Lotte49 schrieb:Das war auch nicht meine Aussage.
Ich weiß, das war aber das, worum es mir ursprünglich ging.
Lotte49 schrieb:Ich würde mir nur wünschen, dass sie die Situation einfach mal überdenken würden. Die Ostsee ist für Buckelwale kaum navigierbar und auf einer Sandbank zu landen, kaum zu verhindern. Ein Buckelwal, der in der Ostsee strandet muss nicht zwangsläufig todsterbenskrank sein, wie uns dieser Wal gelehrt haben dürfte. Es wäre schön, wenn die Experten, die diese These bis heute hartnäckig vertreten, ohne die Möglichkeit des Verirrens und Nicht-Navigieren-Könnens auszusprechen, einfach mal sagen könnten: "Okay, so eindeutig wie wir zunächst dachten, war die Lage wohl nicht. Das müssen wir in Zukunft bedenken".
Ich sehe erhrlich gesagt bisher nicht, wo uns dieser Wal das gelehrt haben soll. Klar, er hat länger überlebt als erwartet. Aber was beweist uns das jetzt in Bezug auf seinen tatsächlichen Gesundheitszustand, seine weiteren Überlebenschancen oder die Frage, wie sehr ihn der Transport möglicherweise gequält hat? Das waren doch in erster Linie die Punkte, zu denen sich geäußert wurde.
Niemand hat gesagt „der Wal stirbt garantiert nächsten Donnerstag“.
Ich bin zwar kein Walexperte aber ganz ehrlich, wenn ein Wildtier dieser Größe sich ohne Gegenwehr in einen Metallkasten ziehen lässt und da tagelang friedlich liegen bleibt, spricht das aus meiner Sicht eher nicht dafür, dass es ihm gut geht.
Und vor allem: Was ist denn die Konsequenz daraus? Sollen wir es zum Standard machen, gestrandete Wale irgendwie in die Nordsee zu zerren, weil sie vielleicht länger leben könnten als erwartet? Wer bezahlt das?
Lotte49 schrieb:Bedrohungen gab es übrigens auch in die andere Richtung. Und wenn man mitverfolgt hat, wie Marc Robert Lehmann (von dem jeden halten kann, was er will) öffentlich hingehängt wurde, hatte sicherlich auch kaum noch jemand, der die gängige Meinung "Wal einfach liegen lassen" anzweifelte, Lust, das öffentlich zu äußern.
Lehmann tendierte anfangs auch zu „liegenlassen“. Der hatte, noch bevor man ihn gerufen hat, gesagt, dass er dem Wal eine Chance von 0,1% gibt, sich aber freuen würde, falls er unrecht hat.