sevenheartseas schrieb:Keine Sorge. In der Großrechnung haben Influencer und Merchandiseverkäufer soviel Geld gemacht das die gezahlten Steuern wieder die Unkosten ausgleichen.
Cashcow Hope hat sich schon längst rentiert.
Sehe ich ähnlich zynisch.
Shiloh schrieb:Hinterher ist das schlau gesagt, sollte der Wal so schwer geschädigt worden sein durch das Hauruck-Freisetzen, dass er die ganze Aktion letztendlich dadurch dann tatsächlich nicht überlebt hat.
Und erst dann würde ich von "1,5 Mio für nichts = nicht sinnvoll" sprechen. Ansonsten gibt es per se keine Obergrenze um ein Leben zu retten, wenn denn erfolgversprechende Aussichten vorliegen (und das war das von Herrn Bohnsack vorgestellte Konzept definitiv) und wenn denn das Geld dafür zur Verfügung steht.
Das ist einigermaßen weltfremd, aus mehreren Gründen.
Erstens wissen wir nicht, was beim Freisetzen wirklich passiert ist. Ein Wal, der bereits eine Schiffsschraube, Netze, Kompression der Organe (die ja angeblich tödlich enden würde) etc überlebt hat, wird wohl kaum an dem "nicht artgerechten Rückwärtsziehen" mit einem Tau sterben, sondern eher an Entkräftung und Wasser in der Lunge, was von mindestens ebenso seriösen Quellen wie einem Herrn Bohnsack seit Wochen erläutert wird.
Zweitens kulminiert das komplett dilettantische Vorgehen darin, den GPS-Tracker weder vernünftig zu testen noch ordentlich anzubringen, und dann noch die Übermittlung von Gesundheitsdaten und Standort-Daten zu verwechseln. Niemand kann überzeugend erklären, was für ein Gerät überhaupt verwendet worden sein soll. Ein GPS ist nun mal was anderes als ein Fitnessarmband.
Drittens war von Anfang an klar, dass hier zahllose Partikular- und Eigeninteressen aufeinander prallen.
Backhaus - Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern,
Gunz - Kampagne für Media Markt mit Plüsch-Walen an der Kasse
https://taz.de/Die-Wahrheit/!6174601/Tönnies - Tierschutzkampagne als Eigenwerbung
https://tierarzt-toennies.de/ (siehe den ganzen auf der Seite vorherrschenden Ton)
Diese Liste kann beliebig verlängert werden.
Für alle Beteiligten war das ein rationales Geschäft auf Kosten des Wales, das die meisten schlicht nicht verstanden haben.
Leider ist die Wette ob der unprofessionellen Umsetzung nicht aufgegangen.
Eine Spende von 1,5 Millionen Euro (oder Dollar) ist eine signifikante Summe, die im gemeinnützigen Bereich als Großspende gilt und transformative Veränderungen bewirken kann. Die Wirkung hängt stark vom Fokusbereich ab, ermöglicht aber Projekte, die weit über Soforthilfe hinausgehen.
Shiloh schrieb:Ansonsten gibt es per se keine Obergrenze um ein Leben zu retten
Bei Menschen lasse ich das gelten, bei Tieren bin ich wohl nicht der einzige, dessen Wertsystem anders aussieht.
Hier sind konkrete Möglichkeiten, was mit 1,5 Millionen bewirkt werden kann:
1. Gesundheit und Medizinische Forschung
Neugeborenen-Forschung: Wie eine Spende von 1,5 Mio. £ an UCLH Charity zeigt, können spezialisierte Forschungsprojekte zur Neonatologie (Neugeborenen-Intensivmedizin) finanziert werden, um Hirnschäden bei Babys zu erforschen und zu verhindern.Ausstattung: Eine solche Summe reicht aus, um mehrere hochmoderne Diagnosegeräte (z. B. MRT- oder CT-Scanner) für Krankenhäuser anzuschaffen, die von Bristol & Weston Hospitals Charity oder ähnlichen Einrichtungen verwaltet werden.Gesundheitsdienste: Finanzierung des Betriebs von Krankenhäusern oder mobilen Kliniken in Krisengebieten.
2. Bildung und Kinderhilfe
Bildungsprojekte: Finanzierung von Schulbesuchen für tausende Mädchen in Entwicklungsländern oder den Bau von Schulen.Frühkindliche Bildung: Unterstützung des Ausbaus von Kindertagesstätten, um die Betreuung von tausenden Kindern (z. B. 4.000 bis 10.000 Kinder, wie es LEYF anstrebt) zu ermöglichen.
3. Nothilfe und Armutsbekämpfung
Umfassende Krisenhilfe: Im Katastrophenfall kann diese Summe genutzt werden, um Nahrungsmittel, sauberes Wasser und Unterkünfte für zehntausende Menschen bereitzustellen.Armutsbekämpfung: Finanzierung von Programmen, die Menschen helfen, die Situationen fernab der Schlagzeilen erleben, beispielsweise durch soziale Beratungsprojekte, wie sie Independent Age in Großbritannien durchführt.