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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

1.720 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Natur, WAL, Buckelwal ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 18:15
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Klar, wenn man die reele Überlebenschance nicht daran festmachen möchte, ob Timmy nach seiner Freisetzung tatsächlich für eine gewisse Zeit überlebt oder nicht - dann kann man sich jetzt zurücklehnen und die ganze Geschichte als erledigt betrachten....Hauptsache, Timmy ist wieder auf offener See
Sag mal , hast du Lese- oder Verständnisprobleme ? Die Schlammschlachten interessieren mich nicht , steht doch da. Wie es mit Hope weitergeht , interessiert mich schon , allerdings ist dies eher sekundärer Natur. Primär für mich ist , das er lebend in sein Habitat zurückgekehrt ist.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 18:17
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Erzähl
Kann ich ja nicht, ich hab die Tragödie nicht verfolgt.

Aber zerstöre bitte nicht meine Hoffnung, wenn sie auch UNrealistisch sein mag.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 18:20
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Ich gehe von Tönnies vs Kapitän aus. Das ganze BILD Interview von knapp 33min gebe ich mir nicht, die ganzen Schlammschlachten interessieren mich nicht. Wer für was und warum verantwortlich war und ist etc. Dies sollen die Betreffenden unter sich oder mittels ihren Anwälten , wenn nötig, klären.
@RomanTisch
Klar, so kann man es auch regeln. Ich meine aber, es ist immer wichtig, sich innerhalb einer Diskussion selbst so umfassend wie irgend möglich zu informieren. Deshalb, vllt magst du dir ja zumindest einen Teil anhören. Hier einige interessante, wichtige Details ab ca. Min. 25:00.

Der Kapitän ist die höchste Autorität an Bord und trägt die Gesamtverantwortung für Schiff, Besatzung, Ladung und Passagiere. Und wenn ein Kapitän sich grob, unhöflich oder rücksichtslos verhält, dann hat man es hinzunehmen, er hat die legitime Macht! Die Schiffshierarchie zählt zu den strengsten Befehlsketten weltweit und basiert auf klarer Hierarchie. Wenn der Kapitän also ein grober Klotz ist, dann hat man meist leider die A....karte.
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Sag mal , hast du Lese- oder Verständnisprobleme ?
Sag mal, geht's noch? Der Ton macht die Musik!


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 18:30
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Der Kapitän ist die höchste Autorität an Bord und trägt die Gesamtverantwortung für Schiff, Besatzung, Ladung und Passagiere.
Ich kann mir auch vorstellen, dass die Besatzungscrew samt der Kapitäne irgendwann die Nase voll hatte.
Timmy hatte den ganzen Fr nachmittag Zeit, sich vom oberen Ende der Barge herunterzuruckeln und ins offene Meer zu entfleuchen. Hat er nicht getan.
Am Freitag abend wurde man rabiater im Umgang mit dem Wal(die Nummer mit dem Seil an der Flucke), hatte aber keinen Erfolg.
Von der Rettunginitative kam auch kein brauchbarer Vorschlag (mehr Zeit....wird schon werden, siehe Tönnies) und dann hat die Crew irgendwann - also am Samstag morgen - im Beisein von Jeffrey Nägel mit Köpfen gemacht.

Durch die unruhige See kam es wohl schon zuvor zu Gefährdung von Mesch, Tier und Material.
Darüberhinaus war bekannt, dass die Versicherung der Barge nicht erlaubt hätte, noch ein gutes Stück weiter heraus zu fahren.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Stimmung auf den Schiffen mehr als angespannt war.
Die Bereederungsgesellschaft des Begleitschiffs "Robin Hood" teilte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa mit, dass die Freisetzung erfolgreich und in Abstimmung mit dem Walexperten Foster erfolgt sei - insbesondere unter Berücksichtigung der Schiffssicherheit und des Wohls des Wals. Das Tier sei zuvor durch den Seegang wiederholt gegen die Wände der Barge gestoßen. Auch von "vielen riskanten Manövern" während des Transports ist die Rede.
Quelle:https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/nach-buckelwal-aktion-streit-um-peilsender-und-riskante-manoever,wal-180.html
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Die Reederei der "Robin Hood" (das ist dann wohl in diesem Fall der Kapitän selbst?) begründete das plötzliche Freisetzen des Wals mit bereits bestehenden Gefahren für Mensch, Tier und Material aufgrund der Seebeschaffenheit im Skagerrak und der Wetterlage.



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gestern um 18:31
Wie hätte das Szenario wohl ausgesehen , wenn man Hope auf der Sandbank hätte elendig verrecken lassen.
Wenn man seinen Kadaver vor laufenden Kameras und Millionen von Zuschauern hätte zerstückeln müssen , um ihn abtransportieren zu können.
Da wären schockierende Bilder gewesen , die sich niemand wohl wünscht. Diesen Aspekt sollte man nicht gänzlich außer acht lassen . Was da wohl im Netz losgewesen wäre , dagegen hätte die Demo vor Poel wohl eher einem Kindergeburtstag geglichen.


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gestern um 18:37
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Wie hätte das Szenario wohl ausgesehen , wenn man Hope auf der Sandbank hätte elendig verrecken lassen.
Wenn man seinen Kadaver vor laufenden Kameras und Millionen von Zuschauern hätte zerstückeln müssen , um ihn abtransportieren zu können.
Da wären schockierende Bilder gewesen , die sich niemand wohl wünscht.
Wohl war - der Tod ist nicht immer gnädig.
Und jetzt hat die Rettunginitiative uns den Gefallen getan, dass wir diesem häßlichen Szenario nicht ins Auge blicken mußten.
Wie schön für uns!
Aber für Timmy? Ob sich all diese Gezerre am Wal wirklich für Timmy gelohnt hat - kann man zur Zeit nicht sagen.

Die letzten Bilder, die man von Timmy gesehen hat, waren mehr als unschön (das Seil an der Fluke).
Davor durch den Seegang war Timmy an die Wände der Barge gestoßen worden.
Laut dem Walflüsterer war die Zeit davor auf der Barge für Timmy auch nicht so pralle:
Timmy habe sich laut Bambaren auf dem Lastkahn „sehr unwohl“gefühlt. Das „wunderbare US-Team“ um den bekannten Experten und früheren Waljäger Jeff Foster sei bemüht gewesen, „ihn bei Laune zu halten“. Doch auch sie seien zunehmend „frustriert darüber, wie sie behandelt werden, und weil sie manchmal nicht das machen dürfen, von dem sie wissen, dass es getan werden muss, damit Hope eine bessere Chance hat.“
Quelle:https://www.fr.de/panorama/transport-timmy-ist-frei-doch-medienbericht-offenbart-zweifelhafte-vorgaenge-beim-94288449.html

Und bis zur finalen Freisetzung ging es nochmal richtig hoch her...

Das muss man alles ausblenden, wenn man dem Wuschdenken, "dem Wal wird es schon gut gehen" freie Bahn möchte.


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gestern um 18:52
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Sag mal, geht's noch? Der Ton macht die Musik!
Wenn mir einer irgend etwas Falsches in den Mund legen , will , reagiere ich sauer. Ist ja nicht das 1. mal. Einen früheren Beitrag hatte der Diskutant schon selbst löschen lassen , da er falsch und eine Unterstellung war. Hätte er sich bei mir entschuldigt , wäre die Sache abgehakt gewesen.
Deshalb wäre es wünschenswert , wenn man nichts Falsches mir in den Mund legt.


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gestern um 19:01
Hier mal ein paar screenshots von toten Pottwalen , die 2016 an die Nordseeküste angespült wurden und von der Leiterin der TiHo untersucht wurden . Da diese Bilder für manche u.U. schockierend sein können , sind sie mit einem Spoiler versehen. Was wäre da bei Hope wohl losgewesen ? Dagegen war das Herauszerren bzw. Herausspülen von der Barge eher doch ein Klacks mMn.

Spoiler 50851235uo

50851237qy

50851238zt



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gestern um 19:04
Die TAZ findet dtl Worte und kritisert sowohl wie Backhaus das Vertrauen in Wissenschaft untergraben als auch sich seiner Verantwortung entzogen hat:
Schon der Transport in schwerer See, bis zur Nordspitze Dänemarks, dürfte das Leiden des moribunden Meeressäugers vermutlich eher noch einmal gesteigert haben. Nachdem er schon die Tage zuvor dem Dauergedröhne von Motoren und permanentem Menschenkontakt ausgesetzt war, wurde er nun auch noch gegen die Wände der Barge geschleudert und offenbar in Seilen verstrickt, bis die Bildübertragung womöglich aus guten Gründen aussetzte und sich die Besatzung der Schiffe der lästigen Fracht offenbar einfach entledigte. „Timmy ist frei!“ – so kann man es natürlich auch nennen, zumindest wenn man die Bild-Zeitung ist. Zwar stirbt die Hoffnung bekanntlich zuletzt, aber am Ende eben doch, und im Fall von „Hope“ steht zu befürchten, dass dieser Zeitpunkt nah ist oder womöglich auch schon vorbei. Ob wir je davon erfahren, ist allerdings unklar, denn ob der am Wal installierte Sender sendet und unter welchen Umständen, ist ebenfalls ungewiss.
Die zahlreichen Facetten des ganzen Falls ziehen mindestens ebenso viele Fragen nach sich. Dass die vermeintliche Rettungsaktion eher eine walgroß angelegte Tierquälerei war, ist das eine. Dass dafür absurd viele Ressourcen verbraucht wurden, mit denen man, richtig eingesetzt, eine ganze Menge für Wale, Delfine oder andere Tierarten hätte bewegen können, das andere.

Bedenklicher ist aber vielleicht noch, wie sehr der gesellschaftliche Diskurs sich von jeder Rationalität verabschiedet hat. Symbolisch dafür steht, dass Minister Backhaus irgendwann auf die Gutachten seiner landeseigenen Fachleute pfiff und statt zu einem anberaumten Expertentreffen zum Schutz von Meeressäugern in der Ostsee lieber selbst in die Ostsee zum Wal ging, um dem wehrlosen Tier in die Augen zu schauen.
Der Walfall zeigt, dass wir offenbar bereit sind, sobald der mediale Lärm nur groß genug ist, fachfremde Vermögende entscheiden lassen, wie mit einem gestrandeten Wal zu verfahren ist. Um gleichzeitig zu betonen, die Verantwortung dafür liege ganz allein bei ihnen und nicht etwa bei der Regierung und ihren staatlichen Einrichtungen. Und um hinterher zu beklagen, man sei hinters Licht geführt worden, wenn diese unkontrollierten Akteure unkontrolliert agieren.
Quelle:https://taz.de/Unklares-Ende-der-Rettungsaktion/!6175911/
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Hier mal ein paar screenshots von toten Pottwalen , die 2016 an die Nordseeküste angespült wurden und von der Leiterin der TiHo untersucht wurden .
So ist die Realität - und ist auch genauso da, wenn man lieber nicht hinschaut.
Wieviele Wale verenden elendig in den Netzten und wir bekommen es gnädigerweise nicht mit.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 19:28
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Die TAZ findet dtl Worte und kritisert sowohl wie Backhaus das Vertrauen in Wissenschaft untergraben als auch sich seiner Verantwortung entzogen hat:
Schon der Transport in schwerer See, bis zur Nordspitze Dänemarks, dürfte das Leiden des moribunden Meeressäugers vermutlich eher noch einmal gesteigert haben. Nachdem er schon die Tage zuvor dem Dauergedröhne von Motoren und permanentem Menschenkontakt
Einfach nur blödes sinnloses Kritisieren durch die taz.
Die Schlepper waren in einiger Entfernung von der Barge. Warum sollen Wale extrem empfindlich auf Motorengeräusche und auf Menschenkontakt sein? Wale suchen von sich aus Kontakt zu Menschen.
Laut taz ist "Menschenkontakt" wohl eine Art Folter für Wale :D

Die Alternative war noch wochenlanges Verrecken an der Ostseeküste, teilweise eingetaucht in Ostseewasser.
Es gab eine echte Alternative - man hätte den Timmy vollständig aufs Land ziehen müssen - dann wäre es innerhalb eines Tages für Timmy vorbei.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 19:37
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Laut dem Walforscher Jan-Olaf Meynecke ist das nicht wirklich ungewöhnlich, dass es nicht sofort Daten gibt.

https://www.welt.de/vermischtes/video69f5e95b0fb4cef5658500c2/in-der-nordsee-freigesetzt-etwas-sorge-wal-muss-nun-seinen-weg-alleine-nach-westen-finden.html
Er sagt auch: "Die nächsten Tage erntscheiden erst mal über seinen akuten Zustand."(bei min 4:00)
Zitat von parabolparabol schrieb:Laut taz ist "Menschenkontakt" wohl eine Art Folter für Wale :D
Richtig - nicht nur laut TAZ.
Es ist ein - Trommelwirbel - Wildtier.
Lauren: Man darf nicht vergessen, dass es sich bei Walen um Wildtiere handelt und dass die Anwesenheit von Menschen für sie daher ein zusätzlicher Stressfaktor ist, kein Trost. Das sehen wir jedes Mal, wenn wir zu einem gestrandeten Meeressäuger ausrücken – wenn Einsatzkräfte sich nähern, sind wir darauf geschult, dies auf eine bestimmte Art und Weise zu tun, um Stress möglichst zu reduzieren. Doch selbst wenn dies korrekt durchgeführt wird, zeigen alle gestrandeten Meeressäuger Anzeichen von Angst, wenn man sich ihnen nähert – bei Robben zeigt sich das durch Gähnen und das Schlagen mit den Vorderflossen, bei Delfinen durch eine erhöhte Atemfrequenz und manchmal das Aufschlagen des Körpers oder schnelle Schwanzschläge. Wale erleben ähnlichen Stress, auch wenn es oft nicht so offensichtlich ist − dazu können eine erhöhte Herzfrequenz, Atemfrequenz und andere physiologische Stresssymptome gehören. Wir raten immer dazu, so viel Abstand wie möglich zu halten, und würden nicht empfehlen, dass Menschen zur Gesellschaft oder zum Trost bleiben – auch wenn dies gut gemeint ist, kann es den Wal zusätzlich belasten.
Quelle:https://de.whales.org/2026/04/22/buckelwal-timmy-interview-mit-strandungs-expertin/

Oder glaubst Du wirklich, dass Timmy das Kuscheln mit Menschen genoß?

Bambaren findet auch sehr poetische Worte dafür, dass sich Tönnies und die beiden Geldgeber gänzlich von der Art und Weise, wie Timmy in das Meer ausgebracht wurde, dtl distanzieren.....
Zuerst beschwert er sich, dass er nicht dabei sein durchfte und dann wird er überaus romatisch - ja, Walflüsterer halt....
Bambaren war mehrfach bei Timmy draußen und blickt heute mit leuchtenden Augen zurück. Seine Einschätzung zu Timmys Zukunft fällt klar aus. „Ja, definitiv. Er hat eine wunderbare Chance“, sagte er zu BILD. „An dem Morgen, als sie ihn rausgelassen haben, war es magisch, denn ich stand draußen auf einem der Schiffe und sah ihn. Ich sah all diese wunderschönen Möwen zu ihm kommen, als würden sie sich verabschieden.“
Quelle:
Timmys Freude darüber, wieder im Ozean zu sein, sei deutlich zu sehen gewesen: „Es war ein sehr, sehr denkwürdiger Moment, die Verbindung war so stark. Und es war, als würde man Lebewohl sagen und danke für alles“.
Quelle:https://www.derwesten.de/aktuelles/ostsee-wal-timmy-frei-atlantik-nordsee-id302052962.html


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 19:41
Zitat von parabolparabol schrieb:Es gab eine echte Alternative - man hätte den Timmy vollständig aufs Land ziehen müssen - dann wäre es innerhalb eines Tages für Timmy vorbei.
Die Lösung dafür ist eine Sprengladung am Kopf. Mag nicht jedem gefallen, aber Wale kann man leider nicht einschläfern oder erschießen, man muss also sehr rabiate Methoden verwenden. Der Vorschlag hat ja in der Bevölkerung sehr emotionales Feedback ausgelöst. Hat man das zur Diskussion gestellt dann war gleich die Hölle los. Ihn einfach aufs Land zerren wäre dagegen Tierquälerei gewesen, das muss nicht sein.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 19:42
Ich verstehe völlig, dass man die tagelange Arbeit am Tier und den Transport kritisch oder sogar als falsch empfindet. Aber dieses Genöle wegen des ersten Gutachtens kann ich echt nicht mehr lesen. Ein Gutachten auf Sichtung, keiner von denen war am Wal, geschweige denn wurden irgendwelche Untersuchungen gemacht. Nö....sein Todesurteil besiegelt, auf Sichtung und das bei einem jungen Tier. Haben sie nicht zunächst nicht einmal erkannt, dass es ein Buckelwal war?
Und auf welcher Fakten- und Erfahrungsbasis kam man zu dem Schluss, dass da „nichts zu machen ist“? Wer hat das erhoben, unter welchen Kriterien usw.....
Haut und Atmung sind im Grunde die einzigen überprüfbaren Aspekte, alles andere sind Mutmaßungen. Die Atmung war unterm Strich im grünen Bereich, die Haut hat sich deutlich verbessert. Ach ja, den Transport würde er nicht überleben, hieß es noch.
Dass sie sich überhaupt trauen, das als Gutachten zu bezeichnen, finde ich erstaunlich.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 19:51
Zitat von ThorsteenThorsteen schrieb:Sprengladung am Kopf.
Soweit ich das verstanden habe, ist das auch keine sichere/ erprobt....oder wie auch immer man das bezeichnen soll....Methode. Und das finde ich dann durchaus bedenklich. Wenn ich das Tier erlösen will und riskiere, dass er da noch Stunden? Tage? "angesprengt" liegt.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 19:52
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Und auf welcher Fakten- und Erfahrungsbasis kam man zu dem Schluss, dass da „nichts zu machen ist“? Wer hat das erhoben, unter welchen Kriterien usw.....
Mehrfache Strandung - das dürfte eines der Hauptkriterien gewesen sein.

Wale versucht man ja generell wieder schwimmfähig zu bekommen - nur kommt bei der Ostsee dazu, dass sie kaum Chancen haben noch mal herauszufinden.

Und mit dem Transport großer Wale hat man keine guten Erfahrungen gemacht (London, 2006) - in England hat man die Konsequenz gezogen, dass man Wale, die zu groß sind, um sie aus der Themse zu retten, töten wird. Um sie nicht unnötig leiden zu lassen:
Doch dann kam das Ende, das niemand wahrhaben wollte. Kurz vor Gravesend in Kent begann der Wal zu krampfen. Das Team bereitete eine Einschläferung vor – doch das Tier starb noch während dieser Vorbereitung. Laut BDMLR litt das Tier unter schwerer Dehydrierung, Unterernährung, Muskelschäden und einsetzendem Nierenversagen. Deaville fasst es nüchtern zusammen: „Es konnte nur einen Ausgang geben – aber das erfuhren wir erst im Nachhinein.“
Das Skelett von „Willy“, wie das Wal-Weibchen genannt wurde, liegt heute im Natural History Museum in London. Die gewonnenen Erkenntnisse flossen direkt in ein neues Triage-Protokoll für gestrandete Großwale ein – ein Protokoll, das laut BDMLR bis heute gilt.
Quelle:https://www.fr.de/panorama/endete-2006-tragisch-wal-starb-bei-aktion-mit-barge-rettungsversuch-in-london-94281802.html
Warum sich der Wal überhaupt in die Themse verirrte, ist bis heute unbekannt. Generell weiß die Wissenschaft wenig über Nördliche Entenwale. Doch aus der Rettungsaktion haben die Wissenschaftler Konsequenzen gezogen:
Einige Jahre nach dem Vorfall gaben wir eine Presseerklärung heraus, um den Leuten mitzuteilen, dass wir den nächsten großen Wal in der Themse direkt töten werden. Die Tiere können im flachen Wasser des Flusses einfach nicht überleben. Ihr eigenes Körpergewicht erdrückt sie. Es ist unmöglich, sie zu retten. Wir wollen sie nicht unnötig leiden lassen.
Quelle:https://www.deutschlandfunk.de/vor-zehn-jahren-entenwal-in-der-themse-ausflug-mit-100.html

Und bei Timmy weiss man bislang auch nur, dass das Hineinbringen in die Barge gut geklappt hat.
Ob Timmy beim Transport in der Barge bzw. beim Herausbekommen aus dieser schwere Schäden erlitten hat und ob er sich orientieren kann, dort wo er ausgebracht wurde, und den richtigen Weg findet (voraussgesetzt er ist noch fit genug, um zu schwimmen) - das kann man derzeit noch nicht beurteilen.
Das geht erst in den nächsten Wochen anhand seines Bewegungsmusters - sofern man dieses Aufzeichen können wird.


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gestern um 20:00
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Wenn ich das Tier erlösen will und riskiere, dass er da noch Stunden? Tage? "angesprengt" liegt.

Es gibt auch hier wenig Menschen mit Expertise - und generell wenig Expertise, zumindest für das Erschiessen.
In Australien wurde der Studie nach ein Gerät entwickelt, mit dem Pottwale erschossen werden können.
Das Gerät kam demnach zweimal zum Einsatz. Beim ersten Mal tötete es das Tier sofort. Im zweiten Fall war ein zweiter Schuss notwendig, der anschließende Todeskampf habe zwei Stunden gedauert.
In Westaustralien wurde allerdings eine Methode entwickelt, mit der Bartenwale, zu denen auch Buckelwale gehören, schnell und sicher getötet wurden.
Dabei wurden Hohlsprengladungen am Kopf des Tieres angebracht. Die kommen u. a. als panzerbrechende Munition beim Militär zum Einsatz. Die Energie des Sprengstoffs wird gezielt auf einem Punkt konzentriert. Die Anbringung am Kopf des Wals bedarf aber Spezialisten und ist kosten- und zeitaufwendig. Die Explosion tötete die Tiere sofort.

Alle Methoden beinhalten laut der Studie nicht nur Risiken für den Wal, sondern auch für die Menschen, die an das Tier heran müssen. Entscheidend sei auch die Lage des Tieres. Ideal sei, wenn der Wal entweder komplett an Land liege oder zumindest das Wasser um ihn nicht mehr als knietief sei, so die Studie des NOAA.
Quelle:https://www.bild.de/regional/mecklenburg-vorpommern/wal-timmy-liegt-im-sterben-waere-sprengen-grausamer-als-ein-langsamer-tod-69db459a9d9b04d8bd7f04ae

Die FAchorganisationen haben davon abgeraten.


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gestern um 20:09
Ah - ich sehe gerade - die Niederlande würden auch Einschläfern bzw. Sprengen:
Im Dezember 2012 geriet ein Buckelwal vor der niederländischen Nordseeinsel Texel in die Schlagzeilen. Dort strandete ein rund zwölf Meter langes Tier auf der schwer zugänglichen Sandbank Razende Bol – und wurde von den Medien „Johannes“ getauft. Was folgte, erinnert stark an die aktuelle Situation rund um „Timmy“: Tierschützer, Experten, Küstenwache und eine aufgewühlte Öffentlichkeit stritten über den richtigen Umgang mit dem Tier. Ein erster Rettungsversuch der niederländischen Seenotrettung KNRM schlug fehl. Schließlich kamen die zuständigen Behörden zu dem Schluss, dass eine Rettung nicht mehr möglich sei – und entschieden sich für die Einschläferung.
Doch selbst dieser letzte Ausweg verlief nicht reibungslos: Das verabreichte Mittel zeigte kaum Wirkung. Erst zwei Tage nach der Behandlung wurde der Tod des Tieres festgestellt. Die Obduktion ergab als Ursache akute massive Muskelschäden. Einen äußeren Auslöser für die ursprüngliche Strandung konnten die Wissenschaftler nicht ermitteln. Eine Randnotiz: Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass „Johannes“ in Wirklichkeit ein Weibchen war – weshalb das Tier posthum in „Johanna“ umbenannt wurde, auch wenn sich dieser Name kaum durchsetzte. Laut ntv hielt das Naturzentrum Ecomare auf Texel den gesamten Verlauf des Dramas ausführlich fest.

Der Fall „Johannes“ hatte direkte politische Konsequenzen: Die niederländische Regierung erarbeitete 2013 ein landesweites Protokoll für gestrandete Wale, das klare Handlungsanweisungen vorschreibt. Demnach dürfen Rettungsversuche nur noch innerhalb der ersten zwölf Stunden nach einer Strandung unternommen werden. Bleibt der Erfolg aus, ist eine Einschläferung vorgeschrieben.
Bei Tieren ab einer Körperlänge von sechs Metern sieht das Protokoll eine Sprengung des Kopfes als Methode vor. Darüber hinaus regelt das Dokument Zuständigkeiten, Abläufe und die Kommunikation mit der Öffentlichkeit – denn Strandungen großer Meeressäuger hätten laut dem Dokument erhebliche gesellschaftliche wie politisch-administrative Folgen
Quelle:https://www.merkur.de/welt/enden-koennte-norwegen-schliesst-toetung-von-timmy-nicht-aus-schicksal-von-wal-johannes-zeigt-wie-das-drama-zr-94288560.html

Und Dänemark würde gestrandeten Wal gestrandeten Wal sein lassen, wie zu lesen war.
Dänemark betrachtet Strandungen als natürliches Phänomen und lehnt menschliches Eingreifen grundsätzlich ab – ein gestrandeter Wal würde sich selbst überlassen bleiben.
Quelle:https://www.fr.de/panorama/wal-timmy-schwimmt-frei-doch-was-passiert-wenn-er-erneut-strandet-die-regeln-der-nachbarlaender-94288646.html


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gestern um 20:11
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Mehrfache Strandung - das dürfte eines der Hauptkriterien gewesen sein.
Sagt wer auf welcher Grundlage? Auf welche Statistiken bezieht man sich in dem Gutachten?

Und das Triage-Protokoll für gestrandete Großwale kann man bei Interesse mal googlen....darauf können die sich auch nicht beziehen.


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gestern um 20:17
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Sagt wer auf welcher Grundlage?
Das IWC Strandings Expert Panel:
Dieses Tier ist innerhalb von zwei Wochen viermal gestrandet. Es war bereits durch starke Verhedderungen in Fischereigerät geschwächt, und jede Strandung hat ihm schwere körperliche Schäden zugefügt, darunter Druckverletzungen, Atemnot und Kreislaufstress, was den Zustand des Tieres weiter verschlechtert. Für einen Wal dieser Größe und in diesem Zustand sind die Überlebenschancen nun verschwindend gering, und weitere Versuche, ihn wieder ins Wasser zu bringen, würden ihm nur zusätzliches Leid zufügen.

Das IWC SEP erkennt ferner an, dass die Euthanasie eines teilweise schwimmfähigen Wals dieser Größe in flachen Gewässern unter den gegebenen Umständen außerordentliche logistische, personelle und öffentliche Sicherheitsherausforderungen mit sich bringt und daher nicht möglich ist. Es ist medizinisch unmöglich, verbliebene Netze und Taue aus dem Verdauungstrakt des Wals zu entfernen. Ebenso würden Blutentnahmen oder andere Probenentnahmen und Behandlungen das Tier in seiner jetzigen Situation nur zusätzlich belasten und werden weder aus Tierschutz- noch aus Sicht der öffentlichen Sicherheit empfohlen.

Das IWC SEP begrüßt die derzeit angewandten palliativen Maßnahmen (z. B. das Tier feucht halten und eine ruhige Umgebung schaffen) als einzig verantwortungsvolle, humane und pragmatische Reaktion auf eine Situation, für die es keine einfache Lösung gibt.
Quelle:(google translator)
https://iwc.int/resources/news/iwc-strandings-expert-panel-statement-on-humpback-whale-baltic-sea-germany

Und das WDC:
Die Tierschutzorganisation WDC übt scharfe Kritik am Vorgehen. Laut dem WDC-Statement hat sich der Gesundheitszustand des Tieres in den vergangenen Wochen weiter drastisch verschlechtert. Wasser in der Lunge deute auf irreversibel geschädigte Organe hin – Folge der langen Strandungszeit. Hinzu kommen ein Fischereiseil im Maul sowie Verletzungen, die vermutlich von einer Schiffskollision stammen. Die Strandungsleiterin von WDC Nordamerika, Lauren Brandkamp, vergleicht das Aufsetzen von Großwalen auf Sandbänken mit schweren körperlichen Unfällen.

„Selbst im Fall einer Verbringung des Wals in die Nordsee oder den Atlantik wird nach fachlicher Einschätzung davon ausgegangen, dass der Wal aufgrund seines Zustands dort mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sterben würde. Eine tatsächliche Rettung im Sinne einer nachhaltigen Überlebenschance wäre damit nicht gegeben“, erklären die Fachleute. Laut WDC wäre die einzig noch vertretbare Maßnahme eine Euthanasie – jedoch fehlt es in Deutschland an der nötigen fachlichen Erfahrung für einen solchen Eingriff bei Großwalen.
Quelle: (google translator)
https://www.fr.de/panorama/nicht-zielfuehrend-wal-fachleute-verurteilen-rettungsversuch-buckelwal-wahrscheinlich-sterben-zr-94264403.html

Die BDMLR:
Grenzen der Rettungsversuche

Insbesondere im Fall des Buckelwals in Deutschland war dieser bereits bei seinem ersten Auftauchen in Fischernetzen verheddert, was zu erheblichen gesundheitlichen und ernährungsbedingten Einbußen geführt hatte. Die Einsatzkräfte waren daher bei der Abwägung der Optionen stark benachteiligt. Die erfolgreiche Erholung eines geschwächten Tieres durch Rettungsversuche war ohnehin sehr unwahrscheinlich. Das Tier ist nun mindestens dreimal gestrandet, was zeigt, dass es bei weiteren Rettungsversuchen mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut an Land gehen wird, da es zu geschwächt bzw. dem Tode nahe ist, um überleben zu können. Fortgesetzte Rettungsmaßnahmen für ein sterbendes Tier würden hauptsächlich zu noch mehr Leid führen, da es immer wieder bewegt wird, erneut strandet und dies von Neuem geschieht.

Trotzdem können die von der BDMLR eingesetzten Rettungspontons für Wale bis zu zwei Tonnen heben, was weit unter dem Gewicht dieses Wals liegt. Sie wurden für mittelgroße Wale wie Grindwale und Zwergwale entwickelt, da ein Team sie vorsichtig in die darunterliegende Stützmatte manövrieren kann. In Ausnahmefällen können zwei Sets für einen etwas größeren Wal verwendet werden. Bei großen Walen wie Buckelwalen ist dies nicht möglich. Ihr Gewicht ist viel zu hoch, um sie auf diese Weise zu halten, und es ist unmöglich, sie mit sicheren und schonenden Techniken in die Matte zu bekommen. Das Anheben oder Ziehen mit schwerem Gerät verursacht dem Tier oft deutlich mehr Schaden und Stress und wird dringend abgeraten.
Quelle: (google translator)
https://bdmlr.org.uk/statement-stranded-humpback-whale-in-germany

Alles Fachorganisation, die mit gestrandeten Tieren viel Erfahrung haben.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 20:24
Die einen begrüßen palliativen Maßnahmen, die anderen äußeren sich zum Thema Euthanasie.
Fein. Beantwortet meine Frage aber nicht.


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