Die Sendemöglichkeit der ELT wird ja im SI ebenfalls als eingeschränkt beschrieben. So wird eine Funktionalität des Senders im tiefen Wasser ausgeschlossen. Des Weiteren kann eine Beeinträchtigung bei Schäden an bestimmten Komponenten (benannt werden hier die Verkabelung und die Antenne) zu einer Fehlfunktion führen.
Wenn also das Flugende in irgendeiner Art und Weise rumpeliger als gewöhnlich war, dann können da schon Schäden entstanden sein. Und wenn MH370 ziemlich vertikal in's Wasser stieß, dann können wir sehr sicher davon ausgehen, dass ein ELT nichts mehr senden wird, weil es einfach beschädigt ist.

So gesehen - immer angenommen eine Satellitenabdeckung des SAR wäre auch im SIO vorhanden - muss man annehmen, das es einen steilen Absturz gab. Ansonsten besteht ja die Möglichkeit, dass das ELT im hinteren Teil des Flugzeugs mit dem "SAR-Satelliten" solange in Kontakt tritt, bis das Flugzeug tief unter Wasser ist. Für diesen Fall hätte man doch - und wenn auch nur für Sekunden - eine Verbindung registriert. Dass aber ein "Notruf" über einen SAR-Satelliten abgesetzt wurde, habe ich nie gehört/gelesen.
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Ganz offenbar war MH370 noch bis kurz vor Flugende mit einem Satelliten verbunden, zumindest bis es den letzten unvollständigen logon bzw. 7. Ping-Ring gab.
Ich bin sicher, dass es hier um zwei verschiedene Satellitensystem geht. Das eine von Inmarsat und das andere von Copas-Sarsat. MH370 war in letzterem System offenbar nicht eingeloggt.

Interessant zu lesen (Wikipedia und andere Quellen im Internet) ist, dass es fünf Satelliten von Copas gab (die nicht mehr funktionieren) und fünf von Sarst. Damit dürfte die "weltweite" Abdeckung schon mal eingeschränkt sein. Das räumt der SI ja auch auf seite 101 unter Buchstabe d) ein, dass es keine komplette Abdeckung des systems zu jeder Zeit gab.
Noch interesanter: Das System basiert auf dem des ARGOS-Systems. Satelliten und Bodenstationen teilen sich die Aufgabe. Bei der Recherche bin ich dabei auf Folgendes gestoßen, was ich mit Blick auf die Inmarst-Daten stirnrunzeld zur Kenntnis genommen habe:
Aus der Doppler-Frequenzverschiebung ergibt sich die relative Geschwindigkeit zwischen Signalquelle und Satelliten. Der Empfang durch mehrere Satelliten (oder mehrmaliges zeitversetztes Empfangen mit demselben Satelliten) und die Berücksichtigung des Höhenprofils der Erdoberflächen führt zu einer eindeutigen Positionsbestimmung mit einer Genauigkeit besser als 150 m.[1]
Quelle: Wikipedia: COSPAS-SARSAT
Warum ist es dort mit nur einem Satelliten bei mehrmaligen zeitversetzen Empfang möglich, die Position so genau zu bestimmen und bei Inmarsat nicht?