifikation, es erklärt sich nonverbal durch die Mimik. Selbst Säuglinge können den Gesichtsausdruck von Bezugspersonen, zB Mutter/Vater, bereits lesen! Ziehe ich als Mutter plötzlich eine Flappe, wird mein Baby darauf reagieren.
Die Emotionen eines Gesichts (Blickkontakt, Mimik, Gestik) sind und bleiben universell, sie unterstreichen und ergänzen die gesprochene Sprache. Nicht umsonst heißt es, Gesichter können Bände sprechen. Sie sind ein überaus wichtiger Bestandteil sozialer Interaktionen (mir ist bewusst, dass auch Blinde miteinander vertraut kommunizieren). Jedenfalls ist es leichter, gleichrangig von Angesicht zu Angesicht miteinander zu sprechen. Ein verstecktes/verhülltes Gesicht kann auch Unsicherheiten auslösen. In Frankreich und Belgien gilt bereits ein Gesichtsverschleierungsverbot. Gern auch hier in Deutschland, aus oben genannten Gründen. Hinsichtlich der Verhüllung der Haare (Hidschab) habe ich eine liberale Einstellung.
Mittels Niqab eine "Teststrecke" für den Partner zu kreieren, finde ich von der Dame reichlich infantil, komisch und dumm. Ich hätte sie allein loslatschen lassen.
Und die Religionszugehörigkeit zugunsten einer Partnerschaft wechseln (
:idee: warum auch nicht, immer mal wieder hopping, wie beim Wechseln der Stromanbieter)?
Ändert man nicht eher seine Religion, wenn man innerlich überzeugt einen neuen Weg gehen möchte?