Tussinelda schrieb:äh, nein. Es ist dann ein Strand, wenn der Boden wenigstens gelegentlich trockenliegt.
Für Touristen mag das so sein, bezüglich der Badesaison, oder wenn man eben zum Strand geht. Natürlich will dann niemand in 75 Meter Wassertiefe "am Strand" sitzen. Tatsächlich fangt der Strand geologisch betrachtet aber nun mal dort an, wo der Boden bereits den Wellengang beeinflusst.
Der Wal ist auf dem Grund aufgelaufen -> gestrandet. Ergo, liegt er am Strand. Ich verstehe aber, dass das erstmal verwirrend klingt, weil fälschlicherweise nur an den Badestrand gedacht wird.
Tussinelda schrieb:dann hast Du sicherlich auch die gehört, die von einem kranken, stark geschwächtem Tier ausgingen? Es gibt keine Untersuchungen die belegen würden, dass das Tier gesund war.
Ja, geschwächt und krank durch externe Faktoren. Das Tier war nicht sterbenskrank in die Ostsee gegangen, sondern wurde immer mehr durch eben diese Faktoren, wie die Netze und das falsche Gewässer geschwächt. Ich sprach nicht davon, dass das Tier gesund in die Ostsee kam. Hier wurde ja einige Beiträge zuvor behauptet, man solle doch einen zum Sterben wollenden Wal in Ruhe lassen. Das "Sterbenwollen" käme aber überhaupt erst durch eine schwere Erkrankung zustande, oder einem hohen Alter. Tatsächlich war der Wal noch sehr jung und völlig desorientiert. Eine schwere Erkrankung lag zu Beginn nicht vor, sondern ein sich immer weiter verschlechternder Zustand durch äußere Faktoren.
Tussinelda schrieb:und das sagst Du trotz des beschissenen Ergebnisses? Da bekommt für mich das Wort "Hilfe" einen ekelhaften Beigeschmack.
Nein, das sagst Du. Ich beziehe mich auf etwas völlig anderes. Ein Mensch kann und sollte helfen, wenn ein anderes Tier Hilfe braucht und zu Beginn war das vollkommen richtig so. Man hätte dem Wal gut helfen können, wenn daraus nicht so ein Umstand gemacht worden wäre von mehreren Seiten aus. Es ist traurig, wenn einigen Helfern schon mit Morddrohungen gedroht wird, in solch einer Situation. Da lässt sich nur der Kopf schütteln.
Voussoir schrieb:Okay du scheinst dir ja ziemlich sicher zu sein. Wenn dem so ist, wieso haben wir dann nicht 100 Buckelwale in der Ostsee, denen es genau so geht.
Weil es nicht der Regel entspricht, dass Wale sich verirren. Das kann einem jungen Wal halt mal passieren, besonders dann, wenn Schiffe in dem Moment entlang kommen, oder er sich im Netz verfängt. Das ist ja nicht nur Timmy passiert, sondern auch schon anderen Walen zuvor. Nur wird nicht von jedem Einzelnen sofort, oder überhaupt berichtet.
Voussoir schrieb:Du kannst meine Meinung auch einfach sinngemäß wiedergeben, hinzudichten hilft nicht. Wusstest du dass täglich mehrere tausend Säugetiere sterben, teilweise, aber nicht immer vom Mensch verursacht. Frag dich einfach selbst: Bist du da genau so engagiert dabei oder nur da wo die Presse ist, das war nämlich mein Kritikpunkt an der Sache.
Nichts anderes lies sich aus dieser Aussage von Dir, als das.
Von welchen Tieren sprichst Du? Jetzt sag mir bitte nicht, von denen, die anderen Tieren als Beute zum Opfer fallen...nur um dies als Argument dafür zu nutzen, dass man nicht in die Natur eingreifen soll, wo man einem Tier helfen kann, das Hilfe braucht.
behind_eyes schrieb:Hat er sich nun einfach verirrt wie das Jungtieren angeblich passiert oder war er so geschwächt das er desorientoert war?
Wieso angeblich? Ein weitaus älterer Wal hätte die Orientierung vielleicht schnell wiedergefunden. Hier führte jedoch eins zum anderen, weshalb es nicht wirklich Sinn macht nach einem "entweder, oder" zu suchen.